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Full text of "Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte"

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Äarbaro College iUbrarg 

FKOM 

DENMAN W. ROSS, 

OF CAMBRIDGE, 
Received iöjanunry, 1888. 



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ZUR 



BÄTERISCHEN UND DEUTSCHEN 

GESCHICHTE. 



ÄCHTER BAND. 



QUELLEN vm. band. 



MÜNCHEN 1860. 
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11 




ZUR 



BATERISCHEN UND DEUTSCHEN 

GESCHICHTE. 



HERAUSGEGEBEN 

AUF BEFEHL UND KOSTEN 
SBINBR MAJESTÄT DBS KtENIGS 

MAXIMILIAN E 

ACHTEI BAND. 



IÜNCHEN 1860. 
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QUELLEN 



ZUR 

BATERISCHEN UND DEUTSCHEN 

GESCHICHTE. 

HERAUSGEGEBEN 

AUF BEFEHL UND KOSTEN 
SBINBR MAJESTÄT DBS KffiNIGS 

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ACHTER BAND. 



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MÜNCHEN 1860. 

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JAN 16 1888 



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Erhard Schnrstab's 

Beschreibung 

des 

Ersten Markgräflichen Krieges 

gegen Nürnberg. 



Herausgegeben 

von 

Joseph Bader; 

TtnUiJ im k. AreUT-Oraierrateriuu li Nlntorg. 



Quellen VHI. 



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Vorwort. 



Das königliche Archiv zu Nürnberg besitzt 
die Original-Beschreibung des Krieges, den Mark- 
graf Albrecht Achilles von Brandenburg im Jahre 
1449 und 1450 gegen die Reichsstadt Nürnberg 
geführt hat. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur 
Geschichte des gleichzeitigen Städtekrieges. Ihr 
Verfasser ist Erhard Schürstab, aus einer der 
ältesten und verdientesten Patrizier-Familien Nürn- 
bergs gebürtig und im Jahre 1450 Bürgermeister 
der Stadt. Als solcher nahm er thätigen Antheil 
an allen Vertheidigungs-Anstalten, an dem Kampf 
und dem Siege seiner Vaterstadt bei den Weihern 
in der Nähe des Klosters Pillenreuth. Seine Er- 
zählung ist einfach, schlicht und wahrhaft und 
stimmt in allen Dingen überein mit den Original- 
Aktenstücken, die über einzelne Kriegsereignisse 
und über sämmtliche während des Krieges gepflo- 
gene Correspondenzen, Verhandlungen und Con- 
ferenzen noch vorhanden sind. Der Beschreibung 
der Kriegsereignisse fügte er noch bei eine Schil- 
derung der Kriegsverfassung, der Organisation des 
Heerwesens, der Fortifications- Werke, des Defensiv- 
und Geschützwesens, der verschiedenen Kriegs- 

1* 



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4 Vorwort. 

Reglements, des Proviantwesens und anderer Vor- 
kehrungen in Kriegszeiten — gewiss ein schätz- 
barer Beitrag zur Kenntniss der damaligen Kriegs- 
führung überhaupt und des Zustandes insbeson- 
dere, in welchem die Wehrverfassung der Reichs- 
stadt Nürnberg in jener Zeit sich befand. Diese 
Beilagen des ScHüRSTABischen Manuscripts werden 
hier als Anhang beigegeben. Manche derselben, 
wie z. B. die Ordnungen des Proviantwesens, schei- 
nen einen andern Verfasser zu haben; Schürstab 
hat sie in seinen Bericht aufgenommen. 

Das Manuscript ist bis jetzt ungedruckt ge- 
blieben; der nürnbergische Rathschreiber J. Müll- 
ner hat es zu seinem gleichfalls nur in Manuscript 
vorhandenen Annalen der Reichsstadt Nürnberg 
benützt. 

Kurze Nachrichten über diesen Krieg findet, 
man in der Burg- und Markgräflich-Brandenburgi- 
schen Kriegshistorie von Gross, in Waldau's 
vermischten Beiträgen zur Geschichte der Stadt 
Nürnberg (Bd. IV), in Falkenstein's Antiquit. 
Nordgav. (Tom. III.), in der Quellensammlung für 
fränkische Geschichte, vom historischen Verein zu 
Bamberg herausgegeben (Bd. I.), und bei andern 
Schriftstellern. 



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Einleitung. 



Der Krieg des Markgrafen Albrecht von Branden- 
burg und der mit ihm verbündeten Fürsten und Herren 
gegen Nürnberg ist nur eine Episode des grossen Städte- 
krieges, aber von grosser Wichtigkeit, da die Ereignisse 
des letztern vielfach bestimmt wurden durch den Aus- 
gang, den die einzelnen Unternehmungen gegen Nürn- 
berg nahmen. Daher vorerst ein paar Worte über die 
Entstehung des Städtekrieges im Allgemeinen, um sodann 
etwas weitläufiger die Ursachen der speziellen Feindschaft 
des Markgrafen gegen Nürnberg erörtern zu können. 

Kaiser Fridrich III. bekriegte in den Jahren 1443 
bis 1447 die Schweiz, die ihm die alten habsburgischen 
Herrschaften und Städte wieder zurückstellen sollte. Seine 
Bundesgenossen waren mehrere Reichsfürsten und ein 
grosser Theil des oberländischen Adels. Sie besorgten, 
die Schweizer möchten zuletzt selbst das Reich angreifen 
und ihren Bund noch weiter ausdehnen. Die deutschen 
Reichsstädte, namentlich die oberdeutschen, blieben in 
diesem Kriege neutral. Vergebens beschwor sie der 
Kaiser 1 ) ihm zu helfen. Die meisten standen zu den 
Eidgenossen in alter Freundschaft. Sie suchten zu ver- 
mitteln, halfen aber nicht. Fridrich vergass ihnen das 
nicht, und auch die Fürsten und der Adel vergassen 
es nicht. Während sie zu Felde lagen, waren sie be- 
ständig iu Sorgen, die oberländischen Städte könnten 



i) Damals nur König. 



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6 Einleitung. 

zu den Schweizern fallen. Jedenfalls waren die gegen- 
seitigen Beziehungen zwischen den Eidgenossen und den 
Städten sehr lebhaft. Diese betrachteten die Schweiz 
als ihren natürlichen Verbündeten gegen die fürstliche 
und adeliche Feudalität, die längst ein lüsternes Auge 
auf die reichen Städte geworfen und ihrer Handels- und 
Gewerbsthätigkeit durch neue Zölle und Geleite und durch 
Gewalttätigkeiten aller Art hindernd in den Weg trat. 

Die gegenseitigen Verhältnisse gestalteten sich im- 
mer schroffer; die Erbitterung wuchs; an Nahrung fehlte 
es ihr von keiner Seite. Zudem war bereits die Zeit 
gekommen, wo die Keime einer neuen staatlichen Ord- 
nung aufgehen sollten. Die letzten deutschen Kaiser 
hatten über den eigenen dynastischen Interessen die 
Wohlfahrt gesammter deutscher Nation vergessen, und 
das Reichsgut verschenkt oder verschleudert, um zu 
eigennützigen Zwecken sich die Hülfe der Fürsten zu 
erkaufen, oder verpfändet, um ihre stets leeren Kassen 
zu füllen. Die Macht der Kaiser wurde dadurch ge- 
brochen, um an ihre Stelle jene der Fürsten zu setzen, 
um statt eines einzigen Herrn viele, statt eines einigen 
Deutschlands fürstliche Territorien auf Kosten der Reichs- 
gewalt zu substituiren. 

Allenthalben begann die territoriale Entwicklung, und 
territorial -fürstliche Interessen untergruben die Funda- 
mente des heiligen römischen Reiches deutscher Nation. 

Alles ging seine eigene Wege, nur nicht die des 
Reiches. Von den Fürsten in ihrer Existenz bedroht, 
von den Kaisern verlassen, blieb den Städten zuletzt 
auch nichts anderes übrig, als sich selbst zu helfen, — 
ohne den Kaiser. Dieser sowie seine letzten Vorfahren 
am Reiche hatten es verschmäht, sich an die Spitze 
der Städte zu stellen. Als Haupt derselben war er im 
Stande, die nach allen Seiten übergreifende Macht der 
Fürsten in die Gränzen zurückzuweisen, die ihnen von 
ihrem Verhältniss zum Reich gesteckt waren. 



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Einleitung. 7 

Es waren aber nicht bloss die Reichstädte, die 
dem Kaiser die Mittel boten zur Herstellung der natur- 
lichen Machtverhältnisse im Reiche; auch in dem Bürger- 
thum der mit grossen Freiheiten begabten landsässischen 
Städte hätte er eine mächtige Stütze gefunden. Es ge- 
schah aber nichts für sie; letztere, an allen Enden 
Deutschlands von den Landesherrn bedrängt, unterlagen 
nach kurzem Kampfe; die Reichsstädte aber schlössen 
sich nur um so enger aneinander. Bereits im Jahre 1 446 
schlössen 31 Reichsstädte in Schwaben und Franken 
ein Bündniss auf drei Jahre. 

Man fühlte und sah auf beiden Seiten, dass diese 
Spannung nicht lange mehr dauern könne, ohne in offene 
Feindschaft auszubrechen. Allenthalben wurde gerüstet 
und geworben. 

Auch die Fürsten waren zu einem Bund zusammen 
getreten, der sich über ganz Deutschland erstreckte. 
Das Haupt desselben in Oberdeutschland war Markgraf 
Albrecht von Brandenburg. Demüthigung und Nieder- 
werfung der Städte war das unverholene Ziel der Fürsten. 

Markgraf Albrecht war Landesherr des fränkischen 
ßurggrafthums Nürnberg unterhalb Gebirgs und als sol- 
cher der Nachbar mehrerer fränkischer und schwäbischer 
Reichstädte. Ein kriegslustiger, unternehmender Fürst, 
ehrgeizig und ländersüchtig, und stets mit weitgehenden 
Planen beschäftigt fühlte er sich überall geirrt und ge- 
engt von den Reichstädten, die mit ihrem Besitzthum 
seine Herrschaft allenthalben durchbrachen und in sei- 
nem Gebiete Güter in grosser Anzahl erwarben. Sein 
Hass war namentlich gegen Nürnberg gerichtet, das im 
Jahre 1427 mit dem Kauf der dortigen Burg einen 
grossen Theil der burggräflichen Rechte an sich ge- 
bracht hatte. 

Aehnliche Verhältnisse zwischen Fürsten und Reichs- 
städten bestanden allenthalben. Die Städte, durch Handel 
und blühende Gewerbe und durch Sparsamkeit und Ein- 



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8 Einleitung. 

fachheit ihres Gemeinwesens reich und mächtig gewor- 
den, erwarben durch ihre Bürger grosses Besitzthom 
in Mitte der fürstlichen Gebiete. Das verdross die Fürsten. 
Viele von ihnen, durch allerlei Kriegsunternehmungen 
und kostbare Hofhaltungen in grosser finanzieller Be- 
drängniss, waren gezwungen, den Stadtern Regalien und 
Güter zu verpfänden oder zu verkaufen. Das Gleiche 
war bei dem Adel der Fall, der immer mehr verarmte, 
je mehr er für den Herrendienst sich opferte. Markgraf 
Albrecht schob die Schuld davon auf die Städte. Wenn 
diese, sagte er, noch weiter um sich greifen, dann 
müsse der Adel vertilgt werden. 

Unter diesen Verhältnissen und während die Städte 
am Rhein und in Niederdeutschland nacheinander den 
vereinigten Waffen der Fürsten und des Adels unter- 
lagen, gewann der Bund der Fürsten gegen die ober- 
deutschen Städte immer grösseren Anhang. Markgraf 
Albrecht ritt von einem zu dem andern. Zu Anfang des 
Jahres 1449 konnte er sich bereits rühmen, dass er 
36 Fürsten und Herren zu Bundesgenossen habe. Die 
vorzüglichsten waren sein Bruder Markgraf Johann, Pfalz- 
graf Otto, Herzog Wilhelm zu Sachsen, der Landgraf 
von Hessen, die Grafen von Würtemberg, die Markgrafen 
von Baden, Herzog Albrecht zu Oesterreich und unter 
den geistlichen Fürsten der Erzbischof von Mainz und 
die Bischöfe von Bamberg und Eichstadt. Die Zahl der 
Bundesgenossen aus dem Grafen-, Herren- und Ritter- 
stand war ungemein gross. 

Nachdem sich in solcher Weise Bund und Gegen- 
bund gebildet, begannen die Anforderungen der Fürsten. 
Gesandtschaften gingen hin und her, ohne Resultat. Die 
Forderungen der Fürsten, namentlich jene des Mark- 
grafen Albrecht, waren unmässig, und die Städte keines- 
wegs geneigt, dieselben zu befriedigen. So z. B. forderte 
der Markgraf, ehe noch der Krieg begonnen, von Nürn- 
berg Rriegskosten- Entschädigung und Ersatz der für 
seine Rüstungen aufgewendeten Summen. 



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Einleitung. 9 

Die Städte konnten und wollten die Opfer nicht brin- 
gen, welche die Fürsten von ihnen forderten ; der Bruch 
war daher unvermeidlich. Der Kaiser mahnte zum Frie- 
den; weiter that er nichts. Das Verhalten der Städte 
während des Schweizer -Krieges war ihm noch in Er- 
innerung, und nicht vergessen die Demüthigung, die 
dieser Krieg über das Haus Habsburg gebracht. Es 
steht dahin, ob er sich bewusst geworden, dass mit 
Unterwerfung der Reichsstädte die mächtigste Stütze ver- 
loren gehe, die dem Kaiserthum im freien Städtewesen 
noch übrig geblieben. 

Es wurden zwar von geistlichen und weltlichen 
Fürsten wiederholte Versuche gemacht, diese Streitig- 
keiten auf gütlichem Wege beizulegen; aber vergebens. 
So sehr auch die Städte zu gütlichem Austrag geneigt 
waren, so half doch alles nichts. Die Fürsten wollten 
eben keinen solchen Ausgang; sie wollten Krieg, der 
die Städte unter ihre Botmässigkeit bringen sollte. 

Die bayerischen Fürsten, mit Ausnahme des Pfalz- 
grafen Otto bei Rhein und der Pfalzgrafen Stephan und 
Fridrich traten dem Bunde ihrer Standesgenossen nicht 
bei; sie suchten zu vermitteln und blieben, als sie da- 
mit nichts ausrichteten, neutral. 

Und so zogen denn die Fürsten und der Adel auf 
der einen, die oberdeutschen Städte auf der andern Seite 
aus zum vernichtenden Kampf, der ohne allgemeine trif- 
tige Gründe begonnen die schönsten und fruchtbarsten 
Lande in Franken und Schwaben zu Wüsteneien ver- 
wandelte und deutsche Bruderstämme im mörderischen 
Kampfe zerfleischte. Um das heilige Römische Reich 
deutscher Nation und um seine Wohlfahrt und sein An- 
sehen, die darunter am meisten litten, kümmerte sich 
Niemand. Die Fürsten waren nur auf ihren Vortheil 
bedacht, die Städte, von Kaiser und Reich im Stich 
gelassen, zum Verzweiflungskampfe gedrängt 



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10 Einleitung. 

Das ungefähr sind die allgemeinen Ursachen des 
Städtekrieges; die speciellen des markgräflichen Krieges 
gegen Nürnberg, der uns hier ausschliessich beschäftigt, 
wollen etwas näher erörtert werden: 

Im Jahre 1427 verkaufte Markgraf Fridrich, Alb- 
rechts Vater, die Burg zu Nürnberg sammt dem Schult- 
heissenamt, die beiden Reichswälder sammt mehreren 
Dörfern und viele andere burggräfliche Rechte in und 
ausserhalb der Stadt an den Rath und die Gemeine zu 
Nürnberg. Der Umstand, dass die Gränzen der ver- 
äusserten sehr umfangreichen Besitzungen und Rechte 
bei dem Kaufe nicht in allen Stücken festgestellt wor- 
den, führte zwischen Verkäufer und Räufer zu mancher- 
lei Irrungen, indem jener als Eingriff bezeichnete, was 
dieser als wohlerworbenes Recht in Anspruch nahm. 
Nach dem Tode Fridrichs wurde dieser Zwist ernst- 
hafter. Sein Sohn und Nachfolger, Markgraf Albrecht, 
war nicht darnach angethan, dass er von der Stadt sich 
etwas konnte gefallen lassen. Diese dagegen mag auch 
nicht in allen Dingen Mass gehalten haben. 

Sein Gebiet , behauptete der Markgraf, fange bei 
Eger an und gehe bis an das Kreuz unterhalb Uffen- 
heim und bis an das Gestäude oberhalb Eichstädt. Die 
von Nürnberg hätten nur zu richten innerhalb ihrer 
Mauern. Man sieht, der Markgraf machte gegen Nürn- 
berg bereits den Begriff des geschlossenen Gebietes 
geltend. Das Gleiche that er, wie wir sehen werden, 
gegen Conrad, Herrn zu Heideck. 

Die einzelnen Beschwerden des Markgrafen gegen 
die Stadt betrafen: 

Erstens das Dorf Gostenhof, das unmittelbar vor 
dem Spitlerthore liegt. Dasselbe hätten seine Vorfahren 
als ein Lehen des Burggrafthums Nürnberg und sampt 
dem Gerichte an die Waldstromer verkauft. Der Rath 
zu Nürnberg aber thue ihm und den gegenwärtigen 
Inhabern des Gerichtes grossen Eintrag, indem derselbe 



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Einleitung. 1 1 

Bande und Eisen breche, die Gefangenen, die sich nur 
mit Raufen verhandeln, wegnehme und in die städtischen 
Gefangnisse abführe, und die Schoflen zu Gostenhof be- 
strafe. Auch handle der Rath wider die Lehenpflicht, 
die er dem Markgrafen wegen der dortigen Lehen gethan. 

Dagegen aber erwiderte der Rath, er habe den 
Besitzern des Gostenhofs und des dortigen Gerichtes 
niemals und in keiner Weise, namentlich aber nicht in 
den Sachen um Schulden und andere geringfügige Dinge, 
über die sie zu richten hätten, Eintrag gefhan. In letz- 
terer Zeit aber sei es häufig vorgekommen, dass das 
Gericht zu Gostenhof Strafen und halsgerichtliche Fälle 
sich angeeignet, die zum Reichsgericht (Schultheissenamt) 
zu Nürnberg gehören. Die Gefangenen, die man im 
Gostenhof weggenommen und in die Stadt geführt, hätten 
nicht bloss mit Raufen, sondern auch mit Werken und 
Wunden sich verhandelt. Als sie in die Stadt sollten 
geführt werden, hätte man sich den Stadtknechten wider- 
setzt, so dass Verstärkung hinausgeschickt werden musste. 
Die dortigen Schöffen seien wegen ihrer Anmassung 
allerdings gestraft worden und habe man ihnen auf 
einige Zeit die Stadt verboten; es sei ihnen aber nur 
geschehen, was sie verdient. Der Rath als solcher habe 
keine Lehen vom Markgrafen; wenn einige Bürger solche 
Lehen haben, so hätten diese jederzeit gehandelt als 
fromme Lehenleute. 

Zweitens beschwerte sich der Markgraf, der Rath 
hindere ihn an dem Schutz und Schirm der drei Klöster 
zu St. Egidien, St. Katharina und St. Clara zu Nürn- 
berg, der seinen Vorfahren durch die Römischen Könige 
Wenzel und Sigmund im Jahre 1397 und 1415 über- 
tragen worden. 

Der Schutz dieser Klöster aber war nach der An- 
gabe des Raths schon in frühem Zeiten der Stadt über- 
tragen worden. Es sei auch eine Verschreibung der 
Burggrafen vorhanden, wodurch sie sich verpflichten, 



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1 2 Einleitung. 

allenfallsige Ansprüche auf diesen Schatz auf gütlichem 
Wege abzumachen. Das sei aber nie geschehen. 

Drittens klagte der Markgraf gegen die Stadt, 
sie lasse seine Unterthanen zu Thann, Kornburg, Bai- 
ersdorf etc. in den Reichswäldern pfänden, obwohl diese 
und mehrere andere ihm zuständige Ortschaften unge- 
pfändet darein zufahren ein Recht hätten. Auch seien 
Hut und Weide und die Meiler in den Wäldern ver- 
boten und die darauf gesetzten Strafen merklich erhöht 
worden, und werde das Zimmerholz von den Amtleuten 
sehr willkürlich geschätzt. Zu Schwarzenlohe und Korn- 
burg hätten Erbforster und Forstknechte ihren Sitz, was 
auch nicht sein soll. 

Nach der Versicherung des Rathes aber wären jene 
Unterthanen des Markgrafen, die seit alten Zeiten ein 
Forstrecht in den Wäldern gehabt und denen auch das- 
selbe bei dem Verkauf der Burg und der Reichswälder 
im Jahre 1427 ausdrücklich vorbehalten worden, in 
ihren Rechten niemals gekränkt oder verkürzt worden. 
Die von dem Markgrafen namentlich bezeichneten Ort- 
schaften hätten zu keiner Zeit solche Waldrechte gehabt. 
Hut, Weide und Meiler seien nach des Waldes Her- 
kommen und Notdurft und aus Rücksichten einer bessern 
Forstcultur verboten worden, da die Wälder gar sehr 
verhauen und verwüstet gewesen. Was die Waldamt- 
leute betreffe, so seien dieselben der Stadt geschworne 
und verpflichtete Diener, die ihren Pflichteid alljährlich 
erneuern müssten. Auch habe das heilige Römische Reich 
die Wälder und das Forstgericht gefreit. 

Die vierte Klage des Markgrafen betraf ein Ehe- 
haftgericht in seinem Amte Kammerstein und Schwabach. 
Als Hilpolt von Seckendorf Amtmann geworden, habe 
derselbe die zu diesem Ehehaftgericht gehörigen Leute 
und darunter auch Hintersassen etlicher Bürger von Nürn- 
berg in Pflicht und Eid genommen, der Rath zu Nürn- 
berg aber genannte Hintersassen, weil sie geschworen, 



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Einleitung. 13 

mit Gefängniss bestraft; auch wäre Hüpolt von Secken- 
dorf seit der Zeit vor den von Nürnberg nicht mehr 
sieher gewesen. 

Nach der Ansicht des Rathes dagegen waren ge- 
dachte Hintersassen nicht verbunden, Eid und Pflicht 
zu thun am Ehehaftgericht, das sie lediglich dreimal 
im Jahre besuchen und dem sie sonst nichts zu leisten 
hatten. Dem Hilpolt von Seckendorf sei allerdings das 
Geleite in die Stadt versagt, die ganze Sache aber da- 
durch abgemacht und beigelegt worden, dass Hilpolt von 
Seckendorf die nürnbergischen Hintersassen von freien 
Stücken aller geschwornen Eide ledig sagte. 

Zu der fünften Beschwerde gab dem Markgrafen 
Veranlassung das kaiserliche Landgericht seines Burggraf- 
thums Nürnberg, das nach kaiserlichen und königlichen 
Privilegien über alle »richtende Gerichte« zu richten 
habe und an dem besonders die von Nürnberg mit Leib 
und Gut und mit allen ihren Hubnern zu Recht stehen 
sollten. Das geschehe aber nicht, sondern der Rath ver- 
biete sogar alle Appellationen von den stadtischen Ge- 
richten an das kaiserliche Landgericht. Kürzlich habe 
derselbe dem Ott Peck sogar die Augen ausstechen lassen, 
weil er von dem Gericht des Abts zu St. Egidien an 
das Landgericht sich berufen. Hanns Rumel in des Bi- 
schofs von Eichstädt Hofe zu Nürnberg, der einen Bür- 
ger vor das Landgericht geladen, habe man alsbald ge- 
nöthigt, das Landgericht abzulassen, oder mit Weib und 
Kind augenblicklich aus der Stadt zu ziehen. Dieser 
Rumel sei nicht einmal Bürger der Stadt. — Auch hät- 
ten die von Nürnberg erst seit kurzen Jahren ein so- 
genanntes Bauerngericht organisirt, an welchem man 
mit Beeinträchtigung des Landgerichtes über Grund und 
Boden richte. — Ferner glaubte der Markgraf an sei- 
nem Landgericht sich gekränkt wegen seines Dieners 
Georg von Seckendorf, dem der sogenannte Kornberger 
Steinbruch im Reichswalde gehörte. Da seien die von 



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14 Einleitung. 

Nürnberg mit Gewalt eingebrochen und hätten das Stein- 
brechen auch dann nicht sein lassen, als ihnen nnd 
dem von Seckendorf schon Termin anberaumt worden 
behufs Schlichtung dieser Sache. Weil sie diese von 
ihm (Markgrafen) angesetzte Tagsatzung nicht aufge- 
nommen, habe Georg von Seckendorf alle nürnbergischen 
Güter, die die Stadt von dem Burggrafen und Mark- 
grafen erkauft hatte und die nach einem eigenen Ar- 
tikel des Kaufsbriefs unter das kaiserliche Landgericht 
gehörten und nach der Kaufsabrede noch ferner dazu 
gehören sollten , vor dasselbe geladen. Gegen diese 
Ladung habe die Stadt die Berufung an den römischen 
König ergriffen, und, obwohl dieser ihm (Markgrafen) 
bessere Briefe gegeben, den von Seckendorf nichts desto 
weniger genöthiget und gedrängt, ihr sein väterliches 
Erbe am Kornberg zu verkaufen. — Auch noch einigen 
anderen Ladungen an das Landgericht habe die Stadt 
keine Folge geleistet. 

Dagegen erinnerte der Rath, dass Nürnberg eine 
reichsunmittelbare Stadt sei, die vom Reich ihre eigene 
Richter habe und sammt ihren Leuten und Gütern von 
dem Landgericht wiederholt befreit worden. — Die 
Geschichte mit Ott Peck verhalte sich aber so : derselbe 
sei des Gotteshauses zu St. Egidien geschworner Hinter- 
sasse, dem der Abt einen Rechtstag gesetzt an seinem 
durch päpstliche und kaiserliche Privilegien bestätigten 
Gericht. Peck aber habe den Rechtstag nicht angenom- 
men, sondern sei ohne Erlaubniss seiner Herrschaft aus- 
getreten, unter der Drohung, er werde das Gotteshaus 
und seine Angehörigen brennen und als Landzwinger 
Gewalt treiben. Peck sei dann später in des Reichs 
Gefängniss zu Nürnberg gerathen, und da seien ihm 
dann nach einem Erkenntniss des Reichsgerichts beide 
Augen ausgestochen worden. Wegen seiner Eidbrüchig- 
keit und Landzwingerei hätte er nach damaligen Ge- 
Gesetzen wohl noch grössere Strafe an Leib und Leben 



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Einleitung* 15 

verwirkt. — Bezüglich des Bauerngerichts bemerkte 
der Rath, dieses Gericht habe Nürnberg schon seit hun- 
dert Jahren, nnd allzeit hätten geschworne Schöffen den 
Hintersassen und Annleuten der Bärger Urtheil und 
Recht an demselben gesprochen. — Bezüglich des Korn- 
berger Steinbruchs gab der Rath zu, dass er Steine 
habe brechen lassen auf dem Reichsboden im Walde, 
den er vom Reiche zu Lehen habe. Es sei dieses na- 
mentlich damals geschehen, als ihm durch Wasser und 
Gries grosser Schaden geschehen an der Stadtmauer. 
Aber nicht im Kornberger Steinbruche, den Georg von 
Seckendorf zu Lehen habe, sondern an einer Stelle seien 
die Steine gebrochen worden, die merklich weit vom 
Steinbruche entfernt liege, und die von der Stadt für 
einen Bestandteil des Reichswaldes, von Georg von 
Seckendorf aber für eine Zugehörung seines Steinbruches 
angesehen wurde. Wenn die Stadt vom Landgericht 
an den römischen König appellirt habe, so sei sie zu 
diesem Schritt durch ihre Privilegien berechtigt gewesen. 
Auch habe der König ihre Appellation gnädig aufgenom- 
men. Als man derselben weiter nachgehen wollte, hätten 
die Freunde des von Seckendorf eine Vermittlung ver- 
sucht und der Stadt den Kornberg zum Kauf angeboten, 
und diese denselben auch wirklich gekauft, aber nur 
um des Friedens willen und um eine Summe, die sei- 
nen Werth weit überstieg. 

Der sechste Klagepunkt des Markgrafen bezog 
sich auf seine Zölle zu Schwabach und Roth, die durch 
die Stadt Nürnberg dadurch umgangen würden, dass 
sie zwischen Schwabach und Roth eine neue ungewöhn- 
liche Strasse und zwar über Katzwang oder Plickendorf 
baue und gebrauche. Als diese Strasse durch die mark- 
gräflichen Unterthanen vergraben und verschlagen wor- 
den, da hätten die von Nürnberg das aus eignem Ge- 
walt wieder eingeworfen und ausgegraben. 



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16 Einleitung. 

Dagegen berief sich der Rath auf den Vertrag, den 
Herzog Fridrich von Bayern im Jahre 1386 zwischen 
der Stadt und dem Burggrafen wegen Zoll und Geleit 
aufgerichtet. Darin sei nur von einem Zoll zu Roth, 
nicht aber zu Schwabach die Rede; auch werde durch 
jenen Vertrag die Aufrichtung neuer Zölle verboten und 
bestimmt, dass die Kaufmannsgüter, die von Nürnberg 
nach Bayern und aus Bayern nach Nürnberg gehen, an 
den Zoll zu Roth fahren, und wie viel sie allda zahlen 
sollen ; dessgleichen dass mit unverzollbaren Waaren und 
Gütern, mit Getreide, Holz, Kohlen und andern Erzeug- 
nissen der Landwirtschaft die Strasse über Katzwang, 
die auch eine Reichsstrasse sei, befahren werden soll. 
Letztere Strasse bestehe seit unvordenklichen Zeiten; 
durch ihre Vergrabung geschehe der Stadt grosses Un- 
recht. Ein ungewöhnlicher neuer Zoll sei auch zu Baiers- 
dorf aufgerichtet worden. Ausser den Zöllen müssten 
die Angehörigen der Stadt in Städten oder Märkten, wo 
sie einkaufen, von jedem Karren und Wagen eine will- 
kürliche Abgabe, wie man sie eben verlange, verabrei- 
chen; das geschehe alles, wie es heisse, um Schutz und 
Schirmes willen. 

In einer siebenten Klage beschwerte sich der 
Markgraf, dass die von Tann (Burgthann), die früher 
nie einen Zoll zu Nürnberg gegeben, denselben jetzt 
entrichten müssten. 

Die von Tann, erwiderte der Rath, hätten sich 
desshalb noch nie beschwert; auch seien in der Stadt 
geschworne Zollner, die nach altem Herkommen sich 
zu richten haben. 

Zum Achten klagte Markgraf Albrecht über die 
grosse Ungebühr, die ihm durch die von Nürnberg an 
dem Wildbann im Reichswalde geschehe. Dieselben und 
namentlich ein Geuder hätten Rothwild gejagt, auch 
würden von ihnen Haasen und Geflügel gefangen. 



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Einleitung. 17 

Es sei nicht wahr, entgegnete der Rath, dass die 
Angehörigen der Stadt ohne Erlaubniss der Herrschaft 
Rothwild im Reichswald gejagt haben; ob ein Geuder 
das gethan habe, darum sei ihm (dem'Rath) nichts be- 
kannt Wildschweine im Reichswalde zu hetzen und 
Haasen und Geflügel zu fangen sei ein altherkömmliches 
Recht der Stadt, das sie sich durch Markgraf Fridrich, 
als er ihr den Wald verkaufte, den Wildbann aber sich 
und seinen Nachfolgern vorbehielt, eigens verbriefen Hess. 

Der neunte Rlagepunkt des Markgrafen bezog sich 
auf das Schloss Malmsbach, das Ulrich Rumel von ihm 
zu Lehen gehabt, später aber an ihn verkauft habe. 
Wegen dieses Verkaufes zürne die Stadt auf den Rumel 
und dessen Schweher Jörg Glack zu Tann, bei dem sich 
Rumel aufhalte. Clack schwebe desshalb in beständiger 
Gefahr und Sorge vor den Nachstellungen der Stadt, 
die in der Umgegend von Tann ihre Söldner streifen 
lasse und demselben freies Geleit in die Stadt versage. 

Darauf entgegnete der Rath, es sei jedermann wis- 
sentlich, aus welcher Veranlassung der Rauf um Malms- 
bach zu Stand gekommen und wie ungerecht Rumel 
gegen den Derrer, einen Nürnberger Bürger, in dieser 
Sache gehandelt habe. Es sei besser, man schweige über 
diesen Gegenstand. Aber der Rumel, der der Stadt ge- 
schworner Bürger war, sei ohne Erlaubniss ausgetreten 
und ungehorsam geworden. Diesem stelle man nach, 
nicht dem Clack, obwohl dieser der Stadt gleichfalls 
grossen Eintrag thue im Wald, wohin er oft mit 20 
bis 40 Wagen fahre, und wenn man ihn desshalb pfän- 
den wolle, solches mit Gewalt wehre. Clack zwinge 
auob der Stadt Unterthanen auf den Meilern und Einöd- 
höfen, an dem Gericht zu Tann Recht zu suchen, was 
doch vormals nie geschehen. Die Stadt versage dem- 
selben allerdings das Geleit, aber nur in der Absicht, 
dass er seine Neuerungen abthun möge. 

Quellen VIII, 2 



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18 Einleitung. 

Zum Zehnten beschwerte sich der Markgraf Aber 
den grossen Abbrach, der ihm durch die von Nürnberg 
an seinen Geleiten geschehe. Er habe auf den vier 
Strassen bis nach Nürnberg in die Thore und von da 
heraus hinwieder zu geleiten. Die Bürger zu Nürnberg, 
die zu Ross reisen, wollen aber kein Geleite nehmen 
zwischen Nürnberg und Neustadt, und ebenso die Gäste 
nicht upd andere Leute, die sich zu solchen Bürgern 
schlagen und mit ihnen reiten. Die Stadt habe sich 
sogar unterstanden, im Bezirk des markgräflichen Ge- 
leites mit gewaffneter Hand das Geleit zu geben. Bis 
nach Erlangen und drei Meilen Wegs im Umkreis habe 
sie ein Geschläge und eine Umfriedung gemacht, so dass 
auf das markgräfliche Geleite zwölf Meilen Wegs treffen 
und die Zölle und Geleite merklich verkürzt, und na- 
mentlich die Rechte und Herrlichkeiten der Schlösser 
Schönberg, Tann und Malmsbach geschmälert und ge- 
kränkt werden. Dies Verfahren der Stadt sei auch sei- 
nem Wildbann und dem Wilde sehr schädlich. 

Dagegen berief sich die Stadt auf die goldene 
Bulle, in der festgesetzt worden, dass Niemand genöthigt 
werden soll, Geleit zu nehmen. Wenn Gäste oder andere 
Leute auf des Reichs Strassen zu Bürgern aus Nürnberg 
sich gesellen und mit ihnen reiten, so stehe diesen nicht 
zu, jenen die Strasse zu wehren. — Auch würden die 
von Nürnberg von Fürsten, Grafen, Herren, Rittern und 
Knechten, geistlichen und weltlichen Leuten, die in die 
Stadt kommen, häuGg angegangen, denselben ihre Diener 
zu leihen; das geschehe aber nicht geleitsweise, son- 
dern nach uraltem Herkommen. — Bezüglich der Ge- 
schläge und Umfriedungen berief sich die Stadt auf ge- 
meines Recht, das Jedermann erlaube, das Seinige %uf 
eignem Grund und Boden zu befrieden. 

Zum Elften beschwerte sich der Markgraf wegen 
eines Schmähgedichtes. Schon vor hundert Jahren hätten 



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Einleitung. 1 9 

sich die von Nürnberg gegen die Barggrafen brieflich 
verpflichtet, derselben Nutz und Frommen zu fördern 
und Schaden zu warnen, und ebenso auch nicht zu ge- 
dulden, dass man in der Stadt übel spreche oder dichte 
über die Burggrafen. Dessungeachtet hätten sie einen 
ihrer Bürger, Viechtlein genannt, einen Spruch dichten 
und ausbreiten lassen, durch den die Markgrafen merk- 
lich geschmäht und verunehrt worden. — Auch seien 
etliche Fässer des Markgrafen unter den Stadtthoren auf- 
geschlagen und der Fuhrmann so sehr misshandelt wor- 
den, dass er zu Schwabach krank darnieder liege. 

Der Rath dagegen wollte von einem Revers, den 
die Stadt vor hundert Jahren ausgestellt haben sollte, 
nichts wissen. Auch sei ihm von dem Gedichte nichts 
bekannt, das Viechtlein auf die Markgrafen gemacht und 
ausgebreitet haben soll. Er wolle aber darüber Nach- 
forschung halten. — Von den Fässern, die dem Mark- 
grafen unter den Thoren Nürnbergs aufgeschlagen wor- 
den, habe er (der Rath) gleichfalls keine Wissenschaft. 

Der zwölfte Klagepunkt des Markgrafen betraf das 
Münzwesen. Er habe Münze geschlagen und zwar so 
gute Münze, dass sie fast abgethan war worden. Diese 
Münze werde von der Stadt Nürnberg verschlagen und 
▼erboten, zu grosser Schmach für ihn. Sogar mark- 
gräfliche Unterthanen, die ihre Waaren nach Nürnberg 
führen und markgräfliche Münzen dafür annehmen, wür- 
den genöthigt, Buss und Geld desshalb auf dem Rath- 
haus zu erlegen. Ueberhaupt habe die Stadt von allen 
seinen Regalien nicht Eines unangetastet gelassen, hinten 
nach aber, nachdem es geschehen, jedesmal Rechtsgebot 
gethan. 

Letzteres, meinte der Rath, sei eine leichtfertige 
Anschuldigung, die keine Antwort verdiene. — Bezüg- 
lich der Münze müsse er nur erwidern, dass die Stadt 
vor Jahren eine gute Münze habe schlagen lassen, die 

2* 



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20 Einleitung. 

man überall gerne genommen und noch annehme. Es 
seien aber auch an andern Enden Münzen geschlagen 
worden und zwar auf gar mancherlei Korn. Um 
die eigdtaen guten Münzen nicht abzuwürdigen , habe 
man die Verordnung erlassen, dass sowohl von Bürgern 
als Gasten keine fremde, sondern nur Nürnberger Münze 
gegeben und angenommen werden soll. Zuwiderhandelnde 
sollen mit einer Busse belegt werden. Diese Verordnung 
komme nicht bloss den Bürgern, sondern auch den Gästen 
zu gut, die Nürnberg besuchen und allda das Ihrige 
verkaufen. 

Zu dem dreizehnten und nach der Meinung des 
Markgrafen wichtigsten Klagepunkt gab ihm Veranlassung 
das Verhältniss, in welches Conrad, Herr zu Heideck, 
gegen die Stadt Nürnberg getreten war. Dieser nämlich 
stand früher in des Markgrafen Diensten, später verliess 
er dieselben, um nach dem Beispiel seines Ahnherrn 
und Vaters in nürnbergische zu treten. Das verdross 
den Markgrafen, da der von Heideck sein Landsasse sei 
und seine Herrschaft ganz und gar vom markgräflichen 
Gebiete umgeben wäre. Als nun der Herr von Heideck 
auf seinen Gütern einige Bergwerke namentlich zu Leib- 
statt eröffnete und etliche Bürger von Nürnberg sich an 
denselben betheiligten, brach des Markgrafen lang ge- 
hegter Groll gegen beide los. Diese Bergwerke, be- 
hauptete er, lägen in den Zirkeln und im Territorium 
seines Bruders, des Markgrafen Johann, wo ausser den 
Fürsten Niemand Erz zu suchen habe. Es sei Unrecht 
vom Rath, sich an der Ausbeutung solcher Bergwerke 
zu betheiligen, und den von Heideck in der Stadt Dien- 
sten zu behalten, da derselbe sogar gedroht, ihn (Mark- 
grafen) und seinen Bruder Johann niederzuwerfen, wenn 
sie zu Hofe reiten. 

Der Rath dagegen stellte seine Betheiligung an den 
Bergwerken in Abrede. Wenn einzelne Bürger Anthell 



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Einleitung. 21 

an denselben hätten, so sei das nichts Neues oder Un- 
erlaubtes. Denn seit alten Zeiten schon hätten Bürger 
zu Nürnberg Bergwerke gebaut in Meissen und an der 
Etsch und aller Orten in Deutschland, dessgleichen in 
Böhmen, Ungarn und Siebenbürgen. Das habe ihnen 
noch kein Mensch gewehrt, und sie hätten auch nie 
darnach gefragt oder fragen dürfen.. Zudem sei der 
Herr von Heideck ein freier Herr des Reiches mit einer 
reichsfreien Herrschaft, die in keine andere Herrschaft 
gehöre, so viele Schlösser neben, hinter und vor der- 
selben der Markgraf auch haben möge. Die von Nürn- 
berg hätten den von Heideck erst dann in ihre Dienste 
genommen, nachdem derselbe von dem Markgrafen güt- 
lich abgeschieden. Auch sei Conrad von Heideck der 
Erste nicht, den die Stadt zu Diener und Helfer ge- 
nommen; seit alten Zeiten schon wären Grafen und 
Herren, Bitter und Knechte in ihren Diensten gestanden. 

Die Stadt schickte wegen dieses Handels eine eigene 
Gesandtschaft an des Markgrafen Hoflager zu Gadolz- 
burg. Auch die mit Nürnberg verbündeten Städte nah- 
men sich der Sache an: sie ersuchten den Pfalzgrafen 
Ludwig, den Streit zu schlichten. Dieser nahm sich der 
Sache an, aber der Markgraf wollte ihm das Recht nicht 
zuerkennen, einen Ausspruch hierüber zu thun. Ebenso 
vergebens war das ^wiederholte Anerbieten des von Hei- 
deck, den Streit vordem römischen König auszutragen. 
Zu demselben Auskunftsmittel erbot sich auch die Stadt 
Namens des Herrn von Heideck. Alle diese Bemüh- 
ungen, den Frieden zu erhalten, hatten eben so we- 
nigen Erfolg, als die übrigen Rechtsbote, die Nürnberg 
dem Markgrafen in seiner eigenen Sache gemacht hattte, 
und als die bereits erwähnten Vermittlungsversuche der 
Fürsten. 

Der Markgraf wollte eben nur Krieg; die Stadt 
konnte die Opfer nicht bringen, die er von ihr for- 



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22 Einleitung. 

derte. Hätte die Stadt nachgegeben» so würden bald 
noch grössere Anforderungen an sie ergangen sein» die 
sie nach and nach erschöpfen und dem Markgrafen in 
die Hände liefern sollten. Sie durchschaute die Plane 
des Fürsten» und widerstand mannhaft und unerschro- 
cken. Das Weitere soll uns Erhard Schür stab selbst 
erzählen. 



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Erhard Schürstab's 

Kriegsbericht 



1. Kriegslage im Jahre 1449. 

2. Kriegsläafte im Jahre 145t. 

3. Nachtrag in Erhard Sdrikrstab's Berieht 



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1. Hyenach steei bescbriben die leuft des kriegg 
anno domini M\&c.lL"\ 

Als der krieg uergangen waz czwischen den herrn 
vnd den reich steten, den man den großen krieg hyeß, 
der da uerricht ward als man zalt von Gristi gepurt 
M°.ccc.Lmvnn iar, daz stund also an in frid wol lx iar 
byß daz man zalt nach Cristi gepurt m°.cccc°.xlviih iar 
als dann die von Nfirmberg vor vnd darnach albegen 
allen forsten vnd herren vnd aller ritterschafft vnd edel- 
leuten zucht vnd ere beweißt hetten vnd in allen Sa- 
chen dem adel gros nachgaben darvmb daz sy vnd 
die iren bey frid beleiben möchten, daz mocht sy alles 
nit helffen, sunder die herrn vnd aller adel wurden so 
seer bewegt wider die stat Nürmberg vnd wider all 
reichstet, vnd machten sich die leuff so wunderlich 
allenthalben , daz sich die gemain reichstet in Swaben 
vnd dy von Nürmberg zu einander uerbunden vnd et- 
lieh herrn zu in, vnd do solche püntnüß geschehen 
waz, daz waz gancz wider die herrn vnd trachten tag 
vnd nacht, wie sy dy herrn von den steten bringen 
mochten, dez auch eins tails geschähe, dann dy stet 
beliben bey irem buntt, vnd do daz beschehen waz, 
do ward marggraff Albrecht gancz bewegt gen der stat 
Nürmberg, vnd waz im die von Nürmberg zucht vnd 
ere beweißten vnd im gros nachgaben in vil Sachen, 
darvmb daz sy gern bey frid vnd recht beliben weren, 
daz mocht sy als nit helffen, sunder marggraff Albrecht 
sucht teglich gros vrsach gen den von Nürmberg vnd 
gen den iren mit mangerley beswernüß an seinem lant- 



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26 Erhard Schürstab's 

gericht vnd an allen enten, da der von Nürmberg leut 
in seinem lant zu schaffen betten. Auch ward den kauff- 
leuten von Nörmberg gros gut vnd hab von kauffman- 
schatz genomen in seins pruders margraff Hansen lant 
in seinem glait, vnd in dez nichtz widerkert ward, des 
dy von Nürmberg zu den zeiten nit beßern konten. 
Darnach uerclagt marggraff Albrecht gros, wy sie im 
gros gewalt vnd vnrecht teten an seinen regalia vnd 
vetterlichem erb, lantgerichten , wildbanten, zollen, ge- 
laiten, lehenschafft vnd nutzen. Darnach beclagt er sy 
vmb den stainbruch zu dem Kornberg vnd vmb iij clößter 
in der stat Nürmberg gelegen, j manscloster vnd ij fra- 
wen closter, vnd von des gerichtz wegen zu dem go- 
stenhoff vnd von des walds wegen, vnd beclagt sy dar- 
nach von der mOncz wegen, dez sich die von Nürm- 
berg allbegen gen im verantworten, wye all sach von 
alter herchomen waz, daz er solche vordrang vnpillichen 
tet, als sy dann brieff vnd urkund hetten, vnd baten 
in albegen, daz er sy bey solcher ir gerechtigkeit blei- 
ben ließ, wolt er aber nit, so wolten sy im gern eins 
rechten sein vor vnserm gnedigen herren dem römi- 
schen kunig. Daz mocht dy von Nürmberg alles nit 
helffen. Marggraff Albrecht wolt ye newr gewalt mit 
in treiben vnd nicht recht, daz er meint, dye von Nürm- 
berg würden im gelt geben, ee daz sy mit im kriegten. 
Darnach beclagt sich marggraff Albrecht aber gros über 
dy von Nürmberg, sy hetten herrn Gonradt herrn czu 
Haideck zu einem diner wider in auff genomen, vnd 
der wer der sein, vnd czoch dem von Haideck so große 
ursach von boßheit zu, daz meniclich wol uerstand daz 
er dem von Haideck vngütlich tet, vnd meint er wolt 
es dorczu bringen, daz die von Nürmberg den herrn von 
Haydeck von in tun musten, oder er wolt sy darvmb 
kriegen« wann der von Haydeck der sein wer, vnd wolt 
in vmb sein boßheit straffen die er an im tan het. Nu 
waz der von Haideck der stat zu Nürmberg diner ge- 



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Kriegsbericht. 27 

weßt, mer dann iar vnd tag vorher, ee daz marggraff 
Albrecht solche meidung von sein wegen gen den von 
Nürnberg ton het, vnd waz zu NQrmberg in der stat 
geseßen geweßt. Auch waz dez herren von Haideck 
vater vnd anherr auch vormals der stat diner geweßt, 
wann dye herschafft zu Haydeck ain freye herschafft 
ist, vnd die von Nürmberg baten in daz er den heim 
von Haydeck bey recht beleiben lies, deucht in aber, 
daz er cheinerley gerechtigkeit zu dem herrn von Hei- 
deck het, so solt im der von Haideck ains rechten sein 
vor vnserm gnedigistem herren dem romischen kunig, 
vnd waz margraff Albrecht mit recht zu dem von Hai- 
deck brecht, daz im der von Heideck von recht wegen 
pflichtig vnd schuldig wer ze ton, so woltn sich die 
von Nürmberg dar inn halten, daz sy hofften zu uer- 
antwörten. Daz mocht dy von Nürmberg als nicht 
helffen, sunder der marggraff Albrecht wolt ye gewalt 
treiben vnd nicht recht, oder wolt gelt haben von den 
von Nürmberg. Darnach ward betedingt, daz der von 
Heideck dem marggraffen dez rechten sein solt vor dem 
hochgeboren fürsten vnd herren herrn Ludwigen pfalcz- 
grauen bey Rein, der dann solch recht zu im nam, aber 
wie die sach vnterchomen ward, daz weyß got wol, 
dehn daz der pfalzgraff daz recht nit zu einem endt 
bringen wolt vnd doch der pfalczgraff gros von den 
von Nürmberg dorvmb angelangt ward, daz recht zu 
volförn, es wolt aber nit sein. 

Darnach schreib marggraff Albrecht allen kurftir- 
sten vnd andern fürsten vnd bischouen, herrn, rittern 
vnd knechten, vnd beclagt sich aber über die von Nürm- 
berg solchs groß gewaltz vnd vnrechtz, daz sy im teten 
an den vorberürten stücken vnd vil anderr vnpillicher 
clag, 1 ) vnd daz er keines rechten von den von Nürm- 



1) Unter anderm äusserte er, die von Nürnberg wollten 
ihn verdrängen. 



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28 Erhard Schürstab's 

berg bechomen möcht, daran ff dann der bischoff von 
Meincz vnd anderr färsten vnd herrn den von Nürm- 
berg schriben vnd den von Nürmberg solch abgeschrift 
schickten damit wie im marggraff Albrecht über dye 
von Nürmberg geclagt hete. Darauff dye von Nürmberg 
allen herrn antwort scriben, da bey sy wol uersten 
möchten, daz in margraS Albrecht gar gröblich vnrecht 
tet, wann im daz recht vor vnserm gnedigistem herrn 
dem römischen künig vnuerspert waz vnd sy nye mit 
recht für gefordert het, vnd die von Nürmberg doch 
myndern lewten dez rechten vor vnserm genedigistem 
hern dem romischen künig gewest wern, die sy mit 
recht dar czu pracht heften, vnd baten dem marggraffen 
aber recht für vnsern gnedigisten herrn den römischen 
künig gen allen fiirsten. Aber marggraff Albrecht begert 
keins rechten vnd wolt ye gewalt mit den von Nürm- 
berg treiben oder wolt gelt von in haben. 

Item da sich daz alles ergangen het, do macht 
herczog Albrecht von Beyern von München ain tag czwi- 
schen marggraff Albrecht von Brandburg vnd der stat zu 
Nürmberg auff den suntag nach obersten [12. Jan.] anno 
1449 gen Pfaffenhofen. Denselben tag wolt marggraff 
Albrecht nit suchen vnd schreib den tag wyder ab. 

Item darnach macht herczog Heinrich von Peyern 
ein andern tag zwischen marggraff Albrecht vnd der stat 
zu Nürmberg auff den suntag oculi [16. März] in der 
fasten gen Ingelstat, den seihen tag wolt marggraff Alb- 
recht auch nit suchen, vnd schreib den tag wyder ab. 

Item darnach macht der bischoff .von Bamberg ain 
tag gen Bamberg czwischen marggraff Albrecht vnd der 
stat Nörmberg auff den suntag nach ostern [20. April]. 
Den selben tag schreib er auch ab, vnd schreib, er 
wolt den tag suchen nach auff den suntag nach vnsers 
herrn leichnams tag [15. Juni] anno domini 1449, ^ daz 

1) Der Markgraf beschwerte sich in seinem Schreiben 
unter andern auch über die Landwehr, welche durch die 



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Kriegsbericht. 29 

gaben im die von Nürnberg als noch, dar vmb daz 
dye von Nürmberg bewerten daz es zu einem tag cho- 
men solt, daz forsten vnd herrn vnd nieniglich hören 
solt ir gerechtigkeit vnd dez marggraffen gwalt, den er 
mit in trib wyder recht. 

Item als nun der suntag nach vnsers herrn leich- 
nams tag 1449 kom,- daz waz an sant Yeitz tag, do 
kom marggraff Albrecht vnd dye von Nürmberg auff 
den tag gen Bamberg, auch kom auff den tag der pfalcz- 
graff bey Rein, vnd der bischoff von Würczburg, vnd 
der bischoff von Augspurg, vnd der bischoff von ßabn- 
berg vnd der bischoff von Eystet vnd die swebischen 
stet vnd die von Regenspurg vnd ettlich ander stet vnd 
vil ritter vnd knecht, vnd do nu dy vorgenant fürsten, 
herrn etc. da hin chomen waren, do trat marggraff 
Albrecht für dy herrn vnd beclagt sich gros über dy 
von Nürmberg gar vil vnd mangerley clag vmb dy 
vorgenanten stück vnd vil ander clag. Dorauff dy 
von Nürmberg antwort tetten mit wortten vnd mit 
brieff vnd sigel, des ein gnung waz zu ir gerechtigkeit, 
wenn sy do bey bliben mochten sein. Daz mocht sy 



von Nürnberg auf drei Meilen von der Stadt zu seinem gros- 
sen Nachtheil gemacht worden sei. Das werde er ihnen 
wehren und lieber wolle er alles daran setzen, ehe er dies 
zugebe. Besonders war er bedacht, den von Heideck von 
der Stadt und diese von jenem abwendig zu machen, und ihre 
Sache zu trennen. Unterdessen wurde zwischen den Käthen des 
Markgrafen und den Abgesandten der Stadt eine Zusammen- 
kunft auf Mittwoch nach Oculi [19. März] verabredet, um vor 
der Hand die Angelegenheit des Herrn von Heideck ins Reine 
zu bringen. Dieser, so lautete der Vorschlag der städtischen 
Gesandten, soll sich vor dem Markgrafen demüthigen und 
ihn, falls er etwas wider ihn verhandelt hätte, um Verzeih- 
ung bitten. Dagegen schlugen die markgräflichen Abgeord- 
neten vor, dass Conrad von Heideck dem Markgrafen zwei 
Monate lang dienen soll mit sechzig Gewappneten zu Ross. 
Dieser aber yollte von Allem nichts wissen und Hess den 
nürnbergischen Gesandten sagen, er wolle sich diese schwere 
Sache nicht so liederlich entführen lassen. 



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30 Erhard Schürstab's 

als nit helffen. Also traten dy von Nürmberg für dy 
vorgenanten fürsten vnd herm vnd sprachen, seint sy 
marggraff Albrecht 'bei solcher ir gerechjtigkeit nit blei- 
ben wolt laßen, so püten sy im recht von der stat 
wegen zu Nürmberg für vnsern gnedigen herrn den rö- 
mischen künig, der sein vnd irr natürlicher herr wer, 
dabey es pillichen beleiben solt; auch puten im die von 
Nürmberg recht von herrn von Heideck [wegen] fär 
herrn Ludwigen pfalczgrauen bey Rein, do es dann vor 
in recht stund; wolt er aber kein genung dar an ha- 
ben, so solt im der herr von Heydeck eins rechten sein 
vor vnserm gnedigen herrn dem römischen künig oder 
vor der dreyer erczbischoff aim am Rein, kurfiirsten 
von Meincz, von Cöln, von Trier, oder vor herczog 
Heinrich von Peyrn, der sein geborner frewnt wer, oder 
vor herczog Albrecht von Peyern oder für dem bischoff 
von Würczburg, oder vor der erbergen ritterschafft der 
gesellschaft sandt Jörgen schilt in Swaben, oder vor der 
erbergen ritterschafft der einigung in Franken. Daz wolt 
marggraff Albrecht alles nit auff nemen. 

Auch ließen dye von Nürmberg vor den herrn fiir- 
bringen, ob solchs rechtbietens von dez herrn von Hay- 
deck wegen nit genunck wer, so woltn dy von Nürm- 
berg die fünff fürsten, dy zu Bamberg auff dem tag 
waren, erkennen laßen, ob der von Haydeck icht mer 
pflichtig wer zu bieten; do meinten dy forsten die zu 
Bamberg auff dem tage warn, solt dy sach abgen, so 
muß ye gelt do sein. Auch meinten dieselben fürsten, 
ob man in derselben gütigkeit darein möcht chomen 
vnuerdingtlich zu uersuchen; dez die von Nürmberg 
aber nicht abslugen; vnd die hern vnterretten sich 
mit paiden parteyen. Alzo meint marggraff Albrecht, 
er het gros darauff gelegt, er het vmb koßt, tranck, 
speyß, getraid, futer vnd geczeug geben sechzig tausent 
gülden; auch het er geben den Pehemen, die er be- 
stellt helt, virczig tausent gülden; so het er zu seiner 



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Kriegsbericht. 31 

notdurfft dar vnd her verczert czwainczig tawsent gül- 
den; wolten im die von Nürmberg solchen schaden 
wider keren, so wolt er darnach mit in rechten. 

Aach het der marggraff gehratt, daz sy im den 
herrn von Haideck gepunten vnd gefangen als ein mort- 
brenner zu Nürmberg stellen solten; solchs recht von 
im helffen vnd solch recht bieten von der von Nürm- 
berg wegen vnd von des herrn von Heideck wegen 
als vor geschriben stet, ist in als von marggraff Alb- 
recht ab geslagen, do bey wol zu uersten ist, daz marg- 
graff kein gerechtigkeit gesucht hat, sunder er meint 
den von Nürmberg gelt vnd gut abzunöten ee sy mit 
im kriegten, vnd alzo schied yderman von dem tag an 
endt 1 ) 

1) Die Gesandten gemeiner Bundesstaate in Schwaben 
und Franken hatten sich auf diesem Tage zu Bamberg der 
Stadt Nürnberg redlich angenommen und die Erklärung ab- 
gegeben, dass sie Nürnberg in keinem Fall im Stich lassen 
werden, wogegen die Gesandten der Herzoge von Sachsen 
and Braunschweig und des Landgrafen zu Hessen gleichfalls 
erklärten, ihre Herren würden den Markgrafen auch nicht 
▼erlassen. Es fielen noch mehrere scharfe Reden und Droh- 
ungen, die eine baldige und förmliche Kriegs-Erklärung er- 
warten Hessen. Markgraf Albrecht hielt selbst eine lange Rede, 
die er mit den Worten schloss: Mit dem von Heideck habe 
er nichts zu tagleisten, ihn wolle er strafen. Den von Nürn- 
berg, wenn sie ihm vorerst Wandel und Abtrag geleistet 
haben werden, wolle er zu Recht kommen, wo nicht, so 
habe er Herren und Freunde genug, um sich Geoiugthuung 
zu verschaffen. — Auf die verlangte Geld-Entschädigung Hes- 
sen sich die nürnbergischen Gesandten nicht ein ; sie wurden 
hierin besonders durch die schwäbischen Reichsstädte bestärkt; 
Wider Gott, Recht und Ehre, sagten sie, sei es, wenn man 
ihm Geld gebe; das ganze Reich würde durch eine solche 
Handlung geschwächt, und man erlange dadurch nichts als 
Schaden und Schande auf ewige Zeiten. Auch versprachen 
sie, der Stadt Nürnberg mit Leib und Gut und allem ihrem 
Vermögen zu helfen. Sie hielten aber ihr Versprechen schlecht. 
Der Stadt selbst kam das Vertrauen auf die reichsstädtische 
Hilfe theuer zu stehen, da sie in der Erwartung derBundes- 



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32 Erhard Schürstab's 

Item kürczlich darnach als man abgeschieden waz 
von dem tag zu Bamberg, do kamen aber brieff von 
vnserm herrn dem römischen künig, darinn er marg- 
graff Albrecht vnd seinen brüdern vnd andern fürsten 
vnd herrn seiner einigung [schrieb] vnd bot in recht 
von seiner kuniglichen macht von des herrn von Hei- 
deck wegen vnd von der von Nürmberg wegen, vnd 
den andern den iren kain feh, scheden vnd beswernäß 
ausserhalb dez rechten zu fugen sunder sich an recht 
vor sein kuniglichen genaden genüngen laßen. 

Vnd über solch küniglich gepot vnd über ir vor- 
gemelte rechtbot von des vorgenanten herrn von Hay- 
deck vnd der von Nürmberg wegen hat sich herr An- 
thoni bischoue zu Bamberg, der auff dem vorgemelten 
tag zu Bamberg der uerhörer einer waz, irer bürger 
hewser vnd habe, lewt vnd gut in der stat zu Bam- 
berg vnd auff dem land, die einer mercklichen sum 
gelcz wert sein, vor vnd ee dann er in sein veindtbrieff 
zugesant hat, vnterwunden vnd in sein gewalt nemen 
laßen. Er hat darnach den von Nürmberg sein veint- 
briff zugesant, darin er dez genanten marggraff Alb- 
rechten helffer ward, vnd hat die etlich tag vorgesant, 
ee daz marggraff Albrecht in sein veintbrieff zu sant. 

Auch hat der vorgemelt fürst margraff Albrecht 
vor seiner be warung, die er in tet, statlich beworben 



hilfe die eigenen Rüstungen nicht immer in dem Massstabe 
betrieb, als es die Macht und Zahl ihrer Feinde erforderte. — 
Die schwäbischen Reichsstädte hielten im Juni 1449 eine 
Zusammenkunft zu Nördlingen, wo 32 Städte den Markgrafen 
Albrecht für einen Feind erklärten und fiiuf Kriegsräthe auf- 
stellten, die beständig zu Ulm beisammen sein und der Städte 
Nothdurft berathen sollten. Die fünf Rriegsräthe waren Ste- 
phan Hangenor von Augsburg, Sebald Derrer von Nürnberg, 
Walther Ehinger von Ulm, Hieronymus Popfinger vjm Nörd- 
lingen und Hanns Geb von Memmingen. Alles dieses hat 
aber der Stadt Nürnberg, wie der Erfolg zeigen wird, wenig 
Vortheil gebracht. 



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Kriegsbericht 33 

ein veldt nit vil meil von ir stat gemacht, 1 ) alzo daz 
er sy mit vil forsten, grafen, herrn, rittern vnd knech- 
ten vnd andern, die von Nürnberg den herrn von Hay- 
deck wider got vnd wider recht vnervolgt vnd vner- 
langt aller rechten, vherczogen, swerlich beschedigt, stet, 
sloß, merckt, dorfler, uerprant, eingenomen, new vn- 
gewonlich vncristenlich ding begangen, kirchen, gotz- 
hewser auch uerprennen laßen, der von Nürnberg vnd 



1) Schon vor dem Tag zu Baraherg ritt Harkgraf Al- 
brecht beständig hin und her zu den Fürsten und Herren; 
fiberall bewarb er sich um Bundesgenossen, kein Mittel Hess 
er unversucht, um die bayerischen Herzoge und den Adel 
von der Stadt Nürnberg abwendig zu machen. Es gelang 
ihm beides nur zu gut. Bald nach dem Tag zu Bamberg 
waren ihm sein Bruder Markgraf Hanns, Herzog Wilhelm zu 
Sachsen, Landgraf Ludwig zu Hessen und Bischof Anton zu 
Bamberg nebst vielen aus dem hohem Adel mit mehr als 
2000 Mann zu Ross und 6000 Mann zu Fuss zugezogen. 

Hiogegen hat der Rath zu Nürnberg sich auch gestärkt, 
die schwäbischen Bundesstädte zur Hilf ermahnt und den 
Bischof zu Würzburg, der allein unter den Fürsten bei der 
Stadt aushielt, ersucht, raisigen Zeug zu schicken. Der Herr 
von Plauen wurde als städtischer Kriegsherr beschrieben, dass 
er auf den Fronleichnamstag zu Nürnberg eintreffe. Derselbe 
fährte trefflich gerüstete Mannschaft mit sich. Von Nürnberg 
zog ihm ein geraisiger Zeug bis Amberg entgegen, um sich 
mit ihm zu vereinigen, weil man gedroht hatte, ihn nieder- 
zulegen, ehe er Nürnberg erreichen werde. Georg Haller und 
Jobst Tetzel wurden ihm vom Rathe zugeordnet. Gleicher- 
weise wurde auch Heinrich Zenger zu Regenstauf und Wolf- 
gang vom Wolfstein beschrieben ; Cuntz von Rauffungen, der 
bekannte Prinzenräuber, war Hauptmann der Armbrustschützen 
und der von Kottwitz Hauptmann über die Spiesser. Schloss 
and Stadt Heideck wurde mit Proviant und Zeug wohl ver- 
seben, Jobst Tetzel mit einem raisigen Zeug nach Windsheim 
und an die Aisch und Georg Geuder mit einer Schaar Schü- 
tzen nach Weissenburg beordert. Die Frauen des im Reichs- 
wald gelegenen Klosters Pillenreuth liess man in die Stadt 
kommen ; sie wohnten den ganzen Krieg über im städtischen 
Siechhaus. 

Quellen VUL 3 



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34 Erhard Schürstab's 

dez herrn von Heideck vnd andern den iren leuten zu 
vnpillichen eiden vnd gelübden in erbshuldung zu ton 
genötigt vnd ander grob vngepürlich sach geton. 1 ) 



1) Diess alles geschah gegen das Friedgebot, das der 
römische König Fridrich bereits zum zweitenmal an den Mark- 
grafen und seine Helfer erlassen hatte. Endlich sandte er 
aus dem Aischgrund, wo er seine Macht sammelte, an Unser 
Lieben Frauen Heimsuchung-Tag [2. Juli] der Stadt Nürnberg 
seinen Fehde-Brief. Derselbe war in einen Kranz von Stroh 
eingemacht und wurde um Vesperzeit von des Markgrafen 
Boten, der ihn in einer Kluppe emporhielt, beim Spitlerthor 
in die Stadt gebracht. Der Brief lautete also: 

„Albrecht von gottes gnaden, marggraff zu Brandenburg 
und burggraff zu Nürnberg, wisset bfirgermaister , rath vnd 
gemeine der statt Nürmberg, alss ir Cunraden, herren zu 
Haideck, der an vnss vnd den vnsern grosse vntaten getan 
vnd schwerlich verhandelt hat, als ir dessen gründlich von 
vns vnterrichtet seid, vor vns bishero gewaltiglich vertaidigt, 
ime auch hilf, rat vnd zulegung mit versehung seines sloss 
getan vnd letzlich gesagt habt, das ir in nicht nachlassen 
sonder im helffen wollet, auch darvmb, das ir vns mit ge- 
walt, ohne recht, an vnser herrschaft vnrecht gethan habt, 
täglich tut, vnd vns, auch vnser clöster bey euch, die vnser 
änlich vnd väterlich erb sind, vorhaltet, darvmb wollen wir 
vnd alle, die wir auf euern schaden bringen mögen, euer, 
all der euern vnd aller euerer belffervnd helffershelffer feind 
sein, vnd dessen vnser fürstliche ere gegen euch vnd allen 
obgeschriben bewart haben. Geben am sontag s. Peter vnd 
Pauls tag [29. Juni] 1449." 

Am nächsten Mittwoch nach Maria Heimsuchung [9. Juli] 
antwortete die Stadt mit ihrem Fehdebrief, in welchem sie 
abermals ihre Friedensliebe und ihre Neigung, den Zwist auf 
dem Wege Rechtens zu lösen, feierlich betheuerte. Da aber 
der Markgraf ihr Anerbieten zu einer rechtlichen Lösung jeder- 
zeit abzulehnen gewusst, so müsse sie jetzt aus Nothwehr 
zu den Waffen greifen, um sich und die Ihrigen gegen Ge- 
walt und Unrecht zu wahren. — Dieser Absagebrief wurde 
in der Ralhs-Kanzlei in ein grün-seidenes Kränzlein, aus Re- 
spekt vor fürstlicher Würde, eingemacht und dem Markgrafen 
durch einen Reisigen zugeschickt und im Feld bei Lonerstatt 
überreicht. Diesem Reisigen aber hat man, ehe er aus des 



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Kriegsbericht. 35 

Primo. 

Item als nun der vorgeschriben tag zu sant Veitz 

tag vergangen waz vnd dy forsten vnd herrn dy von 

Nürnberg vnd anderr stet an endtz abgeschyden waren, 

do sammet sich marggraff Albrecht starck an der Aysch 



Markgrafen Hoflager gekommen, vorgebogen und das Pferd 
abgenommen, nachdem er noch vorher mit Schlägen Übel 
zugerichtet worden, und zwar gegen allen Kriegsgebrauch, 
da man sonst einen solchen Boten neu zu kleiden oder zu 
beschenken pflegte. 

Auch der Bischof zu Würzburg und die schwäbischen 
Bundesstädte schickten dem Markgrafen und seinen Helfern 
ihre Absagebriefe. Die nürnbergischen Bürger und Unter- 
thanen, die Lehen hatten, sagten dem Harkgrafen ihre Pflich- 
ten auf. Der Domprobst und das Domkapitel zu Bamberg 
wollten sich in die Fehde nicht einlassen und baten den 
Rath, ihre Leute und Güter zu verschonen. Dieser aber 
ging nicht darauf ein, da des Domkapitels Güter allenthalben 
mit den bischoflichen und markgräflichen vermengt waren, 
Desshalb wurde dem Domkapitel abgesagt: nur das Amt 
Herzogenaurach versprach man zu schonen, da dasselbe einem 
Nürnberger Bürger, Namens Eberhard Zollner, um 12,00011. 
versetzt war. 

Ausser dem Markgrafen haben der Stadt auch die in 
der Beilage I verzeichneten Fürsten, Grafen, Herren, Edel- 
leute und Städte abgesagt 

An st. Peter- und Paulsabend [28. Juni] erliess der Rath eine 
Proclamation an/ die Gemeine, worin er ihr von seinem Stre- 
ben, die Sache auf gütlichem und rechtlichen Wege abzu- 
machen Kenntniss gab und mit den Worten schloss : „Da vns 
der markgraf darüber vnd an alle redliche Ursache vnuer- 
dinter vnd vnuerschulter ding ze vnbillicbeit dringen, ver- 
gewaltigen vnd verunrechten will, so lasst vns got den al- 
mechtigen, sein hochgelobte muter vnser frawen, die iunck- 
frawen Mariam, die lieben heiligen, vnd die gerechtigkeit 
zu stewr nemen vnd vns mit irer hilff vnd beystandt gewaltz 
vnd vnrechtens nach allem vnserm uermügen aufihalten, vnd 
seyt darinne keck, willig vnd gehorsam vnd lasst vns vnsern 
trawen in got seczen, alswirbillich tuen, in hoffnunge, sein 
gnade werde vns gnediglichen schirmen vnd sein gütliche 
hant miltiglich ob vns halten," 

3» 



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36 Erhard Schürstab's 

vnd nam ein alle dörffer, dye dy von Nürnberg da- 
selbst betten» vnd herrnhewser; vnd dy bawren musten 
dem marggrauen sweren, daz sy im dy gölt zu ewigen 
tagen raichen wollen; darauff sichert er die bawren 
vnd ließ sy vnuerbrant, welch pawern im aber nit swe- 
ren wolten, den prennet er ab, waz sy hetten. 

Item am pfincztag nach vnser lieben frawen tag 
visitacionis [3. Juli] anno domini 1449 czogen dy von 
Nürmberg aus mit etweuil fußvolks vnd ain tau geraisigs 
czeugs, nach essens Dir daz sloß Malmspach, 1 ) darauff 
waren geweßt etwe vil gesellen, dy waren alle davon 
geflohen, vnd man fant newr darauff Heinrich von Frei- 
berg ritter; ist nit wol weiß; vnd den alten TandÖrffer; 
vnd funden vil speyß vnd weins darauff. Alzo prant 
man daz sloß aus vnd brach es gancz nyder vnd Arten 
dy zwen gefangen gen Nürmberg. 

Item Erhart Schürstab waz haubtman von Malm- 
spach. 2 ) 

Item am freitag frw nach vnser frawen visitacionis 
[4. Juli] waz der marggraffe Albrecht mit andern fttrsten 
vnd mit dem ganczen heer von der Eysche her gegen der 
stat komen byß gen Pruk 3 ) vnd prennet vil dorffer ab 
von Pruck byß herein gen Puch, 4 ) auch brennet er 
Puch ab vnd der marggraff beleih dy nacht zu Pruck, 
vnd het dez selben tags alle dörffer abprent czwischen 
Pruck vnd Puch, an Grindlach, 5 ) daz ward nit uerprant, 
aber Elterstorff vnd Fach vnd Crafftshoff vnd Newen- 
hoff 6 ) ward auff den tag als uerprent 

Item am samstag nach vnserr lieben frawen tag 
visitacionis czoch der marggraff mit seinem ganczen heer 



1) Dorf, Ldg. Nürnberg. 

2) d. h. er war Anführer der Expedition. 

3) Markt, Ldg. Erlangen 

4) Dorf, Ldg. Nürnberg. 

5) Pfarrdorf, Ldg. Erlangen, ehemals ein Kloster. 

6) Dörfer, Ldg. Erlangen und Nürnberg. 



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Kriegsbericht 37 

von Pmck vnd prennet daz dorff auch ab, vnd czoch 
an die Swabach gen Eschenaw 1 ) werte vnd uerprennt 
denselben grünt an der Swabach vnd allenthalben da- 
rvmb, wo sy czugen, alles daz ab daz den von Nürm- 
berg zustund, vnd prenten ab Kalkrewt, 2 ) Ermrewt, 3 ) 
Eschenaw markt vnd sloß, vnd Grefenberg, 4 ) Herolt- 
sperg 5 ) vnd alle guter der von Nürnberg byß gen 
Rückerßdorff. 6 ) 

Item am mitwoch vor Margrethe [9. Juli] waz der 
marggraff mit seinem beer komen durch den walt von 
dem Herolczperg byß gen dem Czigelhoff 7 ) vnd hielt mit 
seinem ganczen beer vorn in dem wald bey dem Czigel- 
hoff byß sein Wagenburg vnd czeug hernach chomen, 
vnd lyes uerprennen Erlastegen, Spittelhoff, Schefhoff, 
Czigelhoff, Schoppershoff, Egeldorff 8 ) ain tail; da wäre 
der vnsern gereisingen ain tail hin aus geriten ; die scha- 
mützelten mit in vnd fingen ain geraising gesellen, hyeß 
der scharppff Heincz. Alzo do der marggraff da gehalten 
hett byß dy vorgenanten dörffer uerprant waren, vnd 
sein czeug hernach chomen waz, do czoh er mit dem 
ganczen heer an den wald ab byß gen Fürt; do schos 
man gar vaßt aus der stat gegen seinem here, mit gro- 
ßen vnd ciain püchsen ; vnd die weil er alzo hin czoch 
do pranten die sein alle dorffer ab hinter der feßten, 
Grosrewt, Clainrewt, zu Tan, Loe, Malmashoff, Snepf- 
fenrewt, Höfileins, Wetzendorff, Snygling, 9 ) vnd pleib 
kein dorff byß gen Fürt denn Popenrewt. 10 ) Vnd der 

1) Markt, Ldg. Erlangen. 

2 u. 3) Pfarrdörfer, Ldg. Erlangen. 

4) Städtchen an der Strasse von Nürnberg nach Baireuth. 

5) Dorf, Ldg. Erlangen. 

6) Pfarrdorf, Ldg. Erlangen. 

7) Einödhof, Ldg. Nürnberg. 

8) Einzelne Höfe und Dörfer, Ldg. Nürnberg. (Egeldorf, 
wahrscheinlich Mögeldorf.) 

9) Dörfer, Ldg. Nürnberg. 
10) Dorf, Ldg. Nürnberg. 



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38 Erhard Schttrstab's 

marggraff legert sich die nacht bey Fort an daz wasser 
bey Tanpach. 1 ) 

Item am pfincztag yor Margrete [10. Juli] frw czohe 
der marggraff wider gegen der stat byß gen sant Linhart 
vnd brennet alle dorffer ab byß gen sant Linhart, Grosrewt, 
Clainrewt, Höfen» Geberstorff, Sinterspühel, Sweynawe. 2 ) 
Item auch prennet dy stat den Gostenhoff ab. 3 ) 
Item pfincztach dezselben tags czoch der marggraffe 
hinter sich gen Kaczwang. 4 ) Do beleih er über nacht. 
Darnach uerprant er Kttrpurg, 5 ) Wentelstain, Rotenpach. 
Feucht 6 ) vnd waz dy von Nürmberg darvmb betten. 
Vnd darnach czoch der marggraff für Heydeck die stat 7 ) 
vnd lag viij tag vor der stat, do ergab sich die stat 
vnd es geschähe nye kein stnrm an die stat, vnd sy 
hetten kost vnd czeugs genang, daz sy dy stat wol lang 
gehalten hetten, wez dy schuld waz, dy haubtleut be- 
schuldigten dy burger, dann dy sach ward nit frömclich 
gehandelt, so beschuldigten dy bürger dy haubtleut. 

1) Weiler, Ldg. Nürnberg. 

2) Weiler und Dörfer, Ldg. Nürnberg, im Westen der 
Stadt. 

3) Weil diese Vorstadt fast unmittelbar an der Stadt- 
mauer gelegen dem Feind als Stützpunkt hätte dienen können. 

4) Pfarrdorf, Ldg. Schwabach. 

5) Kornburg. 

6) Dörfer, Ldg. Schwabach. 

7) Conrad Fridwertzhofer und Ulrich Krag waren Haupt- 
leute in der Stadt. Der Rath zu Nürnberg schrieb ihnen, 
sie sollten sich nur männlich halten, man wolle sie nicht 
verlassen, und der schwäbischen Bundesstädte Volk wäre 
auch allbereit auf den Beinen, um Hilfe zu bringen. Zeug 
und Proviant hätten sie genug, sie sollen sich nur männlich 
wehren und die Bürger, welche Meuterei gemacht und sich 
mit dem Feind vertragen wollten, vom Brod thun. 

Durch die Uebergabe von Schloss und Stadt Heideck 
kam die Reichsstadt Weissenburg in grosse Sorge, der Hark- 
graf möchte sich jetzt gegen sie wenden und eine Belager- 
ung anfangen. Sie suchte desshalb eiligst Hilfe nach bei 
Nürnberg. 



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Kriegbericht 39 

Item darnach legt sich der marggraff für 4az sloß 
Heydeck vnd lag auch bey viij tagen da vor vnd daz 
sloß ward auch mit teiding übergeben als dy stat, alzo 
daz auch kein stürm da geschähe, so betten sy auch 
kein mangel im sloß weder an lewten noch an kost, 
noch an czeug. 

In der czeit pranten dez marggraffen lewt allent- 
halben vmb sich der von Nürnberg guter, waz sy er- 
reichen mochten. 

Item in der czeit czugen zu Nürnberg aus etlich 
fußgengel gen Tann 1 ) vnd brochten ein großen raub 
von vihe herein. 

Auch czugen etlich fußgengel hye aus gen Frawn- 
aurach 2 ) vnd brochten auch ein großen raub herein. 

Auch czugen etlich fußgengel hye aus vnd brann- 
ten daz dorff zu Amerstorff 3 ) aus vnd süst etliche dörf- 
fer vnd gewunnen den kirchoif zu Amerstorff vnd broch- 
ten gar ein großen raub von plündern vnd allerley hauß- 
rot vnd vil vihs. 

Item dar nach czugen hye aus etlich fußvolck vnd 
ein tail geraisigs czeugs vnd branten den markt am 
maisten zu Erlang aws vnd brochten ein grossen raub. 

Darnach rieten hie aus bey j c pferden vnd brenten 
etliche dorffer ab vmb Farnbach vnd Veitzbrunn 4 ) vnd 
brochten ain großen raub von fyhe herein. 

Item darnach rait her Rewß von Slawen» der von 
Nürmberg haubtman, hye aus mit i^ c geraisigen pferden 
an die Sebach 5 ) vnd brant gar vil dorffer ab. Auch 
prant er daz sloß zu der Newenburg 6 ) aus vnd brant 



1) Burgthann, Ldg. Altdorf. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Erlangen. 

3) Dorf, Ldg. Cadolzburg. 

4) Dörfer, Ldg. Cadolzburg. 

5) Bach im Ldg. Herzogenaurach. 

6) Im Ldg. Erlangen. 



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40 Erbard Schttrstab's 

daz sloß zu Weyssendorff *) aus vnd brocht ain großen 
rawb vod vihe. 

Item darnach hetten dy von Nürmberg ain anslag 
vnd chomen für dy stat Gzenn 2 ) mit etweuil fußvolcks 
vnd ein tail geraisigs czewgs, aber sy konten nichtz da 
schicken auif dy czeit, wann der marggraff hett vil ge- 
raisigs czeugs im feld; dy scharmützelten mit den vn- 
sern vnd fingen den Fritz Tintner vnd sust auch drey 
geraisig der vnsern, alzo daz sy an endt herhaim czugen. 

In der czeit prenten dy von Nürmberg gar vil mül 
auff dem lant ab, wo sy mochten. 

Item an sant Maria Magdalena abent [21. Juli] zu 
nacht czngen hie aus bey iij c fnßgengel vnd an irm 
tag frwe brenten sy ab daz dorff vnter dem Hilpolt- 
stain 3 ) vnd daz dorff bey Duesprunn 4 ) vnd etliche dörf- 
fer vnd mül vnd brachten ein grossen raub von kwe, 
ros vnd schaffen bey xi^ c haubt vihs. 

Vnd auf denselben tag brenten auch dy vnsern 
geraisigen ab daz dorff Kerspach 5 ) vnter Osternohe vnd 
süst andere dörffer. 

Item an dem selben sant Maria Maddalena tag zu 
nacht czugen zu Nürmberg aus bey ij c fiißgengel vnd 
brenten am nechsten tag dar nach ab daz dorff Pir- 
pawm 6 ) daz her Hansen vom Wolffstain waz, vn<f brach- 
ten ain großen raub von plündern und bey iij c haubt 
vichs eitel küe vnd pferd. 

Item an sant Jacobs tag [25. Juli] zu abent czugen hye 
aus by iij c geraisiger gesellen auS daz pirg *) vnd prenten 

1) Im Ldg. Herzogenaurach. 

2) Städtchen an derZenn, Ldg. Cadolzburg, auch Langen- 
zenn genannt. 

3) Jetzt ein Markt, Ldg. Gräfenberg, auf der Strasse von 
Nürnberg nach Baireuth. 

4) Pfarrdorf im Ldg. Gräfenberg. 

5) Dorf, Ldg. Hersbruck. 

6) Markt im Ldg. Neumarkt. 

7) Die östlich nnd nördlich von Nürnberg gelegenen 
Gebirge, die sogenannte Nürnberger Schweiz. 



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Kriegsbericht. 41 

da etliche dörffer, auch brenten sy ab dy dorffer Ker- 
spach bei Vorcheim vnd Sendelbach. 1 ) 

Item am eritag frwe nach Jacobi [29. Jali] czoch man 
hye aus mit ain tail geraisigs czeugs vnd mit fußvolck 
vnd mit püchsen für daz sloß Schönberg ; 2 ) do kant man 
denselben tag nichtz schicken vnd man must mer volcks 
zu roß vnd zu fußen hinnach schicken vnd do mit ein 
große pöchsen, und man must über nacht außen be- 
leiben; alzo ward der haubtman in dem sloß, ge- 
nannt Hittebeck, mit einer püchsen geschoßen, daz im 
die bleykugel in dem kopff belaib. Alzo ergab er daz 
sloß in der nacht vnd man brennet daz sloß aus, vnd 
warff daz gemewr dernyder. In der czeit waz dem 
marggraffen botschafft chomen gen Haideck, wann er 
mit seinem here dennnoch do lag, wye die [von] Nürm- 
berg zu Schönberg legen vor dem sloß. Alzo brach der 
marggraff vor Haideck auff mit aller seiner macht am 
mittwoch nach Jacobi [30. Juli] vnd czoch her gegen Nürm- 
berg vnd wolt daz sloß zu Schönberg gerett haben, vnd 
do er uerstund, daz eß gewunnen waz vnd die von 
Nfirmherg wider heim warn, do czoch er mit seinem 
here durch den walt gegen der stat her vnd hielt mit 
seinem geraisigen czeug vorn in dem wald auff der 
ploßen Mauben bey dem Lichtenhoff; 3 ) vnd sy torsten 
nit baß her gegen der stat vor den püchsen aus der 
stat, vnd sy triben etlich kwe hin vorn 'am wald, vnd 
alzo rant vnser raisiger czeug hin aus vnd vil püchsen- 
schützen zu fößen vnd schußen sich mit in vnd werten 
in auff den tag, daz sy nit herzu torsten, wann sy wol- 
len dy dorffer vor frawen tor uerprant haben, vnd ward 
auff den tag nichtz uerbrant, dann ein stadel zum Weyr- 
haus. 4 ) Alzo ward dem marggrafen auff den tag von 

1) Dorf, Ldg. Hersbruck. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Lauf. 

3) Dorf, Ldg. Nürnberg. 

4) Weiler, Ldg. Nürnberg. 



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42 Erhard Schttrstab's 

den pttchsenschützen vil geraisigs volcks vnd pferd er- 
schoßen , dy man auff wagen fürt alßo tod; vnd vil 
pferd fant man dez morgens in dem wald tot ligen, dy 
erschoßen warn vnd auch geraisig tot lewt. Auch ward 
dez marggrafen diner einer gefangen, von Augspurg ge- 
nant Hangenor. Auch wurden vnsern püchsenschQtzen 
auff den tag v erstochen, dy sich uerloffen hetten. Alzo 
czoch der marggraffe im wald wyder hinter gen Kurn- 
bürg vnd Katzwang vnd begruben daselbst ir toten dy 
in hye scheden hetten genomen vnd legten xviij toten 
in ein gruben, vnd hetten ir süst auch vil in ein grab 
gelegt. Also lag er da über nacht, vnd Erhart Schür- 
stab ist haubtman gewest vor Schönberg. 

Item am pfincztag früe nach Jacobi [31 . Juli] czoch er 
mit allem seinen here an der Rednitz von Katzwang gen 
dem Altenberg 1 ) zu vnd uerprent do etlich hoffstet, die 
vor bestanden waren; aber sy wolten sich dez selben 
tags der stat nit nehen, wann man hett ins dez tags 
vor mit den pttchsen erboten als vor gescriben stet,' 
daz sy nit lustig warn; vnd er hielt mit seinem gerai- 
sigen zeug ob der Rednitz nahent den ganczen tag byß 
sein wagen vnd fußvolck hernach chomen, vnd legerte 
sich da auff der wysen enhalb der Rednitz am Weidach 
bey dem Altenperg. 

Item am freitag in die vincula Petri [1. Aug.] lag er 
mit seinem here an derselben stat vnd warn still vnd triben 
kein geraitz gegen der stat, dann waz er armen lewten 
tet scheden mit fütrung; vnd daselbst czoch der lant- 
graue von Hessen von im gen Bairstorff vnd czoch 
wyder haimwartz. 

Item am samstag nach vincula Petri [2. Aug.] czohe er 
hinter sich, vnd czoch filr Lichtenawe am suntag darnach, 2 ) 

1) Weiler, Ldg. Nürnberg. 

2) Im Schloss lagen Hiltprant Redwitzer, fritz Zenger, 
Ulrich Weyss, und Cuntz Zerogibel, die der Rath zu Nürn- 
berg dahin beordert hatte, und eine ziemliche Anzahl Fuss- 



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Kriegsbericht 43 

vnd lag da vor vnd tet groß schißen hin ein vnd schos 
alle wer ab am sloß, alzo traffen die im sloß ein teiding 
mit im am freitag vor Laurenti [8. Aug.] daz es in frid soll 
sten byß auff den mittwoch nach Lawrenti [13. Aug.], ret- 
tet man daz slos in der czeit nit so solt daz slos uer- 
lom sein, alzo waz daz sloß vngerett vnd ward uerloren, 
wann der marggraff mit aller seiner macht do lag. 

Item am suntag nach vincula Petri [3. Aug.] des 
nachtz czugen hye aus by lux fiißgengel vnd hetten 
x wagen vnd czugen in ein dorff, heist Lersteten, ligt en- 
halb Kurnburg vnd pranten daz dorff aus vnd nomen waz 
sy gutz in dem kirchofl funden vnd prachten ein großen 
raub, vnd auff dy selben czeit pranten ander vnser fiiß- 
gengel etliche dörffer ab bey dem Kamerstain. 

Item am montag nach vincula Petri [4. Aug.] dez 
abentz czugen hye aus vil fußgengel mit püchsen vnd 
wagen vnd bey lxx geraisigen pferden vnd am eritag 
firfle gewunnen sy daz sloß zu der Purg mit stürm daz 
des Gotzmans waz vnd pronten daz aus. 

Item am eritag nach Petri [5. Aug.] des abent riten 
hye aus bei iiiij c geraisig vnd riten daz pirg auff vnd am 
mittwoch [6. Aug.] früe erstigen sy die stat Begnitz vnd 
pranten die aus und alle dy hab die in der stat waz 
uerpran, wann sy nit wagen betten, daz sy dy hab ge- 
f&rt betten, vnd namen daz vihe daselbst; vnd dy von 
Begnitz bürgten daz vihe wider aus vmb ij° gülden« Auch 
uerpranten sy alle dörffer vmb Begnitz her ab, wo sy 
riten. Auch uerprenten sy auff denselben tag den marckt 
Peczenstain x ) vnd chomen wyder am mitwoch. 



volks. Diese machten aus dem Scbloss häufige Ausfälle, 
brannten viele Dörfer nieder und fügten auch sonst dem 
Markgrafen grossen Schaden zu. Vota Rath zu Nürnberg 
waren sie mit Geschütz und Munition gar wohl versehen. 
S. BeU. 

1) Nunmehr ein Städtchen rechts der Strasse von Nürn- 
berg nach Baireuth, Ldg. Pottenstein. 



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44 Erhard Schürstab'g 

Item am selben mitwoch czugen zu Nürnberg aus 
bey j c xxx wagen vnd vil faßnolcks vnd j c geraisige 
pferd vnd chomen für Cadolczbarg vnd pranten vil dorf- 
fer daselbst umb ab vnd uil mfil vnd prachten dez sei* 
ben tags ein großen raub von kuen, pferden, schafen 
vnd getraid, daz sy besser betten an der bewt dann 
vij° gülden wert. 

Item am freitag vor Lawrenti [8. Aug.] zu mittag 
riten hye zu Nttrmberg aus wol bey achtzig geraisig 
gesellen vnd namen einen großen rauh kue vor Tann 
vnd brachten sy de selben tags her ein. 

Indem riten etlich vnserr geraisigen hie aus vnd 
straifften auff der stroß; dez gleichen teten die marg- 
graffischen von Pairstorff vnd kommen an einander vnd 
stachen vnd hawten an einander, vnd da fingen die vn- 
sern den Heincz von Kotzaw ein Voitlender; so fingen 
sy der vnsern ein, ain pöchner Heincz von Weirß genant. 

Item am freitag vor Lawrenti riten hye zu nacht 
aus bey ij c geraisiger vnd pranten bey dem Regensperg *) 
vncz gegen Vorcheim etliche dörffer. 

Item am samstag vor Lawrenti [9. Aug.] zu mittag 
lulfen hye bey lxxx fußgengel aus, vnd stürmten den 
kirchoff zu Püchenbach 2 ) bey Pruck vnd namen gros 
traid her aus vnd allerley, daz sy wol geladen prachten 
viiij wegen vnd vihe vnd vil pawern. 

Item am samstag vor Lawrentii zu nacht zugen hye 
aus bey lxxx fußgengel vnd brachten ein großen raub 
von blundern vnd küe vnd pferdt, den betten sy ge« 
nomen bey Münchawrach. 3 ) 

Item am suntag in die Lawrencii [10. Aug.] zu abent 
czugen hye aus bey vj c trabanten vnd czugen an die Aisch 
bey vj meilen von hinnen, vnd brenten am montag vil 



1) Weiler, Ldg. Grafen berg. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Herzogenaurach. 

3) Pfarrdorf und ehemaliges Kloster Ldg. Hkt. Erlbach. 



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Kriegsbericht 45 

dorffer vnd etlich herrenhewser herein gegen der stat, 
vnd brachten ein großen raub kue, swein, schaff vnd vil 
wagen mit allerley geladen. Alzo machten sich die von 
Vorcheim vnd Bairstorff vnd die lantschafft an der Aisch 
auff vnd eilten den vnsern nach byß gen Fach. 1 ) Also 
stelten sich dy vnsern za wer vnd schußen in sy mit 
einer tarraßpächsen vnd mit ciain pttchsen, vnd erschu- 
ßen ettlich man vnd pferd, daz sye wider hinter sich 
rockten vnd fluhen, daz den vnsern nye kain lait ge- 
schähe, vnd chom'en wol mit dem raub. 

Item als der krieg nun gewert hett von vnser 
frawen tag visitacionis byß auff sant Lorenzen tag, daz 
waz vj wochen, da het wir hye zu Nürmberg dennoch 
nye kain hilff gehabt von den gemain reichsteten, die 
mit vns verpunten waren, und kam auch in der czeit 
nye nymant von iren wegen vns zu hilff, dann dy reich- 
stet, dy bey vns im bunt waren. Dye schickten bey 
v* geraisiger pferd gen Rotenburg vnd genDinckelspflhel; 
vnd der selb czeug vnd dy von Rottenburg vnd Dinckels- 
pühel die uerbrenten dem marggraffen vnd den seinen 
gar vil vnd manig dorff vnd etliche herren hewser ab 
vmb Rotenburg vnd Wassertriheding vnd vmb Dinckels- 
pfihel. Auch uerbrenten dy von Windsheim dem marg- 
graffen gar vil großer dorffer ab, dy bey Windshaim 
gelegen waren, vnd ward auch dez marggraffen lewten 
gor vil raubs vnd vihs genomen von den vorgenanten 
steten. Noch dem vnd daz ergangen waz, do schickten 
dye reichstet etliche geraisig pferd gen Weyssenburg 
vnd anderswo, vnd dy chomen mit dem andern czeug 
her gen Nürmberg, als hernach geschriben stet; vnd 
dez selben geraisigen czeugs waz als bey iiij c pferden, 
dy her chomen, vnd dez selben czeugs waren haubt- 
leut von aller stet wegen her Jörg von Geroltzeck, ritter, 
vnd Walther Ehinger von Vlm vnd Stephan Hangenor 
von Augspurg vnd Jeronimus Poppfinger von Nörlingen. 

1) Pfarrdorf, Ldg. NOrnberg. 



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46 Erhard Schürstabs 

Item am montag nach Lawrenti [1 1 . Aug.] zugen hye 
aus am abent bey iiij c geraisiger vnd mit wagen vnd iuß- 
volck vnd chomen gen dem Newenhoff *) bey Katerbach, 
vnd auff den tag brenten sy den Newenhoff vnd sfist bey 
xviij dörffern ab daselbst vmb gelegen vnd vmb Czenn 
vnd Kadolczburg, vnd brochten ein großen raub von 
küen vnd pferden vnd schafeq bei ij M haubt vihs vnd 
vil gefangner bawern. Vnd anff den selben czag cho- 
men zu in die swebisehen stet mit iiij c pferden, als vor 
gescriben ist; dy waren dez selben nachtz von Rotten- 
burg da hin geriten vnd betten vnter wegen auch vil 
dörffer abprennt, alzo czugen dy vnsern vnd dy andern 
von reichsteten herein am eritag nach Lawrencii [1 2. Aug.] 

Noch dem czugen teglich fußgengel hye aus vnd 
brochten vil raub herein. 

Item an vnser frawen abent assumpcionis [14. Aug.] 
do ritten etlich geraisig gesellen hye aus gegen Lauff*) 
wertz, alzo wurden sy geiagt von den von Lauff; vnd 
der vnsern wurden iiij gefangen; der waren iij dez von 
Blawen diener, der vierd waz burger, genant Gswind. 

Item am suntag zu nacht nach assumpcionis Marie 
[17. Aug.] zoch hye aus ein grosser geraisiger zeug 
von den vnsern vnd den swebisehen steten vnd pranten 
am montag frtte ab den marekt Schnaitaich 3 ) vnter dem 
Rotenberg vnd sQst etwe vil dörffer daselbst vmb ge- 
legen, vnd chomen dez selben tags wyder. 

Item am mittwoch vor Bartholomet [20. Aug.] czoch 
ein großer gereiser zeug hye auß von den vnsern vnd 
den swebisehen steten vnd bey ij c trabanten vnd mit et- 
lichen wagen, vnd pranten dez andern tags frtte daz 
dorff Haberstorff 4 ) vnd rawmten den kirchoff vnd pranten 

1) Harkt an der Zeon, Ldg. Markt Erlbach. 

2) Städtchen im Ldg. gleichen Namens, zwei Stunden 
von Nürnberg. 

3) Markt im Ldg. Lauf. 

fc) Pfarrdorf, Ldg. Cadolzburg. 



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Kriegsbericht 47 

vmb den Panhoff bey xiiij dörffern ab, vnd uerpranten 
daz dorff Roßstal *) vnter dem berg gelegen, vnd brach- 
ten ein grossen raub von knen, pferden vnd swein vnd 
vil wagen mit allerley wol geladen vnd komen wider 
am pfincztag. 

Item am suntag an sant Bartelmeßtag [24. Aug.] 
zu mittag riten hye aus bey xl geraisiger vnd luffen 
mit in bey l trabanten vnd czugen für Swabachxvnd 
namen vor der stat mer dann j c küe vnd chomen dez 
selben tags wider. 

Item am suntag an sant Bartelmeßtag zu nacht 
czugen hye bey ij* trabanten vnd bey xl geraisigen 
vnd mit etwe vil wagen aus, vnd am montag früe 
pranten sy enhalb der Leinburg 2 ) auff herczog Otten 
bey xiiij dörffer ab czum Entenberg 3 ) vnd zu Ofen- 
hawsen 4 ) vnd andre dörffer; vnd stürmten den kirchoff 
zu Offenhawsen vnd gewunnen in mit gewalt vnd brach- 
ten ein großen raub herein Lvij wagen wol geladen 
mit allerley gut; vnd brochten wol bey iij G haubt vihs 
küe vnd pferd vnd xl gefangner pawern. 

Item an dem selben suntag zu abent zugen hye 
aus dye vnser vnd der swebischen stet geraisiger zeug 
vnd hielten neben Bairstorff in einer hut vnd machten 
ein geraitz vnd ließen etlich brennen bey Sendelbach 5 ) 
auff daz ob sich die von Pairstorff heraus woltn laßen» 
daz die vnsern gern hinter sie chomen wem, wann 
marggraff Hanns auff die czeit selber zu Bairstorff waz; 
aber nymant wolt sich heraus laßen , daz dy vnsern am 
montag an endtz her heim riten. Vnd als sy wider 
chomen vnd chawm ein stund hye geweßt waren, do 
rait der von Plawen mit etlichen andern der vnsern 
für Swabach vnd namen mer dann j c kwe daselbst vnd 

1) Markt, Ldg. Cadolzburg. 

2, 3 und 4) Pfarrdörfer, Ldg. Altdorf. 

5) Pfarrdorf, Ldg. Gräfenberg. 



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48 Erhard Schfirstab's 

pranten die mal bey Swabach ab vnd prachteo edich 
gefangen bawern von Swabach. 

Item am eritag nach Bartholomei [26. Aug.] luffen 
etlich trabanten hye aus vnd namen mer dann \} c küe 
vor der stat czu Altdorff vnd brachten dy dez selben 
abentz her ein. 

Item nach dem vnd der marggraff Lichtenaw ge- 
wonnen het, da lies er sein here ligen vmb Lichtnaw, 
daz fußuolck; vnd czoch mit seinem geraisigen creug 
auff dy von Winßheim vnd Rottenburg vnd brant in 
alles daz ab, daz er mocht, vnd czoch darnach mit 
seinem geraisigen czeng wider zu seinem here, vnd 
czoch doch mit seinem ganezen here her wertz gegen 
Nürmberg vnd legt sich bey Rostal vnd czoh an der 
eritag nacht nach Bartholomey vnd legert sich aber bey 
Czyrndorff an den Altenberg enhalb dez waßers der 
Rednitz; da lag er den ganezen tag vnd am pfineztag 
fräe ij stund vor tags brach er mit seinem here auff 
vnd belaitet herezog Wilhalm von Sachsen volck hinweck. 

In der czeit die weil man alzo kr iget, do macht 
herezog Heinrich von Peyern ain tag gen Ingelstat auff 
sant Margreten tag [12. Juli], vnd meint den krieg zu uer- 
richten. Auff den tag kam herezog Heinrich vnd herezog 
Albrecht von Bayern vnd der pischoff von Augspurg 
vnd dez margraffen rett vnd die von Nürmberg vnd vü 
ander lewt. Auff dem selben tag geschah vil red vnd 
wider red vnd ward nichtz gutz gemacht auff dem tag; 
dann wolten dy von Nürmberg vil geltz haben gegeben, 
dez wem sy wol bechomen; vnd der tag waz an endtz. 

Item darnach macht aber herezog Heinrich von 
Beyern ein andern tag gen Ingelstat auff den mittwoch 
nach Jacobi [30. Juli] da ward auch nichtz gutz ge- 
macht vnd riten an endtz von dann. 1 ) 

1) Ausser dem Bischof zu Augsburg waren auf dem Tag 
zu Ingolstadt noch anwesend dreiRäthe des Herzogs Albrecht 



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Kriegsbericht. 49 

Item darnach macht aber herczog Heinrich ein an- 
dern vnuerdingten tag gen Lawbing 1 ) auffvnser lieben 

in Bayern and von den Reichsstädten Erhard Reich und der 
GrÄfenreuter von Regensburg, Endres Frickinger und Linhard 
Langenmantel von Augsburg, Hanns Besserer und Conrad Ott 
von Ulm, Hanns Einkhörn von Nördlingen und Michel Imhoff 
von Schwäbisch-Wöhrd. Herzog Heinrich hat dieselben alle 
bei sich behalten und den nfirnbergischen Abgesandten keine 
Gelegenheit gestattet, sich mit ihnen zu unterreden. Als Mittel 
zur Erzielung des Friedens wurde von den Unterhändlern 
vorgeschlagen, dass die Stadt NOrnberg dem Markgrafen Geld 
geben oder den Gostenhof, die drei Klöster in der Stadt, die 
Walder und das Landgericht abkaufen oder aber Geld leihen 
soll. Die Abgesandten der Stadt aber wollten davoo nichts 
wissen, denn es wäre überaus unbillig, wenn die Stadt zu 
dem bereits erlittenen Schaden noch Geld hergeben mfisste. 
Bezüglich des vorgeschlagenen Kaufes aber schien es ihnen 
höchst unnöthig und ungebührlich, dasjenige zu kaufen, was 
sie zuvor schon hätten. Geld zu leihen sei unter den gegen- 
wärtigen Verhältnissen ganz und gar unthunlich. 

Später auf Mittwoch nach Jakobi [30. Juli] kamen auf diesen 
Tag zu Ingolstadt auch noch der Herzog Albrecht in Bayern 
in eigener Person und die Räthe des Bischofs zu Passau und 
des Grafen zu WQrtemberg. Die Abgesandten der Stadt er- 
boten sich neuerdings, vor den drei anwesenden Fürsten zu 
rechtlichem Austrag zu kommen, wenn ihnen und dem Herrn 
von Heideck die abgenommenen Schlösser und Städte wieder 
zurückgestellt würden. Darauf gingen aber die anwesenden 
FQrsten nicht ein, denn sie fürchteten, wenn der Markgraf 
mit der Stadt Nürnberg sich vertrage und nicht zugleich 
auch die Fehde des Grafen zu Würtemberg gegen die Stadt 
Esslingen beigelegt würde, dass der Krieg wieder von Neuem 
angehen möchte, weil dann der Markgraf sich des von Wür- 
temberg annehme und Nürnberg dagegen mit Esslingen im 
Bond stehe. 

Nach längeren fruchtlosen Verhandlungen wurde eine neue 
Conferenz nach Lauingen auf Maria Himmelfahrt [15. Aug.] an- 
beraumt; dabei erklärten die anwesenden Fürsten, wenn auf 
dem künftigen Tag zu Lauingen ein Theil billigen Dingen 
nicht nachkommen wolle, dass sie dann dem andern Theil 
helfen wollten. 

1) Stadt Lauingen in Schwaben. 

Quelles vm. 4 



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50 Erhard SchQrstab'* 

firawen tag assumpcionis [1 5. Aug.] Auff den tag chom her- 
czog Heinrich vnd herczog Albrecht von Beyern vnd der 
bischoff von Augspurg vnd des marggraffen rett vnd die 
von Nürnberg vnd vil anderr fursten rett, vnd stet vnd 
ritter vnd knecht. Da geschähe aber vil rede vnd wider- 
red, dez zu vil zu schreiben wer; dann dy von Nürn- 
berg hetten hoffnung, herczog Heinrich vnd ander solten 
in die sach gangen sein nach gleichen vnd pillichen 
Sachen, dar inn sich dann die von Nürnberg alczeit 
redlich finden hetten laßen, dann herczog Heinrich vnd 
der bischoff von Augspurg vnd anderr hielten den [von] 
Nürmberg fflr, sie solten dem marggrafen gelt geben, 
oder solten im gelt leihen, oder solten im etliche stuck 
ab kauften. Da des nit gesein mocht, do ging herczog 
Heinrich vnd bischoff von Augspurg in kein andre sack, 
dann daz vnserr herr der römisch künig het in von 
dem bischoff von Meintz einen brieff zugesant, dar inne 
er in volle macht geben fielt, den krieg abzelegen oder 
ain stallung daran zu machen; dez hetten sy ganczen 
fleyß gehabt vnd hetten ein stallung daran gemacht, 
wye die sach besteen sölt, des hetten sy czwen brieff 
gemacht mit herczog Heinrichs vnd dez bischoffs von 
Augspurg anhangenden iasigeln; dez wolten sy yeder 
partey ein brieff geben ; da bey solt es fürbaß beleiben, 
pey der pen, die sie daruff gesetzt hetten. Vnd das 
waz als geschehen on der von Nürmberg wissen, willen 
vnd wort. Also namen des marggrauen rette iren brieff 
von stund an vnd riten domit hinweck, aber dy von 
Nürmberg wolten irs briefs nit nemen vnd sprachen, 
sy wern auff ein vnuerdingten tag gen Lawbing cho- 
men vnd hetten kein macht eins solchen ein zu gen. 
Daz mocht sy als nit helffen ; alzo riten die von Nürm- 
berg wider heim. Alzo gab herczog Heinrich den brieff 
einem iungen schencken von Geirn, der solt den brieff 
einem ratt zu Nürmberg antworten; der selb schenck 
reit mit vnsern herren von Lawbing her, vnd wtz ir 



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Kriegsbericht 51 

glaitzman , ynd antwort den brieff; aber der rat wolt 
dorvmb nit czusagen; daz sy der sach alzo wollen eili- 
gen; vnd wie der selb brieff laut von wort zu wort, 
den herczog Heinrich vnd der bischoff von Augspurg 
uersigelt betten, stet hernach geschähen. 

Auch als vnser gnedigister herr der römisch kfinig 
dem bischoff von Heintz die sach auch beuolhen het 
mitsampt herczog Heinrich vnd dem bischoff von Augs- 
purg, vnd der bischoff von Meintz auff dem tag zu 
Lawbing nit waz, so hetten sy es doch mit dem bischoff 
von Meintz Übertragen, daz er den von Nttrmberg uon 
stund an ein brieff schreib, daz solcher aussprach, den 
herczog Heinrich vnd bischoff von Augspurg zu Law- 
bing geton heten, da bey er nit sein het mügen, daz 
derselbig außspruch sein ganczer will vnd wort wer, 
als dann derselb brieff ausweißt. 

Item hye nach stet der frid brieff, den herczog 

Heinrich vnd bischoue von Augspurg machten 

zu Lawbingen: 

Von gottes gnaden wir Peter bischoff zu Augspurg 
vnd wir Heinrich pfalczgraue bei Rein vnd herczog in 
nydern vnd obern payren etc. bekennen vnd tun kunt 
offenlichen mit diesem brieff, daz wir ein kuniglichen 
befehlnüß brieff lawtent von dem allerdurchleuchtigistem 
fönten vnd herrn herrn Fridrichen römischen künig zu 
dien czeiten merer des reichs herczog zu Österreich etc» 
vnseren gnedigsten herrn mit schuldiger pflicht empfan- 
gen haben der da lawt von wort zu wort als hernach 
geschriben stet: 

Wir Fridrich von gottes genaden römischer künig 
zu allen czeiten merer des reichs, herczog zu Osterreich, 
zu Steir, zu Kernden vnd zu Krain, graff zu Tirol etc. 
bekennen vnd thnn kunt allermeniglich, wann vnserr 
küniglich gemüt alczeit darczu genaigt ist, daz fride vnd 
einigkeit in dem heiligen reich bestatet vnd czwitracht 



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52 Erhard Schürstab's 

vnd vnrat czwischen vnsern vnd des reichs vntertan 
vnterstanden vnd hingelegt werd, daz wir betracht vnd 
angesehen haben in den zwitrechten, so dann czwischen 
dem hochgebornen Albrecht marggraff zu Brandenburg 
vnd burggraff zu Nürnberg vnserm lieben oheim vnd 
fürsten, sein helffern vnd helffers helffern ayns, vnd den 
ersamen burgermaister rat vnd bürgern der stat zu Nürm- 
berg vnd dem edeln Gonraten herrn zu Haydeck vnsern 
vnd dez reichs Üben vnd getrewen, auch allen iren 
helffern vnd helffers helffern dez andern teils, die sich 
nu zu beden seiten zu offenen veintschefften vnd kriegen 
geczogen haben, da durch dem heiligen reich vnd ge- 
mein dewtschen landen gros vnrat, scbant vnd schaden 
entsteen möcht, wo daz nit fürchomen wurd, vnd wann 
wir mit andern großen vnd mercklichen geschehen nil 
aHein daz heilig reiche sunder auch vnserr erbliche vnd 
eigne fiirstentumb antreffend beladen sein, daz wir vns 
selbs, als wol notdurflt wer, hinauff in daz reich nit 
fügen mögen» solch swer krieg vnd feintschafft hinzu- 
legen vnd die partei vereinen, dorumb so haben wir 
den erwirdigen Dietrich erczbischoff zu Heincz dez hei- 
ligen römischen reichs in Germanien erczkanczler vn- 
serm lieben nefen vnd kurf&rsten, Petern bischoff zu 
Augspurg vnd dem hochgepornen Heinrichen pfalczgrafen 
bey Rein vnd herczog in Beyrn vnserm lieben swager 
vnd fürsten vnsern vollen gewalt vnd gancze macht be- 
folhen vnd gegeben, geben vnd befelhen in die mit disem 
brieff, daz sy an vnserr stat vnd in vnserm namen als 
vnser anwalde czwischen den vorgenanten parteien alles 
daz fiirnemen, handeln, auch bey penen vnd vnsern 
sweren vngenaden gepieten, schaffen vnd tun sullen vnd 
mttgen, daz sye beduncken wirt nutz vnd notdürftig zu 
sein, damit dieselben parteyen gütlich mit einander uer* 
eint vnd solche krieg, veintscheffite gancz hingelegt oder 
oerricht oder ein gütlich bestandt vnd fride auff ein 
czeit doran gemacht werden, vnd waz sy auch alzo 



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Kriegsbericht. 53 

hyerinne handeln» ftkrnemen, gepieten, ton vnd besließen, 
das wollen wir gefellig halden; wir wollen vnd mainen 
auch, daz daz die vorgenanten partey stat halten vnd 
geleicher weyse, ob daz durch vns selbs beschehen vnd 
volf&rt were. Mit vrknnd dieß briefs versigelt mit vn- 
serm königlichen anhangenden insigel. Geben zu Lew- 
ben am freitag vor sant Maria magdalena tag [18. Juli] 
nach Cristi gepurt virczehenhundert vnd in dem newnvnd 
uirczigisten iar vnsers reichs in dem czehenden iar. 

Alzo haben wir egenant bischoff Peter vnd wir 
herczog Heinrich, vor dann vns dez benanten vnsers 
gnedigisten herren dez römischen kunigs brieff geant- 
wort ist, mit hilff dez hochgebornen forsten vnsern be- 
sundern lieben herrn vnd vettern herczog Albrecht pfalcz- 
graue bey Rein vnd herczogen in Betern etc., einen güt- 
lichen vnuerdiagten tag czwischen des hohgeporoen for- 
sten vnsers lieben herrn vnd oheims, herrn Albrecht 
marggraff zu Brandeburg vnd burggrauen zu Nürmberg 
vnd seinen parteien eins, vnd der ersamen weysen vnsern 
üben besundern der borgermeister rat vnd burger der stat 
zu Nürmberg vnd irer partey des andern teils,gen Law- 
hing gemacht anff vnser liben frawen tag assumpcionis 
[1 5. Aug.] nechst uergangen ; vnd wie wol wir mit hilff 
dez benanten vnsers lieben herrn vnd vettern herczog AI- 
brechtz vnd auch vnserr rate vnd anderr vnserr frewnd 
vnd gunner rate etlich tage here czwischen den egenan- 
ten parteyen nach genungsamer uerhörung großen fleyß, 
mue vnd arbeit geton haben, ob wir die sachen in be- 
ßern standt vnd friden hetten geseczen oder bringen 
mögen dann her gewesen sein, so hat daz doch in der 
gtttikeit nit sein wollen vnd dar inne nichlz zu ende, 
firide, richtigung oder bestand haben geton noch brin- 
gen mägen. Vnd wann wir nun' als gehorsam forsten 
des heiligen reichs vnd des benannten vnsers herren 
des kfinigs solcher seiner küniglichen commission vnd 
beuelhnüß als wir dann billichen tan mit demütigen fleiß 



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54 Erbard Schtirstab's 

angenomen haben, vnd der erwirdigist in got vnseri- 
besuüder liber her vnd freunde her Dietrich ertzbischoff 
zu Meinlz des heiligen römischen reichs in Germanien 
ertzkanczler, dem dann mit sarapt vns solch küniglich 
befelhnüß auch lawt, vmb mercklicher vnd nemlicher 
vrsach willen bey vns dieser zeit nit hat sein mttgen 
vnd aber der krieg vnd offen feintschaft czwischen den 
egenanten parteyen so groß vnd mercklich ist mit na- 
men, braut, hereßkrefften zu felde ligen vnd andern 
feintlichen vnd heftigen taten yeder teil dem andern 
beschedigt dadurch auch daz heilig reiche vnd gemeine 
deutsche landt seer geswechet vnd uerderbet, clößter, 
kirchen vnd gotzhewser nerbrantt vnd uerwfißtet, man- 
siecht, totsieg von tag zu tage ergend, armlewt, wittiben 
vnd waisen uerderbt, uertriben, des heiligen reichs lant- 
straßen uerhindert, die erde geödet vnd vngebawt vnd 
vil mangerley kranck, bindernäß, verderben vnd irsal, 
so dann beyden stanten, gaistlich vnd werntlich, daraus 
erstent, damit genydert vnd gemyndert werden, dorvmb 
mit guter betrachtung vnd czeitigem rate vnser vnd vn- 
serr frewnt rate so haben wir als anwald in den Sachen 
des egenanten vnsers gnedigisten herrn des römischen 
kQnigs bedechtlich sölchs alles fttr äugen genomen vnd 
von befellnüß wegen des benanten vnsers gnedigisten 
herrn des römischen künigs vnd seiner kttniglichen ma- 
iestat so gepieten wir als anwalde an stat vnd in namen 
seiner küniglichen gnaden von vnsers lieben herrn vnd 
freunds des von Meincz vnd vnsern wegen den ege- 
nanten burgermaistern rate vnd burger der stat zu Nürm- 
berg auch dem edeln Gonraten herrn zu Haideck vnd 
allen iren helffern vnd helffers helffern vnd allen den 
iren; auch allen den, die irs teils der sachen uerdacht 
vnd uerwenet sein, von seiner genaden romischen ktt- 
niglichen macht uolkumenheit ernstlich vnd vestiglich 
mit dem brieff einen steten, siechten vesten vnd kristen- 
lichen fride zu halden mit dem obgenanten hohgebornen 



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. Kriegsbericht 55 

försteti vnsertn liehen kernt vnd öheim atarggraff Alb- 
recht von Brandeburg, auch seine» helffern vnd helffers 
helffern vnd allen den seinen, auch allen den die seins 
teils der Sachen uerdacht oder uerwent sein. Vnd mei- 
nen, setzen vnd wollen daz solcher fride eingien sfill 
auff den pfincztag an sant Augustins tag [28. August] 
nechst choment, mit der sunnen auffganck, weren vnd 
besteen vncz auff sant Michels tag schierst vnd darnach 
über ain gancz iar daz nechst chomend zu der sunnen 
vntergangk, daz wurdet hincz auff sant Michels tag [29. Sept.] 
so man czalt von Cristi gepurt vierczehenhundert vnd 
in dem fttnfczigisten iar, von beyden teilen treulich vnd 
vngeuerlich gehalten £u werden. Auch sullen alle ge- 
fangen auff bayden tailen inner eins monatz dez näch- 
sten nach dato diß hriefs vngeuerlich betagt werden 
daz egenant iar vnd czeit gancz aus vngemant beleiben, 
neinlich edel gereisig auf ir aide oder gelübde, bürger 
vnd bawern auff redlich gewyßheit oder burgschafft. 
Auch sol auff beiden teilen all schatzgelt, prantschalz- 
ung, fancknüß, Schätzung vnd all ander vnbeczalt gelt, 
daz vor eingang des frids nit bezalt wer, auch daz ege- 
nant iar vnd zeit vngemant vnd vnbeczalt bleiben an 
geuerlich. Es sol auch yeder teil ob er dem andern sloß, 
ueßten, stet oder merckte in dem krieg icht angewun- 
nen, daz er yeczund mit seiner kost vnd seinen lewten 
besetzet vnd inn het oder vor eingang dez frides noch 
gewunn vnd daz alzo begeizet vnd innen het, daz oder 
die inn haben vnd behalten mit sein oder irer zuge- 
hörung den frid gancz aus oder hincz er mit recht da- 
raus geuertigt oder mit der gütigkeit davon geteidingt 
wirt, waz aber ein teil dem andern uerprennt oder ent- 
wert hat, vnd der daz getan, nit innen hat, so vor 
geschriben stet, sol yedem teil vnd dem seinen sein 
hoffstat mit ir zugehörung vnd waz da uerhanden ist 
wider uolgen vnd mag sich dez wol vnterzihen. Auch 
sol baiden egenanten parteyeu die porten der gerechtig- 



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56 Erhard Schfirstab'g 

keit offen sein vnd mag yetweder teil das recht gen 
dem andern suchen in dem fride, als recht ist vnd sich 
rechtlich gepürt, vnd dar vmb daz solcher fride dester 
redlicher ganczer vnd volkomenlicher von den obge- 
nanten von Nürnberg auch Conraten herrn zu Haideck 
vnd allen iren helffern vnd helffers helffern, wye oben 
gelawt ist, gen der egenanten irer wyderpartey ge- 
halten werde, so setzen wir als anwalde des obgenanten 
vnsers herrn dez römischen kOnigs an stat vnd inn 
namen seiner gnaden darauff zu pen ob die von Nttnn- 
berg oder der von Haideck obgenant solchem vnserm 
gepot vngehorsam wer vnd den fride nit hielt in maß 
so vorgeschriben stet, daz sie denn gen dem heiligen 
reich vnd vnserm herrn dem romischen kunig alle ir 
genad, priuilegia, freiheit vnd recht, die sy von dem 
reich vnd seinen genaden haben sullen, gancz vnd gar 
verworcht vnd uerloren haben vnd da von mit der tat 
der vngehorsam gefallen sein vnd dar czu tausent marck 
golds halbs in sein königliche komer vnd halbs dem 
gehorsam teil vnlaßlich zu beczalen, vnd darczu inn 
sein swere vngnad. Wir haben auch dem andern teil 
solchen firid als sich gepürt auch gepoten mit anhang 
der pen, vnd darüber zu warem vnd vesten urkund so 
haben wir als anwalde vnsers obgenanten gnedigisten 
herren des römischen künigs an stat vnd in namen sein 
königlichen genaden vnserr yeder fthrste sein insigel an 
den brieff gehangen vns vnd vnserm stiffk vnd erben 
an schaden, vnd ist der brieff geben zu Lawging am 
eritag nach vnser lieben frawen tag schiedung genannt 
zu latein assumpcionis [19. August] nach Cristi vnsers 
lieben herren gepürt vierczehenhundert vnd in dem newn 
vnd vierczigistem iare. 

Vnd als nun dem marggraffen der fridbrieff den 
seinen zu Lawgingen geben waz vnd der firid sott 
eingin am pfintztag an sant Augustins tag [28. August] 
mit der sunnen auffgank alzo ee derselb pfincztag kam, 



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Kriegsbericht. 57 

do nötet der marggraff vnd die sein vnd der bischoff 
von Bamberg vnd ander sein helffer alle die pawern 
die den von Nttrmberg zustanden, daz sy in hulden vnd 
swern musten, förbas in die gült zu raichen vnd für 
herrn ze haben; vnd welcher pawer daz nit ton wolt, 
den fingen sy vnd namen im was er hett, vnd triben 
großen gewalt mit armen leuten. Darnach am pfincz- 
tag, da der frid nun ein solt sein gegangen, triben sy 
dennoch großen gewalt mit armen lewten, vnd waz 
nymant sicher; vnd waz man der stat czufären wolt, 
daz namen sy vnd wolten der stat nichtz zn gien laßen ; 
alzo wolten die von Nürnberg des frids nit zusagen, 
wann sy groß mit der uerschreibnflß uerkürczt warn, 
und schriben herczog Heinrich den frid ab* 

Item in der czeit betten vil herren den von Rotten- 
barg vnd den von Eßling vnd andern reichsteten, die 
bey vns im bunt warn, abgesagt. 1 ) Dieselben herren, 
die dann vnser feint auch waren, meinten dieweil es 
mit vns in frid stund, so müsten wir den frid alzo 
halten, so wolten sy dy andern reichstet die weil fiber- 
czihen, alzo waz geraisigs czeugs von den swebischen 
reichsteten hye waz, riten wider beim am samstag vor 
sant Giligen tag [30. August], alzo stund es an daz die 
von Nflrmberg gancz still saßen vnd nitz kriegten vom 
tag, als der frid ein solt sein gangen, byß auff den 

1) Namentlich der Harkgraf zu Baden und der Graf von 
Wffirtemberg. Letzterer belagerte Esslingen und Hess alfe 
Weinreben in der Umgegend abhauen. Der raisige Zeug, 
den Esslingen der Stadt Nürnberg zu Hilf geschickt hatte, 
wurde zurückberufen, die Hilfsvölker der übrigen schwäbi- 
schen Reichsstädte blieben nur 14 Tage zu Nürnberg. Wäre 
es nach dem Willen dieser Städte gegangen, so hätte Nürn- 
berg den Frieden annehmen müssen, wäre er auch noch so 
schändlich und schädlich ausgefallen. — In dieser Zeit wurde 
auch eine Zusammenkunft der schwäbischen Städte zu Ulm 
gehalten und der Beschluss gefasst, dass jede Stadt sich mit 
doppelter Hilfe gefasst machen soll. 



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58 Erhard Schtrtfab's 

pfincztag vor sant Matheos tag [18. Sept.], dann da* 
die von Nürmherg teglich auff die stroß schickten et- 
lieh gereisig volck, ob ymant die straß rauben wolt, 
oder weren wolten, daz man nichtz herezu füren sott, 
daz sy daz vnterstunden. 

In der czeit czohe der marggraff auff die oon 
Rottenburg vnd Hall vnd auff ander reichstet, die im 
bunt warn vnd brent sie fast vnd groß, waz er mocht 
mit seinen helffern. Vnd die reichstet in Swaben werten 
sich auch fast vnd teten auch hinwider waz sy mochten; 
alzo kam der marggraff für ein k irchoff in einem dorff, 
heißt Vlßhouen, ligt bey Kirchperg, 1 ) ist der stet; da 
stürmt er den kirchoff vnd da vor ward der marggraff 
wunt, vnd seiner lewt naraen vil schaden vor dem kirchoff; 
vnd do er den kirchoff gewan, da ließ er vil lewt zu 
todt slahen, die in dem kirchoff geweßt warn, darvmb 
daz sie in gewunt hetten, alezo czohe er gen Kreulsheim. 

Darnach am freitag vor sant Matheus tag [19. Sept.] 
anno etc. 1449 czugen die von Nürnberg auß zu mit- 
tag mit vj c gereisigen vnd mit ij M drabanten vnd brenn- 
ten vil dorffer ab vmb Swabach vnd vmb den Kamer- 
stain, 2 ) vnd czugen daz sy am samstag frue für die 
stat zu Windspach 3 ) chomen, vnd stürmten am samstag 
[20. Sept.] früe die stat vnd daz sloß vnd gewunnen 
die bede vnd funden gar vil gulz in beden, daz sy gar 
vil wagen mit guten plündern, petten vnd allerley luden, 
waz sy füren mochten, alzo daz sy dennoch daselbst 
so vil gutz uerhranten von getraid vnd süst allerley, 
daz sy damit noch ij c wagen geladen beten, wenn sy 
die gehabt hetten ; vnd uerhranten do sloß vnd stat gancz 
aus vnd brachten vil gutz herein; Auch brachten sy 
wol ij M haubt vihs, küe, schaff vnd ros, vnd xl gefangner 



1) An der Jaxt. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Schwabach. 

3) Städtchen, Ldg. Heilbronn. 



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Kriegsbericht. 59 

bdrger von Winspach, vnd etlich eklel vnd gereisig, die 
Wiospach innen gehabt betten; vnd am heimczihen pran- 
ten sy aber vil dorffer ab czwischen Winspach vnd 
Swabach. *) 

Item am eritag vor sant Michels tag [23. Sept.] 
zu mittag czugen [sie] hie aus mit vil geraisigen wagen 
vnd fußvolcks für die stat Altdorff vnd chomen dez sel- 
ben abentz dafür mit püchsen vnd süst vil czeugs, vnd 
am mittwoch früe Schüssen sie in die stat zu Altdorff 
vnd konten ir nit vil angewinnen mit schießen dann 
daz sy mit fewr einschußen, vnd brenten die stat wol 
halbe ans, vnd gingen darnach an den stürm; da warn 
vil lewt in der stat von edeln geraisigen vnd pawrschafft, 
vnd die werten sich gar seer vnd triben die vnsern 
ab von dem stürm, vnd wurden dy vnsern vast wunt 
vnd etlich zu tod geschoßen vnd geworden. Auch ward 
Endres Stromer der haubtman einer in ein pain ge- 
schoßen, daz er darnach am xiiij tag starb; vnd do 
sich die sach alzo lang uerczihen ward, daz man lang 
da beleiben must, da ward daz geschrey allenthalben, 
wie die von Nürmberg vor Altdorff legen; vnd ward 
allenthalben große samnung von den feinten, daz sy 
groß volk auffbrachten vnd wolten dy stat gerett haben. 
Alzo czugen dy vnsern wider her heim an endtz am 
pfincztag vor Michahelis [25. Sept.] vnd sy branten et- 
liche dorffer da . selbst vmb ab. 

Item nach dem czugen teglich hye aus geraisig 
vnd drabanten bei einczigen vnd brachten vil raubs her- 
ein vnd auch gefangen lewt. 

Item auch brant der marggraff vnd sein helffer 
in der czeit der von Nürmberg leut wo sy konten vnd 
mochten, vnd fingen sy vnd namen in, waz sy betten. 



1) Darunter auch des Prünsterers Sitz unter dem Camnier- 
stein. Berchtold Volkamer war Hauptmann bei diesem Zug. 



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60 Erbard SchfiraUb'g 

Item an sant Michels tag [29. Sept.] branten der 
von Nürnberg etlich geraisig vnd fußvolck bey vij dörf- 
fern ab czwischen Puschendorff vnd Emßkirchen, Hageo- 
puchen, Obern vnd Niedern Reichenbach 1 ) vnd andre 
dörffer dabey gelegen vnd brachten ein großen raub vihs. 

Item am mitwoch vnd pBncztag nach sant Michels 
tag [1. u. 2. Octob.] czugen zu Nürmberg aus, geraisig 
vnd fußvolck, auf v stroß geteilt, ain tail waren ir zu 
dem Pottenstein 2 ) auff dem pirg vnd prochten pferdt 
vnd gefangen her ein; ain teil waren ir zu Snaitach 
vnter dem Rotenberg, dy brachten ein großen raub von 
vi he, ain tail waren ir zu Haberstorff 3 ) vnd prachten 
ein großen raub vihs vnd branten daz dorff Vicenzen- 
brunn 4 ) vnd etlich mül ab. Ain tail warn ir vmb Cadolcz- 
burg in etlichen dörffern vnd brachten ein großen raub 
vihs her ein, ain tail warn ir vmb den Newenmarckt 5 ) 
vnd branten da etliche dorffer ab vnd brachten ein 
großen rawb herein, alzo daz alle dy partey brachten 
bey iij M haubl vihs küe, ros, schaff vnd swein. 

Jtem am svntag nach sant Francissen tag [5. Octob.] 
czugen hie aus bey v^ c drahanten vnd bey l geraisigen 
mit etweuil wagen vnd branten am montag [6. Octob.] 
frfle daz dorff Scheinberg; ) auch branten sy in dem 
marckt Newnkirchen 7 ) vnd namen vnd luden wol xl 
wagen vnd brachten plündern, wein vnd traid vnd bey 
iiij c haubt vihs von kfien, roßen, schaffen vnd swein. 

Item auff den selben tag brachten ander der vnser 
vil vihs her ein bey einczigen, daz sy anderswo ge- 
nomen betten. 



1) Dörfer und Märkte im Ldg. Mkt. Erlbach. 

2) Städtchen und Landgerichtssitz. 

3) Pfarrdorf, Ldg. Cadolzburg. 

4) Kirchdorf, Ldg. Cadolzburg. 

5) Stadt auf der Strasse von Nürnberg nach Regensburg. 

6) Dorf, Ldg. Gräfenberg. 

7) Am Brand genannt, im Ldg. Gräfenberg. 



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Kriegsbericht. 61 

Item am eritag for sant Francissen tag [30. Sept.] 
v or vor tags reit der von Blawen aus mit ij c gerai- 
sigen vnd hielt am holcz vor Czenn, ob sich yemant 
von Kadolczburg oder Czenn her aus wolt laßen oder 
ob sy daz vihe wolten heraus treiben; alzo wolt sich 
nymant heraus laßen, auch kein vihe her aus treiben, 
daz dy vnsern niehtz schickten. 

Item am mittwoch nechst darnoch [1. Octob.] iij or 
auff den tag rait der von Blawen mit einem geraisigen 
ezeug hye aus vnd rant ftur Altdorff vnd nam daselbst 
daz vihe bey der stat wol iij c xxx küe vnd süst vil aller- 
ley vihs, ros, schaff, geyß, vnd fing xxx burger vnd 
pawren vnd chomen damit dez selben tags. 

Item am mittwoch nach Francissi [8. Octob.] waren 
von hie außczogen gereisig, trabanten mit wagen vnd 
wolten sein in daz Solczgaw; alzo waz dy lantschafft 
inn warnung, alzo kerten die vnsern wider vnd brach- 
ten bey xl kuen mit in herein. 

Item am freitag nach Dionisy [tO. Octob.] czugen 
hie aus etlich geraisig vnd fußvolk vnd chomen flir daz 
sloß Tann, vnd branten dy mfll ab vnter Tann vnd 
namen ein großen raub da von küen, pferden vnd 
schaffen bey iij c haubt vihs vnd chomen wider an dem- 
selben tag. 

Auch auff den selben tag brachten etlich ander der 
vnsern trabanten bey j c küen; hetten sy bey Engeltal 1 ) 
genomen. 

Item am suntag vor sandt Gallen tag [12. Octob.] 
waz vil geraisigs volcks gen der Kadolczburg chomen 
vnd am mantag früe kom der selbig geraisig czeug 
her czu gegen der stat vnd schickten etlich geraisig 
her zu. Vnd die rieten in dem nebel herczu an dy 
schranken, daz man nit weßt, daz es veint waren, wann 
vnserr gereisiger ein tail außen waren auff der hut, 



1) Pfarrdorf und ehemal. Nonnenkloster im Ldg. Altdorf. 



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62 Erbard Schürotab's 

vnd dy vnter dem tor weilten es wem die vnsern, 
byß sy an den schranken nach den lewten stachen vnd 
singen; vnd slugen daz vihe an vor Spider tor vnd 
trihen hin bey iij c küen vnd bey xv c schaffen vnd fingen 
etttch bawrn auff dem feld vnd czunten etlich stro an 
zn dem Gostenhoff; alzo rant ein großer raisiger zeug 
ans der stat vnd vil püchsenschützen ; alzo wolt man 
in nit nach eilen, wann sy hetten ein großen reisigen 
czeug vnd weren ger hinter die vnsern chomen. 

Item darnach teglich fingen sy vnserr arm lewt 
vnd bawrn, wo sy konnten oder mochten. 

Item am pfincztag an sant Gallen tag [1 6. Octob.] 
riten die vnsern hye aus mit xxiiij pferden vnd hielten 
in einer huet bey Scheinberg vnd ließen ein pawrn 
j fader hews laden zu einem fürlaz. Alzo rant der 
Hans Motschidler heraus mit etlichen gesellen vnd wolt 
den pawern fahen; do ranten die vnsern über in vnd 
stachen in vnter daz pferdt vnd fingen in vnd gaben 
im tag im feld,* wann die von Vorcheim gar stafck zu 
derselben zeit im feld waren vnd sye besorgten, er 
wurd in ab gedrangen; alzo stelt er sich am freitag 
darnach. 

Item am freitag nach Galli [17. Octob.] dez nachtz 
gingen hye etlichen drabanten aus bey iij c vnd chomen 
enhaib Altdorff inn etliche dörffer vnd brachten ein großen 
raub von küen, pferden, gaiß vnd swein mer dann iij c . 

Auch luffen in der czeit teglich die vnsern hie aus 
vnd brachten groß raub herein bey einczigen vnd auch 
vil gefangner. 

Auch ward der Goncz schütz von Erlang yn der 
czeit gefangen von etlichen den vnsern geraisigen vnd 
ward herein bracht. 

Item am suntag nach Galli [19. Octob.] zu mitter- 
nacht zugen hye aus bey j c gereisiger vnd bey ij c tra~ 
banten vnd chomen in der nacht für Kadolczburg vnd 
branten bey der kirchen vnten ettwe vil hewser ab» vnd 



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Kriegsbericht ß3 

brachten hey iij G hanbt vihs, küe, pfert, schaff, sweia 
vod etlich plundera herein. Czu der cieit was vil ge- 
reisigs volks zu Kadolczburg, daz dez nechsten tags da 
uor hin ein waz chomen; dy luffen aus dem sloß vnd 
slugen vnd fingen der vnsern, anch hetten dy zu der 
Kadolczborg dy ganczen nacht nit vil nie, alzo do sy 
sahen, daz dy vnsern mit dem vihe herein ezugen, da 
waz der geraisig zeug daselbst vnd allenthalben auff 
vnd eilten den vnsern nach. Alzo chomen dy vnsern 
mit dem ranb an schaden herein; vnd als sy newr 
herein chomen, da chomen die feint her nach wol mit 
iij G pferden für Spitaler tor vnd wollen daz vihe hin 
treiben, daz ans der stat gangen wer; da waz dennoch 
kein vihe ans der stat gangen; alzo chomen sy an vier 
wagen mit wein, waren der teutschen herren; alzo na- 
men sy dy pferdt vnd slugen den faßen dy . poden ans. 
In dem kam das geschrey herein, wie dy feint die küe 
wolten hin treiben; alzo chomen vil gereisiger vnd fuß- 
volcks hinaus für Spitaler tor gegen den feinten, alzo 
bitten die feint bey sant Wiiboltz priinlein, 1 ) vnd dy 
vnsern ranten hinaus gegen in vnd tzetzten sich lang 
mit in, ob sy in icht mochten ab brechen ; dez gleichen 
teten dy feint vnd hetten den vnsern auch gern ab- 
brachen; dann nymant mocht dem andern vil ab bre- 
chen; dann der feint einer, ein gereisiger, ward gefan- 
gen vnd waz ein merkischer. Alzo ruckten dy feint 
hinter sich über dy Rednitz an den Altenberg, vnd dy 
vnsern czugen in die stat herein. 

Item als dy vnsern herein chomen vnd geeßen 
hetten, da waren etlich fußgengel an der vorgenanten 
sontagnacht hye auß gegongen ein meil von Sulczbach, 
heißt zu Fttrnriet, 2 ) vnd hetten da vmb brent vnd tri* 
ben ein großen raub uon vihe herein; da kam potschafft, 



1) Rechts an der Strasse nach Fürth. 
S> Pfarrdorf, Ldg. Sahbach. 



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64 Erbard Schürstab's 

man bet denselben mit dem raub nach geeilt, vnd het 
sy belegt zu Swaig. 1 ) Alzo pot man am montag, als 
dy potschafft kam, hy auf gereisigen vnd fußvolck, vnd 
alz sy hinaus chomen enbalben Egeldorff, do chom in 
botschafft von den vnsern, dy auff dem birg bey Sulcz- 
bach gewest warn, wie es in wol wer ergangen vnd 
alles nit war wer; alzo czugen sy wider her, vnd dy 
trabanten brachten wol iij c haubt vihs, küe, schaff, swein 
vnd gaiß. 

Item alsbald dieselben vnd die in entgegen czugen 
herein chomen vmb uesper czeit, an dem selben man* 
tag do chomen die feint wider gegen der stat vnd hetten 
sich gar seer gesterckt, daz man meint sie hetten sich 
vmb den Altenberg gesampt vnd daselbst geessen. Alzo 
pot man in der stat auff geraisigen und fußuolck für 
Spider tor; dy chomen hinaus vnd hüten aber gegen 
den feinten vnd scharmüczelten mit einander byß man 
die tor schir wolt zu sließen. Alzo czugen dy vnsern 
her ein, vnd die feint czugen hinter sich vnd seczten 
etlichen bawrn aus vnd fingen sy dy ruben vnd krawt 
herein flirten. 2 ) 

1) Dorf. Ldg. Nürnberg. 

2) Während so in der ganzen Landschaft um Nürnberg 
das Morden und Rauben seinen ungestörten Fortgang nahm, 
wurden abermals Versuche zur Wiederherstellung des Frie- 
dens gemacht, zuerst durch Pfalzgraf Fridrich, der den Par- 
teien einen Tag nach Brettbeim und, als der Markgraf Al- 
brecht denselben nicht besuchen wollte, nach Neuenstatt am 
Kocher, später nach Heilbrunn und endlich nach Heidelberg 
ansetzte. In letzterer Stadt wollte man auf der hl. Dreikönig- 
Tag zusammenkommen. Auch der römische König Fridrich 
suchte abermals zu vermitteln. Am Samstag vor Kreuzerhöh- 
ung [13. Sept.] schrieb er dem Rath zu Nürnberg, dass er 
seinen Käthen Hannsen von Neidberg und Hannsen von Sta- 
chenberg Gewalt gegeben habe, mit Zuziehung einiger Für- 
sten die Sache zum Frieden zu bringen. Gleichfalls hat auch 
Papst Nikolaus dem Bischof zu Augsburg auferlegt, sich der 
Sache anzunehmen, und an den Rath zu Nürnberg desshalb 



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Kriegsbericht. 65 

Item am mittwoch nach der \} u maid tag [22. Oct.] 
in der vierden or da chomen marggraff Albrecht, her- 
czog Otto mit einem geraisigen czeug gegen der stat 
durch den walt bey Frawentor vnd chomen her auff 
dem weg gen Kurnburg vnd do sy chomen im wald 
czum Lichtenhoff, 1 ) do ranten sy her zu vnd meinten, 
sy wolten ab brant haben Lichtenhoff, Galgenhoff vnd 
waz vor Frawen tor gelegen waz. Alzo schußen dy 
vom Lichtenhoff gar fast vnter sy, wann etweuil puchsen- 
schOtzen darinn waren. Alzo ward man den feint in 
der stat gewar; da ranten vnserr gereisig vnd daz fuß- 
uolck lieff aus der stat, vnd die feint betten anczünt 
newr ein haus zu dem ewßern Galgenhoff, da man vn- 
slit innen aussmelcz, vnd prenten ab ein haus zu dem 
Czerczagelsboff ; 2 ) sttst ward auff den tag nichtz da uer- 
brant; vnd vnser geraisig scharmüczelten mit in; auch 
schußen vnser püchsenschützen fast in sye, vnd aus der 
stat schoß man auch gar fast gegen in, daz der feint 
auff den tag vil schaden nam vnd auch gar vil wunt 



eine Bulle ausgehen lassen. Des römischen Königs, des Papsts 
Nikolaus und des Bischofs von Augsburg Bemühungen hatten 
übrigens keinen Fortgang, da man auf die nach Brettheim 
anberaumte Zusammenkunft alle Hoffnung setzen zu müssen 
glaubte. Wie aber auch diese Hoffnung täuschte, und das 
Vermittlungsgeschäft bald da und bald dort und endlich zu 
Heidelberg von Neuem aufgenommen werden sollte, haben 
wir gesehen. 

In diese Zeit fallen auch die Versuche Nürnbergs, von 
den schweizerischen Eidgenossen, die damals zu Luzern ver- 
sammelt gewesen, Hilfe zu erlangen. Als der Markgraf dieses 
vernahm, erliess er Schreiben an die Eidgenossen, worin er 
die Stadt aufs Höchste verunglimpfte und begehrte, sie soll- 
ten billiger Weise ihm, und nicht allein ihm, sondern den 
36 Fürsten helfen, die mit ihm in dieser Sache verbunden 
seien. — Die Eidgenossen aber kehrten sich nicht daran, 
sondern haben dem Rath zu Nürnberg Hilfe zugesagt. (S. Beil.) 

1) Dorf, Ldg. Nürnberg. 

2) Dorf, Ldg. Nürnberg. 

Quellen Till. 5 



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66 Erhard Schürstabs 

waren, die sy mit in hin fürten. Auch beliben irr toten 
vil vnterwegen ; auch brachten dy vnsern iij reisige pferdt 
vnd etlich geraisig todt man wol angelegt im harnasch. 
Vnd nachdem czugen die feint am wald auff gen Egel- 
dorff vnd pranten do etliche hewser ab, vnd czugen 
gen Lauffenholcz *) vnd branten auch do, alzo czohe der 
marggraff gen Lauff mit den sein, vnd herczog Otto 
gen Altdorff, vnd hetten vnterwegen ettlich pawren ge- 
fangen vnd etlich kue genomen. 

Item am pfincztag vor Symonis et Jude [23. Oct] 
czugen hye etlich gereisig vnd trabanten aus vnd pran- 
ten ab den marck zu Allersberg, a ) der des Jacob von 
Wolffstain waz, vnd brachten ein raub von kfien vnd 
pferden, vnd etlich gefangen pawern. 

In der czeit warn etlich fußgengel hye ausgegan- 
gen vnd prenten fast enhalb Grefenberg. 

Am freitag vor Simonis et Jode [24. Octob.] des 
abentz czugen hye aus etlich gereisig und faßuolck vnd 
luden bey Scheinberg mer dann xxx fader hews, die 
der feint warn, vnd fürten daz herein. Auff dem selben 
czug namen sy vj wagen mit wein, der warn iij der 
feint vnd dy andern iij der von Amberg, den gab man 
wider wagen vnd pferdt vnd czalt in den wein. 

Item auff denselben freitag dez abentz warn etlich 
trabanten hye aus gangen bey xl vnd namen zu Röten- 
pach bey Vorcheim bey l hawbt vihs, küe, pferd vnd 
swein, vnd brachten auch ij wagen mit wein vnd xj ge- 
fangner pawrn. 

Awch in der czeit luffen vil rott hye aus in die 
dorffer vmb Hailsbrunn, 3 ) Vorcheim vnd anderswo, vnd 
brachten vil rewb herein. 



8 



Dorf, Ldg. Nürnberg. 

Markt an der Strasse von Nürnberg nach Beilngries 
im Ldg. Hilpoltstein. 

3) Kloster Heilsbronn auf der Strasse von Nürnberg nach 
Ansbach. 



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Kriegsbericht. 67 

Item am mantag vor Symonis et Jude [27. Oct.] 
ij or auff den tag czugen zu Nürmberg aus etlich ge- 
raisig vnd fußuolck gen Effeltrich bey Vorchaim, vnd 
ließen ertlich daz vihe daselbst anslahen. AIzo luffen 
dy bawrn heraus vnd wolten daz vihe abgeeilt haben, 
vnd der vnseren hinterhut weßten sy nicht; also ranten 
vnser geraisig zu; da schußen dy pawrn in sy vnd 
werten sich gar fast, alzo daz sy der vnsern ain tail 
wunten vnd yn etliche pfert erschußen ; doch ranten dy 
vnsern in sy vnd stachen vnd schußen in die pawern, 
daz ir mer dann xiiij tot lagen vnd brachten ir xj ge- 
fangen vnd mer dann iij c haubt vihs vnd chomen wol 
herheim. 

Auch in der czeit warn etlich fußknecht hye aus 
geloffen vnd brochten ein großen raub von vihe, [den] 
heften sy genomen bey Amerßdorff. 1 ) 

Auch warn etlich fußgengel ausgeloffen enhalb Weis- 
sennoch 2 ) vnd betten ein raub angeslagen; dy wurden 
geeilt von den pawrn vnd etlichen geraisigen vom Hil- 
poltsein vnd von Regensperg, daz dy vnsern kawm da- 
von kamen, vnd bliben bey iij außen, die gefangen vnd 
erstochen wurden. 

Item am pfincztag frue vor Aller heiligen tag riten 
hie etlich geraisig aus vnd hielten in einer hut neben 
Pairstorff; alzo waren etlich geraisig von Pairstorff he- 
raus auff die futrung geriten, der fingen sy yj vnd er- 
schußen ein, vnd prachten dye selbigen geraisigen mit 
pferden vnd v pawrn vnd etliche pawerpferdt herein. 

Item am pfincztag vor Aller heiligen tag [30. Oct.] 
dez abentz v or in die nacht kam herczog Otten volck 
ein großer czeug von raisigen vnd fußvolck vnd mit 
vil wagen vnd einer großen püchsen ffir Fischpach, 3 ) 

1) Markt, Ldg. Cadolzburg. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Gräfenberg, ehemaliges Benediktiner- 
kloster. 

3) Pfarrdorf, Ldg. Altdorf. 

3* 



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68 Erhard Schürstab's 

vnd prellten daz aus; darzu halffen im dy marggrafi- 
schen von Pairstorff; vnd dy selbigen von Pairstorff czu- 
gen an Aller heiligen tag wider haim vnd chomen für 
den Newnhoff 1 ) bey Eschenaw gelegen, vnd uersuchten 
sich vnd wolten daz haus außgeprant haben ; alzo wer- 
ten sich dy gar kecklich vnd schußen in pferd vnd lewt, 
das etlich tod lagen; alzo ließen sy da von. 

Item am suntag an Aller sele tag [2. Nov.] zu abent 
czugen etlich drabanten hye auß wol mit xl wagen vnd 
luden dy wagen all mit hew vnd kraut vnd körn en- 
halb Leinburg bey dem Entenperg, 

Item an dem selben suntag vor mitternacht czoch 
herr Rewß von Blawen vnd het mer dann iij c gereisige 
pferd vnd waz er schickt auff dem selben czug stet 
hernach geschriben. 

Item am eritag vor sant Linhartz tag [4. Nov.] 
hielten vnser geraisigen bey xij in einer huet; alzo kam 
ein geraisiger czeug von Swabach gen Kadolczburg, vnd 
dy hetten czwen nachtraber, dy selben ij fingen dy vn- 
sern, daz sein der czeug nye gewar ward vnd prachten 
dye ij herein, der j hieß Propel j wirt zu Kadolczburg, 
der ander j merkischer. 

Item an dem selben eritag zu abent zugen hye 
aus etlich gereisig vnd vil fußvolcks mit pQchsen vnd 
armbrost etc. vnd komen am mitwoch [5. Nov.] friie 
für den markt Pairstorff; vnd in dem markt warn gar 
vil gereisiger von rittern vnd knechten; vnd alzo schu- 
ßen dy vnsern vnd wurffen mit fewr ein vnd gingen 
kecklich hin an; alzo ward der mark prinnent vnd dy 
ritter vnd knecht warden flihen in daz sloß zu Pair- 
storff, vnd prachten etliche pferd vnd auch anderes in 
daz sloß waz sy mochten auff flihen. Auch fluhen ir 
ein teil auff den kirchturn; alzo gewunnen dy vnsern 
die von dem kirchturn mit gewalt her ab. Auch prenten 



1) Dorf, Ldg. Erlangen. 



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Kriegsbericht 69 

sy den marckt aus. Also fingen dy vnsern in der kir- 
chen vnd marckt xsxv edel vnd gereisig, vnd pracbten 
xLiij gereisige pferdt vnd die gefangen herein, wer sy 
sein vnd wie sie genant sein stet hernach geschriben. 
Auch hingen dy vnsern wol xxxv der von Pairstorff, 
vnd prachten wol iij c haubt vihs, ktte, pferdt der pawrn 
vnd schaff vnd swein. Auch meint man daz gar vil 
gereisiger pferdt in dem marckt uerprunen. Vnd als dy 
vnsern her heim czugen, da branten sy ab ein mül 
czwischen Pairstorff vnd Erlang. Auch branten sy et- 
liche hewser zu Erlang ab, dye vor bestanden waren. 
Auch brachten dy vnsern vil panczer vnd anders har- 
nasch vnd hawßratz, daz sy da genomen betten. 

Hie sten geschriben die gefangen von Pairstorff: 
Oswalt Habensteiner, Hanns Tandorffer, Eberlein 
Grünwalt, Hanns Flechßer, Hans Slammerstorffer, Hanns 
von Haynnitz, nent sich j berrn, Hanns Reichart, Stef- 
fan Pötzlinger, Heintz Hüring, Nikel Hiserlein, Goncz 
Piderman, Jeronimus Krafft, Gontz Sturmer, Hanns Len- 
genfelder, Nikel Prantner, Heincz Heß, Linhart Haid- 
naber, Clement Gotzman, Goncz Pöczlinger, Ot Grelner, 
Goncz Pernhart, Eberhart Edelman, Pertolt Gzollner. 

Hy hernach sten dy knecht bescriben: 
Item Endres herrn Fridrich von Kinßberg knecht, 
Niclas des Fricz von Sparneck knecht, Hanns Albrecht 
Friczen von Walnfels knecht, Diecz von Aderstorff, 
Fricz Koch, Hanns Klee vnd Francz des Heintz von 
Kotzaw knecht, Concz Wüstenwald vnd Hans Wüst dez 
von Sparneck knecht; die sind vast Voitlender. 

Item am pfincztag an sant Linbartz tag [6. Nov.] 
zu abent zugen hye aus etlich geraisig vnd vil fußvolcks 
mit etlichen wagen vnd chomen am freitag früe für den 
Rotenberg vnd gewunnen daz stetlein vnd den vorhoff 
oben auff dem Rotenberg gelegen vor dem sloß, vnd 
prenten daz stetlein vnd den vorhoff gancz aus vnd 



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70 Erhard Schürstab's 

namen waz sy dar inn fanden von vihe vnd allerley; 
vnd gar vil traids ward dar inn uerbrant. Auch ward 
der vnsern vil wunt vnd etlich zu tot erschoßen, vnd 
sy prochten vil wagen mit dem uorgenanten raub vnd 
ij c haubt vihs von küen vnd pferden vnd vil gefang- 
ner pawrn. 

Item am suntag vor sant Merteins tag [9. Nov.] 
dez abentz zugen zu Nürmberg aus etlich gereisig vnd 
vil fuß volks vnd chomen für Kadolczburg vnd gewun- 
nen den marckt oben vor dem sloß; den hetten sy so 
fast vmbgraben vnd uerplanckt vnd gefestigt, daz er 
gar hart waz zu gewynnen; doch schußen sy fewr ein 
vnd chomen in den marckt vnd waz yglicher davon 
mocht bringen, daz ließ man im vnd brenten den marckt 
aus, aber kein fibe mocht man do von bringen von 
uergrabens vnd uerschranckung wegen; vnd daz vihe 
vnd süst vil gutz uerprau in dem marckt; auch schoß 
man gar faßt aus dem sloß, daz der vnsern vil wunt 
vnd etlich tot geschoßen wurden. 

Item am sant merteins tag [1 l.Nov.] zu abent zogen 
hye etlich gereisig auß, vnd vil fußuolcks mit wagen, 
vnd chomen für Gzenn vnd wolten Czenn auch aus ge- 
brant haben mit fewr einschießen, vnd brochten auch 
püchsen dofär; alzo wolt daz fewr mit dem einschyßen 
kein gut tun; auch wolten dy püchßen nit laßen, daz 
sein vnserr libe fraw villeicht nitt haben wolt; alzo 
czugen dy vnsern an endt her heim vnd am haimher 
czihen teilten sye sich bey Farnbach *) von einander 
vnd ain tail czugen gen Frawnaurach zu vnd wolten 
do ein raub genomen haben; alzo daz sy an alle Ord- 
nung herheim czugen; in dem het sich der marggraff 
gesammet, alz er gehört het daz dy vnsern vor Gzenn 
wem, vnd hielt mit einem großen reisigen czeug in 
der hart enhalb Fürt; vnd dy vnsern czugen bey ein- 



1) Pfarrdorf, Ldg. Nürnberg. 



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Kriegsbericht. 71 

cxigen her heim, das keiner auff den andern wartet, 
vnd ir vil waren einezigen von Fürt her gegen der 
stat chomen, vnd daz die marggrafischen daz sahen, 
da schickten sye etlich gereisig hei dem Altenberg über 
die Rednitz hergegen der stat byß gen sant Johans, daz 
man wolt wenn, es wem vnserr lewt an dem herein 
czihen, vnd dieselben kerten wyder vmb vnd ranten den 
vnsern entgegen hin aus vnd waz sy vnsers fußvolcks 
anchomen [sachen], die slugen sy vnd erstachen sy. In 
dem warn dy vnsern dy letztern hernach komen byß 
gen Fürt mit den wagen vnd gereisig; vnd ein tail 
fnßuolck, vnd der gereisigen waren kawm bey xxiiij 
die dennoch bey den wagen waren, vnd dy andern 
waren alle anderswo geteilt vnd ir warn ein teil vor 
herein geriten; alzo ranten die feint auß der hart gegen 
vnsern gereisigen vnd gegen den wagen mit dem czeug 
vnd gegen den foßleuten, die dennoch bey den wagen 
waren; dy waren czerstrewt vnd waren in keiner Ord- 
nung; alzo flöhe yderman geraisig vnd fußvolck über 
al aus, wo sie mochten, vnd chomen ir vil in daz wa- 
ßer daz villeicht etlich ertruncken sein; alzo ward dez 
fußuolcks uil gefangen vnd gereisigen chomen davon; 
auch ward der fußknecht vnd wagen lewt wol j c er- 
slagen vnd erstochen 1 ) vnd fürten dye gefangen mit in 
hin, der warn l oder mer eitel arm lewt, pawrn, wagen- 
lewt vnd ander drabanten, vnd dy wagen mit püchsen 
vnd czeug vnd uil wagen pferdt: vnd dar vnter waz 
ein wagen püchß, schoß ein stain als ein kopff, vnd 
iiij karn püchß en, schußen stain als ein poßkugel. 2 ) 



1) Unter den Erschlagenen war auch Christoph Im-Hof, 
dessen Todtenschild in St. Lorenzen Kirchen hängt. 

2) Grosse Schuld an dieser Niederlage trug unter Andern 
auch Peter Pfann. Hauptmann des Fussvolkes. Beim Heim- 
zuge von Zenn ritt er von seiner Mannschaft weg» die so- 
dann ohne alle Ordnung und in zerstreuten Haufen dahin 
marschirte und von den Markgräflichen niedergemacht wurde ; 



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72 Erhard Schürstab'g 

Item darnach chomen dez marggrafen lewt Aber 
etlich vnser arm lewt, die in den walt nach holcz füren, 
vnd über etlich arm vogler vnd ermörten vnd erslugen sye. 

Item als uor geschriben stet daz der herr von 
Blawen hie an Aller sele tag [1. Nov.] zu nacht auß 
rait mer dann mit iij c gereisigen; vnd am mantag firüe 
darnach hüben sy an zu brennen an einem dorf genant 
zu Ketendorff neben Hailsprunn , vnd brenten neben 
Onolczbach daz lant ein byß gen Winßbeim; vnd uer- 
brenten auff den tag xiij große dörffer vnd vil mül vnd 
scheffhöff, vnd komen dez abentz gen Winßheim vnd 
beliben da, vnd riten darnach sy vnd die von Winsheim 
gen Rotenburg, vnd brenten auch auff dem rit vil dörffer 
ab ; vnd riten doch die vnsern, dy von Rottenburg vnd 
die von Winßheim vnd brenten vmb Kreulshein vil dörffer 
ab vnd czugen da wider gen Rottenburg vnd darnach 
gen Winßheim, vnd czugen darnach von Winßheim auß 
gen Kitzing vnd uerprenten vmb Kytzing vil dörffer. 
Darnach riten die vnsern gen Heidingßfelt vnd riten 
auch gen Wyrczburg. Alzo het der marggraff vil helt 
auff dy vnsern bestelt, daz er meint sy nydercze- 
legen ; alzo riten dy vnsern von Heidingßfelt Ober Stei- 
gerwalt für Slüßelfelt vnbeschedigt her heim, vnd ko- 
men am montag firüe nach Martini vnd betten auff dem 
rit vmb Kytzing in den dörffern gar vil weins uerwüßt 
vnd mer dann lxx große dörffer vnd mül uerhrent 

Item am mittwoch an sant Elspeten tag [1 9. Nov.] 
da kam ein gereisiger czeug von Swabach gen Lauff 
vnd vnterwegen komen sy in dem wald bey dem Weir- 
haus 1 ) heraus aus dem Gzernzagelhoff ab; alzo schoß 
man auß der Falcznerin hamer vnd auß dem Weyrhawß 
gar fast vnter dy feint, vnd erschußen ein gereisigen, 



Pfann wurde vom Ratb eingezogen; im Jahre 1450 erhielt er 
seine Freiheit wieder, nachdem er zuvor Urfehde geschworen. 
1) Weiler, Ldg. Nürnberg. 



* 



Kriegsbericht 73 

den flKrten sy toten mit yn hin gen Lauff vnd sampten 
sich do, vnd brachten am pßncztag darnach [20. Nov.] 
an dem ahent vil volcks für daz hauß zum Newnboff 
zu roß vnd zu fußen vnd ein große püchßen; vnd daz 
selbig hawß waz newr ein lusthaus nit weit von Eschen- 
aw gelegen; dar auff waren etlich gesellen, vnd do sy 
den gewalt sahen, do ergaben sie sich vnd daz hauß 
ward auß gebraut. 

In dez waren etlich vnserr gereisig geriten gegen 
Erlang wertz vnd brochten wol LÜij haubt vibs, ktie 
vnd pferdt; auch waren etlich trabanten anderhalb vnd 
brachten auch ein rawb küe her ein. 

Auch raubten die feint die vnsern vnd namen in 
küe vnd pferd, vnd fingen die pawren allenthalben wo 
sy mochten. 

Item am suntag zu abent vor Katerine [23. Nov.] 
riten hie auß etlich gereisig bey \} c vnd hielten bey 
Lauff in einer [hut], vnd schickten am montag früe irr 
gesellen, daz sy solten brennen ob Lauff, ob sich ymant 
geraisigs von Lauff heraus wolt laßen, ob sy hinter sy 
mochten chomen. AIzo hielten die vnsern lang, aber 
nymant wolt sich herauß laßen; älzo chomen dy vnsern 
am montag zu mittag herwider. In dem betten sich 
die marggraffen vnd ir helffer gar starck gesammet vnd 
chomen an dem selben montag an sant Kathrein abent 
[24. Nov.] zu mittemtag, vnd hielten neben Grindlach 
in dem wald wol mit viij c pferden, vnd schickten etlich 
herein gen Buch vm etliche hewser da zu brennen die 
vor bestanden warn vnd etlich stro hauffen ; vnd triben 
do etlich küe hin; alzo kam daz geschrey herein, wie 
die feint do außen weren; aber man weßt nit, daz sy 
als starck waren; vnd der herr von Blawen vnd anderr 
vnserr gereisig ranten hinauß wol mit iiij c pferden na- 
hent byß gen Grindlach; alzo ließen die feint vnsern 
gereisigen vil fürlaß, daz sy gern hinter sie chomen 
wem; vnd die feint schickten ein klein czeug die sich 



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74 Erhard Schttrstab's 

sehen ließen auff daz, ob dy vnsern mit in treffen 
wolten, so wolten sy dann mit dem ganczen hauffen 
auff dy vnsero brochen haben. In dez waren etlich auff 
der wart vnd dy hetten den großen hauffen ersehen 
vnd teten daz vnsern kunt. Alzo wenten sich die vn- 
sern wider gegen der stat wertz; da daz die feint er- 
sahen, da ranten sye in nach mit dem ganczen czeng 
vnd iagten die vnsern mit gewalt herein in die czewn 
vor Tirgartner tor in der straße vom Tan, vnd sy volg- 
ten in nach mit der ganczen macht; vnd do die feint 
chomen zu dez Förchtels garten, der yczvnd Peter von 
Watz ist, da bliben die feint halten, wann sy vorchten 
dy püchsenschüß aus der stat; auch waz gar vil fuß- 
volcks aus der stat chomen, die schußen gar fast in 
die feint mit pttchsen vnd armbrosten; auch schußen 
die feint gar vast gegen vnsern lewten; auch warden 
der vnsern gereisigen auff den tag ij erschoßen am 
einher rennen; auch ward Gontz von Rauffungen auff 
den tag mit einem pfeil durch den leib geschoßen, doch 
ward er geheilt vnd gesunt; der waz der stat diener, 
ein edelman; auch ward Wilhelm Haller auff den tag 
geschoßen in den leib, daz er am dritten tag starb; 
auch wurden der vnsern bey v gefangen, die vilen am 
herein rennen, aber dy pferd kamen am meisten herein; 
auch ward vnser feint einer gefangen, dez bischoffs von 
Eystett diener einer, genant Appenteker; in dem als dy 
vnsern vnd die veint herein ranten, da waren der vn- 
sern trabanten vil auff den gotz acker in sant Johans 
kirchen vnd in daz pfaffenhauß gekomen; die schußen 
vast in die feint; auch schoß man gar fast auß der 
stat vnd vor der stat in die feint, daz der feint vnd 
irr pferd gar vil erschoßen warden; daz wert alzo byß 
es abent ward vnd tunckel; alzo czugen die vnsern hin- 
ter sich in die stat, vnd die feint czugen auch hinter 
sich vnd fürten von iren lewten, die schaden von 
den vnsern genomen hetten, vil toter vnd wunter lewt 



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Kriegsbericht. 75 

mit in hin, vnd begruben der toten ein teil zu Frawn- 
aurach vnd anderswo. Ynd der feint czugen ein teil 
gen Czenn, vnd ein tail gen Pairstorff, vnd ein teil gen 
Vorcheim; vnd do die gen Vorcheim komen, da prach- 
ten sy etwe vil harnasch mit in, den sy villeicht den 
iren abgeczogen hetten, die schaden genomen betten, 
vnd sprachen, sy hetten den harnasch der von Nttrm- 
berg lewten genommen, die sy nyder gelegt hetten, vnd 
peilten den harnasch. 

Item darnach vnd daz ergangen waß, da czugen 
die feint von Swahach, Lauff vnd allenthalben herczu 
in dem wald teglich vnd warten anff vnser pawern, 
dye auß der stat noch holcz füren, vnd wo sy dy fin- 
gen, so namen sy in wagen vnd pfert vnd scheczten 
denn dy pawern, wann man in nit erwern kondt; sy 
wolten ye hinauß faren. 

Auch czugen vnserr gereisig vnd faßuolck teglich 
ans vnd brachten auch vil raub vnd treid vnd hew wo 
sy mochten. 

Item am suntag an sant Endrestag [30. Nov.] zu 
abent czugen hie etlich trabanten aus an die Aysch zu 
Reste] bey Dachßpach *) vnd brachten ein raub küe herein. 

Item am montag nach sant Endres tag [1. Dec] 
des morgens gar früe da warn die feint aber herczu 
komen in dem wald vor Frawen tor bey dem Lichten- 
hoff vnd hetten ein großen gereisigen czeug vnd vil 
fhßuolcks, vnd hetten auch hinter in im wald uil wa- 
gen mit pöchsen vnd anderm geczeug, daz sy meinten, 
sy wolten an Werd 2 ) sein, vnd meinten sy wolten iij or 
vor tags dafür chomen sein; daz het sich uerczogen, 
daz sy erst mit sampt dem tag aus dem waid chomen; 
vnd ir etlich ranten herczu byß zu der papier -mül; 
dez ward man von stund an in der stat gewar vnd kom 
vil volcks hinauß zu roß vnd zu fußen ; alczo het man 

1) Harkt an der Aisch, Ldg. Neustadt a. d. A. 

2) Vorstadt von Nürnberg. 



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76 Erhard Schürstab's 

den Lichtenhoff beseczt, der Falcznerin hamer vnd daz 
Weirhaus mit vil pücbsenschützen, die Schüssen gar fast 
in die feint, auch die pücbsenschützen, die auß der stat 
geloffen waren byß für den walt, schußen auch gar fast 
in die feint; vnd dieselben hetten rettung von den vom 
Lichtenhoff, vnd wenn in die feint zu nahent chomen, 
so fluhen sy gegen dem Lichtenhoff, so schußen dann 
die vom Lichtenhoff in die feint, so wichen denn die 
feint wider hinter «ich, vnd daz scharmüzeln wert lenger 
denn ij stund; vnd vnserr gereisiger czeug war auch 
do außen vnd schußen sich auch mit yn. Auch war- 
en der feint etlich her ab gerant nahent bey Werd, 
vnd dy wurden auch gar hart geschoßen, vnd die feint 
czfinten zum Gzernzagelshoff aber etliche hewser an; 
vnd daz wert alzo byß in die vierden or auffden tag; 
da czugen die feint wider hinter sich in dem wald; 
vnd die vnsern czugen herein in die stat; vnd der feint 
wurden auff den tag gar vil wunt vnd zu todt gescho- 
ßen; die fürten sy mit yn hin. Auch wurden den fein- 
ten vil pferd erschoßen, die man in dem wald darnach 
fant; vnd der vnsern ward auff den tag nye keiner 
erschoßen oder erstochen. 

Item am pfincztag zu nacht vor Nicolay [4. Dec] 
riten hye aus bey xj gereisiger, vnd namen mit in etlich 
trabanten, vnd kamen gen Tann vnd slugen etlich vihe 
für sich; da eylten in die von Tann vnd etlich pawern 
mit einem großen geschrey nach; da slugen sich dy 
vnsern mit in, daz die vnsern der feint wol fünff er- 
slugen vnd erstachen, vnd brachten mit yn ein gefangen, 
vnd die weil daz Scharmützeln wert in der nacht, da 
slugen dy weiber daz vihe in den grünt, daz dy vn- 
sern daz vihe nit da von mochten bringen. 

In der selben nacht waren etlich fußgengel von 
Lauff heran geslichen vnd uerprenten ein haußstadel zu 
dem Feielhoff. 1 ) 

1) Weiler, Ldg. Nürnberg. 



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Kriegsbericht. 77 

Item am freitag vor Nycolay [5. Dec] nach mit- 
tag chomen aber etlich feint herczu geriten ip dem wald 
bey Egeldorff byß czu der Falcznerin hamer; da schofS 
man aus dem hamer gegen den feinten; da czugen sy 
wider hinter sich gen Egeldorff vnd czunten aber etliche 
hewser an da selbst vnd zu Lauffenholcz; alzo komen 
die feint teglich bey tag vnd nacht her zu in dem wald 
vnd fingen vnd ftirten etlich pawrn mit wagen vnd pferdt 
hinwegk, die nach holcz füren. 

Item am samstag an sant Niclastag [6. Dec] in 
der nacht da komen etlich der feint herczu vnd brenten 
ab ein hauß am Küeperg im Weingarten, vnd auch et- 
lich weinstecken uerbrenten sy. 

Item in der czeit luden auch vnser fußgengel auß 
vnd prochten auch teglich reub herein. 

Item in der czeit waz herr Gonradt herr zu Hei- 
deck hye von der stat wegen zu Weyssenburg vnd 
etweuil der vnseren gereisigen mit im vnd warn etlich 
czeit da geweßt; alzo schickten vnserr herrn dez ratz 
mer gereisiger da hin ; alzo czugen dy vnseren vnd dy 
von Weyßenburg auß am freitag vor sant Endresen tag 
[28. Nov.] vnd uerbrenten daz dorff vor Ahsperg 1 ) vnd 
waz vor dem sloß waz ; auch brenten sy ab etlich scheff- 
höff vnd eins edelmans sitz vnd säst vil mttl, vnd waz 
sy fanten zwischen Absberg vnd Weyßenburg, vnd na- 
men gar ein großen raub von vihe wol \} c küe, viiij € 
schaff vnd vil pferdt, vnd brachten den rawb gar wol 
haim. Alzo waren die feint allenthalben auff vnd mein- 
ten in den raub abzudringen, aber sy chomen mit 
dem rawb wol hin heim vnbeschedigt. Alzo het sich 
der marggraff vnd sein helffer allenthalben gesammet 
vnd am freitag vor sant Nyclas tag [5. Dec] da kom 
er ftir Weissenburg wol mit vj c pferden vnd hielt, daz 
man seins czeugs nit gesehen mocht, vnd schickt ein 

1) Markt, Ldg. Gunzenhausen. 



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78 Erhard Schttrstab's 

dein gereisigen czeug gegen der stat; alzo rant der 
von Heideck vnd der gancz gereisig czeug heraoß fär 
die stat vnd der von Weyßenburg fußuolck vnd wolten 
mit den feinten gescharmüczelt haben; alzo ranten die 
feint mit ganczer irer macht zu vnd da wichen dy 
wider in die stat; do ranten dye feint byß in die czewn, 
vnd den von Weißenbarg ward ein foßknecht erstochen, 
sfist nam von den keiner schaden. Auch schußen dye 
von Weissenbnrg mit vil puchsen gar fast vnter die feint, 
daz ir vil erschossen worden auff den tag. 

Item am mittwoch zu nacht vor Lucie [10. Dec] 
riten etlich gereisig hye auß vnd prennten etwe vil mfll 
ab czwisch der Newenstat vnd Mttnchaurach vnd bey 
Reichenbach. 

Auch waren desselben nachtz etlich faßgengel auß- 
gangen vnd namen ein raub vihs zu Obern Erbach bey 
dem Regensperg wol xl küe ij c schaffe. 

Auch warn etlich ander drabanten desselben nachtz 
außgangen vnd brachten bey xx kfien xxv schafen, bet- 
ten sy genomen zu Großen Buch bey Scheinberg. 

Item am pfincztag vor Lucie [11. Dec] waren et- 
lich drabanten außgangen dez nachtz vnd wolten auch 
ein nam geton haben, da komen sy vnterwegen an iij 
wagen mit wein, die wolten von Swabach gen Ambergk 
faren, vnd do mit gingen yj trabanten von Swabach, 
der fingen sy iiij vnd brachten dy herein vnd die wa- 
genleut vnd wein; alzo czalten vnserr herrn den von 
Ambergk den wein vnd gaben in wider dy wagen vnd 
pferdt, vnd ließen die furlewt wider ledig. 

Item am freitag vor Lucie [12. Dec] riten etlich 
gereisig hie auß vnd brachten ein raub von kfien vnd 
pferden, betten sy genomen bey dem Aczelberg zwi- 
schen Pairstorff vnd Erlang. An dem selben freitag zu 
nacht waren anderr vnser gereisig hye außgeriten vnd 
brennten bey Emßkirchen etliche dorffer ab vnd ein müh 



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Kriegsbericht 79 

Auch an dem selben freitag dez nachtz warn et- 
lich foßgengel hye aasgangen vnd brachten ein raub 
küe; hetten sye genomen zu Sebach an der Sebach 1 ) 
gelegen. Auch waren etlich fußgengei hie außgangen 
vnd brachten ein raub küe am suntag früe, hetten sy 
genomen auff dem birg enhalben Willdenfels. 2 ) 

Item am montag nach Lucie [15. Dec] dez mor- 
gens hetten vnser herren etlich gereisig hinauß in den 
walt gesant bey dem Lichtenhoff, daz sy da warten 
sollen, ob sich die feint indert herczu wolten laßen, 
wann es waz Warnung kumen, sy wolten her czu vnd 
die pawren im wald hinfilren, die nach holte hinauß 
füren; vnd an dem selbigen tag komen die feint mit 
eim großen gereisigen zeug her zu leicht ij or auff den 
tag vnd der feint renten etlich herczu zu der stat, vnd 
da die selben feint auß dem wald chomen, do ranten 
vnserr gereisig, die hinauß geschickt waren, hinten in 
dieselben vnd fingen derselben feint wol viij, der brach- 
ten sy syben herein mit hengst vnd harnasch, vnd der 
waren ij wunt auff den todt, vnd der acht bleib tod 
ligen auff dem flecken. In dez warn vnser gereisig 
vnd fnßuolck auch auß der stat chomen vnd schußen 
in die feint gar fast, daz die feint auff den tag nit vil 
gewins do von brachten, vnd der vnsern nam auff den 
tag nye keiner schaden; vnd dye feint ruckten hinter 
sich in den walt vnd czugen haim; vnd ward auff den 
tag nit anders begonnen. 

Item am eritag nach Lucie [16. Dec] dez abentz 
da chomen aber etlich feint herczu ynd prenten aber 
etliche hewser ab zu Egeldorff; vnd desselben abentz 
waren eüich gereisig vnd fußvolck hie ausgeczogen vnd 
brachten wol xl küe, hetten sy genomen bey Emß- 
kirchen. 



1) Bach im Ldg. Herzogenaurach. 

2) Dorf, Ldg. Gräfenberg. 



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80 Erhard Schiirstab's 

Item am mittwochen vor sant Thomas tag [17.Dec] 
zu nacht luffen etlich trabanten hye aaß vnd brachten 
ein raub kOe; betten sy genomen bey dem Rotenberg, 
vnd brachten auch damit ein wagen mit wein. 

Item am pfincztag vor Thome [1 8. Dec.] dez nachtz 
gingen etlich trabanten hye auß vnd brochten wol l kfle 
vnd etliche pferdt vnd ein teil gefangner pawern betten 
sy genomen zwischen Rot vnd Kttedorff. 1 ) 

Auch auff dyselben pfincztagnacht warn etlich tra- 
banten hye außgangen vnd brachten ein raub küe vnd 
geiß; betten sy genomen enhalb Reichneck. 2 ) 

Auch riten vnser feint vnd gingen teglich herczu 
in dem wald vnd warten auff vnser pawern, die gen 
holcz füren vnd süst wo sy die anchomen, so fingen 
sie die pawern vnd seczten dy pferdt aus, vnd namen 
die vnd dy pferdt vnd fürten die hin. 

Item am freitag vor Thome [19. Dec] dez nachtz 
czugen hie aus geraisig vnd drabanten vnd brachten 
ein raub küe wol xxxvij kue, betten sy genomen zu 
dem Hetzeis. 3 ) 

Item auff den selben freitag vor Thome czugen 
hye auß geraisig vnd fußgengel vnd chomen auff daz 
pirg vnd brenten ab den marckt zum Plech 4 ) vnd etliche 
dorffer vnd mal vnd brachten ein großen raub von 
vihe, kfle vnd swein ij c haubt. 

Item am montag nach sant Thomas tag [22. Dec] 
dez nachtz czugen hie aus etlich gereisig vnd fußgengel 
vnd czugen in daz Solczgaw zu einem dorff heißt Eben- 
ried, 5 ) vnd brenten daz dorff ab vnd slugen daz vihe 



1) Dorf, Ldg. Schwabach. 

2) Weiler, Ldg. Hers brück, und ehemals ein nürnberg- 
isches Pflegamt. 

3) Kirchdorf, Ldg. Gräfenberg. 

4) Auf der Strasse von Baireuth nach Nürnberg , Ldg. 
Pegnitz. 

5) Pferrdorf, Ldg. Hiltpoltstein. 



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Kriegsbericht. 8 1 

für vnd triben her gegen der stat; alzo ward ein groß 
geschrey da selbst im land vnd dy pawern daselbst ymb 
vnd allenthalben dy sampten sich; mit einem großen 
geschrey eilten sy den vnsern nach byß herein gen 
Rottenbach, 1 ) ynd meinten sy wolten den vnsern daz 
yihe ab eylen, ynd chomen gar nahent zu den vnsern; 
alzo schußen dy vnsern gegen den feinten vnd ranten 
dogegen den pawern vnd stachen in sie; vnd vnser 
trabanten slugen auch in sye ynd erstachen ynd erslugen 
ir gar vil zu tod ynd fingen der pawrn xxiiij, die auch 
gar hart wunt waren; ynd vnseren brachten die ge- 
fangen ynd iij c hawbt vihs, küe ynd pferdt ynd swein, 
herein, ynd die vnsern chomen vnbeschedigt davon. 

Item am eritag nach Thome [23. Dec] da chomen 
aber etlich feint herczu in dem wald vnd fingen etlich 
pawern, die nach holcz gefaren waren, vnd seczten in 
die pferdt auß ynd flirten auch etlich pferdt vnd wagen hin. 

Item an demselben eritag zu nacht czugen hye etlich 
auß trabanten vnd brachten ein raub herein xxxiiij küe 
vnd viij pferdt, betten sy genomen zu Rfitterspach 2 ) en- 
halb Swabach. 

Item am mittwoch am crist abent [24. Dec] riten 
hye etlich gereisig auß vnd brachten ein rawb xxvij küe 
herein, hetten sy genomen enhalb Herczogaurach ; auch 
prachten sy iij gefangner pawern. 3 ) 

1) Pfarrdorf, Ldg. Schwabach. 

2) P&rrdorf, Ldg. Pleinfeld. 

3) Zu diesen Raubzügen benutzten die Nürnberger die 
Abwesenheit des Harkgrafen, der gegen die schwäbischen 
Reichsstädte ausgezogen war und deren Volk vor Esslingen 
hart mitgenommen hatte. Nachdem er noch denen von Ulm 
etliche Dörfer abgebrannt hatte, kehrte er um Weihnachten 
nach Schwabach zurück, ohne eben viel ausgerichtet zu haben. 
Sonst ist nur noch zu erwähnen, dass die von Windsheim 
dem Engelhard von Seinsheim damals das Schloss Tief nieder- 
gebrannt und die Bundesstädte den Dr. Heinrich Leubing, Pfarrer 
zu St Sobald in Nürnberg, nach Rom abgefertigt haben. Denn 

Quallen vm. 6 



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82 Erhard Schttrotab's 

Item in der czeit vnd der krieg alzo gewert het 
byß her in der selben czeit ließen die von Nürnberg 
ein hawß hye vnter der festen in der stat gelegen, waz 
der Seckendorffer, gancz ernyder legen vnd abbrechen, 
ynd daz waz am berg gegen der stat gelegen. 

Auch het der bischoff van Eystet ein schön kosten- 
lichen hoff wol durchbawt, hye in der stat gelegen anff 
sant Giligenhoff an der Koler hawß; den selben hoff 
ließen vnserr herrn in der czeit auch ganz ab brechen 
vnd dernyder legen. 

Auch hetten die münch von Hailsbrunn czwen kö- 
stenlich hoff hye in der stat gelegen, kostenlichen vnd 
wol durch bawt; dieselben ij hoff ließen die von Nürn- 
berg in der czeit auch gancz abprechen vnd dernyder 
legen« 

Item daz vorgeschoben ist alles geschehen in dem 
iar als man schreibt anno domini miliesimo cccc mo xLviiij*, 
vnd hie hernach stet geschriben waz geschehen ist anno 
domini etc. L mo , daz man nent daz gnadenreich iar. 



& Dye kiiegulenft am Amin &* L- 

Item an dem andern Cristag sant Steffans tag 
[26. Dec.] 1 ) zu nacht czugen etlich gereisig vnd faß- 
uolck hye auß vnd brachten ein raub herein, wol j c 
haubt vihs, küe, pferd vnd swein; die hetten sye ge- 
nomen zu Prunn, 2 ) daz dez Sigmund von Seckendorff ist. 

die Städte wurden beim Papst verkleinert, als hätten sie viele 
Kirchen beraubt, das hl. Sakrament geunehret und mit Füssen 
getreten. Dr. Leubing entschuldigte die Städte und gab da- 
gegen dem Papst zu erkennen, wie der Markgraf zu hausen 
pflege, und dass er zu Buchschwabach die Kirche geplündert 
und die Glocken nach Windsbach habe führen lassen. Auch 
zu Ottensoos habe derselbe das heil. Sakrament sammt der 
Monstranze und dazu noch viel andern Ornat hinweggeführt 

1) Nach unserer Zeitrechnung noch 144.9. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Markterlbach« 



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Kriegsbericht. 83 

Auch dez selben nachtz riten etlich gereisig bye 
aas vnd namen uil vihs in den dörffern bey dem Tann 1 ) 
bey Vorcheim gelegen; vnd da sy daz vihe herein tri- 
ben, da eilten in die pawern nach vnd meinten den 
vnsern daz vihe ab ze eilen; vnd da sy den vnsern 
nahent chomen do ranten die vnsern in die pawern 
vnd erstachen der pawern etwe vi! zu tod vnd fingen 
der pawern iiij; die andern dy flohen; vnd dye vn- 
sern brachten die gefangen vnd wol lx hawbt vihs, 
kfte vnd ochßen. 

Item vor Weyhennachten in dem Aduent zoh marg- 
graff Albrecht mit seinem gereisigen zeug hin auff gen 
Swaben, vnd meint die von Vlm vnd die andern öbern 
reichstet hart zu beschedigen mit der herren hilff in 
Swaben; alzo kam der marggraff auff Weyhennacht von 
Swaben her wider gen Swabach vnd bracht nit vil ge- 
wins mit im beim, dann daz sy den von Vlm etliche 
dorffer ab prent hetten vnd nit vil. 

Item am miltwoch am Jars abent (31. Dec] do 
körnen die feint frwe ij or auff den tag aber für die 
»tat mit einem großen gereisigen czeug bey dem Lich- 
tenhoff vor Frawentor; alzo kam vil volcks aus der 
stat vbn foßaolck vnd gereisigem czeug vnd hielten bey 
dem galgen gegen den feinten; vnd die feint hüten in 
dem wald; vnd man schoß gar fast aas der stat gegen 
den feinten vnd auch vor der stat mit großen püchsen; 
auch die pttchsenschfltzen, die hin auß waren geloffen 
vnd die dy zu dem Lichtenhoff waren, vnd czu dem 
Weirhaoß, schußen gar fast zu den feinten, daz die 
feint auff den tag ye nit vil gewinß hinftrten; vnd die 
weil das gereitz alzo vor Frawen tor wert, waren et- 
lich gereisig von Vorcheim durch den walt gen dem 
Czigelhoff chomen, vnd uerprennten cum Czigelhoff et- 
liche hewser, die vor bestanden waren, vnd namen xj kfle 



1) Kirchdorf, Ldg. Herzogenaurach. 

6* 



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84 Erhard Schürstab's 

vnd fingen iii pawern daselbst, vnd fürten vnd triben 
daz mit in hin; vnd do daz geraitz vor Frawen tor 
alzo ein weil gewert hett, da ruckten die feint wider 
hinter sich in den walt; do czohe vnser volck auch 
herein vnd die feint hetten sich ein weil enthalten in 
dem wald vnd waren nit weck vnd hetten speyß mit 
yn gefürt vnd hetten in dem wald geeßen; vnd als 
pald man in der stat geeßen hett da chomen die feint 
in dem wald bey dem Lichtenhoff herwider vnd hielten 
aber mit einem großen gereisigen czeug da Vnd schick- 
ten doch nitz; alzo chom aber ein groß volck hinauß 
von gereisigen vnd fußuolck vnd ward aber gar groß 
allenthalben gegen den feinten geschossen, daz sy aber 
nit vil gewins davon brechten, dann etlich pawern wa- 
ren nach dem ersten geraitz in den walt gefaren noch 
holcz, dy wurden gefangen vnd hin gefürt mit leib vnd 
gut; vnd do die feint hin wegk czugen, da teilten sie 
sich vnd czugen ein teil gen Vorcheim, vnd ein teil 
gen Swabacb. 

In der czeit riten vnserr gereisigen xxv hye auß 
vnd uerbrenten vj mOl czwischen dem Newenhoff vnd 
marckt Erlbach gelegen vnd uerbranten vil getraids in 
den mfilen vnd riten auff dem rit gen Winßheim zu, 
vnd riten darnach von Winßheim her wider heim. 

Item am freitag nach dem Jarstag [2. Jan.] waren 
etlich trabanten hye ausgangen vnd namen ein großen 
raub wol j c xvj Jktie, l swein, hetten sy genomen zu 
Engelthal, wann vnserr feint vil vihs ein daz closter 
hetten geflöhet, vnd brachten den raub herein; alzo 
chomen dieselben closterfrawen von stund an hernach 
in die stat gefaren vnd begerten, daz man in ir vihe 
wider gebe; alzo gab man den frawen ir vihe wider, 
waz in zugepört, vnd waz der feint waz, daz behielt man. 

Item am suntag nach dem Jarßtag [4. Jan.] zu 
nacht zugen etlich gereisig hye aus vnd uerbrenten daz 
dorff Prunn, daz dez Sigmund von Seckendorff ist. 



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Kriegsbericht. 85 

Item am selben samstag [sie] zu nacht warn et- 
lich gereisig hye aas geriten bey lx pferden vnd na- 
men ein großen raub vihs zu Schawrbach ! ) bey Emß- 
kirchen; vnd als sy den raub herein treiben, waz marg- 
graff Hansen reisiger czeug gar starck im feld ; die riten 
von Pairstorff gen Gzenn; alzo wurden dy vnsern dez 
selben czeugs innen, so wurden die feint der vnsern 
gewar vnd die vnsern mußten daz vihe sten laßen vnd 
fluhen dahin vnd ward der vnsern einer gefangen, dez 
Tintners knecht; dy andern chomen ein teil her heim 
vnd ain tail gen Winßheim vnbeschedigt. 

Item am freitag nach obersten [9. Jan.] czugen 
etlich gereisig vnd fußvolck hye aus, vnd dez waz haubt- 
man Erasem Schürstab der iünger vnd chomen gen Roß- 
stal vnd brennten daz dorff auß oben auff dem berg 
vnd daz hauß, daz dez Wolmantzhawsers waz auch da- 
selbst gelegen. 

Item am montag vor Anthony [12. Jan.] riten et- 
lich gereisig hye auß vnd uerbrenten ein mül czwischen 
Czenn vnd Kadolczburg vnd riten her wider ''heim. 

Item am mitwoch vor Anthony [l4. Jan.] dez nachtz 
riten etlich gereisig hye auß vnd prenten v mül ab vnd 
riten gen Winßheim, vnd riten dar nach von Winßheim 
her heim vnd uerbrenten aber ein mül vnd ein dorff 
enhalb Roßstall. 

Item auff denselben mittwoch zu nacht riten anderr 
vnserr gereisig gesellen aus, dy solten auch etlich mül 
uerbrennt haben ; dy konten auff dy czeit nitz schicken 
vnd chomen gen Winßheim zu; vnd do sy her wider 
beim riten von Winßheim, da brennten sy ij mül ab 
vnd wolten die dritten auch uerbrennt haben; die lag 
in einem grünt, da betten sich dye pawern gesammet 
vnd komen über ein bergk mit einem großen geschrey 
geloffen, alzo fluhen die vnsern vnd einer der vnsern 
ward gefangen. 

1) Eigentlich .Schauerberg, Dorf, Ldg. Markterlbach« 



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86 Erhard Schürstab's 

Item am fireitag vor Anthoni [16. Jan.] gingen hye 
auß bey lxx trabanten vnd nameo ein raub vibs zu 
Gsee 1 ) enhalb Wildenfels; vnd do sy daz vihe ber heim 
triben vnd chomen gegen den Heroltzsperg, 2 ) da eilten 
in die von Lauff nach mit einem gereisigen zeug vnd 
mit fußvolck vnd stachen vnd slugen in die vnsern vnd 
fingen sy; vnd der vnsern wurden v erstochen vnd 
fingen ir wol l, vnd dy andern chomen dauon; vnd 
alzo fürten sy die gefangen mit in; vnd dye pewrin 
von Gsee hetten noch geuolgt, die trieben daz vihe 
wider heim gen Gsee; vnd do sy die gefangen alzo 
hinf&rten gegen Lauff zu; do waz her Rewß von Slawen 
wol mit ij c gereisigen ongeuerd hin auß gegen Lauff 
geriten vnd west nichtz von den gefangen; vnd berr 
Rewß schickt auff die wart, vnd do die feint gewar 
wurden, daz vnserr lewt im feld waren, do gaben sy 
von stund an die flucht vnd ließen die gefangen sten; 
alzo machten vnser gereisig vnserr fußuolck ledig, die 
gefangen waren, vnd erstachen der feint trabanten iij 
vnd brachten xj gefangen trabanten, dy sy im feld vnd 
vor der stat Lauff gefangen hetten, auch brachten sy 
iij gereisige pferdt vnd ein gereisigen gesellen, hieß 
der Flügler. 

Item am montag nach Anthony [19. Jan.] do cho- 
men die feint aber her zu für die stat bey dem Lichten- 
hoff vnd fingen die pawern die nach holcz biaauß ge- 
farn warn, vnd seczten in die pferdt auß vnd zuhackten 
in die wegen, vnd fingen vnser gereisigen ein, dez 
Laubes knecht; vnd die feint hetten ein großen gerei- 
sigen czeug; alzo schoß man gar fast vnter die feint; 
alzo pliben die feint nit lang do vnd zugen wyder wegk. 

In der zeit reit ein gereisiger zeug mer dann mit 
j c pferden hie auß vnd chomen gen Weissenburg; do 

1) Dorf, Ldg. Pottenstein. 

2) Markt an der Strasse von Nürnberg nach Bairenth, 
Ldg. Erlangen. 



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Kriegsbericht 87 

solten zu in chomen die s webischen stet; alzo lagen 
die ynsern zu Weissenburg wol xj tag, daz nymant von 
den swebischen steten zu in kom, dann die vonAugs- 
purg chomen dar mer dann mit j c pferden; alzo hetten 
die ynsern gern etwaz begonnen vmb Weissenburg, do 
wolten in die von Angspurg nkhtz dar zu helffen vnd 
sprachen, wenn die von Vim gen Weissenburg körnen, 
waz sy dann ir oberst haubtman hieß daz wolten sy 
tun, sftnst wolten sy nichtz tun; alzo chomen die von 
Vlm nit; vnd die ynsern uerbrenten ettlich scheffhöff 
vmb Geirn 1 ) vnd riten doch an ent her heim. 

Item in dez waren etlich vnser gereisig hye auß 
geriten vnd chomen gein Zabelstain 2 ) in Francken ge- 
legen, der dem stifft zu Wirczburg zugehört; da ließ 
man sy ein vnd solt in süst mer stet geöffent haben, 
darauß zu krigen. Alzo namen sy vil rewb vnd fingen 
vil gefangen vnd fürten vnd prachten daz alles auff daz 
sloß, vnd brenten ein dorff ab, waz dez Fuchß; alzo 
do die vnsern brennen wurden, do ward der bischoff 
von Wirczburg zornig, daz sy brenten, vnd do musten 
dy vnsern alles daz wider geben, waz uerhanten waz 
daz sy genomen hetten, vnd mußten dy gefangen ledig 
laßen; alzo riten die vnseren her wyder heim. 

Item am pfintztag vor conuersio Pauli [21. Jan.] 
riten vnser gereisiger hye wol xx aus vnd riten vmb 
straiffen auff der straßen, vnd do sy gen Farnbach kö- 
rnen, do komen sy an des marggraffen gesellen von 
Kadolczburg, dye straifften auff der straß ab die vnsern 
mit xv pferden ; do chomen dy vnsern an sy vnd trafen 
mit in vnd slugen vnd stachen an einander gar fast, 
daz ir vil wunt wurden ; vnd die vnsern fingen der feint 
iiij, dy brachten sy herein mit hengst vnd harnasch, 
darvnter waz ein Schenck auß der koburgi sehen art vnd 

1) Kirchdorf, Ldg. Greding. 

ä) Hof, Ldg. Gerolshofen, ehemaliges Bergschloss. 



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88 Erhard SchÖrstab's 

ein Hetzelstorffer von Kadolczburg vnd ein Wahrawß 
vnd sust ein gereisig gesell. 

In der zeit hett der marggraff ein große samnung 
zu Swabach vnd het vil volcks bey einander; alzo riten 
dy ynsern teglich auff die stroßen, ob sy den feinten 
etwaz abbrechen mochten; dez selben geleichen teten 
die feint; aber sy konten auff beiden sehen nit vil schi- 
cken; in der czeit zu rait daz geraisig volck zu Swa- 
bach am pfincztag vor Lichtmeß [29. Jan.] vnd kom dez 
gereisigen zeugs ein teil gegen Fürt vnd Poppenrewt zu, 
vnd uerbrennten zu Fürt etliche hewser, die vor be- 
standen waren, vnd czünten daz dorff zu Poppenrewt 
an, waz die von Nürnberg dar inn betten, wann daz 
dorff waz den ganczen krieg vnuerbrant heliben, wann 
daz dorff am meisten der thumherrn zu Bamberg ist. 
Alzo die weil der marggraff dem dorff nichtz tet, die 
weil teten im dye vnsern auch nichtz; vnd als die feint 
firüe da brenten, alzo schickten vnser herrn nach eßens 
hin aus vnd ließen daz dorff ganz außbrennen. 

Item am pfincztag vor Lichtmeß [29. Jan.] riten 
etlich gereisig hye auß vnd straifflen auff dem birg vnd 
seczten etlich pferd auß salczwegen vnd brachten ix wa- 
gen pferdt vnd v gefangen furleut vnd brachten ein ge- 
reisigen gefangen mit hengst vnd harnasch, der waz dez 
Wolffram von Egloffstein diener. 

Item am samstag vor Lichtmeß [31. Jan.] gingen 
etlich fußgengel hye auß vnd brenten daz hawß ab zu 
dem Atzelberg 1 ) vnd waz vmb daz hawß waz, stedel 
vnd ander schewrn, daz dez Weigelstrobels waz. 

Item in der czeit macht der pfalzgraff ein tag auff 
sant Lucas tag [18. Octob.] anno domini a natiuitate 
millesimo cccc mo xLviiij gen Prethein czwischen marggraff 
Albrecht vnd den von Nürnberg, vnd der ward nit 
gesucht. 



1) Weiler, Ldg. Erlangen. 



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Kriegsbericht 89 

Item darnach macht der pfalczgraff ein andern tag 
auff den suntag nach sant Merteins tag [16. Nov.] auch 
gen Prethein, der selb tag ward auch nit gesucht. 

Item darnach macht er aber ein andern tag aber 
gen Pretheim auff sant Thomas tag [21.Dec] der sel- 
big tag ward auch nit gesucht. 

Item darnach macht herczog Ludwig pfalczgraff bey 
Rein aber ein andern tag gen Heidelberg auff den sun- 
tag nach Obersten [11. Jan.] anno domini millesimo 
cccc mo L mo . Der selb tag ward gesucht , vnd auff den 
selben tag kom der pfalczgraff, margraff Albrecht, her- 
czog Albrecht von Oesterreich, der marggraff von Ba- 
den, der von Wirttemberg vnd dez marggrafen von 
Baden ij sfin, der bischoff von Augspurg, des bischoffs 
von Meintz rett, der bischoff von Wurms» der bischoff 
▼on Speyr vnd vil herren ret vnd vil grauen, ritter vnd 
knecht, die von Nürmberg, die von Augsburg, die von 
Vlm vnd vil anderr irr buntgnoßen, vnd die von Paßel, 
die von Straßburg, die von Speir vnd die von Wurmß, 
die von Meintz, vnd die von Göln vnd uil anderr. stett- 
lewt. *) Alzo clagt marggraff Albrecht groß Ober dy von 

1) Pfalzgraf Fridrich stellte an die nürnbergischen Ab- 
gesandten das Ansinnen, die Sache in Geheim und nicht in 
Öffentlicher Sitzung zu verhandeln ; dieselben jedoch erwi- 
derten, da der Markgraf die Stadt auf gar vielen Tagen öffent- 
lich und heftig verunglimft habe, so mössten sie auch auf 
offenem Verhör beharren. — Bei den Verhandlungen führte 
der Markgraf seine Sache zum Theil selbst, zum Theil durch 
Dr. Knorr. Nachdem er die alten Klagpunkte wiederholt 
hatte, fügte er zu denselben noch folgende neue Beschwer- 
den: Nämlich die von Nürnberg hätten ihn mit Unwahrheit 
bei den Eidgenossen verunglimft, als wolle er sie vom Reich 
dringen. Sie hätten das Friedgebot zu Lauingen verachtet, 
und wären dadurch in die Pöo verfallen. Zu Abbruch des 
Landgerichts hätten sie ein neues Gericht angefangen und 
dasselbe Bauerngericht genannt. In weiterer Rede warf er 
der Stadt noch vor, dass sie auf Wege und Mittel sinne, 
den Adel zu verdrücken: Berchtold Volkamer habe sich zu 



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90 Erhard Schüratab's 

Nürmberg ein große lange red, daran er den von Nürn- 
berg gar vn gütlich tet gar mit vil vnd maniger clage, 

Rothenburg gegen Martin von Eib und Hanns von Absberg 
sogar dahin vernehmen lassen, es müsse wohl noch dazu 
kommen , dass man die Wand im Bade ausbreche und dass 
Männer und Frauen sich untereinander baden. Aach hätten 
die von Nürnberg das Kloster Heilsbrunn, die Chorherren 
zu Onolzbach und das Kloster Engelthal beschädigt und die 
Geistlichen in ihrer Stadt mit unziemlichen Geboten beschwert 
und den Jörg von Seckendorff genöthigt, dass er sein väter- 
liches Erbe Kornburg an Peter Rieter verkaufe. Es wäre 
auch häufig vorgekommen, dass lose Buben Personen vom 
Stand angegeben hätten, und dass dann solche Personen so 
lange unsicher wären, bis sie der Stadt einen Abtrag gethan. 
Namentlich sei das Hannsen von Absberg und Eustachius 
Schencken begegnet. 

Diese Anklagen wurden von den Gesandten der Stadt 
in allen Stücken widerlegt; auch Berchtold Volkamer ver- 
theidigte sich wegen seiner Aeusserung, die er gegen Martin 
von Eib und Hanns von Absberg getban; es sei ihm gar nie 
eingefallen, dass man seine Worte auf gesammten Adel be- 
ziehen könne; denn er sei von solchen Eltern und von sol- 
chem Stande geboren, dass er mehr Verlustes als Gewinnes 
zu hoffen hätte, wenn der Mindeste und der Meiste gleich 
sollten werden. 

Auch die schwäbischen Städte wurden von den mainz- 
ischen Räthen, von dem Markgrafen zu Baden und dem Grafen 
zu Würtemberg, und diese binwider von jenen so hart be- 
klagt, dass Pfalzgraf Fridrich, als die Sache zu weit einreissen 
wollte, die offne Verhör abschnitt und mit beiden Parteien 
absonderlich zu unterhandeln suchte. Er machte allerlei Vor» 
Schläge, z. B. die Stadt Nürnberg soll die vom Markgrafen 
abgenommenen Plätze mit Geld auslösen, dann dieser soll 
Heideck und Lichtenau bis zu rechtlichem Austrag in des 
Pfalzgrafen Hand geben, und endlich, Nürnberg soll dem 
Markgrafen för seine Ansprüche 100,000 (l zahlen. Als die 
Gesandten der Stadt antworteten, sie hätten keine Vollmacht, 
Geld zu bewilligen, löste sich die Versammlung auf, ohne 
das Geringste ausgerichtet zu haben. Zuletzt machte noch 
Pfalzgraf Fridrich vergebliche Versuche, eine Zusammenkunft 
zu Lauingen, zu Höchstatt oder Herzogenaurach zu veran- 
stalten. Die Städte wollten von dergleichen Tagsatznngen 



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Kriegsbericht. 91 

daz die von Nürnberg als ver antworten mit warheit; 
dobey meinclich wol «erstund, daz er den von Nürn- 
berg groß gewalt vnd vnrecht thet. Auch clagten dez 
bischoffs yon Meintz reit von dez bischofs von Meincz 
wegen vnd der von Wirttemberg vnd der marggraff von 
Baden vnd ander forsten groß über die swebischen stet, 
darauff dy swebischen stett auch ir antwort fölliglichen 
tetten, da by man wol u erst und, wer glimpff oder vn- 
gelimpff hett. Darnach stund marggraff Albrecht auff ain 
höbe vor allermeniglich vnd uervnglimpft die von Nürm- 
berg mit einer großen langen red vnd czohe den von 
Nürmberg so uil Übels zu mit worten vnd czelt in alles 
daz zu in übel, daz vor manigen iaren gescheen waz, 
ee marggraff Albrecht geporen waz vnd auch darnach; 
daz konten die von Nürmberg nit bessern, denn daz 
sy ir antwort redlich vnd fölliclich darauff tetten, dabey 
man wol uerstund, wer gelimpff oder vngelimpff hett; 
denn auff dem tag ward nit mer gemacht wann man 
ging in kain andre richtigung, denn wolten die von 
Nürmberg dem raargg raffen ein große mercklich. sum 
geltz geben oder wolten im etwas abkauffen, so wurd 
die sach richtig; dez wolten die von Nürmberg nit (hon, 
wann sy warn im nichtz schuldig, vnd puten im aber 
fölliglich recht, wes er zu in zu sprechen het, als sy 
vormals auch albegen gethon betten. Dabey wolt er 
sy aber nit beleiben laßen, sunder gewalt wolt er trei- 
ben vnd nit recht; alzo schied yderman von dann an 
endtz wider heim von dem tag. 

Item am eritag nach Lichtmeß [3. Febr.] riten et- 
lich gereisig hie auß vnd straifften auff der straß vnd 
ehomen an etlich trabanten bey Feitzbrunn ; l ) die gruben 

nichts wissen, weil sie nicht* ohne Grund vermutheten, dieses 
sei von ihren Feinden dahin abgesehen, Zeit zu gewinnen 
und sich mit Bündnissen zu stärken. In der Thal verlautete 
gerade damals, dass die Fürsten den Herzog Albrecht in ihren 
Bund gebracht hätten. 

1) Kirchdorf, Ldg. Cadolzburg. 



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92 Erhard Schürstab'» 

ein weier ab; alzo singen die vnsern in sie; da werten 
sich die trahanten gar seer vnd schußen vnd slagen 
vnd stachen in die vnsern vnd erstachen den vnsern 
ij pferdt, vnd wurden der vnsern etlich wunt; alzo sta- 
chen dy vnsern in die feint vnd erstachen ir sihen zu 
todt auff dem fleck, vnd der feint einer entlieff in vnd 
trug czwien pfeil in im wegk, vnd dy vnsern brachten 
der selben trabanten ij gefangen her ein. 

In dez waren etlich vnser gereisigen geriten gen 
Winßheim, vnd die von Winßheim vnd vnserr gesellen 
riten gegen marckt Erelbach vnd hielten do in einer 
huet, vnd ließen etlich gesellen ein raub anslahen. 

Alzo machten sich die von markt Erelbach auff 
vnd volgten in nach, vnd meinten in den raub abzu- 
dringen, vnd alz sy in nach eilten byß zu der huet, 
da brach der hauff auß der huet vnd fingen der von 
marckt Erelbach xxxiij vnd brachten dy gefangen gen 
Winßheim vnd xvj pferdt. 

Vnd dez andern tags namen die von Winßheim 
vnd die vnsern wol vij c schaf bey der Newenstat vnd 
triben die auch gen Winßheim. 

Item am mittwoch zu nacht nach Lichtmeß [4. Feb.] 
riten vnser gereisigen hye auß, wol ij c gereisig; vnd 
riten hin aus an dy Swabach enhalb Scheinberg, vnd 
hielten in einer hut aufi etlich weinwagen, die in uer- 
speht waren; alzo do sy lang hüten, do feit in die 
kuntschafft vnd riten an endtz her wider heim. In dez 
het der marggraff ein großen gereisigen zeug zu Swa- 
bach bey einander, der waz gewar worden, daz die 
vnsern außen waren; vnd am pfincztag [5. Febr.] zu 
mittag als bald dy vnsern her heim chomen von stund 
an darnach chomen die feint hernach mit einem großen 
gereisigen zeug; vnd waren marggraff Hanns vnd Albrecht 
im feld, vnd chomen allenthalben an dem wald zu ein- 
ander bey dem Czigelhoff; vnd sy meinten sy wollen 
die vnsern fürkomen, ee sy herein komen weren; alzo 



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Kriegsbericht. 93 

beliben die feint halten mit einem großen gereisigen 
zeug bey dem Czigelhoff in dem wald, vod schickten 
ein dein gereisigen zeug herein zu dem Schoppershoff 1 ) 
gegen der lantwer; alzo kom von stund an vii volcks 
hinauß zu roß vnd zu fußen vnd schußen in die feint, 
daz die feint auff den tag . nit vil gewins dovon brach- 
ten, vnd ruckten von stund an hinter sich, vnd warn 
fast geschoßen worden; vnd vnserr gereisigen einer, 
eins soldners knecht, ward auff der huet gefangen. 

In der czeit branten vnserr feint vnserr armen lewt 
hewser vnd stedel ab allenthalben, wo sy die betten, 
wie wol sy vormals mit in abgeteidingt betten; daz 
halff sy als nit; auch hackten sy vnsern bawern ire 
holczer ab vnd fürtten daz holcz auff ire guter, daz sy 
meinten, wenn frid ward, daz sy ire guter da mit baw- 
ten; auch brachen sy in ir hewser vnd stedel ab an 
etlichen enten vnd fürten daz czymer auff ire guter; 
auch hackten sy den vnsern ir bawm ab an etlichen 
enten, wo sy dy betten, vnd gruben in auch die bawm 
auß; solcher vnzimlicher sach begunnen sy gar vil. 

Item am pfincztag vor herrn Faßnacht [12. Febr.] 
komen die feint aber her zu gerant enhalb dez Schop- 
perßhoffs vnd chomen auch von Lauff herzu vnd hiel- 
ten enhalb dez Rwepergs; alzo chomen vnserr gereisig 
vnd fußuock ftkr Lauffer tor; aber sy wollen nicht her- 
czu, daz man sy mit keinem gescboß erreichen mocht, 
vnd do sy ein weil alzo gehalten betten, do czünten 
sy ein hauß an zu dem Czigelhoff, vnd ranten do an 
dem wald ab hin gegen dem Tan zu, vnd brennten 
zu der Großen Rewt ein hauß ab vnd ranten neben 
Peter von Watt garten hinauß byß zu dem creutz en- 
halb sant Johanns; vnd alzo waz vnserr gereisig vnd 
ertlich fußuolck hervmb chomen vnd schußen gar fast 
gegen den feinten ; auch scharmfitzelten vnserr gereisigen 



1) Dorf» Ldg. Nürnberg. 



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94 Erhard SchQrstab's 

etlich mit in vnd schoßen sieh gar fast mit den feinten, 
vnd warden den vnsern etliche pferd erschoßen; auch 
ward den feinten gar vil pferdt erschoßen, daß man der 
feint pferdt fünffe tod im feld fandt hinter den gertten 
vnd bey der steinen pruck; vnd die feint gewunnen 
auff dem tag nit vil. Alzo do die feint ein weil do 
hielten, do riten sy weck vnd riten ein tails gen Vor- 
cheim zu vnd ein teils gen Swabach zu vnd auch in 
ander stet. 

Item am montag nach herrn Faßnacht [16. Febr.] 
da riten die feint aber herzu bey dem Lichtenhoff; da 
schoß man gar fast von dem Lichtenhoff vnter die feint, 
alzo daz die feint auff den tag nit vil gewunnen, vnd 
die feint riten nit neher herczu vnd hetten doch vil 
volcks vnd pliben nit laug do vnd riten wider wegk. 

Item darnach czugen vnserr gereisig hie aus vnd 
trabanten bey eintzigen vnd brachten teglich raub vnd 
gefangen. Dez selben gleichen tetten auch die feint teglich. 

Item am eritag an sandt Mathiastag [24. Febr.] zu 
nacht riten etlich gereisig hye auß vnd riten gen Allers- 
berg vnd hetten bestell ein boten, der an Allersberg 
sölt hin laufen, als er gen Nürnberg wolt, wann sy 
fingen die boten all vnd namen in die brieff; vnd do 
der bot zu Allersberg für lieff, da hielten vnserr ge- 
reisig in einer huet; alzo luffen die von Allerßberg 
herauß vnd wollen den boten vahen, da ranten vnser 
gesellen zu vnd fingen ein iungen vom Wolffstain, ge- 
nannt Conrad, dez alten Jacob vom Wolffstain sun vnd 
brachten in gefangen herein« vnd fingen sust iiij paw- 
ern, die auch auß dem sloß geloffen waren. 

Item am pfincztag zu nacht nach sant Mathias [26. Feb.] 
gingen etlich fußgengel hye auß vnd brenten die mül 
ab zu Lauff an der stat gelegen. 

Auch an der freitag nacht luffen etlich faßgengel 
hye vnd zu Werd aus vnd brenten etliche dörffer ab 
neben Altdorff vnd ein mOl. 



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Kriegsbericht. 95 

Item darnach am samstag vor Reminiscere [28. Fbr.] 
riten etlich vnserr gereisigen hye aus vnd brenten ab 
daz dorff Falckendorff l ) bey Müncbaurach gelegen vnd 
brachten vil gefangner bawrn vnd pferd vnd küe vnd 
swein, vnd auff dieselben samstag nacht uerbrennten 
die vnsern daz dorff Czirndorff. 2 ) 

Item darnach luffen vnserr trabanten teglich aoß 
allenthalben vnd brachten rewb herein, pferd, küe vnd 
kelber, swein vnd schaf vnd gefangen pawern. 

Item am samstag vor Oculi [7. März] riten etlich 
vnser gereisig hye auß vnd namen ein ranb küe zu 
Roßstal, Lviiij küe vnd viij wagen pferdt vnd etlich hewt 
vnd s&lcz vnd etlich gefangen wagenlewt vnd pawern. 

Item am montag nach Ocnli [9. März] waren etlich 
vnserr auff die wärt geriten vor Frawen tor bey dem 
Lichtenhoff, so waren etlich gereisig zu Rot außgeriten 
bey xvj vnd wolten die pawern im wald suchen, die 
nach holcz weren gefaren; vnd dieselben betten ein vor* 
traber, den fingen vnser gesellen, der waz Ewstachius 
Schencken knecht, vnd brachten den herein mit hengst 
vnd harnaseh. 

Item am suntag Oculi [8. März] dez nachtz ezugen 
etlich gereisig vnd trabanten hye auß vnd waren der 
vil vnd hetten vil wagen vnd ezugen auff daz birg en- 
halb dez Rotenbergs vnd brenten daselbst vmb vil dorf- 
fer auß, Sumerßdorff, Gsee vnd Sittenbach 3 ) vnd sust 
vil dörffer, da vmb gelegen vnd uil scheffhöff vnd an- 
der einleitz hoff vnd uil mül, vnd uerbranten den vor- 
hoff gancz zu Osterno ; 4 ) vnd brenten auch ab waz 
vmb daz sloß zum Wintterstain ß ) stund, vnd brenten 
sust allenthalben waz sy darvmb fanden, vnd brachten 

1) Dorf, Ldg. Markterlbach. 

2) Pfarrdorf, Ldg. Nürnberg. 

3) Dürfer, Ldg. Pottenstein, Gräfenberg und Hersbruck. 

4) Pfarrdorf, Ldg. Lauf: 
6) Dorf, Ldg. Gräfenberg. 



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96 Erhard Schürstab's 

berheim bey lx küen vnd die wagen geladen mit hew; 
vnd die fußgengel brachten allerley waz sy tragen moch- 
ten, wann man ydem ließ, waz er tragen mocht 

Von dem streit bey dem weyer. 1 ) 

Item es geschähe am mittwoch vor Mittenrasten 
[11. März] an sant Gregörgen abent an sant tiumbertten 
tag, als man zalt von Cristus gepurt m.cccc. vnd in dem 
fbnfczigistcn iaren, daz sich het gesammet der hoch- 
geborn ßfcrst marggraff Albrecht vod Branburg mit vil 
grefen, herren, rittern vnd knechten, vnd czoh von einer 
stat anß genant Swabach mit v^ c gereisigen vnd mit 
uil fußvolck, vnd er begund ein bottschaft than der 
wirding stat Nürnberg, wie er wer[d] fischen den weir 
Küngßbruck Ritten püel, 2 ) der ir wer, der von Nürmberg; 
vnd er begert von in, daz sy in der visch behulffen 
vohen vnd die eßen; auch solten sy wißen, daz er ir 
aldo wolt warten. Nach solcher botschafft begund die 
edel stat Nürmberg ratt zu haben; die erbern vnd wei- 
sen dez ratz zu den zeiten, die mit namen hye be- 
schriben sten, herr Virich Haller, herr Karl Holzschuher, 
herr Bertholt Volckmer, herr Erhart Schürstab, der zu 
den zeiten waz burgermeister, herr Pertholt Pfintzing, 
herr Hanns Koler, herr Jörg Haller, herr Peter Rietter, 
herr Virich Hegnen, herr Conradt Pawmgartner, herr 
Pertholt Tucher. Die begunden nach irem rat setzen 
ein haubtman, den edeln herrn genant Reuß von Blawen, 
dem sye solch potschafft uerküntten, als in dann der 
fürst marggraff Albrecht gethon het. 

Nach solcher uerkündung warb der edel herr von 
Blawen nach befelnüß dez vorgenanten herrn bürger- 

1) Die Sprache dieses Berichtes weicht sehr ab von der 
sonstigen einfachen Erzählung Erhard Schürstab's, der daher 
schwerlich der Verfasser desselben ist 

2) Weiher bei dem Klostar Pillenreuth im Lorenzer 
Reichswald. 



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Kriegsbericht 97 

meistere Erhart Schürstabs vnd dez ratz die edeln vnd 
feßten die zu den czeiten waren helffer der stat, vnd 
die soldner vnd vil der erbern von Nürmberg, vnd 
begund sich zu schicken mit hübscher Ordnung als her- 
nach geschriben stet; wann noch solcher botschafft, so 
der vorgenant fürst het* gethan , so wolt die edel stat 
Nürmberg sein bereit, in zu bestreiten, als er dann 
begert hat vnd auch mit seinem großen schaden geschähe. 

Item zum ersten da macht der edel herr von Blawen 
nach gehaiß des ratz der stat Nürmberg ein geschick 
als sich dann gepürt zu einem streit. 

Item er fordert am erßteu den edeln vnd men- 
licben Haincz Czenger, daz er werd an der spitzen, vnd 
er solt zu im nemen den edeln Virich von Augspurg, 
Niclas Grieß, Partzifalt Czenger vnd Hector Peer auff 
die rechten seyten; die fünff hielten die spitz am ersten 
gbdt; auch vordert der vorgenant herr von Blawen an 
daz ander glit der spitzen den erbern vnd menlichen 
Erasm Schürstab den iungen, vnd der nam zu im die 
erbern Frantz Pirkamer, Hanßen Im hoff, Steffan von 
Wirtzburg auff die lincken hant, vnd Jebhart Stör, Concz 
Pawmgartner, Niclas Topler auff die rechten hant Auch 
ward berufft der edel vnd veßt ritter herr Wernher von 
Parßberg in daz dritt glidt an dy spitzen; vnd im ward 
beuolhen daz panier der edeln stat Nürmberg, dem ward 
zogegeben die erbern Jörg Erelbeck, Contz von Härtung, 
Wilhalm Schopper, Concz Eschenloer, Circkendörffer, 
Herdegen, Holczschuher, Fricz Derrer, Walthasar Pömer, 
alzo daz ir waren ix. 

Nach dem ward beruft der erber herr Sebolt Pfin- 
tzing, der waz hinter dem panyer mit xj der erbern 
von Nürmberg, darnach der hauff. 

. Es ward berufft herr Frantz Rumel ritter mit xiiij 
der erbern von Nürmberg, die waren zu hinderst am 
hauffen; die hiltten zusammen den hauffen; alzo ward 
gefertigt dieser hauff. 

Quallen VXH. 7 



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98 Erhard Sohürstab's 

Ein ander hauff ward gemacht, daz waren dy schä- 
tzen, der haubtman waz genant Cottwitz ; in dem häuf- 
fen waren vil der erbern von Nürmberg, mit namen 
Vlman vnd Wilhalm Hegnen, gebrüder, Lewpolt Schür- 
stab der iünger, Endres Hauer, Ludwig Pfinczing vnd 
anderr vil der erbern. In diesem hanffen waren bey 
ty c gereisiger, vnd die solten sein auff der rechten hant 
dez hauffen dez panyrß; dez hanffen mit der panyr waz 
bey iij c gereisiger etc. 

Ein ander hauff ward gemacht, der' waren bey 
l gereisigen, vnd dez waz ein haubtman der edel vnd 
menlich Conrat von Kauffungen; bey im waren dy er- 
bern Gabriel Tetzel, Wilhalm Löffelholtz vnd mer er- 
bere auß der edeln stat Nürmberg. Alzo ward gefer- 
tigt der geraisig zeug auß der stat zu dem streit etc. 

Item darnach warden gefertigt lx wegen wol zu- 
gerüst zu einer Wagenburg; vnd der waz haubtman 
Hanns von Rechenberg der alt vnd Virich Weyß. 

Item darnach macht der erber vnd menlich her 
Erhart Schürstab burgermeister der vorgenanten stat daz 
geschick dez fußuolcks, wann er der waz, der auß sei- 
ner großen künheit, so marggraff Albrecht thett mit 
seinem homut vnd bottschafft dye weyr zu viseben etc., 
als vor berflrt ist, wolt sein bereit, den marggrauen 
zu bestreiten vnd der stat eer vnd frumen zu bewarn; 
vnd der vorgenant her Erhart Schürstab tett ein rede 
vnd vermanung den edeln vnd erbern, den bürgern, 
den gereisigen vnd dem faßuolck, mit solchen Worten: 
Lieben herrn vnd freunt, vns ist kunt geton, wie 
marggraff Albrecht vnser feint vnd sein helffer treiben 
vü hohmutz vnd sein vischen vnserr weyr, vnd uer- 
meinen mit solchen Sachen vns zu smehen, daz vns fast 
vnerlich wer, darvmb lieben herrn oder frewnt etc. als 
sich gepürt, tut als frum piderlewt vnd secht an vnser 
vnd ewr aller eer vnd nutz vnd thut hewt als keck 
frum lewt, vnd seit gevöllig ewrn haubtleuten vnd bleibt 



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Kriegsbericht* 99 

in ewr ordenung vnd seit frisch, wann mir gancz nit 
C2weifelt, tut ir daz, vns werd gelingen, vnd hab dez 
ein gut getrawen in got, wann euch allen wol wissent 
ist, daz vns vnser feint kriegen wider got, ere vnd 
recht, dar vmb so wol wir hewt vnsern feinten sein 
bereit zu streiten vnd irn hobmut weren vnd irs ge- 
waltz aufi zu halten, vnd es sol sein daz geschrey 
Nürmberg vnd die losung vnser frawe. 

Vnd noch solcher rede setzt er dem fußvolck haubt- 
leut vnd macht daz geschick mit dreien hauffen: 

Item der erst hauff waz geordent vnd gemacht mit 
eitel armbrost schützen, vnd ir haubtman waz der erber 
Lewpolt Schürstab der elter ; in dem hauffen waren die 
erbern Hanns Schürstab, aber Hanns Schürstab, Perch- 
tolt Nützel, Jeronimus Haller, Melchar Pemer vnd vil 
der erbern von Nürmberg; dez hauffen waren j M man. 

Item der ander hauff waz gemacht mit eytel püchsen- 
schützen, vnd ir haubtman waz der erber Hanns Rieter, 
dez hauffen waz vij c man vnd waz daz gemain volck 
auß der stat. 

Item der dritt hauff wft gemacht von eitel spisern 
vnd ir haubtman waz der erber Linhart Mendel, der 
hauff waz von gemainem uolck auß der stat vnd ir wa- 
ren j M vij c man, vnd also waz gantz geordinirt daz ge- 
schick zu dem streit. 

Alzo czugen dise hauffen auß in dem namen gotz 
vnd ir losung waz vnser libe frawe, vnd dise losung 
hellen an alle geuerd auch die feint etc. 

Item es rait der geraisig zeug vorhin vor der Wagen- 
burg vnd vor dem fußuolck; vnd do sy chomen auff 
ein halbe meil in den walt, do hett der fürst marggraff 
Albrecht ein seiner edeln mit xx pferden geschickt auff 
dy wart; der schickt ein seiner knecht zu dem forsten, 
der hielt ob dem weyr mit seinem hauffen, vnd der 
knecht sagt im, wie die von Nürnberg weren herauß 
chomen vnd wern sich im neben. Noch solcher pot- 

7* 



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100 Erhard Schürstab's 

schaft waz der flkrst gar fro, vnd doch so het er den- 
noch ein czwelfeln vnd sprach, dein potschafft höre ich 
gar gern, du bringst mir gar gute meer, wer im newr, 
alzo als du sagst! aber ich hab newr sorg» es möge 
mir nit als gut werden, daz die von Nürnberg chomen, 
mich zu bestreiten. In dem vnd er diße rede thet, chom 
aber einer seiner wartlewt vnd sprach: Herr seit bereit, 
die von Nttrmberg chomen euch zu bestreiten. 

Noch solcher red rant der fürst selber selb fiinfft 
zu beschawen die von Nürnberg, do überslug er die 
gereising auff v c gereisige pferd vnd daz fußuolck bey 
ij v mannen, vnd rant zurück zu den seinen vnd sprach, 
lieben frewnt vnd gesellen, es komen die von Nürnberg 
vnser feint vnd sein geschickt zu streiten; vnd ich hab 
sie überslagen, denn lieben frewnt, sy haben geraising 
zeug, dem sey wir starck genung, vnd mit dem wollen 
wirs frölichen nemen, wann ir wert sehen, seyt ir frisch 
vnd keck vnd rennet fast gen in, sy wem flihen, vnd 
als pald sy flyhen so wollen wir allen streit wol zu 
einem endt bringen ee daz ir fußvolck zu in komet, 
wann sy fast auff ein halbe meil vor dem fußuolck sein 
mit irem gereisigen zeug; lieben frewnt, frewtt euch, 
daz wir sullen rechten* mit den von Nürnberg, daz wir 
lang zeit von herczen haben begert, wann mir ist an 
allen czweifel, wir gewynnen hewt ere vnd gut, vnd 
ir wert sehen, als pald irr gereisiger zeug die flucht 
wirt geben vnd auff irr fußuolck wirt flihen, daz auch 
an czweifel die flucht wirt komen in daz fußuolck; auch 
lieben frewnt, ich beger von euch allen, daz ir keinen 
nempt gefangen, besunder sy alle zu tod slacht, vnd ich 
beger von euch, daz ir mir dez swert ain aidt; daz 
teten sy alle. 

Aber sy bedochten nit, daz in selbs solchs sott 
haim komen vnd ergen; auch vnser losung sol sein 
vnser fraw etc. 



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Kriegsbericht 101 

Noch solcher rede macht der hochgeborn fftrst sein 
geschick zu dem streit vnd berufft den edeln Ewstachium 
Scbencken, daz der solt nemen iiij der edeln zu im vnd 
solt sein an der spitzen vnd die fünff, Ewstachius Schenck, 
Heincz Fuchß, Erasmus von Eberstein — vnd dez hauffen 
ist haubtmon gewesen herr Sigmund von Lenterßheim. 

Item daz geschick dez rennfenleinß ist gewesen die 
spitz, darauff sind geschickt die schützen, der haubtman 
ist gewesen Jörg von Wallenfelß etc. 

Item darauff ist komen die haubtpannyr; die hat 
gehabt v glider, vnd in dem erßten glitt sein gewesen 
v, der von Hohenloch, Heincz von Rechberg, Concz von 
Hütten, Hanns von Seckendorff, herr Hanns von Sansan etc. 

Item darnach in dem andern glidt sein gewesen vij. 

Item in dem dritten glidt vor dem pannyr ist ge- 
wesen marggraff Albrecht, der von Leinyg, Hanns von 
Kotzaw, her Albrecht von Gicht, der iung Nothafft, der 
Peuscher, der von Hanna, herr Walther von Hürnhaim. 

Item daz fierd glidt ist gewesen daz pannyr selb 
ailffl. Graff Sigmund von Gleichen hat daz pannyr ge- 
habt vnd ist neben im gewest herr Bernhard Vitzthum, 
ain graff von Hanstein, Apel von Teraw vnd süst auch 
einer, herr Sigmund von Gleichen diener, heist Wilhalm 
von Gleichen, vnd der von Nassaw, herr Dietrich von Mutz. 

So ist das fünfft glidt hinter dem pannyr gewesen 
ir xiij, herr Rudolff von Pflnaw, Hanns Schenck, Steffan 
Schenck, Jörg Kluchgß, Thoman von Wisentaw, Schwey- 
bolt von Sparneck, Linhart von Newneck, Fritz von 
Rennhoffen vnd dez von Gleichen diener einer vnd der 
Henperger, dez von Eystet diner einer. 

Vnd als der först sein geschick gemacht het, do 
kam der edel sein wartman mit xx pferden vnd sprach, 
gnediger herr, seyt berayt, die feint chomen, vnd als 
pald die rede geschah, so kurapt der edel vnd menlich 
Conradt von Rauffungen gerant mit seinem hauffen, dez 
waren l gereisig eytel schützen; vnd do sy der fürst 



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102 Erbatd Schörstab's 

ersähe» do spräche er, nun hawt an vnd seit frisch wann 
sy sein vnser eygen; alzo sprengten sy an den von 
Kauffungen, der stelt sich menlich mit seinem hauffen 
wider in; aber er mocht in nitvor gesten so eira gro- 
ßen hauffen, die als fast gen im ranten, vnd er doch 
hinter sich, da ward erfrewt der fürst vnd alle die sein, 
die mit im waren vnd iagten Conradt von Rauffungen 
mit sein gesellen vnd fingen ein der von Nfirmberg 
diener genant Tauchstörffer gar ein menlichen man ; als 
der von Kauffungen kam gerant flüchtig mit seinem 
hauffen vnd sein gesellen betten gemyscht vnd gemengt 
vnd kamen alzo gerant auff den hauffen sein gesellen 
mit dem pannyr so mit großem geschrey vnd drumetten 
als ob ir viermal als vil wer etc. vnd do daz der 
menlich £enger an der spitzen dez erßten glidz vnd an 
dem andern glidt Erasm Schürstab ersahen, da legten 
sy menlich gen in ein ir sper vnd riten menlich gen 
in, alzo ließ der edel herr von Blawen auff trumeten 
vnd legt ein sein sper vnd rait frischlich gegen den 
feinten, es rant der edel Oßwalt Boß gen dem edeln 
Eustachio Schencken, der auch het vntergeslagen sein 
sper, vnd Oswalt Boß rait entzway sein sper vnd stach 
den Schencken zu der erden; in dem ward sich auch 
mengen der edel vnd veßt Conradt von Kauffungen mit 
seinen gesellen vnter dy feint, vnd do ward getrett 
Eustachius Schenck daz er dez tags starb, vnd ward 
begraben zu Nürmberg. In dem vnd sych dy menlichen 
der spitzen von Nürmberg so hert hüten vnd so keck 
vnd menlich gegen den feinten riten gar in still mit 
keinem geschrey, do hub sich zu flihen der fürst böß- 
lich von seinen rittern vnd knechten vnd von seinem 
aigen pannyr, vnd do rant der freidig Kottwitz mit sei- 
nem hauffen, daz do waren eytel schützen, in die feint 
vnd erschußen vnd erslugen manigen edelman zu todt 
vnd fingen der vil, vnd wer do mocht geflihen der flöhe, 
vnd es wert daz stechen vnd slahen vnd iagen wol ij* meil 



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Kriegsbericht 103 

vntz byß gen Swobach in die stat, wann es ranten et- 
lieh byß in die stat die vnsern, vnd hetten sy auff bey- 
den seyten nit ain losong gehabt, sy weren gefangen 
worden in der stat Swobach, dann durch die losung 
komen sy anß der stat, es warden der feint erstochen 
an den schrancken der tore. In dem kamen die häuften 
dez faßuolcks an die walstat, do sich der streit het an- 
gefangen, vnd sy funden mangen stolczen edelman ligen 
auff der erden, der ab gestochen waz worden; vnd waz 
daz volck der begreift vnd erlangt, die singen sy alle 
ze todt an alle gnadt Sy funden auch vil der armbrost, 
»werter, spere, eysenhttt vnd wegen mit den vischen 
vnd segen, auch alle die pannyr, die der flüchtig fürst 
het in dem feld, die sind hie auffgehangen zu ynser 
firawen. 

Item der pannyr waren iij, eins waz herezog Otten 
vnd ij waren sein eigen, die er het gehabt in dem feld. *) 

1) Ein fast gleichzeitiger Bericht gibt Ober diese Paniere 
folgende Nachricht : Zu wissen, als der streyt bey den weyern 
ergieng vnd die von Nuremberg drew panir eroberten, mit 
namen bertzog Otten von Beyern panyr, Pfaltz vnd Beyer- 
lant doran vermolet, vnd ein gross burgrefisch streitpanyr, 
swartz vnd weiss quartirt, vnd ein cleyner burgrefisch panyr, 
auch swartz vnd weiss; des andern tags nach dem streit 
wurden die obgemelten drew panyr durch den rate mitsampt 
iren edeln vnd erbern dienern von dem rathaws ersamelich 
getragen in vnser lieben frawen cappel hie am platz gelegen, 
do alsdann ein loblich messe gesungen vnd die panyr vnter 
der roess dem almechtigen got zu lob, auss des gute aller 
sige entspringt vnd flewst, seiner lieben muter Marien vnd 
allen heiligen zu eren mit grosser sollempnitet, innyger vnd 
andehtiger dankberkeit geoppfert, darnach mitten in der- 
selben kirchen an die mittein ketten gesmytt vnd aufgesteckt 
wurden, mit namen zu oberst hertzog Otten panyr, darnach 
das grosser vnd zu vnderst das cleyner burgrefisch panyr, 
die anch alsdann etliche iare offenlich vnd vor meniglich 
steckoten vnd erschinen. Vnd wann nu gar vil mereklicher 
vnd treffenlicher bete von durchleuchtigen vnd hochgeporen 
fürsten an den rate langoten, solche panyr abzutun etc. mit- 



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104 Erhard Schürstab's 

du stolczer fürst wa waz nun dein manheit vnd lteck- 
heit hin komen, dw mainst du wolst dy edeln stat Nürm- 
berg gancz uerdilgen vnd es wer daz uolck gancz dein 
eigen; o marggraff Albrecht, du flüchtiger fürst, wie 
bistu geflohen von deinen rittern vnd knechten, vnd hast 
sie bößlich uerfiirt vnd manig mensch vmb deinen gro- 
ßen heremut hat uerloren sein leben; o wie magst du 
ymmer frölich werden, du bist geflohen von deinen ay- 
gen pannyr, daz dir übel anstet Ee solst du dobey 
gestorben sein, ee du da von werst geflohen vnd von 
manigen deinen helflern vnd rittern vnd knechten, die 
du als pößlich lißt, vnd maniger gefangen vnd erslagen 
ward, es zimpt dem adel vnd deinen stoltzcn Worten, 
die du offt test vnd auch entpotzt der hochwirdigen 
stat Nürnberg, gar übel, wann du solst dein feint nit 
als gering geschetzt haben, es wir dir vil besser du 
best gevolgt der 1er deines vaters, der dir bevalch an 
seinem totpett, du solst behalten frewntschafft deiner 



namen von herren Ludwigen, pfalczgraue beyReyn vnd her- 
tzog in nydern vnd obern Beyern, herrn Albreht, ertzhertzog 
zu Osterreich, von herrn Fridrichen, marggraue zu Branden- 
burg, vnd andern, das in aber durch den rate alt/it mit er- 
samen, gepürlichen Worten geleynt, abgeslagen vnd versagt 
ward, hat doch der rate zu synne genomen vnd weisslich 
bedaht, nachdem die stat Nöremberg vil iare von vil merck- 
lichen geistlichen vnd wertlichen flirsten besucht worden ist, 
vnd in künftig zeite geschehen mag, mochte villeicht solch 
bete von der panyr wegen an den rat komen seyn, die nicht 
zuuerachten noch zuuersagen wem, dorauss dann von den 
vorgemelten flirsten, der bete man verslagen hat, vngnad 
vnd vn wille erspriessen roöhte, vnd hat der rate geschaft, 
solche panyr abzunemen vnd den obersten haubtlewten diser 
stat zu antworten , die zu bewaren , die auch solche panyr 
in der obgemelten vnser frawen cappel in ein sicher gewar- 
same behalten haben, do sie dann dem rate gewarten, in 
künftig zeite die wider vff zu stecken oder das zuuermeyden 
nach des rats gutbedunken vnd wolgefallen. Actum vmb 
omnium sanctorum 1453. 



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Kriegsbericht. 1 05 

nachpawern der von Nürnberg vnd wie da daz test 
so ging es dir nymer übel, aber dich hat uerweißt 
dein hochfertiges hertz vnd dein böß rett, vnd dez alles 
hast da wol enpfunden. x ) 

Dy gefangen warn pey dem weir: 

Heincz von Hohenrechberg, Sebastian SeckendorfTer, 
Hanns Schenck von Schenckenstein, Caspar von Weyrß 9 
Thoman von Wysentawe, Jörg von Rabenstein, Virich 
Bock, Jörg Hemperger, Otto Pewmburg, Wilhalm Lei- 
nynger, Claus Jörg, Peter Herr, Hanns Meicher, Seyfrid 
Renner, Claus Albert, Pauls Soldner, Moritz Wildenborrn. 
Hans Schinpain, Linhart von Thaber, Albrecht trumeter 
und Contz, sein marstaller, Heincz Eisteter, herczog Otten 
diener, Hans Heuscher, Heincz Narr, Vlricb Smid, Ar- 
nolt von Hirßfelt, Heincz Saltsch, Hanns Kriner, Heincz 
Trebetsch, Peter Steinmetz, Lienhart von Newneck, Jörg 
von Seckendorff, Ewstachius Schenck von Geirn, Hanns 
von Watschdorff, Caspar von Kostboden, Gebhard Beu- 
scher, Jacob Meillinger, Ruprecht Wein man, Hanns von 
Czorwaw, Ruprecht von Mangeßrewt, Fritz Schultheyß, 
Sigmund von Lentersheim knecht, Jörg Luer, Hanns 
Koppenczeller , Clauß Vischer, Hanns Graw, Gebhart 
Wolffei, Concz Waltherr, Walther vnd Pauls Marggraff, 

1) Es ging auch die Sage, Markgraf Albrecht sei in 
diesem Streit von Cuntz von Kaufungen gefangen genommen 
und nur auf sein fürstliches Ehrenwort, sich zu stellen, wo 
und wann der von Kaufungen es begehre, wieder freigelassen 
worden. Cuntz von Kaufungen soll dies dem Rath zu Nürn- 
berg verschwiegen , bei seiner Hinrichtung zu Zwickau aber 
öffentlich bekannt haben, er habe diesen Tod an der Stadt 
Nürnberg verdient, weil er ihr verschwiegen, dass der Mark- 
graf sein Gefangener sei. 

Den errungenen Sieg hat der Rath den Städten Augs- 
burg, Ulm, Rothenburg, Windsheim, Weissenburg und Frank- 
furt, dem Bischof zu Würzburg, den Churförsten zu Cöln 
and Trier und seinen Gesandten am kaiserlichen Hof und 
auf dem Städte-Tag eigens verkündet. 



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10« Erbard SchQrstab's 

Dom. Hantechuch, Henßlein Schräm, Heincz Werlin, Jörg 
Kopp, Heincz Muriack, Hanns von Por, Concz Reiff, 
Thoman Prönster, Heincz Linck, Herman Reiff, Herman 
Prem, Jacob Kreb, Eberhart Pehaim, Wernlein Lautkeiß, 
Heincz Jager, Heincz Seauß, Hanns Gadenfart, Heincz 
Slenßinger, Fritz Förster, Heincz Meir, Concz Binczen- 
stock, nanns Püllenhoffer, Sixt Stacke», Ott Senfflt, Claus 
Egen, Hanns Kornn, Concz Ellenhawser, Lucas Sewer, 
Hanns Apell, Hanns Landßhut, Heincz Mettner, Hanns 
von Kotzaw, Rubrecht von Mangerßrewt. — Item vnd 
sunst vil burger von Swabach; die vorgeschriben ge- 
fangen sint ein teil marggraff Albrechtz leut, ein teil 
marggraff Hansen lewt, ein teil herczog Heinrichs leut, 
ein teil herczog Otten leut, ein teil bischoffs von Eistet 
lewt, ein teil bischoffs von Bamberg lewt, ein teil graff 
Sigmund von Gleichen leut, ein teil Bernhart Vitztum 
leut, ein teil dez von Hohenloch leut, ein teil der von 
Sawnßheim leut. 

Auch sind der feint vil erstochen vnd erslagen; 
die fürt man ein teil bey nacht gen Swabach vnd ein 
teil anderßwo , der namen man noch nit wissen kau ; 
auch brocbten die vnsern bey ij° gereisigen pferden 
vnd gar uil platharnasch vnd panczer vnd eisenhüt vnd 
renntartschen, armbrost vnd glefen, vnd brachten auch 
etlich wagen mit fischen, die die feint gefangen betten, 
vnd die segen vnd schaff brachten sy auch; auch wur- 
den vnser gereisigen auff den tag iiij gefangen vnd 
wurden der vnsern ij geschoßen, die starben darnach, 
sust nam der vnsern auff den tag keiner schaden etc. 

Item darnach riten vnd luffen die vnsern teglich 
auß vnd brachten küe vnd pferdt teglich herein. 

Item am freitag vor Judica [20. März] dez nachtz 
riten etlich vnserr gereisigen hye auß, straifften auff 
der stroßen, alzo komen sy gen Reichenbach enhalb 
Haberstorff gelegen, do funden sy vij wagen, waren 
der feint, dar auff waz wein geladen auff v wagen. 



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Kriegsbericht. 107 

vnd ij mit habern geladen; alzo slugen sy den faßon 
dy pöden auß vnd uerschfitten den habern vnd uer- 
strewten, vnd namen xxxj wagenpferd vnd brachten die 
herein. l ) 

Item am montag nach Judica [23. März] brachten 
etlich vnser gereisig ein raub kfie von Ror 2 ) enhalb 
Swabach bey xx küen vnd etlich pawern pferdt vnd 
etlich gefangen pawern. 

Item aoff denselben tag brachten etlich anderr vn- 
serr gereisig wol xxviij küe vnd lxxx swein, betten sy 
zu Lauff an der stat genomen. 

Auch auff den selben tag brachten etlich ander 
vnser gereisig wol xx kfie vnd ij c schaf vnd etlich paw- 
ern pferdt vnd eflich gefangen pawern, dy betten sy 
genomen zu Czenn an der stat. 

Item an der selben montag nacht gingen hie etlich 
trabanten auß vnd brachten wol xl kfie, betten sye ge- 
nomen in den dorffern gegen dem Newenmarckt wertz. 

Item am eritag nach Judica [24. März] riten etlich 
vnser gereisig hye auß vnd brachten wol lxxxx küe 
vnd etlich swein vnd pferdt vnd gefangen ha wem, bet- 
ten ay genomen bey Haberstorff. 

Item am mittwoch nach Judica [25. März] czugen 
zu Nürnberg auß dez nachtz mer dann vj G gereisig vnd 
iij* trabanten vnd betten wol lx wagen vnd czngen 
gen Hailsprun czu vnd brennten gar vil dörffer großer 
vnd clainer vmb Hailsprunn vnd schaffhoff vnd mül, 
vnd brennten daz dorff zu Petersaurach 3 ) ab vnd stflrmt- 



1) Damals schrieb Markgraf Albrecht an die Stadt Schwein- 
fort, sie möge ihm mit 1000 Malter Mehl und auch mit Wein 
und Haber aushelfen ; denn er halte grossen Mangel an Pro- 
viant und Mühlwerk. Der Ralh zu Nürnberg aber schrieb 
ao jenen zu Schweiufurt, dieser soll dem Markgrafen, welcher 
der Städte gemeinschaftlicher Feind sei, ja nicht helfen. 

9) Pfarrdorf, Ldg. Schwabacb. 

3) Pfarrdorf, Ldg. Heilsbrunn. 



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108 Erhard Schürstab's 

ten den kirchoff vnd hrentten ab dy dörffer Weiters- 
dorff, Weisenbrun, Tetelsaw, l ) vnd süst vil anderr dörf- 
fer, alzo daz sy uerbrauten wol xvj dörffern, vnd brach- 
ten vil vihs herheim wol v c küe vnd kelber vnd xvj c 
schafe vnd lemmer vnd j c und lxxx swein vnd wol 
xl pawern pferdt vnd wol xxxiij gefangner pawern vnd 
uil wagen mit allerley geladen. 

Item am freitag vor dem Palmtag [27. März] riten 
etlich gereisig hye auß vnd mit in gingen etlich tra- 
banten auff daz pirg vnd chomen an czwen wagen mit 
salcz geladen vnd eysen vnd öl, vnd brachten dy wagen 
mit dem gut vnd pferd herein. 

Item am selben tag zu abent gingen ellich vnserr 
trabanten hye auß vnd chomen gen Bockstorff bey Vor- 
cheim gelegen vnd brachten lxvüj küe, xl swein vnd 
xxx pawern pferdt. 

Auff den selben tag gingen etlich ander vnserr 
trabanten hye auß vnd naroen ein rawb vihs auff dem 
pirg zu Erhenbach 2 ) vnd brochten wol xxx küe vnd 
xl schaf. 

Auch dez selben abentz riten etlich gereisig hye 
auß vnd brennten iiij mül ab an der Aurach enhalb 
dez Kamer stain. 

Item am samstag vorm Palmtag [28. März] riten 
etlich gereisig hye auß vnd namen aber vihe vor Lauff, 
an der stat, küe, schaff vnd pferdt vnd etlich gefangen 
pawern; vnd an derselben nacht riten etlich ander hye 
auß vnd namen vihe bey dem Banhoff, 3 ) küe, kelber 
vnd swein vnd prachten etlich gefangen pawern. 

Item am eritag nach dem Palm tag [31. März] 
riten etlich gereisig hye aus vnd namen ein raub küe 
vor Tann xxxiiij küe vnd etlich gefangen pawern vj 
vnd etlich pferdt. 

1) Dörfer, Ldg. Heilsbrunn. 

2) Dorf, Ldg. Gräfenberg. 

3) Dorf, Ldg. Heilsbrunn. 



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Kriegsbericht 109 

Item am mittwoch nach dem Palmtag [1. April] 
riten etlich gereisig hye auß vnd brachten wol xuiij 
swein vnd etliche pferd, betten sy genomen zu Frawn- 
awrach. 1 ) 

Auch dez selben tags riten etlich gereisig hye auß 
vnd namen ein rawb kfle enhalb der Selingporten 2 ) in 
dem Solczgaw l kfle, xx pferdt vnd x gefangen paw- 
ern; vnd auff den selben tag ward vnser gereisigen 
einer auff der wartt gefangen , eins burgers knecht, en- 
halb Sweinaw. 

Item in dez warn etlich gereisig hie außgeriten 
vnd brennten etlich hemer ab nit weit von Aurbach 
gelegen. 

Auch warn etlich trabanten in der czeit hie auß« 
gegangen vnd brochten wol xxx küe, hetten sie ge- 
nomen czu Hohenstat 3 ) enhalb Herspruck. 

Item am Oster abent [4. April] riten etlich gereisig 
hie auß vnd riten gen Pirpawm 4 ) vnd gewunnen daz 
sloß zu Pirpawm vnd brennten daz auß, vnd namen 
waz sy dar innen fanden vnd brachten daz herein vnd 
brochten xxxvj küe vnd etlich gefangen. 

Item auff den selben tag riten ander vnser gereisig 
hye auß vnd riten für Altdorff vnd brachten xv küe 
vnd iij gefangen pawern. 

Item am andern Ostertag [6. April] czugen etlich 
trabanten hie auß vnd brachten Lviiij küe, hetten sie 
genomen zu dem Regensperg vor dem sloß. 

Item am mittwoch noch Ostern [8. April] riten 
etlich vnserr gereisig hye auß vnd brochten xl kfle vnd 
uil swein, hetten sy genomen zu Herczogaurach. 



1) Pfarrdorf, Ldg. Erlangen, ehemaliges Nonnenkloster, 
ä) Pfarrdorf, Ldg. Neumarkt, ehemaliges Cisterzienser- 
Nonnenkloster. 

I) Pfarrdorf, Ldg. Hersbruck. 
I) Markt, Ldg. Neumarkt. 



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110 Erhard Schürstabs 

Item auff denselben mittwoch czogen vnserr ge- 
reisig vnd fußuolck hye auß vnd auff daz birg gein 
Egloffsiein x ) vnd brenten die bewser auff dem berg vor 
dem sloß ab, vnd hrachten ein raub vihs berein wol 
lx ktte vnd uil swein, pferdt vnd geiß vnd etlich ge- 
fangen. 

Item am freitag nach Ostern [10. April] riten et- 
lieh gereisig hye auß vnd brachten xv küe, betten sy 
genomen zu Erlang. 

Item am samstag darnach [11. April] brachten et-* 
lieh vnserr gereisig xij küe, betten sy genomen zu dem 
Marolfotain; *) vnd am montag vor dem Heiltum [13. April] 
brachten etlich vnser gereisig xij ktte, betten sy genomen 
zu Grünsperg bey Altdorff. 

Item am eri tag vor dem Heiltum [14. April] waren 
aber etlich vnserr gereisig hye außgeriten gen Grttns- 
perg vnd brennten ab den vorhoff daselbst vnd waz 
vor dem sloß stund vnd brachten aber von Grunsperg 
bey xxxv küen. 

Item auff den selben eritag waren etlich' vnserr 
gereisigen hye auß geriten vnd brennten zu Langen- 
sendelbaeh vnd zu Effelteich vnd brachten wol l küe 
vnd swein. 

Auch auff den selben tag brachten ander vnserr 
gereisig wol xxx küe, betten sy genomen zu Sebach 
vnd xx swein. 

Item am mantag nach Reminiscere [2. März] in der 
fasten schickten vnserr herrn hye auß bey j c gereisiger 
gen Weissenburg; vnd ir haubtman waz Jörg Geuder; 
vnd riten da gen Scb webischen Werd; da selbst sollen 
die swebischen vnd ander reichstet, dye im bunt waren, 
hin komen; alzo chomen dye von Augspurg, von Nor- 
ling, von Hall, von Rotenburg, von Winßheim vnd die 



1) Pfarrdorf, Ldg. Gräfenberg. 

2) Kirchdorf, Ldg. Gräfenberg. 



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Kriegsbericht 111 

obern stet vnd brachten all zusamen bey vj c pferden 
vnd czugen da gen Nörling vnd uerbrennten etliche 
dörffer im Rieß vnd czugen doch gen Dinckelspühel 
vnd czugen doch gen Winßheim, der waren etlich wa- 
gen mit wein vnd putern von Francken gen Winßheim 
komen, solt man her gen Nfirmberg gefürt haben. Alzo 
lad man dy wagen zu Winßheim ab vnd ließ daz da 
ligen, vnd der gereisig czeug aller czoh wider hinter 
sich gen Rottenburg vnd belaitet alzo die lern wegen 
wider hinter sich heim wertz, die den wein vnd putern 
gen Winsheim getragen betten, vnd beleiten etlich wein 
von Rottenburg gen Dinckelspühel» vnd riten do von 
Dinckelspühel mit dem gereisigen zeug allen gen Hall 
vnd brennten vnter wegen etliche dorffer ab, vnd czu- 
gen doch wider gen Dinckelspühel; vnd czugen zu Din- 
ckelspühel auß am eritag vor dem Heiltum [14. April] 
vnd wolten gen Winßheim czihen vnd solten den von 
Nftrmberg auch kost vnd wein helffen mit gewalt füren; 
alzo beliben die von Vlm am meisten vnd etlich von 
den obern steten wol mit ij> pferden zu Dinckelspühel; 
alzo czugen die von Nürmberg vnd die andern stet vnd 
betten all bey iiüj- c pferden vnd wolten gen Winßheim 
czihen, vnd czugen in den grünt bey Lewtershawsen, 
vnd brennten etwe uil dorffer ab daselbst vmb, vnd 
brenten gar ein groß dorfi ab, heißt Awrach, 1 ) vnd 
namen gar uil vihs daselbst. Alzo waz der marggraff 
auff zu Onoltzspach vnd allenthalben mit den sein ge- 
reisigen vnd fußuolck, da er die fewr sach auff gien, 
vnd eilt die vnsern; alzo flausten die vnsern daz vihe 
laßen sten vnd hetten keine rechte ordenung vnd ge- 
schickt wann yede stat für sich selbs da waz, vnd hetten 
kein obersten haubtman, dem sy gehorsam wern; vnd 
ward dy sach übel gehandelt. Alzo traffen etlich mit 
den feinten, etlich gaben die flucht vnd scharten hinten 



1) Pfarrdorf, Ldg. Heilsbrunn. 



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112 Erbard Schürstabs 

da von, alzo mit solcher vnordenung lagen die stet dar- 
nyder vnd wurden ir mer dann ij c gefangen von allen 
steten, die uorgenant sein, von ytlicher ein teil vnd 
der vnsern wurden wol rij gefangen, darvnter waz Jörg 
Geuder der baubtman, Francz Pirckamer, Jobs Fronhoffer 
vnd ein Gzenger vnd ein Grieß vnd ein Rechenberger, 
die andern waren siecht söldner vnd burgerßknecht, vnd 
die gefangen wurden all gen Onolczbach gefört. 1 ) 

Item am suntag nach dem Heiltum [19. April] riten 
etlich gereisig hye auß vnd brachten xij küe vnd etliche 
swein vnd bawern pferdt, betten sy genomen zu Amer- 
storff. 

Auch dez selben tagz gingen etlich trabanten hye 
auß vnd brachten xv küe, hetten sy genomen in den 
dörffern bey Winspach. 

Auch auff denselben suntag ritten etlich gereisig 
hye auß vnd mit in gingen etlich trabanten vnd cho- 
men für daz sloß Tann vnd czetzzten sich mit in; die 
weil luffen die trabanten in die mül vnter dem sloß 
gelegen vnd czttnten die an vnd uerbrennten die, vnd 
namen ein wagen mit wein vor dem sloß hart an der 
brücken vnd brachten den wein herein. 

. Item an dem selben suntag zu nacht riten etlich 
vnser gereisig hye auß vnd gingen mit in etlich tra- 
banten vnd hüten auff etlich wagen mit wein, die solten ~ 
gen Lauff zu gen; do waren dy wegen mit dem wein 

1) Das nürnbergische Kriegsvolk hat sich in diesem Treffen 
mit den Markgräflichen ritterlich geschlagen. Selbst Markgraf 
Albrecht hat ihre Tapferkeit gelobt und gesagt, die von Nürn- 
berg seien kecke, endliche und unerschrockene Leute und 
haben auf diesem Tage ritterlich gefochten. 'Der Rath mel- 
dete diese Niederlage seinen Gesandten zu München mit den 
Worten, sie sollen darob nicht erschrecken, es sei ihm eine 
ehrenvolle Niederlage lieber, als eine schändliche Flucht. 

Um diese Zeit, nämlich am Sonntag Misericordia domini 
[19. April] hat Herzog Albrecht zu Oesterreich von Markgraf Al- 
brechts wegen der Stadt Nürnberg und dem von Heideck abgesagt 



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Kriegsbericht. 113 

gen Laaff in die stat chomen ee dy vnseren in den 
hall chomen; alzo brenten die vnsern vor Lauff etlich 
hewser vnd stedel ab. 

Item am montag nach dem Heiltum [20. April] 
riten hye etlich gereisig auß vnd chomen an iiij wegen 
mit wein geladen nit ferr von dem Stain 1 ) vnd slugen 
aoff ij wagen den faßen die böden auß, vnd spanten 
die pferdt alle an die andern ij wegen, vnd triben die 
wagen mit dem wein vnd ein großen raub vihs herein 
werte; dez ward der marggraff gewar zu Swabach vnd 
eilt nach mit einem großen gereisigen zeug, vnd es 
waz nun abent vnd nacht worden, daz die vnseren den 
raub in dem wald musten laßen sten, vnd er eilt sy 
herein byß an die schrancken bey der lantwer; alzo 
waren die schneller uerspert vnd die vnsern musten ab 
vallen vnd zu fuß durch die schrancken chomen, vnd 
ließen etliche pfert sten, etlich fluhen auß wo sy moch- 
ten, alzo daz der vnsern auff den tag ftknff gefangen 
wurden, vnd uerlurn xj pferdt, dy in genomen vnd er- 
schoßen wurden; auch ward der feint einer gefangen, 
hieß der Windhetzer. 

Item in der czeit helten vnserr herrn ratz zu den 
Sweyczern gesant vnd betten ir bestelt bey j* vmb solt 
vnd gaben aim zu fuß ein raanet v gülden ; die czugen 
her gen Nürmberg vnd waren herchomen gen Rotenburg 
auff die czeit do die nyderlag am eritag vorm Heiltum 
geschähe, vnd czugen doch von Rotenburg gen Winß- 
heim, alzo het marggraff Albrecht groß sammung vnd 
meint die Sweyczer der nyder ze legen ee sy her ein 
chomen; alzo beliben sy zu Winßheim byß auff den 
suntag nach sant Jörgen tag [26. April] do czoh man 
hye mit gewalt auß, gereisig vnd faßuolck, vnd czugen 
den Sweytzern entgegen byß enhalb Czenn; do chomen 
dieSweiczer hergegen von Winßheim byß enhalb Czenn 



1) Dorf, Ldg. Nürnberg. 

<taeU«n VUL 



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114 Erhard Schttatab'g 

vnd komen do zu den vnsern vnd czugen doch mit 
gewalt herein. 1 ) 

Item am eritag vor Walpurgis [28. April] zu abent 
czogen hye auß hey v^ c gereisiger vnd vil fttßuolcks; 
auch czugen die Sweiczer mit vnd betten vil wagen vnd 
karnpüchsen, vnd czugen neben Swabach hin auß gegen 
Abenberg 2 ) zu. Do het sich der marggraff aufgemacht 
vnd waz auch gar starck im feld mit einem großen 
gereisigen czeug; do machten die vnsern ir geschick 
vnd wolten mit im getroffen haben vnd schußen mit 
karnpüchsen gegen seinem czeug. Aber der marggraff 
wolt ir nit erpeiten vnd waich hinter sich; dann etlich 
scharmützelten mit den vnsern vnd wurden der feint 
etlich geschoßen, vnd dy vnsern czugen för sich vnd 
brennten auff den tag gar uil dörffer ab enhalb Abn- 
berg, Mitteleschenbach, 3 ) Wassermungenaw 4 ) vnd daz 
dorff Ynter Wernfels 5 ) vnd Küedorff 6 ) daz dorff vnd 
berrnhawß vnd süst vil dorffer. Vnd der marggraff 
waz stetz im feld vnd must do zusehen; vnd do sy den 
tag alzo brennt betten, do czugen sy gegen den abent 

1) Johann Stunipf in seiner Schweizer Chronik macht 
viel Rühmens von diesen Soldtruppen , als ob sie erst den 
Ausschlag gegeben und den Krieg zu End gebracht bitten. 
Man findet aber nirgends aufgezeichnet, dass sie besonders 
grosse Thaten verrichtet haben. — Ausser den Schweizern 
wurden damals auch mehrere Herren vom Adel in Bestallung 
genommen, so namentlich der Reiffenberger mit 20 bis 25 Pfer- 
den und ein Schlammersdorfer. Burian von Golobrat und ein 
Herr von Riesenburg, böhmische Herren, erboten sich, der 
Stadt zuzuziehen, Böhmen offen zu halten und Nürnberg mit 
Lebensmitteln zu versehen. Hinko Grusina, Herr zu Schwan- 
berg, und Ratzko von Riesenburg schickten dem Markgrafen 
Fehdebriefe und verheerten sein Land mit Brand. 

2) Städtchen, Ldg. Pleinfeld. 

3) Städtchen, Ldg. Heilsbrunn. 

4) Dorf, Ldg. Heilsbrunn. 

5) Dorf, Ldg. Pleinfeld. 

6) Dorf, Ldg. Schwabacb. 



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Kriegsbericht. 115 

her heim wertz vnd betten vil vihs zusamen getriben 
io den dörffern doselbst vmb do sy gebrant beten : vnd 
triben daz vihe mit in her ein; vnd do die vnsem 
herezu komen an ein fort an der Retnytz, do hielt der 
marggraff mit seinem gereisigen zeug ob dem fürt an 
einer höhe in einem geschick, vnd bet gar uil gereisigs 
zeugs; do machten die vnsern auch ir geschick vnd 
wolten aber mit im getroffen haben ; do wolt der marg- 
graff nit an sye vnd waich wyder hinter sich; alczo 
csugen die vnsern durch den fürt vnd cbomen wol her- 
heim mit dem vihe vnd brachten wol iiiL} c küe vnd 
etlieh pferdt vnd v c schaf, Lxij gefangner bawern, vnd 
brachten auch xiij pantzer, betten sy genomen auff einem 
wagen, der wolt gen Abenberg sein gangen. 

Item an sant Walpurgen tag [1. Mai] waren etlieh 
vDserr gereisig vnd trabanten hye außgeezogen vnd cbo- 
men auff daz pirg enhalb des Rotenpergs vnd Osterno, 
vnd brachten ein raub vihs, j c xix küe, xxx ackerpferd 
vnd vil swein vnd geyß vnd ettlicb gefangen; betten 
sy genomen czu dem Hetzeis. 

Item am mittwoch nach Walpurgis [6. Mai] riten 
etlieh gereisig hye auß vnd brachten ein gereisigen ge- 
fangen mit hengst vnd barnasch, waz dez Gotzmans 
knecht von der BOg. 

Item am pfineztag nach dez heiligen Creutz tag 
Inueneio [7. Mai] waren etlieh gereisig hye außgeriten 
vnd brachten xxxviij küe, betten sy genomen bey Hoch- 
stet an der Aisch. 

Item am montag vor dem Auffarttag [11. Mai] 
riten etlieh gereisig hye auß vnd brachten wol xxv küe, 
betten sy genomen bey dem Hilpoltstein vnd Winter- 
stain ; alzo eilten in die pawern nach vnd wolten in daz 
vihe ab eilen, vnd erschußen den vnsern ein pferdt, 
vnd die vnsern erstachen vnd erschußen der pawrn iiij 
vnd brachten daz vihe herein. 

8* 



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116 Erhard SchQrstab's 

Item am pfincztag am AufiEarttag [14. Mai] riten 
etlich gereisig gesellen hie auß vnd chomen an etlich 
wagen mit salcz: den spanten sy dy pferd auß vnd 
chomen darnach an czwen wagen mit wein; die brach- 
ten sy herein mit wein vnd pferden, vnd dy weinwegen 
betten $y genomen nit weit von Emßkirchen, vnd der 
pferd t waren aller xxij. 

Item an demselben pfincztag zu nacht waren etlich 
trabanten hie auß gangen, vnd namen etlich küe bey 
AUersperg; alzo eilten in die von Allersperg noch vnd 
wolten in daz vih ab geeilt haben ; do schußen die vn- 
sern in dieselben pawrn vnd erstachen ir ain, auch 
ward vnserr trabanten einer erschossen , vnd die vnsern 
brachten daz vihe her ein; dez waz xvj küe. 

Auch auff den selben abent waren etlich vnserr 
gereisig vnd trabanten außen geweßt vnd brachten et- 
lich gefangen trabanten, die die firawen teglich auff der 
straß raubten, so sy der stat zw tragen wolten, vnd 
brachten gefangen pawrn vnd pawrnpferd. 

Item am freitag noch dem Auffarttag [15. Mai] 
riten etlich gereisig hie auß vnd brachten xxij pawrn- 
pferdt vnd etlich gefangen pawrn; betten sy genomen 
enhalb Kadolczburg. 

Item an dem selben freitag zu nacht waren etlich 
trabanten von hinnen gewest bey dem Regensperg vnd 
zu dem Hetzeis, vnd betten gebrennt vor dem vorhoff 
zu dem Regensperg, vnd ward vnser trabanten einer 
erschoßen. 

Item am samstag nach dem Auffart tag [16. Mai] 
waren etlich vnserr gereisigen geriten vnd brachten wol 
lxxx swein, vnd xij küe vnd etlich pawrn pferdt; hetten 
sy genomen enhalb Pairstorff. 

Item auff den selben tag waren etlich vnserr ge- 
reisigen geriten vnd brachten ein raub Lxxviij küe, 
xxiiij pawern pferd vnd etlich geyß vnd vüj gefangen 



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Kriegsbericht. 117 

pawern; betten sy genomen zu dem Hilpoltstain vnd 
zw Dürßbrunn. 1 ) 

Item am montag frOe vor Pfingsten [18. Mai] czu- 
gen hye auß nil gereisiger vnd fußuolcks mit wagen 
vnd chomen über den walt bey dem Crafftßhoff; vnd 
do sy über walt chomen, do ließen sy die fußgengel 
enhalb dez walds mit der Wagenburg still halten; vnd 
der gereisig zeug reit fürbaß gegen Vorohaim wertz 
in ein huet, vnd schickten etlich gerei&ig von in; die 
sotten daz vihe vor Vorcheim anslahen vnd solten daz 
vihe treiben gegen dem gereisigen zeug, au ff daz ob 
man zu Vorcheim nach eilen wolt, daz dy vnsern gern 
hinter sy wern komen; dann die vnsern slugen etlich 
küe vor Vorcheim an vnd die von Vorcheim eilten in 
die küe wider ab vnd fingen der vnsern iij, wann vn- 
serr gereisiger zeug hielt zu verr von in in der hut, 
alzo daz die vnsern auff den tag daselbst nichtz schick- 
ten vnd czugen an endt her heim. 

Item am eritag zu nacht vor pfingsten [19. Mai] 
czohe man hye auß mit vi! gereisigs zeugs vnd fußuolck 
vnd Sweyczer vnd hetten uil wagen vnd karnpüchsen 
vnd czugen gen Emßkirchen 2 ) czu, vnd chomen am 
mittwoch früe dar; vnd branten daz dorff auß vnd 
stürmten den kirchoff;' do wertten sich die pawern gar 
fast vnd wnnten der vnsern etweuil vnd erschußen et- 
lich zu tod; alzo gewunen dy vnsern den kirchoff vnd 
singen der pawern etwe uil ze todt, vnd etlich von den 
pawrn waren auff dem kirchturn; die wollen sich nit 
ergeben; alzo hießen die vnsern den pfarrer auß tragen, 
waz zu der kirchen gehört, vnd czünten doch die kir- 
chen an vnd brennten sy aus, vnd namen waz sy da 
fanden von plündern, hawßrot vnd etliche vaß mit wein, 

1) Pfarrdorf, Ldg. Gräfenberg. 

2) Die Bauern zu Emskirchen hatten einige nürnbergische 
Kriegsleute angegriffen und dadurch den Rath veranlasst, sie 
dafür zu strafen. 



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118 Erhard Schüretab's 

vnd luden daz vnd Arten es herein vnd singen etlichen 
faßen die pöden auß in den kelern. Aach uerhranten 
sy anff den tag gar uil dörffer vmb Emßkirchen ge- 
legen, vnd czugen doch her wider heim vnd brachten 
mer dann iij c küe vnd j c swein vnd etliche schaff vnd 
etlich gefangen pawern. 

Item am freitag vor pfingsten [22. Mai] nach mit- 
tag cbomen die feint mit einem großen gereisigen zeug 
her zu byß gen sant Linhart, vnd wolten uilleicht küe 
hin haben trieben; alzo waz daz vihe hynn in der lant- 
wer; alzo was yderman von stund an in der stat auff 
vnd eilten hinauß für Spitaler tor vnd czugen den fein- 
ten noch byß zu dem hohen creucz enhalb Sweinaw; 
do eilten die feint über daz wasser zu Reichelstorff *) 
vnd wollten der vnsern nit erpeiten, alzo czugen sy 
wider her ein. . 

Item am pfingst abent [23. Mai] riten etlich ge- 
reisig hie auß vnd brachten viiij küe, xvij ackerpfertt; 
hetten sy genomen zw Reichenpach vnd zu Kestel bey 
Münchaurach vnd brachten vij gefangen pawern. 

Auch waren etlich anderr gereisigen hye auß ge- 
riten zu Weissenburg, die dy vnsern warn, vnd brach- 
ten xvij küe, hetten sy genomen bey Heydeck in einem 
dorff auff der stroßen vnd brachten die herein. 

Item darnach sagt man hye, wie marggraff Allirecht 
uil uolcks het in einer Wagenburg bey Swabach vnd 
hette auch uil gereisigs volcks; alzo zoh man hye auß 
am eritag nach pfingsten [26. Mai] mit macht, gereisigen 
fußuolck vnd wagen vnd mit püchsen, vnd czugen hyn 
auß vnd ließen dy Wagenburg mit dem fußuolk bey 
Swant, 2 ) auff daz ob der marggraff mit seinem fußuolk 
zu in czihen wolt, so wolten sy es mit im genomen 
haben; vnd vnserr gereisiger zeug rant fär Rot vnd 



1) Dorf, Ldg. Schwabach. 

2) Markt, Ldg. Schwabach. 



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Kriegsbericht. 119 

namen daz vihe daselbst vnd triben zu vnserr Wagen- 
burg zu. Die weil betten vnser drabanten etliche hew- 
ser zn Swant abbrent; alzo czugen dy vnsern her wider 
heim, vnd dez marggraffen volck mit ir Wagenburg waz 
enhalb dez wassers gen Swabach vnd torsten zu den 
vnsern auff den tag nit chomen; vnd die vnsern brach- 
ten herein mer denn iij c küe vnd wol l pawern pferdt 
vnd viiij gefangen pawern, dy sy vor der stat Rot all 
genomen hetten. 

Item am mittwoch nach pfingsten [27. Mai] riten 
etlich gereisig hye auß vnd prarhten xlvj küe, hetten sy 
genomen zu Pirpawm bey Dachspach an der Aysch gelegen. 

Item am pfincztag nach pGngsten [28. Mai] ezugen 
vnserr gereisigen vnd trabanten hye auß vnd brachten 
xiij küe, xiiij ackerpferdt, ix gefangen pawern, hetten 
sy genomen bey dem Rotenberg vnd Osterno. 

Item auff den selben pfincztag riten etlich gereisig 
hye auß vnd namen vor Kadolczburg Lxvij küe, ij c xx 
schaff zu nechst an dem sloß vnd triben dye her gegen 
der stat; do machten sich die von Kadolczburg auff mit 
uil gereisigs zeugs vnd eilten den vnsern nach byß gen 
Fürt an daz wasser; do hetten die vnsern die küe über 
daz wasser bracht vnd musten dy schaff sten laßen; 
do triben die feint die schaf wider weck. Alzo kam 
daz geschrey berein in die stat, wie die feint dy vn- 
sern eilten; do waz uon stund an yderman auff zu roß 
vnd zu fußen vnd eylten den feinten nach byß gen Ka- 
dolczburg an die schranckeo, vnd die feint mußten die 
schaff sten laßen, vnd die vnsern brachten die küe vnd schaf 
vnd iij gefangen pawrn, die die vnsern vor geeilt hetten. 

Item auff den selben pfincztag [28. Mai] waren et- 
lich gereisig hye auß geriten auff daz pirg vnd brachten 
lxxx küe, xxv wagenpferdt vnd pawrnpferdt, xxxgeyß 
vnd etlich gefangen pawern; betten sy genomen zw 
Brunn 1 ) ein meil von Pegnitz. 

1) Dorf, Ldg. Pegnitz. 



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120 Erhard Schürstab's 

Item am samstag vor Trinitatis [30. Mai] riten et- 
lieh gereisig hye aus vnd namen ein raub ktte hei Hoch- 
stet an der Aysch in den dorffern. 

Item an dem selben samstag waren etlich vnser 
gereisig hye auß geriten vnd brachten xiij kfle vnd et- 
lich geyß; beten sy genomen bey Lauff. 

Auch an dem selben samstag riten hye viij ge- 
reisig auß auff die wartt gegen Swabach wertz, vnd 
riten ferrer vnd wolten pawern vahen; alzo kamen die 
feint an sy vnd fingen der vnsern ij vnd Arten dy mit 
hengst vnd harnasch gen Swabach. 

Item am montag vor vnsers berrn Leichnams tag 
[1. Juni] dez abentz czohe man hye auß v c gereisig 
vnd uil fußuolcks mit uil wagen vnd karnp&chsen vnd 
kamen am eritag [2. Juni] früe in den grünt enhalb des 
Gnadenbergs x ) zwischen Hainburg vnd Newenmarckt vnd 
uerbrenten gar uil großer dorffer vnd weiler vnd hoff 
vnd uil mül, vnd brennten daz dorff Pergen 2 ) ab; vnd 
darinn stunden ij slößlein oder herrensitz, vnd gewun- 
nen daz ein gar pald. Alzo waren dy pawern in daz 
ander hauß ebomen vnd werten sich gar fast dar auß, 
vnd betten vnserr gereisigen ein in daz hauß gefangen; 
der het sich uerriten, den hetten sy gewunt byß aoff 
den todt. Alzo schickten vnserr baubtleut zu dem slöß- 
lein, ob sy sich wolten ergehen, so wolt man sy dez 
lebens sichern; dez wolten sy nit ton, vnd handelten 
die vnsern gar fast vnd übel; alzo gingen die vnsern 
mit gewalt dar an vnd gewunnen vnd erstigen daz hauß 
vnd slugen all die zu todt, die dorinn waren ; der waren 
bey xix; vnd erslugen den vnsern gereisigen, den die 
pawern vor hynein hetten gefangen, vnd brennen daz 
dorff vnd hewser auß, vnd luden die blundern, die sie 
funden in der kirchen vnd den hewsern vnd czugen 



1) Im ehemals fürstbischöflich-eichstädtischen Gebiet, 
ä) Pfarrdorf, Ldg. Greding. 



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Kriegsbericht. 121 

her beim vnd brachten iij< c küe, ij c »wein, iij c schaf, 
xx gefangen pawern vnd etlieh pawern pferdt. 

Item am mittwoch an vnsers herrn Leichnams abent 
[3. Juni] do brenten dye von AltdorfF daz dorff zu Oten- 
sos 1 ) czwischen Lauft vnd Herßpruck vnd czfinten der 
von NQrmberg guter an; do brann daz dorff am mei- 
sten als ab, vnd die kirch vnd kirchturn; vnd uerbrann 
groß gut in der kirchen vnd vil vihs; vnd daz dorfT 
ist am meisten herczog Otten vnd seiner edel lewt vnd 
der frawen von Engeltal. 

Item an demselben mitwoch waren die von Roten- 
burg außgeriten, vnd stürmtten ein kirchoff; do betten 
wir vnd die gemein reichstet ein gereisig zeug zu Winß- 
heim mit lx pferden; Püchner, die waren auch bey den 
von Rotenburg; alzo lagen die von Rotenburg auflf den 
selben tag ernyder woi mit lxxxx pferden, darvnter wa- 
ren der vorgenanten Püchner ernyder gelegt xvij vnd 
uerlorn xxxv pferdt. 

Item am freitag nach vnsers herrn Leichnams tag 
[5. Juni] riten etlieh gereisig hye auß bey lxxx vnd 
namen ein raub zu Dachspach vnd Geroltzhofen an der 
Aysch vnd triben den raub her gegen der stat ; do waz 
man allenthalben zu Dachspach vnd zu der Newenstat 
vn<J anderswo auff vnd eilten den vnsern nach; alzo 
fingen dy vnsern iij gereisig, daz ein waz ein edelman 
genant Jacob Truchseß vnd sitzt zu Dachspach, vnd ij 
knecht; vnd brachten die gefangen vnd j c xxxiiij küe 
herein vnd xvij ackerpferdt vnd vj gefangen pawern, 
auch ward vnser gereisiger einer gefangen. 

Item am samstag nach Gotzleichnamstag [6. Juni] 
riten etlieh gereisig hye auß vnd brachten xl küe, betten 
sy genomen enhalb Erlang zu Merndorff. 2 ) 



1) Pfarrdorf, Ldg. Lauff. 
9) Pferrdorf, Ldg. Erlangen. 



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121 Erhard Schttrstab's 

Item in der czeit czfinten vnser feint den walt 1 ) 
an vmb die stat gegen Laoff werte, gegen Altdorff, ge- 
gen Swabach vnd allenthalben; vnd riten die feint allent- 
halben in dem wald herczu vnd namen etlich pawern 
pferdt auff der waid vnd fingen die pawern bey den 
pferden, so sy der pferdt auff der wayd hütten. 

Item am montag nach Gotzleichnamztag [8. Juni] 
riten vnserr gereisigen bey ij c hye auß auff daz pirg 
gegen Felden 2 ) wertz vnd wolten kfie bringen ; vnd am 
eritag [9. Juni] früe schickten vnserr herrn ein großen 
reisigen zeug hinnach vnd wol ij M trabanten, Sweyczer 
vnd ander, die solten halten enhalb dez walds, ob man 
dy ij gereisigen icht eilen würd, daz in die zu hilft 
kernen. Alzo komen sy all an endt, wann die pawern 
daz vihe hetten geflöhet, dann daz sy ij hemer bey 
Felden gelegen tnd etlich hoff vnd stedel vnter wegen 
abprenten. 

Item an sant Veytztag [15. Juni] zu abent zoh man 
hye auß mit uil gereisigs zeugs vnd mit vil fußuolck, 
vnd hetten uil wagen vnd püchsen; vnd czugen enhalb 
Herßbruck vnd ließen do die Wagenburg vnd fußuolck 
czwischen Herschbruck vnd Hohenstat an dem wasser, 
vnd der gereisig zeug teilt sich in iij teil : ain teil riten 
ir f&r Sulczbach bey iii c , vnd die selben namen daz vihe 
vor Sulczbach vnd trieben es herab zu der Wagenburg Vnd 
brenten von Sulczbach herab zu der Wagenburg uil dorf- 
fer ab vnd mül; auch waren etlich ander geriten vnd 
namen vihe zu vnd vmb den Künigstein 3 ) vnd brenten 
den marckt Küngstain vnd uil dörffer ab, vnd czugen 
vnd triben daz vihe zu der Wagenburg. Die weil hetten 
dy trabanten dy kirchoff zu Hagburg 4 ) vnd Hohenstat 

1) Die beiden Reichswälder Laurenzi und Sebaldi. 

2) Städtchen, Ldg. Hersbruck. 

3) Markt und Schloss, Ldg. Sulzbach. 

4) Wahrscheinlich Happurg, Pfarrdorf, Ldg. Hersbruck. 



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Kriegsbericht. 123 

gerawmt vnd hetten abbrennt dye dörifer Hohenstat vnd 
Pomelsbrunn, 1 ) vnd laden die wegen vnd czugen doch 
her wyder heim vnd hetten auff den tag uerbrent mer 
denn xl dörffer vnd brachten mer dann vij c kfle vnd 
öil swein vnd ackerpferdt vnd uil schaf vnd geyß. 

Item am freitag vor sunbenden [19. Juni] des abentz 
zobe man hye auß mit uil gereisigs zeugs vnd fußuolcks 
vnd mit nil wagen, wagen- vnd karnpüchsen, vnd cho- 
men am samstag [20. Juni] frtie in daz dorff Gmünd 2 ) 
bey Spalt gelegen vnd stürmten den kirchoff daselbst; 
den wolten dy pawern nit geben vnd gewunnen den 
mit gewalt vnd erslugen xv pawern darinn; vnd ge- 
wonnen in einem andern dorff auch ein kirchoff, daz 
heißt Czell bey Gmünd gelegen ; den wolten die pawern 
auch nit ergeben, do slugen si auch etlich pawrn zu 
todt, vnd czugen darnach für Spalt vnd legerten sich 
dafär. Die weil het marggraf Albrecht ein große sam- 
nung allenthalben im landt, vnd chomen die feint wol 
mit iiij c gereisigen pferden in die stat gen Spalt, alzo 
daz sy die vnsern hin ein sahen reiten; vnd dy vnsern 
sahen wol, daz es nit zegeschehen wer, vnd czugen 
wyder wegk hinter sich, vnd brennten die uorgenanten 
dorffer ab darinn sy die kirchoff gestürmt hetten. Die 
weil waz der marggraff mit dem gereisigen zeug, den 
er zu Spalt het, wider berauß chomen vnd reit zu sei- 
nem gereisigen zeug vnd zu seiner Wagenburg; die het 
er ligen an der Rednytz, vnd meint, er wolt dy vnsern 
da bestreiten vnd der vnsern kein her heim laßen cho- 
men. Die weil czohe vn&er uolck mit der Wagenburg 
vnd gereisigem zeug in einem geschick von Gmünd her- 
nach, vnd do sy chomen bey Hennbach 3 ) an die Red- 
nytz, da het der marggraff ein große Wagenburg vnd 



1) Pfarrdorf, Ldg. Hersbrack. 

2) Fridrichs-Gemünd, Ldg. Pleinfeld. 

3) Rednitzhembach, Kirchdorf, Ldg. Schwabach. 



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124 Erbard Schtirstab's 

uil foßuolcks enhalb der Rednytz vnd hielt wol mit 
viij c gereisigen auch da vod warttet auff dy vnsern. 
Alzo schickten sich die vnsern vnd rockten in nach byß 
über daz wasser, vnd schußen gar fast in der margraffen 
gereisigen zeug mit großen vnd ciain pflchßen vnd uon 
stund an gab des marggraffen Wagenburg dy flucht vnd 
flöhe eylentz wegk; vnd dez marggraffen zeug ruckt 
auff ein höhe vnd czeczt sich mit den vnsern ; do schu- 
ßen die vnsern gar fast in sye. Die weil flöhe sein 
Wagenburg ymerdar wegk, vnd der marggraff flöhe mit 
seinem gereisigen zeug auch wegk; vnd es waz nu nacht 
worden» daz die vnsern nit nachuolgen mochten, vnd 
der feint wurden uil erschoßen vnd auch irr pferdt uil. 
Da czugen dy vnsern her heim vnd brachten ein ge- 
reisigen gefangen vnd iiij gereisige pferdt vnd mer dann 
j c kfie vnd iiij c schaf vnd etlich gefangen pawern. 

Item am montag vor sfinbenden [22. Juni] zu abent 
riten etlich gereisig hye auß vnd brochten xxviij acker- 
pferdt; hetten sy genomen an der Aysch bey dem Newen- 
hauß. 1 ) 

Item am sunbent abent [23. Juni] riten etlich ge- 
reisig hye auß vnd brachten xxx kfie vnd viij acker- 
pferdt; hetten sy genomen for dem stoß Scheinberg. 

Item am pfincztag nach sfinbenden [25. Juni] gin- 
gen etlich trabanten hye auß vnd brennten ab ein hamer 
vnd ein hernhewsel genant in dem Hirsbach 2 ) auff dem 
pirg gelegen enhalb Eschenbach gelegen, vnd brachten et- 
lich gefangen pawern. Apch waren etlich gereisig hye 
auß geriten vnd brachten viiij ackerpferdt, hetten sy ge- 
nomen zu Grfinßberg. 

Item am freitag vor Petri et Pauli [26. Juni] riten 
etlich gereisig hye auß vnd brachten xl kfie, ij c swein, 
xxx ackerpferdt vnd etlich gefangen, hetten sy genomen 
zu Perengaw bey dem Newenmarckt. 

1) Im Ldg. Neustadt. 

2) Weiler und Hammer, Ldg. Hersbruck. 



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Kriegsbericht. 1 25 

Item am suntag vor Petri et Pauli [28. Juni] riten 
etlich gereisig hy auß vud brachten xviij ackerpferdt, 
viij küe; hetten sy genomen zu Brunn bey Emßkirchen 
gelegen. 

Item an sant Peters vnd Pauls tag [29. Juni] riten 
hy v gereisig auff die wart bey Katzwang; da komen 
sy an ij gereisig, die fingen sy vnd brachten sy herein 
mit hengst vnd harnasch, die warn bed herr Walther 
von Hürnheim knecht. 

Auch brachten vnser trabanten in der zeit uil reub 
her ein von kfien vnd pawrnpferden. 

Auch brenten vnserr feint vnsern armenleuten uil 
ab, daz vor den ganczen krieg bestanden waz; vnd die 
mit in vor abgedingt hetten vmb gelt, daz halff sy als 
nit. Vnd vnserr gereisigen riten ein teil gen Weissen- 
burg; alzo chomen ir feint, gereisig vnd faßuolck, bey 
nacht für die stat vnd uerherten in ir getraid auff dem 
feld vnd wußten 1 ) in ir gerten vnd waz in den gerten 
wuchß. 

Darnach an vnserr Frauen tag visitacionis [2. Juli] 
chomen die feint aber für Weissenburg mit vill wagen 
vnd fußuolck, vnd holten aber vmb die stat daz getraid 
verwüsten; alzo ruckten vnser vnd der uon Weissenburg 
gereissig auß der stat vnd namen den feinten wol l 
pawrnpferdt, vnd stachen in die feint vnd erstachen ir 
bey xvj zu tod vnd fingen ir bey xiiij vnd stachen vnd 
singen ir gar uil wunt, die dy feint alzo wunt mit in 
hin Arten. 

Von der richtigunge. 

Item in der zeit vor Faßnacht anno domini mil- 
lesimo cccc m0 L mo schickt vnserr herr der römisch kflnig 
sein rette herauff ,den bischoff von Kyemße, herr Hansen 
Neiperger vnd meister Virich Riedrer, vnd gab denselben 



1) verwüsteten. 



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126 Erbard Sehürstab's 

reten vnd dem bischoff von Salczburg vnd herczog Al- 
brecht tod München ganczen vollen gewalt, die sach ze 
richten. Die machten ein tag gen Mönchen viij tag nach 
Ostern [12. April]. Auff den selben tag komen die 
vorgenanten forsten vnd rette; anch ohomen dohin der 
bischoff von Secka, bischoff von Passaw, bischoff von 
Freysing, marggraff Albrechtz bottschafft, die von Nürm- 
berg vnd ander swebisch reichstett dez pundes vnd vil 
anderr ritter vnd knecht. 

Auff dem tag geschähe vil red vnd Widerrede; 1 ) 
doch ward nichtz da geendet, dann sy machten daselbst 
ein andern tag gen Höchstet an N die Aysch auff den 
freitag nach vnsers herren Auffartag [15. Mai]; do sol- 
len die forsten vnd herrn selbe persönlich hinkomen, 
die dy sach mit sampt dem marggrafen antreffent wer, 
vnd die reichstet, auch solten vnsers herrn dez römi- 
schen kfinigs rett auch auff den tag komen. 

Alzo do man da hin auff den tag kom, do uer- 
einteu sich die fürsten vnd die herrn vnd die reichstett 
vnd legten den tag gen Bamberg vnd czugen dohin auff 
den tag von Höchstet gen Bamberg; vnd chomen auff 
den tag vnsers herrn kfinigs rette torbenent, marggraff 
Albrecht, marggraff Hanns, bischof von Wirczburg, her- 
czog Otto von Payrn, bischoff von Bamberg, bischoff 



1) Unter andern erklärte Dr. Knorr, dass dem Mark- 
grafen nunmehr alle Lehen heimgefallen seien, die die Bor- 
ger zu Nürnberg von ihm zu Lehen getragen, und dass der 
Markgraf so viele Gefangene habe, dass er ein Lösegeld von 
60,000 fl. zu erhalten hoffe. Der Betrag der auf obige Weise 
heimgefallenen Lehen erreiche die Summe von 200,000 fl. 
Die von Nürnberg sollten den Harkgrafen mit Recht nicht 
Abnehmen, bis er zuvor sie rechtlich beklagt hätte; in dem 
Rechtsbot selbst soll sodann alles ausgenommen seyn, was 
sich in der Fehde zugetragen, d. h. der Markgraf soll alles 
behalten, was er erobert hatte; vnd drittens soll die Stadt 
den Harkgrafen nur als einen Fürsten des Reiches mit Recht 
ffirnebmen. 



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Kriegsbericht. 127 

von Eystet, pfalczgraff bey Heyn, der dewtsch meister, 
dez bischoffs von Salczburg rette, herczog Albrecht« 
von München rette, vnd vil ritter vnd knecht, vnd die 
von Nürmberg vnd die andern reichstette dez pundg. 
Da geschähe aber uü red vnd Widerrede 1 ) vnd es uer- 
zohe sich gar langk, doch ward ein frid besloßen in 
maßen als hernach geschriben stet: 

Von gottes gnaden wir Götfrid zn Wirczburg, SU- 
oester zn Kyemse bischoff, vnd wir Friderieh, pfalcz- 
graffe bey Rein, herczog in Peyrn, Vormund etc. vnd 
wir die hernach geschriben, Hanns von Neiperg, meister 
Virich Biedrer, dez allerdurchlenchtigisten forsten vnd 
herrn, herrn Friderichs dez römischen kflnigs zu aller 
zeit merer dez reichs vnd herczog ze Osterreich vnsers 
gnedigsten herrn, graff Jörg von Hennberg, Jörg Fuchß 
zu Sweinsbawbten, dez vorgenanten von Wirczborg 
hoffineister, Jobs von Vennigen, meister deutsch Ordens 
in deutschen vnd wellischen landen, Heß, graff zn Lei- 
ning, Peter von Talheim, hoffmeister, vnd Virich von 



1) Bei dieser Zusammenkunft hatte man anfangs einen 
eigenen Aossohoss gewählt, der die Friedensverhandlungen 
ffihren sollte. Von Seite des Harkgrafen sassen in demselben 
die Bischöfe zu Bamberg und Eichstädt, Herzog Otto in Bay- 
ern, Pfalzgraf, Hanns von Erlach, Hofmeister des Erzbischofs 
zn Mainz, Hanns von Enzenberg, Appel Vitztbum, Dr. Peter 
Knorr und Haintz von Aufsess; von Seite Nürnbergs und des 
Herrn von Heideck waren im Ausschosse Dr. Heinrich Leu- 
hing, Pfarrer zu St. Sebald zu Nürnberg, Dr. Gregor Heim- 
burg, Licentiat Martin Mair, beide Consulenten des Raths 
zu Nürnberg, Georg Fuchs, Engelhard von Münster, Fridrich 
Schultheiss, Kanzler, Stephan Hangenor von Augsburg und 
Hanns Einkhfirn von Nördlingen. Dieser Ausschuss hat aber 
nichts ausgerichtet ; man konnte sich in keinem Stück einigen, 
auch darin nicht, dass die Schlösser Heideck und Lichtenau 
bis zum Austrag der Sache in des römischen Königs Hand 
gegeben werden sollen. Endlich machten die königlichen 
Commissäre solche Vorschlage, die von den streitenden Par- 
teien angenommen und in Vertragsform gebracht wurden. 



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128 Erhard Schürstab's 

Rosenberg, marschalk dez egenanten herczog Fridrichs, 
Johanns Duster, tumprobst zu Breßlaw, dez hochwirdi- 
gen in gott vaters des herrn herrn Fridrichs ertzbischoff 
zu Salczburg, Ott Penczenawer zuKempnaten vnd Jacob 
Pütreich zu Reichartzhawsen , dez hohgepornen forsten, 
herrn Albrechtz pfalczgraff bey Rein vnd herczog in 
Peyrn etc., rette, bekennen vnd thun kunt allermenig- 
lich, daz wir von wegen dez egenanten vnsers aller- 
gnedigisten herrn dez römischen künigs auff hewttigen 
tag von solcher czwitrecht, krieg vnd vehde vnd veint- 
schafft wegen, wie sich die byßher czwischen dem hoch- 
gebornen f&rsten herrn Albrechten marggrafen zu Bran- 
denburg vnd burgraffen zu Nürmberg eins, vnd dez 
edeln Conrads herrn zu Heydeck dez andern teils, vnd 
aber czwischen dem yetzgenanten marggraff Albrechtz 
eins vnd der ersamen weisen burgermeisters rate vnd 
bürgere der stat zu Nürmberg dez andern teils helffer 
vnd helffers helffer, der iren vnd aller der, so in die- 
sen sachen zu baiden seiten uerdacht oder gewant sind, 
erhebt, uerlauffen vnd begeben, beredt vnd beteidingt 
haben in hernach begriffner form vnd maß, nemlich 
vmb alles, daz der egenant marggraff Albrecht vnd Con- 
rat von Heideck mit einander zu schicken haben, darvmb 
Süllen sy vor dem egenanten vnserm gnedigsten herrn 
dem römischen künig vnuerdingt recht nemen vnd geben, 
geben vnd nemen, als recht ist; item auch vmb alles 
daz die egemelten marggraff Albrecht vnd die von Nürm- 
berg mit einander zuschicken haben, darvmb schfillen 
sy vor vnserm allergnedigsten herrn dem römischen kü- 
nig vnuerdingt recht nemen vnd geben, geben vnd ne- 
men als recht ist* Item marggraff Albrecht stillen be- 
leihen zu seinen handen die hernach geschriben stat 
vnd sloß, mit namen Heideck sloß vnd stat, Lichtenaw, 
Pruckperg, Yltfelt vnd Lonrstat mit iren zu gehorungen 
ongeuerlich [bis] zu außtrag dez rechten, so sich vor 
dem egenanten vnserm allergnedigsten herrn dem rö- 



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Kriegsbericht. 129 

mischen kfinig dar vmb ergen wirt in vorberürter maß 
vngeuerde. Item waz sust außerhalb der uorgenanten 
sloß vnd der selbigen zugehörung, sloßer, hewser, li- 
gender guter, aigen oder leben mit iren zugehorung, 
wo vnd wie die gelegen und genant sind, die ein teil 
oder ir helffer vnd helffers helffer dem andern in diesen 
kriegen angewunnen oder sich der vnterzogen het, zu 
denselben, wie sy etzo sind, sfillen die entsetzen on 
einrede wider an iren beseß komen vnd dorzu vnuer- 
zogenlich gelaßen werden on geuerde, vnd die ir leben 
vor ir yedes vehde, sye weren burger, helffer oder diner, 
zu beiden teilen auff gesant betten, den sollen die wider 
gelihen vnd die selbigen dar zu vnuerczogenüch gelaßen 
werden ongeuerde. Item waz auch marggraff Albrecht 
vnd der von Nürmberg börger vnd in woner, die vom 
demselben marggraff Albrecht lehen haben vnd die nit 
auff gesant betten, mit einander zu schicken haben, dar- 
vmb sollen sy [zu] entlichen außtrag vor vnserm aller- 
gnedigsten herren dem römischen künig recht nemen 
vnd geben» geben vnd nemen als recht ist. Item ob 
auch ymant von den obgemelten parteyen oder iren 
helffern vnd helffers helffern zu erbshuldung oder an- 
dern pflichten gedrungen oder eingezogen worden wer, 
der oder die alle schulten der frey vnd ledig sein vnd 
ledig geschafft werden, außgenomen dyeyhenen, die zu 
der vorgenanten stat vnd sloßen, die in marggraff Al- 
brechtz handen besten vnd beleiben schulten, gehörent, 
die sollen in dez yecz genanten marggraff Albrechtz 
huldung beleiben zu außtrag dez rechten als vorberürt 
ist alles ongeuerlich. Item waz vor datum dicz brieffs 
auffgehebter zinß, nütz oder gölte von aigen, lehen oder 
pfantschafft, von welcher parthey oder iren helffern 
die auffgehebt werden, die schulten zu beder seit nach- 
gelaßen werden, waz aber verfallener vnd vnauffge- 
hebter zinß oder galt weren die sollen iren heim, die 
sy vor diesen kriegen inn gehabt betten, bezalt werden 

Quellen VUL 9 



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130 Erbard Schürstab's 

vnd denselbigen volgen. Item es sol auch die bericht 
vnd teiding an leipgeding, ewigen galten, pfantschafit 
oder andern verbrieften oder wissentlichen schulden pe- 
derseit einem yden vnoergreiffenlich vnd sein gerechtig- 
keit behalten sein ongeuerde. Item waz auch in diesen 
kriegen vnd do vor eynigch parthey oder die iren in 
der andern parthey sloß, stett oder merckt in gutem 
gelauben hab, gut, brieff oder anders, wie oder waz 
daz wer, ymant zu getrewen banden zu behalten ge- 
flöhnet oder eingeantwort het, daz alles, nichtz außge- 
nomen, sol einem ydem oder sein erben on eintrag 
wider uolgen vnd nach gelaßen werden. Item waz tot- 
sieg, prant, name vnd uerwfistung in diesen kriegen 
beschehend sind, die sullen vnberechtet beleiben ; wolt 
aber ymant der partheyen oder irr helffer icht in frid- 
bruch czihen oder daz die vor dieser vebede bescheben 
weren, daz ste zu erkentnttß dez rechten vnd beschehe 
darvmb waz recht ist, doch daz solche stück als dann 
nit weiter dann für siechten schaden dargelegt vnd be- 
recht werden. Dann vmb die name, brant vnd totsiege 
zu Emßkirchen, Roßstal, Veitzbrunn vnd Swant der von 
NQrmberg halben yeczo bescheben, sol marggraff Albrecht 
sein ansprach nachlaßen, vnd da entgegen sollen die 
von Nfirmberg vorderang der erstatung solchs abgangs 
ir gfllte, so sy auff den gemelten pfanttschafften vnd 
dorffern haben, marggraff Albrechten auch nach laßen, 
ob sy solchen abganck nach lawt der'uerschreibung da- 
rüber zu vordem betten. Item als alle totsiege, name, 
prant vnd Verwüstung in vorberürtter maße ganez ab 
vnd vnberechtt beleiben süllen, so map doch der sel- 
bigen stück yede parthey gebrauchen zu kreftigung an- 
der r ir sprüch. Item all gefangen von beden partheyen 
oder iren helffern, die dieser krieg halben gefangen wor- 
den sein, sullen auff ain alte gewonliche vrfehde, wann 
sy dez nach datum dieß brieffs begern, vnuerzogenlich 
ledig gesagt vnd gelaßen werden, doch daz ei» yder 



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Kriegsbericht. 131 

gefangen sein atzung becza). Item es sol auch alle 
vnbezalte Schätzung vnd brantschatzung ab vnd auff bei- 
den teilen nachgelaßen werden vnd die bürgen dorvmb 
ledig sein. Item es ist auch nemlich beredt vnd be- 
teidingt worden, daz die vorgemelten parteyen dar auff 
gesucht vnd gericht vnd solch vorgemelt krieg vnd uehde 
gancz hingelegt vnd ab sein süllen, vnd sol diese be- 
liebt vnd uersönung in uorberQrter moß eingen am frei- 
tag nach vnserr lieben Frawentag visitactonis schierst 
künftig mit auffgang der sunnen ongenerlich. 

Dez zu vrkundt haben wir obgenant teydings leute 
vnd mittler vnserr yeder sein insigel an disen brieff ge- 
hangen; vnd wann nu dieser bericht vnd teiding wie 
vorgeschriben stet mit vnserr vorgemelten marggraff Al- 
brecht vnd dez von Heideck vnd der von Nfirmberg 
willen vnd wissen zugangen vnd beschehen ist, als wir 
auch die in crafft diß briefs uer willigen, so bekennen 
vnd gereden wir marggraff Albrecht bey vnsern fürsten- 
lichen eren vnd wirden, vnd wir der egenant von Hei- 
deck vnd wir burgermeister rate vnd die bürgere ge- 
meinclich der stat zu Nürmberg bey vnsern waren trewen 
an eyde» stat dke bericht vnd teiding für vns vnd zu 
beden teilen vnserr helffer vnd helffers helffer die vn- 
sern vnd alle die auff beder seit darvnter nerdacht oder 
gewont sind» an allen stücken, punckten vnd artikelen 
darinn begriffen trewlich vnd uestielich zu halten, alle 
argelist außgeschaiden, vnd haben den auch zusampt 
der egemelten teidingslewte insigel vnser insigel an di- 
sen brieff gehangen, beschehen vnd geben zu Bamberg 
am montag vor sant Johanns tag zu sünbenden [22. Juni] 
nach Cristi gepurt vierezehenhundert vnd in dem Aknf- 
czigsten iaren. 



9* 



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3. Nachtrag 211 Erhard Sckirstab'g Bericht 



Auf dem Tag zu Bamberg worden auch die Strei- 
tigkeiten der Fürsten mit den übrigen Reichsstädten in 
Franken und Schwaben beigelegt oder zu rechtlichem 
Austrag verschoben : die Ausgleichung zwischen dem Ghur- 
fürsten zu Mainz und den Städten Rothenburg und Hall 
wegen des Schlosses Neuenfels wurde dem römischen 
König oder einem Churfürsten anheimgestellt. Der Streit 
zwischen dem Herzog Albrecht zu Oesterreich und der 
Stadt Ulm und andern Reichsstädten, die Pfandschaften 
zu Rotenburg am Neckar, zu Horb, Witzendorf und 
Schönberg betreffend, desgleichen die Fehden dieses Her- 
zogs mit der Stadt Rotweil wegen des Schlosses Hohen- 
berg und zweier erschlagener Knechte, und mit der Stadt 
Schaffhausen wegen des Städtleins Nittau, des Schlosses 
Podmann und wegen der an der Wittwe des von Sultz 
begangenen Schmach wurden dem Pfalzgrafen Fridrich 
zur Schlichtung übertragen. Die Irrungen zwischen dem % 
Markgrafen zu Baden und gemeinen Reichsstädten soll- 
ten durch den römischen König ausgetragen werden. 
Der Graf zu Württemberg verglich sich mit der Stadt 
Esslingen wegen eines strittigen neuen Zolles. 

Den also abgeschlossenen Frieden liess der Rath 
zu Nürnberg am 6. Juli 1450 vom Rathhaus herab 
öffentlich verkündigen und Jedermann zu Haltung des- 



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Kriegsbericht. 133 

selben und zu einem bescheidenen Wandel ermahnen. 
König Fridrich bestätigte den Frieden zu Neuenstatt am 
Freitag nach St. Michaels Tag dnrch einen Gebotsbrief, 
worin er allermäniglich untersagte, die Stadt Nürnberg 
nnd ihre Angehörige wegen der in diesem Kriege vor- 
gefallenen Beschädigungen anzugreifen oder zu beschweren. 

Dieser Krieg, der unsägliches Elend über Franken 
und Schwaben brachte und einen grossen Theil dieser 
Länder mit Brandstätten erfüllte und in Wüsteneien ver- 
wandelte, hat über Jahr und Tag gedauert In Franken 
allein lagen weit über 100 Dörfer und Märkte in Asche, 
ebensoviele in Schwaben. Die Fürsten hatten sich mit 
Schulden überladen, und viele unter den Reichsstädten 
ihre Geldmittel auf lange Zeit hinaus erschöpft Seuchen 
und Hungersnoth, die gewöhnlichen Erscheinungen nach 
Kriegszeiten, forderten noch zahllose Opfer, nachdem sie 
schon im Laufe des Krieges reiche Ernte gehalten und 
zu Nürnberg nur allein aus der Klasse der Ehrbaren 
gegen 200 Personen weggerafft hatten. Auch ander- 
wärts war allenthalben ein grosses Sterben. Die Chro- 
nisten erzählen, dass damals der dritte Theil aller. Men- 
schen gestorben sei. 

Durch den Bamberger Vertrag war zwar der Friede 
zwischen dem Markgrafen Albrecht und Nürnberg her- 
gestellt, der eigentliche Streit aber noch keineswegs aus- 
geglichen; dieses sollte durch König Fridrich geschehen. 
Im Jahre 1451 lud er die Parteien wiederholt nach Wien; 
aber die Ausflüchte und Ränke des Markgrafen und seine 
übermässigen Forderungen von 200,000 , später von 
100,000 Gulden, insbesondere aber die Gewalttätigkeit, 
womit er alle unparteiischen Richter aus dem Gericht, 
das über seine Anforderungen erkennen sollte, entfernte 
und statt ihrer ausschliesslich Fürsten, mit ihm verbün- 
dete Fürsten, eindrängte — vereitelten alle Bemühungen 
des Königs. Die im Jahre 1452 von König Fridrich 



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134 Nachtrag zu Schürstabs 

nach Breslau, vom Bischof Gottfried zu Würzburg nach 
fiernheim und Herzogenaurach, nnd vom Pfalzgrafen 
Fridrich nach Lauf ausgeschriebenen Rechtstage blieben 
ohne Resultat. Nicht glücklicher war der heilige Wunder- 
mann Johannes Capistranus, der damals das Kreuz gegen 
den Türken predigte und am Montag nach St Margrethen 
Tag 1452 auch nach Nürnberg gekommen war. Dem 
Heiligen, der alle christlichen Stände zu einem einmüth- 
igen Zusammenhalten gegen den Erbfeind des christlichen 
Namens vereinigen wollte, missfielen die Misshelligkeiten 
zwischen dem Markgrafen und der Stadt gar sehr; er 
suchte dauernden Frieden zu stiften und setzte desshalb 
den Parteien einen Tag zu gütlicher Vergleichung ins 
Kloster Pillenreuth. Der Markgraf äusserte damals, dass 
er dem Heiligen zu Gefallen mehr thun wolle, als je. 
Nichtsdestoweniger blieben auch diese Vermittlungsver- 
suche erfolglos. 1 ) 



1) Bei dieser Gelegenheit kann ich nicht umhin, von 
den Thaten und Wunderwerken, die der hl. Johannes Capi- 
stranus während seines Aufenthaltes in Nürnberg gewirkt. 
Einiges zu erzählen. Nachdem man ihm bis Hiltpoltstein ent- 
gegen geritten und unter grossen Ehrenbezeugungen bis in 
die Stadt das Geleit gegeben, wurde vor unser Frauen-Kapelle 
ein hober Altar errichtet. Da las er unter freiem Himmel 
täglich Messe, unter ungeheurem Zudrang des Volkes, das 
sich ebenso zu den Predigten drängte, die er auf einer stei- 
nernen Kanzel des St. Sobald -Kirchhofes hielt Besonders 
eiferte er allda gegen die übermässige Kleiderpracht, gegen 
die Hoffart und gegen das Spielen. Die Kraft seiner Rede 
war erschütternd, hinreissend und so eindringlich, dass wäh- 
rend seiner Anwesenheit 76 Schlitten, 2640 Brettspiele, 
40,000 Würfel, ein grosser Haufe Kartenspiele, Wulsthauben, 
spitzige Schuhe etc. an St. Lorenzen-Tag auf dem Marktplatz 
verbrannt wurden. Durch seine Wundergabe heilte er wäh- 
rend seines mehrtägigen Aufenthaltes eine grosse Menge von 
Blinden, Taubstummen und Lahmen und andere Krankheiten. 
Diese Wunder sind durch Notare und viele glaubwürdige 
Zeugen bestätigt und in nachstehendem in Original vorhan- 
denen Notariats-Instrument ausführlich beschrieben: 



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Kriegsbericht 135 

Erst einige Monate später kam ein endgültiger Ver- 
trag zu Stande. Nachdem alle Bemühungen des Königs 



In nomine domini amen. Anno a natiuitate eiosdem 
millesimo qnadringentesimo quinquagesimo secundo, indicione 
decima quinta, pontificatus sanctissimi in Christo patris et do- 
mini nosüri domini Nicolai diuina pronidentia pape quinti, 
anno eius sexto religiosissimus et denotos pater Johannes de 
Gapistrano ordinis st. Francisci die iune, decima septima men- 
sis Jnlii, que fuit secunda feria proxima post festom sancte 
Margarethe virginis et martyris intrauit'opidum Norembergense 
Bambergensis diocesis, ac inibi diebas multis predicauit, ac 
in nomine Jesu Cristi nazareni crucifixi et sancti Bernhardini 
signa infrascripta fecit et operatus fuit diebus et in mei no- 
tarii publici infrascripti et testibus fidedignis infirascriptis pre- 
sentibus et atestantibus. Inprimis in die sancte Braxedis vir- 
ginis» que fuit vicesima prima mensis supradicti, Agnes filia 
Knorleins de Abenbergen Eystetensis dyocesis iuuencula an- 
norum sedecim caruit auditu a iuuentute et incepit audire 
bene ad multa quesita directe respondendo. Item Anna pis- 
catrix vidua die ut supra non potuit ambulare absque ferulis 
in tribos annis et ambulauit sola et dimisit ferulas. Item 
Gertradis vxorVlrici Langen non ambulauit in altero dimidio 
anno sine iuuamine et sane ambulauit. Item Anna vxor Hain- 
rici Weissen de Lindenbach in sex annis non potuit ambu- 
lare absque duabus ferulis et bene et erecte ambulat sine 
omni iuuamine. Item Pridericus Reuscher cum duabus ferulis 
transiuit ad locum sew forum vbi curabantur infirmi de ho- 
spitali nouo opidi supra dicti relictis istis transiuit ad domum. 
Item pater domini Andree vicarii ecclesiae sancti Sebaldi dicti 
opidi et Bambergensis dyocesis non ambulauit in quatuordecim 
aeptimanis absque iuuamine, et solus ambulauit. Item Anna 
yxor Vlrici Hodlers adportata ad locum infirmorum in quadam 
aede et sine omni iuuamine transiuit vias suas. Item Cun- 
rados Pair de Vttenhofen Eystetensis dyocesis non ambulauit 
in tribus annis absque ferulis vel alio notabili iuuamine, 
etiam sanatus est ita quod solus et absque iuuamine potuit 
bene ambulare. Item Johannes de Schaunfelt Herbipolensis 
dyocesis non ambulauit in duobus annis nee potuit facere 
vnum passum et recenter ambulauit absque omni iuuamine, 
et hec facta sunt in die ut supra. Testes istorum supradic- 
lorum Jodocus Fronhofer, Johannes Schewrer dyocesis Bam- 



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136 Nachtrag zu Schtirstab's 

und der Fürsten, eine Uebereinkunft zu treffen, geschei- 
tert waren, machte König Fridrich noch einen Versuch 



bergensis viri fidedigni. In die Marie Magdalene que fuit 
vicesima secunda mensis supradicti fecit et operatus fuit signa 
infra scripta. Item Agnes Liderin de Thundorff Eystetensis 
dyocesis non vidit in octo annis nisi modicum quod album 
fuit, sed nichil differentialiter, sed tacta cum sanctuario dif- 
ferentialiter vidit plura que ostendebantur ei et capellam beate 
virginis et multa alia ; testes istius Jodocus Froohoffer, Vlricus 
de Augspurk. Item Mostel de Dipelsdorff noo ambulauit in no- 
uem septimanis et adportatus fuit sanatus ita quod transiuit 
solus sine iuuamine. Testes prouidi viri Ludwicus Pfinzing, 
Rupertus Haller, cousules opidi supradicti. Item Sebaldus filius 
Gerlachs in quadam platea vulgariter Irhergasz in opido Nu- 
rembergensi non audiuit in sedecim annis et sanatus est et 
andiuit omnia que sibi fuerunt allocuta. Testes honorabilis 
dominus prepositus de Newenkirchen, Jodocus Fronhofer Bam- 
bergensis dyocesis. Item Fridericus de Polling Eystetensis 
dyocesis non ambulauit in sex annis, sed tactus cum sanctu- 
ario bene ambulauit. Testes Jodocus Fronhofer, Johannes Tzern- 
gibel. Item Katherina filia Johannis Türsen de Windischen- 
eschenbach Eystetensis dyocesis non loquebatur a festo Penthe- 
costes vsque ad diem ut supra et incepit loqui in hec verba 
„Maria hilff mir, ich will gern frum sein vnd will peten vud 
zu kirchen gen a , et plura alia verba. Testes reuerendus pater 
dominus suffraganius de Bamberg, Jodocus Fronhoffer. In 
die Appollinaris, que fuit vicesima tercia mensis supradicti fecit 
et operatus est signa subscripta : Item primo dominus Johannes 
Scherling sacerdos Ratisponensis diocesis de Ditfurt non vidit 
in decem annis et lucratus est visum ita quod nouit colores 
et plura alia differentialiter. Testes prouidi viri Ludwicus 
Pfiptzing, Rupertus Haller. Item Vlricus Payr de Herczog- 
awrach Herbipolensis diocesis habuit iuuenem circa nouem 
annos, ille non ambulauit in tribus annis sine notabili iuua- 
mine ; iste sanatus est ita, quod solus potuit ambulare et sine 
claudicatione. Testes Vlricus de Augspurck, Johannes SchQcz. 
Item Katherina Marckharttin de Aw Herbipolensis diocesis 
non audiuit in sedecim annis et sanata est ita quod audiuit 
sicut sanus homo. Testes Vlricus de Augspurg, Johannes Lawber. 
Item Matheus Lang de Bamberg vir circa quinquaginta annos 
non audiuit a iuuentute et sanatus est, quod audiuit omnia 



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Kriegsbericht. 137 

mit Herzog Ludwig in Bayern, dem er das Amt eines 
Vermittlers fibertrag. Dieser berief die Parteien nach 



verba quecunque sibi alloquebantur, antecedenter oon audiuit 
absque magno clamore, sed oportuit sibi clamare ad aures, 
siquis voluit sibi aliquid significare. Testes prouidi viri Berch- 
toldus Pfintzing, Rupertus Haller, consules opidi supradicti. 
In die sancti Jacobi, que fuit vicesima quinta mensis supra- 
dicti, fecit et operatus est sigaa iofra notata: Item primo 
Hartious balneator de fönte salutis non ambulauit in tribus 
aonis absque ferulis et baculis et sanatus est et ambulauit 
sine iuuamine predictorum recenter et modicum claudicaait. 
Testes prouidi Ludwicus Pfintzing, Rupertus Haller. Item 
Johannes Fistulator non vidit differencialiter in duobus annis 
et lucratus est visum suum ita quod nouit distinctim colores 
et multa alia, non minus requisitus fuit ad dicenduin veritatem 
supra consciencia sua dixit, quod bene videret. Testes pro- 
uidi Ludwicus Pfintzing, Fridricus Gzenger. Item Agnes Senff- 
tin de Schwabach Eystetensis diocesis eciam ad conscienciam 
eius dixit, quod non audiuerit in decem et Septem annis et 
sanata est ita quod bene audiuit communes locutiones hominum. 
Teste« dicti immediate. Item Katherina Schupffin de Langen* 
feldt Herbipolensis diocesis nou ambulauit in duobus annis 
absque ferulis et dimisit eas et recenter ambulauit sine iu- 
uamine. Testes dicti in mediate. Item Kunegundis de Mor- 
steten Johannia Schützen filia Eystetensis diocesis non uidit 
in octo annis in vno oculo, cum secundo non vidit in vno 
anno, ita quod vltimo anno omnino ceca [erat]; et venit ad 
locum conswetum infirmorum opidi supradicti et tacta ibi cum 
sanctuario et sanata primo cum oculo, cum quo non vidit in 
octo annis, ex post in mediate cum altero eciam ita quod 
bene vidit colores, habitum deuoti patris et eius colorem et 
plura differencialiter vidit; etiam requisita ad conscienciam 
ista, que duxit eam, respondit quod non viderit in annis pre- 
tactis. Testes prouidi viri Jodocus Tetzel, Ludbicus Pfintzing 
consules opidi predicti ; et ista omnia facta sunt die ut supra. 
In die sancte Anne que fuit vicesima sexta mensis supradicti 
fecit et operatus est. Item primo vxor Jobannis Rieter no- 
tabilis ciuissa opidi supradicti eciam melius habuit in eius 
auditu in aure vna et quedam cognomine Schallin eciam in 
vna aure sanata est; eciam requisite fuerunt ad consciencias 
dixerunt, quod sit, quod melius haberent. Testes istorum hono- 



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138 Nachtrag iu SchQrstab's 

dem Stadtchen Lauf bei Nürnberg. Es gelang ihm, eine 
Verständigung zu erzielen und einen Veitrag aufzurichten, 
der im Wesentlichen folgende Punkte enthielt : 



rabiles viri dominus Fridricus Kres, Johannes Vlstatt. Item 
proxima die post Anne que fuit vicesima septima dies mensis 
supradicti fecit et operaius est. Item Elizabet Gleisenbergerin 
Bambergensis diocesis non audiuit bene in tribus annis et 
sanata est, quod bene audit. Testes prouidi Lndwicus Pfin- 
tzing, Rupertus Haller. Item Barbara filia Benigners de Hal- 
prun non audiuit bene in duodecim annis et modicom melius 
habuit ut asseruit. Item filia Hainrich Linthners opidi supra- 
dicti non audiuit in vna aure a iuuentute et sanata est. Testes 
dominus prior Ghartusiensis de Guttenstain, Ludwicus Pfintzing. 
Item Margaretha Alberti filia Kreutzers de noua ciuitafe non 
audiuit bene a iuuentute et sanata est et bene audit Testes 
dominus prior ut supra Johannes Lawber. Item dominus 
Johannes Spigel ordinis Thewthunicorum de Rotenburga non 
ambulauit in medio anno et sanatus est ita quod potuit trans- 
ire sine omni iuuamine. Testes dominus prior de Guttenstain 
et dominus procurator Cbartbusiensium in opido sepius dieto. 
Item Heinricus de Felüurchen non potuit ambulare absque 
ferulis et sanatus est, ita quod solus et absque iuuamine am- 
bulauit recenter. Testes frater Vlricus de fönte salutis pres- 
byter, Ludwicus Pfintzing. Item Johannes Götz de Araels- 
dorff non bene audiuit in sex annis et sanatus est. Testes 
Oswaldus Flock, Fridricus Walther. Item Margaretha filia 
Rebitzers de Bamberg non vidit in vno oculo a iuuentute et 
sanata est, et bene vidit, et puella fuit circa duodecim annos, 
et dixit ad conscienciam quod ita esset; testes Thomas Pib- 
racher, Caspar Grobitz. In die Martha que fuit dies mensis 
supradicti fecit et operatus est. Item Dorothea Gleisbergerin 
monialis de Grindlach Bambergensis diocesis non potuit leuare 
vnum brachium; illa recepit sanitatem brachii ita quod potuit 
leuare secundum omnem voluntatem et vtilitatem; et eciam 
ad eins conscienciam dixit quod optime eciam haberet in 
aliis membris in quibus eciam pateretur infirmitates; testes 
dominus Fridricus Kress, Johannes Samelhaymer. Item Mar- 
garetha filia Bartbolomei sartoris de ötting non vidit in vno 
oculo in vndecim annis et sanata est ita quod bene vidit, 
et pater eius in presencia requisitus ad dicendum veritatem 
dixit ad conscienciam suam, quod ita esset, et ceteri vicini 



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Kriegsbericht 139 

1) Die Stadt Nürnberg soll bei ihrer Gerechtigkeit 
bleiben, die sie von ihres Halsgerichtes wegen am Gosten- 



simili modo dixerunt. Testes Rupertus Haller, Johannes Law- 
ber ciues dicti opidi; et hec facta sunt die ut supra. In die 
sanctorum Abdon et Sennen que fuit penultima dies mensis 
snpradicti fecit et operatus est. Item vxor Fridrici Weyse- 
hent noo audiuit bene in vna aure in decem annis et sanata 
est; teste» Ludwicus Pfintzing, Albertus Tawchenstorffer. 
Item Margaretha von der Lumstat filia Horschen Ejstetensis 
diocesis non audiuit in quatuordecim ebdomadis et sanata 
est et bene habuit et requisita ad conscienciam, quod diceret 
veritatem» et dix.it quod sana esset; testes strenui viri milites 
Hainricus et Johannes domini de Egeiofstein. Item Agnes 
filia Leonardi Birsuogels non bene audiuit in vna aure in 
tribus annis et bene audiuit et sanata est; testes Hainricas 
Slosser, Hainricus Sraoll. Item vxor Vincencii de opido Dinckels- 
puhel non potuit ambulare in qnindecim septimanis, et fuit 
adportata in vna sede et sanata est et recenter ambulauit 
sine omni iuuamine ; testes prouidi viri Rupertus Haller, Hain- 
ricas Slosser. Item Michael Hackenfleschin de Augusta non 
audiuit absque magno clamore in duodecim annis et sanata 
est et audiuit omnia quecunque homines cirsumstantes loque- 
bantur more solito, et satis notabilis mulier de ciuitate pre- 
facta eciam requisita ad eius conscienciam. Testes domini 
milites de Eglofstein dicti. In die vltiroa mensis supradicti 
fecit et operatus est. Item Katberina vxor Fabri de Lawben- 
dorff non potuit ambulare in triginta annis absque ferulis et 
dimisit ferulas et ambulauit et dixit quod bene haberet et 
recenter ambulauit. Testes Johannes Oberndorffer, Jodocus 
Fronhoffer. Item Margaretha* vxor Heinrici Ridels de Her- 
czogenawrach Herbipolensis diocesis non ambulauit in qua- 
tuor annis absque baculo et dimisit eum et ambulauit. Testes 
Virkus de Augusta, Johannes Meichsner. Item Anna Johannis 
Amans vxor de Rosenperg Ejstetensis diocesis non bene au* 
diuitin viginti annis et sanata est. Testes duo fratres demo- 
nasterio sancti Egidii ordinis sancti Renedicti in opido Nu- 
remberg. In festo sancti Petri ad vincula, que fiiit prima 
dies mensis Augusti fecit et operatus est. Item Georius Halb- 
maister non audiuit in vna aure in decem annis et sanatus 
est. Testes Vlricus de Augusta, Thomas Pibracher. Item 
Katberina Knyerin non audiuit in vna aure in viginti annis 



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140 Nachtrag zu SchÖrslab's 

hof hat, and soll sonst Niemand Band, Eisen oder Stöcke 
allda aufrichten. 



et sanata est Testes Ropertus Haller, Jodocus Fronhoffer. 
Item Katherina Krawttbergerin non audiuit in vna aure in 
viginti annis et sanata est, et iste persone sunt opidi Nurem- 
berg et Bambergensis diocesis. Testes Ropertns Haller, Jo- 
bannes Lawber. Item filia Johannis Keym non audiuit a iu- 
nentute et sanata est et bene audit. Testes Jobannes Lawber, 
Jobannes Scbficz. Item Hainricus Han habuit iuuenem circa 
Septem annos, non ambnlauit nisi cum duabus ferulis et sa- 
natus est ita quod sine omni iuuamine ambolauit. Testes Jo- 
hannes Lawber, Johannes Scbficz. Item filius Chunradi Ritter 
non audiuit a iuuentute et sa natus est. Testes dicti inmediate. 
Item amica Anne Rysin non potuit bene ambulare a iuuen- 
tote et bene amhulauit et sanata est. Testes Johannes Semelhay n , 
Berchtoldus Dürr. In die sancti Sixti que fiiit sexta dies 
mensis supra dicti fecit et operatus est. Item Kunigundis de 
Schlfisselfeltt non potuit ambulare sine baculo et dimisit eum 
et recenterambtilauit. Testes Lud wicus Phintzing,HainricusPötz. 
Item Anna Schörprantin de Werd Bambergensis diocesis non 
potuit aperire vnam manum in duodecim septimanis et sanata 
est et potuit bene aperire. Testes prouidi uiri Nicolaus Gross, 
Jobannes Fronhoffer. Item Cristina de sancta Katherina opidi 
Nuremberg non audiuit in tribus annis et sanata est et bene 
audiuit. Testes prouidi viri consules dicti opidi Nicolaus Gross, 
Anthonius Tucher. Item Felicitas vidua de Stainpfihel Bam- 
bergensis diocesis non bene audiuit in duodecim annis et 
sanata est. Testes prouidi viri consules Ludwicus Pfintzing, 
Nicolaus Gross. Item Chunradus Rotzner de Leinburg non 
potuit ambulare sine ferulis et ' adportatus fuit in vna biga, 
dimisit ferulas et transiuit absque omni iuuamine. Testes pro- 
uidi viri consules opidi dicti Johannes Volkmair, Nicolaus 
Gross. Item Rudolfus Sayler eciam melius habet in auditu 
ut asseruit. Item calciator quidam in opido Nuremberg ad- 
portatus fuit in sede ad locum conswetum, non potuit ambu- 
lare et sanatus est quod absque omni iuuamine ambulauit ad 
domum suam. Testes prouidi viri Ludwicus Pfintzing, Antho- 
nius Tucher. In die sancti Laurencii que fuit decima dies 
mensis supradicti fecit et operatus est. Item Hainricus pistör 
non bene audiuit in medio anno et sanatus est. Testes Lud- 
wicus Pfintzing, Jodocus Fronhoffer. Item Johannes Fabri 



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Kriegsbericht IM 

2) Die Lehenschaft des Gostenhofs soll Markgraf 
Albrecht an den Rath zu Nürnberg abtreten. 



de Herbipoli non ambulauit absque ferulis et diroisit eas et 
ambulauit. Testes dicti inmediate. Item Andreas Toltz non 
vidit cum vno oculo in viginti annis et lucratus est visum 
eius quod laborat, antecedenter fuit mendicus ; secundus oculus 
non valet. Testes dicti inmediate. Item Barbara Taschen- 
mennin non potuit aperire manum dextram nee mouere di- 
gitos et ex tactu sanetuarii sanata est, ita quod potuit bene 
aperire et mouere digitos, et requisita ad conscientiam quod 
diceret veritatem dixit ad conscienciam quod non potuit ape- 
rire in tribus annis nee mouere digitos. Testes illustris prin- 
ceps Karolus de Paden, et strenuus miles Rupertus de Stauffen. 
Item Anna Pleyin de Rotenbach eciam non potuit mouere 
manum et sanata est Testes Fridricus de Eglofstein, Thomas 
Grander. Item Margaretha de Rotenburga Herbipolensis dio- 
cesis eciam melius babuit in visu eius. Item Sweua eciam 
melius habet in auditu ut dicit. Item Lanng de Werd non 
ambulauit in quindeeim septimanis et ambulat multum melius; 
et hec facta sunt in pressura magna. Super omnibus et singulis 
premissis in fidera et testimonium veritatis ego notharius pub- 
licus infrascriptus rogatus et requisitus fui pro parte proui- 
dorum et circumspectorum virorum dominorum consulum et 
proconsulum supradicti opidi Nurembergensis Bambergensis 
diocesis sepedicti quatenus ad euidenciam premissorum vnum 
uel plura conficerem instrumentum siue instrumenta publicum 
seu publica. Acta sunt hec omnia supradieta anno indicione 
pontificatu mensibus et diebus supra notatis et descriptis in 
presencia testium supramencionatorum ac aliorum plurimorum 
fidedignorum in fidem et testimonium omnium et singulorum 

premissorum rogatorum et requisitorum. 
• 

Et ego Johannes Parders de Kempnat clericus Ratispo- 
nensis diocesis sacra ymperiali auetoritate notarius quia om- 
nibus et singulis premissis dum sie ut premittitur fierent et 
agerentur vna cum testibus supra notatis presens interfui ea- 
que sie fieri vidi et audiui ideo boc presens publicum in- 
strumentum per alium fideliter scriptum exinde confeci et in 
hanc publicam formam redegi signo et nomine meis solitis 
et'consuetis signaui in fidem et testimonium omnium pre- 
missorum rogatus et requisitus. 



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142 Nachtrag zu Schürstab's 

3) Die Stadt soll auch auf ewige Zeiten bei dem 
Versprach der Kloster zu St. Egidien, SU Ratharioa und 
St. Clara bleiben. 

4) Der Reichswälder halber soll Nürnberg bei Kai- 
ser Ludwigs und Kaiser Karls Briefen und Satzungen und 
bei Markgraf Fridrichs Kaufbriefen ungekränkt verbleiben. 

5) Der Zölle und des Geleits halber soll Nürnberg 
bleiben bei Herzog Fridrichs in Bayern Ausspruche vom 
Jahre 1386. Dagegen soll Nürnberg an den Zöllen, die 
in diesem Ausspruch nicht begriffen und seither an die 
Markgrafen gekommen sind, diesen keinen Eintrag thun. 

6) Alle Gebrechen des kaiserlichen Landgerichts 
Burggrafthums Nürnberg sollen ab und tod seyn. 

7) Die Bürger zu Nürnberg sollen bei ihren Lehen 
und Lehenspflichten bleiben. 

8) Der Vertrag soll beiden Theilen an Leibgedingen, 
ewigen Güten und andern Briefen unschädlich vnd vn- 
vergreiflich seyn. 

9) Markgraf Albrecht soll Heideck, Lichtenau, Brück- 
berg, ITIfeld und Lonerstatt sammt der seit Walburgis 
verfallenen Gilt den vorigen Inhabern wieder zustellen, 
und auf die Lehenschaft verzichten, die er von König 
Ladislaus in Böhmen auf Heideck erlangt hatte. Da- 
gegen sollen der Herr von Heideck und Nürnberg die 
Unterthanen in genannten Flecken, welche dem Mark- 
grafen Pflicht geleistet, darum nichts entgelten lassen. 

Dieser Vertrag, zu welchem auch Markgraf Johann, 
der Bruder Albrechts, seine Zustimmung gab, ist aus- 
gefertigt zu Lauf am Freitag nach St. Georgen Tag 1453. 

Neben diesem Vertrag, der für Nürnberg ziemlich 
günstig lautete, gab es aber auch noch einen Neben- 
vertrag vom nämlichen Datum wie der vorige und gleich- 
falls von Herzog Ludwig verabredet. Kraft desselben 



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Kriegsbericht HS 

musste die Stadt dem Markgrafen Albrecht ein jährliches 
Leibgeding von 3000 fl. zahlen und davon die 2900 fl. 
Leibrenten entrichten, welche die Markgrafen Albrecht 
und Johann einigen Bürgern der Stadt zu geben schul- 
dig waren. Ueberdiess sollte die Stadt dem Markgrafen 
Albrecht eine Summe von 25,000 fl. zahlen. Dieses 
Geld zahlte sie Freitags nach Jacobi an Herzog Ludwig 
in Bayern, dem es von Markgraf Albrecht für erhaltene 
Darlehen angewiesen worden. Die Uebergabe des Gosten- 
hofes an die Stadt war schon am Mittwoch vor dem 
hl. Fronleichnamstag erfolgt. 

In Folge dieses Vertrages wurden im Jahre 1453 
auch die drei Paniere, die in der Frauenkirche und die 
drei Trompetenfahnen, die auf demRathhaus gehangen, 
und die sämmtlich im Streit an den Weihern zu Pillen- 
reut erobert worden, wieder abgenommen und in ge- 
heime Verwahrung gegeben. 

Unter allen Städten, die an diesem Kriege sich 
betheiligten, hat Nürnberg allein sein Recht siegreich 
durchgefochten mit einer Ausdauer und Aufopferung und 
so ungebrochenen Muthes, dass es die verdiente Be- 
wunderung der Nachwelt erregt. Wenn es aber den- 
noch zuletzt noch Opfer bringen und zu Geldbewillig- 
ungen sich herbeilassen musste, so ist es nur der Ueber- 
macht gewichen, von welcher auch die höchste Reichs- 
gewalt nach und nach untergraben worden ist, so dass 
sie in den letzten Jahrhunderten nichts mehr war, als 
der wesenlose Schatten früherer Macht und Herrlichkeit. 
Ueberdiess war in Folge der Zerwürfnisse über die 
Kriegskosten-Vertheilung der Städtebund bereits gesprengt, 
um sich nie wieder aufzurichten. Der Städtehund war 
die letzte grosse Anstrengung, die das Reich deutscher 
Nation gegen das fürstliche Territorialsystem gemacht 
hat. Die Städte wurden isolirt; die späteren einzelnen 
Bündnisse waren weder von Bedeutung noch Einfluß. 



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144 Nachtrag zu Schürstab's Kriegsbericht. 

Markgraf Albrecht lebte nach dieser Zeit mit der 
Stadt in Frieden ; auch hat er sie nie wieder in offener 
Fehde bekriegt; an Händeln aber, Intriguen und an 
Neckereien liess er es nie fehlen. 



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Beilagen 



ZU 



Erhard Schürstab's Kriegsbericht 



Quellen Vltl. {0 



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Beilage I. Verzeichnis* aller Fürsten, Grafen, Herren, 
Stifte, Ritter uil Knechte, die 4er Stadt Nwrterg 

angesagt 

Herr Albrecht marggraffvnd burkgraff zu Ntirmberg. *) 
Herr Fridrich der eher, marggraff zu Brandenbarg, 

des heiligen römischen reichs erczkamerer vnd burggraff 

zu Nürnberg. 

Herr Johanns und herr Fridrich der iünger, marg- 

graflfen ze Brandenburg vnd burggraffen zu Nürnberg. 

1) Die Scbftrstabiscbe Beschreibung des narkgräflichen Krieges 
enthalt aocb zwei Verzeichnisse der Fürsten, Grafen, Herren, Ritter* 
Dienstmannen und Knechte, die der Stadt Nürnberg in diesem Kriege 
abgesagt haben. Im ersten findet man die Fürsten, Grafen und 
Herren und einige Städte. Im zweiten erscheinen dieselben aber- 
mals, und zwar in der Regel an der Spitze ihrer Vasallen, Ritter 
und Knechte. Fast alle Gauen Deutschlands haben hiexu ihr Kon- 
tingent geliefert 

Es wird hier das erste dieser Verzeichnisse, und als Note das 
zweite, jedoch hinsichtlich der Knechte meistens mit Hinweglassung 
deren Namen, und einfacher Angabe ihrer Zahl gegeben. Nämlich: 

Jacob y.Wenckheim, Burckhart u.Wilh.y. Hessberg. Refan 
[siel] v. Helmstat. Sweiker v. Sickingen. Heinr. v. Gerhartstein. 
Bernhart Kalb v. Rinheim. Gerlach Scbelmberger. Philips v. 
Fechempach. Hanns Walbronn. Jac. v. Anglach. Hanns v.Mar- 
lach. Wolff v. Westerstetten. Engelh. v. Rerlichingen. Virich v. 
Hatstein. Eberhart Hackenstein. Hanns Blumynger. Cuncz Ein- 
wiler. Peter y. Seibach. Hennslin y. Scheppach, gen. Högeleiu. 
Cuncz Schmid. Hanns Lympach. Walther Schwarczenberg. Seitz 
Herr. Peter Diettrich. Cuncz Wuta wer. HeinczWynspach. Herr 
Walther v. Hürrenheim, ritter [mit 5 Knechten.] Fritz v. Secken- 
dorf, Aberdar, gen.zn Meren, Heinr. v. Hohenrehberg. Wilhelm 
v. Leonrod. Cuntz v. KnÖringen. Peter v. Wilhelmstorff. Jörg 
Tewrlein. Herr Wilhelm v. Hohenrehberg, ritter. Hanns v. May- 
ental. Endres Schellenberg, genant Klein [und noch 10], Conrat 
t. SeckendorfF zn Vistat. Cuntz v. Seckendorff, Nolt genant zu 
Nydernlampach. Heinr. Nothaft d. jung. Fritz und Michel Kott- 
nawer. Herman Kautsch. Merteinv. Bordan. JorgGareiss. Pauls 
y. Pirckenfels zu Stopffenheym. Herr Hanns v. Wallenrod, ritter. 



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146 Absage- Verzeichniss. 

HerrErick, Wartisslaff und herBarnyng, alle herczo- 
gen zu Stetin vnd Pommern vnd forsten zu Rügen, 

Herr Heinrich, herczog zu Meggelburg vnd fürst zu 
Wenden. 

Herr Heinrich, herr Fridrich vnd herr Wilhalm, her- 
czogen zu firawnsweigfk vnd zu Lünenbnrg, 

Wilhelm Schenk v. Geyern. Hanns v. Seckendorff, Seyfried ge- 
nannt [Ir 15 knecht]. Class Neypperger. Virich und Hanns 
Ratz, geprüder. £rhart Truchsehs. HeinU Scheit. Marckart 
Awer. JorgMayenthaler. Adamv.Kircbperg. Compatv.Hohen- 
reit. Jörg v. Rosemberg. Hanns v. Appsperg. Burekart y. Wol- 
mersshaasenderiung. Peter v.Tanne. Wilhelm v. Selichshausen. 
Leuppolt v. Wolmershausen. JorgLickartshausen. HeintzElirich- 
haaser der iung. Hanns v.Birckenfels. Steffiin v. Birckenfels. Phi- 
lips v. Hohenriett. Hanns v. Tann der iung. Hanns Vebernitz 
zu Neckmers. Arnolt von Seckendorff zu Birckenfelss [mit 5 
Knechten]. Albrecht und Thoman Ewlnsmid, geprüder. Wolff 
v. Seckendorf zu Stopfenheym. Johan Kaluch zum Rostok. Ger- 
lach v. Eberstein, ritter. Lorentz v. Eberstein. Hylpolt Haws- 
ner. Jörg v. Ostheym. Fritz Truchsess zu Pomersfelden. Jörg 
Truchsess zu Balderssheym. Jörg v. Seckendorff, genannt Rin- 
hofen. Jörg v. Brandenstein. Jörg von Wangenheym. Burekart 
Stocke. Johan Spet der iung. Wilbolt Dietersperger. Engelhart 
Zähe. Johan Scharpf, genant Daum. Heinrich v. Freyberg zu 
Walle, ritter. Hanns, Fritz und Aberdar v. Seckendorf, geprüder. 
Heinrich Steinruck d. elter. Heinrich Steinruck d. iung. Karl v. 
Tonngen. Dietrich Fuchss. Heinr. Fuchss. Lorentz v. Lysperg. 
Hanns Rysenpach. CrystoffundHiltprantv.Freudemberg. Cuntz 
v. Giech. Heinr. v. Luchaw [und noch 7 Knechte]. Hanns und 
Peter Truchsess, peyde von Pomersfelden. Sigmund v. Secken- 
dorf zu Brunn [u. 7 Knechte.] Cuntz v. Hütten. Philips v. Ebers- 
perg, genant v. Weyrs. Beterman u. Bernor Pale, geprüd.. Heintz 
Scharpff. Heinr. v. Abmsperg. Heinr. v. Freyberg von der hohen 
Freyberg. Ertwan [sie] Wihauser. Oswalt u. Caspar Deinlinger. 
Virich von Scharnsteten. Heinrich Düring. Cunrat von Stuben. 
Sey tz v. Steinheym. Jörg vom Pach. Connrat v. Holtzing. Sig- 
mund Erlingshofer. Wilh. Erlingsshofer. Craft v Vestemberg. 
Her Sigm. v. Lenterssheym. Herman v. Freylingen [m. noch 16]. 
Anthoni Traut wein. Rudolf v. HQrnheym [mit 15]. Engelhart 
v. Apsperg. Heinrich v. Appsperg [mit 16]. Johann v. Selbacb. 
Arnolt v. Widerstein. Albrecht v. Gebertzheym. Johan v. In- 
hausen. Dietrich v. Brunsperg. Wilprecht v. Percken. Reiah*rt 
v. Kerchenbruck. Philips v. Erliqu Johan von Sucbsenkuffen. 



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Absage-Verzeichnis*. 147 

Herr Virich, grafe zu Zyle, zu Ortenlmrg vnd in dem 
Seger, pan in windischen landen, 

Herr Johanns, herczog zu Lymbach vnd grafe zu der 
Eyseneynburg, 

Herr Dietrich, erczbischoff zu Meintz. 

Herr Anthony, bischoff zu Bamberg. 

Johan v. Inhofefc, des Wolf snn. Johan v. Seibach, Arooltz sin. 
Wilhelm v. Allsar. Johan v. Weltenrod. Philipss v. Stockheym. 
Philips v. Reiffenberg d. iong. Diettrich Hutt v. Sonberg. Peter 
t. Lonssheym. Johan v. Noss. Eberhart v. Aarbach der elter. 
Hanns Fuss, genant Swan. Mertein Prölar v. Vrach [und noch 7]. 
Heintz v. Seckendorff. Sigmund v. Seckendorff, Aberdar genant. 
Jörg v. Seckendorff. Linhart v. Vestemberg zu Prisenstat. Lor- 
entz v. M ayental. Hanns Pfab [m. 5 andern.] Jörg v. Seckendorff. 
Wilhelm Hawssner. Mertein v. Eyb. Connrat v. Eyb. Ludwig 
v, Eyb. Lutz v. Westemach. Bartholomeus v. Westernach. Ar« 
nolt und Erkinger v. Seckendorff. Hans Fugker. Virich v. Riet- 
heym der elter. Virich Sitembeck, hauptman zum Hohenstein 
[mit 8.] Hanns v. Streitberg. Hanns t. Vestemberg. Virich Odem« 
berger. Jörg Klack. Hanns Klack der iung. Hanns Springefels. 
Hanns Lamprecht der alL Hanns Reitter. Virich Kotzler. Heintz 
Hack. Hanns Seyfrid. Heintz Vorster. Appel Franck. Mertein 
Seibachs. Heinrich v. Altemberg. Peter Gra. Hanns v. Wellen- 
Stein. Fritz v. Holze. Heintz v. Neydeck. Symon Tbumm. Cuntz 
Tom Perg. Contz Potz. Härtung v. Klepurg vnd sein gesellen. 
Cuntz y. Rabenstein. Hartman Reyssenwein [u. noch 32.] Hanns 
y. Seckendorff, Nolt genannt zu Weissendorf. Hanns Holtzperger. 
Connrat Grossherre, castner zu Peyerstorf. Conrat Mecher, pfle- 
ger zum Behemstein. Das amt zum Behemstein. Heinrich von 
Kossbaden. Caspar vnd Eckarius Wildenstein. Rupp vnd Linhart 
Slamersdorffer. Nickel Nitsch. Adam von Trattelsdorff. Heintz 
Waldach. Nyckel Sachs. Hanns Hangenawer v. Zfirch gesessen 
zu Bayrstorff. Jörg v. Wemdingen vnd Eberhart v. Freyberg, 
beide amptman zu Swobacb. Hylpolt v. Seckendorf, pfleger zum 
Camerstein. Hanns Waler. Tboman v. Freyberg. Jörg v. Irsing. 
Hanns v. Freyberg. Lienhart v. Nayneck. Nickel Fuchs. Erhart 
v. Irsing. Cuntz v. Pray t Michel Link, castner zu Swobach. Bar- 
tholmes Linck. Peter Linck. Heintz Linck. Hanns Weiss, büch- 
senmeyster [und noch 46]. Hanns v. Morle, Behenn genannt. 
Sigmund v. Thonngen. Wolf v. Vestemberg. Anthonig v. Se- 
ckendorff. Hanns v. Lauffenholcz. Heintz Seheymer. Antonig 
Traulwein. Hanns v. Seckendorff zu Jochsberg. Virich v. Secken- 
dorf zu Tribsdorf [mit 11.] Hanns v. Seckendorf zu Pirckenfels, 



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1 M Absage- Verzeichnis*. 

Herr Johans, bischof zu Eystet. 

Herr Ludwig, lantgraff zu Hessen. 

Herr Wilhalm, herczog zu Sachsen, lantgraff zu Do- 
ringen vnd marggraff zu Meichsen. 

Herr Jacob, herr Bernhart und herr Karll, marggraffen 
zu Baden vnd burggraffen zu Spanheim. 

ritter. Hanns v. Seckendorf, sein sun. [Ir llknecht.] Hanns v. 
Hessperg zum Newenhaus. Johann v. Puchsecke der inng, herrn 
Heintz Zügen sun. Hanns Hesseier. Christoffel v.Muchel. Heintz 
Possecke. Caspar v. Flurstet. BalthazarVlfrich. Class y. Wartnut. 
Diettrich v. Macholcz. Körn v. Schoppa. Hanns v. Seckendorf, 
lantrichter. Jacob v. Seckendorf, Rynhofen genant. Heintz von 
Wildenstein. Gebhart Beuscher. Albrecht Schennkv. Schenken- 
stein. Gilg Scheftersheymer. Heintz Hetzelstorffer. Seyfried 
Hetzelstorffer. Wilhelm Leynlewtrer. Lorentz Koburger. Ew- 
stachius Schenck v. Geyren, Hauptmann zu Rot. Albrecht Klack, 
pfleger zu Rot. Ott marschalk zu Eybach. Jörg burggraff zu Zus- 
meck. Hanns Schenck v. Schenkenstein. Steffan Schenk von 
Geyren. Hanns Schenk v. Slossenberg [mit 28]. Herr Hanns v. 
Redwitz ritter, pfleger zum Holnperg. Michel Ysthofer. Hanns 
Marschalk. Peter Porger. Fritz Gleichssemberger. Heintz Man- 
golff. Leupold v. Bebemburg [mit 6]. Herr Erhart v. Rornstelt, 
ritter. Virich Steinlinger [und noch 27). Berchtold vom Stein 
der iönger. Hanns v. Sparneck der ifinger [mit 7]. Frenzel von 
Dhonen. Sigmund, Heinrich und Hanns v. Dhonen. Cristoffel 
Gerstorff. Nyckel Jelnitz. Hanns v. Beheln. Nyckel v. Beheln. 
Rudiger von Wisenberg. Sebastian Pflug zu Schwartzemberg. 
Wolfgang Schaczenhofer zu Fraunstein. Heintz v. Leyneck zu 
Eschenbach. Hanns v. Sattelbogen. Paulus Zewitzer zum Newn- 
hauss. Heyraran Hewrauss. Jörg Meylenhauser. Albrecht Kolb. 
Hanns Prucker. Hanns Egerer. Liephart Luchk. Cuntz Slamers- 
dorffer [und noch 9]. Berit v. Kraeluck. Ekharius v. Liderpach 
[und noch 8], Seyfried v. Ruxingen d. iung. Bernhart v. Wetter- 
spach [und noch 10]. Wilhelm v. Krailssheym. Cuntz v. Eschen- 
feit. Erkinger v. Mittelburg. Jörg v. Leonrod. Craft Waler. Jörg 
Waler. Andreas Kemnater. Heintz Lonlewtrer [und noch 12]. 
Cristoff v. Wenckheim. Ansshelm Füller. Hanns von Luchaw. 
Hanns v. Mornsheym. Hanns Paumgartner. Lorentz Adelmann 
[und noch 76]. Stain v. Slitz. Johan v. Königstein. Nyclas Flü- 
gel. Philips und Gerlach v. Karspach. Berchtold v. Eschbach. 
Wolf v. Hörnende. Virich v. Kemmaten. Wolf Kemmerer, ge- 
nant von Talberg. Berchtolt Ecbtter. Philips von Riedern der 
elter. Virich Stauffer. Hanns Zyssterer. Hanns Tanhauser. 



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Absage- Verzeichnis«. 149 

Herr Albrecht, herczog zu Oesterreich, zu Steir vnd 
zu Karenten. 

Herr Steffan und herr Otto, pfalczgraue[n] bei rein vnd 
herczog[en] in Bayern. 

HerrFridrich, p&lczgraue bei rein, herczog in Bayern 
und graff zu Spanheim. 

Wilhelm Gareysen. Cristoff Seyfferstorffer. Jörg Gebelkofer. 
Cristoff Thalheymer, Cuntz Walch. Pauls Hechtlein. Linhart 
von Hausen. Conrat Echter. Heinrich , Hanns , Nickel und 
Puppe y. Koberitz, geprüder, zum Sesshe gesessen. Heiatz, 
Graft, Dietz u. Hanns von der Zuchaw, geprüder. Heyne Borge- 
storff. Erarch M urrinck. Nyckel, Hanns, Cuntz, Jörg u. Cristoffel 
v. Lobin. Hanns, Caspar, Ott, Heinrich, Hanns, Gumprecht und 
Hanns v. Lossaw. Hentze, Hanns, Heinrich, Reinolt, Heinrich, 
Caspar, Nyckel, Hanns u. Hanns v. Zabbeltitz. Heinrich Panne- 
witz, Heinrich u. Nyckel v. Schappaw. Hanns vnd Hanns v. Zes- 
saw. Peter Seistrang, ritter. Nickel u. Nickel von der Heyde. 
Hanns Dolewitz. Peter Bernfelde. Hanns, Pilgrein, Berndt, 
Nickel u. Berndt v. Drusskewitz. Hanns u. Fridrich v. Polentz, 
geprüder. Nickel, Hanns uud Cristoffel v. Zickoro, vettern. 
Jan, Rentz, Herman, Reynolt, Ott, Apitz v. Zerlitz. Nickel und 
Diprant v. Pichaw, geprüder. Reinolt, Heinrich, Hanns n. Frid- 
rich Lackwenn, geprüder vnd vettern. Hanns vnd Peter Wilden- 
hagen, geprüder. Folcz, Hanns, Berndt u. Ruprecht v. Malen, 
geprüder. Jan, Hanns, Peter u. Nickel v. Buckensdorff, geprüder. 
Hanns, Reinolt, Frentzel u. Hanns Pitler. Hanns Tanitz. Caspar 
Glubitz. Nickel Tarant. Hanns Knofelstorff. Kerstan, Heinrich 
u. Sigmund v. Golsin. Cristoffel Fuer, Hanns u. Hentze Langho, 
geprüder. Sigmund List. Nickel Gelno. Ruprecht Tandorffer [und 
noch 6]. Connrat v. Liechtenstein , genannt Prast. Hanns v. 
Frankenstein. Hamman Echter. Heinrich v. Elerichshausen. 
Burekart v.Kemnaten. Hanns Boss. Heintztruchsessv.Pommers- 
felden. Ruprecht Stetenberger. Wilhalm Schenck v. Schenken« 
stein. Hanns u. Schwann v. Krewlssheim. Hanns v. Ramingen. 
Anthoni Rot Jacob v. Sulmenlingen [u. noch 26]. Haans Ganns 
v. Stüsslingen. Hanns Senng. Virich u. Connrad iunkhern, ge- 
prüder v. Geysfeld. Volant Redwitzer. Stephan Bechtoltzhaimer. 
Albrecht Ermsrewter. Hanns Raramung. Hanns Toss. Jobst Ren- 
ner. Cristof v. Liechtenecker [u. noch 16]. Her Hans v. Kinsperg 
ritter zum Wernstein, und Virich v. Kindsperg, geprüder. Jörg 
v. Wolfestorff. Cuntz v. Gellstorff. Heinrich Vasman. Nickel 
v. Wolffelstorff, Cuntz v. Falkenstein, Nickel v. Wolffestorff 
der iung. Nickel v. Aldendorff. Mathes Prewss. Ott Keller. 



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150 Absage-Verzeichnis*. 

Herr Fridrich and herr Johan, herczogen zu Lüttrin- 
gen, gebrüder. 

Grafen. 

Virich, graue zu Wirtenberg. 

Pbylipps, graue zu Kaczenelenpogen. 

Heinrich, graue zu Swarczburg, berre zu Arnstet 
und Sundershawsen. 



Heinrich Marschalk. Cristoffel v. Preittempach. Heinrich Lösser. 
Erhart Posch. Liepman v. Newsebach. Reinhard Roder. Wil- 
helm v. Swentz. Cuntz v. Wildenstein. Hanns t. Watzdorff. 
Sitich v. Zedwitz. Erhart Voyt. Caspar Rorer. Hanns Rauschner. 
Heintz Roder der iung. Hanns Resche. Karly. Dechwitz. Jordan 
v. Praittempach. Jörg v. Rascbaw. Fabian v, Mylen. Jaen Haar. 
Dietz Hack. Nickel v. Puchewitze. Nickel v. Eichich. Cuntz mar- 
schalk. Moritz v. Redwitz. Herr Symon v.Schamberg, Ritter. Herr 
Albrecht t. Redwitz, Ritter. Leutolt v. Obernitz. Meinhart v. 
Dolnitz [u. noch 8.] Jörg ▼. Wisentaw. Gilge v. Rinhofen. Heintz 
Henntberger. Herr Hanns v. Wolfstein, ritter, marschalk. Herr 
Fridereich v. Murach, ritter. Erhart v. Murach. Fridrich y. Pars* 
borg. Heinrich Zenger. Virich Apsperger. Ulrich Sintzen hofer. 
Wilhelm Pylsacher. Hanns Kurmrewtter. Jörg Raigkartter. Jörg 
Valkensteiner. Heinrich Prenntel. Michel Hyrsheider. Hanns 
Polnnitz. Jörg Zenner. Cristoff Thummerl. Heintz Schenk. Ge- 
newein Heberstorffer. Seitz Menüer [u. noch 48]. Michel ▼. Tann. 
Arnolt v. Hornburg. Hanns v. Neydeck. fierchtolt Cranntz yon 
Geyselsheym. Jörg v. Wildenstein, pfleger zu Lauff. Steffan 
Stetzman, pfleger zur Frey ens tat. Hanns Flögler der elter. Hanns 
Flügler der iünger [u. noch 6 andere.] Hanns u. Paulus Zobel. 
Jorgv. Hopparg, Sorg genannt Hanns Jeger. Herman Truhedin- 
ger. Hanns Ochs. VlricbPack. Hanns Doczel zu Rolnperg. Wolff- 
ram v. Eglofstein. Lewpolt v. fiehemburg [mit 6.] Hanns v. Preyt- 
teostein. Erhart Steinlinger. Sigmund Puchfelder. Jörg Rarem« 
rewter. Wolfgang Haasner [und noch 7 andere.] Albrecht ynd 
Fridrich v. Freademberg, geprüder. Rüdiger v. Kinsberg. Hanns 
Edeknan der elter. Heintz Edel man. Berchtolt u. Nickel Winter- 
stein. Ruprecht v.Mengersreut. Hanns Pfreimder. Cuntz Schätz 
v. Erlangen. Fritz v. Waldenfels. Heintz Kotzawer. Nickel yon 
Zewitz. Virich Stettner [u. noch 8.] Albrecht v. Wirsperg. Os- 
wald r. Zabenstein. Beczolt v. Dobeneck. Class y. Zehn. Heintz 
Daner auss der Mark. Henig v. Predo. Hanns Dauhanss. Cetitz 
Neitbart. Heintz Kraeht. Folcz u. Heintz v. Torgo. Heintz Pfoff 
Fritz Puchen. Jörg v. Waldenfels, hauptmann. Jörg v. Scblywen, 
Glas Sparr u. Thyl y. Thummen, alle rottmeister mit allen mannen 



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Absage-Verzeicbniss. 1-5 1 

Heinrich und Fridrich, grauen vnd herren zu 
Hennenpergk. 

Lienhart, grafe zu Castel. 

Ludwig, graue zu Leytenperg vnd graue zu Hals. 
Albrecht, graue zu Kirchperg, herr zu Kranchfelt. 
Heinrich, burggraue zu Meyssen, herr zu Pia wen. 

vnd dinern marggraff Fridrichs v. Pranndemburg vnd mit iren 
knechten. Wilhelm v. Reitzensteio. Connrat v. Lüchaw. Jacob 
Truchses. Bartholomes v. Hütten. Engelbart Marstein der iung. 
Cristoff und Urban v. Horstein. Linhart Bechofer. Balthazar von 
Thüngen. Hanns v. Walnrod der iung. Appel v. Tettaw. Eber- 
hart Stristram. Erhart Toss. Erhart Grymm. Nickel von Rem. 
Heinrich v. Wersperg. Rudolph und Hanns v. Kamentz. Conncz 
Ram. Hanns v. Holcz. Nickel Plassdorff. Heinrich Strauss. Herr 
Hanns v. Egloffstein, rilter. Nickel Sack. Jban Roder. Hanns 
Roder. Albrecht Rabe. Hanns Roder zu Roderstorf. Hanns Roder 
zu Cklockla. Volkel Roder zu Pele. Albrecht Sleynicz. Thyme 
v. Hermesgrüne. Heincz v. Mylen. Virich Sack der iung. Hanns 
Kopp. Jörg v. Dölen. Conncz Geylsdorff. Nyckel Tenner. Wil- 
helm Siegler. Conncz Peler. Burchart v. Weyschals. Günther 
Ebersperg. Arnolt Hirsfelt. Hanns v. Dölen. Eberhart Rabe. 
Nickel Vassman. Heinrich Krosten. Nickel Cleistentaler. Hein- 
rich Trebiscb. Endres Wellitz. Hanns Roder zu Leubnitz. 
Jhan v. Dölen. Hanns Tristram. Jobst v. Balnitz. Jban v. Mach- 
wicz. Hanns von der Hayde. Hanns Roder der elter. Hanns von 
Volgstett. JorgReynolt. JhanThüssel. Nickel Mach wicz. Erckel 
Thussel. Nickel Malstorffer. Hanns Molstorff. Jhan Geylstorff. 
Hanns Toss. Heincz Toss der elter. Hanns v. Macbwitz. Erhart 
Machwitz. Eyrich v. Redwitz. Heinr. Ebersperg. Erhart Roder. 
Heinrich v. Newendorff. Wilhalm Rabe. Connrat Rabe. Heintz 
v. Feyltsch z\x Tobertiz. Marckart v. Mylen. Lorencz Widersper- 
ger. Appel v. Tettaw. Erhard Toss. Hanns Wildenpurn. Heintz 
v. Weyspach. Jordan Grüner. Paul Lubicher. Hanns Schrawtel 
zu Lawenberg. Connrad Toss. Erhart Neyperger. Hanns und 
Heintz Rossnicz. Hanns Heyder. Hanns Teufel v. Wyrtzpurg ist 
der von Nüremberg von seinen vnd aller Tewfel wegen veind 
worden. Wilhalm Marschalk, pfleger zu Lau ff. Hanns v. Mengers- 
rewt, Fritz Nothaft. Wilhelm, Leupolt, Hanns und Wolffhart 
die Hopffenbecken, geprüder. Heinrich v. Bönaw. Heinrich 
Zwinger. Jörg zu Pappenheym, marschalk, vnd sein knocht: 
Hanns Ermreicher der eider zu Ketzendorf. Vllein Kuppelich. 
Hanns v. Stetten. Walther Pitterlin. Weyprecht v. Hetticken. 
Hanns Ermreicher der iung von Ketzendorff [und noch 13]. 

tyxellw VUI. 11 



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1 52 Absage- Verzeichniss. 

Johan, graue zu Zigenheym. 
Otto Wallraben, graue zu Waldeck. 
Dietrich, graue zu Seyne. 

Jörg von Seine, graue zu Wittichstein vnd herre zu 
Hamburgk. 

Ludwig von Ysenburg, graue zu Büdingen. 



Hyltprant v. Tüngen. Jörg v. Weineck. Melchior Prompnitz. 
Marx v. Echenheym. Jörg v. Schauffhausen. Hanns v. Hohen- 
kirchen. Jan v. Brischaw, ritter, hauptman des Zaslaber kraiss. 
Sigmund v. Freyberg. Sein knecht: Wilhelm Lewberstorffer [u. 
noch k], Pangratz Aihartspeck. Hanns Stockheyraer. Cristoff 
Stoytzendorffer. Wolfgang Matzendorffer [u. noch 22] mitsaropt 
iren dienern vnd helffern. Jann v.Muschnaw, gesessen aufßuchen- 
law. Beschemg v. Muschenaw vnd v. Goding. Stephan v. Cap- 
peln, gesessen auff Scharffenneck. Mattigas v. Kartscha. Nicco- 
laz v. Karttscha. Andres v. Tschencke. Thomas v. Tschencke. 
Sigmund Mossheymer. Cristoff Schober. Lasla v. Trentsch. 
Wilhelm v. Madrusch. Albrecht v. Perg. Hanns Vorster. Caspar 
Bayr. Symon Eytzinger v. Eytzingen. Jacob Seckra. Wolfgang 
Lacher. Jacob Bergkheimer. Hanns Sibenlinder. Caspar v. Has- 
lach. Hanns Stocke! v. Ratlach. Heinrich Lantinger. LinhartAwn- 
peckh. WentzlaVichteiiawer. Jan v. Bozkawitz. Czrnahora. Alt 
v. Muschnaw vnd Godinge. Hanns v. Ach. Jorzick v. Muschnaw 
vnd v. Teintz. Allman Eytzinger v. Korenberg, pfleger zum Newn- 
heuslio [u. noch 7.] Lassla v. Kappeln zu Scharffeneck [mit noch 7] 
sampt allen iren dinern vnd heifern. Karl v. Blassim, Hauptmann 
auf der Luttaw. Watzla von Muschenawe vnd von Horsan. 
Beheira: Protzko v. Kunstat, gesessen auf Bozkowitz. Auf dise 
viernachbencnten mit namen : Zenko, Hanns, Jörg und Heralt 
v. Mossnaw. Martin von z. Trabenitz. Wilhelm v. Zlowtzintzek. 
Watzlabek von Zladincku, Ssassewsky Znehodina. Martin z. 
Blanska. Filgerz Zelenehodoln v. Grünemtal. Közel Bock Zlicz- 
lawitz. Tristram Zlitzburgu. Girzick Wilss. Jorgel z. Ribincka. 
Crfstofferz.Castitz. Watzlabeckz.Sokolnika. Janekz.Sokolnika. 
Banns z. Grthinze. Hanns z. Zlodtenicka. Ondruss z. Meldowa. 
Jan z. Wissokeho. Watzlaw z. Hostowlicz. Hanns v. Kindsperg 
zu Krewsen, ritter. Jobst v. Kindsperg. Härtung v. Egelhofstein, 
ritter, pfleger zu Awrbach. Peter Zerrer. Hanns Zudenrewter. 
Jacob Kemnater der iünger. Hanns Slamersdorffer der iünger [u. 
noch 16.] Heintz v. Aufsess zu Freyenfels. Eberhart Vortsch zu 
Turnau. Mertein Vortsch, hauptmann zu Hof. Herr Cunrat 
v. Zedwitze, ritter. Jörg vnd Balthazar, geprüder von Zed- 
witz, Cuntz v. Zedwitz zu Hirsberg, Jörg v. Zedwitz. Conti 



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Absage-Verzeichniss. 1 53 : 

Sigmund, graue von Gleichen. 

Adolff, graue von Gleichen» herre zu Dona. 

Emich, iunggraue ze Leyningen. 

Bernhart, graue zu Leyningen. 

Johann, graue zu Nassaw. 

Sigmund, graue zu Hohenberg. 



von Zedwilz zu Erckmerssrewt. Erhart von Zedwitz. Jobs 
Schirntinger. Oswald v. Rabitz. Virich Nolhaft. Erhart v.Entzen- 
berg. Wilhelm Gefeller. Wernhart v. Redwitz. Hanns Rorer. 
Hanns, Fridrich, Jörg vnd Hanns Rabensteiner. Thomas, Karl, 
Maines, Caspar vnd Mathes die Reitzensteiner. Mathes vnd Jan 
die Wolman. Fridreich v. Dobeoecke. Hanns Kneussel. Connrat 
vnd Hanns v. Lubchaw. Nickel v. Weyer, amptman zu Beyrewt. 
Herr Hanns v. Liechtenstein, ritter. Hanns v. Wallenrode zu 
Bernecke. HeintzvndAnthoniv. Gutenberg. Veit v. Schawmberg 
der iunger. Enndres v. Herbeistat. Albrecht Schryinpff. Michel 
Truchsäss. JorgVoyt. Caspar v. Berg. Erhart Truchsess zu Stern- 
berg. Cuncz Zolner zu Birckenfels. Anthoni Weinberghausen. 
Connrat vnd Hanns v. Lubchaw. Rüdiger, Fritz, Erhart vnd Wit- 
tig v. Sparneck. Cristoff Nothaft. Caspar v. Machwilz. Hanns, 
Heintz vnd Bartime Feillsch. Wilhelm v. Dobneck. Connrat vnd 
Caspar Roder. Wilhelm v. Wildenstein. Heinrich, Hanns, Nickel 
vnd Friderich v. Koczaw. Heinrich, Virich, Heintz vnd Hanns 
v. Kindsperg. Hanns, Nickel vnd Lorenz v. Hirsperg. Jörg Stieber. 
Hanns v. Redwicz. Mertein Vorlsch der iung. Rüdiger Henlein. 
Joachim v. Greiflemberg. Mertein Truchsess. Wilhelm Mistem- 
beck. Erhart v. Wier. Jörg Knewssel. Ernst v. Dalich. Albrecht 
Malerzick v. Hertemberg. Fabian v. Dobeneck [und noch 27.] 
Walther Schütz. Mathes vnd Wilhelm v.Lewerneck. Albrecht 
Slieber. Hanns v. Slreittberg. Sweypolt v. Sparneck. Hanns 
Newenstetter. Hanns Hetzelslorffer. Heintz Tanndorffer. Hanns 
v. Auflsäss v. Freyenfelss. Heinr. Forster. Heintz Hesse. Hanns 
Fewlner. Härtung Rabensteiner. Virich v.Seckendorfv.Krewsen. 
Erhart Denerlein. Fritz Pfeflenhauser. Hanns Pawer. Hanns v. 
Slreilperg der iung. Heintz u. Dietrich Fuchs, geprüd., die ellern. 
Jacob v. SeckenndorfF. Hanns v. Abenberg. Fridrich v.Secken- 
dorff, Ernfried genant. Connrad v. Krolendorff. Hanns v. Epper- 
stein. Wilhelm Küngssfelder [u. noch 6.] Jörg Veltprecber. Cas- 
par v. Hawsen [u. noch 9.] Crislof v. Parsperg d. iung [u. noch 11.] 
Rudolf v. Pünaw, ritter. Purckart v. Schonfels. Hanns v. Mach- 
witz. Cuntz v. Prailtenpach. Ballhazar v. Salsutz. Eprich Wal- 
man. Hanns v. Pore. Hanns Vrber der elter. Hanns Vrber der 
iunger, Frifc v. Sparqeck der elter, Haqqs y. Wirsperg. Lecz v f 



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1 54 Absage- Verzeichnisse 

Heinrich, graue zu Fürstenberg, lantgraue in Barr, 
herre zu Hawsen vnd im Kinczigental. 

Gonradt, graue zu Tübing, herre zu Lichtenegk. 

Wilhalm, graue zu Lutzczelstain vnd herre zu Geroltz- 
egk am Wassag. 

Reinhart, graue zu Hanaw, der iung. 



Redwitz« Nickel v. Dobneck der itinger. Eberhart v. Seckendorf. 
Ott Rauschner. JobstNewenstetter. Michel Steinrewter. Albrecht 
Gross. Fridrich v. Lubichaw. Hanns Steinrewter. Hanns v. Hirs- 
perg der itinger. Fritz Plassemberger. Hanns Krygennoyt. Hanns 
Stettner. Hanns v. Leuneck zu Trautemberg. Andre Truttenber- 
ger. Hanns Tandorffer. Conntz v. Wirsperg. Stella n Heynolt. 
Heintz Nanckenrewter. Heintz Roder der elter zu Lewbintz. Cri- 
stoff Roder zu Parn. Hasse Roder. Caspar v. Cospot zu Wolframs- 
dorf. Hanns v. Red witz Hanns v.Zarwern. Hanns v. Scheyding- 
stet. Aldman Rabe. Hanns v. Rabenstein. Arnolt v. Hirsperg. 
Conntz Gotzfeld. Hanns Plassenberger. Heintz Hopfgartner. Vi- 
rich Wild. Heintz v. Schawmberg, herrn Eberhartz sun. Eber- 
hart v. Zedwitz zu Hirsperg. Fritz Poppenberger. Wilh. Negwer. 
Hanns v. Weyer. 

Hanns v. Plannckemberg, ritter. Connrat v. Grefendorff. 
Hanns v. Kolbe. Donat Quoss. Hanns Schenk, ritler, Fridrich 
v. Wolfframsdorff. Eycz Schenock. Hanns v. Stenssdorff. Caspar 
Willenbrunn. Jan v. Niczficz. Bernhart Slam. Virich Portzig. 
Hanns v. Possern. EndresPorss. Heintz Rosentritt. Lorenz [von] 
Schawmberg. Erbart v. Zedwitz, voit zu Arnshaug. Connrat v. 
Seheim. Nickel Wilde, Chyman v. Polnitz. Volker v. Polnitz. 
Hanns Mawer. Erhart v. Zedwitz der itinger. Heintz Erchich. 
Hanns v. Lubenwitz. Hanns Mawer der iönger. Hanns v. Hol- 
bach. Veyt v. Obernytz. Hanns Sag. Nyckel v. Oberny tz. Watzser 
v. Watzdorff. Jörg v. Wildsdorf. Heintz Posseck. Vrban Posseck. 
Jörg v. Welnitz. Heintz v. Grefendorf. Kylian Tuschel. Hanns* 
Schnabel. Jörg Japener. Ditze v. Byla, voyt zu Freybtirg. Caspar 
v. Braittembach Hanns Rosse. Baithezar y. Kohelschein. Gün- 
ther Rex. Heinrich Scharte. Hanns v. Palgestet. Hanns v. Ben- 
dorf. Ciliex v. Mittelhausen. Cletnan von derWayde. Cuntz v. 
Weybur mit allen gebroten knehten. Heinrich v. Pawnaw zu 
Drossk. Heinrich v. Punaw zu Tuchern. Heinrich vnd Guntberre 
v. Ebersperg. Heintze Kotschi n. Cristoffel Bubisch. Albrecht 
Ranaw. Cristoffel v. Siywen. Ott v. Arnstett. Lutz v. Grewsen. 
Bernhart Vitzthum, ritter, marschalk. Hanns Slatheyra. Her- 
man v. Külstett. Diettrich v. Tuttichrode. Jörg v. Hopfgarten, 
ritter. Cristoffel v. Rode. Hembrot v. Regeldrod. Peter von 



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Absage- Verzeicbniss. 1&5 

Johanns, graue zu Solems. 

Albrecht, graue zu Sultz. 

Johanns, graue zu Eberstain. 

Rndolff, graue zu Sultz. 

Virich, Conradt und Ludwig, grauen zuHelffenstain. 

Wilhalm, graue zu Werdenberg vnd Sant Gans. 



Hopffgarten. Fridricb Huck. Fridricb. Hesse und Jörg v. Vssler. 
Diettricb y. Mölwitz. Hanns v. Schaumberg zu Meydor. Class 
und Heintz v. Schawmberg, Knoch [genannt]. Haans v. Hell- 
dritt. Contz Zentgreff. Hanns von Wertorde. Wilhelm von 
Gleichen. Wirner v. Wendeleuben. Heisse v. Tettinborn. Becb- 
man vnd Jacob v. Tbuttenrode. Hanns v. Slatheym. Dieltrich v. 
Wihe. Heinrieb Mein. Volkmeyr Roder. Heinrich v. Peffingen. 
Eckhart v. Wolferode. Caspar Schütze. Herman Lynderbecb. 
Jörg Buse. Jörg Hachheym. Cyriax v. Wechsungen. Weygant 
v. Luchaw. Appel YiUthum der eher. Herr Fridricb v. Witz- 
leuben, Ritter. Bartolomeus v. Bibra, Marschalk etc. Bernhart v. 
Kochberg, rilter. Conntz u. Jörg v. Kochberg. Heintz von der 
Pfortten. Caspar v. Eychinberg. Jörg v. Heseler. Rennhart v. 
Witzleuben. Caspar Trutzscheller. Heinrich v. Germar. Gerhart 
u.Hanns v. Gotfort. Balthazar u. Lucz v. Wangenheym. Hanns 
u. Peter v. Bess. Herman Scheinber. Tristram v. Borrit. Diettricb 
Archfelt. Herman Fust. Heinr. Schwerss. Jörg v. Laucb. Conn- 
rat Renner. Conrad v.Ottmansbusen. Philips v. Herde der iung. 
Wilhelm Meysenbuck. Albrecht v. Herde. Wilhelm u. Erasmus 
y. Eberstein, prüder. Baltizar Scheyding. Hanns Odenberger. 
Michel Grünwald. Laurein Roder, ritter. Heintz Roder der iünger 
[u. noch 12.] Cuntz Hacke u. Erckenprecbt v. Monogen. Caspar 
y. Coswede. Hanns Coler. Erentrich Hacke. Jörg v. Schawm- 
berg zum Rabenstein. Peter Schott. Hanns von Bechstcin 
zu Billmethausen. Hanns v. Schawmberg, Knoch genannt, der 
iünger. Hanns v. Haslach. Berit v. Kraeluck. Eukarius v. Lider- 
bach. Heinrich Caspar Scharffenstein. Reinhart und Lucz von 
Fruczenstein [und noch 8.] Virich v. Liechtenheyn. Herr Class 
v. Wangheym, ritter [und noch 4.] Heintz v. Waldenfels. 
Heintz Keronatter. Gilg Kemnater. Jörg Centgreff. Hanns von 
Kutzelewben , ritter. Jacob von der Asseburg. Götz Schennk. 
Heinrich v. Staghausen. Caspar v. Zossen. Appel Kodel. 
Heincz Münich. Hapns v. Frankenleuben. Gabriel Dhene. Asi- 
mus Thumpeling. Beringer Berthusen. Vrbani v. Malaw. Rudolf 
Dhune. Yttel Dangel, voyt zu Golta. Hanns Rote. Hartman Sa- 
merlat, voyt zuWeyssensee. Heinrich v. Germar. Lud wick Hack. 
Heinrich v. Tottelewben. Albrecbt v. Gruffen, Heinrich Loes. 



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1 56 Absage- Verzeichnis«. 

Virich und Wilhelm, grauen zu Oettiogen. 

Fridrich, graue zu Zweibruggen vnd herre zu Bitsch. 

Mert von Frangiban, graue zu Seng, Vegel vnd zu 
Modrusch. 

Sigmund vnd Doym von F ran gib an, grauen zu Vegel 
vnd zu Modrusch. 



Casp. Hares. Hanns Frannckenhausen. Herman Kotze. Krehan. 
Hanna Pissker. Jörg v. Suppenberg. Fritz v. Pese. Heinrich v. 
Latzeinburg. Diettrich Rocke. Albrecbt v. Welnitz. Heintz v. 
Schweioaw zu Obern-Sumen. Hanns von Hessburg zu Bedem, 
Caspar v. Hesspurg. Eberhart v. Liechtenstein. Clas und Heintz 
von Helldritt. Ott Burekart. Eukarius Pacb. Jörg Staffelstein. 
Neitbart v. Aurbach. Gilg Kanacher [u. noch 3]. Herman v. Gens* 
seh. ritter. Hanns v. Heym. Hanns v. Heiligen. CurtHeiling. 
Heinrich v. Heyn. Baltbazar v. Schafstet. Hanns Rost. Heinrich 
Heyimg. LuczMosshawer. Curtt Hünerwolff. Witte Rabpe [mit 
3 andern.] HerrCilev. Sebech, ritter. Fritz v.Hopfgertten. Diet- 
rich Ganss. Jörg Vitzlhum zu Egkstett. Heyman v. Ersbawsen. 
Anthoni v. Rosenaw. Appel v. Liechtenstein. Math es Staffelstein. 
Clas Pache. Albrecht, Heinrich u. Hanns v. Brandenstein, ritler. 
Hanns v. Brandenstein. Hanns v. Selbitz, voyt zu Heiburg. Hanns 
v, Glenn. Diettrich v. Mülwitz. Jörg v. Hausen. Ciliax v. Ten- 
stede. Küne v. Wertorde. Connrat Feit. Hanns v. M rtlhausen. 
Herr Hanns v. Sleinheim, ritter, roarschalk. Hanns v. Yberg, 
hofmeister. Wilhelm v. Emchingen. Diettrich v. Gemyngen. 
Wallher von Heymenhofen. Andres Rodder. Pawl Luthram 
von Ertingen. Wernher von Lanndsperg. Schwartzfritz von 
Sachsenheym der iung. Hanns Truchsess von Bichsenhausen 
der iung. Hartman Knüttel. Maines Rock von Stauffemberg. 
Hanns v. Enntzberg der Jung. Philip Wolfskele. Hanns von 
Nappenheym. Albrecht Enntzperger. Hanns v. Remchingen. 
Hanns von Homburg. Conrad Harter von Gertringen. Virich 
Trigel. Hanns Adam Rodder. Hanns v. Weingarten der iung. 
Peter Krancb v. Kircbeym. Hanns v. Ramperg. Hanns Brodel v. 
Alttorff. Wilhelm v. Baden. Weiprecht v. Heimstatt. Martein 
v. Eybe. Jobann Allnheym v. Törckheym. Wirich v. Hohemberg 
der iung. Fridrich Hund v. Salon. Seyfrid Rock v. Erffenstein. 
Jörg Mautner v. Katzenberg. Peter v. Zuttern. Jörg Munich v. 
Rosemberg. Wilhelm Schütz genant v. Aurbach. Wilhelm v. 
Vrbach. Erasmus zum Weyer. Heinrich v. Sternenfels. Volmar 
Lemblin der iung. Herman v. Zuttern. Albrecht v. Zuttern der 
iung. Philipps v. Newhausen. Heinrich Rise. Cuntz Rüde v. 
Kolemberg. Tschan Dattigny. Jobst Gallemberger. Wennde) 



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Absage- Verzeichniss. 1 57 

Laßlaw, graue zu Sant Jörgen vnd zu Posio. 
Nyclas, graue zu Plagoy. 
Fridrich, graue zu Helffenstain. 

Freyen vnd Herren: 
Krafft vnd Albrecht, herren zu Hohenloch. 
Philipp vnd Conradt, Schencken von Erpach. 



Enntzberger. Caspar Haraodt v. Hohenburg. Connrat Schennck 
v. Wintersteten. Adam Schenk v. Wintersletten. Dietrich v. An- 
gelach der elter. Erhart v. Ramberg. Peter v. Osthofen. Wolff 
v. Bernbausen. Wendel v. Remchingen. Erhart Frey v. Sternen- 
fels. Erhart v. Konspach. Syferlin v. Stupflerich. Heinrich v. 
Hentschuchssheym. Hanns Lochinger v. Kaubelschin. Bernhart 
v. Giech. Hanns v. Schawmberg. Appel v. Ebeloben. Jörg v. 
Schawraberg. Herr Erhart?. Meldingen, ritter. Beringer v. Mell- 
dingen. Appel v. Schotternheym. Albrecht v. Herde. Hanns u. 
Wetzet v. Stein. Diettrich, Curt, Erhart, Heinrich u. Berld v. 
Ingerslewhen. Kerstan, Heinrich, Dietzel, Kvne, Veit, Hanns 
vnd Herman v. Gleichen. Egkhart v.Wessingen. Caspar v.Wecb- 
mar [u. noch 35.] Appel, vitzthum zu Tannrod, ritter. Daniel 
vonderHeyd. Klein Fridel. Heintz Kessler. HerrHerman Reit- 
tesel. Johann Meysenbughe. Gerlach v. Praitterobach. Wernher 
v. Erber. Siettich v.Berleibschen. Burckhartv.ToImatsch. Conn- 
rat v. Waidenstein. Herman v. Hornsperg. Bane v. Kaienberge. 
Berlde v. Manspacb. Herman Hundt. Herman Weissenpuch. 
Henne Döring. Herman Dietten. Rane v. Boyneburg. Ott v. 
Mulenbach. Henne v. Vrf der eller. Heinrich u. Boden v. Ruden- 
hausen. Berlde Dietmar. Heinrich, Heinrich u. Connrat v. Han- 
stein. Johan u. Gothart v. Hollfeld, geprüder, gennant die Beyer. 
Haimbraide v. Boyneburg. Renhart v. Boyneburg. Philipp, Rein- 
hart u. Connrad v. Boyneburg, geprüder. Ludwig v. Wildungen. 
Heinrich, Eckbrecht u. Henne v. Gryssde, gebrüder. Ott Hundt. 
Wernher u. Sweder v. Westerburg. Heinich Foypele. Gerlach 
v. Lewenstein. Clas u. Reinhart v. Lynne. Heinrich v. Vrffe der 
jünger, Diettrich u. Wernher v. Gylfle. Connrat v. Allenhausen. 
Lutz, Werlde, Henne u. Curd v. Linsingen. Hanns v. Borne. 
Hanns v. Folkenberg. Herman v. Hebilde. Herman, sein sun. 
Herman v. Werhen. Wilhelm v. Bosse. Henne u. Engelhart v. 
Gylfle. Herman, Heinrich, Johan, Ott und Wolff v. Walsperg. 
Friedrich, Johan u. Bauene v. Caustine. Diettrich u. Engelhart v. 
Newhausen. Herman u. Gherde Spigele. Heinrich u. Johan Spi- 
gele. Heinrich v. Gudemburg. Hanns u. Heinrich v.Stoghausen. 
Wilh. Weissenbughe. Herwig u. Ernste v. Rütberssen. Heincke 
Hacken. LudolfTwirgen. Fridrich v. Twisten. Hanns, Herman 



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1 58 Absage-Verzeichniss. 

Michel, Herman, Jörg, Sigmund und Hanns, herren 
von Swarczenperg vnd von Sawnsheim. 
Wilhelm, herre zu Reichenstein. 
Eberhart von Eppenstein, herre zu Künigsstain. 
Caspar vnd Heinrich von Dhonen, herren zu Strupps. 



u. Ludwig Diethen. Johan v. Dalwige. Wilkyne, Heinrich und 
Wilhelm v. Bischoffshusen. Rudolf Kulen. Johan v. Hoplen- 
Hanns v. Berge. Berlde, Wilhelm, Sander u. Hannse v. Doringe. 
berg, geprüder. Reinhard v. Eschenboge. Härtung, Reinhart, 
Kerstan, Hanns, Kenndele, Vrban u. Hannse v. Eschen boghe. 
Reinhart u. Berlde v. Netter. Egkhart v. Falken. Herman v.Har- 
stall. Berlde v. Swebede. Fritsche Schilling. Philips, Heinrich, 
Henn wart u. Eckhart v. Himelshusen. Gerwig u. Henne v. Bischof- 
rode. Heinrich, Hannse u. Asmus v. Boyembach. Wernher, 
Fridrich, Trotten u. Henne v. Dernbach. Hardrait v.Traubenbach, 
Philips v. Hoerde der iünger, Jörg u. Fritsche v. Berende. Hein- 
rich u. Ott v. Boyneburg. Fridrich v. Herlingsbusen. Reinfort v. 
Schürnieberg, genannt Clausner. Wilhelm v. Oele. Ott v. Götz. 
Ludwig Düring. Heibig, Engelbrecht u. Henne v, Ruckershausen. 
Senaler u.Thoman v.Wittershausen. Hartmann, Gothartu. Henne 
Siegerein. Henne v. Werde, genannt Nodung. Hanns v. Luder. 
Heinrich PI eyfar. Egkhart Rietesel. Emmerich d.eltter. Albrecht 
u. Emmerich genannt die Krongele. Henne Rulle v. Holczhausen. 
Asmus Düring. Johann Klurr. Egkhart v. Gylse. Ludwig Swirtzel. 
Henne t. Lauberbach der alt, Henne sein sun. Henne v. Lauber- 
bach der iünger. Wilhelm v. Rom e rode. Henne v. Serbolt. Jörg 
v.Hüne. Henne Gleichenbach. Henne v. Vrsell. Henne u. Phi- 
lips v. Rokingen. Clas Wulferskeil. Jacob v. Eschen pach. Her- 
man v. Heyer. Cuntz Beyr v. Wechterspach. Moderne Löffel. 
Sybolt Lerne der iung. Seghev.Erbe. Henne v. Luthe der elter. 
Küne v. Rodhausen. Endres v. Selbe. Tile v. Derne. Heinrich 
Kuchenmeister. Henne v. Lutberr der iünger. Philips v. Herde 
der elter. Krieg v. Gortz. Symon, Berlde, Valentin u. Asmus v. 
Merlauw. Johann v. Bray denbach der iünger. Johann v. Braiden- 
bach genant Braittenslein, Arnt sein sun. Philipp, Hartman, Frid- 
rich v. Mecheling, geprüder u. vetter. Craft, Rode u. Seyfride von 
der Rabenaw, Adolf sein sune. Adolffv. Nordeck, Philips, sein 
sun. Gernant Widerolt. Heinrich Ralbe v. Holtzhausen. Henne 
v. Rodenhausen. Dietrich und Philips Schürenholcz, geprüder. 
Grope v. Rodenhausen. Brossecke Habehter. Hartman v. Lauber- 
bach. Gotzscbalk, Inpan, Dietmar und Wernher v. Liderpach. 
Henne der elter und Henne der iünger, des Curdes süne. Wolf, 
Gordert, Henne, Heinrich, Guntram u. Heidenreich, alle genant 



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Absage-Verzeichnis*. 1 59 

Hanns, Fridehelm vnd Bot von Wesinburg, herren 
zu Schenckendorff. 

Leuchter, herre zu Cottebuß. 

Otto und Otto, geprüder von KitÜitz, herren zu 
Sprengberg. 



Schenken v.Sweinsberg. Mengoss Gülden. Bemtv.Habel. Hein- 
rich Stenike. Henne Möniche v. Buchsecke. Her Senands sun. 
Wigand v. Buchsecke. Henne, Bigands bruder. 'Henfferich, 
Henne, Goderdes sun, u. Emmerich, alle genanl v. Drahe. Ger- 
hart Russer. Senantu.Wigantv.Rodehusen. Caspar Slim. Henne 
v. Swalbach zum Hermenstein. Godert, Bernhart, Curt u. Münicb, 
alle genant v. Buchsecke. Ludwig u. Henn v. Hohenfels. Henn 
v. Buchsecke zum Frankenberg. Ott Weideberg. Joh. v. Dietzig- 
husen. Godert v. Holtzfelt der elter. Cuntzeman Knoblauch. Jo- 
han u. Dietrich v. Terse. Henne Rietesel. Hennckel Schenke. 
Bigart Schab. Johann, Ludwig der elter u. Ludwig der iGnger v. 
Dernbach. Johan v. Fleckenbül, genannt Grape. Andreas von 
Fleckenbuel. SymonBrayttenrat. Graft v.Wittershausen. Wern- 
herv. Buchsecke. Ludw. Döring. Volbrecht v. Treyspach. Hein- 
rich v. Eringshausen. Heinrich v. Merlaw. AdolfF v. Brubecke. 
Adolffu. Peter v. Riedenfelt. Johann v. Hattereyde. DamelHun. 
Albrecht v. Boruhusen. Heinrich von der Borgunden. Engel vnd 
Rotger von der Leyn. Ott Winter. Thamv.Lor. Johan v. Hey m- 
bach. GerwinEckelkobe. Johan v. Beldingshusen. Johan v. Stel- 
bach. Ytenbachs sun. Sytticb u. Margk v. Holtzheim. Heinrich 
v. Lauberbach. Ott v. Wildungen. Godert v. Bernigkhusen. Jo- 
han v. Rein, genant Voyt. Lutz v. Boymbacb. Jörg v. Butlern 
Heinrich v. Vfeln. Bernhart v. Stockhausen. Herman v. Butlerr. 
Hanns v. Stockhausen der iung. Heinr. u.Egkebrecht v. Schach- 
ten. Heinrich u. Ludwig Hase. Henne v. Swalbach der iünger. 
Herman v. derRabenaw. Witdekind v. Hoenfels. Ghert Hesse. 
Ludwig v. Seelwitz. Heydenreich Schenk, genant Foss. Curt 
Hessen. Morss v. Braussburg. Herman Logelein. Ludwig v. Wil- 
dingen. Henne u. Reinhart Holczsattel. Reinhart Jordan. 

Hanns vom Rotenhan der elter zu Giech. Marx v. Roten- 
han.' Lutz v. Rotenhan. Veit von der Tann. Hanns v. Giech. 
Heincz u. Ott v. Giech, geprüder. Glass v. Giech. Jörg v. Aufsäss. 
Sias v. Wannbach. Jörg Kottner. Jacob v. Streittperg. Guntz v, 
Au&ehs der iünger. Heintz v. Redwitz. Hanns Wüst. Guntz v. 
Herbeistat. Cristoffel v. Herbeistatt. Anthoni Stieber, amptman 
zu Vorcheim. Heintz Truchsttss. Toman Wisentaw. Jörg von 
Czeyrn. Hanns Kottelsdorffer, kastner zu Schesslitz. Hanns Stretz, 
vnderfoyt zu Kranach» Wilb. Vngersbacher. Wentzel v. Sehaw, 

Quellen VUX 13 



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1 60 Absage- Verzeichniss. 

Batt von Hilpurg, herre zu Sonewalde. 
Michel» herre zu Pickenpach. 
Packpick, herre zu Clenaw. 
Jorziko von Consta(t), herre (zu) Bodeprad. 
Sdencko, herre zu Sternberg, oberster Imrggraff zu 
Präge. 



Hanns Gredinger, genannt meister Hanns. Virich Schütz [und 7 
andere.] Jacob v. Rabenstein. Hanns Hawt. HeintzHaut. Ir [8] 
knecht. Cuntz v.Aufsebs zu Marenstein. Albrecht Russ v.Liech- 
tenfels. Thomas v. Liechtenstein. HeintzGlock. Cuntz v. Au&ess. 
Virich, Fridrich, Erhart u. Hanns d. iünger v. Wisentau, geprüder 
u. vettern. Nyclas Pollinger. Ruprecht Zeichendorffer. Heinrich 
v. der Tann. Bartholomeus Stieber. Wilhelm Hauger. Eukarius 
y. Herbeistat. Cuntz Ochs. Fritz v. Hetzelsdorf. Cuntz Teucher. 
Vlrich Weinman. Hanns u. Jörg Stieber, gebrüder (mit allen iren 
knehten). HerrMerteinTruchs&ss, ritter zu Pommersfelden. Jörg 
derTruchsesszuPomersfelden. Pauls v. Streitberg. Herr Barthol- 
mes truchsses» ritter. Herman v. Streitberg. Hanns Künssfelder. 
Fricz v. Wisentaw. Cuntz y. Randesacker. Caspar Vetter, kastner 
zu Vorcheym. Fritz Stieber. Cuntz Heyinhart. Class Schrimpff. 
Contz Marschalk. Moritz v. Red witz. HerrSymonv.Schawmberg, 
ritter. Herr Albrecht v. Redwitz, ritter. Moritz v. Strehtberg. 
Heintz.y. Redwitz, Bawrnfeind genant. Heintz Sneberger [und 
noch 5.] Engelhart y. der Tann. Eberhart v. Gich. Otty.derCap- 
peln. Endres Stieber. Jörg Strobel. Fritz Taucher. Vlrich Rü- 
sembach. Seybold v. Eglhofstein. Cuntz Wannbacher. Herman 
v. Bibra. Wigeleiss Rüsembach. Herr AubrechtThumen y.Nüm- 
burg. ritler. Herr Vlrich v. Rechberg, ritter. Steffan v.Emmerss- 
hofen. Hanns Thumm v. Nümburg. Berchtoldt v. Sachssenheym. 
Wolff v. Newnbausen. Vlrich v. Schechingen. Wilhelm v. Wel- 
bart. Hanns Nothaft. Hanns v.Werdnaw. Hanns y. Liebenstein. 
Vlrich y. Rechberg. Cunrat Thum v. Newburg. Hanns y. Rahen- 
tal. Wolff Schilling. Peter, Bernolt vnd Wernher Nothaß, geprü- 
der. Connrat vom Stein v. Klingenstein. Wolff Tachenhaoser. 
Michel v. Landemberg. Ernfrid v. Schechingen. Heinr. y. Werd- 
naw der hing. Hanns v. Helmstat, H. sun. Georg Schilling. 
Connrat v. Tierberg. Hanns y. Emmershofen der hing. Connrat 
r. Aw. Ludwig v.Werdnaw. Erhart u. Steffan v. Aw, geprüder. 
Rudolff v. Wesletten. Wilhelm v. Westerstetten. Hanns und 
Caspar v. Weste mach. Wilhelm und Cunrat v. Sachssenheym. 
Vlrich und Vlrich von Sperberseck, geprüder« Reinhart von 
Newhusen. Eberhart v. Sternenfels iunior. Peter u. Connrat v, 
Liebenstein, gebrüder. Vlrich Hackt. Hohneck. Hanns v.Heta- 



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Absage- V erzeichnto. 161 

Jan Zagimatz, berre zu Constat. 
Alsch und Peter, herren zu Sternberg. 
Virich von Eyczing, berre zu Eyczing. 
Gotfirid, berre zu Eppenstein. 
Heinrich, Johan und Fridrich, gebrfider, herren zu 
Pirmud vnd Erenperg. 

statt» Endresen seligen sun. Hanns v. Heymertingen. Walther 
y.Vrbach. Hanns ▼. Bernhausen. Weyprecht Sturmfeder. Albr. 
Roflin. Eberhart Hofwart zu obern Owissheym. Georg v. Nyp- 
penburg. Gunrat truchsess y. Steten. Hanns u. Caspar v. Calten- 
tal. Marx v. Neunbusen. Wolfgang u. Heintz v. Zülnhart. Wolf 
vom Stein v. Klingensteia. Albrecht Truchsess v. Bischisshusen. 
Gerwig v. Rietheym. Ludwig u. Kleinhanns v. Grafneck. Mertein 
v. Neuneck. Gonnrat v. Höfen. Jacob u. Berchtold Gutten v. Sultz. 
Hanns v. Falkenstein, genannt v. Ramstein. Hanns Prantboch der 
eider. Bitschhanns v. Krowelsaw. Virich Erauss v. Ensingen. 
Hanns u. Heinrich v. Gerolczek, geprüder. Peter v. Gauch. Bur- 
chart v. Gaucheym. Connrat Schieber. Benncz Scheck. Hanns 
Armpurger. Aberlin Koler, genant Greiff. Johannes Hornstein. 
Cuntz Schmid zu Ylsfeld. Hanns Mettelbach. Hamer genant Äff. 
Diettrich Sattler. Rüdiger v. Hagnacb. Stenner zu Backnang. 
Burckhart Zehender. Steigintaschen. Schwartzhanns, vorst- 
meister. Pewrlin Tonawer. Heinrich v. Hyttissheym genant Ap- 
pezeller. Heintz u. Caspar, vorstmeistere. Diettrich Bock v. Stol- 
tenberg. Daniel v. Gerttringen. Hanns v. Newnecke. Hanns v. 
Kagneck. Sebastian Gürtler. LinhartRosshauptter. Hein Schmid 
▼. Plawbewren. Hanns v. Ampringen. Hanns v. Sultz, genant 
Harm. Hanns v. Ratstunhausen zu Stein Baschart. Hanns v. Rie- 
pur der iung. Jacob v. Monier. Heintz v. Ofemburg. Fridrich v. 
Orttemberg. Clas Lindawer. Gangolff u. Oswalt v. Münster. 
Hanns v. Sultz. Rafan Gyener v. Gemyngen. Wilhelm v. As- 
perg. Heinrieb Grüser v. Ergezingen [u. noch 37.] Ostfald von 
Wienn, püchssenmeister. Hanns Tewfel, genant Bart. Jobst v. 
Lemersbejrm. Reinbolt v. Werodingen, hofmeister. Knecht: 
Jörg Haug v. Hüttenssheim. Linhart Kemmater [und noch 14.] 
Hanns v. Puttendorff [mit 6]. Peter v. Schawmberg, pfleger zu 
Tolnstein. Bartholomes Richter zu Tolnstein. Hanns Rewss. Berl 
Prewss. Hanns Hemerlein. Cristoff v. Wolfslein, pfleger zu Hirs- 
perg. PeterHofmeister, richterzuHirsperg. Hanns Ebenhauser, 
richter zu Sultzpurg. SteffanSmoIl. Hanns Hirmansperger. Guntz 
t. Schlippenberg. Peter Walburger. Hanns v.Tobelheym. -Hanns 
Roholtz. Cristoph Wintersbofer. Ott Mottschidler. Jörg- Hyl- 
prant, burgman zu Hirsperg [und noch 4]. Hanns Vttelhofer, 



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1 62 Absage- Verzeichniss. 

Fridrich Griflfenclo, herre zu Ippelporn. 
Fridrich, herre zu Schönberg vnd zu Syren. 
Walther von Eppstein, herre zu Prupperg. 
Burekart Schenck, herre zu Tfittenperg. 
Ludwig, herre zu Lichtenperg. 



burgkman zu Hirsperg [und noch 12]. Fritz Gahaft, castner 
zu Hirsperg [mit 4 anderen]. Hanns v. Suntheym , pfleger zu 
Nassenfeis [mit noch 7.] Linhart v. Richoaw [mit 4]. Wolff v. 
Tann, pfleger zu Arberg, Jacob Durer/kastner daselbst, Paul Wild, 
purckman [mit noch 6]. Diettrich Kemnater, pfleger zu Sandsee 
[mit 9]. Wilh. Smoll, brobst zu Berchingen [u. noch 6]. Mertein 
y. Putendorff, pfleger zu Bernfels. Lorentz v. Erlacb, bauptmann 
zu Spalt [u. 23]. Fritz v. Innwitz, pfleger zuTanhausen. Wilbolt 
Eschenloer v. Eystett. Hanns y. Puch der iung. Hanns Liefner. 
Hanns Stettner, pfleger zu Horenssheym [u. noch 7]. Lyon Gotz- 
man, pfleger zu Abemberg. Connrat Gock kastner [mit noch 6.] 
Erkner v. Kottenheym, burgkman zu Arberg [mit 12.] Veit Re- 
phun [u. noch 6.] Hanns v. Giech [mit 24]. Jacob Hettenstaler 
[u. noch 40.] Cuntz Schütz v. Erlangen [u. noch 23.] Herr Virich 
y. Hohenrehberg, ritter. Wilhelm y. Rechberg, sein sun [mit 4.] 
Symon v. Schawmberg. Wilhelm Emser der iünger [u. noch 10]. 
Hanns v. Schawmberg, ritter. Hanns v. Schawmberg der knoch. 
Albrecht v- Coburg. Caspar y. Werbergshausen. Engelbart von 
Egksdorf. Berchtold v. Kolhausen [und noch 14]. Hanns Ko- 
burger [und noch 5]. Caspar Gebelbauser. Jörg Startzhausner. 
Tandrod Startzhausner. Chaylion Fiüzinger. Stephan Hausner 
[und noch 4.] Burckbart v. Schawmberg. Herman Pütler. Ar- 
nolt Sanetzeller. Peter Echinger [und noch 11]. Herr Sigmund 
v. Eglofelein, ritter. Cuntz y.Eglofstein zu Geylnrewt. OttSenft. 
Albrecht und Hans v. Wolfstein. Hanns Wirnt. Caspar v. Ow 
zu Prennberg [und noch 9.] Stepphan Tewrlinger. Degenhart 
Praittenser. Albrecht Linck. Wolffharty. Wolfstein. JorgVrsem- 
beck. JorgPollinger. Heinrich Fronberger. Heinrich Fronberger 
der iünger. Baltbazar Eachensdorffer. Hanns Pudemstorffer [und 
noch 16.] Hanns Raittenbucher, pfleger zu Hembawr [mit 8]. 
Heinrich Paulstorffer zu der Kirn [mit 1 6 andern.] Virich Rummel. 
Herr Fridrich y. Wolfstein. Hanns Frickenhofer. Virich Yscbofer. 
HeintzFrickenhofer der iung. Erhart Tanlacber. Hanns y.Tum- 
pach. Jörg y. Laber. Erhart Ruckenrigel. Connrat Arweitter. 
Diether v. Vennyngen der iünger. Hanns Kettel v. Tretzickheym. 
Caspar Punczinger [mit 5 anderen.] Wolfhart Stockel zu Esslern 
[u. noch 15.] Hanns Leitgeb zu Lauffental [u. noch 3]. Nyclas Ga- 
reysen. Ratzko Gareysen, sein sun [und 24.] Albrecht v. Hurach 



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Absage- Verzeichnis!. 163 

Yttel Hanns von Krenckingen, frey. 
Mertein, Ruprecht und Jacob, herren zu Stauffen, 
freyen. 

Jörg, herre zu Ochsentein. 
Wilhalm, herre zu Vinstingen. 



zu Gutteneck, ritter, hofmeister. Liobart Krage. Wilhelm Law- 
rein [u. noch 33.] Liebbart Zölner. Gristoff v. Parsperg, ritter. 
Virich u.HeintzFrodemberger. Ruger Vttelbofer. BerchtoltRatz. 
Jörg Stralnfelger. Cuntz Rynolt. Cristoff Warperger. Wilhelm 
Hofer. Eberhart Wernsteiner. Peter Pemflinger. Peter u. Al- 
brecht Kroghan, geprüder. Virich Daxperger. Dypolt Fliczinger. 
Wolfhart Erelbeck. Michel Magnesrewter[u. noch 9.] Heymeran 
Mukentaler. Hanns Meodorffer. Fritz v. Wald [u. noch 6.] Hyit- 
poltsteiner zum Rabenstein. Hanns Liecbtenecker [u. noch 17.] 
Virich Warperger. Diettrich v. Stauff der iOnger. Jörg Hager. 
Cuntz Pudemstorffer. Wilhelm Peheym v. Cholmutzo. Vlerschy 
Beheym v. Regal. Jörg Pudenstorffer [u. noch 10]. Erasm Hofer. 
Virich Dreswytzer [mit 34.] Hanns König zum Newenmarckt. 
Liebhart, Hennslein vnd Lienhart König, sein sQne. Virich Wal- 
eher. Herr Mertein v. Wildenstein, ritter. Caspar Kürmreuter. 
JorgPreckendorffer. Erasm Weissen werger. Hanns Regeldorffer. 
Hanns Greffemberger [u. noch 8.] Herman Kurmreutler. Virich 
Rabendorffer. Cristoff Scharffeknberg. Heymeran Bernckloe. 
Virich Fronberger zu Fronberg. Hanns Vingerlein, pflöger zu 
Swainckendorff. Hanns Kempnater. Albrecht Vettelhofer. Sig- 
mund Preckendorffer. Steffan Steinlinger [n. noch 8.] Herman 
Rynolt. Hanns v. Vennyngen der iung. Peter v. Stetenberg. 
Hanns, Wilhelm vnd Li n hart Kottenawer [u. 13 andere.] Cristoff 
Hertemberger vnd sein [5] geprot kneht. Fridrich Walturner. 
Jörg Awer vnd sein [3] gebrot knecht. Arnolt Kreyss v. Linden- 
fels und sein [3] knecht. Diether Rüd v. BodOckein und sein [k] 
knecht. Caspar Reyttorner. Joachim Hautzenperger [u. noch 3.] 
Linhart Ramelsteiner [u. noch 18]. Hanns Oberheimer [u. 13.] 
Linhart Kagrer [u. noch 3.] Hanns Trewt wein [u. noch 5.] Fritz 
Pollinger [u. noch 5.] Wilhelm Törlinger ; sein geprot [4] knecht. 
Herr Hanns v. Degenperg d. iung, ritter [u. 33 knecht.] Balthazar 
Nusperger, sein [7] knecht. Sigm. Leuchtempeck, sein [7] knecht. 
Hanns Nussperger zu Calnperg, sein [8] knecht. Pangratz Got- 
linger, sein [8] knecht. Linhart Hemmerlein, Castner zu Newen- 
marckt, sein [4] knecht. Michel Walrab, sein [3] knecht. Wilt- 
polt Werthemer. Paulus Reutter [u. noch 10.] Heymram Hew- 
rauss zu Stockenfels, sein [13] knecht. Wilh. Pfirgner [u. noch 9.] 
Lorentz Prantner [u. noch 11.] Virich v v Kamerrawe, sein [8] 



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164 Absage-Verzeichnis*. 

Dietrich |on zu Reineck , herre zu Proyck vnd zu 
Thunperg« 

Ott von Sliwen, lantvoyt zu Lusitz, mit allen 
dez lantz zu Lusitz. 



knecht. Gebhart v. Eychperg [u. noch 91]. Hanns v. Erlebach, 
hofmeister. Fritz v. Erlebach, amptman zu Fttrstenaw, mit irea 
knechten, mit namen : Fridrich v. Karben. Clas v. Kanspach. 
Hennchin Hilleprannt. Johan v. Wiiserod, genant Bense. Clas 
Jeger schultheys. Henchin vnd Henchin Vocke. Herr Eberhart 
v. Rudern, ritter. ZOrchv. Stellen. Herr Cunrat zu Franckenstein, 
ritter vnd sein knecht. Hanns Schelm v. Bergen. Herr Philips v. 
Cronberg, ritter. Craft v. Trabe, burggraffe zu dar purg Geyln- 
hausen u. sein [7] knecht. Henne v. Beldersheym, marschalk etc. 
Bernhart v.Swalbach. Jobann v.HuIshofen. Hartman nv.Cronen- 
bürg. Fridrich Greiffencloy.Yolrats. Craft v. Aldendorff. Jorgv. 
Sluchter. Hartmann v. Drahe. Johann v. Liebenstein, genant 
Westerpurg Philips v. Vechenpach. Philips v. Riedern. Hanns 
Clewyss. Wilhelm Stickel. Craft v. Balderssheym. Hanns u. Jörg 
v. Wilr, geprttder. Volbrecht v. Swalbach. Seyfried Schelm v. 
Bergen. Hanns Krugk v. Sommeraw. Hanns v. Heidwach, genant 
Anshelm. Syfrid v. Rodenburg, genant Seger. . Albrecht Coder, 
Hartmann Buchiss. Eberbart Vischlin, genant Snelle. Henne 
Stoltz. Eberhart v. Buchen, genant Wolff. Heintz Hose. Hanns 
Gereck. Heintz vnd Herraan v. Siegen, geprQder. Hanns Röps 
v. Ysempach. Cuntz Albrecht. Jörg Bair. Hanns Puchner. Clas 
Woltz. Hanns Verber v. Wanneck. Clas v. Holtzbeym. Hanns 
FQlbach d. iung. Hennchin v.Meinlz, genant Eppenstein. Hanns 
▼.Büdingen. Heintz y. Rörheym. Contzv. Walde. Hanns Schnid 
genant Buchener. Hanns v. Gryroburg. Franck v. Cronemberg, 
herrn Hartmans seligen sune. Heinrich Beir v. Boparten u. sein 
knecht. Jobann v. Ennse, genant Vornagel. Wilhelm v. Fryburg. 
Virich Swemde v. Wynheym. Heintz Scbadecke. Connrat v. 
Lumerssheym. Hanns Rüd zu Bodickheym. Adam v. Aldemdorff. 
Veyt v. Rechberg. Symonv.Stetten, ritter. Herr Bernhart v.Gry- 
burg, ritter, marschalk des y.Cily. Wulfingy. Flednitz, hofmeister. 
Wolfg.Eckher, hauptmandergra&chaftinderMelling. JanWitto- 
wetz, hauptman in windischen Landen. Fridrich, Caspar vnd 
Hanns Lamberger, geprüder. Mixse Yeserytz. Michel Krump- 
nawer. Fridrich Stosch v. Eberstorff. DobiaschDyem. Wolfgang 
Krottendorffer. Heinrich Tschesch. Jörg Weicksel. Cristof Top- 
pler. Wilhelm v. Grunbach. Fritz Schenk v. Tegningen, vnd sein 
[3] knecht. Sebastian v.Wallenrod. Ratzeck v.Janabitz zu Payer- 
eck. Dyslawe vnd Wilhelm v.Stropitz. Protilba Buchwal v. Burg- 



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Absage- Verzeichniss. 1 65 

Item so haben vns vnd vnsern helffern ritter vnd 
knecht vnd derselben knechte vnd diener in einer zale 
bei vij M entsagt. 

Stette: 

Bamberg, Vorchheym, Kronach, Liechtenfels, Ko- 
barg, Alttorff, Begnitz, Eystet 

lar. Wilhelm v. Scbacheraw der elter. Jan v. Wessele. Habart 
y. Rackowa. Jan v. Kodaw. Pzrencko v. Janabitz zu Payereck. 
Otick, Gindersich u. Betz geprüder v. Gladro. Jan v. Helmtznowa. 
Jan y. Tesnitz. Micolas v. Petrowitz. Stach v. Oberist. Heintz 
Heweraus. Diettrich v. Chlotto. Busko v. Brostibers. Rawts 
Czemnung. Hicalass v. Lamintz. Jan v. Haradisse. Cunes von 
Laincbs. Dywyss v. Teymitz. Jan v. Holdt. Jan u. Wilhalm von 
Lab. Hanns Kracker [u. noch 8.] Albrecht Sack [u. noch 17]. 
Fridrich Podemberger. Lamprecht Rawhendorffer. Ewckarius 
y. Rymbach. Seyfrid Pucbawser. Reynolt Wolfstorffer. Her 
Hanns v. Sataschky. Engelhart v. Awrsperg, obrister camrer in 
Krayn vnd an der Margk. Nycklas, burggraff zu Lfintz vnd zum 
Lug. Nicklas v.Sigerberg. Peter v.Newnhause. Virich v. Krewls- 
heym. Hanns Reggiin [u. noch 2], Sigmund v.Holtzingen. Lin- 
hartLesch. Martein Mewlinger [u. noch 9]. Endres Wilch von 
Altzey. Hanns v. Bechtolsheyme. Virich Scholmeynsterv. Krawel- 
sawe. Adam Hundt. HermanDinstman. Loevoyt zu Reicheneck. 
Erhart Mertz. Heinrich v. Krewlsheym. Fritz v. Krewlsheym, 
•ein son. Virich Sintzinger [u. noch 8]. Philips Sindolt v.Rosem- 
pacK, Eberbart v. Grawmberg. Hanns v. Sand. Hanns v. Hausen 
der iönger. Eberhart v. Fristingen. Heinrich Schenk v. Geyra. 
Hanns v. Stein. Hanns v. Westerstetten. Herrn an v. Gotzfelt. 
Oswald Schechss v. Pleinfeld Engelhart Muracher. JorgDoblein. 
Hanns Schreiber. ConnratMQlner, genant Schreiber [u. noch 35], 
Götz v. Berliehingen der iung. Wilh. v. Dottenbeym der iung. 
Philipps y. Dottenbeym. Ir knecht: Oswald v. Mülenbach [und 
noch 9.] Karl v. Ehenbeym vnd sein [3] knecht. Jörg v. Ehen- 
heym zu Geyrn, ritter, vnd sein [23] knecht. Cuntz Sunderhamer. 
Stephan Pesserer. Michel Angerhuber. Jörg v. Puch. Pauch- 
heinz v. Sindering. Jörg v. Wolffsteio vnd sein [tO] gebrot kneebt. 
Rngerl v. Ertingshofini m Pechtal vnd sein [6] knecht. fiagelhart 
v. Apaperg [mit 19]. Eberhard Bude v. Koltaaberg der elter. 
Heintz Rüde v. Kollemberg. Michel v. Tann. Arnolt v. Hornburg, 
Hanns y. Neydeck. Berchlold Kranntz v, Geyselsheym. 



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166 Organisation des 

Beilage II. Organisation des Heer- ud Kriegswesen 
1. Note Ton Kriegsherrn. 

Item von der gepurt Cristi tausend vierhundert vnd 
im j L * iare yn der wochen nach Petri et Pauli sein die 
hernachgeschriben dingk geschehen vnd angefangen wor- 
den zum kriege. 

Item dez ersten gab man auß dem rate fflnfe vnd 
einen von der gemein, die ob den hernach geschahen 
sachen nach vnd vor Tische saßen in einer besflndern 
stuben auff dem rathauß. 

Item die obgenannten krigßherren bestelten kunt- 
schaffter auff dem landt vnd in der stat, frawen vnd 
man, vnd sie betten auch auß den genanten 1 ) eflich 
bestell, die dy selben kuntschaffter verhörtten vnd auß- 
santen wo hin sy gut daucht. 

Item mer ward einer dez rates gesetzt zu einem 
obersten haubtman ^ber den gereisigen zeug, der selb 
waz auch vor vnd nach tisch bei den kriegsherren vnd 
bestell auch die kuntschafft vnd uerhörtte die. 

Item dieselben kriegsherren hetten auch besteh, 
daz man kein rott weder reitent noch gient nicht hy- 
nauß ließen die haubtleut vnd hueter vnter den toren, 
es wer denn, daz dieselben rott hetten ein Wortzeichen 
uon in oder uon einem burgermeister ; vnd in ward 
auch allwegen von den krigsherren befolhen, daz sie 
gehorsam vnd menlich sein solten vnd bey einander 
beleiben, vnd daz sie schontten der kirchen vnd geist- 
licher leut vnd der freunt. 

Auch ward in statlich beuolben, daz sy den genßen 
vnd bünern nit solten nachlauffen, oder man wolt sy 
straffen an leib vnd gut. 

Item die hernachgeschriben waren die krigßherren, 
Karel Holtzschuher, Bertholt Volckmer, Erhart Schürstab, 



1) Eine eigene Abtheilung des kleineren Rathes. 



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Heer- und Kriegswesens. 167 

Conradt Pawmgartner der elter, Vlman Hegnen vnd 
der Taloer. 

Item Jörg Haller waz etwelang von ratzwegen 
oberster haubtman dez gereisigen zeugß, darnach ward 
gesetzt zu haubtman der gereisigen Jobst Tettzel. 

Item es besanten auch die kriegßherren etlich red- 
lich leut von burgern vnd edelen, so man ansleg wolt 
machen, vnd hetten iren rate. 

Item es ward auch bevolhen vj genanten, daz die 
allenthalben im landt kuntschafft bestellen solten, vnd 
die kuntschafft gieng vast durch frawen. 

Item man het vil frawen bestelt, die teglich kunt- 
schafft triben, die man teglich außsant auff daz landt 
vnd in die stet. 

Item man bestelt auch kuntschafft durch iüden. 

2. Oberst Hanbtleut der gereisigen 

Item herr Reuß von Blawen war oberster haubt- 
man von den edeln vnd Jörg Haller waz etwelang auch 
oberster haubtman mit dem herren von Blawen, darnach 
ward an seiner [statt] Jobs Tetzel, die vom rate waren. 

Item Conradt von Kauffungen *) waz haubtman der 
armbrostschützen vnd der Cottbitz waz haubtman der 
spiger, vnd der waz dez herrn von Blawen diner. 

Item man het hie bestelt bey v c soldner zu roß. 

Item es war auch geraten von dez peßten wegen, 
daz man den soldnern gab zwifachen sold vnd kein 
speyß, alzo daz sich yeder selber must uerlegen, denn 
allein im veld gab man in kost nach, vnd man gab 
einem auff ein pfert ain monet vj gülden. 

Item so etlich außriten vnd peliben außen j monet 
oder ein gantz monet, so ward im newren halber sold 
gegeben, wann man must sy alweg verzeren, vnd es 
waz einem befolhen, der darauff merckt vnd daz anschreib. 



1) Der bekannte Prinzenräuber Guntz von Kaufungen. 



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168 Organisation des 

3. Ton den gereisigen pforden der bnrger. 

Item als es sich ye zu krieg fügen wolt, do puten 
vnserr herrn dez ratz den purgern pferd, einem jeden 
darnach vnd er uermacht, einem drew pferdt, einem ij. 9 
einem j, einem ein halbs pferdt, alzo daz ye czwien 
ein pfert haben mußten vnd einen knecht; vnd als 
manig pfert einer het als manigen knecht mußt er auch 
haben, es wer denn sach, daz einer selber wolt reiten. 

Item vnserr herrn vom rate setzten haubtleut fber 
dieselben gereisigen auß den purgern , vnd wenn man 
auß wolt reißen, so thet man daz kunt einem haubt- 
man, der selbig pot in denn förpaß au ff, zu welcher 
stund man sy haben wolt, vnd die gereisigen sampten 
sich gewönlich auff dem marckt oder auff sand Diligen 
hoff oder auff dem Newenpawe oder auff der Schüt. 

Item die purger hie betten bey v c gereisiger pferdt, 
dieselben mustret man zu Zeiten, vnd welcher dann nit 
tügelich knecht vnd pfert hat muste anderr stellen. 

4. Ton aufbieten der gereisigen. 

Item wenn man dem gereisigen zeug wolt auff- 
pieten, so hette der oberste haubtman dez gereisigen 
zeugs, der einer dez ratz waz, einen Schreiber, der im 
zugeben waz, derselb hette die soldner alle angezaichent 
an viij oder ix. zettelein mynder oder mer, darnach 
vnd man sy in kflrcz wolt auffbringen, vnd die selben 
zettelein gab der egenant öberst haubtman yedem stat- 
knecht oder pütel eins; der mußt denn den, die an 
seinem zetel geschriben stunden, auffbieten vnd heißen 
bereiten, zu welcher stund man sy wolt haben, vnd 
die besched man an den marckt, auff die Schutt oder 
Newenbawe oder in einen twinger. 

Item wenn man dann feint bließ, alzo daz es zu 
gach waz, daz man nit alz pald mocht auffpieten, so 
ranten alle gereisig vnd lieffen all fußknecht vnd anderr 



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Heer- und Kriegswesens. 169 

pürger vnd knecht gegen den torn, gegen den man 
die sieb 1 ) außreckt. 

Item man bette auch iiij. trumeter, vnd wenn die 
turner aoff den turnen feint bliesen vnd wenn die ge- 
raisigen vnd fußuolck sich zuberaiten, so ranten die- 
selben trumeter alle gaßen auff vnd ab vnd drumeten 
auff. Auch hett man etlich mit sackpfeiffen vnd eüich 
mit paucken besteh, dieselben pfiffen vnd pauckten dem 
fußuolck auff, vnd die ranten vnd iuffen denn zu den torn. 

Item derselben iiij drumeter muste einer ain nacht 
auff dem rathauß ligen, wenn es not thet, bey den 
statknechten vnd auffpietern, alzo wenn es not thet, 
daz man in weßt zu finden. 

Auch mußten dieselben drumeter, wenn es zu be- 
sorgen waz, daz die feint ein gerenn für die stat 
machten oder daz ein mercklicher zeug außen waz, den 
gantzen tag gesüffelt vnd gesport warten ob ichtz not 
geschehe, daz sy verrtig vnd aller sach vngehindert weren. 

Item derselbig Oberst haubtman der gereisigen, vnd 
der einer waz dez ratz, het der vorgenanten trumeter 
ein im hauß. 

Item es waren hye von gereisigen pferden bey 
tausentt bey v c * gereisiger pferden am sold, alzo gab 
man den alten soldnern, die vor lang am sold warn 
geweßt, einem auff ein pferdt iij gülden Iandswerung, 
vnd den, die man auff den krieg bestell het, einem auff 
ein pfert vj gülden Iandswerung, vnd v c> gereisiger 
pfert mußten die purger halten. 

5. Ordenung der Schickung des zeugg. 

Item zum ersßten hat man daz gehalten, wenn 
man einen anslag machet, to teten die auffpieter, die 
dann darzu geseczt warn, den püchsenmaister, der zu 
einem karn oder wagen geseczt ward oder gehöret, zu 



1) Signale auf den Thürmen. 



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170 Organisation des 

wissen, daz er seinen karrn oder wagen zu richtet in 
stille mit pulfer vnd stein vnd ladezeug, der dar zu 
gehöret, auch sol er sich bewaren mit guten ladezeug 
vnd pulfer. 

Item es sol ein ytlicher pfichsenmaister sein püchsen 
bewaren, daz er wyß, waran er sey, daz im kein czünt- 
loch uerslagen werd, wann es ligt nit ain claines daran. 

Item mer es sol auch ein itlicher püchsenmaister 
ein czwirel oder iij haben, wenn er aus czihen wil, 
ob im ein czüntloch verrent oder uerslagen würde, daz 
er möcht ein anders machen. 

Item mer hat man dise hernach geschriben Ord- 
nung gehabt, wenne man aus czihen wolt, daz sich daz 
volck samnet, es wer auff der Schutt oder auff dem 
Newenbawe oder bey den xij prudern, so füret man 
dohin bey j c gutz hantpüchsen , puluers vnd bey ij H * 
hauspfeilen, vnd schicket ain darezu, der daz außgab, 
einem püchsenschützen mit einer hantpüchsen bey vj 
schüßen vnd aim armbrostschützen bey iiij pfeilen. 

Item man ordnet auch, zu welchem tor man auß- 
czihen wolt, darvnter füret man ij M hauspfeil vnd gab 
einem rewter bey v pfeiln. 

Item mer hat man geordent, wenn man etwas fllr 
hant wolt nemen, daz man aoßczihen wolt, so haben 
die auffpieter, die darezu gesetzt sind, den haubtleuten, 
den püchsenschützen zu wysen thun, daz sie sich zu- 
richten sollten mit puluer vnd pley, dem hat man geben 
ain czaichen an den, der daz puluer vnd pley ausgab, 
vnd hat im geben x €t. pleys vnd iiij it. puluers , daz 
er daz vnter sein gesellen tayl. 

Item mer, wer aber daz einer keinen haubtman 
het vnd für sich selbs ausezüg, dem haben die auff- 
pieter besunder czaichen geben an den, der pley vnd 
puluer ausgeit. 

Item man gab auch den obgeschriben püchsen- 
schützen gut puluer, domit sy bewart waren. 



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Heer- und Kriegswesens. 171 

6. Ton der ladung des czeugs. 

Item darnach stet geschriben, wie man auff einen 
zug laden sol, er sey gros oder ciain, ein y etlichen 
wagen nach seinen staten, darob sol ein czeugmeister sein : 

Item zum ersten, wenn man ein krefftigen anslag 
machet auf vj* 1 * man, als vor Windspach, oder ander 
mechtig czüg, als die Sweiczer her chomen, darnach sol 
man sich richten mit dem laden, als hye geschriben ist: 

Item zum ersten sol man laden auff iiij wegen 
geteilt xij czentner puluers, auff ein wagen iij centner, 
vnd darczu ij M hauspheil vnd ij c fewrpfeil vnd ij c * 
fewrkugel vnd stabslingen darczu, do mit man wirfft, 
vnd dy wagen geczaichent mit venleiu vnd doran ge- 
malt, waz auff einem itlichen wagen Ieit vmb dez wil- 
len, daz man wyß den czeug zu suchen, vnd bey 
einem €t. czüntpuluers zu itlichem wagen. Mer sol man 
zu den iiij wegen iiij man bestellen, den zu trawen 
sey, daz sy des czeugs warten, vnd dann an ein wagen 
setzen iiij. pferdt. 

Item mer. hat man geladen auff ij wegen xxxj 
schaufei, lx hawen, lx pickel, viij gaißföß, vij heb- 
eysen, xl stainext, eyßerein keyl, eyßerein slegel vnd 
czwenn man darczu, die dez czeugs warten vnd auff- 
heben, vnd an einem wagen iiij. pfert. 

Item ij wegen mit j c xx pafesen, halb geedert 
vnd halb von pretern gemacht, vnd czwen man darczu, 
die dy pafesen aufiheben, an j wagen iiij pferdt. 

Item iiij wegen mit secztartzhen, auf einem bey x. 
vnd sind von bretern gemacht, an yeden wagen iiij. pfert. 

Item iiij wegen mit steiglaitern , lang vnd kurci, 
vnd an einem wagen iiij pferdt. 

7. Ton dem czeug der Wagenburg. 

Item darnach stet geschriben, waz man wegen vnd 
kam mit genomen hat, die zu der Wagenburg gehören, 
wenn man ausgeczogen ist. 



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172 Organisation des 

Item man hat zu dem erßten mitgenomen ij wagen- 
püchsen, die widersteinyn genant, dazu l stein, dy hat 
man geladen auff iij wegen vnd tarn sail darczu, vnd 
an dye czwen püchsenwegen xvj pferdt vnd an ain 
yeden stainwagen iiij pferd. 

Item mer hat man mit genomen iij wegen , dar- 
auff da lagen iij püchsen mit einem kreucz, vnd auff 
yetlichem wagen xv stain , an yetlichen wagen iiij. 
pferdt. 

Item mer hat man mit genomen ij karrenpüchsen 
mit czweyen creuczen, an einem karen iij pferdt, vnd 
zu yetlicher püchsen xxv. stain, die sol man besunder 
legen auff einem wagen vnd iij pferdt daran. 

Item mer hat man mit genomen viij karnpüchsen 
mit eim creucz vnd an ain ytlichen kam ij. pferdt vnd 
zu yetlicher püchsen xxv stain, die sol man besunder 
legen auff ain wagen vnd iiij. pferdt daran. 

Item mer hat man mit gefürt ij schermpüchsen 
auff karen, zu yetlichem kam xx pley kugeln geczaichent 
mit ij stroln, die kugeln in irm trüchlein, an yedem 
kam iij. pferd. 

Item mer iiij kam mit pleypüchsen, die schyßen 
pleykugeln als dy tawbenayer, an yetlichem karen ij pferdt. 

Item mer aber daz man herraisen wolt mit brennen 
oder heltt zu slahen, so hat man nit als vil czeugs 
genomen als vor, sunder der püchsen sol man dester 
mynner mit nemen, ob es an ein treffen ging als vor 
Spalt, aber der stein hat man ain halbteil genung. 

Item zum ersten hat man mit genommen ij wegen 
mit puluer und hauspfeil vnd fewrpfeil vnd fewrkugeln, 
vnd an einem wagen iiij pferdt. 

Item ain wagen mit pafesen vnd daran iiij pferdt. 

Item czwen wegen mit laittern, lang vnd kurcz 
bey vij, vnd an eim wagen iiij pferdt» 

Item ij wegen mit mawrpencken, an einem wagen 
iiij pferdt. 



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Heer- und Kriegswesens. 173 

Item man hat auch einem ytlichen geschriben wa- 
gen geben ain keten bey \} kloftern lang, ob man wolt 
ein wagenpurg stießen, vnd die keten beschreib man, 
wem man sy leicht, daz man sy wyß an ym zu vordem. 

Item man hat auch einem ytlichen firtelmaister hin 
heim gesent von der stat czeug xxv spieß vnd xxv 
helmparten, daz sy die iren haubtleuten antworteten vnd 
lihen, ob man ausczug, daz einer eym ein weer lyhe, 
der keine het oder gehaben mocht als vor gescriben ist. 

Item mer waz besteh zu einem yden wagen ein 
große plahen, vnd wen man ausczohe, daz man die mit 
fflret, ob sein not geschehe, daz man darein lüde. 

Item mer het man bestelt zu ydem wagen, der an 
dem sold waz eine große lagein, vnd wen man aus- 
czohe, so muß sy der wagman Allen mit waßer vnd 
auff den wagen legen, wann der wein waz gar tewr; 
auch waz bey einem yden wagen ein hawe vnd ein 
schawffel. 

Item dieselben wegen sampten sich am marckt vnd 
den bott auff der Puchner vnd die auffdinger. 

Item mer hett man bestelt brieter vnd wenn man 
außzoch, so mußten sy die breter an die wegen hen- 
cken, vnd welcher sy nit anhing, dem gab man die- 
selben wochen kein solt. 

Item es ist auch zu mercken, daz im krieg be- 
stelt waren zwischen xl vnd lx wegen, die der stat 
teglich wartend waren, der gab man einem ain wochen 
auff iiij pfert viij 0. alt, vnd wenn man außzohe, so 
gab man einem auf j pfert tag vnd nacht ij groß. 
Auch wenn ein großer zug waz, so pot man allen ge- 
schirren auff, daz man zu zeiten bey ij G oder iij c< we- 
gen oft het, vnd so gab man auch auff yds pferd ij groß. 

8. Ton wagenburgmeistern. 
Item es waren ij Oberst wagenpurgmaister, die 
dy wagenpurgk regirten, vnd die hetten ander vj vnter 
QMita vm. 13 



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174 Organisation des 

in, die alle waren darob, daz die wagenpurgk recht 
zugieng, vnd die waren alle zu roß etc. Die obersten 
wagenpurgmeister Hanns von Rechenberg vnd derWeyß. 

9. Jörn beschreiben der trabaaten an den sott. 

Item es ward gehalten in dem krieg, daz man 
schraib parger vnd geßt, welch täglich warn zu der 
weer von trabanten mit püchsen vnd mit armbrosten, 
daz ward einem beuohlen aas dem ratt, der hett der 
andern ratt, dar an hantwercklewt vnd ander, die dy 
selben kanten, do pey waz, daz man sy albeg über vj 
oder viij wochen mustret, ainmol mit irem schießen 
mit püchßen vnd armbrosten, vnd welcher dann vntügen- 
lich waz, den uerwarff man vnd schraib im den solt 
ab ; dieselben schützen hielt man, wozu man ir bedorffit, 
vnd gab ye x einem haubtman; derselben hauptman- 
schaft legt man drey auff den Lichtenhoff vnd drey zn 
der Falcznerin Hamer vnd czwu zu dem Weirhaus; die 
mußten tag vnd nacht do wachen mit abbechseln; die 
beschedigtten die feint gar faßt; dorvmb gab man einem 
zu solt j wochen dreypfant;. auch waren alle tor mit 
den obgeschriben schützen bestalt, die in summa waren 
bey 1200; do warn geschriben zu yglichem tor fiknff 
haubtmanschaften; die wachen albeg halb tag vnd nacht 
czwischen den toren vnd vor den toren; die giengen 
auff den graben vnd vor den toren die schiltwach all 
nacht; dorvmb gab man einem iij ü. die wochen. 

Auch leget man stetz gen Werd bey vj oder vij 
haubtmanschaft vnd offt bey czehen, darnach die lenffi 
waren, die wachten auch tag vnd nacht mit abbechßeln, 
den gab man einem dy wochen iij &. 

Item auch leget man derselben schützen v haubt- 
manschaft gen der Weidenmüel, iij enßhalben dez wa- 
ßers vnd ij herdishalben dez waßers, dy stunden auch 
tag vnd nacht vnd betten die schiltwach innen her oben 
bey sandt Johanns vnd hinüber bey dem WüboUz brum- 



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Heer- und Kriegswesens. 175 

Ben, dez warn sy uerpunden all nacht zu thun, dar- 
vmb gab man einem zo Ion aln wochen iij it. 

Item waz denn der andern schützen warn, die 
nicht an der wach waren, den gab man einem lx /&. 
dye wochen, die nützet man wo man ir hin bedorfft. 

Es warn auch dy czwen swipogen in der stat be- 
setzt auch mit ftknff hauptmanschafft; die stunden auch 
tag vnd nacht, den gab man auch einem iij it. ain 
wochen. 

Item man nam auch auff vnd schreib nach egeri- 
schen gesellen, der komen bey 100, der man einem 
dy wochen iiij it. vnd zu eßen gab; dy nützet man 
wo man ir hin bedorfft; dy waren vom erßten endlich 
vnd keck. 

Item dy ob geschriben schützen all ze mal hielt 
man den krieg aus vnd aus. 

Item man het auch zu den trabanten iiij auffpieter, 
vnd wenn man auff solt bieten, so buten sy newr den 
haubtlewten, vnd waren allweg bey der czalung, so man 
den trabanten den solt gab. Auch muß der auffpieter 
einer oder ij alweg mit, so man mit macht außzog, 
vnd stetz all nacht j auff dem hauß ligen. Auch muß 
einer alle wochen ij oder iij nacht uor dem tor sein 
vnd do eben mercken, ob dy vorn torn recht schilt- 
wachten, vnd ir Ion waz einem j wochen iij it. 

10. Ordeuuig des aaszugg n der pewte. 

Item in dem krieg nam man aus den genanten 
etlich vnd gab dye zu hilff den firtelmai stern, die schaf- 
fen denn mit den selben, waz not waz den haubtleuten 
in demselben firteil zuuerkünden, daz sy yn daz ze 
wißen tetten vnd dann dy haubtleut dem fürbaß nach- 
gingen. 

Item wenn man aus wolt czyhen mit einem gro- 
ßen czug, so bott man auff den haubtleuten vnd dem 
geraising zeug, auff welche or man dann bereitt solt 

13» 



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176 Organisation des 

seyn, daz die an dem margkt sieh samten; den selben 
raisigen ließ auffpiten der haubtman, der ans dem rat 
geseczt waz, der het diener, die daz dem raising zeug 
ze wißen tetten. 

Item darnach warn ander geornt von der stat, die 
den gesworen fußknechten auff puten, sich an einer 
andern stat zu sammen, die gemeinclich auff der schfltt 
oder auff dem newen bawe genant waz; vnddosamp- 
ten sich alle drabanten, dy solt hetten vnd die, den 
man aus den urteilen auff bot, vnd dye, dymitwolten 
czihen auff gleiche bewt. 

Item vnd wenn es not tet, daz man mer lewt 
mußt haben dann dy an den sold warn, dann so schu- 
fen dy firtelmaister mit den genanten, die in zu warn 
geben, daz die durch ir firteü, in dem sy dann geornt 
warn, gingen zu allen haubtleuten vnd sagten den, das 
dy in irn haubtmanschaften auffpüten den burger myn- 
ner oder mer darnach man ir haben wolt, etwe xv 
man, etwe xxv man, etwen l man, etwenn c man. 

Item man het auch ausgerechnet, darnach ain 
haubtman vil purger het in seiner hauptmanschafft, dar- 
nach waz im auffgeseczt auffczepiten, wann etlicher hat 
czwir als vil volcks weder der ander vnter im in seiner 
haubtmanschafll, derselbig muß auch mer haben dann 
der ander, also daz man ye die auffgesaczten zal aus 
einem urteil nam. 

Auch welcher purger solt het von der stat, der- 
selb muß mit, wo man sein bedorfft; vnd wenn es an 
in kam in der haubtmanschafll, daz man den burgern 
auff bot, so mußt er denn ain an sein stat stellen, der 
für in czoch, do mit mußt er auch ain mitleiden haben 
als ain anderr bttrger. 

Item vnserr herrn vom rat hetten geben in idem 
firteil helmbarten vnd lang spyeß von der stat weren; 
die selben wer gaben dann die genanten, die den firtel- 
meistern zugeben waren, den haubtleuten in den urteilen, 



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Heer- und Kriegswesens. 177 

vnd dann wann dye haubtleut auffpüten, so kamen dann 
dieselben, den man auff gepoten bot, zu den haubt- 
leuten, wann sy ans gin wollen; dye beschautten sy 
dann mit irer weer, vnd welcher dann nicht ain pfich- 
ßen oder armbrost, ain helmparten oder ain guten 
langen spyes het, der es uermocht, mit dem schaff der 
haubtman, daz er daz haben mußt; wer aber zu arm 
was vnd daz nicht uermocht zu kauften, dem lebe er 
daz von den vorgeschriben warten, vnd wann dann die- 
selben wider chomen, so mußten sy dieselben weer, 
die man in gelihen hat, den haubtleuten von stund an 
wider tragen vnd antworten, alzo daz man hinför den 
andern , den man auffpot, auch zu leihen hat in ob- 
geschribner maß. 

Item wann denn dy haubtleut yder sein volck het, 
so fort er sy dann den genanten zu, der sein firtel- 
meistern zu waz gegeben; wann dann daz selb urteil 
pey einander waz, so fort sy dann der genant an dy 
stat, do hin man boten het, zusammen; do warn dann 
üj panier auffgesteckt; an aim ain püchs gemalt, czu 
dem gingen dann dy püchsenschfitzen ; an dem andern 
was gemalt ain armbrost, czu dem gingen die armbrost- 
schfltzen; an dem dritten waz gemalt ein helmpart vnd 
j spyes, zu dem gingen dy mit den selben weren. 

Item so waren dann drey aus den genanten dar 
czu geben, die zu roß ritten, wann man dann sich 
gancz gesammet het; der nam yeder der vorgescribener 
panir ains vnd fürt daz; so gingen im dann dieselben 
mit irer wer demselben panir nach in die reys aus 
vnd ein, wo man dann hinczohe. 

Item so betten die Sweiczer ir sunder haubtleut, 
dy gingen dann auch sunder in irm gesckickt vnter der 
stat venlein, waz rot vnd weyß. 

Item so waren dann alle wagen do, die solt von 
der statt betten, so bot man darczu auff, wer wagen 
het, daz der sy gin ließ, vnd den pawrn, die in der 



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178 Organisation des 

stat waren, mästen auch ye halb ausczyhen, wer dann 
süst an gepot mit lauffen wolt, der mocht auff sein 
abentewr mit czihen, den sähe man auch gern. 

Item man het auch geornt, daz ein yder wagen 
het ein eyßnein venlein, an dem waz ein czaichen ge- 
macht , do bey man denselben wagen mocht erkennen» 
waz dar auff lag, auch die leut, die denselben wagen 
zugeschaffen warn, möchten erkennen im velde bey dem 
selben gemerck, ob ein wagen in dem feld wer vmb 
gefallen oder besteckt, daz die in wider geledigt vnd 
auffgehaben hetten. 

Item wenn man alzo aus zoch, so het man vnter 
dy tor bestelt pfeil vnd brot, vnd wer brot nemen weit 
vnd pfeil bedorfft, dem gab man daz; auch fürt man 
alweg pfeill, puluer, plei vnd waz not waz auff wagerf mit. 

Item man gab den geraising auch albeg zaichen, 
daz einer den andern mocht erkennen, daz warn pin- 
ten, ein weil rot, ein weil weiß, ein weil ploe, nicht 
ain weil von varben als dy andern, auff daz daz die 
veint hin nach nit dez gleichen von färben machten 
vnd sich darnach richten. 

Item so hetten die fußknecht alle weiße creutz 
von tuch gemacht hinten vnd vorn an sich geneet, daz 
sy auch an einander weßten zu erkennen. 

Item zu den wagen waren auch sunder haubtleut, 
vnd die wegen hetten keten, do mit man sy zusamen 
mocht pinden wo sein not hette tan, vnd preter außen 
daran gehangen, darhinter man sich decken möcht. 

Item auch hetten gemainclich albeg x fußknecht 
vnter in einen haubtman, dy an dem sold waren, vnd 
wenn man denn den haubtman zalt oder im auffbot, 
so waz sein genugk, vnd der sagt denn daz den an- 
dern zu. 

Item man gab auch auff ein yds wagenpfert pewt 
als einem fußknecht, vnd dezgleichen gab man dem 
farman. 



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# Heer- und Kriegswesens. 179 

Item man ließ auch nymant auff die wegen sitzen» 
es wer dann als müd oder kranck etc. 

Item wenn man dann wider haim czoch vnd fttrtt 
plündern, oder waz ranb man bracht, vnd gefangen, 
so macht man auff dem feld, ee man zu der stat kam, 
pewtmaister; so gab dann der von Plawen vnd der von 
Kauffangen yeder ain aus sein gesellen darczu; so gab 
der haubtman vom rat vnd der stat alt soldner, yde 
partey einen, darczu : so hetten die Sweiczer ain dabey ; 
so seczte dann der rat ein darczu aus dem andern 
fußvolck; der waren dann aller vj, dy musten dann 
sweren getrewlich vnd gerecht do mit vmb zu gen, 
vnd wenn man den raub zu der stat bracht, so waren 
dieselben peutmeister dy auff dem feld geseczt warden, 
do vnter den toren vnd nomen etlich vom rat zu stewr 
vnd aus den hütern der tor, vnd beschauten daz volck 
nach einander, daz ein ging, vnd wer icht trug, daz 
an die peut gehört, dem nam man daz, vnd waz man 
bracht von plündern traid oder petgwant, smalcz, hauß- 
rat, welcherley daz waz» daz tet man in den tzwinger 
vnd uersloz daz, vnd darnach fürt man daz auff den 
marckt vnd uerkaufft daz einem ydem, der am maißten 
darvmb gab. 

Item daz vihe daz man dann bracht, daz slug man 
in den statgraben, vnd welche frawe kam vnd bracht 
ain pürde graß dem fihe zu eßen, die lies man der 
küe melcken, süß keine, die nichtz bracht, do mit man 
daz vihe vor hunger ernert; die selben küe vnd ander 
vihe, wenn man daz pracht, so waz der czehent teil 
der stat, dy man denn nam dauon; so gab man dem 
von Plawen als dem obersten haubtman auch daruon 
ij oder iiij oder viij oder xij küe vnd dez andern vihe 
als swein oder schaf in die küchen mynner oder meer, 
darnach dez vihs waz. Darnach gab man dem von 
Kauffungen aber nicht als vil, dar nach der stat haubt- 
man aus dem rat auch ein beschaidens davon» darnach 



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180 Organisation des # 

ydem panier fttrer ain kue, dem geraising schützen- 
maister ain kue, den fürern in die lant ain kne oder 
ij oder iij, in allen darnach ir vil warn vnd der raub 
gros waz. 

Item wann dann vnserr herren daz vihe selber 
haben wolten, so gab man in daz vmb ain beschaiden 
gelt überhaupt als vor gescriben ist, die ließen es dann 
slahen vnd der gemain geben, als weit die stat waz, 
armen vnd reichen, wer sein begert, vnd ain tau sin- 
gen sy sein vnd liß daz einsalczen, ob sein not ge- 
schehe; ain tail slugen sy sein in die gemein kuchen, 
die der stat waz, da speisten sy dann ir fußknecht als 
vor gescriben stet von Ordnung. 

Item wenn man dann daz gelt aus der hab löst, 
so beschraib man dann alle dy, die nach der hab außen 
waren geweßt, darnach slug man dann daz selbig gelt 
an, vnd gab einem geraising zwir als vil als einem 
fußknecht, vnd einem wagenknecht als einem fußknecht; 
vnd als vil pferdt einer hett in einem wagen als offt 
gab man auff ein pferdt als vil als einem fußknecht; 
so gab dy stat denselben wagenleuten tag vnd nacht 
auff ain pferdt ij groß zu dem sold, den sy sflst heteo 
von der stat; vnd wenn man den andern vnd den 
pawern auff mit iren wagen pot, dy nit an der stat 
solt waren, so gab man auch ir aim auff ain pfert tag 
vnd nacht ij groß. 

Item ee man dieselben bewt gab, so seczten die 
bewtmaister einen tag vnd slugen dez ain czetel an 
an den stock bey dem schönen brunnen, die czetel hielt 
inuen, welcher auff dem tag ym feld mit vnd bey dem 
raub gewesen wem, es wer zu roß, zu fußen oder mit 
wagen, der solt kumen auff den tag in daz haus vnd 
mit im bringen, ob er icht het noch innen, daz an die 
bewt gehört, vnd da bewtrecht thun vnd sich sehen 
laßen, vnd welcher nit körn zu rechter czeit, demwolt 
man hynfür nichtz schuldig sein, auch ob einer meint 



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Heer* und Kriegswesens. 181 

er het innen beßer dann im za bewt möcht gefallen, 
vnd durch daz nicht chomen vnd sweren wolt vnd meint, 
er müßt daz geben an dy bewt, und belieb alzo ge- 
ferlich außen, wo man daz erfür, so wolt man dem 
daz nicht uertragen sunder den vmbslahen als recht 
bewtrecht wer, vnd ain rat dar innen zu hilff nemen, 
alzo laut dy selbig zetel. 

Item man saczt zu einer bewt iij Schreiber, vnd 
wenn daz volck kam vnd bewtrecht tet, so mußten sy 
auff einem swert sweren, vnd gab am erßten sein trew, 
dann swur er alzo: 

»Dye trewe, die ich geben han, daz ich auff 
»den tag im feld vor der stat oder dem sloß, wie 
»daz genant waz, vnd [bei] dem raub gewesen bin, 
»waz ich bewt, daz ich daz czalen will, vnd waz 
»ich wayß, daz ich daz melden wil getrewlich vnd 
»an alles geferde, als mir daz got helff vnd all 
»heilig etc.« 

Item alzo mußten die geraising am ersten, dar 
nach die Jußknecht vnd wagenknecht alle nacheinander 
sweren, vnd wann sy dann gesworen betten, so schraib 
man sy dann mit namen an, vnd fragt sy dann ob sy 
icht innen hetten bey demselben aid, daz sy daz prech- 
ten; darnach fragt man sy aber ob sy icht weßten, 
daz ander innen hetten, daz an dy bewt gehört, daz 
sy daz melden solten; waz sy dann sagten, daz be- 
schreib man dann, vnd schickten dann nach demselben 
vnd saczt sy zu red, vnd dy mußten daz sagen bey 
dem aid, den sy gesworen hetten; hetten sy aber nit 
gesworen, so mußten sy noch sweren, mit dem pracht 
man fil heraus, daz hys man aus der rüg zetteln. 

Item wann denn dy fußknecht swuren, der waz 
vil, vnd solt man ydem den aid sunder geben haben, 
het lang weil genomen, do tet man den alzo, daz man 
x zu einander nam, waz von purgern auffpoten waz 
oder an daz pot mit liff von pawern oder wer dy warn, 



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182 Organisation des 

die nit sold betten, vnd dyselben x machten ain haubt- 
man vnter in, welcher in dann darza gefiel, die swuren 
dann mit einander; so beschreib man dann denselben 
haubtman allein mit dem namen, alzo »item Goncz Poll 
x et cetera« in die bewtzeteln, so waz dann der ander 
Schreiber, der gab denselben czehen ain sonder zetteln, 
daran waz der haubtman zu Oberst vnd die andern ix. 
darnach, yder sunder mit namen, geschriben, wie der 
hyes; dem selben Schreiber gaben sy alle czehen ij /&., 
vnd dann so trug der haubtman daz selb czedelein mit 
im vnd behilt daz byß auff den tag daz man dy bewt 
ausczalen wolt. 

Item die dy sott betten von der stat von fuß- 
knechten, die betten selbs albeg x oder offt mer ain 
haubtman, dy swuren denn auch miteinander vnd namen 
czedelen in obgeschribner maß. 

Item wenn man alles volck zu roß, fuß vnd wagen 
auffgeschriben vnd gerechnet het, waz eym yden, er 
wer zu ros, zu fuß oder wie es genant wer, zugehört 
in maß als vorgescriben ist, so slug man aber ain 
czedel an, daran stunden alle, die auff dem tag da ge- 
wesen sind vnd pewtrecht tbun haben, dy kumen auff 
den tag, so will man ydem sein bewt geben, vnd seczt 
den ain tag. 

Item wann man dann kam, waz einer geraisig, 
so fragt man nach seinem namen vnd schawt dann in 
die pewt zettelen, ob er allein oder mer pferdt vnter 
im het, darnach zalt man in; man schawt auch in die 
rugzettelen, ob er icht gerügt wer, daz melt man auff 
in; het er dann icht innen, daz muß herfur oder man 
gab im der bewt nicht, wann man dann ain czalt, so 
thet man yn aus. 

Item wann dann dy fußknecht chomen, so kam 
newr der haubtman, der gab sein czettel dar; daz be- 
schawt dann der Schreiber, der es geschriben het, ob 
es sein hantschrifft wer, so laz man sein namen vnd 



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Heer- und Kriegswesen*. 193 

wie tu er vnter im heit, so schawt dann der Schreiber 
in dieselben peutczetelen, wo er in fant; stund es dann 
gleich, so nam man die czettelen von im vnd behielt 
die, vnd gab im dann sein bewt auff als fil als er vnter 
im bet, vnd tet in auch ab ; aber daz man die czettelen 
behielt daz waz darvmb, daz ainer icht ain falsche 
czettelen precht vnd zu dem andern mal körn vnd czwfie 
bewt ein nem, daz man in mit der czedel möcht flber- 
czeugen. Derselb hauptman der gab dann den andern, 
die in ynter in gemacht hetten, ir bewt, daz die bewt- 
meister nichts mehr schuldig waren zu uerantwörten. 

Item man stroffet auch gar hart die, die peut abtrugen. 

Auch wenn man [pewt] bracht hab, die geistlichen 
lenten oder den freunten zugehört, so kam man mit in 
ab, so man nechst mocht, oder gab in die hab wieder. 

Item so etüich pöße puben, wann solchs nit frum 
leut thuen, beraubten gotsheußer, es wer an pfiehern, 
kelchen oder an anderer gezird, so mußten sy daz 
wider geben vnd wurden darzu hart gestrafft. 

11. Ton dem mustern. 

Item man mustret auch zu zeiten die wegen, die 
am sold waren, vnd anderr wegen der pawern vnd pfirger. 

Item man mustret auch alle monet die pttchsen 
vnd armbrostschfttzen, vnd welche untOgelich worn die 
verwarf man, darvmb mußten sie sich fleißen vnd ge- 
horsam sein. 

Item als die Sweitzer her cbomen, do mustret Hein- 
rich Sloßer von Bern, der Sweitzer hauptman, alles 
fußvolck hye, purger, pawern vnd trabanten, vnd or- 
dert, daz sie hetten kurtz gewant vnd daz ein yeder 
het ein gut armbrost, pttchsen oder helmpartten, vnd 
darzu ein gut lang meßer oder swert oder peyhel an 
der Seiten hangen ; auch verbot in ze tragen klein pöß 
spies, lantaen, kappen, kermer vnd ander seck vnd 
mentel, der wok er gantz keins haben zu veld. 



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184 Organisation des 

12. Toi amptleiten vnd werckleiten, to man n veld leiekt 

Item wenn man außzeucht zu veld, so gepfirt sich 
zu haben marschalck, kuchenmeister, keiner, protgeben, 
koch, speiser, schenken, futermeister etc. 

Item man hat bestelt etlich hantwercklent mit irem 
zeng vmb den solt als die faßknecht, als hernachge- 
schriben stet. 

Item man het bestelt vmb solt vj fleischacker, ynd 
gab einem den solt als einem faßknecht, darzu betten 
sie auch alle hewt von dem vihe, daz sy schunten im feld. 

Item man het auch bestelt einen wagner knecht 
vmb den selben solt, der mußt auch mit gen veld zyhen. 

Item man hette auch bestelt ij smid vmb den solt, 
vnd wenn man außzohe, so mußt albegen einer oder 
sy ped mit zihen vnd sunderbar mit dem gereysigen 
zeug reiten. 

Item man het auch bestelt xl zymerleut vnd mawrer, 
die luffen auch mit mit iren waffen vmb den egenanten solt. 

Item man het auch bestelt einen priester vnd einen 
münch, die mit zohen, wenn man außzohe, vnd die 
leut pewartten. 

13. Ton der stet erbeten im bieg. 

Item vnserr herrn vom rate betten bestelt czwenn 
ertzt, die die leut punden vnd heilten, sy wern edel 
oder vnedel, purger oder faßknecht; so richten vnserr 
herrn daz artztlon alles auß, daz ir keiner nichtz dorffi 
geben, vnd gaben auch den armen gesellen, die ge- 
schoßen waren, kost vnd wein, die weil sy kranck waren. 

14. Ton der erug, dy man den thet» dje redliche tat begingen. 

Item als oflfl einer auß den vnsern ein redliche 
tat tet, er wer purger oder diener, so tet im ein rat 
ein erung, darnach vnd die tat waz. 

Auch wenn man etwaz stürmen wolt, es wer stat 
oder marekt oder sloß, so rafft man auß, werdererßt 



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des Heer- und Kriegswesens. 185 

hin ein wer, dem wolt man geben j G oder fünfzig gol- 
den vnd dem andern halb als vil vnd dem dritten ein 
firteil, vnd daz ward in redlich gehalten. 

15. Item so potschafft bey nacht kam, vnd von den briffen Ac. 

Item so potschafft oder kantschafft bey nacht an 
die tor cham, so weiset man die poten alle an daz 
Irhertürlein , vnd es waz von ratz wegen einer besteh, 
der da selbst die potschafft nernam. 

Item man het bestelt iiij gesworen poten, die brieff 
hin vnd her tragen, vnd sy trugen sye vast verporgen 
in stehen, alzo daz die steh vnten warn ausgeport vnd 
die brieff darein getan vnd zapffen dafür geslagen, auch 
tragen sy die brieff in schüßeln vnd flaschen mit zwi- 
fachen pöden. 

Item man brach auch alle brieff auff in der krieg- 
stoben, die man her bracht, sy gehörten pargern oder 
geßten. 

16. Ton der losung bey nacht anff der gaasen. 

Item alle nacht holet einer die losang, dem es 
befolhen waz von den kriegsherrn, vnd derselbig ver- 
kündet denn die selbigen losang förpaß dem, der auff 
der schiltwache rait, vnd den scharwachtern; vnd wen 
dieselben noch czweyen hören auff der gaßen begriffen, 
der die losong nicht weßt, den fftrtten sy von stand an 
in daz loch, vnd die losang waz Sandt Michel, Sant 
Lorentz, Sant Sebold oder Sandt Jacob etc. 

17. Ton der schyltwache. 

Item es waz bestelt, daz alle nacht einer dez ratz 
maßt reiten nach dem vnd ez czew in die nacht byß 
daz eins gen tage geslagen hette, vnd mast allenthalben 
in der stat zu allen wachen vnd zu allen toren hyn 
vnd here reyten vnd aoffmerckang haben, ob die schar- 
wachter, tarner vnd haeter bey den toren vnd swy- 



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186 Organisation des 

pogen munter weren, vnd ob er keinerley vnfur, fewr etc. 
uermerckte, daz er daz von stund an den obersten 
hauptleuten vnd kriegsherrn kunth thet vnd daz vntter- 
stund so er peßt möcht. 

Item mer waz ym bevolhen, daz er eben auffmerckt, 
daz die turner allenthalben in der stat bey nacht alle 
stund mußten melden, auch so sy fewr auff dem landt 
sahen, thetten sy auch kunth demselben schiltwacher 
durch die scharwachter oder thorhütter. 

Item man stercket auch zu zeiten die schiltwache, 
wenn es not thet, zu roß vnd auch zu fußen. 

18. Ton der wartt 

Item Sigmund Eschenfelder dem ist die wartt be- 
uolben worden den krieg auß vnd die hat er also 
bestellt: 

Item zum ersten hat er gehabt ij man zu Bfegel- 
dorff in dem kirchturn, vnd dye habin außgestoßen 
zaiger, daz waren groß kosten, vnd wenn die dy feint 
sahen, so ließen sy die zaiger oder koßten fallen. 

Item dez geleichen hat er auch ij man gehabt zu 
Poppenreut in dem kirchturn. 

Item mer hat er bestelt j man in den kirchturn 
zu sant Linhart, vnd in fünffen gab man zu Ion ir 
ydem ain wochen üi^ €/. 

Item er hat auch ein frawen pild bestell zu der 
großen rewt hoch oben in einem stadel; die selbig firaw 
het kein zaiger, vnd wenn sy feint sähe, so lieff sy 
von stund an zu sant Linhart vnd sagt daz dem selben 
wartman, vnd der ließ denn sein zaiger fallen, vnd der 
selben frawen gab man zu Ion ain wochen iiij ft 

Item er hat auch gehabt ein knaben gar auff einem 
reschen pferdt, der hat alle morgen frtie die fort an 
der rednytz mttßen bereiten vnd do besehen, ob die 
feint icht dardurch in der nacht weren geriten. 



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Heer- und Kriegswesens. 187 

Item er bat auch vnter im gehabt iiij knecht, die 
dy weld seer wol haben gewißt zu reiten, der hat er 
alle tag ij geschickt, daz die hielten vnd sahen gen 
Swabach in die tor, waz anß oder ein kom, vnd so der 
tag kurcz waz, so mästen ij den ganczen tag do halten» 
vnd do der tag langk ward, so riten zu mitten tag ij 
an vnd die andern ij ab, alzo daz stetz ij do waren; 
der ieden gab man ain menet xxxij tt. 

Item man schickt im auch alle tag xv oder xvj 
pferdt für die tör, dye hat er geteilt, daz sy haben 
maßen halten auff iiij orten vor der stat dort außen. 
Der erst ort gewesen ist an dem hohen berg am wald 
hinter dem Lichtenhoff, daz ander ort ist gewesen auff 
der höhe bey dem Spitelhoff bey dem Katzenloe, der 
dritt ort ist gewesen neben Poppenrewt auff einer höhe, 
do man auch weit vmb mag gesehen, der vierdt ort 
ist gewesen zunechst bey Rötenbach auff einem pühel 
genannt auff der Hawg. Vnd der Sigmund Eschenfelder 
hat auch alle tag müssen reiten auff dy iiij ort vnd zu 
den vorgenanten turnen vnd wartleuten vnd do besehen, 
ob dy ir wart recht innen hetten in maß als er in 
beuolhen hett. 

Item als der tag nun langk ward, do wechselt 
man alle tag zu mittem tag vnd riten ander an vnd 
die vordem ab. 

Item mer het er vnter im xlüj schätzen fußkneeht, 
die dy weld all wol weßten zu gien, vnd dieselben 
gingen straiffen auff die bock, die feint waren, vnd 
uerbrenten auch mttl vnd dörffer vnd worzu man ir 
bedorffi so mußten sy sein bereit. 

19. Ton den zeichen der feint. 

Item so die vnsern außzugen mit mercklichen gro- 
ßen zügen vnd gegen welchem endt sie hinauß zugen, 
so daz die veint daselbst vmb uermerckten, so machten 
sy daselbst vmb auff den höchsten pergen fewr, vnd 



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188 Organisation des 

so dann daz die andern vnserr veint sahen» so mach- 
ten sy auch fewr auff die hohen perg, alzo ward sein 
die landtschafft allenthalben gewar vnd zugen denn 
allenthalben zu, alzo daz die vnsern kein lang beleiben 
im veld mochten haben. 

20. Ton den dingen, die ans der stet den feinten wird« 

zngetragen. 

Item man trug auß der stat puluer inn brot, alzo 
daz man die laib vnd ander prot innen auß holdert 
vnd schoben puluer darein vnd uermachten daz brot 
gar sawber vnd trugen denn daz den veinten zu, alzo 
ward man sein gewar vnd zesnaidt doch daz brot, daz 
man auß der stat tragen [wolt], vnter den torn. 

Auch ward süßt brot auß der stat getragen , daz 
fürbaß zuuerkomen wer, so man peßt mocht. 

Item man trug vnd fürt auch harnasch auß der 
stat inn pfirden vnd mystwegen; darvmb bestelt man 
lang spieß, daz man allwegen durchstach, die mit mist 
auß der stat wurden gefürt, vnd beschawt alle pfird, 
die auß der stat wurden getragen. 

21. Ton der rafticr des bieg». 
Item es ist auch zu gedenken, daz marggraffe Al- 
brecht vnd sein helffer diesen krig so vnkristenlichen 
gefürt haben, wann sy der gotzhewser vnd kirchen 
gantz nicht geschont haben vnd sanderbar im anfangk 
in xiiij tagen, als vns die feintzbrieff zugesant wurden, 
do verbranten die von der Kadolczburg vnd die von 
Roßstal daz wirdig gotzhauß zu Puchswabach vnd be- 
raubten auch daz an aller gezirde. So fürten die von 
Windspach die glocken von Puchswabache heim gein 
Windspach. *) 

1) Auch die Kirchen zu Wendelstein und Kornburg wur- 
den vom markgräflichen Kriegsvolk niedergebrannt und mit 
dem heil. Sakrament und den HeiligthQmern grosser Frevel 
getrieben« 



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Heer- und Kriegswesens. 189 

Item sye verprantten auch darnach stist vil wirdi- 
ger gotzhewser mit allen ornaten vnd gezirden der 
kirchen. Auch ward von in in etwe vil gotzhewsern 
verprant daz hohegelobt vnd wirdig sacrament gottes 
leichnam, daz ye vncristenliche vnd vnfilrstenliche ist, 
als zn Otensos etc. 

Item es ist auch zu gedenken» als der krieg etwe 
lang gewert hei von vnserr frawen tag visitacionis byß 
zu ostern, vnd die feint der stat nymmer weßten an 
zugewynnen, do zünten sy doch die weld an, daz sy 
zn Zeiten an v oder vj endten prunnen, daz doch vn- 
fQrstlich ist, wann nyemant kein nutz dar auß chom. 

Item die feint graben vnd zugen auch alle weir 
ab, die der stat zugehortten, wo sy die an chomen, 
vnd vischten die, daz in doch zn zweyen malen gar 
übel bekam. 

22. Ton der ibfertigug der Gifte. 

Item als der krieg verricht vnd die richtigung waz 
ein gegangen, do beliben der herr von Blawen, Concz 
von Kauffungen mit iren dienern vnd anderr der stat 
soldner von erbern vnd auch von fueßknechten hye 
dennoch bey j* monet; darnach schenckten vnserr herrn 
des ratz einem yeden erbern, er wer von Francken, 
von Peirn, von Meichßen, auß derPuchen oder [von] wann 
er were, an gett, darnach er sich in dem krieg ge- 
halten vnd vil oder wenig knecht gehabt hette, alzo 
daz sy sich gar vaßt lobten von einem rate vnd schie- 
den gar frölich von hynnen vnd betten sich gar wol 
gepeßert an hengst vnd harnasch vnd an parem gelt, 
vnd sprachen, ob es fürbaß mer zu krieg kern, so man 
aina bedorfit, so wolten sy wol acht aufbringen, die 
der stat gar gern zu dinst riten etc. 

Item die Sweiczer vertiget man alzo von hynnen. 
Man claidet sy alle in einerley cleidung, halb weyß 
vnd halb rot rock, vnd begäbet dye haübtleut auch mit 

Quellen VUL K 



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190 Defensions-, Fortificatioits- 

gelt, alio daz sye sich gar seer lobten von einem rat 
ynd schieden gar frölichen von hynnen, vnd sprachen, 
geschehe sein fQrbaß mer not, so man j M begert von 
den aidgenoßen, so körnen ir gar gern x M . Item man 
gab auch einem yden Sweitaer zu solt j wochen j gol- 
den reinisch vnd j ort. 

Dy egrischen fbßknecht vertiget man alzo von hynn, 
dai man auch schenckt den haubtleuten darnach vnd 
sie sich gehalten betten vnd willig geweßt waren etc. 



Beilage HI. Defensiens-, Fwtif catiras- i. Gesekitiwesen. 
L Ordnung der tor hie in der itat. 

Lauffertor. 

Die ordnang vnd besetzung des laaffer tors tag vnd nacht. 
Actum feria quinta, Galli anno domini M°cccc XLvüij°. 

Zum ersten ßo Süllen die nachgeschriben mit na- 
men Albrecht Kreß, Mertein Haller, Ludwig Haller, Görg 
Pfintsing, Erckemprecht Coler vnd Anthoni Tncher, ir 
yeder ein wochen des nachtz in dem vorwerck des 
vorgenanten tors sein vnd ligen, vnd also auf hewt 
pfintztag zu abend zu dem garauß anfahen vnd antreten, 
vnd ir yeder sein wochen alle nacht ordenlich vol- 
bringen, darnach sol denn der ander mit seiner wochen 
der nacht antreten, vnd darnach der dritt, vnd also 
nacheinander, biß ir yeder sein wochen also volbringt 
Darnach sol denn der erst wider anfahen mit seiner 
wochen, vnd sol also in der Ordnung zechet vmbgeen, 
als sie hieuor nach ein ander gesetztt sein, vnd das 
also mit lose vnder in selbs angeuangen haben, vnd 
sol ir keiner, welicher vnter in also in dem Vorwerk 
ist, des morgens nit abgeen, es sey denn der haupt- 
man, der des tags vndter dem tor sein sol, vorkumen. 



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und Geschützwesen. 191 

Vnd welicher hauptman also in dem genanten vor- 
werck des nachtz oder des tags sein wirdet, der wirt 
bey im haben die hernachgeschriben drey püchßenmeister 
mit dem großen werck, mit namen Contzen Gewman, 
Symon Santman vnd Contzen Kandlgießer, vnd die nach- 
geschriben hauptleut mit iren vndertanen pöchßen vnd 
armprustschutzen, mit namen so sullen Virich Gewman 
mit sein newn gesellen vnd Albrecht Volckwein mit 
seiner hauptmanschafft halber auff sampstag am morgen 
zu dem garaoß 1 ) in dem vorgenanten vorwerck sein 
vnd antreten, vnd denselben tag vnd die nacht gantz 
biß am sunntag am morgen zum garaoß da beleiben 
vnd dem hauptman, der des nachts im vorwerck ist, 
vnd auch dem hauptman, der des tags vndter dem tor 
sein wirdet, gehorßam sein, vnd der ordnang als her- 
nachgeschriben ist getreulich nachgeen. 

So süllen Jörg Lochner mit sein newn gesellen 
vnd Albrecht Volckwein mit dem andern halbteil seiner 
hauptmanschaft an dem sunntag am morgen zu dem 
garauß, so die vorgeschriben abgeen wollen, antretten 
vnd denselben tag vnd die nacht biß am montag am 
morgen zum garauß dableiben vnd dem hauptman, der 
des nachts im vorwerck ist, vnd auch dem hauptman, 
der des tags vnder dem tor sein wirdet, gehorßam sein 
vnd der Ordnung wie hernach begriffen ist nachgeen; 
vnd also süllen die obgenanten hauptmanschafften ir 
Ordnung mit ab vnd angeen haben, alzo daz ir dheiner 
dennoch nach seiner geseczten zeite nit abgeen sol, es 
sey denn der ander teyl mit sein gesellen da. 

Zum ersten süllen auß denselben xv schützen al- 
weg des nachtz zwen inwendig am stat tor sein vnd 
beleiben, vnd da fleißiclich wachen, ob man botschaßt 



1) Das Morgen- und Abendgeläate bei St. Lorenz; jetzt 
ist nnr mehr das letztere iaUebnng und zwar Abends 9 Uhr. 

14* 



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192 Defensions-, Fortifications- 

herein oder hinaus tun wölt, daz sie dartzu geflißen 
vnd gehorßam sein. 

Es Süllen auch auß denselben xv schützen alle 
nacht sechs vor dem tor vnd vorwerck außerhalb der 
prucken in den schrancken sein vnd beleihen , daselbs 
fleißig zusehen vnd ir wach wol in acht haben, vnd 
ob keinerley botschafft heran körne oder sie süst ichtx 
uermerckten, daz süllen sie fürbaß den, die im vor- 
werck seyn, ze wißen thun, dieselben denn das fürbaß 
herein zu wißen tun sullen. 

Derselb hauptman, der des nachtz also im vorwerck 
ist vnd die übrigen vij schützen bey im hat, der sol 
fleißiclich. bestellen auß denselben vij zwen schützen, 
die da geen auff die lincken seyten in zwinger, vnd 
zwen schützen, die da geen auff die rechten seyten in 
zwinger ye zu zeiten des nachts, vnd fber die greben 
hinauß sehen, vnd ob die ichtz verneinen oder ver- 
merckten, das solten sie demselben irem obersten haupt- 
man im vorwerck zu wißen tun, der das fürbaß, ob 
es not tett, pringen vnd eim burgermeister zu wissen 
tun solt. 

Sehe oder vernem aber der hauptman oder die 
andern schützen bey im oder die vor dem tor in den 
schrancken, daz man die stat besleichen oder sich süst 
yemant mit ernste oder anderm deßgleichen dauor er- 
tzeigen wölt, da solten der hauptman, auch die püchsen- 
meister mit dem großen werck vnd die andern schützen 
sich mit schießen vnd anderm zu der wer gehörnde 
ernstlich dagegen setzen vnd sich emßiclich weren, vnd 
das dennoch vnuertzogenlich eim burgermeister oder den 
obersten hauptleuten oder ir einem, nemlichen herrn 
Vlrichen Haller, herrn Karin Holtzschuher oder herrn 
Berchtolten Volckmer zu wißen tun. 

Item so soll Contz Pfnurr, der des tags hauptman 
vndter dem Lauffer tor ist, allweg des morgens zum 
garauß vndter dem tor sein, vnd des abends zum gar- 



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and Geschütz wesen. 193 

auß dennoch nit abgeen, es sey denn der hauptmann, 
der des nachts im vorwerck sein sol, kumen. 

Derselb hauptmann des tags vndter dem tor sol 
mitsampt den xv schützen, die er bey im hat, vnd die 
vorbenennt sein, dasselb tor des tags wol vnd in guter 
acht haben, vnd fleissiclich zusehen, wer auß oder ein- 
gee, vnd es damit halten als sie des denn vnterschiden 
sein vnd werden. 

Vnd also vnd mit solicher Ordnung, hauptleuten, 
püchssenmeistern vnd schützen, wie vorgeschriben steet, 
sind die andern vier tor ir yeglichs kesunder auch be- 
setztt worden, als denn die hauptleut vnd püchssen- 
meister zu yeglichem tor gehdrnde hernach gescbriben 
steen. 

Frawentor. 

Item die hauptleut des nachts im vorwerck vnter 
Frawentor sind die mit namen Conrad Pfister, Wilhelm 
Rumel Wilhelms sun, Jacob Awer, Lienhart Hirßuogel, 
Herman Sternecker, Peter Tyntner. 

Item die püchssenmeister mit dem grossen werck 
vnter Frawen tor sind die mit namen Hanns Sneprer, 
Clas Puff, Hertel Püttner. 

Item die hauptleut der püchssen vnd armprust- 
schfltzen vnter Frawen tor sind die mit namen Andres 
Frawnberger mit sein ix gesellen, Herman Ortel mit 
sein ix gesellen, püchsenschützen, Peter Goller mit sein 
ix gesellen, armbrost schützen. 

Item so ist hauptman des tags vnter Frawen tor 
der Heckenhofer. 

Spitaler tor. 

Item die hauptleut des nachts im vorwerck vndter 
dem Spitaler tor sind die mit namen Hanns Smidmayr, 
Ott Haiden, Stephann Volckmeir, Fritz Müffelein, Virich 
Pennynger, Seitz Trawtskircher. 



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194 Defennons-, Foriifidations- 

Item so sind das die püchsenmeister mit' dem 
grossen werck vnter Spitaler tor, mit namen meister 
Conrat Steinmitz, Seitz Keß, Rudel Wagner. 

Item so sind das die hauptleut der pttchssen vnd 
armprnstschützen vndter Spitaler tor mit namen Jörg 
Cristan mit sein viiij gesellen , Virich Witzel mit sein 
viiij gesellen, pttchssenschützen , Sebolt Känig mit sein 
viiij gesellen, armprust schützen. 

Item so ist hauptman des tags yndter Spitaler tor 
Hanns Meichssner. 

Newen tor. 

Item die hauptleut dez nachts im vorwerck vndter 
dem Newen tor sind die mit namen Peter Pfintzing, 
Fritz Kammermeister, Berchtolt Kraft, Hanns Löffelholtz 
anff der Füll, Erhart Frey, Thoman Reich. 

Item so sind daz die püchsenmeister mit dem 
grossen werck vndter dem Newen tor mit namen Her- 
man Kaw, Hanns Kammacher, Hartman Vnuerdrossen. 

Item so sind das die hauptleut der puchssen vnd 
armbrustschützen vndter dem Newen tor, mit namen 
Hanns Salman mit sein ix gesellen, Sebolt Flaschner 
mit sein ix gesellen, püchssenschützen , Weigel Otnant 
mit sein ix gesellen, armprustschützen. 

Item so ist hauptman des tags vndter dem Newen 
tor Marquart ftz. 

Tiergartner tor. 

Item so sind das die hauptleut des nachts im vor- 
werck vndter dem Tirgartner tor mit namen Heintz 
Spörlein, Hanns Löffelholtz an der Smidgassen, Fritz 
Amman, Hanns Voyt, Hanns Höltzel, Andres Imhof. 

Item so sind das die püchssenmeister mit dem 
grossen werck vndter dem Tiergartner tor mit namen 
Fritz Storr, Fritz Keym, Fritz Weigel. 

Item so sind das die hauptleut der pQchsseu vnd 
armbrustschützen vndter dem Tiergartner tor mit namen 



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and GesehütsweMn. 195 

Heinrich Vorster mit sein ix gesellen, Hanns Yorster 
mit sein ix gesellen, püchssenschützen, Virich Keser 
mit sein ix gesellen, armprustschützen. 

Item so ist Heintz Helmreich hauptman des tags 
vndter dem obgenanten Tiergartner [tor]. 

2. Ordcnunge ?on vnsern herrn des rates gesetzt, wie lin 
ydes tor ?erwart sein aal. 

Zum ersten mit einem hewptmann, einem Schrei- 
ber, einem pawerpütel, der die lewt kennet. 

Einem hewptmann seint zugegeben fftnfczig gesellen, 
der haben allewege czehen ein hewptman, der gehen 
fünfrndzweintzig an ein tag vnd ein nacht, vnd des 
andern tags aber fiinfvndzweintzig, also das sie ein tag 
vnd nacht miteinander abwechssein. 

Item der obgemelte hewptman, Schreiber vnd pawer- 
pütel sollen den tag allewege da sein biß man des 
nachtes zogespert hat, vnde denn alle tage firtt wider 
da sein, wenn man das tor aufsperret. 

Item czwenn bflchsenmeister auff ydes vorwerg, 
die tage vnd nacht da sollen sein. 

Item czwenn bflchssenmeister för das tor wenn 
das not tut 

Türnlein am Fischbach. 
Item in diesem türnlein als der Fischpach herein 
fleußt im czwinger waren czwen besteh, einer der do 
wachet vor mitternacht, der ander nach mitternacht. 

Wasserturn. 
Item im vorwerck bey dem Neuen turn im waßer 
do warn czwen wachter bestelt, der ain der wachet 
vor mitternacht, der ander darnach. 

Ordenung der Swipogen. 
Item auff ydem Swipogen ober vnd vnter der stat 
warn iiij man bestelt, dy do zu warten tag vnd nacht. 



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196 Defensious-, Fortifications- 

Item vnter ydem Swipogen waren vtij man besteh 
dye do zu warten tag vnd nacht. 

Neuen tor. Hyrhertürlein. 

Item Newen tor vnd Hirher türlein die czway warn 
den ganczen krieg aus verspert tag vnd nacht. 

Sant Seboltz turn. 

Item auff sant Seboltz turn sein beschieden vj ge- 
nant, der muß ye einer noch dem andern yj tag auff 
dem turn beleiben vnd ordenlich darob sein, daz die 
turner ordenlichen wachten, vnd so sy fewr in der stat 
sahen auffgen, daz sy daz von stund an dem burger- 
meister vnd fewrmaistern zu wyssen teten, auch dorsten 
sy nit plosen noch anslahen es wer denn ein gar groß 
fewr, so möchten sy wol ainst anslahen oder plosen. 
Auch musten sy dez tags stetz in daz feit sehen noch 
den feinten auff all endt, vnd wo vnd wenn sy feint 
sahen, so plisen dy turner feint vnd steckten dann ein 
sib an einer Stangen gegen demselben endt, do dye 
feint warn, ze oberßt bey der horglocken hinauß, vnd 
ob feint auff czweyen oder dreyen enten einranten, so 
steckt man so viel sib auff dieselben endt; alzo rant 
dann der raisig zeugk vnd dye drabanten luffen gegen 
denselben torn gegen den feinten. 

Auch waz den genanten bevolhen, daz sy dy Sturm- 
glocken bewarten, daz dy nit geleut würd vnd nit do- 
mit teten, sy würden denn von den obersten haubt- 
lewten geheißen. 

Item dezgleichen ward bestelt auff sant Lorentzen 
turn , auff dem innern Lauffer turn, auff dem Weissen 
turn vnd auff sant Margreten turn. 

Item auff den vorgeschriben turnen warn die sieb 
auff yeder Seiten eins an ein lange Stangen gepunden, 
dieselben Stangen stieß man auß vnd ein, wenn man 
wolt, alzo waren dieselben Stangen eingeczogen vnd 



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und Geschützwesen. 197 

die sieb hingen hart an den mawern byß daz die vor- 
gescriben tarner oder genanten feint sahen, denn so 
stießen sy die sib hinanß vnd bließen die feint an, so 
riten den die geraisigen vnd Helfen die fußknecht 

3. Item mer ordenfing der tor. 

Item mer czwen pfichsenmaister für ydes tor, wenn 
daz not thut, vnd ij püchsen auff karn für daz tor füren 
vnd so lang do sein byß man sy heyßt abgen. 

Item mer der vorgenant screiber sol anschreiben 
alles fremdes volk wie sy heißen vnd von wann sy 
sein vnd die schreiben, wer für sye verspricht, vnd be- 
schreiben waz not tut oder heißen wirk 

Item mer ain pawern pütel, der daz pawers volck 
kent, daz auß vnd ein get vnd vnsern herren vnd den 
pnrgern in der stat zustet. 

Item der obgeschriben xxv gesellen der sein vier 
dez nachtes in dem vorwerck vnd die andern alle vor 
dem tor. 

Item den in dem vorwerck gibt man zu alle nacht 
ain genanten oder sOst ein redlichen man, der einer 
leit ain wochen in dem vorwerck, der sein vj man vnd 
get von aim an den andern. 

Item mer sein czwen wachter in der stat an daz 
tor besteh, vnd waz pottschafft außen an daz tor kfimpt, 
daz sy daz von stund an einem bttrgermeister zu wissen 
thun sollen. 

Item so ist auff den turnen bestelt bey xxiiij ge- 
nanter oder säst erberger purger, der ist einer stets 
vier tag vnd nacht daranff, vnd wechseln ab ye einer 
nach dem andern, die sollen die turner manen vnd 
selber vmb sehen nach notdurfft. 

Item mer ij pfichsenmaister sflllen auff dem tor 
sein, wenn man sich besorgt. 

Item der haubtman, der des tags vnter dem tor 
ist, dem ist bevolhen, daz er sein gesellen darzn halt 



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198 DefenrioBS-, Fortificaüons- 

vnd er selber darob sey, daz nymant in die stet kom, 
der er oder sein herr feint her sey, on wissen eins 
burger maisters, es wer denn sach, daz er der stat zn- 
füret oder trüg, daz der stat notdorft wer, so sol er 
in hinein laßen vnd sol ein seiner gesellen mit im 
schicken anff den marckt vnd in laßen verkauften vnd 
in wider aus der stat schicken. 

Item waz aber vnserr panern wem, die herrn in 
der stat betten, oder ander lewt, die nit veint her weren, 
do sol der haubtman ir trew von nemen, [daz sie] dem 
rat der stat vnd der ganczen gemein vnschedlich wollen 
sein, vnd sol darnach ein seiner gesellen mit im in die 
stat senden zu irm herrn oder süst zu aim andern 
piderman, daz er für in sprech, daz sye vnschedlich 
wollen sein in obgeschribener maß. 

Item waz aber lewt, es wem purger oder geßt, 
aus der stat geen, do sol man aigentlich besehen waz 
sy tragen, vnd sy besuchen, ob sy ichts tragen oder 
füren puluer oder harnasch oder dez gleich, daz wider 
die stat ist. 

Auch so sol man nymant hinaas wegk laßen gien, 
es sei fraw oder man, es hab dann ein pollicken, es 
hab dann ein gnte kuntschaft, daz es der Stadt vn- 
schedlich sey vnd recht sach für. 

Item auch sol man besehen, waz die pawrn in 
dem mißt ans der stat fürn vnd mit langen spiesen 
durchstechen, daz sy icht furo, daz der stat schedlich sei. 

Auch sol man die layb zuschneiden, da sie icht 
geferliche sach dar innen hinaußtragen. 

Item mer der haubtman sol kainen trabanten aus 
laßen lauffen, si haben dann laub von kriegsherren vnd 
sagen dem haubtman ain wortzaichen. 

Auch ob ain raub körn, so sol in der haubtman 
nicht in die stat laßen, es sey dann mit wissen eins 



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und Geschützwesen. 199 

Item mer ist geordert gewesen, daz maa vnter 
ein yetlich tor bey f&nfczig spysen vnd bey xxv heim* 
parten getan bat vnd die geczaichent, daz man sy kenn, 
vnd dy hat man dem obersten haubtmann beuolhen. 

Item ob man leut begriff vnter den toren, es weren 
man oder frawen, darauff man arckwan het, die solt 
man füren für die kriegsherrn. 

4. Hye nach ist verxaichent die Ordnung der pftchsenmeister 
zu dem grossen Werck anff den Urnen vmb die stat: 

Alt Nürnberg 1 ): Hanns Prenttel, Feigen Hens- 
lein, Hanns Pfannensmid. 

Log Instant: Fricz Appel. 

In dem twinger auswendig des Lug Inslants 
im andern turn: Heincz Wilhelm, Hanns Staud. 

Im dritten turn: Michahel Grym, Peter Pötzlinger. 

Im yierden turn: Sebolt Golnhoffer. 

Im fünfften turn: Hanns Maister. 

Im sechsten turn: Fricz Aichelperger Peckslaher. 

Im sibenden turn: Hanns Dorn. 

Im achten turn: Fricz Maier. 

Im neunden turn: Hanns Gewman. 

Auff dem turn an der stat maurn.... 

Im ailften turn: Endres Peckslaher. 

Im czwelfften turn: Peter Smauß. 

Auff dem Fröschs turn: Bartholomes Gutpier, 
Marquart Gutpier. 

Im turn do bey: Fricz Kinstling, Endres Doner. 

Auff dem Lauffer turn: Eberhart Eckstein. 

Auff dem vorwerk vor Lauffer tor: Hanns 
Fuldner, Symon Santmann, Goncz Franck, Goncz Heutz. 
Hartman Vnuerdrossen. 



1) Der fünfeckige Thurm der Burg gegenüber, an den 
die Kaiserstallung angebaut ist. Am andern Ende gegen Osten 
ist diese Stallung vom Thurm- Luginsland flaokirt 



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200 Defensions-, Fortifications- 

Vnter demLauffer tor zum grossen werck: 
Concz Gewman, Hanns Snepprer. 

Im czwinger neben dem Lauffer tor herab 
gein Werder türlein im ersten tarn.... 

In andern turn: Herman Prinkner. 

Im dritten turn: Herman Wersgern. 

Auff dem Werder turn: Hanns Gerstner, Fricz 
Kaltenhawser, Jacob Gerstner. 

Im czwinger neben dem Werder tflrle in hinab 
gein der Pegnitz im ersten turn: Haincz Strolock. 

Im andern turn: Eberlein Heintz. 

Im dritten turn: Ludwig Stör, Heincz Tanpach. 

Im türnlein auff dem wasser: Cuncz Mülich, 
Hanns Singer. 

Auff des Mollen turn: Thoman Henn. 

Auff des 8chfitmeisters turn: Berchtolt Dürer. 

Auff dem turn hinter dem Wilpad: Hanns 
von Stetten. 

Auff dem gang bei dem Wilpad. 

Auff dem turn hintter sant Kathrein: Eber- 
lein Henlein. 

Im zwinger vor der pleich: Hanns Ruprecht, 
Hanns Kandelgießer. 

Auff dem turn hintter sant Kathrein mit 
dem bloen ff: Erhart Maier. 

Im czwinger hinter sant Kathreien: Hanns 
Smauß, Hanns Rnylein. 

Im andern turn: Hanns Maller. 

Im dritten turn: Cuncz Pfeilsmid, N. Sneidenweit 

Im vierden turn: Concz Sloßer, Her (sie) Bam- 
berger, Cristan Drechsel. 

Auff dem Frawen turn: Dietel Schreiner. 

Im vorwerck vor Frawen tor: Cuncz Rotman, 
Claus Puff, Erasmus Guldenmunt, Heinrich Heberlein. 

Zu dem grossen werk vnnter dem Frawen 
tor: Hanns Hertenstain, Maienschein. 



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und Geschfitzwesen. 201 

Im zwinger neben demFrawen tor im ersten 
turn: Fricz Singer, Hanns Prügel. 

Im andern turn: Diecz Swind, Heincz Prophet. 

Im dritten turn: Hanns Jacob, Hanns Prackenloer. 

Im vierden turn: Michel Stainprucker 9 Peter 
Petzensteiner. 

Im fflnften turn: Heincz Petzensteiner, Her- 
man Bayer. 

Im sechsten turn: Götz Reitter, Cuncz Smid. 

In d em syb enden turn: Heincz Sonner, Concz Flock. 

Im achten turn: Heincz Hirßuogel, Erhart Hofman. 

Im neunden turn: Sweiczer, Herman Newmeister. 

Im czehenden turn: Claus Kaltenhawser. 

Auff dem turn in der statmaurn am vispach, 
do das bloe y anstet: Herman Wernlein. 

Auff dem turn darnach, do daz bloe z an 
stet: Niclas Pessler. 

Auff dem turn hintter den Garteusern: Hert- 
lein Vischer, Hanns Gewman. 

Auf dem turn do daz grün E an stet 

Auff dem Spitaler turn: Hanns Freiberger. 

Vnter dem ewssern Spitaler tor: Hanns Hamer. 

Auff dem vorwerck vor Spitaler tor: Ru- 
dolff Wagner, Erhart Zapffenmacher, Seytz Ress, Her- 
man Clein, Heincz Fridman, Hanns Kaltenhawser. 

Im czwinger neben Spitaler tor hinab gein 
der Pegnitz im ersten turn: Hanns Frick. 

Auff dem turn hinter dez Peslers stadel: 
Hanns Weyß, Fricz Pfansmid. 

In dem andern turn: Fricz Prunner. 

Im dritten turn: Michel Flawerspach. 

Im vierden turn 

Im vndersten turn: Concz Gabler, Hanns Marck. 

In dem czwinger auf dem Newenpawe ge- 
gen dem Thoman Mälner: Sebolt Gerstner, Hanns 
Stöcklein. 



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202 Defensions-, Fortifications- 

In dem turn nechst noch dez künigs turn: 
Steffan Prophet, Fricz Örtel. 

Der turn nach dez künigs turn: Hanns Kalten- 
hawser, Eberhart Funck. 

Auff den dreyen turnen neben dem spital 
in dez Rumeis viertail: Lienhart Newburger, Her- 
man Hoß, Kaltenhawser. 

Im vorwerk neben dem großen turn in der 
Pegnitz: Heincz Pfnur, Lienhart Peheim. 

Auff dem grossen turn in der Pegnitz vnd 
vorwerck da bey: Heincz Hamer, Herman Manrieder, 
Dietrich Sloßer, Virich Kawer. 

Auff dem Newen tor vnd vorwerck dauor: 
Sewolt Wagner, Hermann Kab, Hanns Kammacher. 

Im czwinger bey dem Newen tor hinab 
gein der Pegnitz: Fricz SenfMnberger, HainczMayer. 

Auff dez Ewlnsmids turn: Fricz Bayer, Virich 
Ernst 

VnterdemTirgartner tor: Fricz Stör, Vllein Mayer. 

Auff Tirgartner vorwerk: Fricz Keim, Fricz 
Weigel. 

Auff Tirgartner turn: Conez Stemm. 

Im turn im czwinger: Jacob Kurcz, Haincz 
Hornrichter. 

Im czwinger der veßten: Claus Weigel. 

Auff dez künigs veßten in dem halbsymbeln 
turnimzwinger: Herman Ernst, HannsPeringer , Prokisch. 

Zu den karnpftchsen vnter die tor: Heincz 
Widerolt, maister Pauls Schirmaister, Claus Stör, Heincz 
Hawendornn, Virich Springling, Hanns Winckler, Concz 
Payer, Gilig Hoppe!, Concz Siegel, Herman Graser, 
Hanns Freiburger. 

Item daz sind die pflchsen geordent vnter 
dy tor, item die größer vischerin vnter Tirgartner tor, 
hem die ciain vischerin vnter Laaffertor, item die wagen- 
püchsen in eyßnenring gegoßen vnter Frawen tor , item 



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und Gesohfitzwesen. 308 

die Vlrichin vnter Spitäler tor, item die püchsen iu 
eyßnenring gegoßen in einer laittern vnter daz Newe 
tor» item die groß Grönwaltin dy kün genant in den 
czwinger vnter dem Newen tor auff die lincken hant. 

5. Ton Ordnung der pflchsen vnter dy tor. 

Item darnach stet geschriben wie vil man püchsen 
vnter ein ytlich tor gestellet hat ongeuerlich vnd wie 
vil pferd darzu gehörend sein. 

Item es ist vnter einem yetlichen tor gestellet wor- 
den ain wagenpilchsen, scheußt bey xxxvj ß.; 

Item mer ij karren mit czweyen kreuczen be- 
czaichent; 

Item ftknff karren pOchsen geczaichent mit aim kreutz; 

Item ain scherm pOchsen auff einem karn mit ij 
stolen geczaichent kreucz weis. 

Item ain karren, dar auff ligen xviij hockenpflchsen. 

Item man sol vnter ain yetlich tor zn einer yeg- 
lichen püchsen stain ain notdurft füren, dy gerecht sind, 
vnd j centner puluers. 

Item man sol auch zu einer wagenpilchsen be- 
stellen iiij pferdt bey dem tor, ob sein not geschehe, 
daz man die anseczt. 

Item man sol auch vnter ein yglich tor iij pferd 
bestellen czu den karren mit irem Alter, dye dor auff 
warten, ob sein not tett, hinaus zu füren. 

Item mer wenn man fewrpfeil ausgeit oder heim- 
liche fewr, so sol man sy leuten geben, die dar mit 
künnen vnd wyssen zu prauchen; man sol auch wyssen, 
wem man sy geh; wer auch, daz man der nicht ge- 
braucht het, so sol man sy wyder vordem an den, 
dem man sy geben hat, daz er sie wider antworte, 
wan ir vil in diesem krieg uerloren sein worden, der 
man kein gebraucht hat, wann es tut not, daz sy nit 
in ander leut hent chomen als schir der feint als der 
frewnt. 



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204 Defenriont-, Fortifications- 

Item darnach stet geschriben, wie mang vor einem 
yetlichen tor gehandelt hat mit den großen wereken 
vnd gelegert igliche püchsen nach irem staten vnd zu- 
gehörung, mit irer laitern ynd stain, die dar cza ge- 
hören. Auch mer ist auff ein igliche püchsen geschriben, 
wye sy mit namen heiß, daz man sy da bey wyß zu 
suchen. 

Item mer es ist auch ein igliche stainpüchß in 
besunderheit geczaichent, sy sey gros oder ciain, vnd 
wenn du die stain suchen wild, so syhe oben auff der 
pfichsen nach dem czaichen vmb, ynd gee an dy stat, 
do die stain ligen, dez gleichen vindestu die czaichen 
ob den stainen als auff der pfichsen, die darczu gehört 

Item welliche große pöchß vnter ietlichem tor zu- 
gericht ynd geordent ist gewesen, fint man geschriben 
nach der ordenung der büchsenmaister zu dem grossen 
werck auff den turnen etc. 

Item darnach sol man ein yglichen czeug laden 
nach dem als der anslag geschieht, er sey ciain oder 
gros, darnach sol man sich richten ynd laden. 

Item ist der anslag gros, so sol man dye wagen 
meren mit puluer, haußpfeilen, fewrpfeilen, fewrkugeln, 
pauesen, maurpencken, laitern, hawen, schaufeln ynd 
exte ynd püchstenstain, an den dingen allen sol man 
kein uersparung haben ynd yglichs ain notdurfft laden, 
daz zu dem ernst gehört von red vnd notdurft wegen. 

Item wer aber, daz man ain beschaideu anslag 
machet, so mag man wol dyser vorgescribner stück 
mynner nemen als puluer, hauspfeil, fewrpfeil, fewr- 
kugeln, pauesen, hawen, schaufeln vnd laitern. 

Item es ist auch mer geornt ain yetliche pley- 
püchsen mit irem zaichen, sy sey gros oder ciain, so 
stet daz zaichen auff der püchsen vmb dez willen, dai 
man wyß, waz ein yetliche püchß schies, yetliche nach 
irem model. 



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und Getchfitzwesen. 205 

Item mer nym daz czaichen von der pleypüchsen, 
sie sey gros oder dein, vnd gee vber die traben an 
die stet, do sy ligen, so rindest du ob einer yttlichen 
gattung ir claichen, daz auff den büchsen ist. 

6. Ton den cxaichen der püchsen. 

Item hernacb stet geschriben von den czaichen 
der püchsen, wy man sy erkennen sol vnd wie sy 
genant sind. 

Item daz erst czaichen auff der püchsen mit einem 
ganzen strol daz ist die notpttchß, dy Gronwaltin genant. 

Item dy ander ist geczaichent mit czweyen strolen 
kreuczweyß übereinander , mit namen geheyßen die 
Widersteinyn. 

Item die drit genant dy Steudin, ist geczaichent 
mit dem halben strol. 

Item die vierd die Windspacherin genant, gezaichent 
mit dem A vnd ain kreucz darhinter, der sind etlich 
auff kerren vnd pocken. 

Die fünften sind gezaichent mit dem A, der sind 
etwe vil auff den turnen, vnd sind kurcz vnd sind in 
holcz gefesset. 

Item die sechsten sind geczaichent mit dem B, 
der ist auch etwe vil auff den turnen in holtz gefaßet 
vnd ein teil in eyßen gesmidt vnd heyßen notpüchsen. 

Dye sibenden sind geczaichent mit dem C, sind 
hockenpflchsen. 

Dye achten sind geczaichent mit D, sind hocken- 
pflchsen, dye newnten sind geczaichent mit E, sind 
gimbel hantpflchsen vnd ain tail hockenpflchsen. 

7. Tob flftnung der tor bei nacht. 

Item so man dy tor bey nacht öffnet, do bey 

mußt sein ein burgermeister, der die torsliesser hieß 

auff »ließen; so hette man bestelt ein merklich volck, 
die do bey waren. 

Quellen VIII. 15 



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206 DefeniioM-, Fortifikations- 

8. Toi den schianckea. 
Item Hanns Hawg fing an mit den schranken zu 
machen an dem mewrlein an dez SlQßeluelders weyer, 
der der Snödin gewesen ist, vnd macht ein reyden anff 
dem weg, der gen der Thulnaw get, vnd uerschrencktz 
byß an den Dürnhoff an dem czawn, vnd hub an gen- 
halb an dem czawn vnd uerschrencktz byß an den 
siechgraben, vnd daz siechhawß waz außerhalben, vnd 
fürbaß byß auff den weg, der gen Feucht get, da macht 
er aber ein reiden vnd uerschrencktz byß an den visch- 
pach auff daz nechst vnd uerschrencktz fürbaß auff dem 
vischpach byß zu dem öbern Galgenhof, do macht er 
aber ein reiden, vnd der vischpach waz auswendig, 
vnd uerschrencktz aber fürbaß byß auff den yntern 
Galgenhoff auff daz oberhaws, vnd der vischpach waz 
aber außerhalb, vnd macht ein reyden auff dem weg, 
der gen Kornburg get, vnd hub aber an vnd uer- 
schrencktz auff der mitten czwischen dem öbern vnd 
vntern Galgenhoff vnd uerschrencktz bis auff den gra- 
ben, der da selbst gen santLinhart in den wisen geet; 
vnd macht aber ein reiden auff dem weg, der gen 
Kornburg geet, vnd hub auff demselben graben an vnd 
uerschrencktz auff demselben graben byß an den Sinters- 
bühel an den czawn, do des Nüczels hawß stund, vnd 
macht aber ein reiden auff dem weg, der von der 
czigelhütten in den newen walt get, den man nent den 
czigelwegk. vnd macht ein deine reiden auff dem weg, 
der von dem StainpOhel durch die wisen in den newen 
walt get; vnd macht ein reiden auff dem wegk, der 
vom Stainpühel gen Maya get, vnd macht aber ein 
reiden auff dem weck, der von der stat gen sant Lin- 
hart geet; vnd macht ein reiden auf dem weg, der 
durch den Sinterßp&hel get, vnd do waz ein czawn 
vnd graben von derselben reiden her ein gen der stat 
auff ein ackerleng, do macht man ein graben von dem- 
selben czawn vnd graben auff daz nechst an die Peg- 



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und GeschQtzwesen» 207 

nitz oberhalb dez Wilwoltzbränlein vnd macht ij reiden 
auff den wegen, der ein von Fürt vnd der anderr von 
Hoffen herein gent. 

Item so hub man aber an vnterhalb derWeyden- 
mül vnd grub an den garten, der yeczund Peter von Watt 
ist, vnd vor Pauls Förchtels seligen gewest, vnd sant 
Johanns kirchoff waz inwendig, vnd macht ein reiden 
auff dem weg bej sant Johans; Item so hub man neben 
dem garten an vnd grub an dem garten, der bey den 
siben creuczen stet, der selbig gart het ein czawn vncz 
auff dem weg, der von der stat get gen dem Ton; vnd 
macht ij reiden auff dem weg, der von der stat zum Ton 
geet; item so waz es hinvmb uerczewnt mit den czewnen 
vor den gertten byß auff dem weg, der von der stat 
gen dem Schopperßhoff get; item sq waren dy ij dein 
weg, der ein von der dein Rewt get vnd der ander 
von der Loh, dy warn czwifach uerschrenckt, so waren 
dy gerten czwischen den wegen, die vom Schopperß- 
hoff vnd von sant Jobs gendt, mit guten czewn uer- 
czewnt. So grub man ein graben von den selbigen 
gerten vncz an dye Pegnytz oberhalben Werd mit einem 
guten graben vnd macht ein reiden auff dem weg von 
Egeldorff vnd ein reiden auff dem weg, der von Schop- 
perßhoff her ein get. 

Item so het man ain besteh von ratz wegen, der 
dy schrencken alle morgen berait, ob man ichtz daran 
uerhawt oder uersert het, vnd daz must er von stund 
an einem iüngern Bürgermeister vnd czweyen dez rats 
sagen, ee der rat auff stundt, daz dy schrencken nicht 
uerhawt noch uersert waren. 

Item so macht man ain graben von dem graben, 
der vmb Werd get, vncz auff den Rennweg an den 
gartten, der yeczund Hanns Grolant ist, vnd von dem 
graben grub man hin auß vncz an den obgescriben 
graben. 

15* 



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208 Defensions-, Fortifications- 

Item so waren bey jeder reyden x schützen be- 
steh, die alle tag da bey musten sein vnd warten, vnd 
dy §uff vnd zu musten thun die reiden oder schneller. 
Daz waren am ersten armbrost- vnd pflchsenscbützen, 
vnd als der krieg etwe lang gewert het, da nam man 
doch eytel püchßenschfltzen zu den reiden oder snellern 
vnd kein armbrostschützen. 

Item dy reiden oder sneller waren alzo gemacht, 
es war ein holcz xxviij schuhe langk; xviij schuhe langh 
reichet es über ij far wegen, vnd do waz es in einem 
stock gemacht, vnd dy ix schuhe gingen hinten hinauß, 
dy waren beswert mit einem andern holcz, daz man 
mocht auff vnd czu thun ; vnd bey dem stock waz ein 
stuben gemacht mit eingraben plancken, dar inne stun- 
den dy schützen, die dy reiden auff vnd czu fetten, 
wenn sy wolten, alzo daz man sy nit schießen mocht 
vnd sicher dar inne stunden ; vnd darein waren schieß- 
löcher gemacht, vnd wenn dy feint vnserr gesellen 
herein drungen, so mochten sy den schneller auff vnd 
zu thun, alzo daz sy stunden sicher dar innen. 

Item wenn man holczen wolt oder so Warnung 
kom, daz die feint für dy stat wolten rennen, so pot 
man auff iij c oder iiij c oder wie uil man ir haben wolt 
schützen czu dem Galgenhoff, zu dem vntern vnd obern, 
vnd dy hetten ye x einen hawbtman vnter in vnd dy 
warten, wenn die feint chomen, daz sye sich mit in 
schüßen, byß daz der geraisig zeug vnd daz ander 
volck auß der stat komen; item so gab man in ein 
haubtman von ratz wegen, vnd wann denn die veint 
chomen, so musten sye alle auff in warten vnd im ge- 
horsam sein. 

Item den drawanten, dy zu den reiden oder schnei- 
lern warn bestelt, gab man einem j wochen ij 4L vnd 
zu essen auß der kuchen. 



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und Geschützwesen. 209 

9. Tos Terhavhuig des valds. 

Item Hanns Hawg vieng an den walt zu uerhawen, 
zum ersten an dem Lohenhoff, vnd uerhieb den walt 
vncz an die Straßen, die gen Reichelstorff get, vnd 
uerhieb in vncz an die wysen, die Sebolt Grolant ist, 
die inn dem Steinnach liegt; dieselb wisen het ein 
graben ze rings vmb, vnd hub oben an der wisen an 
vnd uerhieb den walt byß an den Kunigspragkweyer, 
der der stat ist, vnd buh aber an oben an demselben 
weyer vnd uerhieb den walt bis an den Kurnberg, do 
es an den Höbelstein heist, vnd hob an dem Kurnberg 
vnd uerhieb den walt vncz an die straß, die gen Wentel- 
stein geet hergeßet dez Kornbergk von Wentelsteiner 
straß, vnd uerhieb den walt vncz auff Rotenwecker 
straß, von Rotenwecker straß byß an dez Halbpachsen 
weyer, vom weyer byß auff Feuchter stras. 

Item Ludwig Pfinczing vieng an den walt zu uer- 
hawen hergegen als der Rötenbach in die Pegnitz get, 
vnd uerhieben vncz gen Neideck, vnd Neideck waz 
auswendig auff ein ackerleng, vnd von Neideck vncz 
an dem Pirntan, vnd der Pirntan waz auswendig, vnd 
die straß, die, die von Altdorff herein get, waz gar 
wol uerhawen, vnd von Pirntan vncz gen der Ronlach 
waz es wol uerhawen, vnd von der Ronlach byß auff 
daz Swarzwasser, vnd von dem swarczen wasser byß 
auff Feuchter straß, vnd Feucht waz auswendig; alzo 
ist der walt uerhawen von der Renn Uz vom Lohenhoff 
vncz an die Pegnitz, als der Rötenpach der pach dar 
ein geet; alzo waz der walt uerhawen an dem endt. 

Item es ist aber nymmer zu raten den walt zu 
uerhawen, dar vmb, dann wann unserr gesellen awßen 
waren vnd ein nam gethan betten, so westen dy veinde 
wol, daz sy newr auff der Straßen herein musten vnd 
uerluffen in dy straß vnd trungen in dy nam zu czeiten ab. 

Auch so uerhielten sy zu czeiten die Straßen, wenn 
vnserr gesellen hinausczugen vnd wurffen sye ernyder, 



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210 Defensions-, Fortifications- 

wann sy weßten wol, daz sy newr zu der Straßen 
hinaas mosten; auch so rawmten dy veinde zu czeiten 
daz gehew oder geheg auff, vnd machten in weg dar 
durch vnd triben vihe vnd lewt hinauß ; vnd wenn man 
in die Straßen uerlief, so triben sy zu demselben ge- 
rewm hinauß, alzo daz eß nit vast nutz ist den walt 
zu uerhawen. 

10. Ordenung auff der fessten. 

Item Sebolt Kreß ist auff der feßten beliben so er 
allermaist gemfigt hat von fewrs vnd fürczihens wegen; 
vnd so er sölchs uernomen hat, so hat er es zu wißen 
geton den obersten haubtleuten. 

Item er hett auch auff sant Margreten turn 1 ) iiij 
sieb an langen Stangen zugericht, vnd wo dy feint für 
dy stat ranten, so stießen dy turner daz sieb gegen 
demselben tor weit hinaus, alzo daz der raisig czeug 
vnd daz fußuolck sich darnach weßten ze richten. 

Item er bestellet auch mit seinen turnern vnd 
Wächtern, daz sy tag vnd nacht gar fleißig musten sein 
mit irer wart vnd wach, vnd die vor oder nach wach- 
ten, dy musten bey der nacht alle stund melden, vnd 
waz sy uermerckten von fewr oder von cheinerley, daz 
teten sy dem Kreßen zu wißen, der tet es denn den 
obersten haubtleuten zewißen vnd den obersten kriegherrn. 

Item dem Sebolt Kreßen sein von den obersten 
hawbtlewten zugeschickt vnd beschiden worden von den 
genanten mit namen Heincz Kamermeister, Heincz Topler, 
Thoma Hübner, Kuncz Halbpachsen, Peter Helchner, 
Lorencz Storr; die sechs waren ir yetlicher iiij tag auff 
der veßten vnd hulffen zu lugen nach dem peßten vnd 
lagen dez nachtz do oben vnd wechselten ab nach ein- 
ander; vnd wenn ein gerenn für dy stat chom, so 
chomen sy alle auff dy feßten. 



1) St. Margrethen-Kapelle auf der Veste. 



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and Geschützwesen. 211 

Item auch mußten dy ezwen torwarten in großer 
beaunnenheit sein, wer aoff dy feßten ging aas vnd 
ein, alzo daz das selbig ampt auch getrewlich uer- 
sorgt sey. 

Item er hat auch zu czeiten vj püchseoschützen in 
dem czwinger gehabt, dy wachten halb vor mitternacht 
vnd halb nach mitternacht, vnd dy selben sullen frum 
vnd stille gesellen sein. 

11. Tom gescMtx und ven der aurtatBHg etlicher fester Plltxe. 

Nota hienach stet geschriben, waz wir gein Haideck etc. 
gelihen vnd geschickt haben anno 1449. 

Heydeck. 

Item zum ersten ij scherembüchssen, eyne die der 
Holtzinger hat lassen machen vnd die andern der Wider- 
stein auf einem gerüst mit redern. 

Item ij thunen puluers bey sechs zenttner; 

Item pey hxxv bley kugeln; 

Item mer vier tausend pfeil; 

Item pey zehen pfunt pleys; 

Item pey xx pfunt züntpuluers. 

Item am freitag vor Trinitatis baben wir mer 
dargelihen iij scherembüchssen, Wyderstain auf gerüst. 

Item sechs zenttner vnd xxxvj pfunt gutz puluers ; 

Item tausent pfeyl; 

Item ij c pleykugeln. 

Item mer haben wir geschickt xv püchssenschützen 
vnd v armbrustschützen auf den vorgeschriben tag. 

Item mer haben wir geschickt meister Heinrychen 
den zymmerman vnd zwen gesellen mit im; 

Item ij mawrer. 

Item auff den suntag Trinitatis haben wir gein 
Haideck geschickt iiiij fader weins vnd sechs virteil, 
vnd den gekaufft vmb herrn Berchtolt Volkaymer ye 
ein fuder vmb xviij gülden. 



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212 Defensious-, Fortifications- 

Item mer ein krieg mit sailen. 

Item so haben wir bestellet ein Wundarzt mit na- 
men maister Paulus vnd den gein Haideck geschickt, 
vnd sollen im alle wochen j gülden geben die weil er 
zu Haideck ist. 

Item iiij hackenpdchssen, iiij ladeysen, iiij trichter 
dartzu vnd ij G minus dreyer bley kugeln, vnd j c kugeln 
mit eym creutz zu darraßpüchssen, am freitag nach 
Corporis Christi. 

Item xlvj eymer weins gekauft am freitag nach 
Corporis Christi zu vj #., vnd iiij vaß ye ein vaß vmb 
iiij gülden, vnd den geschickt gein Heideck. 

Item als slos vnd stat ergeben wurden, do ward 
auch der vorgeschriben zeug verlorn. 

Lichtenaw. 

Item wir haben herrn Frantzen Rumel ritter ge- 
litten vnd geschickt gein Lichtenaw als hernachgeschriben 
stett: 

Item zwtt scherro büchssen des Widersteins mit 
zweien gerüsten, zwü eschs, iiij rad, j G pleykugeln, 
j kamerbOchssen mit einem kreutz getzeichent, vnd iij 
kamern mit eim karren, j G stein, ij vaß mit puluer, 
die wögen xxv ß. vnd vj czentner. 

Item so haben wir von rates wegen geschickt vnd 
gelihen gein Lichtenaw Cuntzen Zerrengibel vnd xij 
püchssenschOtzen am mentag nach Viti martyris. 

Item do sich die auff dem sloß vnd daz stoß er- 
gaben da ward verlorn der vorgescriben zeug. 

Pruckperg. 

Item Wilhelm Haller haben wir gelihen ein scherm- 
büchssen des Stauden, l pleykugeln, l pfunt pulfers, 
v c pfeil. 

Item so haben [wir] geschickt vnd gelihen von 
rats wegen Jörgen Erelbecken vnd zwen schützen gein 
Pruckperg am montag nach Trinitatis. 



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und Geschütz wegen. 213 

Item als daz sloß uerlorn ward, do ward der zeug 
auch uerlorn. 

Pertelstorff. 

Item Sigmund Snoden haben wir gelihen j scherm- 
büchssen, l kugel, l öl puluers, v c pfeil. 

Item so haben wir geschickt vnd gelihen gen Pertel- 
storff von rats wegen den Cestel ein eynroßer vnd zwen 
schätzen am freitag vor Trinitatis. 

Item als daz sloß uerlorn ward do ward auch 
uerlorn der zeug. 

Eschenaw. 

Item herrn Erhart Haller haben wir gelihen v c pfeil, 
l pleykugeln zu des Stauden schermbücbssen, l pfunt 
puluers in einem faß. 

Item gein Eschenaw haben wir geschickt von rats 
wegen Gebhart Stören, do selbs das sloß zu bewaren 
mitsampt andern, die im zugeschickt werden. 

Item als daz sloß gewunnen ward vnd dem marg- 
grauen ergeben, do ward auch der zeug uerloren. 

Greffenberg. 

Item herrn Vlrichen Haller seniori haben wir ge- 
lihen ij steinpüchssen mit einem kreutz auff ij karren, 
lx stein dartzu, item mer xxiiij hantbfichssen mit dem 
E gezeichent vnd darczu xx c kugeln, v c pfeil, j zenttner 
xxxv pfont puluer in einem faß vnd in einem stöbich. 

Item in die sancti Viti do schickten wir gein 
Greffenberg meister Herman Herttenstein büchsenmeister 
mit eynem grossen werck, doselbs die stat vnd sloß 
zu bewaren. 

Item am montag nach Viti do schickten wir Dilzen 
Wirt den hantbüchssenschützen gein Greffenberg vmb 
den gemeyn soldt. 

Item so haben wir bestellt vnd geschickt gein 
Greffenberg von rats wegen Peter Mötter den Lengen- 



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214 Defensions-, Fortifications- u. Geschütz wesen. 

felder vnd Hannsen Pogner mit viij pferden, am doners- 
tag vor Trinitatis. 

Item als man daz sloß vnd marckt ergab, do ward 
uerlorn der uorgeschriben zeug. 

Marolfstein. 

Item Michel von Ehenheim vnd Ludwig Haller seind 
haubtleute, die sein außgetzogen von hynnen an sant 
Johanns abent Baptiste. 

Item Contz Gewman rotsmidt püchsenschütz ist 
mit x schützen geaertigt worden gein Marolfstein sab- 
bato vor Johannis Baptiste. 

Item xx gülden hat man dem Ludwig Haller ge- 
antwort speis darumb zu kauften, 

Lonerstatt: 

Item wir haben geschickt Guntzen Haller gern 
Lonerstatt am donerstag octaua Corporis Christi bey l 
pfunt puluers, xxx pfunt pleyes vnd ij püchssenschützen. 

13. Ton begchedignng der brocken vmb die stat über die 

wasser. 

Item vnserr veint segtten alle brücken vmb die 
stat über die wasser ab, alzo daz man kein hültzene 
prucken um die stat über kein wasser faat, vnd daz 
sawmet die vnsern gar vast, so sy mit grossen zügen 
außzohen, wann es nam gar große weil, byß sy hosen 
vnd schuhe außzagen vnd wider anlegten. 



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Proviantwesen. 815 

IV. Proriutweara, 

1. Waz gehört zu speisen y M person auf viy tag. 

Item zum ersten ij koch vnd iij kriecht zu der kuchen. 

Item iiij fleischacker mit allem irm zeug. 

Item ij parten, ij Stückmesser sullen sy auch haben. 

Item ij starck penck sullen sy auch haben, darauff 
man in der kuchen flaisch, krawt vnd ander ding hack 
vnd anrieht. 

Ilem ij M hoffschößeln vnd l schüßeln fttr dy erbern. 

Item iiij groß keßel, da in ydem kessel bey vj c 
stäck fleisch ein gien. 

Item iiij keßel, dy etwas deiner sein, zu der 
kuchenspeyß. 

Item aber iiij keßel, dy etwas mynner sein, für 
dy erbern. 

Item mer iiij dein keßel, dy deiner sein, da man 
sweinensmalcz vnd anderr smalcz dar innen zusmelcz. 

Item zu den keßeln gehören x driföß, da man 
dy keßel auffsetz. 

Item vj gros pfaanen. 

Item ij durchsieg. 

Item j morser. 

Item ij par großer koehlöffel, do mit mato schaim 
vnd flaisch außhebt. 

Item vj par eysner koehlöffel. 

Item vj par Hackmesser. , 

Item ij röst 

Item ij pratspyß. 

Item iiij zflber zu dem waßer. 

Item iiij schaff. 

Item vj multer. 

Item iiij waßer vaß, da mit man waßer zu der 
kuchen färt. 

Item iiij schaffen, damit man wasßer in die vaß 
schöppft. 



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> als den erbern. 



216 Proviantwesen. 

Item iiij centner smalcz. 
Item ij centner pachenfleisch. 
Item i sümer gereuter arbeyß. 
Item ij* sümer ganzer arbeiß. 
Item j sümer genewtz hirß. 
Item j sümer geneuter gerßten. 
Item j sümer habermelbs. 
Item ij scheyben saltz. 
Item j c [centner] Stockfisch für dy erbern. 
Item j M aier für ain samstag den erbern. 
Item j tnnnen gesalczner fisch den erbern. 
Item iiij seck mit czwifeln 
Item ain thunnen eßigs 
Item xxx keß 
Item j thunnen kraut*; 
Item } öl saffrans 
Item ij it. ingwers 
Item l it. negelein 
Item ij it. pfeffers 
Item j it. czymyn rörn 
Item so vil seck, dar ein man dy kuchenspeis tut. 
Item ain großen bewtel mit iiij bewteln zu den 
wurczen. 

Iteta ain groß speyßlagel. 

Item waz in den keler gehört: 

Item xl geczinter becher für dy erbern. 

Item iiij rörn, da mit man den wein leßt. 

Item iiij flaschen vnd ij stützen. 

Item. iiij tischlach. 

Item iiij hantzwehelen. 

Item yeder person alle tag iij brot. 

Item waz zu der küchenspeyß gehört: 

Item iiij wagen, die dy küchenspeyß tragen vnd 
waz zu der kuchen gehört, vnd czu yeden wagen ain 



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Proviantwesen. 217 

wagenman vnd czwen knecht, die dez alles wartent 
sein auff vnd ab zu laden. 

Item zu ydem wagen ij schawfeln, ij hawen, vnd 
ij schrothacken maß man zu der kuchen haben. 

Item iiij speyßvaß, da man dy kuchenspeyß ein 
thut vnd dar innen Art, daz sy nit nas werd von dem 
reng. 

2. Ordenug in der kuchen. 

Item zum ersten ward einer dez ratz mit nanien 
her Jobs Tetzel oberster kuchenmaister gemacht vnd 
noch im czwen kuchenmaister Laurenz Memminger vnd 
Hanns Sammenhamer, die teten dem obgenanten Tetzel 
alle vir oder acht wochen, nach dem vnd sy muß hetten, 
rechnung; vnd dyeße czwen unterkuchenmaister hetten 
alle wochen irn solarium, yder iiij pfunt, ye dreißig 
pfenning für ain pfunt ze rechen» 

Item mer ward gemacht auff der schfit bey dem 
waßer vnd wilpad ain kuchen mit czweien laden, do 
man aoßhin daz volck speiset, vnd vor yede laden ein 
gehews mit czweien tOren, zu einer tür daz volck ein, 
zu der andern aus gelaßen; vnd zu dem ain laden aus 
[wurden] gespeist frowen vnd kint, zu dem andern man, 
vmb daz daz frawen vnd kint nit gedrungen würden. 

Item bey diesen vier türen vnd den kemerlein vor 
den laden bey ydem türlein ain man, der einließ daz 
volck; der ander ließ aus, vnd die hetten nit mer da- 
von zu Ion denn die speiß. 

Item mer in dieser kuchen ain koch; der het alle 
tag ij grosch zu Ion vnd het ij knecht, der het yder 
alle tag j grosch Ions, vnd mer iij knecht, die dinten 
vmb die speiß in der kuchen, vnd zu zeiten ward in 
kauft von den kuchenmaistern hemd vnd schuch. 

Item mer bey dieser kuchen nechst am wasser 
ward ain slahaws gemacht, dor inn man als vihe zu 
der kuchen notdurft slug, vnd do bey ij flaischhacker 
vnd ein knecht; gab man ydem maister ain wochen 



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218 Proviantwesen. 

lx /&. vnd dem knecht iiij gTosch, vnd sy aßen teglich 
in der stat kochen; vnd waz man aus intum löset 
waz der vierd /& der ij flaischacker der maister, vnd 
alle herczen, hiren vnd ädern waren ir. 

Item am anfang dez kriegs nam man von allem 
vihe, daz zu eßen dacht vnd lebentig hergepracht ward, 
daz czehent haubt in die kochen, vnd daz muß man 
geben an wider red; vnd wenn der czehent dez vihs 
geantwurt ward den kuchenmaistern, so gab man denn 
allen trabanten, die nach demselben raub geweßt warn, 
ain mal aus der stat kuchen zu eßen, ydem ain stück 
flaisch von } pfund vnd auff ein seidel gekochts hirs 
vad ij brot; dar zu gab man denselben trabanten auch 
alweg zaichen von plech gemacht zu der kuchen, wenn 
sy daz czehend haubt vihs gaben, darvmb daz nit mer 
körnen vnd kost holten denn ir ausgewest waren, vnd 
daz es kein vnrechter für den rechten nem; vnd den 
rewtern gab man kain speyse. 

Item mer am anfang kauft der rat daz vihe zu 
der kuchen von den bewten, ain rind vmb j gülden, 
darnach ain rindt vmb ij gülden, auff dy letz kauft der 
rat als vihe be sunder alle rinder zu dreien gülden vnd 
allweg ij kalber für j kue; vnd het der rat flaisch vail 
der gemain den krieg lang j iL vmb v haller, auff dy 
letz j iL vmb iij /&., vnd man gab sein der gemain 
genunck vnd die flaischacker feirten, vnd diez flaisch 
ließ der rat vail haben am ersten auff dem newen baw 
in einer hütten, waz do vor ain kuchen; vnd auff dy 
letz ließ mans vail haben vnter den prucken [die] ge- 
sworen maister auff widerrechen. 

Item mer am anfang waz schoff vnd swetn der 
stat von pewten gevilen, dy uerkauft man wider der 
gemain alzo lebentig, ye fünfte für j gülden; vnd man 
gab ye einer person ain schoff zu kauften vnd nit mer; 
dar nach kaufft der rat die schoff alle, wenn man sy 
her bracht, daz hundert vmb xxv in xxx golden, vnd 



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Provi antweaen. 810 

man bestellet scheffer vnd lieg [sie] zu feld gin, vnd 
man Stacks alle samstag gemach ab vnd wugs der ge- 
main ans, ye ain it. vmb iij /&. 

Item alle schofflfel dy worden von stund an ver- 
kauft aim ledrer, ains vmb xv /&. auch neher noch 
der zeit vnd die fei wollen hetten. 

Item mer wenn man außzoch mit aim redlichen 
züg vnd wider kom, so gingen dy kuchenmaister vnd 
namen zu in drey oder vier für daz tor an dy schrancken 
vnd hetten von plech gemachte zaichen vnd gaben idem, 
der aus waz geweßt, ain zaichen zu der kuchen vmb 
speyß; vnd wenn dyselben zaichen zu der kuchen procht 
wurden, dem gab man denn ein stück fleisch von } H. 
vnd prtte daran vnd j- meß gekochte hirß vnd ij prot; 
vnd man speiset newr ain mol vmb j zaichen. 

Item mer so waz einer pey der kuchen, der nam 
dy selben zaichen alle ein vnd gab teglich prot vnd 
speis zu den leden dem volcK hinauß, vnd antwort dy 
zaichen fürpaß den kuchenmaistern mit der czal; dem 
gab man alle wochen vj groß zu Ion. 

Item mer so speiset man den krig allen bey j c 
vnd sechzig egerisch gesellen alle tag ainst vnd gab 
ydem ain stück fleisch vnd hirs vnd ij prot, vnd man 
gab in dar zu alle wochen iiij & einem. 

Item mer am anfang des krigs gab man den, dy 
an der wart waren zum Lichtenhoff, zum Weirhaus, 
zum Hamer, zu Werd vnd vnter den torn, an snellern, 
bey den schoffgattern, der waz aller mer denn ij G , idem 
alle tag sein speis als den egrischen vnd ix ^>. solds 
darczo. Darnach gab man den allen iij €t. dy wochen 
für kost vnd solt, daz bestund alzo den krieg aus. 

Item mer so speiset man aus der kuchen alle ge- 
fangenen, dy in den turren lagen, alle tag des morgens 
aim ain stück flaisch vnd j mos hirs und ij prot, auff 
den abent hirs vnd j prot 



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220 Proviantwesen. 

Item mer speiset man alle wunt leut, alzo ieder, 
der wunt ward, der maßt von dem arczt, der in pant, 
ain zaichen bringen, auff aim papier zu der kuchen; 
do nam man ims denn, vnd gab im von plech gemacht 
j zaichen, daz sant er all tag nach der speis, vnd dy 
küchemaister gingen alle xiiij tag oder iij wochen zu 
den erczten vnd namen der wunten namen geschriben, 
vnd welchem der arczt sprach, der der kost nit mer 
notdürftig waz vnd gehailt waz, demselben nam man 
den daz zaichen in der kuchen vnd gab im der speiß 
nit mer. 

Item mer bey der kuchen zunechst ain kammer, 
darein man holcz vnd alle notdurft der kuchen von 
weg leget vnd darin tisch auff gemacht; darauf! assen 
Sweiczer vnd ander frum der stat helffer vmb ir gelt, 
darpey ein alt man, der teglich holcz haket zu der 
kuchen, der hett kein solt sunder dy speiß vnd zu 
czeiten von den kuchenmaistern j hemd vnd schuch. 

Item als prot, daz in diser kuchen uerspeist ward, 
enpfingen dy kuchenmaister von dem Niclos Koeler 
altag mit der zal, vnd schriben dy zal an. 

Item alle putern wurd genomen aus dem rothaus 
vnd dy kuchenmaister enpfingen es mit der wag an 
der stat wog. 

Item mer auff fürsorg ward in diesem krieg im 
herbst in weinfeßer gesalczen bey ij c rindern, vnd in 
rauch gehangen auch bey ij c rindern, vnd daz flaisch 
ward behalten vnd nit uerczert byß dez krigs ende. 

Item dy kuchenmaister gaben nach mittag alle tag 
bey der kuchen im slahaws der Sweiczer wirf flaisch, 
als mangen Sweiczer einer het, als manig A flaisch 
auff ain tag, zu dreien /&. j #.; daz weret den krieg 
aus. 

Item in diesem krig waz gar vil hirs hie in yder- 
mans hant, daz ain metz genewens hirs galt xxvj vnd 
xxviij /&.; vnd zu mitten des krigs ving man an vnd 



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Proviantwesen. 22 1 

kochet hirs alle tag den krieg aus der gemayn , yder- 
man der in holet, dem gab man j moß hirs wol ge- 
kocht vml) j /&., vnd j seidel vmb j haller; vnd man 
thet alweg in ain metzen hirs ij it. putern, vnd man 
sod den hirs inn wasser, vnd man gewann in dem hirs 
uerkauffen alweg in xx metzen bey xx pfunden, ye 
xxx /Ä. für ain €$. zu rechen; vnd man gab ydem zu 
aim haller wert hirs ain oder ij prot, j prot vml) j haller; 
vnd dyselben prot waren gepachen j sQmer körn auf ix #. 

Item mer als holcz, daz in der kuchen uerprant 
ward, kaufften dy kuchenmaister an stoßen vnd schro- 
ten wo sy mochten. 

Item mer als vihe, daz der rat ließ slahen vnd 
stechen, daz teten als fremd flaißhacker, vnd wugens 
auch fremd flaißhacker aus am ersten, vnd nit purger. 

Item mer so het der rat bey der kuchen ir aigen 
keßel drifnß, der waren stelz xx, vnd löffel vnd wes 
man bedorfft het dy stat als selber. 

Item von allem vihe die hewt die hingen die flaiß- 
hacker auff bey der stat kuchen vnd derten dy den 
sumer am luflfc, den winter in einer Stuben im wildpad; 
vnd wenn die hewt an ir rechte stat gedert wurden, 
denn so antworten vnd ließens füren die kuchemaister 
ins rathaus in ein kammern vnd aldo wurden sy an 
schaden mit guter wart den krieg aus vnuerkauft ge- 
halten. 

Item als vnslit, daz von den rindern gesammet 
ward, daz mußten dy flaißhacker ausloßen vnd ir Ion 
darvmb warn dy griben; daz vnslit uerkauften dy ku- 
chenmaister vnd aigenten daz gelt dem rat vnd der 
stat zu in ir rechnung einnemen. 

Item mer so ward alle knchenspeis den krig aus 
kauft von den pfragnern vnd pawrn vnd von der stat 
pöden nit genomen. 

quellen vm. \% 



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222 Proviantwesen. 

3. Ordenug des Ilaisch. 

Item als sich der krieg anhub, do waz am erßten 
dez flaisch ein genung vnd man gab ein pfunt flaisch 
vmb j /Ä. vnd vmb iij haller vnd vmb ij haller vnd 
vmb ij /&. auff daz höchst, von der zeit an als sich 
der krieg erhnb vncz auff Weyhennachten. 

Item von Weyhennachten byß auff Faßnacht w*z 
merclicher bruch an flaisch vnd man gab daz flaisch 
j it. vmb iij /&. vnd vmb iiij /&. 

Item darnach zu Ostern da bestellet der ratt, daz 
man alle küe vnd schaf, dy dy rewter vnd trabanten 
brachten, solt der stat kauften vnd man gab für j kwe 
iij gülden, vnd für j c schaf, die vngeschorn warn, 
xraij gülden, vnd für geschorne schaf gab man xxij 
gülden, vnd zu zeiten komen die lemmer dar ein. 

Item waz man küe pracht dauon hett die stat die 
czehenden küe vmb süst in ir kuchen. 

Item vnserr herren dez ratz bestehen etlich fremd 
flaischhacker, die daz vihe dernyder singen, vnd man 
wug daz flaisch auß auff dem newen baue bey dem 
Hiserlein vnd man gab daz //. vmb v haller, vnd man 
bestelt den flaischackern lewt zu, dy daz gelt ein na- 
men vnd eim ratt antworteten. 

Item es ward daz gedreng so groß vmb daz flaisch, 
daz man die gemein an einer stat mit flaisch nit ge- 
speysen mocht, vnd ez kom ein ratt daran, daz man 
die gesworen meister von den flaischackern bat, daz 
sy dem ratt daz flaisch auff hieben ; dez warn sy willig 
vnd man trawet in vmb daz gelt einzunemen, vnd der 
gesworen meister waren vj vnter den alten bencken 
vnd iiij vnter den newen pencken, do mit ward daz 
volck wol gefördert vnd außgericht an gedreng. 

Item den fremden flaischackern gab man einem 
zu Ion ij groß j tag vnd in der stat kuchen zu eßen, 
wenn sy slugen oder auff hieben. 



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Proviaotwesen. 223 

Item den geswornen maistern galt man ir ydem 
ain wochen für sein raüe vnd arbeit mit sarapt seinen 
knechten j gülden, daz sy daz flaisch auff hieben, vud 
die fremden flaischacker slugen in daz vihe albeg der* 
nyder auff irer slahprudken, vnd den gab man zu Ion 
als uor gescriben stet. 

Item so hat man alle samstag durchauß zu speisen 
bedurfft bey j c xx küen; wenn man aber auch schaff 
stach, so bedorfft man als uil dester mynder kfie, vnd 
man bedorfft süst dy andern tag all in der wochen 
auch wol als uil. 

Item als vnserr herren daz flaisch zu v hallern 
ließen geben, do kont man nit zu komen, alzo daz uer- 
lust do bey waz, do ließen sy es geben vmb iij A, 
domit mocht man wol zu komen an uerlust. 

Item wenn man groß merclich züg tet, alzo daz 
man mit der Wagenburg außczoh, wenn man denn her- 
heim körn, so gab man von ratz wegen den dreyen 
haubtleuten, daz warn der pQchsenschützen , armbrost- 
schtitzen vnd der spieser, ir ydem ein kue, vnd so riten 
auch iij dez ratz mit, denselben haubtleuten gab man 
ir yedem auch alweg ein kue. 

Item man het daz vihe alweg bey Frawentor im 
graben, vnd so het man etwe uil nutzung von wisen 
in der lantwer kauft, do traib man daz vihe dez tags 
darauff vnd dez nachtz gab man in im graben gras 
oder krawt, daz brachten arm frawen für milch; wann 
welche frawe die kue wolt melcken, die must dez nachtz 
bringen ein pürd graß, die v pfennyng wert waz, so 
ließ man sy dez nachtz vnd dez morgens doför melcken, 
vnd dovon ward krawtz vnd graß genung, daz man 
keins kauffen dorfft. 

Item wenn man zu uil vichs het, so gab man ye 
die guten milchkue hin den purgern in der stat. 

Item wenn man groß mercklich hauffen vihs brocht, 
so ließen vnser herren den flaischackern auff dem hant- 

16* 



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224 Proviantwesen. 

werck zu zeiten ein dritteil oder ein urteil widerfarn 
in dem gelt als sy es gekaufft betten, doch mußten sie 
gereden, daz sy es als slahen wolten vnd der gemein 
mit teilen in dem gelt als es in geseczt waz, vnd daz 
sy es firteilweyß nit uerkauffen wolten. 

Item so gaben auch vnserr herrn zu Zeiten, wenn 
man groß zttg auß gethan hett, in die klöster, pfarrhöff, 
in spital küe durch gotzwillen. 

4. Ordnung des getraids. 
Habern. 

Als nun der krieg etwe lang weret vnd der ha- 
bern gemyndert ward, da besched man czwen, Mertein 
Holczschuher vnd den Tucher, daz sy dem raising zeug 
habern bescbiden vnd etlichen geschriben furleuten; vnd 
gaben ye aim auff ain pferdt } sümer, vnd wenn er 
nymer het, so kam er wyder. 

Item wir namen den burgern den übrigen habern, 
die sein hetten über ir notdorft, vnd den, die nit pferdt 
hetten, den namen wir im habern auch; doch ließ man 
einem ein wenig; aber den, die gaßtung hetten, namen 
wir nichtz, vnd wir musten ain wochen bey hundert 
sümer habern haben. 

Item der haber ward gesetzt zuuerkauffeu ain sü- 
mer vmb x <?/. vnd nit höher, vnd man hett sein ain 
gute Dotdorfft den krieg aus vnd aus; sölt aber der 
krieg etwe uil lenger gewert haben, so wer mangel 
daran geworden. 

Korn. 

Item als der krieg hye zu Nürmberg an ging vnd 
do man der stat nit mer von getraid zu füren mocht, 
alzo het man in der stat korns ein große genüng vnter 
pürgern; do setzten vnsere herren des rats, daz man 
daz körn nit höher geben sölt dann ain sümer vmb 
x &, vnd gepot den burgern, daz yederman den vierden 



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Proviantwesen. 225 

tail von seinem körn uerkauffen soll, wenn es an einem 
körn vnd im gepoten würd; vnd derselb virtail von dem 
körn uerkaufft ward geringshervmb in der stat; dar- 
nach batt man aber ain firtail zu uerkauffen; vnd do 
dy czwie urteil alzo nerkaufft wurden, do nam man 
für sich, daz yderman uerkauffen solt, waz er an körn 
het, vnd solt im so vil behalten, daz er vnd sein ge- 
sind ein iar genung in seinem haus hett; in dem het 
der krieg alzo ein gancz iar gewert, daz dennoch 
yederman vil körn hett; auch betten dy pawern, die 
her in die stat warn geflohen, dennoch vil korns vnd 
kuchenspeiß. 

Auch betten vnsere herren des rats der stat korn- 
pöden dennoch nye kain auff gethan zu uerkauffen, 
denn daz sy etlich körn malen ließen, vnd wenn dye 
pecken nit zu packen hetten, oder daz man nottigs prot 
bedorfft, so gab man den pecken mel zu kauffen, das 
man vngesawmt waz. 

Waitz. 

Jtem man het nit vil waitz hye; do verputen vn- 
sere herrn, daz man kain waitzen prot pachen solt, 
dar vmb, daz man den waitz den pfragnern [geben] het 
vnd waitzen meel daraus machet vnd daz meel uer- 
kauffet, alzo daz man die weil der krieg weret waitzen 
meel het ain notdurfft, vnd den waitz dorft man nit 
höher geben denn j sümer vmb xvj it.. 

Item die linsen wurden gesetzt j metze vmb lx /&. 

Item die arbeißen j metzen vmb vj groß. 

Item den haniff j metzen vmb ij /&. 

Item den hirß j metzen vmb j &, vnd dez fant 
man ein große genung vnd sein ward auch vil gemaln 
zu mueßmelb für waitz, wann großer mangel waz 
an waiz. 

Item die gerßten vmb xl /&. den metzen. 



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226 Proviantweson. 

5 Tom körn vnd h&raasck. 

Item vom körn vnd harnasch, wein, kuchenspeiß, 
habern, hew vnd waz czu dem krieg 1 notdürftig wer, 
solt sich ein yeder wol uersehen, daz er ein iar oder 
ij ein auskörnen het; daz saget man ein iar uor ee 
sich der krieg erhub. 

Item ain ior uor dem krieg, do setzet man den 
lewten körn, daz ein yder der ij c gülden wert het, 
j sümer korns schüten [soll] auff sein poden; vnd 
welcher iiij G gülden wert het, solt ij sümer schüten, 
vnd welcher j M gülden wert het, solt v sümer schüten, 
vnd czu eim man harnasch haben, vnd welcher iiij 11 
gülden wert het, solt xx sümer körn schüten vnd solt 
zu ij mannen hsgraasch haben; vnd must ein yeder 
selber sagen, waz er schüten wolt, vnd welcher über 
iiij M gülden wert het dorfft nit mer schüten denn xx 
sümer korns. 

Item man beschreib alles körn vor waz ein yeder 
het, von ratz wegen Hanns Tucher, Jörg Gewder, ee 
vnd sich der krieg erhub vnd an ving; vnd galt j sü- 
mer körn bey j gülden, vnd der waitz bey vij 0. vnd 
der habern bey viij tit. vnd der hirß bey xij it. vnd 
kuchenspeiß waz etwas gar tewr. 

Item als sich der krieg erhub, da seczel man daz 
körn vnd habern j sümer vmb x 0. vnd süst allerley 
getraid vnd kuchenspeyß. 

Item daz körn wolten dy lewt nit hin geben, also 
ward Jörg Geuder vnd Peter Rieter darezu geben, daz 
sy dy lewt, dy die großen hauffen korns hetten, schöl- 
ten j firteil heißen hingeben vnd darnach ain drittail; 
item darnach vor Weinachten do mußten die fiertel- 
meister vmb gen mit den haubtleuten zu iren vntertan 
von haws zu haws, vnd mußten beschreiben vnd ein 
yeden fragen auff seinen aidt, den er der stat gesworen 
het, daz er ein warhait sagen wolt, wy uil er het von 



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Proviantwesen. 227 

allerley getraids vnd auch von kuchenspeiß vnd auch 
wye uil man vnd frawen, kinder, knecht vnd maid in 
seinem brot wem; vnd daz must man alles ordenlichen 
beschriben geben vnd darnach ain snm zu yetlicber 
haubtmansrhaft seczen, vnd auch an der lecz des ganczen 
virteils wie vil man, frawen, kinder, knecht oder maid, 
vnd auch körn, habern, hirß, waitz vnd kuchenspeyß 
wer in dem selben virtail. 

Item darnach ward Hans Koler vnd Peter Rieter 
darzu geben, daz ein yder körn hingeben sölt, waz er 
flbrigs het über j iar sein notdurft; vnd daz wert byß 
zu dem newen rat, vnd darnach musten aber vir alt 
genant vmb gien in der stat vnd musten ein yden fra- 
gen auff sein aidt, den er der stat getan het, daz er 
wolt sagen ein warheit, wie vil er lewt hett vnd aller- 
iey getraids; daz beschraib man gar ördenlichen in maß 
als die firteilmeister dann vor getan betten, vnd gab 
vnd hieß die weil die iuden vnd gotzhewser, die auch 
körn von der statt wegen geschah hetten vnd daz in auch 
geseczt waz, auch hin geben als byß die püchlein ge- 
macht wurden; darnach ward Peter Rieter vnd Hanns 
Volckmer darczu geben mit solcher Ordnung, daz man 
eim yden becken, eim czwey sümer melbs gab von 
der stat kästen, vnd gab ye aim v Grteil gestrichen filr 
j sümer korns; so muß Peter Rieter vnd Hans Volckmer 
mit den leuten reden, die fbrigs körn hetten, daz sy 
eym yden becken nach dem ipelb ij sümer korns gaben 
vnd schafften; vnd man ließ auch ytlichem nit mer für 
ain person, die er in seim brot het, denn ain sumer 
korns oder ij auff daz maist, vnd daz übrig must er 
alzo den becken zu kauffen geben noch dem melb in 
vorgeschribner maß, vnd welcher messer daz körn hin 
maß, der must denn czu dem Steffan Schuler gien vnd 
must ym ablaßen schreiben an seinem körn, wann der 
Steffan Schuler die rechnung da von hielt. 



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228 ProviaotweseD. 

Item man hedorfft alzo den Lecken alle wochen 
bey üj c sümer melbs ynd korns, daz sy alzo puchken 
zu uerkauden ; vnd der Niclos Koler waz zu dem melb 
geben von der stat wegen zu uerkauffen, vnd der gab 
albeg die pecken geschriben dem Peter Rieter vnd 
Hansen Volckmair, die denn melb genumen betten, die 
gaben denn dem messern die zetteln vnd weisten sy, 
wo sy daz körn fünden vnd bin meßen sollen den 
hecken vnd auch den armen lewten ze } sümern vnd 
ze virteilen; alzo hört der krieg do mit au ff am frei- 
tag nach uisitacionis Marie, vnd ee daz vier wochen 
hin chomen im frid, da galt j sümer körn vij &, ain 
sümer weitz ij gülden, der habern j sümer viiii^ <5f. 

Item man fand korns genung den ganczen krieg 
vnd auch haberns, aber weitz waz etwaz man gel, dar- 
vmb so mul man hirß zu muesmel. 

6. Ordenung vom melb, backen vnd vom brot. 

Item am erßten, als manig sümer korns man gen 
müle faßet so zalt man da von den hernach gescriben 
Ion: 

Item dem meßer zu meßen vom sümer j *h. 

Item dem trager einzufaßen vnd ze tragen ij /&. 

Dem mülner furknecht hin vnd her zu füren vom 
sümer j /&. 

Item dem mülknecht vom sümer j ,&. 

Item dem mülboßler zu fegen vom sümer j haller. 

Vnd wenn man daz» melb den becken haim fürt, 
so gab man in für alle arbeit, hewteln, holcz, backen 
vnd knecbtlon vom sümer xxxv /&. 

Item man sol nun mercken, am anfang des kriegs 
do buch man zu mangen armen becken hin vnd her 
in der stat, wann dy reichen wolten sich sein nicht 
vnterwinten; einer buch vil, der ander wenig, einer 
buch iiij c brot, der ander v c brot aus einem sümer, 
ainer machet drcy, der ander iiij melzen kleyen aus 



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Proviantwesen. 229 

aim sumer, vnd ging wild zu, wann man must von yn 
nemen waz sy gaben; man must yn darüber getraweo, 
sy buchen in iren hewsern, man kant kain ordenliche 
rechnung von in gehaben. 

Auch ist zu wissen, daz die becken stalen vnd 
uertrugen dy seck sy selbs aneinander, vnd wurden 
anch vil herren seck uerloren, vnd waz der becken 
secke uerlorn worden dy mnst man in czalen von ratz 
wegen, wann der rat wolt nit leiden, daz ymant clag- 
hafft wnrd flberal. 

Item do es nun so wild zu ging, do fing man an zu 
packen yn dem marstall vnd zu den Parfftßen, vnd stelt 
fremd becken von dem lant darein, vnd die betten auch 
ir aigne nerlegnQß mit allen dingen, vnd den gab man 
den obgescriben Ion vom sfimer xxxv /&., vnd den 
lech man herrenseck, dy musten sy wider uerrechen; 
dy herberg betten sy enpfor. 

Item auch ist zn mercken, daz dy selben becken 
singen albeg aus einem sümer v oder vj metzen kleyen, 
nach dem vnd daz körn gut vnd wol gemalen waz; 
vnd so gab man dann ain metzen vmb v /&. am an- 
fang dez krigs , vnd am end vmb vj /&. , vnd man 
sammet sy all wocben zusammen vnd gab sy hin am 
samstag armen leuten, einem ij oder iij metzen. 

Auch ist zu wissen, daz dy selben becken puchen 
foderlichen aus ainem sumer vj c prot, der wug ains 
am taigk xxij oder xxiiij lot, vnd gebachen wugen sy 
bey xviij vnd xx loten, vnd waz gut veßtz brot von 
wol gearbeiten taigk als man zu fodern haußlaiben 
nymp; vnd der brot ains galt gern j haller, derbecken 
hallerwert warn den nit gleich. 

Item wenn dy brot nun gebacken waren im mar- 
stal, so het man bestelt ain armen man, der trug daz 
brot au ff den boden, vnd der ging bey den becken 
alzo vmb; wenn man brot wolt laden, es wer in die 
kvchen oder in die reiß, so fürt man die wegen oder 



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230 Proviantwesen. 

den kam vnter den boden vnd lud durch ein rören 
von dem boden als vil man sein bedorfft, vnd ging 
aldo gar behent zu, war n^an aber zu den Parfftßen 
poch, daz schult man in ein kammern in der pfistrey, 
vnd wenn man sein bedorfft, so must man es heraus 
tragen in den marstal, vnd daz ging gar lancksam zu v 
aber waz man lud aus dem marstal, daz ging gar 
behend vnd haimlich zu. 

Item mer man het besteh ain karnman, der färt 
alle, tag frfle vnd spat« wenn man sein bedorfft; vnd 
dem gab man zu eßen aus der kuchen vnd gab ym 
dy wochen zu 'trinckgelt viij oder x /&. vnd be weilen 
nichtz nachdem vnd dy arbeit gros waz. 

Item auch ist zu wißen, als der krig nun etlich 
zeit lang gewert het vnd am letzten ward holcz vnd 
ander ding tewr werden, vnd dy becken mochten mit 
dem vorgeschriben Ion nicht wol zu chomen; da kam 
man in zu hilff mit eim trinckgelt nach dem vnd dy 
arbeit gros waz, wann dy herren dez ratz uerlißen, 
daz man meniglichen seiner müe vnd arbeit vngelonet 
nit lies vnd nemlich seiner mue vnclaghafft hielt, newer 
daz es redlich vnd auffricht zuging. 

Item auch ist zu mercken, am anfang dez krigs, 
wenn man ye ausczoch, so lud man offt viij oder xij 
wegen mit brot, vnd daz ging denn alles auff, vnd am 
leczten, wenn man ausczoch, so fürt mans vnter daz 
tor; waz dann der zug fern vnd swer, so gab man 
aim ij brot, waz aber der czug nit auff swerst, so gab 
man aim ain brot 

Item offt must man haben iiij M brot, offt vij M brot 
nach dem vnd der zug waz, vnd daz volck waz willi- 
ger vnd ging geleicher czu dann in dem velde. 

Auch ist zu mercken, als nun der krieg etlich 
czeit gewert het vnd man nyemer herein wurd füren 
vnd etlich nymer körn hin wolten geben, do für der 
rat zu vnd gab melb hin, wann sy hetten etwe vil 



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Proviant weseu. 231 

melbs förgemalen auff försorg; man gab daz melb 
den hecken nach anczal aim ij oder iij sflmer, j sQmer 
vmb x Ä; auch gab man es den armen leuten bey 
melzen vnd firteln ; dax waz ein gros hilff armen lewten. 

Auch ist zu wissen, daz man albeg maß dez melbs 
ye funff gestrichne firtail für ain sflmer. 

Auch ist zu wissen, als manig sflmer melbs ain 
beck nam, so bestellet man daz im albeg von den bur- 
gern hin vnd her, so vil sumer körn mußten geben 
werden. 

Item dy mfilner hielten sich alzo, wenn man in 
baim faßet x sflmer körn, dez sein xx seck vol, so 
brachten sy albeg xxj seck voll für ausmalung vnd 
wenn man dann alzo nach anczal vil oder wenig melbs 
uerkaufet, so maß man aber aus x sflmern föderlichen 
xj oder xij sflmer als vorgeschoben stett, ye v firtail 
für j sflmer. 

Item mer sol man wyssen, wenn man körn gen 
mfll faßet, so gab man albeg tragern, messern vnd 
mfllknechten den uorgeschriben Ion, vnd wenn man nun 
daz melb auff schflten wolt, so gab man den tragern 
von einem sflmer ij /&. auff czutragen vnd aus zuschfl- 
ten, vnd wenn man es uerkauffet als ob gescriben stet, 
ye v firtail für ain sflmer so gab man dem meßer 
vom sflmer j /&. 

Item auch ist zu mereken, ob man hinfür meer 
melbs formalen wolt» es wer auff tewrung oder krieg, 
wenn man daz melb außschfltt, daz man es Aber acht 
tag nit vnczelegt oder gewentt laß , es uerdflrbe anders, 
wann, wenn man es ausschult, so vellt es knollat her- 
aus, vnd in denselben knollen wachsen dann wflrm, 
dy uerderben es. Auch schol man es schflten an ein 
endt oder ort, daz kain truppfe darauff vall, vnd sol 
dester offler darezu warten, wann es uerdirbt gar leicht, 
wenn man sein nit wart. 



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232 Proviantwesen. 

Item auch ist zu wißen, daz vnserr herren dez 
rattz albeg auff ein fbrsorg betten bey j M sQmer melbs, 
vnd so man ye ein teil uerkaufft vnd uerbuech, so 
ließen sy anderr körn malen vnd daz meel wieder 
auffschüüen, alzo daz es nit gemyndert ward. 

7. Tom smalti vnd pcchcm fleisch. 

Item vnserr herrn hetten ein gekaufft smaltz vnd 
pechen fleisch, vnd daz uerkauffte mann wieder armen 
leuten, einem j, ij, iij oder iiij pfunt, vnd dar Ober nicht; 
vnd man gab in daz vmb j gleich gelt, daz smaltz 
etwe lange j it. vmb vij /&. vnd an der letz vmb x .<&., 
vnd daz pechen fleisch auch darnach vnd es sich ge- 
pflrt gegen dem fleisch ze rechen. 

8. Toi behütung der mW in der stat 

Item in yeder mül in der stat ward besteh ein 
frumm mann, der stetz do hüten roust, daz nyemant 
die mül beschediget. 

9. Fricx kelerknechts ordnug vom weis.; 

Item der Fricz kelerknecht gibt gescriben alle seine 
hantirung, die er gehabt hat als von der stat wegen, 
wie er es gehalten hat mit dem wein, sunderwar mit 
den, dy do wunt sein worden in der stat dinst, den 
hat man geben einem ain moß, dem andern ain seidel 
nach der erczt rat, vnd den selben erczten han ich 
geben zaichen, daz sy die selben zaichen den wunten 
lewten gaben an mich, vnd ich gab denselben wunten 
leuten andre zaichen in die küchen vnd ich hab die 
zaichen all acht tag abgewechselt. 

Item als ich gebaissen pin worden von ratz wegen 
den edeln leuten wein zu geben mit namen dem von 
Plawen vnd dem von Kauffungen, den man geben hat 
all vierczehen tag j aimer weins, vnd süst etlichen dez 
tags einem j moß. 



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Proviantwesen. 233 

Item so hab ich geben armen kintpetlerin dez tags 
einer ain moß weins acht tag, vnd auch dez gleichen 
andern krancken leuten, vnd ich hab geben zaichen den 
hebammen an die kintpetterin, daz sy mir dy selben 
zaichen wider vmb antworten, daz ich weßt, wem ich 
den wein gab. 

Item den kochen vnd kuchenmaistern gab ich alle 
tag ydem ain moß weins. 

10. Ton dei bttrgern vnd bauen, die n Nürnberg waren 
ind von ihren vorrlthen an getreid vnd ttchenspewen. 

Im anfang des kriegs hat Erhard Schürstab alle 
bürger vnd bauern, die in die stadt geflüchtet, und 
ihre vorräthe an getreid und küchenspeisen »in grosser 
heimlikeit vnd guter ordenung versammet« und aufge- 
zeichnet; «vnd ist niemand zu wissen worden denn 
allein den eitern herrn des ratz». In den acht Stadt- 
vierteln, denen Perchtold Tucher vnd Erhard Schurstab, 
Erhard Haller und Paulus Gruntherr, Niclas Muffel und 
Perchtold Pfintzing, Gonrat Paumgartner und Peter Riter, 
Erhart Zolner und Slefian Haller, Frantz Rumel und 
Jörg Haller, Hans Volckamer und Michel Gruntherr, 
Gorg Geuder und Lorenz Rumel vorstanden, fanden sich 
an bürgern und bauern und ihren angehörigen, sowie 
an vorräthen folgende zahlen: 

Bürger: 

Item summa summarum der burger aller in den 
acht Grteln iij M vij c Lvj. 

Summa summarum aller burgerin vnd ir tochter 
iunckfrawen iiij M v c Lxx. 

Summa summarum aller burger kind vj M j c LXxiij. 

Summa summarum aller purger knecht j M iiij c Lxxv. 

Summa summarum aller purger maid j M viij c Lv. 
Bauern: 

Summa summarum aller pauren vnd ir knecht 

1J M V1UJ L IJ. 



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234 Proviantweseo. 

Summa aller pewerin vnd ir maid ij M vj c iiij. 

Summa aller pawren kinde iiij M iij c Lvij. 

Summa aller purger , pa wem vnd ir knecb t vii j M j c Lxxxij. 

Summa aller bürgerin, pewerin vnd ir maid viiij M xxiiij. 

Summa aller bArger vnd pawren kinde viij M vij°Lxxvij. 

Summa summarum aller person, bürger, bürgerin, 
pauren-, pewerin , aller irr kinder« knecbt vnd maid 
xxv*viiij c Lxxxij, die auff disen tag leben vnd hie sind. 

Vorräthe an getreid: 

Item summa summarum der burger körn in den 
acht firteln xvij*vij c sOmer. 

Summa der pawren körn vj M iij G sümer. 

Summa summarum xxiiij M sümer. 

Summa der burger habern ist iij M viij c sümer. 

Summa der pawrn habern iij c xxxiiij sümer. 

Summa summarum alles habern iiij"j c xxxiiij sümer. 

Summa summarum der burger vnd der pawren 
weicz vnd dinckel j M j c L sümer. 

Summa summarum der burger vnd der pawren 
hirß ij M v c Lxxxxvij sümer. 

Summa summarum aller gersten vnd malcz. vj c sümer. 

Summa summaram aller kuchenspeiß der bürger 
vnd der pawren iiij c xxxij sümer. 

Summa summarum als heidenkorns lxxxx sümer. 

Summa summarum als getreids vnd kuchenspeiß 
xxxiij M iij c iij sümer. 

Andere Einwohner. 
Item von den dy nit pürger sind vnd nit auß 
zu kumen haben auff j iar: 

Item in des Erhart Schürstabß firtel sind jSj person. 
Item in her Erhart Hallers firtel j°xv person. 
Item in des Nielaß Muflelß firtel j^xvj person. 
Item des Konradt Paumgartnerß firtel 
Item in Eberhart Zolnerß firtel ij c Lxxxxix person. 
Item in des JorgHallerß firtel ij°LXxxvij person. 



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Kriegsgefangene. 235 

Item in des Michel Gruntherrn urteil üj c lxx person. 

Item in des Jörg Geuderß firtel ij G xLÜij person. 

Item so sind in allen pfarrkircheo vnd clostern 
mit samt iren dienern iiij c xLvj person. 

Item so ist iuden vnd iüdin, kind vnd ehalten, dy 
alle iuden sind ij c person. 

11. Ton einer Warnung geschehen vor dem krieg. 

Item ain iar vor ee sich der krieg anving, war- 
net man yederman, daz er sich fursehe mit allerley, 
daz da gehöret zu der weer, vnd mit getraid vnd 
kuchenspeyß; man pot auch den leuten pferdt, kornn, 
saltz vnd harnasch. 

Item man warnet auch die pawern vnd riett in 
alle ir pesste hab herein ze bringen. 

Item ee sich der krieg anving, do gab man den 
pawrn hinhaim, daz ir yder möcht fliehen zu der stat 
Nürmberg oder zu iren sloßen, vnd mußten sweren 
doselbst zu beleiben vnd den haubtleuten gehorsam zu sein. 

Item man tet auch ein uermanung, daz man ny- 
mant beherbergen solt, denn den man wol kennet. 



Beilage V. Kriegsgefangene. 

L Ordnung wye mans gehalten hat Bit den raising, dy her 
gefangen warn. 

Item waz man gefangen fing vom geraising zeug, 
dye hilt man all erberclich, vnd teget sy all in die 
herberg zu den wirten, vnd gab in ye tag von einem 
auff den andern; die hielten sich auch redlichen vnd 
ir keiner ward nye geschätzt. 

2. Ordnung wye mans gehalten hat mit den gefangen pawern. 

Item der krig ging an anno domini millesimo qua- 
driagentesimo quadragesimo nono an vnsern lieben 



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236 Kriegsgefangene. 

Frawen tag visitacioois; dez tags komen die feintzbrieff 
von marggraff Albrecht. 

Item darnach am nechsten samstag bestelten die 
ersamen fürsichtigen vnd weißen herren vom rat der 
stat NQrmberg zu stockmaistern Hannßen Tracht vnd 
Sebolten Schewrer, ir burger. 

Item zu dem erßten ist ze wissen, daz die ge- 
fangen am maisten gelegt sein worden in den turn 
hintter santKathrein am waßer, wann der waz am ge- 
legsten zu der gemayn kuchen. 

Item die speyß gab man den gefangen aus der 
gemayn kuchen, die zu def zeit auff der Schott bey 
dem Wiltpad geordent vnd gehalten ward. 

Item der innwoner auff dem genanten turn trug 
den gefangen die speyß, vnd gewonlich waz der stock- 
maister einer dabey, der sagt den kuchenmaistern zu, 
wie manger zu speysen wer. 

Item dem turner oder inwoner auff dem thurn gab 
man auch die gewonlichen kost vnd seinem weib, vnd 
ein gefangen xij ,A zuslißgelt, die es anders zu geben 
hetten; der selb turner must auch allen vnflat aus dem 
turn von in zihen. 

Item darvmb daz die Schätzung, so von den ge- 
fangen gefiel, als man igen tail hett, daucht die stock- 
maister geraten, daz sye inn sunderheit die atzung 
nemen von den gefangen, doch nach gnaden nachdem 
vnd die sach vnd daz uermögen waz. 

Item einem yden, der es uermocht, rechet man 
daz mol vmb viij /&.; vnd dor $mb so vil, wann 
manger vmb süst vnd etzlich an atzung außgelaßen 
ward; ettlich schuffen vnser herren an entgeltnuß los* 
die den frewnden zustunden, etlich, die vmb andern« 
die vnsern herren zustunden, vnd do äußern in ge- 
fencknfiß lagen, ledig geben wurden» 

Auch semlich hirten, dinstknecht, vnd do man wol 
verstund, die nicht hatten, so man den tag gab, swuren 



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Kriegsgefangene. 237 

sy atzang zu geben vnd zu zalen, der vil außen 
pliben ist. 

Item einem ydem, er sei edel oder nit, helffer, 
diener oder porger 9 geraisig oder fusknecht, die oder 
derselbig, der besunder ansleg fürnam mit laub vnd 
wyßen vnser herrn, waz do gefangen pracht vnd den 
stockmaistern geantwort ward, die scbriben sy einem 
haubtman dez selbigen anslags aigentlich zu; wollen 
sy dann der Schätzung peyten, daz stund zu in; so 
schetzt man solch gefangen mit irem wissen, vnd waz 
do bezalt ward, richtet man yhnen, den sy als dann 
zu geczaichent warn. 

Item welch aber der Schätzung nit erpeiten wol- 
len, namen dy fahe gülden, so hetten sy an solchen 
nit mer. 

Item wenn auch etlich uermerckten, daz ir ge- 
fangen wenig oder gar nichtz zu geben hetten, die 
voderten ir fahgulden, dy muß man in geben, der vil 
uerlorn ist. 

Es ist auch wol zu schulden chomen, daz der her 
von Plauen, der dann im krieg der stat helffer vnd 
haubtman waz, oder Goncz von Kauffungen, der auch 
die zeit helffer vnd diener waz, gefangen hetten, da 
von in halb Schätzung zustund, so gros anlangen hetten 
vnd einen rat so seer fberluffen durch ir diener, daz 
die stockmaister geheißen wurden, daz sy in irn tail 
außrichten, ee er gefiel, vnd der ains tails noch vn- 
beczalt ist, als do hernach aigentlich in dem puch ge- 
schriben stet, do sy daz fyh vor Altdorff namen zu 
Zenn vnd Gadoltzpurg. 

Item sy prachten auch zu weg, daz man irn die- 
nern dye fahgulden gab von vngeteilter Schätzung etc., 
daz hernach in allen großen zfigen förganck hett. 

Item wenn man mit macht ain großen zog für 
haut nam etc. waz do gefangner den stockmaistern ge- 
antwort warden, czaichenten sy einem yden zu seinen 

Quellen VIII. 17 



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238 Kriegsgefangene. 

gefangen, der in do pracht vnd gefangen hett; dem 
oder denselben gab man dy fahgulden. 

Ilem vnd dieselben halben Schätzung, die do ge- 
fiel von den gefangen, die zu felde gefangen wurden, 
ist man pflichtig den peulmaistern der gewunnen bab 
dez selben zugs ein rechnung, so sy sein begern, vnd 
dy Schätzung in ein geben, an ein gleiche peuth. 

Item do hernach in dem puch ist aigentlich uer- 
zaichent, welche peutmaister halbe Schätzung genomen 
haben oder welich sye vnsern herrn zugeriden haben. 

Item waz gefangner, die au ff den zügen, do der 
herr von Plawen bey im feld geweßt ist oder sein 
diener von seintwegen, die do geschätzt sein, waz dann 
der stat Nürmberg zustet oder gestanden ist irstails 
halben von bezalter Schätzung in ir kamer, do von 
hat man dem herrn von Plawen einen drittail zugere- 
chent vnd bezalt, daz haben die stockmaister gethan ee 
sie solch gelt in der berrn kamern geraicht haben etc. 

Item welch aber in steten, merckten, gemewrvnd 
plancken betreten oder gefangen sein als Windspach, 
Bayerstorff vnd Erlang etc. an solchen gefangen hat 
nymant keinen tail noch recht, sunder allein die foh- 
gulden den zu geben, die sye gefangen vnd den stock- 
meistern geantwort haben. 

Item do nun der sachen so vil warn mit den 
purgen vnd schulden vnd sich dy leut nit Anten -wol- 
len, sunder man sy suchen vnd an in fordern mußt, 
do namen die stockmaister einen auff genant Goncz 
Rumpier, dem gaben sy xxx /&. die wochen vnd dez 
tags ainst die speyß aus der kuchen, der ging zu den 
pürgen vnd pracht schult ein so er peßt mocbt 

Item es ist zu schulden chomen, daz ein anczal 
pawrn aus einer gegent gefangen warn, do dy stock- 
maister nit aigentlich konden wissen ir gelegenheit, so 
namen sy einen aus in vnd uersprachen den vmb sfist 



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Kriegsgefangene. 239 

aas ze laßen, der selbig gab den zu erkennen daz 
uermügen seiner nach pa wem. 

Item auch sind etlichen tag gegeben vnd etlich 
auch ganczlich los gelaßen, die sich vnterstuoden kunt- 
schaft zu geben ; aber es ist wenig uerfangen geweßt etc. 
semlichen hat man wol gelt zu geben. 

Item waz gelt von den gefangen vnsern herrn zu- 
gepürt vnd zu stund, daz trug ye der Stockmeister 
einer den herrn in die losung Stuben, ye bey fänfczig 
gülden, etwenn hundert gülden, etwen czwey, etwenn 
drey hundert gülden, darnach vnd uerhanden war etc. 

Item waz böser puben gefangen wurden, -die do 
nit schatzmeßig warn, als pöck, die dy frawen hetten 
außgezogen, ließ man her durch in dem stock mit ge- 
punden henden, daz sy mit dem leib swebten, man 
fregt auch die vnd ander in solcher form, man kant 
aber nye nichtz an solchen ereischen, da auff zu hal- 
ten wer. 

Item vnd waz solcher pöck vnd puben in fenck- 
nüß chomen sein, die sein in ein sunder gefencknüß 
vnd nit zu den andern gefangen gelegt worden. 

Item etlich pawrn, die zu geben hetten, daz wissen- 
lich was, von den man mit Worten nit pringen mocht, 
die worden geschätzt in dem stock mit auflfpunden 
henden, daz sy mit dem leib swebten. 

Auch ist zu wissen, daz große mfie vnd arbeit 
den stockmaistern gewesen ist, auch sorgfeltigkeit mit 
ordenlichem uerczaichen vnd einem ydem wyssen ant- 
wort zu thun vmb sein gefangen, auch vmb dye Schätz- 
ung, daz man die mit wyßen außgeb, wann eim yg- 
lichen, der an solchen gefangen teil hat, wo dem zu 
kurtz von seinen gesellen geschieht, wil er an den 
stockmaistern zukomen, vnd dez gleichen daz sich die 
obgenanten stockmaister nit albeg erfarn konden von 
den herrn dez ratz in vil Sachen, waz ze thun oder ze 
laßen ist, vnmaß halben großers gescheftz. 

17* 



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240 Kriegsgefangene. 

Item zu Lichtmeß vor dem aingang dez firids do 
ward den stockmaistern geraten, sy mochten in wol 
zu stunden j stockgulden dingen, wann daz in allen 
kriegen recht wer, daz in* dy stockmaister mochten 
wttrtz, parchant oder armprost etc. dingen; dez haben 
sy nicht gethan noch begert sunder syder der obge- 
nanten zeit haben sy in zu zeiten ain stockgulden gedingt 

3. Ordnung wye man es gehalten hatt mit der stat araea 
lewteil, so dy gefangen worden- 

Item es sind czwen von den genannten geornt 
gewesen, so dy vnsern, dy gefangen gewesen warn 
vnd auschomen, daz sy denselben czweyn genanten, 
Hanns Rieter vnd Ir. Pömer, mußten sagen bey iren 
ayden, wy sy geschätzt werden worden vnd wye sye 
in gefengknüß gehalten werden worden, vnd ob man 
sy icht gemartert hett, vnd ob man sy iebt cheynerley 
angemutt hett, fewr einzelegen oder verretherey ze 
treiben, oder sttst cheynerley etc. 

4. Item der gefangen eidt, so man sy teget 

Item zum erßten, daz ir keinerley sagt, meldt noch 
beteutet, waz ir vormals vnd vor vnd yetzund hie in 
der stat gesehen, gehört, vernomen oder erfarn habt, 
von welcberley daz sey, keinerley außgenomen, daz 
der stat Nurmberg, iren helffern vnd den iren zu scha- 
den vnd übel, vnd marggraff Albrecht, seinen helffern 
vnd den iren zu nutz vnd frommen komen möcht, 
sunder daz gantz verswigen halten. 

Item daz sich ewr yeder stellen wolle her gen 
Nurmberg in sein herberg vff sant Jacobstag etc. schirst- 
künftig vngeuerlich, vnd auß der herberg nicht ze ko- 
men denn mit dez Bürgermeisters vnd ratz zu Nurm- 
berg willen vnd gunst 

Vnd ob man euch inn der egemelten zeit ee ma- 
nen wurd, daz ir euch denn auch alzo vngeuerlich 



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Kriegsgefangene. 241 

stellen wollet, vnd do wflrd man euch solich manbrieff 
gen Swabach an daz tor schicken» da sol ein yeder 
bestellen, daz dieselben manbrieff da auffgenomen vnd 
im verkünth werde, sich alzo wissen zu stellen. 

Item daz auch ewr yederr der von Nürmberg, 
irer helffer vnd der iren leib vnd gut vnschedlich sein 
wöll heimlich vnd offenlichen. 

Auch weder pfert, knecht noch harnasch auffiren 
schaden leyhen ongeuerde. 

Item daz sich auch ewr yeder bey seinem rechten 
namen genennt hab als man in pfligt ze nennen. 

Auch so wollet alle vnd ewer yeder durch marg- 
graff Albrecht oder anderr die seinen bey dem selben 
ayd bestellen, daz euch daz onuerzihen zu wissen ge- 
tan werde, ob vnd wenn marggraff Albrecht oder die 
seinen der von Nürmberg leut, die sein gevangen sein, 
ir einen oder mef fber kurtz oder langk in der ob- 
geschriben zeit sich zu stellen manen würde, daz ir 
euch denn auch alle auff denselben tag vnd zeit an 
alle verzihen in obgeschribner masse wider her stellen 
wollet ongeuerde. 

Der eydt als dieselben gevangen ledig wurden 

gelaßen. 

Von solcher fengknuß wegen, darein ich denn als 
dez hochgeporen Fürsten meins gnedigen herren marg- 
graff Albrechtz von Brandenburg helffer chomen pin, 
daz ich dieselben fencknuße vnd waz sich dar vnter 
•verlauffen vnd ergangen hat gegen den von Nürmberg, 
iren helffern, helffers helffern, dheinen den iren noch 
yemantz von iren wegen darvnter gewant in argem 
vnd vnfreuntschafft nit andten, effern noch rechen sol 
noch will in dhein weyß an alle geuerde vnd arge- 
list etc. 



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242 Allerlei Ordnungen. 

Beilage VI. Allerlei Ordnungen, 

1. Ton der PoUicken. 

Item die hernach geschriben von den genanten be- 
stellet man an die pollicken, mit namen Lucz Stain- 
linger, Steffen Schuler, Otto Lüsmer, Linhart Rumel, 
Hanns Sigwein, Hanns Hofman, alzo daz ye czwen am 
tag darob warn vnd den dingen mit fleiß außwarten; 
alzo befalb man denselben ij czaichen, do mit man 
auff drucket dy pollicken, vnd dy selben czaichen wa- 
ren meßen vnd uergält, vnd ein N waz dar ein ge- 
graben, daz drucket man einem iglichen auff den dawmen. 

Item in ward bevolhen, daz man nymant kein pol- 
licken dorft geben denn den man kennet; vnd wen man 
nit kennet, der selb must ain bürgen setzen; die selben 
ped schreib man ein daz buch, daz in geben waz vnd 
daz zu der pollicken gehöret. 

Item es musten pollicken nemen graßmeid vnd 
hirten, die daz vihe außtriben, haußknecht vnd maid, 
wer denn des selben tags vor der stat zu schaffen het 

Item man gab auch pollicken den, dy hew vnd 
stro in die stat fürten; dy musten bey iren eiden be- 
halten daz solch hew vnd stro vnter obdach gefürt wurd. 

Item wenn man die gefangen teget, so musten sye 
auch pollicken nemen, am anfang; es ging aber pald ab. 

2. Ton der losung vnd stewr. 

Item im anfang dez kriegs mußte ein ieglicher 
purger geben ein ge wonliche losung. 

Item darnach do der krieg gewert het bey dreyen 
virteilen iarß, do legt man ein stewr an, daz ein yder 
purger, der hundert gülden wert het, vnd als offt er 
j° gülden wert het, als offt mußt er inj gülden geben, 
alle clainat schetz, parschafft, herrngelt etc. wie es ge- 
nant sey angeslagen; vnd vmb daz selbig gelt, daz 
einer alzo ze stewr gab, gab man im ein gülden leib- 



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Allerlei Ordnungen« 243 

gedings auff einen leib vmb viij gülden« auff czwien 
leib vmb x gülden, vnd einen ewigen gülden vmb xviij 
gülden, alzo daz es zu eines guten willen stund, daz 
er kaufft ewigs gelt oder leibgeding auff einem oder 
zwien leib etc. 

3. Ton dem zusatz, den man den amptleuten thet. 

Item es ist auch zu wissen, daz man dem zeug- 
meister czwien von den genanten ze hilff zugab, daz 
der zeug noch Ordnung vnd notdurft außgeteilt vnd 
«ersehen wurde. 

Item es wurden auch yedem firteil zwien von den 
genanten zugegeben , die den firteilmeistern beholfien 
weren, daz sy alle sach deßter volkumenlicher auß- 
richten. 

Item der elter purgermeister muß alweg wartent 
sein auff die krigßhern, ob man eines ratz bedurfft, 
daz er den machet. 

Item es warn auch etlich beschyden zu dem iungen 
purgermeister, die den hader alle tag außrichten. 

Item man meret auch die statknecht mit iiij red- 
lichen gesellen, der gab man einem ain tag ij groß. 

Item man thet auch der kantzlev einen zusatz. 

V 

Item wo man in der stat weßt kranck vnd prechen- 
hafllig haubtleut, dohin setzt vnd besteh man anderr. 

4. Ton der pnbenhütten vnd pnbennater. 

Item am anfang des kriegs hette man auch ein puben- 
uater gemacht vnd hette ein panier auffgereckt inn 
einem stadel bey der Weydenmuel; da komen hin bey 
iij G puben, den gab man kost; man lies aber bey zeit 
ab gien, wann man uerstund wol, daz es nit nutz vnd 
gut waz; wann do hetten sich kuntschaffter, dievnsern 
feinten zugestanden weren, mügen zuslagen etc. 



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244 Allerlei Ordnungen. 

5. Ton Processen 1 ) hye im krieg geschehen. 

Item man macht sam alle freitag in dem krieg 
Processen, vnd die prister vnd schüler ider pfarr gingen 
in alle kirchen der selben pfarr; vnd es waz etwe lang 
auch ein groß sterb hye ; auch sang man alle tag meß 
in beden pfarrkirchen, zu dem newen spital vnd inn 
allen clößtern von dem heiligen geist, vnd raff got an 
vmb ein seligen frid vnd daz er abwent seinen zorn etc. 

Item man bestelt auch anderr frum leut, wo man 
die weßt, daz sy got an rufften vmb ein seligen frid etc. 

Item die frawen- von Pilnrewt waren auch den 
gantzen krieg hye inn der sundersichen hauß. 

6. Ton dem heiligtnm.') 

Item daz wirdig heiligtum ward im krieg nicht 
geweißt am marekt nach alter gewohnheit vnd altem 
herkomen, vnd ward auch nit den erbern leuten ge- 
weist in dem gewelb; auch ward es geweißt den 
Sweitzern als sy am erßten herkomen in dem gewelb. 

7. Tom neuen spital und den seelgerlthen. 

Nota es ist zu wissen, als lang der krig wert 
zwischen herren, [und] stetten ist bey i c vnd lxx per- 
son hynnen in newen spital gewest vnd sein auch alle 
selgeret vnd die reichen almusen in dem krig vnd noch 
dem krig albeg außgericht worden; auch ist der stat 
getraid noch pöden in der rayß ny keiner angegriffen 
worden. 

8. Item von den inden. 

Item die ifiden hye theten der stat im krieg ein 
erung vnd schanckung. 



t) Processionen i. e. Bittgänge. 

2) Die zu Nürnberg in U. L. Frauenkirche und in der 
Spitalkirche verwahrten Reichskleinodien. 



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Allerlei Ordnungen. 245 

9. Ton fewr. 

Item ob bey nacht oder tag ains, czwew oder mer 
fewr auffgingen, wer dar ob sein oder dar zu lauflen 
soll, hilt man sich als auff dem rathauß verschriben ist. 

10. Ordnung des walds in sant Lorenczen pfarr. 

Item vorm krieg waz dy meil uerpoten, wer do- 
rinn ein fueder holez hieb, der must iiij //. on gnad 
geben; vnd als sich der krieg an ving vnd dy armen 
lewt herein dhomen, vnd waz dy armen lewt hawten 
za hüttlein oder prennholcz, do dorfften sy nymantz 
nichtz vmb geben; waz sy aber fürten, daz sy uer- 
kaafften, do nam man ain bescheiden gelt von, dar- 
nach als einer gut holcz oder vil oder wenig fürt etc. 
von einem fader iij, iiij, vj, viij, xij, xiiij /&. vnd 
darüber nicht, do galt etlichen pawern ain fuder holcz 
j gülden vnd do bey, der xiiij /$>. gab zu pfant. 

Item darnach waren vnserr herren zu rot vnd 
ließen zu czeiten ain tag oder ij in der wochen, zu 
zeiten über xiiij tag oder oft über lenger czeit yder- 
man holczen wer wolt in dem Newen wald, vnd ließ 
mit geraisigen czeug vnd mit püchsen vnd armbrost- 
schützen zu fuß darob halten; vnd wer im ein fuder 
Art, der muß der stat auch ein fuder füren; do ließ 
die stat dann stoß aus hawen vnd kolen prennen vnd 
ein lantwer machen von plancken vom DürnhofT byß 
zu sant Linhart etc., auch so gab man dem von Blawen 
vnserm hauptman vnd dem von Kauffungen auch holcz 
gennng, vnd an alle wach vnd vnter alle tor etc. 
Vnd ee der krieg ein endt nam, do het man den Newen 
walt allen ab gehawen. 

IL Item vom holtxen, daz man der stat tet. 

Item vnserr herrn mußten behültzen alle tor in 
vorwercken vnd in hütten vor den toren vnd an den 
schrancken vnd schnellern vnd an allen wachen; auch 



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246 Allerlei Ordnungen. 

must man behültzen den herren von Plawen; auch be- 
hülzet man Conradt von Kauffungen, wann er hielt sich 
gar redlich, alzo daz in meniglich liep het. Vnd daz 
selbig holtz mußten füren die» dy wegen am solt betten 
vnd auch ander purger vnd pawern, die hollzen so 
man darob hielt; vnd wenn man alzo holtzen wolt, so 
schickten vnserr herren gereisig vnd fußknecht, dye 
mußten ob den wegen halten, byß daz ir yeder, der 
holtzen wolt, er wer am sold oder nicht, arm oder 
reich, czwew fuder holtz gefärt; daz erßt gehört der 
stat, das ander im selber, alzo daz man auff ein tag 
wol v c oder vj c fuder herein fürt. 

Item man hollzet zu zeiten wenn man die wegen 
vnd leut auß lies, so nyemant dar ob hielt, so kamen 
auch zu stunden die feint vnd förtten leut vnd gut hin, 
wann sy wolten in nit laßen weren. 

12. Ton dem auffeentten der leben. 

Item als der bischoue von Bamberg abgesagtt hette, 
do santten vnserr berrn vom rate von aller lehenmann 
wegen der stat dem tumbrobst zu Bamberg die lehen 
auff, wann er wolt nit absagen vnd wer gar gern stille 
geseßen, vnd frewnt gewesen; so aber sein öberstz 
haubt der bischoue hette abgesagt vnd waz feint wor- 
den, dar vmb ward im abgesagt vnd mußte veindt sein; 
vnd nach der richtigung, als er nun die lehen soll 
leihen, wolt er sy lang nit leihen vnd thet gar vil 
eintreg pyß so lang daz im ein romischer künig ge- 
pot, do lehe er doch die. 

Item es ist auch wol in acht ze haben, ob mer 
gekriegt würd, wenn man lehen auff senten sölt. 

13. Der ejde der gesäte vnd hantwerck vnd anderr knecht. 

Daz ich, die weil ich hye zu Nürmberg bin, den 
bQrgern dez ratz zu Nürmberg, auch den haubtleuten 
der haubtmanschafft, dar inne ich daselbst wonhaft hin, 



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Allerlei Ordnungen. 247 

willig vnd gehorsam sein, auch derselben burger dez 
ratz, dez communs vnd der stat zu Nürnberg schaden 
warnen vnd fromen werben sol vnd will getrewlich on 
all geuerde vnd argelist etc. 

14. Ton mercklichen gebrechen, die ftrbass zuuerchomen werden. 

Item man Jbette ein großen gebrechen am fußvolck, 
daz die nit gehorsam sein wolten, wann waz man in 
gepot, daz wolten sy nit halten, vnd wolten im veld 
nicht bey einander beleiben byß so lang, daz ir von 
den feinten wol j G erslagen vnd lx gefangen wurden. 

Item mer ain brach, daz man vnd frawen, die da 
frewnt oder gönner betten vnter vnsern feinten, den 
teglich vnser gebrechen durch priefT zugesant wurden, 
dardurch sich vnser feint wol ze richten weßten vnd 
vns deßter lenger im krieg behüten vnd vnß mainten 
auß zuhungern, auch auff tegen vnd teidingen dester 
heiter gen vns waren; daz fürbaß zu uerkomen wer. 

Item wir betten auch gebruch an smalz, daz für- 
baz zu verkomen, daz man von gemeyner stat vor 
smaltz kauffet, so vil man daz anchomen raöcht. 

Item ein gros geprechen waz, als sich der krieg 
anhub, do waz ein mercklich wein in der stat; da ließ 
man ein yden schencken, wenn er wolt; vnd es waz 
ein groß volck in die stat herein komen, vnd tranck 
yederman wein; vnd do der krieg so lang weret, vnd 
alle forsten vmb vns bestellt hetten, daz vns nichtz zu 
gen mocht, da gewunnen wir gebruch an, der merck- 
lichen waz; daz fürbaz zuuerkomen wer gar gut, daz 
der rat den wein von stund an zu seinen hantten nem. 

Item mer ein geprechen an habern ; soft der krieg 
lenger gewert haben, so het man den gereisigen zeug 
nit lenger behalten mügen; daz fürbaz zu uerkomen 
thnt not. 

Item man het auch einen brechen, wenn man die 
feint ving vnd daz man sy schätzet, so wurden vnser 



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248 Allerlei Ordnungen. 

barger für die feint pflrgen vnd namen sy auß, vnd 
warn dann gar vngetrewlich darob, daz die Schätzung 
von in nit eingebracht ward, daran gar mercklichen 
abging; daz zu bedenken vnd bestellen, ob sein mer 
not geschehe, daz es von stund bezalt würd auff die 
erßten frist. 

Item mer ein gebrechen an den, die man auff die 
mawern vnd auff die turn bestell het zu den püchßen; 
an alle not uerschußen die bey tag vnd nacht gar ein 
mercklich puluer vnd wolten in nit weren laßen; daz 
auch zu bedenken künftiglichen. 

Item mer ein mercklicher gebrechen, wenn man 
die vnsern außsant, die feint zu bescheding, so ward 
in alweg bevolhen die kirchen vnd gaistlich dinck vnd 
auch die frewnt vnbeschedigt zu laßen, dez sie denn 
nicht hüten sunder die frewnt als wol beschedigten als 
die feint, dar auß dem rat vil mue vnd vnrwe ent- 
stunden, daz auch färbaz zuuerkomen not ist. 

Item man het auch ein gebrechen, wenn man in 
den haubtmanschefften auff pot, so die feint vor der 
stat waren, so leget sich einer in harnasch an, der 
ander nicht, vnd luffen denn vnter die tor, frawen vnd 
man, an alle wer, vnd irtten die, dy wieder die feint 
vechten sollen; darauß auch vil murmelung vnd rede 
geschahen, daz auch fftrbaß zu bedencken ist. 

Item mer ein gebrechen, wenn man außzihen wolt 
vnd sich die gereisigen sampten, es wer auff dem marckt, 
auff der schüth, bey der kolhutten oder anderswo, es 
were bey tag oder nacht; vnd wenn sy ein deine weile 
hüten, so ritten etlich ab vnd riten wider heym vom 
hauffen, dardurch die zal gemyndert ward, die denn, 
die ob dem krieg waren, für sich genomen hetten; 
vnd durch daz wurden etlich zttge verhindert, daz man 
sy must vnter wegen laßen, daz fürbaz zu bedencken. 

Item mer ein gebrechen, wenn man außzohe die 
feint zubeschedigen , so suchet yeder sein eygen nutz; 



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Allerlei Ordnungen. 249 

einer lieff nach genßen oder nach hünern, vnd kant ir 
der haobtman bey einander nicht behalten; vnd wenn 
etwaz furhant wolt nemen, daz treffenlich waz, so het 
man der lewt nit bey eynander; vnd wenn man heim 
zihen wolt vnd wenn man dennoch ein oder zwue meil 
zu der 'stat hett, so beliben sye nit beyeinander vnd 
hetten kein sorg anff ir feint; da durch in den von den 
feinten abbrochen ward, dez sie sünst vertragen weren 
geweßt, weren sy bey einander beliben; das hynnfure 
ye zu bedencken ist. 

Item vnd ob sich mer ein krieg erhübe, do got 
lang vor sey, daz man sich denn bey zeit bewürbe 
vmb gereisigen zeug vnd vmb fußuolck, so man maißt 
uermöcht, vnd daz sich auch die purger redlichen vnter 
einander angriffen mit pferden zu halten, so sie maist 
uermöchten; vnd so man daz ye ee thet, so der krieg 
ye ee ein endt hett, wann man müst es doch zum letzten 
thnn, wolt man dez kriegs ein endt haben. 

Item wenn man ye mer kriegen müst, daz man 
denn vor, als fern man möcht, ein ftirsten oder czwien 
bestellet, wie man möcht, daz man ein loch het, daz 
wir njt gantz vmbgeben weren als in dem uergangen 
krieg; möcht daz aber ye nicht gesein, daz man sich 
denn mit habern, wein vnd anderr kost gar wol uer- 
sehe, daz man da durch icht getrungen oder genötet 
werde. 

Item es ist gar wol ze bedencken vnd zu hertzen 
ze nemen, wenn man mer krigen must vnd bey des 
heiligen reiches steten in uerbüntnüß were, daz man 
sich denn auff iren trost noch hilff nicht uerließ in 
keinerley weyß, weder vmb lewt noch vmb gut; wann 
wenn ein gemeiner krieg angehet, so hat yederman so 
vil mit im zu schaffen, daz einer dem andern nit ze 
staten komen mag, vnd wir mußten den kleinen steten 
vmb yns helffen vnd zu rettung komen, oder sye wur- 
den verloren. Aber sy können vns nicht helffen; dar 



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250 Allerlei Ordnungen. 

vmb ist sich nicht ze laßen aaff iren trost oder zusagen 
in keinerley weyß. 

Item es ist auch gar gut als man vor dem ver- 
gangen krieg den lewten gepoten hat kornn zu schulen, 
auch den kirchenmeistern vnd iGden, daz man daz in 
guter gewohnheit behalt vnd nicht ab laß gen; wann 
wo uor etwaß ist, da mag man leicht ein wenig darzu 
bringen, daz es vil macht; vnd darvmb wer gar gut, 
daz man den habenten leuten etwaz habern zu dem 
körn auffgesetzt het, daz yeder ein wenig nett, daz 
machet ein großen bluffen vnter vil person. 

Item auch wer gar gut, ob man sich besorget, daz 
der krieg wider an wttrd gien, daz man denn yelzund 
alle stette, slößer vnd merckt besuche, vnd gar eben 
beschribe, wo die am aller peßten zu erobern vifd zu 
gewynnen weren; daz thet man yetzundt gar wol vnd 
dienet gar faßt, wenn man krigen wolt. 

Item auch were gar gut, daz man yetzund kunt- 
schaffter bestellet in seinen steten; vnd ob man einen 
darvmb thet, daz er ein purger würd in seinen steten, 
daz deucht mich gar gut, daz man die kuntschaft deßter 
gewyser het, wann es dienet nicht baß denn gute wäre 
kuntschaft. 

Item es wer not, daz man auch vil plahen vnd 
keten bestellet zu den wegen, so man auß wolt zihen. 

Item mangel ist auch gewesen an leuten, die da 
geweßt betten gelegenheit der mewren, greben vnd weer 
in den steten vnd sloßen vmb vns gelegen. 

Item es tut auch not inn kriegen, daz man alle tag 
wiß, wie vil man mann uermüg zu roß vnd auch zu fußen. 

Item es ist auch in acht ze haben ansleg zu ma- 
chen auflf vnserr vnd ander weir, so man die abgrebt 
vnd aufzeucht. 

Item es ist auch brach gewesen an gereisigem 
zeug vnd hette man am erßten tausend gereisige pferdt 
gehabt, do mocht man große dingk mit geschafft haben. 



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Allerlei Ordnungen. 251 

Item es wer auch not, daz man bey xx meilen 
wegs von hynnen vmb vnd vmb, auff all sehen bey 
merclichen steten hette gut freunt vnd leufftig leut, die 
da ließen wießen von sammnung vnd geschichten. 

Item es waz auch gebrach, daz wir gelegen stete 
nit ains wurden vnd ansleg machten, die feint auff einem 
tage mit macht zu beschedigen. 

Item ee sich der krieg an ving, do hetten wir 
vnter vnsern armen leuten auff dem landt vndter in 
ye x einen hauhtman gesetzt, vnd setzten darnach von 
Söldnern vnd purgern anderr haubtleut fher dieselben; 
daz ging im krieg alles ab. 

Item es ist auch not, daz man in kriegen daz 
teutsch hauß, Ebracher hoff, Newnkircher vnd ander 
geistlich hoff in der stat gelegen inn acht hab. 

Item so man in dem vorgenanten krieg bey nacht 
wolt außziheiK so hetten die veint etlich kuntschafft 
hye, die schußen mit püchßen in daz feit, vnd daz 
hörten denn die feint, wo sy hielten die schiltwache, 
vnd sahen auch die fackeln bey den toren brynnen, da 
durch sy gewarnet wurden; daz fürbaz zu uerkomen 
thut not. 

Item man sucht vnd beschawt auch saltz vnd bar- 
nasch, wann man hette daz vor gepoten. 

Item man braucht auch die genanten allenthalben 
in der stat vnd auff dem lant, wohin man ir bedorffit, 
do teilt man sy auß. 

Item man bestelt auch allenthalben in der stat vnd 
zu den toren fackeln, pechenein ring vnd latern, ob 
man der bedorfft, daz man die hett. 

Item es ist auch groß gebrach gewesen an kolen ; 
daz fürbaß czu verkümen. 

Item czumol ein großer brach gewesen ist an wol 
reiteten knechten vnd füren, fürpaß zu verkümen. 

Item in kriegen thet auch gar not, daz man vil 
stroes het vnd daz man halm lies fftrhacken in ij oder 



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252 Von den Schweizern. 

iij turn, vnd wenn abgieng am faeter, daz man dann 
koron mit einem groben mülstein ersehriet vnd die heim 
do mit machet, vnd sy vor wol netzet, daz ersparet 
gros futer vnd dörift nit hews. 



Beilage VII. Ton den Schweizern. 

Die Schweiz hatte schon lange das Augenmerk 
von Fürsten vnd Volk in Deutschland anf sich gezogen. 
Die Fürsten and der Adel waren zornig über dieses 
Hirten- und Bauernvolk, das von ihrer Herrschaft nichts 
wissen wollte und im blutigen Kampfe seine Unabhängig- 
keit zu behaupten wagte. — Das deutsche Volk, der 
Bürger und der gemeine Mann, aber sahen mit freudi- 
gem Staunen, wie die Eidgenossen der Feudalherrschaft 
sich erwehrten. Diese hatten eben den Kampf gegen 
den Kaiser, der von ihnen Zurückerstattung der Habs- 
burgischen Erbgüter verlangte, und gegen die mit ihm 
verbündeten Fürsten siegreich bestanden. Die Fürsten 
waren über diese Demüthigung erbittert; einen großen 
Theil der Schuld maßen sie den oberdeutschen Reichs- 
städten bei, die, obwohl wiederholt zur Hilfe gegen die 
Eidgenossen aufgemalint, müßig sitzen blieben. Die 
Städte hatten keinen Grund, den Fürsten zu helfen und 
Sieg zu wünschen gegen ein Volk, in dem sie eine 
Stütze und einen Rückhalt gegen die immer offener und 
rückhaltloser zu Tage tretenden territorialfürstlichen 
Eroberungsgelüste sahen. Im Gegentheile wurden ihre 
Beziehungen zu denselben immer inniger, sowie denn 
auch die Rede durch das ganze Reich ging, einst werde 
das ganze Land zwischen den vier Wäldern zur Schweiz 
fallen. Gar manche Wünsche wurden laut, die auf 
ähnliche Zustände wie in der Schweiz abzielten. 

Als der Krieg der Fürsten gegen die Städte los- 
brach, hatten erstere gar große Furcht, es möchte von 



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Von den Schweizern. 253 

der Schweiz her ein Zug nach Schwaben geschehen 
und die Fürsten in die Mitte nehmen. Auch der Adel 
in Schwaben und Franken besorgte Ausrottung, wenn 
eine Vereinigung der Schweizer mit den oberdeutschen 
Städten zu Stande käme. 

Als Nürnberg von Markgraf Albrecht und seinen 
Verbündeten angefallen wurde» da gedachte es in seiner 
Noth auch seiner alten Verbindungen mit den Eidgenossen. 
Die damaligen Verhältnisse aber mochten es diesen 
nicht gestatten, offen flir die Städte in die Schranken 
zu treten. In anderer Weise aber halfen und riethen 
sie so gut sie konnten. Namentlich mahnten sie den 
Markgrafen Albrecht in einem drohenden Schreiben von 
weiteren Feindseligkeiten gegen Nürnberg ab. Dieses 
sowie die Antwort des Markgrafen, und die weiteren 
Beziehungen Nürnbergs zu der Schweiz während dieses 
Krieges namentlich die Werbung eidgenössischer Söldner 
finden nachstehend einen Platz. 

a) Schreiben der Eidgenossen an Markgraf Albrecht und 
seine Antwort. 

Durchleuchtiger, hochgeborner fürst, gnediger herre, 
zimlich gehorsamkeit vnd willig dinst sein ewern fürst- 
lichen gnaden alzeit mit willen vor erbotten vnd bereit. 
Gnediger herre, die ersamen weisen, vnser sunder gut 
freunde, der burgermayster vnd rat zu Nürmberg vnd 
annder des heiligen romischen reichs stet, so mit in in 
verpüntnuß sint, band vns durch ir treffenlichen bot- 
schafft kleglich lassen fürbringen, wie sich zwischen 
ewern fiirstenlichen gnaden an einem vnd den benannten 
vnsern freunden von Nürmberg als von eins herren von 
Haydeck irs burgers wegen am andern tailen ein veint- 
schafft vnd vnwill erhaben, das sich layder zu einem 
teglichen krieg gezogen hab, vnd besunder das ir vnd 
ewer helffer die benannten vnsern freunde von Nürm- 
berg, vnd nit allein sie, sunder all ander des heiligen 

QneUen VÜL j[g 



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254 Von den Schweizern. 

romischen reichs stete, so mit in in verpuntnfiß sind, 
so hertiglichen vndterstanoden haben zu bekriegen, das 
beder partheyen halb vil kamers vnd groß fbels mi! 
todsiegen, brand, raub, nam vnd ander herten Sachen 
dauon auferstannden sien vnd zu fürchtend ist, ob sem- 
lich veintschafflt nit betragen werden solt, das noch 
grosser fbel in dem heiligen romischen reich danon 
auf erwachsen mocht, das doch allen Cristenleuten kleg- 
lich zu hörn vnd vns in gantzen trewen laid als das 
pillich ist. Vnd wa wir darzu gethun konnten das 
ewer stosse zerleyt werden mochten, dardurch semlieh 
groß fbel vermiden wurd an den enden, da wir sicher 
leibs vnd guts halbs hinkomen mochten, wolt vns kost 
vnd arbeyt nit betewrn. Vnd besonnder so haben vns 
dieselben botten vnder andere fürbracht, das ir sie so 
hertiglich, als vor stat, vnderstandent fber solich recht- 
pote, als sie nachgeschriben stand, nemlich auff den aller- 
durchleuchtigisten hochgebornsten forsten vnd herrn, 
vnsern allergnedigisten herrn, herrn Fridrichen, romi- 
schen konig etc., sider die sachen Regalia antreffend 
sint, vnd ob ewern gnaden das nit eben wer, so wolten 
sie ewern gnaden eins rechten sein vor dem 'durch- 
leuchtigen hochgebornen fiirsten vnd herrn, hern Lud- 
wigen, pfaltzgrauen bey reine etc., vnserm gnedigen 
herrn, oder vor den hochwirdigisten in got vatern vnd 
herrn den bischoffen, nemlichen von Trier, von Kolln, 
von Meintz, alle des heiligen romischen reichs kurflkrsten, 
vnsern gnedigen herrn, oder vor den hochgebornen 
durchleuchtigen fiirsten vnd herrn, hern Heinrichen oder 
hern Albrecht, herzogen in Beyern, auch vnsern gne- 
digen herrn, oder vor dem durchleuchtigen vnd den 
hochwirdigen herrn, Ludwigen, pfaltzgrauen bey Reine etc., 
vnd den Bischoffen, nemlich von Wirtzpurg, von Augs- 
burg, von Bamberg vnd von Eystetten in gemein oder 
auff die ritterschafft gemeiner gesellschafft sant Jörgen 
schilt in Swaben oder auff die großen gesellschaft in 



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Von den Schweizern. 255 

Francken etc., an welichem der ennden einem das ewer 
gnaden eben gewesen wer, allwog recht vmb recht; 
oder ob ewern gnaden das widerrecht zu swer vnd nit 
eben were, euch vmb ewer zusprach gerecht zu wer« 
den und ire zusprach gerawet zu lassen etc., semlich 
rechtgepot, so sie ewern gnaden getan haben, als vor 
stet, ewer gnade verachtet vnd abgeschlagen hab vnd 
in dabey kein andere recht nit geholten, vnd wollent 
sie, als sie bedunke, darüber wider vnd on recht von 
dem heiligen romischen reich trengen, vnd das heilig 
ramische reich zerliden, das doch dem heiligen romi- 
schen reich ein swere sach sein wurd; wann wir nu 
auch ein arm gelide des heiligen romischen reichs sind, 
das vns pillich zu hertzen gat vnd laid ist, wer das 
heilig romische reich widder vnd an recht zerliden oder 
zertrennen wolt, hyrumb bitten wir ewer fürstlich gnaden 
mit demütigen fleiß ernstlichsten [wie] wir immer kön- 
nen oder vermügen, ir wollent so gütig wesen vnd 
semlich rechtgepot eins auffnemen oder in semliche 
gleiche gebott hinwider tun, der in eins gebürlich auff- 
senemen sie, vnd sie wider vnd on recht von dem hei- 
ligen romischen reich nicht trengen, als ewern fürsten- 
Hchen gnaden des wol zu getrawen ist. Wa wir das 
vmb ewer fürstlich gnade beschulden vnd verdienen 
mochten, wollten wir allzeit willig vnd vnverdrossen 
fanden werden; dann solt das nit beschehen vnd yemant, 
wer der wer, sie wider vnd on recht von dem heili- 
gen römischen reich also elentlich zerliden vnd zer- 
drennen wolt, so mochten wir, nachdem vnd wir dem- 
selben heiligen romischen reich gewand sein, als wir 
besorgen, eren halb nit ab sein; wir musten villeicht 
darzuthun als vns dann gebürlich wer, damit das hei- 
lig romisch reich bey seiner stat vnd herkommen vn- 
zerdrennet vnd vnzerlidett bleiben mocht; vnd wir be- 
geren demütiglichen von ewrn fürstlichen gnaden ein 
gnedig gütig antwurtt bey diesem botten schriftlichen 

18* 



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256 Von den Schweizern. 

zuuernemende. Geben zu Lucern vff den vierden tag 
des monats Septembris vnder vnnser guten freunden 
vnd aidgenossen von Lucern insigel von vnser aller 
wegen anno domini 1449. 

Dieses Schreiben wurde vom Marggrafen am 19. 
September beantwortet. Er machte den Eidgenossen 
eine ausführliche Schilderung der verschiedenen Vermitt- 
lungsversuche der Fürsten, der gegenseitigen Rechts- 
gebote und Tagsatzungen y die alle ohne Resultat ge- 
blieben, weil die von Nürnberg hartnäckig sich weiger- 
ten, seinen gerechten Forderungen, und dem Recht und 
der Billigkeit ein Genüge zu thun. Wenn der Friede 
noch nicht zu Stande gekommen, so treffe die Schuld 
nur Nürnberg, das ihm seine Regalien entziehen und 
ihn mit Gewalt von seinem väterlichen Erbe drängen 
wolle. Der Schluß des langen Schreibens lautet also: 

Nu meldet ir auch in ewrm schreiben, wie euch 
solich sache wider vnd nicht lieb sindt vnd was ir 
darinn mochten arbeitten, domit die zum pesten kome, 
das werend ir willig. Das vernemen wir von euch zu 
gutem dancke mit gütlicher zuuer sieht, ir werdent die 
von Nürnberg vnterweisen, das sie vns in der freunt- 
schafft bey vnserm vetterlichen erbe gütlich vnd vnge- 
engt bleiben lassen, dester gerner wolten wir tun, was 
in lieb were, vnd das auch gegen euch gunstlichen 
beschulden. Mocht aber des nicht gesein, als wir in 
wol zugetrawen, nachdem wir an in gewonet haben, 
so schreibt ir in ewrm briff, das sie keins widerrechtens 
von vns begern, wellen wir vns rechtens vor vnserm 
gnedigisten herrri, dem romischen konig von in benügen 
lassen; wer in das nicht eben, wollen wir vor dem- 
selben vnserm gnedigisten herrn dem romischen konig 
recht nemen vnd in das wider pflegen, doch binden 
gesetzt, was in vehde vnd veintschafft verloffen hat; 
dann ir wol verstet, das man prand vnd todsiege auff 
baiden Seiten nicht zu berechten stet. Ob in aber das 



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Von den Schweizern. 257 

nicht eben wer, so wollen wir vor vnserm gnedigisten 
herrn dem romischen konig als ein clager die von Nürn- 
berg als ein stat des reichs fürnemen zu rechtuertigen 
als recht ist Wann dann vnser recht furkomet, haben 
sie dann zu vns icht zusprechen» so vordem [sie] vns 
für vnsern hern den romischen konig vmb was- sprach 
vnd vordrang sie vermainen zu vns zu haben als einem 
forsten des reichs als recht ist, so wollen wir in vor 
seinen kyniglichen gnaden vnd den fürsten des reichs 
antwurtten als recht ist, vnd begeren an euch mit fleyß, 
sie gftttlich zu vnderweysen, solich vnser billich erbiet- 
ung auffzunemen vnd der volg zu tun; wurdent sie 
aber das verschlahen, so getrawen wir, das ir eren vnd 
recht halb wol müssig stet, vnd nicht pflichtig sind, in 
darüber zu helffen. Als ir dann zu demselben artickel 
ferrez auch vermelt, ein gelid des reichs [zu sein], dar- 
auf ermanen wir euch, von vnser brüder vnd vnsern 
wegen als die, die mit gesampten lehen in einander 
sitzen, von eins kurfürsten wegen vnd als forsten des 
heiligen reichs, vns wider sie geholffen vnd geraten zu 
seyn, angesehen, das wir die treffenlichsten ampt vnd 
gelider des heiligen reichs mit andern sind, darauff das 
heilig reich gewidmet vnd gesetzt ist, und auch zu 
vorderst [angesehen] die götlich gerechtigkeit. Das wollen 
wir zusampt der piüicheit vmb euch beschulden vnd zu 
gut gegen vnsern hern vnd freunden zu berümen nicht 
vergessen; vnd secht nicht allein vns darinn an sunder 
sechsvnddreyssig fürsten, die alle mit vns in den Sachen 
verwandt sind vnd komen werden, das wir das on 
zweiffei euch vnd ewern nachkomen zu gut begehren [?] 
datum Kreylsheym am Freytag vor santMatheustag 1449. 

b) Weitere Verhandlungen der Städte mit der Schweiz, na- 
mentlich die Werbung eidgenossischer Söldner für Nürnberg. 

Die im Monat Oktober zu Schwytz versammelten 
Bathsboten gemeiner Eidgenossen theilten am Samstag 



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258 Von den Schweizern. 

vor Galli das vorstehende Schreiben des Markgrafen 
Albrecht der Stadt Ulm and den übrigen Bundestädten 
in Schwaben mit dem Ersuchen mit, die Vorschläge des 
Markgrafen in Erwägung zu ziehen und auf Mittel zu 
denken, wie diesem Blutvergießen, das allen Christen- 
leuten erschrecklich zu hören sei, ein Ende gemacht 
und ein guter Friede betaidingt werden möge. Außer 
dieser Bitte oder dem guten Rath, mit den Fürsten sieh 
zu vertragen, enthielt das Schreiben der Eidgenossen 
nichts, was den hartbedrängten Städten Trost oder Hoff- 
nung geben konnte. Das drohende Schreiben der er- 
steren an den Markgrafen und die innigen Beziehungen 
der oberländischen Reichsstädte zu den Eidgenossen ließ 
von diesen vielleicht einen Beistand erwarten, den sie 
nicht leisten konnten und vielleicht auch nicht einmal 
leisten wollten. 

Glücklicher war im folgenden Jahre Nürnberg, dem 
die Eidgenossen die Werbung von Söldnern in ihren 
Landen erlaubten. Hanns Müllner, dem dieses Geschäft 
übertragen wurde, erhielt vom Rath zu Nürnberg Briefe 
an die Schultheißen und den Rath der Städte Bern, 
Luzern und Solothurn, und an die Ammanne und Ge- 
meinden zu Schweitz, Zug, Glarus, Unterwaiden, Uri 
und Appenzell, folgenden Inhaltes: 

Lieben fründe. Wir zweyfeln nicht, ewer ersam 
früntschaft hab wol vernomen, wie wir von marggraf 
Albrecht von Brandenburg etc. vnd seiner partie wider 
got vnd alle pillicheit vneruolgt, vnerlangt vnd vner- 
clagt aller rechten fbertzogen, mit mordt, pranndt vnd 
andern vnzimlichen Sachen menigfelticlich beschedigt 
worden sein, in meynung, vns von dem heiligen reich 
zu dringen, als wir getrawen, das ewer lieb des durch 
Hannsen Mülner, vnsern Bürger, nu nach notdurft der- 
licher vnderrichtet sey. Indem wir vns dann derselben 
vnser widerpartie mit hilff vnd beystand des almechti- 
gen vntzher solichermas vfgehalten haben, das wir ge- 



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Von den Schweizern. 259 

trawen, das ir gewyn daran nicht groß sein sull, vnd 
wann wir nu in meynung sein, vns der obgemeltea 
vnser widerpartie mit der hilff gotes noch statlicher 
vfzohalten vnd leih vnd gut darinne nicht zu sparn, 
sunder auch mit ewern willen bey euch in ewern lenn- 
dern vnd gegenden vnd andern ennden endlich, keck 
vnd redlich leut, zu der wer vnd kriegen tuglich zu 
bestellen, darumb wir vnserm bürger, Hannsen Miilner 
vorgenant, beuolhen haben, durch ewern rate, fiirdrung 
vnd anweisung ein redlich antzale sollicher werlicher 
vnd tuglicher gesellen bey euch also in ewern lenndern 
zu bestellen, mit besundern fleis pittende, ir wellet dem- 
selben vnserm burger des vmb vnsern willen gütlich 
vergunnen, vnd im in sollicher Bestellung früntlich, 
forderlich vnd gutwillig erscheynen, als wir des vnd 
alles guten zu ewer fursichtigkeit gantzen getrawen vnd 
zuuersicht haben vnd mit willen gerne verdienen wollen. 
Geben feria quarta post Scolastice virginis 1 450, [ 1 1 . Febr.] 

Obwohl Mülner vom Bürgermeister Erhard Schür- 
stab den Auftrag erhalten hatte, nur ungefähr 600 Mann 
anzuwerben, so hatte derselbe innerhalb eines Monates 
schon bey 1000 Mann beieinander, die sich anfangs 
April zu St. Gallen sammelten und mit denen er am 
4. April nachstehenden Vertrag abschloß: 

Ze wissent alltrmengklich , das Hanns Müller von 
Nürenberg ettliche redlich vnd erber knechte vß allen 
orten der aitgnottschafft sinen herren von Nürenberg zu 
iren Söldnern vnd dienern bestellt vnd gedingt hat, zu 
iedem manott vmb fünff gut rinisch guldin, mitt dem 
gedinge, das innen der sold vff hütt datum diß Nottels, 
als si mit dem benempten Müller von Santgallen vß- 
ziechent, der sold anheben sol, vnd also lang weren, 
biß das si ze baider sidt ainander den sold absagend, 
vnd wann die von Nürnberg des ersten den sold ab- 
sagen t, so sollent si innen nach anzall desselben ma- 



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260 Von den Schweizern. 

nodts, darinn sy absagent, den solt vnd darzn vierzehen 
tag auch sold geben ze stüre irer haimfart, desgleichen 
ouch die soldner vmb nottdurfftig vnd redlich sachen 
absagen mogent, vnd wann das beschicht, sullent innen 
die von Nürenherg aber nach anzall des manodts, vnd 
darzu acht tag sold vff ir haimfart ze sture bezalen 
vnd geben. Item ob es sich iemer gelegen oder schi- 
cken würde, das sich ir herren von Nttrenberg, nach 
dem vnd sy zu innen koment, ze velde für stett oder 
Schlösser ziechen vnd die belegen wöltent, so sttllent 
si mit innen faren vnd ziechen, vnd nach allem irem 
vermögen daran behilfllich vnd beratenlich sin, vnd 
sullent innen ir herren von Nttrenberg di wile vnd si 
also ze velde ligent, als andern iren soldnern spise 1 ) 
geben vngeuarlich. Item ob es sich ouch gefügte, das 
innen gott mitsampt andern soldnern das glück gebe, das 
sy gefangen oder bttttung 2 ) gewunnent, so sol man innen 
iren tail, vnd insunder denen, so by der tatt gewesen 
sind, als anderm iren soldnern ze fuß, werden vnd 
folgen lassen. Item würde ouch der gesellen dhainer 
von den vyenden wund oder gewüst, da sullent innen 
die von Nttrenberg den artzat abtragen, vnd ouch den 
sold nit desterminder bezalen vnd sust andern siechen, 
die nit von den vyenden gewüst sint, iren solt, die 
wile der gemainen gesellen nit abgeschlagen ist, auch 
bezalen an geuerd. Furo so sullent die von Nttrenberg 
die gesellen vnd soldneY» ane iren willen kains wegs 
nit von ainander zertailen in dhein ander stett noch 
Schlösser. Gefügte es sich aber, das die von Nttren- 
berg vff ire viginde 3 ) ze schädigend vßziechen wurdent, 
so denn sullent si innen als getruwe diener auch ge- 
horsam sin, vnd mit innen die raise ziechen an alle 
widerred vnd geuerde. 

1) Speise. 

2) Beute. 

3) Feinde. 



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Von den Schweizern. 261 

Item wann das wirt, das baid tail in massen als 
vor stat sich mit dem solde abzesagent vnd früntlich 
von einander schaident, vnd die soldner widerum haim 
ziechen wellen t, so denn sullent innen die von Nüren- 
berg nach irem vermögen ir furdernflsse zu irer haim- 
fart mitteilen, vngenarlich. Vnd vff sölich abrednng vnd 
bedinge hat der egenant Maller in dem namen gottes 
ieglichen soldner an sinen sold ze vffrüsti bezalt vnd 
gegeben zwen gut rinisch gülden, vnd habend im daruff 
dieselben soldner alle die hernachgeschriben artickel vnd 
stuck vnd ouch die puncten, so vorgeschriben stand, in 
namen siner herren by guten truwen an aides statt ge- 
lobt ze halten, vnd sinen herren von Nfirenberg ze 
schwörend, nämlich vnd des ersten, das kainr kainen 
fräueln schwur by gott, siner heben Muter der Jnncfrow 
Marien vnd den hailigen nit thun sullent. Item das 
ouch ir kainr dhain gotzhuß noch kirchen nit brennen 
noch beroben sullent, noch ouch kain gaistlich person, 
priester, frowen, kinder, noch vast alt lut vnd iunge nit 
beroben noch misshandlen, es were denn sach, das die- 
selben personen sy anluffent, schlagend oder stächent 
oder sust geschray <9ber si machtent, so mogent sy das, 
als verr sy konnent, wo! weren vngenerlich. Item 
das ouch ir kainr kain aigen frow mit im füre, noch 
ouch kain spil nit tttgy *) , denn von sölichen Sachen 
etwenn vnder den gesellen vil vnwillens vnd vnlustes 
vff erstat. Item das ouch ir dhainr die firünde nit be- 
robe noch misshandle vnd in den herbergen vnd by 
andern erbern lüten züchtig vnd früntlich sigint 2 ), den 
wirten die zerung bezalent, vnd ane iren willen nit 
hinweg tragent. Item das ir kainr an dem andern kain 
alten hass noch vyentschafft nit reche. Item ob dhainr 
dem andern tätte, das er nit verkiesen möcht, das er 
das selber nit reche, sunder das den hoptlüten vnd ge- 

1) thue. 

2) seien. 



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262 Von den Schweizern. 

wältigen färbringe , das die ir stöss vernement, vnd 
nach irem erkennen von ainander, als sy billich sin 
bedunckt, von einander entschaident. Item das si güt- 
lich vnd früntlich mitenander in sölicher masse lebent, 
als sy wellent, das man das von innen rüme, vnd iren 
herren vnd lendern» dannen sy sint, gelobet werde. 
Item insunder ob dhain widerdriess oder vfflöff vnd 
geschray vnder den gesellen vff erstände, das denn 
iederman by dem aid darzu löff, vnd innen friden ge- 
bitent, vnd von innen vffnement, by der buss, so denn 
ie in iettweders land, dannen er ist, vffgeselzt sitt vnd 
gewönlich ist, vnd ob iemand solichen friden brach, der 
sol an gnad vmb solich büssen, als vor stät, vnd nach 
erkanntnüsse der hoptlüten gestrafft werden. Item ob 
allen dingen, das si alle obgeschriben stuck vnd alle 
ander notturfftig artickel voruß iren herren von Nüren- 
berg vnd andern iren hoptlüten schwerent ze halten, 
vnd gantz darum gehorsam ze sinde, vnd welcher das 
nit tätt, das denn die hoptlüt die allesampt wider haim 
schickent vnd den sold ganz abschlahent; welchi onch 
denn also nit haim keren woltent, das mogent die 
hoptlüt derselben herren vnd Gründen, ob si wellent, 
verschriben vnd f bertretten ze wissen tun, daz si von 
innen darum gestrafft werdent, oder die hoptlüt sullent 
vnd mogent sy vmb semlich vnd ander vngehorsamkait 
selber straffen, als offt vnd das ze schulden kompt, vnd 
sol ouch iegklicher by dem aid den houptlüten sölicher 
straff ingau vnd gehorsam sin, by dem aid luter ane 
arglist vnd geuerde. Vnd dier ding aller ze warem 
offem vrkunde sint diser nötell zwen in glicher lut ge- 
schriben, vnd ietwederm tail ainer gegeben, vnd in sö- 
licher krafft von ainander geschnitten, als ob sy mit 
insigeln befestnett sigint, am hailigen karfrytage der da 
was der dritt tag des manodls abrellen, vnd in dem 
iare als man zalt von Crists gepurt vierzehenhundert 
vnd fünfftzig iare. Aue. 

Johannes Hentzler. 



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Von den Schweizern. 263 

Am 26. April zogen die Schweizer unter Anfähr- 
ung des Heinrich Slosser von Bern zu Nürnberg ein, 
nachdem sich Markgraf Albrecht vergeblich bemüht hatte, 
ihre Vereinigung mit den Nürnbergischen Streitkräften, 
die ihnen auf der Straße nach Windsheim bis gegen 
Zenn entgegen gezogen waren, zu verhindern. 

Fast zu gleicher Zeit erhielt der Rath von den zu 
Willisau versammelten Rathsfreunden der Eidgenossen 
ein Schreiben, worin wahrscheinlich weiterer Beistand 
in Aussicht gestellt wurde, da er dafür in seiner Ant- 
wort vom 5. Mai mit den Worten dankt »wann wir 
nu nicht allein auß sollichen ewern Schriften, sunder 
auch auß der tat ewern menigfeltigen , guten willen, 
darinn ir zu vns früntlich geneiget seit, mercklich prü- 
fen vnd erkennen.« In eben dieser Antwort zeigte der 
Rath den Eidgenossen die Ankunft der Schweizer an 
und daß sie sich »als streng, keck, redlich, vnerschrocken 
leute gehalten, an den wir dann ein gantz genüg vnd 
wolgeuallen haben.« 1 ) 

Die Gorrespondenz zwischen den Städten und Eid- 
genossen war damals sehr lebhaft, nur noch weniges 
ist davon vorhanden, das auf verloren gegangene ge- 
heime Correspondenzen oder auf mündliche Unterredungen 
hinweist, aber deutlich erkennen läßt, daß die Sympa- 
thien der Eidgenossen für die Sache der Städte nicht 
minder groß waren als die Hoffnungen, welche diese in 
ihren Bedrängnissen auf das Schweizervolk setzen. 



1) Siehe die Beilage II Nr. 92 „Abfertigung der Gäste." 



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Iohalts-Verzeichiiisse. 



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L Geographisches Verzeichnis. 



A. 



Abenberg 114. 115. 

Absperg (Mkt, Ldg. Gunzen- 
hausen) 77. 

Aczelberg , Atzelberg (zwi- 
schen Pairstorf und Erlan- 
gen) 78. 88. 

Aisch, Aischgrund 33 — 36. 
44. 75. 124. 

Allersberg (Mkt., Ldg. Hil- 
poltstein) 66. 94. 116. 

Altdorf 48. 59.61.62.66.94. 
109.121.122.165.209.237. 



Bairstorff, Pairstorff, Bayers- 

torff 12. 42. 44. 45. 47.67. 

68. 69. 75. 85. 116. 238. 
Bamberg 28. 29. 30. 32. 126. 

131. 132. 165. 
Banhoff, Pannhoff, Bonnhof 

Pf., Ldg. Heilsbrunn) 47. 

108. 
Basel 89. 
Peczenstein (Ldg. Potten- 

stein) 43. 
Begnitz, Pegnitz (Stadt) 43. 

119. 165. — Pegnitz Fluss 

207. 209. 
Beheimstein 147. 
Perengau bei Neumarkt 124. 



Altenberg (W., Ldg. Nürn- 
berg) 42. 48.63. 64. 71. 

Amberg 33. 66. 78. 

Amerstorf (Mkt., Ldg. Cadolz- 
burg) 39. 67. 112. 

Appenzell 258. 

Augsburg 87. 89. 110. 

Aurach (Df., Ldg. Heilsbrunn) 
111. 

Aurach, Fluss 108. 

Aurbach 109. 



B. P. 



Pergen, Dorf mit 2 Herren- 
sitzen 120. 

Bern 258. 

Bernheim 134. 

Pertestorff 213. 

Petersaurach (Pfd., Ldg. Heils- 
brunn) 107. 

Pfaffenhofen (in Oberbayern) 
28. 

Pillenreuth 33. 244. — Weiher 
das. 96. 

Pirbaum bei Dachspach (Birn- 
baum, Ldg. Neustadt VA.) 
119. 

Pirbaum , Pirbawm , sloss 
(Mkt., Ldg. Neumarkt) 40. 
109. 



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IV 



Geographisches 



Pirntan 209. 

Plech (Ldg. Pegnitz) 80. 

Plickendorf 15. 

Bockstorff bei Vorchheim 108. 

Podman, Schloss 132. 

Böhmen 114. 

Pomelsbrunn (Pfd., Ldg. Hers- 

bruck) 123. 
Popenreut (Ldg. Nürnberg) 

37. 88. 186. 187. 
Pottenstein 60. 
Breslau 13fr. 
Brettheim, Pretheim 64. 65. 

88. 89. 



Pruck (Mkt., Ldg. Erlangen) 
36. 37. 44. 

Pruckperg 128. 212. 

Brunn (Df ., Ldg. Pegnitz) 1 19. 

Brunn bei Emskirchen 125. 

Prunn (Pfd., Ldg. Markt- 
Erlbach) 82. 84. 

Buch, Puch (Df., Ldg. Erlan- 
gen) 36. 73. 

Buchschwabach 82. 188. 

Püchenbach bei Brück (Ldg. 
Herzogenaurach) 44. 

Büg, Pttrg, Schloss 43. 115. 

Puschendorf 60. 



C. K 



Kaczwang (Pfd., Ldg. Schwa- 
bach) 38. 42. 125. 

Cadolzburg, Kadolzburg 21. 
44. 46. 60. 61. 62. 63. 68. 
70. 85. 87. 88. 116. 119. 
188. 237. 

Kalkreut (Pfd.., Ldg. Erlan- 
gen) 37. 

Cammerstein, Kamerstein 12. 
43. 58. 59. 108. 

Katzenloe 187. 

Katzwang 15. 16. 

Kerspach unter Osternohe 
(Df., Ldg. Lauf) 40. 

Kerspach bei Vorcheim (Pfd., 
Ldg. Forchheim) 41. 

Kestel bei Dachsbach (Kastei, 
Kdf., Ldg.Neustadta/A.)75. 

Kestel bei Münchaurach 118. 

Ketendorf, neb.Heilsbrunn 72. 

Kirchperg a. d. Jaxt 58. 

Kitzingen, Kytzing 72. 

Clein-Reut 37. 38. 207. 



Koburg, Stadt 165. 

Cöln 89. 

Kornberg, Kornburg, Kurn- 
burg, Kiirburg (Df., Ldg. 
Schwabach) 12. 38. 42. 43. 
65.90. 188. 206. 209. Stein- 
bruch das. 13. 14.15.26. 

Crafftshof, Kraftshof (Pfd., 
Ldg. Erlangen) 36. 117. 

Kreilsheim, Kreylsheim 58. 
72. 257. 

Kronach, Stadt 165. 

Kuedorf (Df., Ldg. Schwabach) 
80. 114. 

Kueperg (Weingarten das.) 
77. 93. 

Küngssbruck 96. 

Kunigspruckweyer 209. 

Künigstein (Mkt. u. Schloss, 
Ldg. Auerbach) 122. 

SSBi} —*-»-»• 

Cz vide sub Z. 



D. T. 



Dachspach 121. 

Tan vide Ton. 

Tann, sloss (Burgthann, Ldg. 



Altdorf) 12. 16. 17. 18. 
39.61.74.76.93.108.112. 
Tanpach 38. 



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Verzeichniss. 



969 



Tetelsau (Di., Ldg. Heils- 
brunn) 108. 

Thulnaw 906. 

Tief, Schloss 81. 

Dinckelspühel 45. 111. 

Ton, Tan (Thon, Ldg. Nürn- 
berg) 37. 907. 



Dürnhoff 906. 945. 
Duesprunn, Dürssbrunn (Pdf., 

Ldg. Gräfenberg) 40. 117. 
Turm bei Forchheim (Thurn, 

Kdf., Ldg. Herzogenaurach) 

83. 



E. 



Ebenried in dem Soltzgau 
(Pfd., Ldg.Hilpoltstein) 80. 

Effeltrich bei Vorcheim 67. 
110. 

Egeldorf (Mögeldorf) 37. 64. 
66. 77. 79. 186. 907. 

Eger 10. 

Eglofistein (Pfd., Ldg. Grä- 
fenberg) 110/ 

Eichstädt, Eystat 10. 165. 

Elterstorff (Pdf., Ldg. Erlan- 
gen) 36. 

Emsskirchen 60. 78. 79. 116. 
117. 118. 130. 

Engeltal (ehem. Kl., Ldg. Alt- 
dorf) 61. 84. 90. 



Fach (Pfd., Ldg. Nürnberg) 

36. 45. 
Falckendorff bei Münchaurach 

95. 
Farnbach 39. 70. 87. 
Feielhof (W., Ldg. Nürnberg) 

76. 
Feitzbrunn, Veitsbrunn 39. 

91. 130. 
Felden, Städtch., (Ldg. Hers- 

bruck) 199. 
Feucht (Mkt., Ldg. Altdorf) 

38. 906. 909. 

Quellen Vm. 



Entenberg (Pfd., Ldg. Altdorf) 
47. 68. 

Erhenbach (Df., Ldg. Gräfen- 
berg) 108. 

Erlangen 39. 69. 73. 938. 

Erlastegen 37. 

Erlbach, Mkt., vide Markt- 
Erlbach. 

Ermreut (Ldg. Erlangen) 37. 

Eschenau (Mkt., Ldg. Erlan- 
gen) 37. 67. 73. 813. 

Eschenbach 194. 

Esslingen, Reichsstadt 49. 57. 
81. 132. 

Eysche vide Aisch. 

Eystet vide Eichstädt. 



F. V. 



Vincenzenbrunn 60. 

Fischpach (Pfd., Ldg. Alt- 
dorf) 67. 

Vischpach, der, 906. 

Vorcheim 41.44. 45.69.66. 
75. 83. 84. 94. 117. 165. 

Frankfurt 105. 

Frauenaurach (Pfd., Ldg. Er- 
langen) 39. 70. 75. 109. 

Fürnriet (Pfd., Ldg. Sulz- 
bach) 63. 

Fürt 37. 38.70,71.88.119. 
907. 

19 



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270 



Geographisches 



Galgenhof 65. — Der obere 

u. untere 206. 208. 
Gerberstorff 38. 
Geirn (Kdf., Ldg. Greding) 87. 
Geroltzhofen a/A. 121. 
Glarus 358. 
Gmünd bei Spalt (Fridrichs- 

gemünd, Ldg. Pleinfeld) 

123. 
Gnadenberg 120. 
Gostenhof 10. 11. 26. 38. 

49. 62. 



Grefenberg (Stadtchen) 37. 
66. 213. 

Grindlach (Pfd., Ldg. Erlan- 
gen) 36. 73. 

Grossen-Buch bei Scheinberg 
78. 

Gross-Beut 37. 38. 93. 186. 

Grfinsperg bei Altdorff 110. 
124. 

Gsee enhalb Wildenfels (Df., 
Ldg. Pottenstein) 86. 95. 



Haberstorf (Pfd., Ldg. Cadolz- 

burg) 46. 60. 106. 107. 
Hagburg (Happurg, Pfd., Ldg. 

Hersbruck) 122. 
Hagenpuchen 60. 
Haideck, Haydeck, Heideck, 

Schloss, Stadt u. Herrschaft, 

27.33. 38.39.41.90.118. 

127. 128. 211. 212. 
Hailebrunn (Mkt. u. ehem. 

Kloster) 66. 82. 90. 107. 
Hainburg bei Neumarkt 120. 
Hall, Reichsstadt 58. 110. 

111. 132. 
Hammer bei Aurbach 109. 
Hammer der Falznerin, bei 

Lichtenhof 72. 76. 77. 174. 

219 
Heidelberg 64. 65. 89. 
Heidingsfelt 72. 
Heilbrunn (in Würtemberg) 

64. 



Hennbach (Rednitz-Hembach, 
Ldg. Schwabach) 123. 

Heroltsperg (Mkt., Ldg. Er- 
langen) 37. 86. 

Hersbruck 122. 

Herzogen- Aurach 35. 81. 90. 
109. 134. 

Hetzeis (Df., Ldg. Gräfen- 
berg) 80. 115. 116. 

Hilpoltstein (Ldg. Graf enberg) 
40. 67. 115. 117. 134. 

Hirsbach (W. u. Hammer, Ldg. 
Hersbruck) 124. 

Hochstatt 90. 

Höchstatt a/A. 115. 120. 126. 

Höfen 38. 207. 

Höffleins 37. 

Hohelstein (beiEornburg)209. 

Hohenberg, Schloss 132. 

Hohenstatt (Pfd., Ldg. Hers- 
bruck) 122. 123. 

Horb 132. 



Ingolstadt (in Oberbayern) 28. 48. 49. 

IL vide C. 



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Verzeichniss. 



271 



Langen-Sendelbach 110. 
Lauff (Stadt u. Ldg.-Sitz) 46. 

66. 72. 73. 75. 76. 86. 93. 

94. 107. 108. 112. 113. 

120. 122. 134. 
Lauffenholcz (Df., Ldg. Nürn- 
berg) 66. 77. 
Laubing, Lawbing, Lawging 

(Lauingen, Stadt im Er. 

Schwaben) 49. 50. 51.53. 

56. 89. 90. 
Leinburg (Pfd., Ldg. Altdorf) 

47. 68. 
Lerstetten 43. 
Leuben, Lewben (Leoben) 53. 



Leutershausen , Lewtershau- 
sen 111. 

Lichtenau, Lichtenawe 42. 48. 
90. 127. 128. 212. 

Lichtenfels, Stadt 165. 

Lichtenhoff (Df., Ldg. Nürn- 
berg) 41. 65. 75. 76. 79. 
83. 84. 86. 94. 95. 174. 
187. 219. 

Linhart Sant vide Sant-Lin- 
hart. 

Loe, Loh 37. 207. 

Lohenhof 209. 

Lonerstat 34. 128. 214. 

Lucern 65. 256. 258. 



Mainz 89. 

Mahnashoff 37. 

Malmspach, Schi. (Ldg. Nürn- 
berg) 17. 18. 36. 

Marckt-Erlbach 84. 92. 

Marolfstain (Kdf., Ldg. Grä- 
fenberg) HO. 214. 

Maya 206. 

Neideck 209. 

Neuenburg, Newenburg, Schi. 

(Ldg. Erlangen) 39. 
Neuenfels, Schloss 132. 
Neuenhauss a. d. Aisch 124. 
Neuenhoff, Newnhof b. Esche- 

nau (Ldg. Erlangen) 36. 

67. 73. 
Neuenhof bei Katerbach (Mkt., 

Ldg. Markt-Erlbach) 46. 84. 
Neuenmarckt , Newenmarkt 

(Stadt) 60. 120. 
Neunkirchen , Newnkirchen 

(am Brand, Ldg. Grafen- 

berg) 60. 



Merndorf (Pfd. , Ldg. Erlan- 
gen) 12t. 

Mittel-Eschenbach (Städtch., 
Ldg. Heilsbrunn) 114.* 

Mögeldorf vide Egeldorf. 

Münchaurach 44. 78. 

München (Res.-Stadt) 28. 112. 
126. 



N. 



Neuenstatt am Kocher 64. 

Neuenstatt 133. 

Neuenstatt a.d. Aisch 18.78. 
92. 121. 

Nittau, Städtchen 132. 

Nördlingen 32. HO. 111. 

Nürnberg, Reichsstadt 5 ff. 
Häuser, Höfe u. Gebäude: 
Ebracher-Hof 251. Hof 
des Bisch, v. Eichstädt 
13. 82. St. Gilgen-Hof 
82. 168. Des Klosters 
Hailsbronn zwei Höfe 82. 
Der Koler Haus 82. Mar- 
stall 229. 230. Neun- 
19* 



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272 



Geographisches 



kircher-Hof 251. Neu- 
pau 168. 170. 201. Sek- 
kendorfer-Haus unt. der 
Veste82. Veste 7. 10. 
12. 210. Wüdbad auf 
der Schutt 217. 221. 236, 

Kirchen und Pfarreien: 
S.Lorenz 196. S.Sebald 
81. 196. Kirchhof 134. 
Frauenkapelle am Platz 
103. 134. S. Margare- 
then - Kapelle auf der 
Veste 196. 210. 

Klöster und geistliche Or- 
den 26. 49. Barfüsser 
229.230. Garteuser201. 
Deutsch-Herren 63. 251. 
S. Clara 11. S. Egidien 
11.13. S.Katharina 11. 
200. 236. 

Siechhaus, Sondersiechhaus 
33. 244. 

Spital, neues 244. 

Swipogen 195. 196. 

Thore: Frauenthor 41. 65. 
75. 83. 84.95.193.200. 
223. Laufferthor93.190. 
192.199.200. Neu-Thor 
194.196.202. Spittler- 
Thor 34. 62.63.64.118. 
193. 194. 201. Thier- 
gärtner-Thor 74. 194. 
202. Hyrher-Türlein 196. 
Werder-Türlein 200. 

Thünne: 199 ff. Thurm 



hinter S. Kathrein 200. 
236. Halbsymbel-Thurn 
im Zwinger auf der Veste 
202. Thurn hin der dem 
Wildpad 200. — hinter 
den Karteusern 201. — 
hinter des Peslers Stadel 

201. Eulnsmids- Thurn 

202. Fröschs-Thurm 1 99. 
Grosser Thurn in der 
Pegnitz 202. Kunigs- 
Thum 202. Luginslant 

199. Mollen-Thurm 200. 
Alt-Nürnberg 199. Neu- 
Thurn 194. Schüttmei- 
sters-Thurn200. Türn- 
lein am Fischbach 195. 
Turnlein auf dem Wasser 

200. Wasserthum 195. 
WeisserThurn 196. Wer- 
der-Thum200. Zwinger 
168. 199. 

Rennweg 207. 

Auf der Schutt 168. 170. 
217. 248. 

Garten bei den sieben Kreu- 
zen 207. 

Garten des Peter von Watt 
74. 93. 207. 

Nürnberger - Reichwälder 
10. 12. 26. 41. 49. 122. 

Lorenzerwald 245. 

Nürnberger Landwehr 28. 
93. 113. 118. 203. 



Obern -Erpach bei Regens- Onokzbach 72. 90. 111. 112. 

perg 78. Osternohe 40. 95. 116. 119. 

Offenhausen (Pdf., Ldg. Alt- Ottensoos (Df. zwischen Lauf 

dorf) 47. u. Hersbruck) 121. 188. 

F. vide B. 



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Verzeichnis«. 



S73 



Rednitz, Retnytz, Fluss 42. 
48. 63. 71. 115.123.124. 

Regensburg 29. 

Regensperg (W. , Ldg. Grä- 
fenberg) 44. 67. 109. 116. 

Regenstauf 33. 

Regnitz, Rennitz, die 209. 

Reicheistorf (Df., Ldg. Schwa- 
bach) 118. 209. 

Reichenbach Ober- u.Nieder- 
60. 

Reichenbach 78. 118. 

Reichenbach enhalb Habers- 
dorf ( Ober - Reichenbach, 
Edf., Ldg. Cadolzburg)106. 

Reicheneck (W., Ldg. Hers- 
bruck) 80. 

Reichstädte: 25. 45. 132.— 
— fränkische 31. 132. — 
schwäbische 25. 29. 31.ff. 
35. 46. ff. 57. 81. 83. 87. 
90. ff. HO. 126. 132. 

Riess, das 111. 

Rittenpüel 96. 



Rötenpach (Ldg. Altdorf) 38. 
81. 187. 209. 

Rötenpach bei Vorcheim 66. 

Ronlach, die 209. 

Ror enhalb Swabach (Pfd., 
Ldg. Schwabach) 107. 

Rosstall (Df., Ldg. Gadolzburg) 
47. 48. 85. 95. 130. 188. 

Rot 15.16.80.95. 118.119. 

Rotenberg (ehem. Schi., Ldg. 
Lauf) 46. 60. 69. 80. 95. 
115. 119. 

Rotenburg a. d. Tauber 45. 
46. 48. 57. 58. 72. HO. 
111. 113. 121. 132. 

Rotenburg am Neckar 132. 

Rotenwecker-Strass vide Rö- 
tenbach. 

Rotweil 132. 

Rückersdorf (Pfd!, Ldg. Er- 
langen) 37. 

Rüttersbach (Pfd., Ldg. Plein- 
feld) 81. 



S. 



Sanct-Gallen 259. 
Sant-Jobs 207. 
Sant-Johans71. 74. 93. 174. 

207. 
Sant-Linhart 38. 118. 186. 

206. 245. 
Sant-Wilboltz-Prünlein 63. 

174. 206. 207. 
Schaffhausen 132. 
Schawrbach bei Emskirchen 

(Schauerberg, Df. , Ldg. 

Markt-Erlbach) 85. 
Schefhof (Ldg. Nürnberg) 37. 
Scheinberg (Df., Ldg.Gräfen- 

berg) 60. 62. 66. 92. 124. 



Schlüsselfelt, Slüsselfelt 72. 
Schnaitach, Snaitach (Mkt., 

Ldg. Lauf) 46. 60. 
Schnepfenreut, Snepfenrewt 

37. 
Schnigling, Snygling (Df . , Ldg. 

Nürnberg) 37. 
Schönberg, Schi. (Ldg. Lauf) 

18. 41. 42. 
Schönberg, österr. Pfandschaft 

132. 
Schoppershof (Ldg. Nürnberg) 

37. 93. 207. 
Schwabach, Swabach, Fluss 

37. 92. 



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274 



Geographisches 



Schwabach, Swabach, Stadt 

12. 15. 16. 47. 48. 58. 59. 

68. 72. 75. 78. 81. 83. 84. 

88. 92. 94. 96. 103. 106. 

113. 114. 118. 119. 120. 

122. 187. 
Schwäbisch-Werd 110. 
Schwaig, Swaig (Df., Ldg. 

Nürnberg) 64. 
Schwant, Swant (Mkt, Ldg. 

Schwabach) 119. 130. 
Schwarzenlohe 12. 
Schwarzwasser, Swarzwasser, 

das 209. 
Schweinau, Sweinawe, Swey- 

nawe 38. 109. 118. 
Schweinfurt 107. 
Schweitz 5. 252. 
Schwytz 257. 258. 
Sebach 79. 110. 
Sebach, Baeh im Ldg. Herzo- 
genaurach 39. 79. 



Selingporten (Pfd., Ldg. Neu- 
markt) 109. 

Sendelbach (Df., Ldg. Hers- 
bruck) 41. 

Sendelbach ( Langensendel- 
bach, Ldg. Gräfenberg) 47. 

Sinterspühel 38. 206. 

Sittenbach 95. 

Solothurn 258. 

Soltzgau, das 61. 80. 109. 

Spalt 123. 172. 

Speyer 89. 

Spittelhof (Ldg. Nürnberg)37. 
187. 

Stain(Df.,Ldg.Nürnberg) 113. 

Stainpühel 206. 

Steigerwald, der 72. 

Steinach 209. 

Strassburg 89. 

Sulzbach (Stadt u. Ldg.) 63. 
64. 122. 

Sumersdorf 95. 



T. vide D. 



ü. 



Uffenheim 10. 

Ulm 57. 81. 83. 89. 111. 

132. 258. 
Ulshouen bei Kirchperg (an 

der Jaxt) 58. 

V. vide P. 



Ultfelt 128. 
Unter-Waiden 258. 
Uri 258. 



w. 



Wassermungenau 114. 
Wassertrüdingen, Wassertri- 

heding 45. 
Weidach bei dem Altenberg 42. 
Weidenmül 174. 207. 243. 
Weier des Halbpachs (bei 

Feucht) 209. 
Weirhaus,Weyrhaus (W., Ldg. 



Nürnberg) 41. 72. 76. 83. 

174. 219. 
Weissenbrunn (Df ., Ldg.Heils- 

bronn) 108. 
Weissenburg, Reichsstadt 33. 

38. 45. 77. 78. 86. 87. 105. 

HO. 118. 125. 



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Verzeichnis. 



S75 



Weissendorf (Schloss im Ldg. 
Herzogenaurach) 40. 

Weissenoch (Pfd., Ldg. Grä- 
fenberg) 67. 

Weitersdorf (Df., Ldg. Heils- 
brunn) 108. 

Wentelstein, (Df., Ldg. Schwa- 
bach) 38. 188. 209. 

Werd (Vorstadt v. Nürnberg) 
75. 76. 94. 174. 207. 219. 

Werd schwebisch vide Schwä- 
bisch-Werd. 

Wernfels (Df., Ldg. Plein- 
feld) 114. 

Weteendorf 37. 

Wien 133. 



Wübolts-Brunnen vide Sant- 

Wilbolts-Brunnen. 
Wildenfels (Df., Ldg. Gräfen- 

berg) 79. 
Willisau 263. 
Windsheim, Winsheim 33. 45. 

48.72.81.84.85.92.105. 

HO. 111. 113. 121. 263. 
Windspach, Winspach 58. 59. 

82. 112. 171. 188. 238. 
Wintterstain 95. 115. 
Witzendorf, österr. Pfandsch. 

132. 
Worms 89. 
Würzburg, Wyrczburg 72. 87. 



Z. 



Zabelstein in Franken (Ldg. 

Geroldshofen) 87. 
Zell bei Gmünd 123. 
Zenn, Czenn(Langenzenn) 40. 

46.60.70.71.75.85.107. 

113. 237. 263. 
Zerzagelshof, Czerczagelshof, 

Czernzagelhoff (Df., Ldg. 

Nürnberg) 65. 72. 76. 



Zigelhof, Gzigelhof 37. 83. 

92. 93. 
Zirndorf, Zyrndorf, Czyrndorf 

(Pfd.,Ldg.Nürnberg)48.95. 
Zug 258. 
Zwickau 105. 



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IL Personen-Veneichniss. 



A. 



Abenberg Hans 153. 

Abmsperg v., Heinr. 146. 

Ach v., Hans 152. 

Adelman Lorentz 148. 

Aderstorf Diez 69. 

Aichelperger , Fritz , peck- 
slaher 199. 

Albert Gaus 105. 

Albrecht trumeter 105. 

Albrecht Cuntz 164. 

Aldendorff v., Adam 164. — 
Crafft 164. — Nicki 149. 

Alhartspeck Pangratz 152. 

Allenhausen Conr. 157. 

Allnheym von Turckheym, Joh. 
156. 

Allsar v., Wüh. 147. 

Altenberg v., Heinr. 147. 

Amman Fritz 194. 

Ampringen v., Hans 161. 

Angelach, Anglach, Ditrich d. 
alt. 157. Jacob 145. 

Angerhuber Mich. 165. 

Appel Fricz 199. Hans 106. 

Apsperg, Appsperg, v. Aps- 
perger: Engelh. 146. 165. 
— Hans 90. 146. — Hein- 
rich 146. — Ulrich 150. 



Archfelt Ditr. 155. 
Armpurger Hans 16 t. 
Arnstett v., Ott 154. 
Arweitter Conr. 162. 
Asperg v., Wüh. 16 t. 
Asseburg von der, Jacob 155. 
Attigny,D'attigny,Tschan 156. 
Aufsäss , Aufsehs , Aufsess 

Cuntz 160. Cuntz d.j. 159. 

Cuntz z. Marenstein 153. 

— Haintz 127. — Hans zu 
Freyenfels 152. 153.— Jörg 
159. 

Augsburg, Bischof: Peter 29. 

48. 50 ff. 64. 65.89.254. 
Aurbach v., Eberhart d. elt 

147. — Neithart 156. 
Aw Conr. 160. — Eberhart 

und Steffan, brüder 160. 

cf. Ow. 
Awer Jacob 193. — Jörg 163. 

— Markart 146. 
Awnpeckh Linhart 152. 
Awrsperg v., Engelhart, obri- 

ster Cämerer in Erayn und 
in der Margk 165. 



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Personen- Verzeichaiss. 



877 



B. P. 



Pach Eukarius 156. 

Pach vom, Jörg 146. 

Pache Glas 156. 

Pack Ulrich 150. 

Baden Markgrafen 8. 57. 58. 
89. 90. 91. 132. — Jacob, 
Bernhard, Karl 148. 

Baden von, Wilhelm 156. 

Bair vide Bayer. 

Baldersheim v., Craft 164. cf. 
Beldersheim. 

Pale, Beterman und Bernor 
146. 

Palgestet v., Hans 154. 

Balnitz v., «Tobst 151. 

Bamberg, Bischof v. : Anton 
8. 28. 29. 32. 33. 57. 106. 
126.127.147.246. 254.— 
Domkapitel 35. 88. —Dom- 
probst 246. 

Bamberger Her. 200. 

Pannewitz Heinr. 149. 

Parsberg, Parsberg, Cristoff, 
ritter 163. — Cristoff d. j. 
153. — Fridrich 150. — 
Wernher, ritter 97. 

Bartholmes, richter zu Toln- 
stein 161. 

Passau, Bischof N. N. 126., 
dessen Räthe 49. 

Pauer, Pawer, Hans 153. 

Paulsdorffer zu der Kürn, 
Heinrich 162. 

Paulus, Meister, Wundarzt 
212. 

Paumgartner, Pawmgattner, 
Conrad d. elt. 167. — Con- 
rad 96. 233. 234.— Hans 
148. 

Pawer vide Pauer. 

PawnawzuDrossk,Heinr. 154. 



Bayer, Bayr, Bair, Caspar 152. 

— Jörg 164. 
Beyer v. Holtfeld, Joh. u. 

Gothart 157. 
Bayer, Payer: Cvnz 202. — 
Fritz 202. — Herman 201. 
Bayer, Beir von Bopart Hein- 
rich 164. 
Bayer, Beyr von Wechters- 

pach, Cuntz 158. 
Bayern, Herzoge von, Pfalz- 
grafen bei Rhein: 
Ludwig IV. (der Sanft- 
mütige) von der Chur- 
Pfalz 21. 27.29.30. 89. 
104. 254. — Friedrich L 
(der Siegreiche) v. der 
Chur-Pfalz64.88.89.90. 
127. 132, 134. — Fried- 
rieh I. (der Hundsrüker) 
von Simern -Spanheim 9. 
149. — Steffan von Pfalz- 
Simmern 9. 1 49. — Ottol. 
von Pfalz -Moosbach 8. 
9. 47. 65. 66. 67. 103. 
106. 121. 126. 127. 
149. — Albrecht HI. (v. 
Bayern-München 28. 30. 
48. 49. 50. 53. 126. 128. 
254. — Friedrich, Her- 
zog (von Bayern-Lands- 
hut) 16. — Heinrich (der 
Reiche) von Bayern- 
Landshut 28. 30. 48. 49. 
50 ff. 57. 106. 254. 
Bebemburg v., Leupolt 148. 

150. 
Bechofen, Linhart 151. 
Bechstein zu Billmethausen, 

Hans 155. 
Bechtolsheyme v., Hans 165. 



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978 



Personen- 



Bechtoltzhaimer Stephan 149. 

Peck Ott 13. 14. 

Peer Hektor 97. 

Peffingen v., Heinrich 155. 

Peheim Eberhart 1 06. — Lien- 
hart 209. 

Beheim v. Regal, Vlerschy 163. 

Peheym von Cholmutzo, Wil- 
helm 163. 

Beheln v., Hans 148. — Ny- 
kel 148. 

Behemburg vide Bebemburg 

BeF} videBayer - 

Peler Cvncz 151. 

Beldersheym v. Henne, Mar- 
schalk 164. cf. Baldersheim. 

Beldingshusen v., Johan 159. 

Pemer Melchor 99. cf. Pömer. 

Pemflinger Peter 163. 

Penczenauer zu Eempnaten, 
Ott 198. 

Bendorf v., Hans 154. 

Pennynger Ulrich J93. 

Percken v., Wilprecht 146. 

Berende Jörg u. Fritsche 158. 

Berg, Pergv., Albrecht 159. 

— Caspar 153. 
Perg vom, Cuntz 147. 
Berge v., Hans 158. 
Bergkheimer Jacob 159. 
Peringer Hans 909. 
Berleibschen Siettich 157. 
Berlichingen v., Engelh. 145. 

— Götz 165. 
Bernckloe Heymeran 163. 
Bernfelde Peter 149. 
Bernhardinus Sanctus 135. 
Pernhart Cvnz 69. 97. 
Bernhausen Hans 141. — 

Wolf v. 157. 
Bernigkhusen Godert 159. 
Berthußen Beringer 155. 



Pese v., Fritz 156. 

Bess v., Hans u. Peter 155. 

Besserer, Pesserer, Hans, v. 
Ulm 49. — Stephan 165. 

Pessler Niklas 901. 

Petrowitz v., Micolas 165. 

Petzensteiner Heincz 901.— 
Peter 901. 

Peumburg, Pewmburg, Otto 
1Q5. 

Beuscher, Peuscher, Gebhart 
105. 148. - N. N. 101. 

Beyssenwein Hartman 147. 

Hab Hans 147. 

Haff Heintz 150. 

Pfalzgrafen bei Rhein vide 
Bayern Herzoge. 

Pfann Peter, Hauptmann des 
nürnb. Fussvolks 71. 79. 

Pfansmid Fritz 901. 

Hanensmid Hans 199. 

Pfeffenhauser Fritz 153. 

Pfeilsmid Cuncz 900. 

Pfintzing Görg 190. — Lud- 
wig 198. 909. — Peter 194. 
- Perchtolt 96. 97. 233. 

Pfirgner Wilh. 163. 

Pfister 193. 

Pflug zu Schwartzemberg, Se- 
bastian 148. 

Pfhur Cvntz 199. — Heincz 
909. 

Pfortten von der, Heintz 155. 

Pfreimder Hans 150. 

Bibra v., Bartholomeus, Mar- 
schalk 1 55. — Herman 1 60. 

Pichaw, Nickel und Diprant, 
Brüder 149. 

Pickenpach, Herr v., Michel 
160. 

Piderman Conz 69. 

Bila, Byla v. Ditze, Voyt zu 
Freyburg 154. 



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Verzeichnis. 



279 



Pifcacher,PilsacherWilh. 150. 

Binczenstock Cvnz 106. 

Birkenfels, Pirkenfels v.,Hans 
1*6. — Paul, zu Stopfen- 
heim 145. — Steffan 146. 

Pirkamer, Franz 97. 113. 

Pirmud (Pyrmont) u. Eren- 
perg, Heinrich, Johann, 
Friedrich, Brüder 161. 

Bischofrode Herwig u. Henne 
158. 

BischoffshusenWilkynn, Hein- 
rich u. Wilhelm 158. 

Pissker Hans 156. 

Pitler Hans, Reinolt, Frentzel 
und Hans 149. 

Pitterlin Walther 151. 

Plagoy Graf, Nyclas 157. 

Plannkemberg Hans, Ritter 
154. 

Plassdorf Nikel 151. 

Plassemberger Fritz 164. — 
Hans 154. 

Blassim Karl, Hauptmann auf 
der Luttaw 152. 

Blawen, Plawen, Beuss vide 
Beuss. 

Pleyfar Heinrich 158. 

Blumynger Hans 145. 

Bock Ulrich 105. 

Bock von Stoffenberg, Dietrich 
161. 

Podemberger Fridrich 165. 

Pömer Ir. 240.— Walthasar 97. 

Pötzlinger Cvnz 69. — Peter 
199. — Steffan 69. 

Pogner Hans 214. 

Polentz Hans u. Friedrich 149. 

Poll Cvncz 182. 

Pollinger Fritz 163. — Jörg 
162. — Nyclas 160. 

Polnitz v. Chyman 154. — 
Volker 154. 



Polnnitz Hans 150. 

Popfinger Hieronymus, von 
Nördlingen 32. 45. 

Poppenberger Fritz 154. 

Bordan v., Mertein 145. 

Pore, Porv., Hans 106.153. 

Porger Peter 148. 

Borgestorf Heyne 149. 

Borgunden v. der, Heinr. 159. 

Borne Hans 157. 

Bornhusen v., Albrecht 159. 

Borrit v., Tristram 155. 

Porss Endres 154. 

Portzig Ulrich 154. 

Boss Hans 149. — Oswald 
102. 

Bosse v. Wilhelm 159. 

Posseck, Possecke Heintz 148. 
154. — Urban 154. 

Possern v., Hans 154. 

Potz Cvntz 147. 

Boymbach, Boyembach Hein- 
rich, Hans u. Asmus 158. 

— Lutz 159. 
Boyneburg Haimbraide 157. 

— Renhart 157. — Philipp, 
Bembart, Ghonrad, Brüder 
157. — Heinrich u. Ott 158. 

— Rane 157. 
Bozkawitz v., Jan. 152. 
Prackenloer Hans 201. 
Prait, Prayt Guntz v. 147. 
Braittembach, Praittempach, 

Braydenbach, Preittembach 
Caspar 154. — Cristoffel 
150. — Chintz 153. — Ger- 
lach 157. — Johann gen. 
von Braittenstein 158. — 
Arnt, sein Sohn 158. — 
Johann d. j. 158. — Jor- 
dan 150. 
Braittenrat, Brayttenrat Sy- 
num 159. 



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280 



Personen- 



Praittenser Degenhart 169. 
Brandenburg, Markgrafen v., 
Burggrafen zu Nürnberg: 
Albrecht 5—36 u. ff. 48. 

52. 53. 6*. 65. 77. 83. 

88—93. 99. 101. 104. 

106. 113. ff. 118. 133. 

124.136. 128. 130.131. 

133. 145. 253. 356. 258. 

263. — Hans (Albrechts 

Bruder) 8. 20. 26. 33. 

47.85.92.106.126.145. 

— Friedrich I. (Albrechts 
Vater) 10. 17. — Fried- 
richll.(d.elter)104.145. 

— Fridrich d. j. 145. 
Brandenstein v., Jörg 146. — 

Albrecht, Heinrich, Hans 

126. — Hans 156. 
Pranthoch Hans d. elt. 161; 
Prantner Lorentz 163. — 

Nikel 69. 
Braunschweig-Lüneburg,Her- 

zoge von : Heinrich, Fried- 
rich, Wilhelm 146. — deren 

Gesandte 31. 
Braussburg v., Morss 159. 
Preckendorffer Jörg 163. — 

Sigmund 163. 
Predo v., Heintz 150. 
Prem Herman 106. 
Prenntel Heinrich 150. 
Prenttel Hans 199. 
Preyttenstein , Hans v. 150. 
Prewss u. Berl 161. — Mathes 

161. 
Prinkner Herman 200. 
Brischaw v. , Jan, Kitter, 

Hauptmann des Zaslaber 

Kreises 152. 
Brodel von Altorf, Hans 156. 
Prokisch N. N. 202. 
Prompnitz Melcher 152. 



Propel, wirt zu Kadolzburg 
68. 

Prophet Heintz 201 . — Steffan 
202. 

Brostibers v., Busko 165. 

Brubecke Adolf 159. 

Prucker Hans 148. 

Prügel Hans 201. 

Prülar v. Urach, Mertein 147. 

Prünster Thoman 59. 106. 

Prunner Fritz 201. 

Brunsperg Dietr. 146. 

Bubisch Cristoff 154. 

Puch v., Hans d. j. 162. — 
Jörg 165. 

Puchawser Seyfried 165. 

Buchen, genannt Wolf, Eber- 
hart 164. 

Puchen Fritz 150. 

Puchewitze v., Nickel 150. 

Puchfelder Sigm. 150. 

Buchiss Hartman 164. 

Puchner Hans 164. 

Buchsecke, Puchsecke, Jo- 
hann d. j. 148. — Godert, 
Bernhart, Gurt, Münch 159. 
— Wernher 159. 

Buchsecke zum Frankenberg 
Herrn. 159. 

Buchwal v. Burglaz : Protilba 
164. 

Buckensdorf v., Jan., Hans, 
Peter, Nickel, Brüder 149. 

Pudemstorffer: Cunz 163.— 
Jörg 163. — Hans 162. 

Büdingen Hans 164. 

Püllenhoffer Hans 106. 

Bünaw, Punaw v., Heinrich 
151.— Heinrich zu Tuchern 
154. — Rudolf 101. 158. 

PüÜer Herman 162. 

Pütreich zu Reichartshausen : 
Jacob 128. 



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Verzeichnis. 



281 



Püttnör Peter, Büchsenmei- 

ster 193. 
Puff Claus, Büchsenmeister 

193. 200. 
Punczinger Caspar 162. 
Burkart Ott 156. 
Pusch Erhart 150. 



Kab Herman 202. 

Eachensdorffer Balthas. 162. 

Kämerer, Kemerer gen. von 
Talberg: Wolf 148. 

Eagneck v., Hans 161. 

Kagrer Linhart 163. 

Kalb von Rinheim, Bernhart 
145. 

Kaienberge Bane v. 157. 

Kaltenhauser, Ealtenhawser 
Claus 201. — Fricz 200. — 
Hans 201. 202. 

Kaltental, Caltental Hans 160. 
— Hans u. Caspar 161. 

Ealuch zum Rostok, Johann 
146. 

Kamentz Budolf u. Hans 151. 

Kamerawe v., Ulrich 163. 

Kammacher Hans, Büchsen- 
meister 194. 202. 

Kammermeister Fritz 194. — 
Heincz 210. 

Kanacher Gilg 156. 

Kandelgiesser Hans 200. 

Kandelgiesser Cvntz,Büchsen- 
meister 191. 

Kanspach v., Glas 164. 

Capistrano de, Capistranus 
Johannes 134. 135. 

Cappeln,KappelnzuScharffen- 
eck, v., Lasla 152.— Ste- 
phan 152. 

Cappeln von der, Ott 160. 

Karben y. Friedrich 164. 



Buse Jörg 155. 

Putendorf v., Mertein , Pfle- 
ger zu Bernfels 162. — 
Hans 161. 

Butlerr (Butlar) Herman u. 
Jörg 159. 



C. K. 



Karspach Philip u. Gerlach 
148. 

Kartscha v., Mattigas 152. — 
Niccolaz 152. 

Castel Grafen: Lienhartl51. 

Castitz Cristoffer 152. 

Kauffungen v. t Conrad, Cvntz 
33. 74. 98. 101. 102. 105. 
167. 179. 189. 232. 237. 
245. 246. 

Caustine: Friedrich, Johann 
u. Bauene 157. 

Kautsch Herman 145. 

Kaw Herman, Büchsenmeister 
194. 

Kawer Ulrich 202. 

Kaczenelenbogen Graf, Philip 
150. 

Keim, Keym Fritz, Büchsen- 
meister 194. 202. 

Keller Ott 149. 

Kemmaten Ulrich 148. 

Kemmater Linhart 161. cf. 
Kemnater. 

Kemmerer vide Kämerer. 

Kemnaten v.,Kemnater,Kemp- 
nater Andr. 148.— Burekart 
149. — Dietrich, Pfleger 
zu Sandsee 162. — Gilg 
155. — Hans 1 63. — Heintz 
155. — Jacob d. j. 152. 
cf. Kemmater. 

Centgreff vide Zentgreff. 

Kerchenbruck Reinhart 146. 



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283 



Personen- 



Keser Ulrich 195. 

Eess Seitz, Büchsenmeister 
194. 201. 

Kessler Henitz 157. 

Cestel, ein Einrosser 213. 

Kettel Hans, von Tretzick- 
heym 162. 

Kiemsee, Kyemse, Bischof von 
(Silvester) 125. 127. 

Cilly, Zyle, Ortemburg und 
in dem Seger, Grafen : Ul- 
rich, Ban in windischen 
Landen 147. 

Kindsperg, Kinsperg: Fried- 
rich 69. — Hans zum Wern- 
stein, Ritter u. s. Bruder 
Ulrich 149. — Hans zu 
Krewssen, Ritter 152. — 
Jobst 152. — Heinrich, 
Ulrich, Heintz und Hans 
153. — Rüdiger 150. 

KinsÜing Fricz 199. 

Circkendorfer vide Zirken- 
dorfer. 

Kirchperg v., Adam 146. 

Kirchperg Graf, Albrecht Herr 
zu Kranchfelt 151. 

Kittlitz v., Herren zu Spreng- 
berg Otto und Otto, Brü- 
der 159. 

Klack, Clack: Albrecht, Pfle- 
ger zu Rot 148. — Jörg 
zu Pan 17. 147. — Hans 
d. j. 147. 

Klee Hans 69. 

Klein, Clein, Friedel 157.— 
Hermann 201. 

Cüeistentaler Nickel 151. 

Cl'enaw, Herr zu, Puckpick 
160. 

Klepurg Härtung 147. 

Clewyss Hans 164. 

Chlotto v., Diettrich 165. 



Kluchgss Jörg 101. 

Klurr Johann 158. 

Kneussel, Knewssel Hans 1 53. 
— Jörg 153. 

Knoblauch Cuntzeman 159. 

Knöringen v., Cuntz 145. 

Knofelstorff Hans 149. 

Knorlein, v. Abenberg, u. 8. 
Tochter Agnes 135. 

KnorrDr. Peter 89. 126. 127. 

Knüttel Hartman 156. 

Knylein Hans 200. 

Koberitz, zum Sesshe gesess., 
Heinrich , Hans , Nickel, 
Ruppr., Brüder 149. 

Koburg, Coburg v., Albrecht 
162. 

Koburger Hans 162. — Lo- 
rentz 148. 

Koch Fritz 69. 

Kochberg v., Bernhart, Ritter 
155. — Cvntz u. Jörg 155. 

Kodaw v., Jan. 165. 

Kodel Appel 155. 

Coder Albrecht 164. 

Königstein v., Johann 148. 

Koeler, Koler Niclas 220. 228. 
cf. Koler. 

Köln, Cöln, Erzbischof N.N. 
30. 105. 254. 

Kohelschein v., Balthazar 154. 

Kolb Albrecht 148. 

Koler, Coler; nürnberg. Ge- 
schlecht 82. — Aberlin, 
gen. Greiff 161. — Ercken- 
precht 190. — Hans 96. 
155. 227. cf. Koeler. 

Kolhausen v., Berthold 162. 

Colobrat v., Burian 114. 

Konspach Erhart 157. 

Constat vide Kunstat 

Contz, marstaüer 105. 

Kopp Hans 151. — Jörg 106. 



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Verzeichnis. 



Koppenzeller Hans 105. 

Kornn Hans 106. 

Ciospot, Eostboden zu Wolf- 
ramsdorf, Caspar 105.154. 

Eossbaden v., Heinr. 147. 

Coswede v., Caspar 155. 

Koczaw vide Eotzau. 

Eotschin Heintze 154. 

Cottbitz vide Eottwitz. 

Cottebuss, Herr v., Leuchter 
159. 

Kottelsdorffer Hans, Kastner 
zu Schesslitz 159. 

Eottenaaer, KottnawerHans, 
Witt, u. Lienh. 163. — 
Fritz u. Michel 145. 

Eottenheym v., Erkner, Burg- 
man zu Arberg 162. 

Eottner Jörg 159. 

Eottwitz, CottbitzN.N.,Haupt- 
man der nürnberg. Schützen 
33. 98. 102., der Spieser 
167. 

Eotzan, Koczaw v., Hans 101. 
1 06. — Heinz 44. — Heinr., 
Hans, Nickel, Fried. 153. 

Kotzauer Heintz 150. 

Kotze Herman 156. 

Eoteler Ulrich 147. 

Eözel Bock Zliczlawitz 152. 

Kracht Heinz 150. 

Kracker Hans 165. 

Kraeluck Berit. 148. 155. 

Eraft Berchtolt 194. — Jero- 
nimos 69. 

Krag Ulrich, Hauptman zu 
Haideck 38. 

Erage Linhart 163. 

KraÜsheim, Erewlsheym Hans 
149. — Heinrich u. s. Sohn 
Fritz 165. — Schwan 149. 
— Ulrich 165.- Wilh. 148. 

Kranchv.KircheymPeter 156. 



Eranntz, Cranntz v.Geysels- 
heim, Berchtolt 150. 165. 

Erauss, von Ensingen, Ulrich 
161. 

Ereb Jacob 106. 

Erehan N. N. 156. 

Erenckingen, Freyherr, Ytel 
Hans 163. 

Eress Albrecht 190. — Sebolt 
210. 

Kreyss Arnolt, von Linden- 
fels 163. 

Erinner Hans 105. 

Cristan Jörg 194. 

Eroghan Peter u. Albrecht, 
Brüder 163. 

Cronberg v., Philipp, Bitter 
164. 

Cronemberg, Cronenburg v,, 
Frank, Hartmans sei. Sohn 
164. — Hartman 164. 

Erongele Emerich, d. alt., 
Albrecht u. Emerich 158. 

Erosten Heinrich 151. 

Erotendorff v. , Conrad 153. 

Krottendorffer Wolfgang 164. 

Erowelsaw v., Bitschhans 161. 

Erugk v. Sommerau, Hans 1 64. 

Erumpnawer, Mich. 164. 

Crusina Hinko, Herr zu 
Schwanberg 114. 

Erygennoyt Hans 154. 

Kuchenmeister Heinrich 158. 

Eülstett v., Herman 154. 

Eüngssfelder Witt. 153. 

Eünssfelder Hans 160. 

Eünig Sebolt 194. 

EünigzumNewenmarkt, Hans 
u. s. Söhne Liebhart, Hens- 
lein u. Lienhart 163. 

Eürmreutter, Euremrewter, 
Caspar 1 63. — Hans 1 50. — 
Hermann 163. — Jörg 150. 



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284 



Personen- 



Eulen Rudolf 158. 

Kunstat , Constat , Herren : 
Jan Zagimatz 161. — Jor- 
ziko, Herr zu Bodeprad 
160. — Protzko gesessen 
zu Bozkowitz 152. 



Tachenhauser Wolf 160. 
Talheim vide Thalheim. 
Dalich v., Ernst 153. 
Talner N. N. 167. 
Dalwige v., Johann 158. 
Tandorfer, Tanndorfer Hans 

69. 154. — Heintz 153. — 

Ruprecht 149. — N.N. d. alt. 

36. 
Daner Heintz, aus d. Mark 1 50. 
Dangel Tttel, Vogt zu Gotha 

155. 
Danhauss, Tanhauser Hans 

148. 150.. 
Tanitz Hans 149. 
Tanlocher Erhart 162. 
Tann v.: Michel 150. 165. — 

Wolf, Pfleger zuArberg 162. 
Tann von der : Engelhart 1 60. 

—Heinrich 160.— Veitl59. 
Tanne v., Peter 146. — Hans 

d. j. 146. 
Tanpach Heinz 200. 
Tarant Nickel 149. 
Dattigny vide Attigny. 
Taucher Fritz 160. 
Tauchstörffer N. N. 102. 
Daxperger Ulrich 163. 
Dechwitz v., Karl 150. 
Degenperg v., Hans, Ritter 

163. 
Deinlinger Caspar u. Oswald 

146. 
Denerlein Erhart 153. 
Tenner Nykel 151. 



Kuppelich üllein 151. 
Kurcz Jacob 202. 
Kutzelewben v., Hans, Ritter 

155. 
Czemnung vide Zemnung. 



D. T. 



Tenstede Ciliax 156. 

Teraw 151. emende in Tettaw. 

Dernbach: Wernher, Fried- 
rich, Trotte, Heinr. 158. — 
Johann, Ludwig d. ä., Lud- 
wig d. j. 159. 

Derne Tue 158. 

Derrer Fritz 97. — Sebald 

32. - N. N. 17. 

Terse Dietrich u. Johann 159. 
Tesnitz v., Jan. 165. 
Tettaw v., Appel 101. 151. 
Tettinborn v., Heisse 155. 
Tetzel Gabriel 98. — Jobs 

33. 167. 217. 
Teucher Cuntz 160. 
Teufel v. Würzburg, Hans 151. 
Teufel, gen. Bart, Hans 161. 
Deutsch-Ordens-Meister: qu. 

Veningen. 

Tewrlein Jörg 145. 

Tewrlinger Stephan 162. 

Teymitz v., Dywyss 165. 

Thalheim,Talheim v., Pet. 127. 

Thalheymer Cristof 149. 

Dhene Gabriel 155. 

Dhona v., Herrn zuStrupps, 
Caspar u. Heinrich 158. 

Dhonen Frenzel, Hans, Hein- 
rich, Sigmund 148. 

Thongen vide Thüngen. 

Thüngen, Thongen, Tttngen 
Balthasar 151 . — Hyltprant 
152. — Karl 146. — Sig- 
mund 147. 



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Verzeichniss. 



285 



Thüssel Jhan u. Erckel 151. 

Thum Symon 147. 

Thum von Nttmburg, Newburg 

Aulprecht, ritter 160. — 

Cunrat 160.— Hans 160. 
Thummen v. Thyl 150. 
Thummerl Cristoff 150. 
Thumpeling Asmus 155. 
Dhune Rudolf 155. 
Thutienrode v., Bechman u. 

Jacob 155. 
Tierberg Conrad 160. 
Dietersperger Wilbolt 146. 
Diethen,DiettenHans 157. — 

Herman 157. — Ludw. 158. 
Dietmar Berlde 157. 
Diettrich Peter 145. 
Dietzighusen v., Joh. 159. 
Dinstman Herman 165. 
Tintner, Tyntner: Fritz 40. 

85. — Peter 193. 
Tobelheym Hans 161. 
Dobeneck, Dobneck v., Beczolt 

150. — Fabian 153. — 
Friedrich 158. - Nickel 
d. j. 154.— Wilhelm 153. 

Doblein Jörg 165. 

Doczel zu Kolnperg, Hans 1 50. 

Dölen v M Hans 151. — Jhan 

151. — Jörg 151. 
Dolewitz Hans 149. 
Dolnitz v., Meinhart 150. 
Tonawer Pewrlin 161. 
Doner Endres 199. 
Topler, Toppler, Oristof 164. 

— Heinz 810. — Niclas 97. 

Torgo Folcz u. Heintz 150. 

Dornige v.: Berld, Hans, San- 
der, Wilhelm 158. 

Dorn Hans 199. 

Toss Conrad 151. — Erhart 
151. -Hans 149. 151.- 
Heintz d. alt. 15t. 

QptltoA VUL 



Totteleubenv., Heinrich 155, 

Dottenheymv., Philipp 165. — 
Wilhelm 165. 

zTrabenitz v., Martin 153. 

Tracht Hans, stockmeister N 236. 

Drahe, Trahe v. : Craft, Burg- 
graf zu Geylnhausen 1 64. — 
Hartman 164. — Helfferich 
159. — Henne, Goderdes 
Sohn 159. — Emerich 159. 

Trattelsdorf v., Adam 147. 

Traubenbach Hardrait 158. 

Trautwein, Treutwein Anton 
146. 147. - Hans 163. 

Trawtskircher Seitz 193. 

Trebetech Heinz 105. 

Trebisch Heinrich 151. 

Trentsch v., Lasla 152. 

Dreswytzer Ulrich 163. 

Trewtwein vide Trautwein. 

Treyspach Volbrecht 159. 

Trier, Erzbischof N. N. 30. 
105. 354. 

Trigel Ulrich 156. 

Tristram Hans 151. 

Truchsess: Erhart 146. — 
Heintz 159. — Jacob 151. 

— zu Dachspach 121. — 
Mertein 153. — Michel 153. 

— Jörg zu Baldersheym 
146. — Albrecht zu Bichiss* 
husen 161. — Hans d. j. 
zu Bichsenhausen 156. — 
Fritz z.Pomersfelden 146. 

— Hans v. Pomersfelden 
146. — Heintz z. Pomers- 
felden 149. — Jörg zu Po- 
mersfelden 160. — Mertein 
zu Pomersfelden, ritter 160. 

— Peter v. Pomersfelden 
146. — Erhart zu Stern- 
berg 153. — Cunrat von 
Stetten 161. 

20 



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186 



Personen- 



Truhedinger Herman 150. 
Drusskewitz: Berndt, item 

Berndt, Hans, Nickel, Pil- 

grim 149. 
Truttenberger Andre 154. 
Trutzscheller Caspar 155. 
Tschencke v., Andres 158. — 

Thomas 152. 
Tschesch Heinrich 164. 
Tucher Anton 190. — Hans 

226. — Perchtold 96. 

233. — N. N. 324. cf. 

Teucher 
Tübing, Graf, Conrad, Herr 

zu Lichteneck 154. 
Dürer, Durer: Berchtold200. 



— Jacob, Kästner zu Ar* 

berg 162. 
Düring, During: Asmus 158. 

— Heinrich 146. — Henne 

157. — Ludwig 158. 169. 

vgl. Doringe. 
Türlinger Wilhelm 163. 
Tumpach Hans 162. 
Tuschel Kylian 154. 
Duster Johann, Domprobst zu 

Breslau 128. 
Tuttichrode Dietrich 154. 
Twirgen Ludolf 157. 
Twisten v., Friedr. 157. 
Dyem Dobiasch 164. 
Tyntner vide Tintner. 



B. 



Ebeloben Appel 157. 

EbenhauserHans, richter zu 
Sultzpürg 160. 

Ebersperg: Günther 151. 154. 
— Heinrich 151. 154. - 
Philipp, gen, von Weyrs 1 46. 

Eberstain Graf, Johann 155. 

Eberstein v., ErasmuslOl.— 
Gerlack, ritter 146. — Lo- 
rente 136. — Wilh. und 
Erasm., Brüder 155. 

Echenheym v., Marx 152. 

Echinger Peter 162. 

Echter: Berchtolt 148. — 
Conratl49.— Haman 149. 

Eckelkobe Gerwin 159. 

Eckher: Wolfgang, Haupt- 
mann der Grafschaft in der 
Metüng 164. 

Eckstein Eberhart 199. 

Edelman Eberhart 69. — Hans 
d. elt 150. — Heintz 160. 

Egelhofstein vide Eglofetein. 

Egen Claus 106. 

Egerer Hans 148. 



Egksdorf v., Engelhart 162. 
Eglofetein, Egelhofstein, Egl- 

hof stein: Cuntz zu Geyln- 

reut 162. — Hans, ritter 

151. — Härtung, pfleger 

zu Aurbach, ritter 152. — 

Seybold 160. — Sigmund, 

ritter 162. — Wolfram 88. 

150. 
Ehenheim: Jörg zu Geyrn, 

ritter 165. — Karl 165.— 

Michel 214. 
Ehinger Walther, von Ulm 

32. 45. 
Eib, Eybv.: Conradtl47.— 

Ludwig 147. — Martin 90. 

147. 156. 
Eichich v., Nickel 150. 
Eichinberg, Eychinberg v., 

Caspar 155. 
Eichperg, Eychperch Gebhart 

164. 
Eichstat, Eichstet, Bischof: 

Johann 8. 29. 106. 127. 

148. 



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Verzeichniss. 



287 



Einkörn Hans, von Nördlin- 
gen 49. 187. 

Einweiler Cuncz 145. 

Eisteter Heinz 105. 

Eitzinger, Eytzinger, von 
Eyteing: Simon 152. — Ul- 
rich 161. 

Eitzinger von Kornberg, Alt- 
man, Pfleger zum Neu- 
heuslin 152. 

Merichshausen, Ellrichshau- 
8en: Heinr. 149. — Heintz 
d.j. 146. 

EUenhawser Conz 106. 

Emchingen v., Wilhelm 156. 

Emmershofen: Hans d.j. 160. 
— Steffan 160. 

Emser Wilhelm d. jünger 162. 

Endres, peckslaher 199. 

Ennse Johann, gen. Vornagel 
164. 

Enntzberg, Enntzberger: Al- 
brecht 156. — Hans d. j. 
166. — Wendel 157. 

EnzenbergEntzenpergv., Er- 
hart 153. — Hans 127. 

Eppenstein, Eppstein, Herren 
Gotftid 161. — Eberhart, 
HerrzuKonigstein 158. — 
Walther, Herr zuPrupperg 
162. 

Epperstein v., Hans 153. 

Erbe v., Seglie 158. 

Erber Wernher 157. 

Erchich Heintz 154. 



Falken Egkhftrt 158. 

Falkenstein Guntz 149. 

Falkenstein, gen. von Ram- 
stein Hans 161. 

Falkenstainer, Valkenstainer 
Jörg 150. 



Erelbeck: Jörg 97. 212. — 
Wolfhart 163. 

Eringshausen Heinrich 159. 

Erlach v., Hans, mainzischer 
Hofmeister 1 27. — Lorentz, 
Hauptman zu Spalt 162. 

Erlebach v., Hans, Hofmeister 
164. — Fritz, amtman zu 
Fürstenau 164. 

Erlin Philip 146. 

Erlingshofen : Buger zu Pech- 
tal 165. — Sigmund 146. 
Wilhelm 146. 

Ermreicher zu Eetzendorf: 
Hans d. elt. und Hans cL 
jung. 151. 

Ermsrewter Albrecht 149. 

Ernst: Herman 202. — Ulrich 
202. 

Ershausen v., Heyman 156. 

Ertingen vide Luthram. 

Eschbach Berthold 148. 

Eschenboge : Reinhard, Kerst- 
an, Hans, Eenndele,Urban, 
Hans 158. 

Eschenfelder Sigmund 186. 
187. 

Eschenfeit v., Gunz 148. 

Eschenloer: Oonz97. — Wil- 
bolt, von Eystet 162. 

Eschenpach Jacob 158. 

Ewlnsmid Albr. u. Thoman, 
Brüder 146. 

Eyb vide Eib. 

Eytzingen vide Eitzingen. 

V. 

Falzner NN. 72. 

Vasman, Vassman: Heinrich 

149. — Nickel 151. 
Fechenpach, Vechenpach v. t 

Philip 145. 164. 
Feigen Henslein 199. 
20* 



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288 



Personen- 



Feiltsch, Feyltsch: Heinz zu 
Tobertitz 151. — Hans, 
Heintz, Bartimä, 153. 

Feit Gonrat 156. 

Veltprecher Jörg 153. 

Vennyngen, Vennigen : Diet- 
herd.j. 169. — HanscLj. 
163. — Jobs, Deutsch- 
ordensmeister 127. 

Verber Hans, von Wanneck 
164. 

Vestemberg v.: Craftl46.— 
Hans 147. — Linhart, zu 
Prisenstat 147.— Wolf 147. 

Vetter Caspar, Kästner zu 
Forchheim 160. 

Fewlner Hans 153. 

Vichtenawer Wentzla 152. 

ViechÜein N. N., Spruch- 
dichter zu Nürnberg 19. 

Vingerlin Hans, Pfleger zu 
Swainkendorf 163. 

Vinstingen Herrv., Wilhelm 
163. 

Vischer Claus 105. — Hert- 
lein 201. 

Vischlin, gen. Snelle: Eber- 
hart 164. 

Vitzthum Appel 127. — Apel 
d. alt. 155. — Appel, zu 
Tanrod, ritter 1 57. — Bern- 
hart 101. 106. marschalk 
154. Jörg zuEgkstettl56. 

Flaschner Sebolt 194. 

Flawerspach Mich! 201. 

Flechser Hans 69. 

Fleckenbül Johann, gen.Grape 
159. — Andreas 159. 

Flednitz von, Wulfing, hof- 
meister 164. 

Fliczinger, Flüzinger: Ghay- 
lion 162. — Dypolt 163. 

Flock Contz 201. 



Flügel Nydas 148. 

Flügler Hans d. alt 150.— 

Hans d. j. 150. N.N. 86. 
Flurstet v., Caspar 148. 
VocheHenchin u.HensMnl64. 
FörchtelN.N. 74. cf.ForchteL 
Voglstett v., Hans 151. 
Volckwein Albrecht 191. 
Volkaymer, Volckmer: BercN 

tolt 59. 89. 90. 96. 166. 

192. 211. — Hans 227. 

228. 233. — Stephan 193. 
Folkenberg v., Hans 157. 
ForchtelPaul206. cf.Förchtel. 
Vorster, Forster Fritz 106. 

_ Hans 152. 1 95. — Heints 

147. - Heinr. 153. 195. 
Vorstmeister Heintz u. Caspar 

161. 
Vortsch Eberhart, zuTurnau 

152. — Mertein, Haupt- 

man zu Hof 152. — Mar- 
tern d. j. 153. 
Foypele Heinrich 157. 
Voyt Erhart 150. — Hans 194. 

— Jörg 153. 
Franck Appel 147. — Concz 

199. 
Franckenhausen Hans 156. 
Franckenleuben v., Hans 155. 
Franckenstein Cunrat, ritter 

164. — Hans 149. 
Frangiban Mert v., Graf zu 

Seng Vegel and Modrusch 

156. — Sigmund u. Doym, 
Grafen zu Vegel und zu 
Modrusch 156. 

Frawnberger Andres 193. 

Freudemberg: Albrecht und 
Friedrich, brüder 150. — 
Cristoff u. Hilprant 146. 

Frey von Sternenfels, Erhart 

157. 194. 



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Verzeichnis. 



289 



Freyberg v.: Eberhart, amt- 
man zu Swobach 147. — 
Hans 147. — Heinrich v. 
der hohen Freiberg 146. — 
Heinrich zu Walle, Ritter 
146. — Heinrich, ritter36. 
— Sigmund 158. — Tho- 
man 147. 

Freyberger, Freiberger Hans 
201. 202. 

Freylingen v., Herman 146. 

Freysing Bischof N. N. 126. 

Frick Hans 201. 

Frickenhofer Hans 162. — 
Heintz d. j. 162. 

Frickinger Endres v. Augs- 
burg 49. 

Friedrich HI., röm. König 
5—9. 34. 50. 51. 64. 125. 
128. 129. 133. 254. 

Fridman Heinz 201. 

FridwertzhoferConrad,Haupt> 
man zu Heydeck 38. 

Fristingen v., Eberhart 165. 

Fritz, kellerknecht 233. 

Frodemberger : Ulrich u. Hans 
163. 



Fronberger Heinrich 162.— 
Heinrich d. jung. 162. — 
Ulrich, zu Fronberg 163. 

Fronhoffer Jobs 112. 

Fruczenstain Lucz u. Bein- 
hart 155. 

Fryburg v., Wilh. 164. 

Fuchs Georg 127. 

Fuchs N. N. (würzb. Adls.) 87. 
— Heintz u. Dietrich, bru- 
der d. alt. 153. — Dietrich 
146. — Heintz 101. — 
'Heinrich 146. — Jörg, v. 
Sweinshaubten, würzb. Hof- 
meister 127. — Nickel 147. 

Fülbach Hans d. j. 164. 

Füller Anshelm 148. 

Fuer Christoff 149. 

Fürstemberg Graf, Landgraf 
in Barr, Heinrich 154. 

Fugker Hans 147. 

Fuldner Hans 199. 

Funck Eberhart 202. 

Fuss, genannt Swan, Hans 
147. 

Fust Herman 155. 



Gabler Contz 201. 
Gadenfurt Hans 106. 
GahaftFriz, castner zuHirs- 

perg 162. 
Gallemberger Jobst 156. 
Ganns von Stüsslingen Hans 

149. 
Ganss Dietrich 156. 
Gareisen, Gareiss: Jörg 145. 

— Nydas u. s. Sohn Batzko 

162. — Wilhelm 149. 
Gauch v., Peter 161. 
Gaucheym Burchart 161. 
GebHans, von Meiningen 32. 



Gebelhauser Caspar 162. 
Gebelkofer Jörg 149. 
Gebertzheym v., Albrecht 1 46. 
Gefeller Wüh. 153. 
Geirn Schenken von, v.Schenk. 
Gellstorf Cuntz 149. 
Gelno Nickel 149. 
Gemyngen Dietrich 156. 
Gensenv., Herman, Ritter 156. 
Gereck Hans 164. 
Gerhartstein v., Heinr. 145. 
Germar v., Heinr. 155. 
Gerolczeckv., Hans u. Heinr., 
Brüd.l6l.-Jörg,ritter45. 



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290 



Personen- 



Gerstner Hans 200. — Jacob 
200. - Sebolt 201. 

Gerstorff Christoffel 148. 

Gerttringen Daniel 161. 

Geuder, Gewder Georg, Jörg 
33.110.112.226.233.235. 

— N. N. 16. 17. 
GewmanContz, büchsenmeist. 

191. 200. 214. — Hans 
199. 201. — Ulrich 191. 

Geylsdorff, Goncz 151. — Ihan 
151. 

Geysfeld v., Ulrich u. Con- 
rad, iunker, Gebrüder 149. 

Gicht v., Albrecht 101. 

Giech v. : Bernhard 157. — 
Class 159. — Cuntz 146. 

— Eberhart 160. — Hans 
159. 162. — Heintz u. Otto, 
Brüder 159. 

Gladro Otick, Gundersich n. 

Betz, Brüder 165. 
Gleichen, Grafen: Adolf, Herr 

zu Dona 153. — Sigmund 

153. 
Gleichen v., Sigmund 1 Ol . 1 06. 

Wilh. 101. 155. -Kerstan, 

Heinrich, Dietzel, Eune, 

Veit, Hans, Herman 157. 
Gleichenbach Henne 158. 
Gleichsenberger Fritz 148. 
Glenn v., Hans 156. 
Glock Heintz 160. 
Glubitz Heinrich 149. 
Gock Conrat, castner 162. 
Götz Ott. 158. 
Goller Peter 193. 
Golnhoffer Sebolt 199. 
Golsinv., Kerstan, Heinrich, 

Sigmund 149. 
Gortz Krieg 158. 
Gotfort Gerhart u. Hans 155. 
Gotlinger Pangratz 163. 



Gotzfelt Contz 154. — Her- 
man 165. 

GotzmannN.N., Inhaber des 
Schlosses zu derPurg 43. 
115. — Clement 69. — 
Lym, Pfleger zu Abemberg 
162. 

Gra Peter 147. 

Gräfenreuter N. N. v. Regens- 
burg 49. 

Grafneck Ludwig u. Klein- 
hans 161. 

Graser Herman 202. 

Graw Hans 105. 

Grawmbergy., Eberhart 165. 

Gredinger Hans, gen.maister 
Hans 160. 

Grefendorf v., Heintz 154. 

Greffemberger Hans 163. 

Greiffemberg v., Joachim 153. 

Greiffenclo, Griffenclo : Frid- 
rieh, Herr zu Ippelhorn 1 62. 
— Fridrich, v.Volrate 164. 

Grelner Ot. 69. 

Grewsen v., Lutz 154. 

Griess Niklas 97. NN. 112. 

Grolant Hans 207. — Sebolt 
209. 

Gross Albrecht 154. 

Grosshere Hans, castner zu 
Peyerstorf 147. 

z.'Grthinge Hanns 152. 

Grüner Jordan 151. 

Grünwald Eberlin 69. — Mi- 
chel 155. 

Grüser v. Ergezingen : Hein- 
rich 161. 

Gruffen v., Albrecht 155. 

Grunbach Wilhelm 164. 

Gruntherr Paul 233. — Mi- 
chel 233. 234. 

Gryburg v., Bernhart, ritter, 
marschalk des von Cilly 164. 



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Verzeichniss. 



291 



Grym, Grymmburg: Erhart 
151. — Michahel 199. 

Grymburg v., Hans 164. 

Gryssde Heinrich, Erkbrecht, 
u. Henne, Brüder 157. 

Gswind N. N., Bürger v. Nürn- 
berg 46. 

Gudemburg Heinr. 157. 

Gülden Mengoss 157. 

Gürtler Sebastian 161. 

Guldenmunt Erasm. 200. 



Gutenberg Heintz u. Anthon 

153. 
Gutpier: Bartholomes 199. — 

Marquart 199. 
Gutt Ton Sulz : Berchtold 161. 

— Jacob 161. 
Gyener von Gemyngen Bafan 

161. 
Gylffe: Diettrich, Englhart, 

Henne, Wernher 167. 
Gylse Egkhart 158. 



Habehter Brosseke 158. 
Habel Berat 159. 
Hachheym Jörg 155. 
Hack Dietz 150. — Heintz 

147. - Ludwig 155. 
Hack von Hoheneck, Ulrich 

160. 
Hacke Eberhart 145. 
Hager Jörg 163. 
Hagnach Rudiger 161. 
Haide von der, vide Heide. 
Haideck, Haydeck, Heideck, 

Herrv., Conrad 10.20.21. 

26. 29. 30 — 84. 49. 52. 

64. 66. 77. 78. 112. 127. 

128. 253. 
Haiden Ott 193. 
Haidnaber Linhart 69. 
Haller : Cuntz 214. — Endres 

98. — Erhart 213. 233. 

234. — Jeronimus 99. — 

Jörg 33. 96. 167. 233. 234. 

— Ludwig 190. 214. — 

Mertein 190. — Steffan 233. 

Ulrich sen. 213. — Ulrich 

96. 192.— Wilhelm 74.212. 
Halpachs N. N. 209. — Gunz 

210. 
Hamer Hans 201. — Heintz 

202. 



Hamer gen. Äff 161. 

Hanau Graf, Reinhart d.j. 154. 

Hangenauer Hans, v. Zürich, 
gesessen zuBayrstorf 147. 

Hangenor Steffan, von Augs- 
burg 32. 45. 127. -N.N. 
marggräflicher Diener 42. 

Hanna v., N. N. 101. 

Hanstein Grafen, N.N. 101. 

Hanstein Heinrich, Heinrich 
u. Gonrat 157. 

Hantschuch Dom. 106. 

Haradisse v., Jan 165.. 

Harandt von Hohenburg, Cas- 
par 157. 

Hares Caspar 166. 

Harstall v., Herman 158. 

Harter v., Gertringen: Con- 
rad 156. 

Härtung Contz v., 97. 

Hase Heinrich 159. — Lud- 
wig 159. 

Haßlach Caspar 152. — Hans 
155. 

Hattereyde Johan 159. 

Hattstein v., Ulrich 145. 

Haug,Hawg: Jörg, v. Hüttes- 
heim 161. — Hans 206. 
209. 

Hauger Wilhelm 160. 



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292 



Personen- 



Hausen, Hawsen v., Caspar 

153. — Hans d. j. 165.— 

Jörg 156.— Linhart 149. 
Haasner, Hawsner: Hylpolt 

146. - Stephan 162. - 

Wuhelml47.-Wolfg.150. 
Hauendornn , Hawendornn : 

Heinz 202. 
Haut, Hawt Hans 160. — 

Heintz 160. 
Hautzenperger Joachim 163. 
Haydeck vide Haideck. 
Haynnitz v., Hans 69. 
Heberlein Heinrich 200. 
Heberstorffer Hennwein 150. 
Hebilde Herman u. s. Sohn 

Herman 157. 
Hechtlein Pauls 149. 
Heckenhofer N. N. 193. 
Hegnen Ulrich 96. — Ulman 

98. 167. — Wilhelm 98. 
Heide, Haide, Heydvonder, 

Heyde : Daniel 157. —Hans 

151. Nickel u. Nickel 149. 
Heider, Heider Hans 151. 
Heidwach, gen. Anshelm, Hans 

164. 
Heier, Heyer v., Herman 158. 
Heiling, Heyling, Heinrich 

156. 
Heim, Heym v., Hans 156. 
Heimbach, Heymbach v., Joh. 

159. 
Heimburg Dr., Gregor, nflrn- 

berg. Oonsulent 127. 
Heimenhof en Walther 156. 
Heimertingen, Heymertingen 

Hans 161. 
Heimhart, Heymhart Guntz 

160. 
Heynolt, Stefan 154. 
Heinrich der Zimmermann, 

Meister 211. 



Heintz Eberlin 200. 

Heintz, der scharpff, vide 
Scharpff. 

Helchner Peter 21 Oi 

Helffenstein Grafen: Conrad 
155. - Friedrich 157.— 
Ludwig 155. — Ulrich 156. 

Helldrittv., Qas 156.— Hans 
155. — Heintz 156. 

Helmreich Heintz 195. 

Heimstatt: Hans, Endresen 
sei. Sohn 160. — Hans, 
Hansen Sohn 160. — Refan 
145. — Weiprepcht 156. 

Helmtznowa v., Jan 165. 

Hemerlein,Hemmerlein :Hans 
161. — Linhart, Kästner 
zu Neuenmarkt 163. 

Hemperger Jörg 105. 

Henlein Eberhart 200. — 
Rüdiger 153. 

Henn Thoman 200. 

Henne d. elter, u. Hene der 
junge,desCurdes Söhne 158. 

Hennefcberg , Hennenpergk, 
Grafen: Friedrich 151. — 
Heinrich 151.— Jörg 127. 

Henntberger Heintz 150. 

Henperger N. N. 101. 

Hen tschuchssheym Heinr. 1 57. 

Hentzler Johann 262. 

Herbeistat v., Cristoffl59.— 
Cuntz 159. — Endres 153. 

— Eukarius 160. 
Herde v., Albrecht 155. 157. 

— Philip d. elt. 158. - 
Philip d. j. 155. 

Hermesgrüne v. Thyme 151. 

Herr Peter 105. — Seitz 145. 

Hertemberger Gristoff 163. 

Hertenstain , Herttenstein 
Hanns 200. — Herman, 
Büchsenmeister 213. 



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Verzeichnis. 



293 



HertingBhausen Fridrich 158. 

Heseler, Hesseier: Hans 148. 
— Jörg 155. 

Hess, Hesse Ghert 159. — 
Heintz 69. 153. 

Hessberg, Hessperg: Burkart 
u. Wilhelm 145. — Hans 
zum Neuenhaus 148. 

Hessburg zu Bedem: Hans 
u. Caspar 156. 

Hessen Landgraf Ludwig 8. 
33. 42. 148.— dessen Ge- 
sandte 31. 

Hessen Curt 159. cf. Hess. 

Hettenstaler Jacob 162. 

Hetticken Weyprecht 151. 

Hetzeistorf v., Fritz 160. 

Hetzelsdorffer: Hans 153. — 
Heintz 148. — Seifrit 148. 
N. N. von Kadolzburg 88. 

Heurauss, Heweraus: Hey- 
meran zu Stokenfels 148. 
163. — Heintz 165. 

Heuscher Hans 105. 

Heutz Concz 199. 

Hew... vide Heu... 

Hey... vide Hei... 

Hilleprant Hennchin 164. cf. 
Hilprant. 

Hilpoltsteiner, Hylpoltsteiner 
N.N. zum Rabenstein 163. 

Hilprant, Hylprant Jörg, burg- 
man zu Hirsperg 161. 

Hilpurgy., Herr zu Sonewald 
Batt 160. 

Himel8hu8en: Ekhart, Hein- 
rich , Hennewart , Philip 
158. 

Hirmansperger Hans 161. 

Hirsfelt v., Arnolt 105. 151. 

Hirsheider, Hyrsheider: Mi- 
chel 150. 

Hirsperg v., Arnolt 154. — 



Hans 154. — Hans, Nikel 

u. Lorentz 153. 
Hirssuogel Heinz 201. — 

Lienhart 193. 
Hiserlein Nickel 69. 
Hittebeck N. N.,' Hauptman 

im Schlosse Schönberg 41. 
Hittissheym, gen. Appezeller, 

Heinrich 161. 
Höltzel Hans 194. 
Höenfels vide Hohenfels. 
Hoerde Philips d. j. 158. 
Höfen v., Conrat 161. 
Hofer Erasm. 163. — Wilhelm 

163. 
Hofman Erhart 201. — Hans 

242. 
Hofmeister Peter, richter zu 

Hirsperg 161. 
Hof wart zu Obern-Öwissheym 

Eberhart 161. 
Hohenberg, Graf, Sigmund 

153. 
Hohemberg Wirich d. j. 156. 
Hohenfels, Höenfels: Henn 

u.Ludw. 159. —Wittekind 

159. 
Hohenkirchen v., Hans 152. 
Hohenloch, Herren v. 101. 

106. — Albrecht u. Kraft 

157. 
Hohen-Rechberg y., Heintz 

105. — Heinrich 145. — 

Ulrich, Ritter 162. —Wil- 
helm, Ritter 145. ygl. Rech- 
berg. 
Hohenreit v., Gonr. 146. 
Hohenriett Phil. 146. 
Holbach Hans 154. 
Holdt Jan 165. 
Holtfeld, gen. Beyer, Johan 

u. Gothart 157. cf. Holtz- 

feld. 



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994 



Personen« 



Holte v., Hans 151. 

Holze v., Fritz 147. 

Holtzfelt Godert d. elt. 159. 
cf. Holtfeld. 

Holtzheim, Holtzheym: das 
164. — Mark u. Sittich 159. 

Holtzing v., Conrad 146. 

Holtzingen v., Sigmund 165. 

Holtzinger N. N. 911. 

Holtzperger Hans 147. 

Holtzsattel Henne u. Reichart 
159. 

Holtzschuher Herdegen 97. — 
Karl96. 166. 199. — Mer- 
tein 994. 

Homburg v., Hans 166. 

Hopffenbecken, Wilh., Leu- 
polt, Hans, Wolfhart, Brü- 
der 151. 

Hopfigarten v., Hopfgartner: 
Fritz 156. — Heinz 154. 
Jörg, Ritter 154. — Peter 
155. 

Hoppel Gilig 909. 

Hoppurg, gen. Sorg, Jörg 150. 



Jacob Hans 901. 

Jäger Heinz 106. 

Janabitz zu Payereck: Ratz- 
eck 164. — Przencko 165. 

Japener Jörg 154. 

Yberg y., Hans, Hofmeister 
156. 

Jeger das, Schultheis 164. 
— Hans 150. 

Jelnitz, Nyckel 148. 

Yeserytz Mixse 164. 

Imhof Andres 194. — Chri- 
stoph 71. — Hans 97. — 
Michel von Schwabisch- 
Wörd 49. 

Ingerslewben : Berld, Gurt, 



Hopten v., Johan 158. 

Homburg v., Arnolt 150. 165. 

Hörnende v., Wolf 148. 

Hornrichter Haincz 909. 

Hornsperg Herman 157. 

Hornstein Johanes 161. 

Hose Heintz 164. 

Hoss Herman 909. 

z'Hostowlicz Watzlaw 159. 

Huck Fridrich 155. 

Hübner Thoma910. 

Hüne v., Jörg 158. 

Hünerwolf Curtt 156. 

Hüring Hejntz 69. 

Hürnheim, Hurrenheim y., 
Rudolf 146. — Walther, 
Ritter 101. 195. 145. 

Hulshofen y., Johan 164. 

Hun Daniel 159. 

Hund von Salon Fridrich 156. 

Hundt: Adam 165. — Her- 
mann 157. — Ott 157. 

Hutt y. Sonberg. Dietrich 147. 

Hütten v.: Bartholmes 151. 
— Cuncz 101. 146. 



I. Y. 



Diettrich, Erhart, Heinrich 
157. 

Inhausen v., Johan 146. 

Inhofenv.,Joh.,WolfsSohnl47. 

Innwitz y., Fritz, Pfleger zu 
Tanhausen 169. 

Jörg Claus 105. 

Johannes de Capistrano vide 
Gapistranus Joannes. 

Jordan Reinhart 159. 

Irsing y., Erhart u. Jörg 147. 

Yschofer Ulrich 169. 

Ysenburg Grafen zu Büdin- 
gen 169. 

Ytshofer Michel 148. 

Juden in Nürnberg 935. 



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Verzeichnis. 



295 



M. vide C. 



L 



Laber v., Jörg 163. 
Lacher Wolfg. 152. 
Lainchs v., Cunes 165. 
Lamberger Caspar, Friedrich, 

Hans, Brüder 164. 
Lamintz v., Miknlass 165. 
Lamprecht Hans d. elt 147. 
Landemberg Mich. 160. 
Landßhut Hans 106. 
Landsperg Wernher 156. 
Langenmantel Linhart, von 

Augsburg 49. 
Langno Hansn.Hentze 149. 
Lantinger Heinrich 152. 
Laub N. N. 86. 
Lauberbach v., Hartman 158. 

—Heinrich 159. — Henne 

d. alt., Henne s. Sohn, 

Henne d. j. 158. 
Lauch v., Jörg 155. 
Lauffenholcz v., Hans 147. 
Laurein, Lawrein Wilhelm 

163. 
Lautkeis Wernlein 106. 
Leien, Leyenvonder: Engel 

n. Rotger 159. 
Leineck, Leyneck, Leuneck: 

Hans zu Trautemberg 154. 

— Heintz zu Eschenbach 
148. 

Leiningen, Leyningen Grafen : 
Bernhart 153. — Emich 
d. jung 153. — Hesso 127. 

— N. N. 101. 
Leininger Wilhelm 105. 
Leinleutrer,Leynlewtrer,Lon- 

lewtrer Heintz 148. — Wil- 
helm 148. 
Leitgeb Hans, zu Lauffental 
162. 



Lerne: Sybolt d. j. 158. 

Lemersheim v., Jobst 161. 

Lengenfelder Hans 69. — 
N.N. 213. 

Lentersheim v., Sigmund 101. 
105. 146. 

Leonrod v.: Jörg 148. — 
Wilhelm 145. 

Lesch, Linhart 165. 

Leuberstorffer Wilhelm 152. 

Leubin g Dr., Heinrich, Pfarrer 
zu S. Sebald in Nürnberg 
81. 82. 127. 

Leuchtempeck Sigm. 163. 

Leuchtenberg , Leytenberg, 
Graf v.Hals, Ludwig 151. 

Leuerneck, Lewerheck v.,M&- 
thes u. Wilhelm 153. 

Lewenstein v., Gerlach 157. 

Lichtenperg, Herr zu, Lud- 
wig 162. 

Lickartshausen Jörg 146. 

Liderbach: Eukarius 148. 155. 
— Dietmar, Gotschalk, Ju- 
pan, Wernher 158. 

Liebenstein Conrad u. Peter, 
Brüder 160. — Hans 160. — 
Johan,gen.Westerburg 164. 

Liechtenecker Cristof 149. — 
Hans 163. 

Liechtenheym v., Ulrich 155, 

Liechtenstein v., Apel 156. — 
Conrat, gen. Prast 149. — 
Eberhart 156. — Hans, 
ritter 153. — Thomas 160. 

Liefner Hans 162. 

Limbach, Lymbach (Limburg) 
Herzog v., Graf zu der 
Eyseneynburg (Isenburg) 
Johannes 147, 



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996 



Personen- 



Limbach, Lympach Hans 1(5. 
Linck, Link Albrecht 162.— 

Bartholomeus 1*7.— Heintz 

106. 147. — Mich., castner 

zu Swobach 147. — Peter 

147. 
Lindawer Gas 161. 
Linderbech, Lynderbech Her- 

man 155. 
Linne, Lynne Glas u. Bein« 

hart 157. 
Linsingen : Curd, Henne, Lutz, 

Werlde 157. 
Lisperg, Lyspergv., Lorentz 

146. 
List Sigmund 149. 
Lobin : Cristoff, Cuntz, Hans, 

Jörg, Nickel 149. 
Lochinger von Eaubelschin, 

Hans 157. 
Lochner Jörg 191. 
Loe, vogt zu Reicheneck 165. 
Löffel Modern 158. 
Löffelholtz: Hans auf der Füll 

194. — Hans an derSmid- 

gassen 194.— Wilhelm 98. 
Loes Heinr. 155. 
Lösser Heinrich 150. 
Logelein Herman 159. 
Lonlewtrer vide Leinleitrer. 
Lonssheym v., Peter 147. 
Lor v., Tham 159. 
Lossaw: Hans, Caspar, Ott, 



Heinrich, Hans, Gumprecht, 

Hans 149. 
Lothringen, Lüttringen, Her- 
zoge, Friedrich und Johan, 

Brüder 150. 
Lub Jan u. Wilhelm 165. 
Lubchau, Lubichau: Conrad 

u. Hans 153. — Friedrich 

154. 
Lubenwitz v., Hans 154. 
Lubicher Paul 151. 
Luchaw, Lüchaw Conrad 151. 

— Hans 148. — Heinrich 

146. — Weygant 155. 
Luchke Liebhart 148. 
Luckwenn: Friedrich, Hans, 

Heinrich, Beinolt 149. 
Luder v., Hans 158. 
Lüchaw vide Luchaw. 
Luentz, Burggrafen zu, vide 

Nykolas. 
Luer Jörg 105. 
Lüsmer Otto 342. 
Lug, burggraf zu, vid. Nykolas. 
Lumersheym Conrad 164. 
Luthe, Lutherr: Henne d.elt 

u. Henne d. j. 158. 
Luthram (Leutrum) von Er- 

tingen: Paul 156. 
Lutzeinburg v., Heinrich 156. 
Lutzelstain, Grafen, Herren 

zu Geroldseck am Wasag, 

Wilhelm 154. 



Macholz v., Dietrich 148. 

Machwitz: Caspar 153. — Er- 
hart 151. — Hans 151. 153. 
— Ihan 151. — Nickel 
151. 

Madrusch v., Wilh. 152. cf. 
Frangiban. 

Magnesrewter Michel 163. 



Maienschein N. N. 300. 

Maier, Mair, Mayer: Erhart 
200. — Fritz 199. — Heinz 
202. — Lict. Martin, nürn- 
berg. Consulent 127. — 
üllein 202. 

Mainz, Erzbischof Dietrich 
8. 28. 30. 50-52. 54. 



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Verzeichnis. 



297 



139. 147. 254. - dessen 

Käthe 89—91. 
Maister Hans 199. 
Malaw v., Urban 155. 
Malerzick von Hertenberg, 

Albrecht 153. 
Maller Hans 200. 
Malstorffer vide Molstorf. 
Mangersreut, Mangesreut vide 

Mengersreut 
Mangolff Heintz 148. 
Manrieder Herman 202. 
Manspach Berlde 157. 
Marck Hanns 201. 
Marggraff Pauls 105. — Wal- 
ther 105. 
Marlach v., Hans 145. 
Marschalk: Cuntz 150. 160. 

— Hans 148.— Heinrich 

150. — Wilhelm, Pfleger 

zu Lauf 151. 
Marschalk zu Eyb ach: Ott 148. 
Marschalk zu Pappenheim 

Jörg 151. 
Marstein vide Morstein. 
Matzendorfer Wolfgang 152. 
Mauer, Mawer: Hans 154. — 

Hans d.j. 154. 
Maur Jaen 150. 
Mautner v. Katzenberg Jörg 

156. 
Mayental v. Mayenthaler : 

Hans 145. -Jörg 146.— 

Lorentz 147. 
Mecheling Fridrich, Hartman, 

Philipp 158. 
Mecher Conrad, Pfleger zu 

Beheimstein 147. 
Meckelburg,Meggelburg, Her- 
zog, Fürst zu Wenden: 

Heinrich 146. 
Meicher Hans 105. 
Meichssner Hans 194. 



Meilenhauser, Meylenhauser 

Jörg 148. 
Meilinger, Meillinger, Mew- 

linger: Jacob 105. — Mar- 
tin 165. 
Mein Heinrich 155. 
Meintz v. Hennchin, gen. 

Eppenstein 164. 
Meir Heinz 106. cf. Maier. 
Meisenbughe , Meysenbughe 

Johan 157. — Wilhelm 

155. 
Meissen, burggraf, Herr zu 

Plauen: Heinrich 151. 
Meldigen v. Beringer 157. — 

Erhart, ritter 157. 
zMeldowa Ondruss 152. 
Melen. : Berndt, Folz, Hans, 

Ruprecht, Brüder 149. 
Memminger Laurentz 217, 
Mendel Linhart 99. 
Mendorffer Hans 163. 
Mengersrewt, Mangersreut v., 

Hans 151. — Buprecht 105. 

106. 150. 
Mentler Seitz 150. 
MerlawAsmus 158. — Berlde 

168. — Heinrich 159. — 

Simon 158.— Valentin 158. 
Mertz Erhart 165. 
Mettelbach Hans 161. 
Mettner Heinz 106. 
Meysenbugh yide Meisenbugh. 
Mutz, v., Dietrich 101. 
Mistembeck Wilh. 153. 
Mittelburg Erkhinger 148. 
Mittelhausen v. Ciliex 154. 
Modrusch vide Frangiban. 
Mötler Peter 213. 
Molstorff, Malstorffer: Hans 

151. — Nickel 151. 
Momer v., Jacob 161. 
Moringen Erkenbrecht 155. 



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298 



Personen- 



Morle v., gen. Behenn Hans 

147. 
Mornsheym v., Hans 148. 
Morstein, Marstein: Cristoff 

151. — Engelhart d.j. 151. 

— ürban 151. 
Mosshauer Lucz 156. 
Mossheymer Sigmund 152. 
Mossnaw v., Hans, Heralt, 

Jörg, Zenko 152. 
Motschiedler Hans 62. — Ott 

161. 
Muchel v., Christof 148. 
Müffelein Fritz 193. 
Mttlenbach v., Oswald 165. 
Mülhaosen v., Hans 156. 
MOlich Cunz200. 
Mülwitz v., Dietrich 155. 156. 
Münich Heincz 155. 
Mttnich y. Buchseke: Henne, 

SenandsSohn 159. — Wi- 

gand und Henne, dessen 

Brüder 159. 
Münich von Rosenberg, Jörg 

156. 



Münster Engelhart v. 127.— 
Gangolf u. Oswald 161. 

Muffel Niclas 233. 234. 

Muckentaler Heimeran 163. 

Mulenbach v., Ott 157. 

Mullner Hans 258. 259. 261. 

Mulner, gen. Schreiber, Con- 
rad 165. 

Murach v.: Albrecht zu Gut- 
teneck, ritter, hofmeister 
162. — Erhart 150. — 
Friedrich, ritter 150. 

Muracher Engelhart 165. 

Muriack Heinz 106. 

Murrinck Erarch 149. 

Muschnaw v., Jan, auf Buchen- 
law 152. 

Muschnau u. Goding Alt 152. 
— Beschemg 152. 

Muschenau und v. Horsan 
Watzla 152. 

Muschnau u. von Teintz Jor- 
zick 152. 

Mylenv.,Fabian 150.-- Heincz 
151. — Marckart 151. 



N. 



Nanckenrewtter Heintz 154. 
Nappenheym Hans v. 156. 
Narr Heinz 105. 
Nassau, Grafen: Johan 153. 

N. N. 101. 
Nayneck cf. Neuneck. 
Negwer Wilh. 154. 
Neideck, Neydeck t., Hans 

150. 165. — Heintz 147. 
Neidperg, Neiperg t., Nei- 

perger: Hans 64. 125. 127. 
Neiperg, Neyperger, Neyp- 

pergerClas 146. —Erhart 

151. 
Neithart Concz 150. 
Netter Berlde u. Reinhart 1 58. 



Neuburger Lienhart 202. 
Neuendorff, Newendorf v., 

Heinrich 151. 
Neuenstetter , Newenstetter 

Hans 153. — Jobst 154. 
Neuhausen, Newhusen: Die- 
trich 157. — Engelhart 1 57. 

— Philip 156. — Reinhart 

160. 
Neumeister, Newmeister : Her- 

man 201. 
Neunecke, Newnecke, Nayneck 

v.: Hans 161.— Linhart 101. 

105. 147.— Mertein 161. 
Neunhause, Newnhause v., 

Peter 165. 



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Verzeichniss. 



999 



Neunhauser, Newnhausen: 
Marx 161. — Wolf 160. 

Neusebach , Newsebach v. : 
Liepman 150. 

Niczhicz v., Jan 154. 

Nikolas, Nykolas, Burggraf zu 
Lünz and zu Lug 165. 

Nikolaus, Pabst 64. 65. 135. 

Nippenburg, Nyppenburg : Ge- 
org 161. 

Nitsch Nikel 147. 

Nordeck Adolf u. s. Sohn 
Philipp 158. 



Noss v., Johan 147. 

Nothaft: Cristoff 163. — Fritz 
151. — Hans 160. —Hein- 
rich d. j. 145. — Peter, 
Bernolt u. Wernher, Brü- 
der 160. — Ulrich 153. — 
N. N. d. j. 101. 

Ntttzel Perchtolt 99. 

Nusperger Balthazar 163. — 
Hans, zu Calnberg 163. 



Oberheimer Hans 163. 
Oberist v.: Stach 165. 
Obernitz,Obernitzy., Leutold 

150. — Nyckel 154. — 

Veit 164. 
Ochs Cuntz 160. — Hans 

150. 
Ochsenstein, Herr v.: Jörg 

163. 
Odemberger,OdenbergerHans 

166. — Ulrich 147. 
Oele v., Wilh. 168. 
Oertel Friz 802. 
Oesterreich, Steyer u. Kärn- 
ten, Herzog: Albrecht 8. 

89. 104. 112. 132. 149. 



Oettingen Graf: Ulrich 156. 

— Wilhelm 166. 
Ofemburg Heintz 161. 
Onoltzbach, Chorherren das. 

90. 
Ortel Herman 193. 
Ortemburg, Grafen, vide Cilly, 

Grafen. 
Orttemberg: Fridrich 161. 
Ostheym v., Jörg 146. 
Osthof en v., Peter 157. 
Ottmanshusen v., Conrad 155. 
Otnant Weigel 194. 
Ott Conrad, von Ulm 49. 
Ow v., Caspar zu Prennberg 

162. 



Quoss Daniel 154. 



P. vide B. 



Rabe Albrecht 151. — Altman 
154. - Conrad 151. — 
Eberhart 151. — Wilhelm 
151. 

Babenau v.d.: Herman 159. 
— Seyfrid u. s. Sohn Adolf 
158. 



Rabenstein v.: Cuntz 147. — 
Hans 154. — Jacob 160. 
— Jörg 105. 

Rabensteiner: Hans, Fried- 
rich, Jörg u.Hans 153. — 
Härtung 153. — Oswald 69. 

Babitz v., Oswald 153. 



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800 



Personen- 



Babpe Witte 156. 

Rackowa v., Habart 165. 

Raigkartter Jörg 150. 

Raittenbucher Hans, Pfleger 
zu Hembaur 162. 

Rakendorffer Ulrich 163. 

Ralbe von Holtzhausen, Henne 
158. — cf. Rolle. 

Rain Contz 151. 

Ramberg, Ramperg: Erhart 
157. — Hans 156. 

Ramelsteiner Linhart 163. 

Ramingen v., Hans 149. 

Rammung Hans 149. 

Ranaw Albrecht 154. 

Randesacker v., Cuntz 160. 

Raschaw v., Jörg 150. 

Ratstunhausen (Rathsamhau- 
sen) gen. Stein: Hans, Ba- 
stard 161. 

Ratz Berchtolt 163. — Ulrich 
u. Hans 146. 

Rauhendorffer, Rawhendorffer 
Lambrecht 165. 

Rauschner Hans 150. — Ott 
154. 

Rechberg: Heinz 101.— Ul- 
rich 160. — Ulrich, ritter 
160. - Veit 164. — Wil- 
helm, Sohn Ulrichs von 
Hohen -Rechberg 162. cf. 
Hohen-Rechberg. 

Rechenberg v., Hans 174,— 
Hansd.elt.98.— N.N.112. 

Redwitz v.: Albrecht ritter 
150. 160. — Eyrich 151. 

— Hans 153. 154. — Hans, 
ritter, pfleger zum Holn- 
perg 148. — Heintz 159. 

— Heinz, gen. Baurnfeind 
160. — Hiltprant 42. — 
Lutz 154. — Moriz 150. 
160. — Wernhart 153. 



Redwitzer Volant 149. 

Regeldorffer Hans 163. 

Regeldrod v., Hembert 154. 

Reggelin Hans 165. 

Reich Erhard, von Regens- 
burg 49. — Thoman 194. 

Reichaxt Hans 69. 

Reichenstein, Herr ▼., Wil- 
helm 158. 

Reiff Gonz 106. — Hennan 
106. 

Reiffenberg, Philip dj. 147. 
— N. N. 114. 

Rein, gen. Voyt Johan 159. 

Reineck, Herr zu Proyck u. 
zu Thunperg : Dietrich, 
Sohn 164. 

Reinolt, Reynolt Jörg 151. 

Reitesel vide Rietesel. 

Reitter Götz 201. — Hans 
147. cf. Reutter. 

Reittomer, Reyttorner: Cas- 
par 163. 

Reitzensteinv.,Reitzensteiner 
Wilhelm 161. — Thoman, 
Karl, Mathes, Caspar, Ma- 
thes 153. 

Rem Nickel 161. 

Remchingen v., Hans 156. — 
Wendel 157. 

Renner Conrad 155.— Jobst 
149. — Seyfrid 105. 

Rennhoffen v., Fritz 101. 

RephunVeit 162. 

Resche Hans 150. 

Reuss, Rewss, von Planen, 
Hauptman der Stadt Nürn- 
berg 33. 39.46. 47. 61.68. 
72. 73. 86. 96. 97. 102. 
167. 179. 189. 232. 237. 
238. 245. 246. 

Reuss, Rewss Hans 161. 

Reutter Paul 163. cf. Reitter. 



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Verzeichnisse 



301 



Rex Günther 154. 
zRibincka Jorgel 152. 
Richnaw v., Linhart 162. 
Riedenfelt Adolf u. Peter 159. 
Riederer Mr. Ulrich 125. 127. 
Biedern v., Philip d.elt. 148. 

— Philipp 164. 
Riesenburg N. N. 114. — 

Ratzko 114. 
Rieter Hans 99. 240. — Peter 

90. 9G. 226. 227. 228. 233. 
Rietesel, Reitesel: Eckhart 

258. — Henne 159. — 

Herman 157. 
Rietheymv., Gerwig 161. — 

Ulrich d. elt. 147. 
Rimbach, Rymbach v., Euka- 

rius 165. 
Rinhofen v., Gilge 150. 
Rinolt,Rynolt: Cuntzl63.— 

Herman. 163. cf. Reinolt. 
Rise Heinrich 156. 
Risenpach, Rysenpach Hans 

146. 
Ritterschaft in Franken 30. 

255.— in Schwaben 30. 254. 
Rock von Erflfenstein: Sey- 

frid 156. 
Rock vom Stauffenberg : Ma- 

thes 156. 
Rocke Dietrich 156. 
Rodder Andres 156. — Hans 

Adam 156. 
Rode Crafit 158. — Cristoffel 

154. 
Rodenbarg, gen. Seger: Sy- 

fnt 164. 
Rodenhausen , Rodehusen, 

Bodhausen : Grope u.Henne % 

158. — Kuno 158.— Ge- 
nant u. Wigant 159. 
Roder: Caspar 153. — Con- 

rat 153. — Cristofl zu Parn 

Qoellen VHL 



154. — Erhart 151. — 
Hans d. elter 151. — Hans 
151. — Hans zu Ckockta 
151. — Hans zu Roders- 
torf 151. — Hans zuLeub- 
nitz 151. — Hasse 154.— 
Heintz d. elter zuLewbnitz 
154. — Heintz d. j. 150. 
155.— Ihan 151. — Lau- 
rein, ritter 155. — Rein- 
hart 150.— Völkel zuPele 
151. — Volkmeyr 155. 

Roffin Albr. 161. 

Roholtz Hans 161. 

Rokingen: Henne u. Philipp 
158. 

Romerode v. , Wilhelm 158. 

Rorer Caspar 1 50.— Hans 153. 

Rorheym: Heintz 164. 

Rornstett v.,Erhart,Ritter1 48. 

Rosemberg v., Jörg 146. 

Rosenberg v., Ulrich, Herz. 
Friedrichs Marschall 128. 

Rosenau v., Anthon 156. 

Rosentritt Heintz 154. 

Rosse Hans 154. 

Rosshaupter Linhart 161. 

Rossnitz Hans u. Heintz 151. 

Rost Hans 156. 

Rot Anton 149. 

Rote Hans 155. 

Rotenhan Hans d. elt. zu Giech 
159.— Lutz 159. — Marx 
159. 

Rotman Cuncz 200. 

Ruckenriegel Erhart 162. 

Ruckershausen : Engelbrecht 
158. — Heibig 158. — 
Henne 158. 

Rüdenhausen Boden 157. — 
Heinrich 157. 

Rüd v. Bodickheym, Bodickeim 
Diether 163. — Hans 164. 
21 



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802 



Personen- 



Rüd, Rüde von Eolemberg: 
Chintz 156. — Eberhard 
d. elt. 165. — Heintzl65. 

Rüdern v., Eberhart, ritter 
164. 

Rüps vonYsempach: Hans 164. 

Rüsembach Ulrich 160. — 
Wigeleis 160. 

Rütberssen: Ernst 157. — 
Herwig 157. 

Rüxingenv.,Seyfriedd.j. 148. 

Sachs Nykel 147. 

Sachsen Herzog &c. : Wilhelm 
8. 33. 48. 148. — dessen 
Gesandte 31. 

Sachsenheim v.: Berchtoldt 
160. — Cunrat 160. — 
Schwartz Fritz d. j. 156. 
— Wilhelm 160. 

Sachsenkliffen Johan 146. 

Sack : Albrecht 1 65. — Nickel 
151. — Ulrich d. j. 151. 

Sag Hans 154. 

Sain, Seine, Seyne, Grafen: 
Dietrieh 152. — Jörg, zu 
Wittichstein, Herr zu Hom- 
burg 152. 

Salman Hans 194. 

Salsutz v.: Balthasar 153. 

Saltsch Heinz 105. 

Salzburg,Erzb/Fried. 1 26. 1 28. 

Samerlat, Hartman, Vogt zu 
Weyssensee 155. 

Sammenhamer Hans 217. 

Sand v., Hans 165. 

Sanetzeller: Arnolt 162. 

Sansan v., Hans 101. 

Sant-Jorgen u. zu Posin, Las- 
law, Graf 157. 

Sant - Jörgen - Schilds - Gesell- 
schaft 30. 254. 



8. 



Rulle von Holtzhausen, Henne 
158. cf. Ralbe. 

Rumel, Rummel : Franz, ritter 
97. 212. 233. — Hans 13. 
Linhart 242. — Lorenz 233. 
— Ulrich 17. 162. — Wil- 
helm, Wilhelms Sohn 193. 

Rumpier Concz 238. 

Ruprecht Hans 200. 

Russ v. Liechtenf eis, Albr. 1 60. 

Russer Gerhart 159. 

» 

Santmann Symon, Büchsen- 
meister 191. 199. 

Sataschky v., Hans 165. 

Sattelbogen v., Hans 148. 

Sattler Diettrich 161. 

Sawnsheim vide Seinsheim u. 
Swarzenberg. 

Schab Bigart 159. 

Schacherau Wilh. d.ält. 165. 

Schachten Egkbrecht 159. — 
Heinrich 159. 

Schaczenhofer zu Fraunstein 
Wolfgang 148. 

Schadecke Heintz 164. 

Schafstet v., Balthasar 156. 

Schamberg v.,Symon,Ritt. 150. 

Schappaw: Heinrich 149. — 
Nikel 149. 

Scharffemberg Cristoff 163. 

Scharffenstein Heinrich, Cas- 
par 155. 

Scharnsteten v., Ulrich 146. 

Scharpff Heintz 37. 146. — 
Johan, gen. Daum 146. 

Scharte Heinrich 154. 

Schauffhausen Jörg v., 152. 

Schaumberg , Schawmberg : 
Burkhart 162. — Class, 
gen. Enoch 155. — Hans, 
ritter 162. — Hans 157. 



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Verzeichniss. 



303 



— Hans der Knoch 162. 

— Hans d. j., gen. Knoch 
155. — Hans zu Meydor 
155. — Heintz, gen. Knoch 
155. — Heintz, Erhärte 
Sohn 154. — Jörg 157. — 
Jörg zu Rabenstein 155. — 
Lorenz 154. — Peter, Pfle- 
ger zu Tolnstein 16 t. — 
Symon 162. — Symon, 
ritter 160.— Veitd.j. 153. 

Schechingen Ernfrid 160. — 
Ulrich 160. 

Schechss Oswald von Plein- 
feld 165. 

Scheck Benz 161. 

Scheftersheymer Gilg 148. 

Scheiding, Scheyding: Balta- 
zar 155. 

Scheiding8tet v., Hans 154. 

Scheinber Herman 155. 

Scheit Heintz 146. 

Schellenberg, gen. Klein Hans 
145. 

Schelm v. Bergen : Hans 164. 

— Seyfrit 164. 
Schelmberger Gerlach 145. 
Schenk: Eycz 154. — Götz 

155. — Hans, ritter 154. 

— Heintz 150. — Hennckel 
159. - N.N.87. — N.N. 
d. jung 50. 

Schenk, gen. Foss: Heiden- 
reich 159. 

Schenk von Erpach Conrad u. 
Philip 157. 

Schenk von Geym Eustachius, 
Hauptman zu Rot 90. 95. 
101.102.105.148.— Hein- 
rich 1j65. — Steffan 148. 

— Wilhelm 145. 
Schenk von Schenkenstein: 

Albrecht 148.— Hans 101. 



105.148. — Steffan 101. — 

Wilhelm 149. 
Schenk von Schweinsberg: 

Wolf, Godert, Henne, Hein- 
rich, Guntram, Heidenreich 

158. 
Schenk von StossenbergHans 

148. 
Schenk von Tegningen Fritz 

164. 
Schenk, Herr zuTüttenperg: 

Burkart 162. 
Schenk von Winterstetten : 

Adam 157. — Conrat 157. 
Scheppach v., gen. Hügelin 

Henslin 145. 
Scheurer, Sebolt, Stockmeister 

236. 
Schieber Conrat 161. 
Schilling Fritsche 158. — 

Georg 160. — Wolf 160. 
Schinpain Hans 105. 
Schirmaister Paul 202. 
Schirntinger Jobs 153. 
Schlammersdorfer vide Sla- 

mersdorfer. 
Schlippenberg v., Cuntz 161. 
Schlywen vide Sliben. 
Schmid Cunz 145. — Heinr. 

v. Blaubeuren 161. 
Schmid zu YJsfeld Cuntz 161. 
Schnabel Hans 154. 
Schnid Hans, gen. Buchener 

164. 
Schober Christoff 152. 
Schönberg Herr, u. zu Syren, 

Fridrich 162. 
Scholmeynster , Ulrich, von 

Krawelsawe 165. 
Schonfels Purkart 153. 
Schoppa v. Kürn 148. 
Schopper Wilhelm 97. 
Schott Peter 155. 
21* 



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304 



Personen- 



Schotternheym Appel 157. 

Schräm Henslein 106. 

Schrawtel zu Lauenberg Hans 
151. 

Schreiber Hans 165. 

Schreiner Dietel 200. 

Schrimpff, Schrympff: Al- 
brecht 153. — Class 160. 

Schürenholcz Dietrich u. Phi- 
lipp 158. 

Schürnieberg, gen. Clausner, 
Reinfort 158. 

Schürstab: Erhart 36. 42. 96. 
97.98. 166. 233.234.259. 

— Erasm. d.j. 85.97.102. 

— Hans u. Hans 99. — 
Lewpolt 98. — Leupold 
d. ä. 99. 

Schütz: Cuntz, von Erlangen 
62. 150. 162. — Ulrich 
160. — Walther 153. — 
Wilhelm, gen. v. Aurbach 
156. 

Schütze Caspar 155. 

Schuler Steffan 242. 

Schultheyss Fritz 105. 127. 

Schwanberg, Herren v., vide 
Crusina. 

Schwarzenberg Walther 145. 

Schwartzhanns, vorstmeister 
161. 

Schweinaw zu Obern -Sumen 
Heintz 156. 

Schwerss Heinr. 155. 

Seauss Heinz 106. 

Sebech v., Cile, Ritter 156. 

Secka, Seckau, Bischof N. N. 
126. 

Seckendorf : Anthony 147. — 
Arnold 147. — Eberhart 
154. — Erkinger 147. 

— Hans 101. lantrichter 
148. — Hans, Fritz und 



Aberdar, brüder 146. — 
Heintz 147. — Hilpolt, 
Pfleger zum Camerstein 
12. 13. 147. —Jacob 153. 

— Jörg 13. 14. 15. 90. 
105. — Jörg u.Jörg 147. 

— Sebastian 105. 

„ „ gen. Aberdar: Fritz zu 

Meren 145. — Sigmund 

147. 
Seckendorf zu Birckenfels: 

Arnolt 146. — Hans und 

sein Sohn Hans 148. 
„ „ zu Brunn, Sigmund 82. 

84. 146. 
„ „ gen. Ernfried: Friedrich 

153. 
„ „ zu Jochsberg: Hans 147. 
„ „ von Krewsen, Ulrich 153. 
„ „ gen. Nolt zu Nyderlam- 

pach: Cuntz 145. 
„ „ gen. Nolt zu Weissen- 
dorf, Hans 147. 
„,„ gen. Rinhofen: Jacob 

148. — Jörg 146. 
„ „ gen. Seyfrid: Hans 146. 
„ „ zu Stopfenheim: Wolf 

146. 
„ „ zuTribsdorf: Ulrich 147. 
„ „ zu Ulstadt, Conrat 145. 
Seckendorf, deren Haus zu 

Nürnberg 82. 
Seckra Jacob 152. 
Seelwitz v., Ludwig 159. 
Seger, Grafen in dem, vide 

Cilly. 
Sehaw v., Wentzel 159. 
Seheim v., Conrat 154. 
Seheymer Heintz 147. 
Seifferstorffer, Seyfferstorffer 

Cristof 149. 
Seifrid, Seyfrid: Hans 147. 
Seinsheim Engelhard v. 81. 



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Verzeichnis^ 



805 



Seibach v.: Johan 146. — 
Johan, Arndts Sohn 147. 
— Martin 147.— Peter 145. 

Selbe v., Endres 158. 

Selbitz v., Hans, voit zu Hei- 
burg 156. 

Selichshausen Wilh. 146. 

Seistrang Peter, ritter 149. 

Senft Ott 106. 162. 

Senftenberger Fricz 202. 

Senng Hans 149. 

Serbolt Henne 158. 

Sewer Lucas 106. 

Sibenlinder Hans 152. 

Sickingen v. : Sweicker 145. 

Siegen Heintz und Herman, 
Brüder 164. 

Sigerberg v.: Nyklas 165. 

Sigmund, röm. K. 11. 

Sigwin Hans 242. 

Sindering Pauchheinz 165. 

Sindolt von Rosenpach, Phi- 
lipp 165. 

Singer Friz 201. — Hans 200. 

Sintzenhofer Ulrich 150. 

Sintzingen v., Ulrich 165. 

Sitembeck Ulrich, Hauptman 
zum Hohenstein 147. 

Slamersdorffer, Schlammers- 
dorfer: Cuntzt48. — Hans 
69. — Hans d. j. 152.— 
Linhart 147. — Rupp 147. 
N. N. 114. 

Slatheym v., Hans 154. 155. 

Siegel Conz 202. 

Siegerein Gothart, Hartman, 
Henne 158. 

Siegler Wilhelm 151. 

Sleinitz, Sleynitz Albrecht 151 . 

Slemm Conz 202. 

Slensslinger Heinz 106. 

Slim Caspar 159. 

Slitz v., Stain 148. 



Sliwen , Slywen , Schlywen : 
Cristoffel 154.— Jörg 150. 
Ott, lantvogt zu Lusitz 1 64. 

Slosser': Conz 200. — Die- 
trich 202. — Heinrich, von 
Bern,der Schweitzer Haupt- 
man 183. 263. 

Sluchter v., Jörg 164. 

Smauss Hans 200. — Peter 
199. 

Smid Cunz 201. 

Smidmayr Hans 193. 

Smoll Steffan 161 . —Wilhelm, 
Brobst zu Berching 162. 

Sneberger Heintz 160. 

Sneidenweit N. N. 200. 

Sneprer Hans,Büchsenmeister 
193. 200. 

Snod Sigmund 213. 

z'Sokolnika Janek 152. — 
Watzlabeck 152. 

Soldner Paul 105. 

Solms, Graf: Johan 155. 

Sonner Heincz 201. 

Sparneck: Fritz 69.— Fritz 
d. alt. 153. — Hans (L jung 
148. — Rüdiger, Fritz, Er- 
hart, Wittig 1 53. — Schwei- 
bolt, Sweypolt 101. 153. 

Sparr Class 150. 

Speir, Bischof N. N. 89. 

Sperberseck Ulrich u. Ulrich 
160. 

Spet Joh. d. j. 146. 

Spigele v.: Gerde 157. — 
Heinrich 157. — Herman 
157. — Johan 157. 

Sporlein Heintz 194. 

Springefels Hans 147. 

Springling Ulrich 202. 

Ssassewsky Znehodina 152. 

Stachenberg Hans v. 64. 

Stackell Sint 106. 



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306 



Personen- 



Staffelstein: Jörg 156. — Ma- 

thes 156. 
Staghausen v., Heinrich 155. 
Stainlinger vide Steinlinger. 
Stainprucker Michel 201. 
Starn Bernhart 154. 
Startzhausner Jörg 162. — 

Tandrod 162. 
StaudN.N. 212. -Hans 199. 
Stauff v., Dietrich d. j. 163. 
Stauffen, Herren von: Jacob, 

Mertein, Ruprecht 163. 
Stauffer Ulrich 1*8. 
Steigintaschen 16 f. 
Stein vom, Berchtold d. j. 148. 
Stein v., Hans 165.— Hans 

u. Wetzel 157. 
Stein von Klingenstein : Gon- 

rat 160. — Wolf 161. 
Steinheim v., Seytz 146. — 

Hans, ritter, marschal 156. 
Steinlinger, Stainlinger: Er- 
hart 150. — Lutz 242. — 

Steffan 163. — Ulrich 148. 
Steinmetz Peter 105. 
Steinmitz Conrad, büchsen- 

meister 194. 
Steinrewter: Hans 154. — 

Michel 154. 
Steinruck Heinrich d. elt. u. 

Heinr. d. j. 146. 
Stelbach v., Johan, Ytenbachs 

Sohn 159. 
Stenike Heinrich 159. 
Stenner zu Backnang 161. 
Stenssdorf v., Hans 154. 
Sternberg, Herren: Alsch u. 

Peter 16». — Sdenko, 

obrister burggraf zu Prag 

160. 
Sternecker Herman 193. 
Sternenfels Eberhart iun. 160. 
Stetenberg v., Peter 163. 



Stetenberger Ruprecht 149. 
Stetten Hans 151. 200. — 

Simon 164. — Zürich 164. 
Stettin u. Pommern, Herzoge, 

Fürsten zu Rügen : Erick, 

Wartislaff u. Barnim 1 46. 
Stettner Hans 154. —Hans, 

pfleger zu Mornsheim 162. 

— Ulrich 150. 
Stetzman : Steffan, pfleger zu 

Freyenstatt 150. 

Stickel Wilhelm 164. 

Stieber: Albrecht 153. — 
Anton, hauptmanzuVorch- 
eim159. — Bartholom. 160. 

— Endres 160. — Fritz 
160.— Hans 160. — Jörg 
153. 160. 

Stocke Burkart 146. 
Stockel Hans von Rattach 152. 

— Wolfhart zuEsslarn 162. 
Stockhausen , Stoghausen : 

Bernhart 159. — Hans 157. 

— Hansd. j. 159. — Hein- 
rich 157. 

Stockheym v., Philip 147. 
Stockheymer Hans 152. 
Stöcklein Hans 201. 
Stör: Claus 202. — Fritz 
202. - Gebhart 97. 213. 

— Ludwig 200. 
Stoltz: Henne 164. 

Storr Fritz, büchsenmeister 
194. — Lorenz 210. 

Stosch v., Eberstorff: Fried- 
rich 164. 

Stoytzendorffer Christof 152. 

Stralnfelser Jörg 163. 

Strauss Heinrich 151. 

Streitberg , Streitperg v. : 
Hans 147. 153. — Hans 
d. j. 153. — Jacob 159. 

— Moritz 160. — Pauls 160, 



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Verzeichniss. 



307 



Stretz Hans, unterfoyt zu 
Kranach 159. 

Stristram Eberhart 151. 

Strobel Jörg 160. — Weigel 
88. 

Strolock Heinz 200. 

Stromer Endres 59. 

Strppitz Dyslawe 16*. — Wil- 
helm 16*. 

Stuben v., Conrad 146. 

Stupfferich Syferlin 157. 

Sturmer Gontz 69. 

Sturmfeder Weyprecht 161. 

Sulmentingen v., Jacob 1*9. 

Sultz, Grafen: Albrecht 155. 
— Rudolf 155. — N. N. 
Witwe 132. 

Sultz, gen. Harm, Hans 161. 

Sunderhamer Cuntz 165. 

Suntheym v., Hans, pfleger 
zu Nassenfeis 162. 

Suppenberg v., Jörg 156. 



Swalbach v.: Bernhart 16*. 

— Henne d. j. 159. — 

Volbrecht 16*. — Henne 

zum Hermenstein 159. 
Swarczburg, Graf, Herr zu 

Arnstet u. Sundershausen: 

Heinrich 150. 
Swarczenperg, Herren zu, u. 

yon Sawnsheim Hans, Jörg, 

Michel, Sigmund 158. cf. 

Seinsheim. 
Swebede Berlde 158. 
Sweitzer N. N. 201. 
Sweitzer, Eidgenossen 5. 65. 

89. 113. ff. 117. 122. 177. 

179. 189. 2**. 253. 257. 
SwemdevonWynheim: Ulrich 

16*. 
Swentz v., Wilhelm 150. 
Swind Diez 201. 
Swirtzel Ludwig 158. 



T. vide D. 



II. 



UebernitzzuNeckmers: Hans 

1*6. 
Uettelhofer vide Uttelhofer. 
üfeln v., Heinr. 159. 
Ulfrich Balthasar 1*8. 
Ungersbacher Wilhelm 159. 
Unverdrossen Hartman, büch- 

senmeister 19*. 199. 
Urbach Walther 161. — Wilh. 

156. 
Urber : Hans d. alt. u. Hans 

d. j. 153. 

V. vide F. 



Urf, Urffe v.: Henne d. alt. 
157. — Heinrich d.j. 157. 

Ursell v., Henne 158. 

Ursembeck Jörg 162. 

Ussler: Friedrich, Hesse, Jörg 
155. 

Uttelhofer, Uettelhofer: Al- 
brecht 163. — Hans, burg- 
man zu Hirsperg 161. — 
Ruger 163. 

Utz Marquard 19*. 



W. 



Wagner: Rudel 194. — Ru- 
dolf 201. — Sewolt 202. 
Wahrawss N. N. 88. 



Walbronn Hans 1*5. 
Walburger Peter 161. 
Walch Cuntz 1*9. 



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308 



Personen- 



Walcher Ulrich 163. 

Wald v., Fritz 163. 

Waldach Heintz 147. 

Walde Contz 164. 

Waldeck Graf zu: Otto Wal- 
rabe 152. 

Waldenfels, Walnfels v., Fritz 
69. 150. — Heintz 155.— 
Jörg, hauptman 101. 150. 

Waidenstein Conrat 157. 

Waldstromer N. N. 10. 

Waler: Craft 148. — Hans 
147. — Jörg 148. 

Wallenfels vide Waldenfels. 

Wallenrode v., Hans, ritter 
145. — Hans zu Bernecke 
153.— Hans d. j. 151.— 
Sebastian 164. 

Walman Eprich 153. 

Walrab Michel 163. 

Walsperg v. : Heinrich, Her- 
man, Johan, Ott, Wolf 157. 

Waltherr Conz 105. 

Walturmer Friedrich 163. 

Wangenheym: Balthazar 155. 
— Class v., ritter 155. — 
Jörg 146. — Lutz 155. 

Wannbach Elas 159. 

Wannbacher Cuntz 160. 

Warmut v., Class 148. 

Warperger Cristoff 163. — 
Ulrich 163. 

Watt v., Peter 74. 93. 206. 

Watzdorf, Watschdorf v., Hans 
105. 150.— Watzser 154. 

Wayde von der, Clemanl54. 

Wechmar v., Caspar 157. 

Wechhangen v., Cyriax 155. 

Weibur, Weybur v., Cuntz 
154. 

Weicksel Jörg 164. 

Weideberg Ott 159. 

Weier, Weyer v.: Erasmus 



156.— Hans 154.— Nickel, 

amtman zu Beyreut 153. 
Weigel Claus 202. — Fritz, 

büchsenmeister 194. 202. 
Weigelstrobel vide Strobel. 
Weinberghausen Anthoni 153. 
Weineck v., Jörg 152. 
Weingarten Hans d. j. 156. 
Weinman Ruprecht 105. — 

Ulrich 160. 
Weirs (Weyhers) Caspar 105. 

— Heinz v., 44. 

Weisschals v., Burchart 151. 

Weispach Heintz 151. 

Weiss,Weyss: Hans, büchsen- 
meister 147. 201.— N.N. 
wagenburgmeister 174. — 
Ulrich 42. 98. 

Weissenberghe Wilh. 157. 

Weissenpuch Herman 157. 

Weissenwerger Erasm. 163. 

Welbart v., Wilh. 160. 

Wellenstein v., Hans 147. 

Welnitz v., Albrecht 156.— 
Jörg 154. 

Weltenrod v., Johan 147. 

Weltitz Endres 151. 

Wemdingen v., Jörg, amt- 
man zu Swobach 147. — 
Reinbolt, hofmeister 161. 

Wenckheim v., Cristoff 148. 

— Jacob 145. 
Wendeleuben v., Werner 155. 
Wentzel, röm. K. 11. 
Werbergshausen v., Caspar 

162. 

Werde, gen. Nodung, Henne 
158. 

Werdenberg und Sant-Gans, 
graf, Wilhelm 155. 

Werdnaw : Hans 1 60. — Hein- 
rich d. j. 160. — Ludwig 
160. 



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Verzeichniss. 



309 



Werhen v., Hennan 157. 
Werlin Heinz 106. 
Wernlein Hennan 201. 
Wernsteiner Eberhart 163. 
Wersgem Hennan 200. 
Wersperg Heinrich 151. 
Werthemer Wiltpold 163. 
Wertorde Hans 155. — Küne 

156. 
Wesinburg, herrn zu Schen- 
kendorf: Bot, Hans und 

Fridehelm 159. 
Wessele v., Jan 165. 
Wessingen v. , Egkhart 157. 
Westerburg Sweder 157. — 

Wernher 157. 
Westernach Bartholom. 147. 

— Caspar 160. — Hans 

160. — Lutz 147. 
Westerstetten : Hans 165.— 

Wilhelm 160. — Wolf 145. 
Westeten v., Rudolf 160. 
Wetterspach v., Bernhart 1 48. 
Widerolt Gernant 158. — 

Heinz 202. 
Widersperger Lorentz 151. 
Widerstein: N. N. 211. 212. 
Widerstein v. : Arnolt 146. 
Wien Oswald v., büchsen- 

meister 161. 
Wier v., Erhart 153. 
Wihausen Ertwan 146. 
Wihe v., Dietrich 155. 
WilchEndres von Altzey 165. 
Wild Paul, burgman zu Arberg 

162. — Ulrich 154. 
Wüde Nickel 154. 
Wildenborrn Moritz 105. 
Wildenhagen Hans u. Peter, 

briider 149. 
Wildenpurn Hans 151. 
Wildenstein: Caspar 147. — 

Cuntz 150. — Ekarius 147. 



— Heintz 148. — Jörg, 
Pfleger zu Lauff 150. — 
Mertein, ritter 163. — Wil- 
helm 153. 

Wildsdorf, v., Jörg 154. 

Wildungen, Wildingen: Lud- 
wig 157. 159.— Ott 159. 

Wilhelm Heinz 199. 

Wilhelmstorf v. , Peter 145. 

Willenbrunn Caspar 154. 

Wilr Hans u. Jörg 164. 

Wilserod v., gen.Bense, Jo- 
han 164. 

Wilss Girzick 152. 

Windhetzer N. N. 113. 

Winspach Heinz 145. 

Winter Ott 159. 

Wintershofer Cristoph 161. 

Winterstein Berthold 150. — 
Nickel 150. 

Wirnt Hans 162. 

Wirsperg v. , Albrecht 150. 

— Contz 154. — Hans 153. 
Wirt Ditz, handbüchsenschütz 

213. 
Wirtemberg, graf : Ulrich 8. 

49. 57. 90. 91. 132. 150. 
Wisenberg Küdiger 148. 
Wisentau: Erhart 160. — 

Friz 160.— Fridrich 160. 

— Hans d.j. 160. — Jörg 
150. — Toman 101. 105. 
159. — Ulrich 160. 

z'Wissokeho, Jan 152. 
Wittershausen: Craft159. — 

Senater 158. — Thoman 

158. 
Wittowetz Jan, hauptman in 

windischen Landen 164. 
Witzel Ulrich 194. 
Witzleuben v.,Friedrich, ritter 

155. — Rennhart 155. 
Wolffei Gebhart 105. 



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310 



Personen- 



Wolfelstorff Nickel 149. — 

Nickel d. j. 149. 
Wolferode v., Eckhart 155. 
Wolfestorff Jörg 149. 
Wolframsdorfer Fridrich 154. 
Wolfskele Philip 156. 
Wolfstein v.: Albrecht 162. 

— Conrad, Jacobs Sohn 94. 

— Cristof, pfleger zu Hirs- 
perg 161. — Friedrich 162. 
—Hans 40. 162. — Hans, 
ritter, marschall 150. — 
Jacob 66. — Jörg 165. — 
Wolfgang 33. — Wolfhart 
162. 

Wolfstorffer Reynolt 165. 



Wolman Jan 153.- Math. 153. 
Wolmantzhauser N. N. zu 

Rossstall 85. 
Wolmershausen Burkart d. j. 

146. — Leuppolt 146. 
Woltz Clas 164. 
Worms, bischof N. N. 89. 
Würzburg, bischof: Gotfried 

29. 30. 33. 35. 105. 126. 

127. 134. 254. 
Würzburg, Wirtzburg Steffan 

97. 
Wüst Hans 69. 159. 
Wulferskeil Clas 158. 
Wustenwald Concz 69. 
Wutawer Cunz 145. 



Z. 



Zabbeltitz v., Hentze, Hans, 
Heinrich, Reinolt, Heinrich, 
Caspar, Nickel, Hans und 
Hans 149. 

Zabenstein Oswald 150 

Zähe Engelhart 146. 

Zapffenmacher Erhart 201. 

Zarwern v., Hans 154. 

Zedwitz von: Balthasar und 
Jörg, brüder 152. — Cun- 
rat, ritter 152. — Cuntz 
zu Hirsberg 152. — Cuntz 
zu Erkmersreut 153. — 
Eberhart zu Hirsperg 154. 

— Erhart 153.— Erhart, 
voit zu Arnshaug 154. — 
Erhart d. j. 154. — Jörg 
152. — Sitich 150. 

Zehender Burkhart 161. 
Zelenehodoln von Grunemtal : 

Filgerz 152. 
Zeichendorf er Ruprecht 160. 
Zeirn, Czeyrn v., Class 150. 

— Jörg 159. 



Zemnung, Czemnung Rawts 

165. 
Zenger von Regenstauf, Friz 

42. — Heinrich 33. 150. 

— Heinz 97. 102.— Parzifal 

97. — N. N. 112. 
Zenner Jörg 150. 
Zentgreflf, Czentgreff: Cvntz 

155. — Jörg 155. 
Zerrengibel Cuntz 42. 212. 
Zerrer Peter 152. 
Zertitz v., Jan, Rentz, Her- 
mann, Reynolt, Ott, Apitz 

149. 
Zessau Hans u. Hans 149. 
Zewitz v., Nikel 150. 
Ze witzer Paulus, zum Neuhaus 

148. 
Zickoro v., Cristoffel 149.— 

Hans 149. — Nikel 149. 
Zigenheym, Graf, Johanl52. 
Zügen Heintz 148. 
Zirckendörflfer, Cirkendorffer 

N. N. 97. 



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Verzeichnis. 



311 



Zi&terer, ZystererHans 148. 

Zladincku v., Watzlabeck 152. 

Zlitzburgu Tristryn 152. 

z'Zlodtenicka Hans 152. 

Zlowtzintzek, Wilh. v. 152. 

Zobel Hans u. Paulus 150. 

Zölner Liebhart 163. 

Zoffen v., Caspar 155. 

ZolnerzuBirkenfels,Cunz 153. 

Zolner Eberhart, alias Er- 
hart 35. 233. 234. — Per- 
tolt 69. 

Zorwaw,CzorwawHansv. 105. 



Zuchaw, von der : Graft, Dietz, 

Hans u. Heintz, brüder 149. 
Zudenreuter Hans 152. 
Zülnhart Heintz u. Wolfgang 

161. 
Zusmeck,burggraf: Jörg 148. 
Zuttern : Albrecht d. j. 156. 

— Herman 156. — Peter 

156. 
Zweibruggen, graf, herr zu 

Bitsch: Friedrich 156. 
Zwinger Heinrich 151. 
Zyle, grafen, vide Cilly. 



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Saeh- Verzeichnis*. 



A. 

Aerzte 184. 
Almosen, reiches 244. 

B. P. 

Pafesen 172. 

Paniere, eroberte 103. 

Bauerngericht 13. 15. 

Bergwerke 20. 21. 

Brettspiele verbrant 13fr. 

Büchsen: Blei- 204. Hacken- 
203. Hand- 205. Noth- 205. 
Stein- 204. Wagen- 203. 

Büchsen, genant: die Gron- 
waltin , Steudin , Wider- 
steinin , Windspachin 205. 

C. K. 

Karten-Spiele verbrant 13*. 

E 

Ewiggeld 243. 

fi. 

Garaus 191. 
Geleit 16. 18. 



Heiligthum (Reichskleinodien) 
244. 



Lebensmittel -Preise 222 ff. 

229. 231. 232. 
Leibgeding 242. 243. 

1. 

Mawerpenck 172. 204. 
Münzwesen 19. ff. 26. 

*. 

Beiden 208. 

S. 
Schlitten verbrant 134. 
Schuhe spitzige verbrant 134. 
Schultheissenamt 10. 11. 
Selgeraet 244. 
Sieb ausrecken 169. 
Sneller 208. 

V. 

Volkszahl in Nürnberg 233. 
234. 

w. 

Wagenburg 171. ff. 
Wildbann 16. 
Würfel verbrant 134. 
Wulsthauben verbrant 134. 

Z. 

Zoll zu Rot, Schwabach 15. 16. 



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IL 



Tagebuch 

Kaiser Karls VII. 



ans dem Jahre 1741 



Herausgegeben 



von 



Ludwig Haussen 



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Der vorliegende Aufsatz Kaiser Karls VII. ist im 
Jahr 1744 niedergeschrieben und muss ungefähr zu der 
Zeit beendigt worden seyn, wo es Seckendorf gelungen 
war, die Oesterreicher aus Baiern zu vertreiben und 
den Kaiser nach München zurückzuführen. 

Die Aufzeichnung beginnt mit einem Bückblick auf 
die wenig günstigen Ereignisse des Jahres 1743 und 
spricht die Hoffnung aus, dass das neue Jahr eine 
bessere Wendung herbeiführen werde. An eine kurze 
Uebersicht der Streitkräfte uod Hülfsmittel, auf welche 
der Kaiser zählte, reibt sich dann eine Erörterung der 
jüngsten Begebenheiten, namentlich der Lütticher Bischofs- 
wahl, die auf des Kaisers Bruder gefallen war, und der 
misslungenen Unternehmung des Prätendenten gegen 
Grossbritannien. Bei der Besprechung der Verhältnisse 
zu den deutschen Reichsständen handelt das Tagebuch 
insbesondere von dem Fürstenbunde, dessen Abschluss 
zur Unterstützung des Kaisers damals Preussen angeregt 
hatte, und von dem Allianzvertrage, den der Kaiser im 
Sommer 1744 mit Friedrich II. abschloss. Den übrigen 
Raum nimmt eine Uebersicht der Kriegsbegebenheiten 
ein, die sich sowohl in Italien als in Deutschland und 
den Niederlanden zugetragen hatten, wobei der Kaiser 
bedauert, dass es ihm und den Franzosen nicht gelungen 



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sei, .gleiche Erfolge zu erringen, wie dem eben wieder 
nach Böhmen vorgedrungenen König von Preussen. Eine 
ausführliche Schilderung der Rückkehr Karls VII. in sein 
Land und seine Residenz beschliesst die Aufzeichnung. 

Das Interesse des Aktenstücks liegt nicht sowohl 
in den thatsächlichen Mittheilungen (dieselben recapitu- 
liren vielmehr grösstenteils bekannte Ereignisse), als 
in den Beiträgen zu Karls VII. persönlicher Charakteristik. 
Von geschichtlichem Werth in dieser Hinsicht ist seine 
Aeusserung über den Bund mit Preussen und das, was 
er über sein Verhältniss zu Frankreich bemerkt; über- 
haupt bezeichnend für ihn ist seine Auffassung der Lage 
und die Art, wie er die vorbeschriebenen Ereignisse 
gruppirt. 

Der Abdruck hat mit möglichster diplomatischer 
Treue die zum Theil incorrecte Form des Originals 
wiedergegeben; nur bei offenbaren Schreibfehlern, die 
den Sinn störten, ist eine Correctur eingetreten. 



L. Hlvsser. 



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L'annfe 1744. 

Apres avoir essuiä les hauts et bas de deux annäes 
de soitte, dont surtout la derniere m'a persecutö par une 
suitte de revers, et de cas bien accablant, il me. semble de 
voir d FerUree de 1 744 quelque raions d'esperance de pouvoir 
flechir l'opiniatretö de la fortune adverse. Mes alliÄs com- 
menceüt k faire de tout cot6 de tels preparatifs que nous 
devrioDs avoir la superioritä, pour peu qu'on veuillese ser- 
vir des ferces qu'on va mettre sor pied, la France aura 
des armees de 340 mille hommes, l'Espagne en aora 50 mille 
en Italie, les deux flottes combin6es qui doivent s'assem- 
bler k Toulon fairont plus de 50 vaisseaux de ligne; re- 
mettant mes Trouppes dans l'£tat complet, ils passeront 
les 40 mille moiennant quelques Trouppes auxiliaires, 
en mesurant toutes les trouppes avec Celles des ennemis, 
en les calculant les unes contre les autres il se trouve 
que Celles de notre alliance les passent de pres de 
200 mille hommes, quelle flatteuse esperance ne nous 
donne pas une teile superioritä. Mais ce n est point 
dans les forces des hommes quelle doit principalement 
consister c'est dans la Benediction de Dieu, laquelle il 
ne faut pas cesser dimplorer pour qu'oubliant nos ini- 
quitez il cesse de nous chatier, et que connoissant la 
justice de ma cause, il daigne enfin la seconder, et 
rendre nos armes victorieuses , ou de nous accorder 
une bonne Paix. La France travaille k force 4 mettre 
ses Trouppes en Etat, et ses frontieres hors d'insulte 
Ses flottes se trouvent pretes de sortir tant a Breste 
qu'a Toulon Elle me seconde en argent, et je me trouve 
Qmiim vul Sä 



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318 Tagebach 

moy meme occup£ de retablir toos mes Regiments, il 
ni a qoe l'Espagne laquelle travaille k la verite pour 
ses armäes, mais ne me fournit pas bien regulierement les 
subsides stipuläs. Les Nouvelles d'Angleterre nous por- 
tent que le Parlement a accorde au Roy (qui k force 
d'argent a scu gagner des voix pour s'assurer de la 
pluralitä) tous le subsides demendÄs, mais il s'en faut 
bien que la Nation y soit bien contente, et les grandes 
dissension qu'il y a entre les Trouppes Anglaises et 
Hannoveriennes ne peuvent que produire un bon effet 
pour nous ; plusieurs de la premiere Noblesse aiant pro- 
test6 infructueusement contre la continuation de la solde 
d'Angletterre pour les Haonoveriens ; les Hollandois ne 
sont pas non plus au point que mes ennemis les vou- 
droient, et il semble plutot qu'ils penchent pour la paix, 
ou que du moins ils n'accordent pas plus de Trouppes 
que les 20 mille hommes de Fannie passäe. Le Pape 
yient de me faire une finesse des plus accomplie aiant 
appris que l'Eveque de Liege etait mort, et me croiant 
dans i'embarras pour qui dornender le bref d'Eligibilit& 
entre mes deux freres l'Electeur de Cologne et le Duc 
Teodore, il m'envoia de son propre mouvement le susdit 
Bref pour ce dernier sans attendre le Courrier que 
j'avais envoiö k cette fin, dans l'intention de ne point 
le refuser non plus a TElecteur de Cologne lorsqu'il le 
demenderait, quoique par rapport k la multiplicitt des 
ses Evech^es ce-la devroit tout naturellement rencontrer 
plus de difficultez. II m'avertit en meme tems qu'il n'a 
pas pu se dispenser d'accorder pareillement un bref k 
cette Eglise au Prince de Darmstatt Eveque d'Augsbourg; 
je ne perdis pas un moment de tems pour Tenvoier a 
mon Frere, et l'avertir en meme tems de la circonstance 
de l'Eveque d'Augsbourg; lequel toute fois ne devroit 
pas nous faire grand tort puisque selon tous les avis 
de Liege son parti n'ätait pas considerabie C'est ainsi 
que j'ai tu croitre les esperances pour le Duc mon 



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Kaiser Karls VII. 319 

Frere, lesquelles ne laisseront pas d'6tre bien souttenües 
par la prompte arrivfee du Co. de Virmont Grandjage 
de Wezlar que j'ai nomm6 Commissaire Imperial, pour 
assister ä cette 61ection. 11 m'arriva au 1. F. une 
nouvelle bien inopinee de Liege comme quoy 21 voix 
contre 17 avoient racourcies le terme de l'Election et 
fix6 au 23. les 17 protesterent hauttement contre cette 
precipitation et appellerent au St. Siege, declarant que 
si on en vonloit venir ä une felection les dits protestants 
s'en absenteroient et declareroient l'Election nulle, et 
d'aucune validitä, les raisons qu'ils alleguerent etoient 
qu'on ne laissoit pas le tems aux absents de venir et 
que par consequent on les privoit de leurs suffrages, 
ce qui 6toit absolument contre le droit canon, que ce 
complot a fctfe fait et occasionne par les heretiques, qui 
vouloient faire hatter la cbose pour que leurs parti ne 
pouyoit point 6tre contrebalanc6 , et beaucoup d'autres 
raisons, ils demenderent ma Protection, et m'addresse- 
rent les Paquets avec priere de les envoier et appuier 
aupres du St. Pere. Je ne m'en suis pas charge directe- 
ment pour ne pas ih'attirer l'animosite et la haine du 
parti contraire ce qui auroit pu faire du tort ä mon 
Frere, et laissant aller le pacquet sous l'addresse de 
l'agent de Liege, j'ai appuie la ' chose sous main, autant 
qn'il m^toit possible aiant 6crit en m6me tems une lettre 
fort obligeante au Pape en acte de remerciments par 
rapport au bref ou j'ai en meme tems fort delicatement 
touch6 la corde de cette dissension ä Liege. Effective- 
ment mes ennemis, et particulierement les Auttrichiens 
et Anglois emploient tout au monde pour croiser l'Election, 
et pour en priver le Duc Teodore mon Frere, je fais 
agir de mon cot£ autant que je puis pour contrebalancer 
les intrigues des malintentionäs, et apres avoir emploiö 
tout ce qui depend de moy il faut bien que je m'en 
remette k la Providence Divine, de laquelle soeule de- 
pend rissüe des choses terrestres, le bon Dieu s'etant 



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320 Tagebuch 

reservä de disposer des choses sur lesquelles il nous a 
laiss6 la faculte de proposer. Cette toute Puissante main 
deDieu c'est manifeste bien clairement le 22. qui etait 
la veille de l'Election, les deux partis aiant restfe ferme 
jusqu'ä ee jour, et celuy de mon Frere s'ätant acru 
jusqua 22 voix, ils etoient 6gaux, malgrt tous les soins 
que le Co. de Virmond c'6toit donn6 il ni avoit pas 
moien d'en dätacher davantage des opposants. L'Eleeteur 
de Cologne etoit le soeul qui pouvoit donner le branle 
aux affairres, ce Prince etoit incommod6 depuis quelque 
tems, et selon les avis des Medeeins se trouvoit hors 
d'Ftat de voiager, mais son amour fraternel luy fit le- 
ver tous les obstacles, il prit tout d'un coup saus egard 
k sa propre sante» la genereuse resolutton de donner 
sa voix au Duc, et d'assister luy meine ä l'Election, il 
arriva donc ce meme 22. de Janvier lorsqu un heure 
auparavant les tresorriers ici ont eu la certitude de son 
arrivee. le Grand Doien et Grand Prevot k leurs tete 
se sont rendus chez le Duc pour luy offrir leurs voye 
L'Eleeteur etoit bien satisfait d'apprendre cet heureux 
evenement et de s appercevoir que'te bruit soeul de son 
arriväe avoit assurt la Mitre ä son Frere; j'en ins 
d'abord averti par un expres qui arriva le 27 jvier 
anniversaire de mon Election au throne Imperial. Apres 
que le Duc fiit ainsi assur6 des voix unanimes on n'eut 
pas besoing d'aller aux scrutins, et ce Prince fut pro- 
clam^ Eveque et Prince de Liege par tous les Chanoi- 
nes k la fois le 23 de Janvier. La joye que tout ce 
peuple extremement portfe pour la Maison de Baviere a 
temoigni en cette occasion est inexprimable 9 j'en recu 
la nouvelle par le Colonel de St. Germain que je fis 
sur le champ Marechal de Camp, et apres en avoir 
rendu grace k Dieu par un solemnel Te Denm j'envoia 
sur le champ k Rome pour en demender la confirmation 
an Pape ; la satisfaction que j'ai ressenti de cette Election 
fut d autant plus grande v que j'ai vu abbaisser un pen 



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Kaiser Karls VII. 321 

l'orgeuil de mes ennemis, tous les efforts qu'ils ont fait, 
poor que cette Evechee ne vienne point dans ma Mai- 
son aiant 6te infructueux, cet heureux commencement 
de Tann^e me paroit d'un bon prognostique ; qui se 
trouve en quelque facon affermi par la perte que mes 
ennemis ont faits du mellieur General qu'ils avoient, le 
Co. de Kevenhüler ftant mort £ Vienne dune inflama- 
tion de Poitrine, ce qui y causa one grande conster- 
nation et embarras pour le choix ä faire d'un nouveau 
Chef, le nombre de bons Generaux 6tant bien rare chez 
eux comme partout ailleurs; Tout ce-la n'empecha pas 
qu'on ne continua ä se bien divertir k l'occasion des 
nopces du Pr. Charles de Lorraine avec l'Archiduchesse 
Marie, sans faire reflexion aux troubles de la guerre, 
pendant lesquels si Elle est parmis les Chretiens, on 
modere les divertissements. cette Cour c est entierement 
livree aux plaisirs et tout enflee de son bonheur pre- 
sent eile se croit assur6e qu'il durera toujours, c'est 
cette raeme presomption qui la porte a en user avec 
mon pais , et mes * pauvres sujets avec la plus grande 
rigeur, les Trouppes de la Grande Duchesse les oppri- 
ment par des quartiers d'hiver exorbitants, des contri- 
butions enormes, et de tout ce qu'on peut appeller ve- 
xation, et traittemens cruels. En attendant Chavigni 
est revenu de France avec des pleinspouvoirs pour faire 
des traittes de subside avec divers Princes d'Allemagne. 
La Maison de Hesse fut la premiere qu'on tacha d'en- 
gager, et la chose a si bien reuissi que les preliminai- 
res furent ajustäs les 6 mille Hessois pris ä la solde 
et ote aux Anglois quoiqu'ä tres grand frais, Ton est 
apres pour engager le Roy de Prusse et d'autres Princes, 
et pour faire une ligue, laquelle formaot une arm6e 
considerable sous mes ordres devra donner la Pais ä 
TAIlemagne. Les nouvelles de Rome ont port6es que 
le fils du Pretendant apres s'Ätre servi d'un nom em- 
pruote c'est muni des passeports des envoi6s et M inistres 



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322 Tagebuch 

de Toscane et de Vienne avait pris la route de Genes 
en simple Courrier, ou il c'est embarquä et a passi k 
Antibes, cette evasion si peu attendue ne laissera de 
donner de l'ombrage en Angletterre , la Hollande en a 
temoignd sonpconnant la France d'intelligence, roais cette 
Courrönne c'est declarä de ni avoir aucune part, sans 
cependant se souoier du ressentiment d' Angletterre, n'aiant 
plus aucune mesure ä garder avec Elle. Quoique la 
France a ce qu Elle l'a assure n'a pas eu de part for- 
melle au depart subite du fils aini du pretendant eile 
n'a cependant pas voulu consentir ä son renvoi que le 
Ministre Tomson d'Angleterre a demende ä Amelot, ce 
Minisire de France luy aiant repondu sur le rappel qu'il 
luy fit des Traitt6s que les engagements 6tant mntuels 
il falloit devant tout qu'ils eussent £te mieux observes 
du cote d'Angletterre, que comme ils les avoient enfreint 
les premiers en bien des occasions, il ne pouvoit pas 
luy donner de reponse sur ce Chapitre avant que les 
Anglois eussent remedte ä tous les justes griefs que la 
France avoient contre l'Angletterre. Get armement de 
Breste n'a poiot suffit on ammassa a Dunkerquen des 
batteaux de transports, un bruit sourd se repandoit que 
le fils du Pretendant etoit arrivfc ä Calais, la flotte de 
Brest se fit voir dans la manche, on en fut extremem ent 
allarme en Angletterre et toutes ses demarches parois- 
soient denoter un promp embarquement de Trouppes, 
et le dessein d'une descente en Angletterre en faveur 
du fils du Pretendant, le Co. de Saxe a eu ordre de 
se rendre a Dunkerquen plus de 20 Battaillons furent 
commandes pour la formation du corp qu'il devoit 
commender, enfin Ton mit par ces grandes disposition 
tout le publique dans Tatterte de quelque grand evene- 
ment. Cependant le secret en fut tellement garde ä la 
Cour de France qu'on n'en fit aucune part meme ä ses 
allies ; je n'en fus pas du tout instruit, et lorsque j'en 
fis le reproche a Chavigni, il me montra ses lettres et 



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Kaiser Karls UV. 323 

me convainquit par la que ies Ministres de France; et 
bien d'aatres de la Coor n'ätoit non plus du secret, ce 
qui me fit soupconner que peut-6tre ceux qui apres de 
tant de fautes commises, apres avoir marque tant de 
foiblesse dans toutes les occasions, ee qut a fait perdre 
ä la France sa plus grande consideration , se voiant a 
deux doigts de leurs perte ont imaginä ce projet mal 
digert, dans l'esperance, de s'afermir par lä, mais comme 
il ni a pas d'apparence de reuissitte, ce sera peut-6tre 
\ä le moien le plus infaillible de les faire tomber. Les 
avis que Ton a eu d'un combat naval entre la flotte 
combinee de Toulon sous le Gommendement de l'admiral 
Court, qui est sortie le 2t, et celle des Anglois com- 
mendie par l'admiral Mattheus qui les attendoient aux 
Isles de Jeres ont tellement vartes, qu'on ne peut en- 
core assurer bien positivement lesquelles des deux flottes 
aie remportö l'avantage, il est certain que les Anglois 
ont tres vivement attaqu6 les Espagnols, et que ceux 
cy se sont vigoureusement defendu, que les Francois 
sont venu k leurs secours, qu'ils ont delivre des mains 
des Anglois un vaisseau Anglois lequel s'etant trouve 
entierement dematö a 6te oblig6 de se rendre, qu'ils 
les ont repousse eux memes, delivrd un autre vaisseau 
Espagnol, et secouru leurs admiral qui se trouvoit en- 
vironni mais il n'est pas moins vray que d'ailleurs la 
Flotte francoise na point combattu, et que le Vaisseau 
Espagnol demattö de tous mas qui a 6te sauve, fut brul£ 
volontairement et a sötte en Fair, la flotte combinee a 
6t6 portee par les yents sur les cotes d'Espagne, on dit 
celle des Anglois ä Port Mahon qui doit indubitablement 
avoir souffertte; ce qui est de fait est, qu'elle a du 
quitter les Isles de Hieres, reste a scavoir si les Fran- 
cois et Espagnols seront en fitat de faire les transports 
en Italie en ce cas la chose seroit decid6e, puisque 
c'etoit \ä tout ce qu'on souhaitoit c'est ä dire d'aflranchir 
la Mediteranie. L'armee Espagnole commendäe par le 



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324 Tagebuch 

Dac de Modene et le Co. de Gages, c'est ou oblig6 de 
se retirer ä l'approche de l'Auttrichienne, tant par ce 
que celle cy luy fetoit beaucoup superieure que par ce 
que dans l'incertitude ou il 6toit si le transport se pou- 
voit faire ou non il na point os6 hazarder le combat, 
cependant la retraitte c'est faite avec beaucoup d'ordre 
sans aucune perte exceptee celle de quelques deserteurs, 
ce qui est assez ordinaire du cote qu'on se retire. Les 
vents extraordinaires qu'il a fait out aussy empeche le 
dessein des Auglois, lesquels apres avoir soupconnt 
qu'on en vouloit ä leurs Royaume, se sont tous reunis 
tant pour defendre leurs Roy que leurs Religion qu'ils 
ont cra pericliter si le fils du Pretendant re rendoit 
Maitre de l'Angleterre, ils ont rassemblä le plus de 
Trouppes qu'ils ont pu, les Marchands aussy bien que 
tous les particuliers ont ouvert leurs bourses les deux 
Gbambres se sont offerts ä tout l'Admiral Noni qui a 
rassemble une Escadre fort ä la hatte et qui a eu ordre 
d'attaquer celle de France sous le Commendement de 
l'Admiral Rochefeuille c'etant trouv6 mel6 avec ses vais- 
seaux sans pouvoir se faire du mal Tun a Tautre, et 
se voiant uniquement occupes ä se garantir de la tem- 
pete, et ä pouvoir arriver ä bon port; c'est ainsi que 
les Anglois se'retirerent aux Dünnes et les Francois ä 
Brest; les premiers doivent avoir souffert plus que les 
derniers, les batteaux de transport qui 6toient charges 
de monde n'ont pas courru moins de risque, il y en 
a qui ont 6chou6, mais comme Ton a aussy tot cherchi 
ä debarquer les soldats il ni en a eu que tres peu de 
noies, et voilä comme ce grand dessein d'une descente 
en Angletterre, si tant est qu'il fut veri table, a avortt. 
C'est ä quoy Ton s'expose lorsqu'on se presse d'executer 
des choses qu'on n'a pas assez meurement pesfe aupa- 
ravant. Sans avoir fecoutte ni meme demendä les con- 
seils de ses amis et alli^s, sans avoir eu un parti forma 
du cote ou cette entreprise se devoit executer, et que 



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Kaiser Karls VII. 325 

ce parti soeul poavoit faire reuissir, il paroit qu'on 
c'est fi6 ä quelque projettant qui pouvoit avoir eu I'es- 
prit assez leger pour en former l'imagination, mais pas 
assez de soIidit6 pour en souttenir l'execution ; tout 
Teffet que ce beaa sisteme a produit, est pour le pre- 
sent celuy, que la Nation Angloise aiant fait cesser 
toute Cabale se trouvera plus unie que jamais, et par 
consequent bien plus formidable, que tout les pauvres 
Gatholiques dont le nombre passe les 100 mille ames 
ont eu ordre de s eloigner que les Hollandois pareil- 
lement reunis ont d'abord aceorde leurs secours de 
6000 hommes stipulä par les Traittes, que tous les 
Protestants auquels Ton a fait entrevoir un danger de 
religion se sont reveilles, en un mot que la guerre va 
devenir Generale, le Roy de France m'a meme dejas 
fait dire qu'il alloit la declarer ä l'Anglelterre. Les Ne- 
gotiations de Chavigni n'en ont pas moins soufferttes, 
il itoit sur le point de conclurre avec la Hesse lors- 
que le Pr. Guilleaume prit ombrage de cette descente, 
et crut courrir le risque de s'engager contre sa famille, 
et sa religion se yoiant en cas d'attaque oblige de de- 
fendre l'une et l'autre par cette raison la signature en 
fat suspendue, on luy a donn6 tous les 6claircissements 
necessaires, et comme cette entreprise est tombee on 
espere encore de le faire entrer dans nos vues; en at- 
tendant le Roy de Prusse s'y jrete tres noblement , et 
s'offre d'agir avec 80 mille bommes pour mes interets 
aussy tot que la France l'assure d'agir pareillement de 
son cote, cest sur quoy Ton negotie actuellement, et 
Ton doit commencer par une association entre moy le 
Roy de Prusse la Maison Palatine et celle de Hesse, 
k laquelle Ton invitera aussy d'autres princes de l'Em- 
pire, cette assotiatioo, a le bien de ('Empire et la de- 
fense de son Ghef, et de ses loix et constitutions pour 
sa premier base, les Pais respectifs appartenants here- 
ditairement aux Maisons contractantes s'y trouvent ex- 



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326 Tagebuch 

pressement garantis, autant qu'un chaqu'un en possede 
et expressement mes , Etats Patrimoniaux quoiqu ils se 
trouvent actuellement entre les mains de mes ennemis, 
ensuitte le concert y est pris de demender ä la grande 
Duchesse l'extradition des Archives de l'Empire, et la 
restitutioo de la Baviere prealablement k tout, qu'en 
su Ute on en viendra ä an armistice et s'accomodera ä 
l'amiable sar la succession d'Autriche. 

A l'Empire l'aflairre de la Dictature de la Pro- 
testation indecente de la Cour de Vienne, ou Elle a 
traitt6 mon Elertion de nulle, et la Diette de l'Empire 
comme non existente , fait beaucoup de bruit les voix 
ne peuvent point s'ajuster puisqu'il y a beaucoup des 
Etats qui par menagement pour la Cour de Vienne, 
ne prennent pas assez ä coeur, ni la gloire de leurs 
Chef, ni celle de tout l'Empire. Malgr6 tout cela j'ai 
fait mettre cette matiere importante dans le Billet de 
deliberation ; je n'ai pas pu non plus me dispenser, 
pour Tamour de ma chere Baviere opprimie au supreme 
Degret de faire donner ä la Dictature par mon Am- 
bassade de Baviere, les principaux griefs concernant 
cette injuste oppression, et detention des Pais sur les- 
quels la Cour de Vienne n'a pas la moindre pretensions, 
je les ai fait appufer par un Decret de Commissioo 
par lequel je demende la restitution de mon ancien 
Patrimoine, et de faire cesser toütes ces vexations te- 
moignant toujours le meme desir de Paix, et de reta- 
blir le repos en Allemagne ainsi que je Tai fait voir 
jusqu'icy. Les nouvelles que nous avons de rechef 
d'Italie varient si fort, qu on ne peut pas encore deci- 
der, ä qui attribuer le plus d'avantage dans le Combat 
naval du 22. de Fevrier, ce qui fait pourtant presumer 
que la flotte de Mattheus doit se trouver en tres mau- 
vais Etat est, que depuis ce tems lä on n'en a pas de 
nouvelles precises , et que la Cour de Londres meme 
en manque, cette incertitude y augmente les embarras 



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Kaiser Karls VII. 327 

que l'evanouissement de la crainte d'une descente en 
Angletterre avoit paru dissiper, on y continue ä faire 
tous les preparatifs de guerre, les 6 mille Hollandois 
destinäs ä secourir l'Angletterre en cas d'attaque ont 
actuellement fete embarques, et il y a toute apparence que 
la Hollande se declarera contre la France, sur tout 
apres que cette Gouronne a fait ouvertement declarer 
la guerre au Roy d'Angletlerre Electeur d'Hanovre. 
L'Infant Don Phillippe Joint par le Prince de Conti 
s'approche du Varo, et Ton croit d'en apprendre le 
passage au premier jour ; le Roy de Sardagne se pre- 
pare de son cot6 ä une vigoureuse resistance. Le Roy 
de Naples voiant ses Pais meoaces a pris la louable 
resolution de se mettre ä la töte de son armee pour 
joindre celle des Gages en cas que les Auttrichiens vou- 
lussent entreprendre quelque chose sur le territoire de 
son Roiaume, il fit preceder ä cette resolution un espece 
de Manifeste, par lequel il a declart qu'aiant observe la 
neutralite tres religieusement jusqu'icy, il la garderoit 
encore tant que Lobcowitz ne s'avanceroit pas dans ses 
Etats, mais qu'aussytot qu'il y mettroit le pied il regar- 
deroitt cette demarche comme une infractiou ä la neu- 
tralitä, et agiroit hostilement contre eux; malgre les 
priores que luy firent le habitants de la ville de Naples, 
il envoia la Reine ä Gaette pour qu'elle y jouisse plus 
tranquillement de la belle saison , et ne se trouve point 
en danger de faire du tort ä sa grossesse; la ville de 
Naples etant une ville qui ne pouvoit pas se defendre, 
il paroit d'ailleurs qu il ne scauroit trop se fier aux Na- 
politains, dont plusieurs s'etoit redus suspectes d'intelli- 
gence secrete avec les ennemis, au point meme qu il y 
en a dejas eu d'arrettes. Pendant que les evenements 
paroissent ainsi tres incertains dans les environs de Na- 
ples, on coraence ä avoir un raion d'esperance du cot6 
de la lombardie, l'armee combinee de France et d'Espagne 
aiant passe le Varo sans resistane, les suitte fairont voir, 



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328 Tagebach 

si le dessein de percer de ce cotä en Italic reuissira 
mieux qoe celuy qui a £te tentfe Fannie passäe da cote 
da fort Demon. En Allemagne il paroit aussy que les 
choses s'appretent de prendre une nouvelle tournure bien 
plus favorable a mes interets qu eile n'a encore 6te de- 
puis tout le tems de la guerre, la Prusse propose une 
nouvelle Alliance, et temoigne un desir sincer de me 
preter la main, pour me faire avoir une partie de mes 
pretensions, roais ce n'est point ä bon marche quelle 
sy prete, ce que les traittez ä faire prouveront, lors- 
qu'on en viendra ä la conclusion; la Hesse sy livre 
d' assez bonne grace, en degageaftt ses trouppes du Ser- 
vice d'Angletterre, et en, me cedant les 6000 hommes 
qui ont ete ä la solde de la dite couronne, cet article 
a 6te conclu moienant 1 ,800,000 fl. d'AUemagne quelle 
a recu de la France, en paiement d'une annee d'avance 
pendant laquelle annee les trouppes seront k mon Ser- 
vice, la Maison Palatine , sera pareillement une des par- 
ties contractantes, et Ton est sur le point de signer un 
Traute ostensible, ou d'autres Princes et Etats de l'Em- 
pire seront invites, y ajouttant ensuitte les articles secrets 
qui contiendront les convenences respectives des susdites 
parties. J'ai donn6 ordre ä toutes mes trouppes de se 
rassembler aupres de Philipsbourg , pour ne point 6tre 
exposees ä quelqu'echec avant Touverture de la cam- 
pagoe, tout c'est mis en marche, pour arriver au ren- 
devous General jusqu'a la fin de ce mois; les ennemis 
fönt divers mouvements qui marquent assez Tembarras 
ou ils se trouvent, raais on ne peut encore former un 
jugement solide et precis sur le parti qu'ils vont prendre, 
ils on envoie trois mille hommes pour renforcer la guar- 
nison de Fribourg, on parle d'un camp aupres de 
Maience, qui pourroit bien n'Ätre que passager, pour 
ensuitte se rendre en Flandres, ou leurs armees ne sont 
pas assez considerables pour resister ä Celles de la France 
quit paroit y vouloir faire ses premiers et plus grands 



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Kaiser Karls VII. 329 

efforts; le Roy (ä ce que toutes les lettres assurent) 
itant luy meme intentionä de faire campagne. Le Roy 
de France a renvoie le Marquis de Fenelon k la Haie 
ce qui fixa l'attention de tout de monde, mais la sur- 
prise fut encore plus grande, lorsque dans une longue 
harangue qu'il fit ä son audience publique il detailla 
avec autant d'energie et d'eloquence, que de fondement 
les raisons qu'il a eu de declarer la guerre aux Cours 
de Londres et de Vienne, la declaration de cette derniere 
n'avoit pas encore 6t6 rendu publique, mais eile le fut 
le meme jour k Paris. II mit en meme tems le marchä 
k la main k la Hollande, et ce-la avec la Dignitä qui 
convenoit k son Roy, et pris conge des Etats Generaux 
pour se rendre ä l'arm6e de Flandres k laquelle il ttoit 
destine, il fut invite le lendemain ä une Conference, ou 
on a voulu tenter de luy inspirer des sentiments plus 
doux k l'ägard de la Flandre souttenant que ce Pais 
itoient k regarder comme les Frontieres de la Hollande 
il y repondtt qu'elles l'etoient igallement de la France, 
et que tandis que les ennemis de son Maitre les occu- 
poient, il etoient tout naturel qu'il les y attaque, pour 
ne pas courir le risque de l'Ätre ; il en partit lendemain, 
et les Etats Generaux apres avoir accord6 aux Anglois 
les 20 vaisseaux demendäs, ont resolu de faire une 
ambassade extraordinaire k Paris, pour y inspirer de 
la moderation, et acheminer une Pacification Generale, 
mais la Politique de cette Republique est assez connu, 
et qu'on prevoit que ce n'est que pour gagner du tems 
jusqu'a ce quelle se trouve prete d'agir avec plus de 
vigeur il n'est pas k presumer que la France donne 
dans ce panneau et se laisse amuser par de bonnes pa- 
roles; qui ne tendent qu'a cacher les mauvaises inten- 
tions qu'on a contre eile. Entre tems les nouvelles d'Italie 
ont 6t6 tres favorables l'infant et le Pr. Conti ont at- 
taqu6 les retranchements des Piemontois avec leurs armie 
combinie» les premiers retranchements furent d'abord 



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330 Tagebuch 

empörtes l'Ep&e ä la main et le General Piemontois fat 
fait prisonnier de guerre avec trois battaillons, c'etoit 
le C. de Suse fils naturel du Roy Victor, 72 officiers 
se trouverent dans le nombre des prisonniers, et les vain- 
queurs emporterent 11 drapeaux et ['artillerie, les au- 
tres attaques n'eurent pas les memes progres, les terri- 
bles montagnes empecherent les vainqueurs de percer 
apres 8 heures de combat, de valeur egale de part et 
d'autre, mais le lendemain les Piemontois se trouvant 
apparement hors d'Etat de soutteüir une nouvelle attaque 
abandonnerent tous leurs postes et apres s'ätre embar- 
ques se retirerent par Mer, de sorte que cette retraitte 
fit tomber le Mont Alban et Ville franche, et readit 
la victoirt complette; ce meme Courrier qui nous en 
apporta cette nouvelle, fut aussy le porteur de celle 
que le Roy de France ä remercii le Ministre des af- 
faires dtrangeres Ammelot, et qu'on apprendroit inces- 
sament le depart du Roy pour l'arm6e de Flandre. 

Par les relations plus detailles nous apprimes du 
depuis que ce furent 5 battaillons qui ont ete fait pris- 
sonniers de guerre avec le Co. de Suse, que les guar~ 
nisons du Chateau de Ville Franche de 400 et de 
celuy de Montalban, se son egalement rendues a dis- 
cretion, qu'on a trouve beaucoup de munition de guerre 
et de bouche dans ces deux endroits, et qu'on a pris 
aus ennemis au delä de 100 pieces de canons, parmi 
lesquelles il en doit avoir eu des Angloises que l'ad- 
miral Mattheus y a debarqu6, cet Admiral c'est retirt 
avec son Escadre aupres de l'embouchure du Varo, on 
dit qu'elle consiste en tout en 30 Voiles, Celle de Court 
qui est pareillement de retour ä Toulon, s'etant renforcte 
avec quelques battimens Espagnols pourroit bien ne pas 
tarder longtems, de rendre visitte ä Mattheus, qui pre- 
tend dominer dans la Mediterannäe ; le Roy de Sar- 
dagne apres la perte du Comt6 de Nicie se trouve dans 
une Situation bien epineuse» et n'a pas peu & craindre 



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Kaiser Karls VII. 331 

pour le Piemont meme, on dit que par cette raison il 
a depeche Courrier sur Courrier au Pr. de Lobkowitz, 
mais ce General entette de la conquette de Neaples 
qu'il croit fori ais6e paroil ni pas faire grande atten- 
tion, il continue sa marche vers le dit Royaume, mais 
les gens les plus senses regardent cette entreprise comme 
une chimere, il n'a que 20 mille combattants, le Roy 
de Naples compte son armde de 26 sans les Espagnols 
qui sont au moins de 10 ä 12 milles hommes il seroit 
donc a souhaitter qu'il persista dans son opiniatretä, 
pour qu'enfin les chose tournent entierement de face 
de ce cotfe la, et que peuMtre le Roy de Sardagne 
pour prevenir de plus grands desastres cherche bientot 
luy meine de se racrocher ä nous. Le Roy de France 
est parti le 3 de Mai de Versailles pour Valencienne, 
de lä il se rendit ä Lille il y äcoutta la harangue de 
Wassner Kinkel Ambassadeur des Etats Generaux, qui 
le pria instament de suspendre les hostilitäs en Flandres, 
et de songer ä faire la Paix, il y repondit avec dig- 
nit6, sans donner dans le piege qu'on luy tendoit, de 
se laisser atnuser par des pour parier de Paix pour 
que nos ennemis communs aient le teois de se pre- 
parer ä la guerre, il refusa tout delai d Operation, 
declarant qu'il ne pouvoit ni vouloit faire des propo- 
sitions de Paix, mais que, pour faire voir le desir qu'il 
avoit d'en venir bienflot a une paix stable et solide, 
il tcoutteroit les propositions qu'on luy en fairoit, c'est 
sur quoy ('Ambassadeur a demende de nouvelles instruc- 
tions k ses Maitres, et le Roy m'a donne part aussy 
bien qu'a ses autres allies de tout ce qui c'est passe 
en cette occasion. Dans 1' Empire les Auttricbiens se 
sont avances au Nekar sur Heilbron et Laaffen avec 
toute leurs arm^e qui inclusivement du corps de Berch- 
linger qu'ils ont fait venir du haut Rhin, consiste en 
50 mille combattants, le Marechal de Coigni a fait la 
faulte de se laisser prevenir, de sorte qu'on ne peut 



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332 Tagebuch 

plus empecher les ennemis de passer le Nekar, et meme 
de s' avancer sur le Rhin, et d'en tenter le passage de 
cote et d'autre, il faut partir du point ou Ton est, c'est 
pour ce-la qu'il ni a pas autre cfaose ä faire dans le 
moment present que de se tenir sur la defensive, le 
Marechal de Sekendorff a dejas eu deux entrevues 
pour ce-la avec celuy de Gogni ils sont parfaittement bien 
ensemble et fönt leurs disposition pour bien recevoir les 
ennemis en cas qu'ils voulussent tenter le Passage da 
Rhin; Sekendorff c'est pareillement preparä dans son 
poste de Phillipsbourg , et y a fait retrancher les en- 
droits les plus foibles de son camp, de sorte qu'il at- 
tendra les ennemis de pied ferme, s'ils ont envie de l'y 
attaquer, tu battaillons francois ont aussy ordre de le 
joindre en cas d'attaque. Le 23 de Mai on a enfin 
sign* le Traitte avec les Gours de Prusse Palatine et 
Hesse qui est un Traittö ostensible, et auquel tous les 
Princes de l'Empire seront invittes, il ne laissera pour- 
tant pas que de faire faire reflexion ä mes ennemis, une 
pareille ligue des plus Puissants Princes de l'Empire meri- 
tant bien leurs attention. Les ennemis s'etant avance 
vers Phillipsbourg afecterent dans les commencement de 
ne point vouloir commettre les premiers des hostilitös 
contre mes Trouppes, Sekendorff eut pareillement ordre 
de suivre au pied de la lettre les declarations que j'ai 
fait faire de ne point commettre d'hostilitäs sur le terri- 
toire des Princes de l'Empire qui n'ont point pris part 
ä la guerre, mais les Auttrichiens ont bientot fait voir 
qui n'ont pas les memes attentions pour le repos des 
Cercles, ni la bonne foy qu'on devroit avoir, et sans 
6gard aux declarations jeciproques qu'il avoient fait de 
meme, ils ont rompu la bonne foy en vrays traitres. 
On peut les nommer aiosi puisqu'apres avoir chasst 
une Patrouille (qui a eu ordre de se retirer en cas d'at- 
taque) jusque dans le camp ils ont approche les gran- 
des gardes les officiers leurs aiant demendi qu'elles 



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Kaiser Karls VII. 333 

ttoient leurs intention, ils ont repetö, qu'ils venoient 
comme amis, et apres les avoir ou grossir les ofßciers 
faisant parottre quelque doutte ils reitererent leurs as- 
surances jusqu'ä ce que se voiant de beaucoap supe- 
rieurs en nombre, ils prirent leurs tems terrasserent les 
officiers, les firent prisonniers, attaquerent tout dun 
coup presque toutes les grandes gardes qui ne s'y at- 
tendoient point, et les pousserent jusqu'au camp ou 
enfin rallarme se mit et voiant que les ennemis ne gar- 
doient plus aucune mesure, on repoussa la force par 
la foree et avec taut de vigeur qu'on les chassa bien 
loing les mit en confusion, et qu'ils firent une perte 
bien plus considerable que ne Fetait la notre, il y a 
en plnsieurs attaques et escarmouches du depuis , dans 
lesquelles les notre ont toujours eu Favantage et ou 
Ton a reconnu Fancienne valeur de la nation Bavaroise. 
Le Roy de France n'a point perdu son tems non 
plus ä Fannie ou il s'est fait adorer tant par le bon 
ordre qu'il y tient que par Famour qu'il temoigne pour 
le Soldat et pour le raetier de la guerre, malgrt la 
presence de Basenar Zuickel ambassadeur d'Hollande il 
attaqua et prit la ville de Menin par capitulation apres 
une tres foible defense, cet Ambassadeur d'Hollande 
n'aiant pu effectuer que de la part de la France on fit 
quelque proposition de Paix, s'en revint ä la Haie 
tres contant d'ailleurs du bon Traittement qu'il avoit 
recu 4 Farmte, et Fon dit qu'il pourroit bien y reve- 
nir, les Hollandois voulant eviter une guerre gene- 
rale. Apres la prise de Menin l'armee de Roy alla 
investir Ipres, dans le tems que le Marechal Co. de 
Saxe s'arrettoit toujours avec son armte d'observation 
aupres de Courtrai pour couvrir les Operations du Roy, 
ce Prince qui etoit en attendant retournä ä Lille, fut 
k Fouverture de la tranchäe d'Ipres et assiste tres assi- 
duSment ä la continuation de ce siege qui se fait avec 
tonte la vigeur imaginable le commendant de cette 
4o»ii«n vm. 23 



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334 Tagebuch 

place qui est la Prince de Hesse Philipstahl ne laissant 
pas de s'y bien defendre; en attendant le Prince Charles non 
contant d'inquietter coDtinuellement quoique sans effet 
le Marechal de Sekendorff par le corps de Naidasti qni 
est campe tont pres de Philipsbourg a marchi avec le 
gros de son armee jusque vers Ladenbourg et a envoie 
un autre corp sous le Commendement de Bernklau a 
Stokstatt ou moienant ane Isle il a commence a faire 
construire un pont sur le Rhin faisant mine d'y vou- 
loir forcer le pasäage, les Francois occupant le bord 
de cette riviöre de l'autre cott se prepose de Ten em- 
pecher ou de bien recevoir ceux qui auroient actuel- 
lement tentö le passage, le Marechal de Sekendorff est 
si bien d'accord avec celuy de Goigni, qui se trouvent 
prepares k tout evenement, et se Hatten! d'6tre en etat 
de faire öchoüer par tout les desseins des ennemis. 

Les nouvelles que nous avons de la Baviere de- 
solfee sont que les ennemis ont encore plusieurs petita 
camps ä Straubing, Ingolstatt, Diettfurth et Amberg; 
ils ont fait un gros dettachement de ce dernier sous 
le Gommedement du general Horschl pour investir et 
attaquer le Rottenberg, ce qu ils ont aussy mis en exe- 
cution le 21. de Juin aiant attaqut avec 600 grena- 
diers et au de la de mille Hongrois l'AUstatt apres 
avoir fait prisonnier une 20aine d'invalides qu'on avoit 
laissö k Snaittach, le premier assaut fut vigoureuse- 
ment repoussä par les assi6g6s mais ils l'emporterent au 
second. le Gommendant n'aiant pas eu assez de monde 
pour defendre la vieille ville qui est trop etendue et 
les ennemis aiant trouvä moien d'y entrer par derriere, 
le monde qui y 6tait c'est retiri en,bon ordre, mais 
on n'a pas pu sauver 3 pieces de eanons qui ont restö 
aux ennemis ils s'en sont servi contre la (ortresse taut 
qu'ils avoient de la munition, et ont tentfe un troisteme 
assaut contre la porte meme de la place, ou ils fu- 
rent si bien recu qu'ils ont 6t6 oblig£ de se retirer 



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Kaiser Karls VII. 335 

la guarnison etant sortie les a encore chassfe de la 
yieilie Tille, et poursuivi k granda cris jusque dans les 
villages Toisins, les ennemis y ont eu plus de 400 
entre morts et blessäs; nous n'y avons perdu que tres 
pea k ce que deux prisonniers Gchapes ont rapportä; 
ils continuent le Blocus et on ne doutte point qu'ils 
en fairont le siege en forme. 

En Italie les choses vont grand train pour l'Es- 
pagne apres la conquette de toute la Comtte de Nice, 
les Piemontois ont pareillement abandonne Oneigle k l'a- 
procbe des Espagnols, ce qui les rend Maitres du pas- 
sage par le Genois, l'Infant est resolu de prendre ce 
chemin, et on le Terra paroitre au premier jour dans 
la lombardie, oa dans la Toscane. 

Le Prince de Lobkovitz a pareillement tres peu 
tfapparence de reuissir, dans son entreprise projette snr 
Naples, lärmte combinöe du Roy des deux Siciles et 
du Duc de Modena l'aiant arrettä tout court ils se 
trouvent vis k Tis les uns aux autres aupres de Fres- 
catti, et il n'y a guere d'apparence qu'ils se puissent 
separer sans en Tenir aux mains, en attendant comme 
la malaria tres dangereuse dans la Romagne est k 
craindre dans ce tems icy, il y a a presumer que les 
Ällemands qui ne sont pas si accouttumta aux Climats 
ehauds que les Espagnols et les Napolitains, y souffri- 
ront le plus, et que le plus ou moins de maladie de 
cot* ou d'autre pourroit decider de l'avantage. Un 
petit secours de Croattes arriv6 au Pr. Lobkovit* luy 
fit prendre la resolution d'eprouver leur valeur il les 
fit attaquer une hauteur qu'occupoient les Espagnols mais 
aTec tres peu de monde, de sortte qu'ils l'emporterent 
sans resistance les Espagnols s'6tant retirts k leurs ap- 
procbe; ce petit avantage leurs couta bien chaire puis- 
que apres y avoir plact un bon nombre de trouppes 
le General de Gages fit sous les ordres du Roy de 
Naples de beiles dispositions, qu'il surprit ce poste aTec 

83* 



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336 Tageback 

un corp de 4000 hommes, en Ina un bon nombre et 
fit 800 prisonniers parmis lesquels il y avait an lieat 
General, un Marechal de Camp an Golonel et nombre 
d'officiers, les Aattrichiens tenterent apres ce-la encore 
deax fois de reprendre ce poste, mais ib furent too- 
jours repoussä avec perte, ce qui les obligea de se 
retirer plus d'un mille d'Italie, et de ne plus songer 
qu'a la defensive, ils ayoient aassi envoie an corp 
d'environ mille homme en Abbrazxs poar y soalever le 
peuple, et avoient dejas proclaurä la grande Duchesse 
Reine de Naples 4 Aquila, apres luy avoir fait preter 
serment, mais an detacbement de l'armie combinäe les 
a entierement defait, et les habitants d'Aquila qui se 
sont laissä forcer de preter l'hommage, ont *te tres 
rigoareusement panis. Le Roy de Naples c'est attirt 
autant d'estime que d'amour k lärmte representant par 
tont de fort bonne grace et temoignant beaucoup de 
soin pour le soldat En Flandres le Roy de France 
ne s'attire pas moins les coeurs de toutes les trouppes 
il se trouve partout temoigne beaucoup de largesse et 
de generositö aux soldats recompense les gens de me- 
rke, fait voir qu'il atme le melier de la guerre, et 
s'en acquitte parfaittement en toute les occasions, apres 
7 jours detranch6e ouvertte Ipres ne pouvoit plus re- 
sister au grand feu des francois, le Pr. de Hesse se 
vit obliger de battre la chamade, et il obtint une Ca- 
pitulation tres honorable; la guarnison sortit avec tous 
les honneurs de la guerre, et on luy laissa 6 pieces 
de canons ; ce siege a 6t6 plus meurtrier que celuy 
de Menin, le pauvre Marquis de Beaucolan que j'esti- 
mois beaucoup et qui fetoit autrefois 4 ma Cour en 
qualitö d'envote de France y fut tu£ comme Marechal 
de Camp, ä Tassaut du chemin couvert, le jeune Po- 
niatofski qai 6tait autrefois mon aide de Camp y eut 
le meme sort. Apres la prise d'Ipres le Roy alla vi- 
siter Dunkerquen et toute la cotte, et donna en atten- 



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Kaiser Karls VII. 337 

dant la comission au Duc de Bouffiers d'attaquer le 
fort de Knok et au Comte de Glermont la ville et for- 
teresse de Farnes, Fun et lautre se rendit apres tres 
peu de jours de defense et le Roy a accompli par lä 
le dessein qu'il avoit de se rendre Maitre de ce cote 
de la Flandre pour couvrir Dunkerque, et ses ports de 
Her. Le Marechal de Coigni craignant toujours que 
les ennemis ne tentassent le passage sur le bas Rhin 
y fit descendre toute son arm£e et ne laissa point de 
repos 4 celuy de Sekendorff pour le faire quitter le 
poste avantageux qu'il y avait aupres de Phillipsbourg, 
il luy envoia un aide de camp apres l'autre pour le 
faire passer le Rhin et se joindre ä luy, ce General 
s'y vit forc6 par ses frequentes instances, puisqu'en cas 
de refas les francois auroient pü croire qu'il n'ätoit 
pas intentione de les assister efficacement, il en a tres 
bien connu les suittes, il voioit bien qu'il ne convenoit 
point qu'une armte Imperiale passa le Rhin pour aider 
a defendre les frontieres de France, et soit censäe hors 
de l'Empire, que ma personne meme fetoit exposäe et 
pour ainsi dire entre les mains des ennemis s'ils ttoient 
assez osfe d'enfreindre le loix les plus sacrtes de l'Em- 
pire, et d'entreprendre sur moy, mais les engagements 
et devoirs d'un fidel Allie le firent passer avec raison 
et selon mon intention par dessus toutes ses reffiexions 
il passa le Rhin la nuit du 30 sans que l'ennemi s'en 
fut appercfi, que vers le jour, cette marche se fit avec 
beaucoup d ordre, et sans la moindre perte; il n'eut 
pas le tems ce jour lä de visitter son nouveau camp 
aupres de Spire moins les postes avancäs vers Ger- 
mersheim qu'occupoient dejas auparavant nos dragons; 
les ennemis construirent la nuit suivante un pont ä 
Weissenau tout pret de Maience, et meme sous le Ca- 
non de cette place, ce qui n'etoit pas seulement contre 
la Neutralitö mais bien expressement contre la parole 
donnfee par l'Electeur mon Envoiä aussy bien que 



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338 Tagebach 

ceux de France en firent leurs plainte 4 l'Electeur, il 
en fit des excuses frivoles , qui ne meritoient aucane 
attention, et souttenoit qa'il ne poavoit point resister ä 
la force dans le tems qu'il eut ses remparts remplis 
de Canon, on en jugea avec raison qu'il 6toit d'accord 
avec les ennemis, et le Traittö qu'il venoit de con- 
clure avec l'Angletterre fit encore augmeüter ce soup- 
jon; ce ne fut que le corp de Bernklau qui a pass£ 
aupres de Maience, consistant en 5 ou 6 mille, il attira 
toute l'attention de notre armte, lorsque Sekendorff fut 
bien surpris d'apprendre par le Comte Precisarque que 
Trenk avoit passe avec son corp de Pandours aupres 
de Schrek, et que les dettachements de dragons n'ont 
pu les empecher, le terrain s'y trouvant rempli de ma- 
rais et de bois, par consequent plus propre pour l'in- 
fanterie dont il ni en avoit point, peu de tems aprfe 
il eut avis qu'ils avoient oonstruit un pont, que tout le 
corp de Naidusti y avoit pass* tant infanterie que ca- 
valerie, et que nos trois Regiments de Dragons qui 
ttoient plac6s dans ce voisinage ont ete separement 
pousses et obligis de se retirer, le Co. d'Otting Mare- 
chal de camp y fut bless6 quoique legerement, mais la 
fievre luy 6tant snrvenu, il mourut 15 jour aprgs 4 
Stoukard, ou il s'etoit fait transporter, et fut regrette 
generalement Le Marechal de Sekendorff aiant appris 
ce passage inopinä ne crut pas avoir du tems ä perdre, 
et se mit en marche avec toutes mes trouppes dont 
non seulement il fit donner avis k celuy de Coigni, 
mais aussi il luy demanda un secours de 12 Baltail- 
lons et une 15aine d'escadrons ce Marechal resolu 
d'abord de luy envoier 10 battaillons avec les 15 Es- 
cadrons de dragons; Mes trouppes avec le Marechal 
de Sekendorff arriverent le lmier de Juillet vers le 
soir ä Germersheim ce General fut encore reconnoitre, 
trouva deux ponts des ennemis faits et recut des avis 
que le Prince Charles avec toute l'arm6e 6toit en marche. 



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Kaiser Karls VII. 339 

le lendemain matin deux, marcha vers Lemmersheim 
oü les ennemis avoient passes, et se trouvoient postes 
tres avantageusement dans des bois et marais il fit 
toutes ses dispositions pour les attaquer et le secours 
promis des francois avec le jeune Coigni Lieut. Gene- 
ral et fils du Marechal etoit dejas arrivä, lorsque tont 
se preparoit k l'attaque les ennemis firent glisser leurs 
Pandures dans les bois et comanderent trois Regiments 
d'housards pour tomber dans les flancs k notre caval- 
lerie, le General Co. de Mortaigne s'en etant appercu, 
attaqua ce corp de Trenk qui fetoit de deux mille Pan- 
doures, avec 1000 fantassins dettaches, et 500 Grena- 
diers, il les battit les chassa du village de Lemmers- 
beim jasque dans leur camp ou ils avoient fait des 
abattis d'arbres, les ennemis y perdirent pres de 300 
hommes, nous n'en eumes qu'une 30aine de morts 
et de blessts apres cette reuissitte nos Trouppes rem- 
plies d'ardeur ne demandoient pas mieux que de pour- 
suivre leur conquette et d'attaquer les ennemis dans 
leur camp, les Francois animes du meme zele le de- 
manderent k corp et k cris, tout etoit ränge en bat- 
taille et Ton n'attendoit que le moment de l'attaque 
lorsque le Marechal de Sekendorff la fit contremander, 
ce General experimentä vit aparement de ses propres 
yeux la force de leurs camp, il reconnut sa Situation 
avantageuse, il eut m£me des avis, comme s'il y avoit 
bien plus de Trouppes de passees qu'il ne croioit, dans 
cette incertitude il n'a pas jug6 ä propos de hazarder 
l'älite de mes Trouppes, il fit reflexion, qu en les per- 
dant il n'y avoit plus de resource pour moy, enfin il 
ordonna de se retirer vers Germersheim, les francois 
et sur tout le jeune Coigni qui n'envisageoient pas les 
choses de la m£me maniere, et n'avoient que leurs 
zele et ardeur pour guide en firent de tres mauvaises 
interpretations et les choses ont 6tfe pouss£s si loing, 
qu ecrivant par tout qu'on auroit pü battre les ennemis 



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340 Tagebuch 

si on l'avoit voulu , on a accus6 Sekendorff de mena- 
gement envers les Auttrichiens, les aclions suivantes en 
ont bientot desabust le publique, aprös avoir ete de 
retour ä Germersheim il y trouva le Marechal de 
Goigni avec lequel il s'aboucha', les deux Generaux par- 
faittement d'accord ensemble prirent lä resolution de 
marcher tout droit vers les lignes de Lautterbourg , et 
d'y devancer les ennemis, en attendant le Prince Char- 
les passoit le Rhin avec toute lärmte, et dos Marecbaux 
aprirent que le Commendant de Lautterbourg quoiqu'il 
avoit 1700 hommes de Guarnison setoit rendu aux 
ennemis apres trois soeules heures de defense, ainsi 
nos deux armäes jointes furent oblig£ de tourner leurs 
marche vers Weissenbourg , mais cet endroit eut le 
meme sort peu d'heures avant leurs arrivee, de sorte 
que toutes les lignes se trouvoient occuptes par les 
ennemis, il n'y avoit donc pas d'autre moien que de 
les attaquer , nos Marecbaux firent leurs dispositions 
pour ce-la, les Imperiaux eurent Fattaque du cotö de 
FAltstatt, et le Francois de celuy de Weissenbourg, il 
y avoit dun cote double retranchement, la Louttre, les 
murailles de FAltstatt, et Celles du Simetiere nommä le 
village des Picards ä passer, de Fautre cotä les fran- 
cois avoient les fossts et murailles de la ville 4 fran- 
chir, les attaques en furent extremement vives et meur- 
trieres mais pas moins glorieuses aux armes Imperiales 
et francoises, on ne scauroit exprimer la valeur que 
nos Trouppes combinäes temoignerent en cette occasion, 
enfin apres avoir surmontä tous les obstacles les re- 
tranchements furent forcäes de tout col6, et apres une 
vaillante resistence de plusieurs heures les ennemis 
ont 6te mis en fuitte, on trouvera peu d'action plus 
valeureuse dans Fhistoire, on dit meme que le Prince 
Charles de lorraine, qui en ttoit le spectateur doit 
avoir avou6, quil ne croioit pas qu'il avoit encore 
d'aussy vaillantes trouppes dans le monde; notre perte 



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Kaiser Karls VII. 341 

avec celle des Frangois monta k 1500 h. entre morts 
et blessta les ennemis y perdirent plus de 3000, et 
la guarnison de Weissenbourg fut quasi tonte detruitte 
excepte le General Forgatsch et plusieurs officiers qni 
ont 6te fait prisonniers de guerre, nous eumes de notre 
cot* les General des Hessois Waidenheim dont les 
Trouppes se sont fort distinguäs, le Brigadier Girard 
Commendant du Regiment des gardes de tu6s, les Ge- 
neraux Truchsess, de Seissel, Grotschan, avec plusieurs 
officiers de marques de blesses. Get heureux evene- 
ment etoit d'autant plus important que si notre armäe 
n'avoit point percä les lignes eile 6toit coup6 de l'Al- 
sace et par consequent contrainte d'entreprendre nne 
marche tres pennible et longue par les montagnes, qui 
auroit 6te sujette ä bien des inconvenients on bien se 
voiant frustrt de tous secours par rapport au subsi- 
stance d'en venir ä un aflfaerre generale pour ne pas 
perir de faim cette affairre Generale les ennemis se 
trouvant assemblä derriere les lignes auroient 6t6 6ga- 
lement dangereuse, enfin cette glorieuse entreprise a si 
bien reuissi qu'elle a renverse tous les projet des 
ennemis, et rendu leurs passage inutil, mais comme 
on ne c'est pas trouve en 6tat qu'il n'6toit pas 
possible de deloger les ennemis de Loutterbourg sout- 
tenu par toute leurs armee, il falloit absolument 
les preyenir en marchant vers Hagenau, pour cou- 
vrir et mettre toute l'Alsace en surette ce qui fut 
aussy executö nos Marchaux y marcherent avec beau- 
coup d'ordre celuy de Sekendorff eut l'arriere garde 
comme le poste d'honneur avec les Imperiaux, que les 
ennemis firent mine d'attaquer, mais qu'ils n'oserent 
aussytot que le Lieut. General Co. de Mortagne qui 
c'est extremement distinguä dans toutes les actions, et 
qui fit l'arrieregarde de tous s'avan$a pour les charger, 
les deux armtes combinees occuperent le camp de Ha- 
genau derriöre la mouttre ou les Imperiaux ont pris 



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3*3 Tagebuch 

la Gauche puisque apres avoir fait l'arriere garde 
pendant toute la marche, ils ne pouvoient plus se por- 
ter ä la droitte, par rapporte au voisinage de l'ennemi 
qui auroit pu profiter d'un pareil mouvement, c'est 
dans cette position que les armees out resttes pendant 
trois semaines, les enoemis ont fait semblaut de vou- 
loir assieger le fort louis et y ont fait quelque tentative 
mais tres infructueusement, on y a jettt du renfort et 
cette place se trouve munie de tout le necessaire, Pen- 
dant ce tems le Roy de France se trouvant averti da 
passage du Rhin des ennemis, et aiant par ses con- 
quettes rapides accompli son dessein qui etoit de cou- 
vrir ses frontieres prit la genereuse resolution de se 
porter en personne 4 son armee sur le Rhin, et d'y 
amener un secours de pres de 40 mille hommes, laia- 
sant 70 mille au Co. de Saxe pour la defense de la 
flandre, c'est le Duc d'Arcourt qu'il envoia le premier 
avec le corp qui commendoit d'environ 16 mille hom- 
mes, qui fit l'avantgarde et devoit arriver dans le voi- 
sinage de Strasbourg ä la fin de Juillet, le Marechal 
de Belüsle fut pareillement nomine pour servir sous 
le Roy, ce qui me fit un plaisir infini, le Cbevallier de 
Belüsle se joignit au Duc D'arcourt, et ils n'ttoient 
plus qu'une ou deux marches de nos armäes lorsqne 
le Prince Charles fit un mouvement en avant, nos 
sages Marechaux ne jugerent pas & propos d'exposer 
les armäes ä un evenement doutteux, et se retirerent 
vers Strasbourg pour s'assurer la jonction avec les se- 
cours qui venoit au devant deux, et pour y attendre 
larrivee du Roy. Pendant cet Intervalle les Gabinets 
n ont pas laisse que de travailler utilement pour la 
cause commune, les ratifications du Traittt fait avec 
les Rots de Prusse et de Suede et Electeur Pala- 
tin, aussi bien celle de la ratification de l'accession 
de la France arriverent, et on se trouve pret 4 les 
6changer; le 24 de Juillet le Traittö particulier sous 



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Kaiser Karls VII. 343 

la garantie de France entre le Roy de Prasse et 
moy a fete signe, c'est avec bien de la peine qae 
je m'y suis resolu, mais la durete de la Cour de 
Vienne m'y a forct, cette Cour tend absoiument k la 
destruction de la Haison de Baviere, et pour la sauver 
il ni avoit plus d'autre moien que de m'unir plus 
ttroittement et k jamais avec le Roy de Prasse, qui 
est a regarder comme l'ennemi le plus puissant et le plus 
irreconeiltable de la Maison de lorrainne; ce qui m'a 
causa le plus de repugnance et m'a fait le plus de 
peine dans les oouveaux engagements que je viens de 
prendre est la cession qu j'ai du faire ä ce dit Roy 
de toute la partie de la Boheme situta au delä de 
l'Elbe, j'y ai cependant pourveu de le facon la plus 
sure et la plus solemnelle aui interets de notre reli- 
gion Catholique, laquelle na aucun prejudice i craindre 
dans le nouveau sisteme qu'on a pris. 

Le Roy de Prasse s'engage en revange de me 
conquerir le Royaume de Boheme, et de me le remettre 
ä la reserve de la portion ci dessus mentionnö, et de me 
garantir la hautte Auttriche aussytot que je m'en serai 
rendu le Maitre, il fait toutes ses dispositions pour 
ce-la et nous attendons k tous moments la nouvelles qu il 
aura mis ses trouppes en marche. Nos ennemis n'ont 
pareillement pas perdu de tems dans leurs Gabinet ils 
m'ont seduit les Electeurs de Maience et de Gologne de 
facon, qu'ils ont fait de Traittös de subside avec l'Ang- 
letterre, j'ai envoi6 Mon Vice Chanceliier de Praidlon 
pour en detourner le premier mais c'etoit envin, et 
l'Electeur de Maience eut l'insolence de faire mettre k 
la dictature N de TEmpire denouveaux 6crits de plus in- 
solents de la part de la Cour de Vienne, auquels je n'ai 
pu mieux obvier qu'en les annullant par un nouveau 
Decret de commission. En Italie les affaires paroissent 
prendre une bonne tournure les francois et Espagnols 
apres avoir fait la conquette de tout le Comle de Nice, qui 



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344 Tagebach 

leurs a ouvert an passage par le Genois y out trouvt 
tant de difficultä par rapport au transport des subsi- 
stances, qae toat d'on coap ils ont pris la resolution 
de changer de routte ils ont abandonnt ä cette fin Onellia 
et presque tout ce Pals ne laissant qae de foibles guar- 
nisons ä Mont Alban et Villefranche et repassi le Vars 
et se sont mis tous ensemble en marche poar passer 
les alpes et forcer les baricades qae le Roy de Sar- 
dagne fit garder avec ses Tronppes, le dispositions fb- 
rent si bien faites qae l'arm6e partage en 9 division 
fit une teile diversion aux ennemis, qae les baricades 
forent percles de toat cotfe, le lieat. General francois 
de Gevri trouva le plus de resistance puisqu'il attaqaa 
tous les postes du Cateau Daaphin l'6p6e i la main, 
cette action Alt des plus entreprenantes , et des plus 
meurtrieres, le Roy de Sardagne y ttait en personne, et 
Ton ne scaaroit assez exalter la valeur des Trouppes de 
part et d'autre, mais enfin les francois et Espagnols 
l'emporterent, et se rendirent aussy Maitres du Chateau 
Dauphin, la perte du cot6 des Piemontois doit monter 
ä pres de 4000 bommes, et Celles des francois k 1 500 v 
il y a eu un General et plusieurs officiers de distinc- 
tion des Piemontois de tu6s, les francois ont eu leurs 
General de bless£s, et quasi tous les Commandants des 
battaillons ou bless6s ou tu£s. Ge grand avantage rend 
les Alltes Maitres de quasi tonte la Vall6e de Sture, 
aflfermit leurs comunication, et les mets en Situation de 
faire quelque siege important Ton dit qae leurs dessein 
est, d'en faire deux ä la fois qui seroit celuy de Conny« 
et de Demon, allors et s'ils s'en rendoient Maitres 
le chemin de l'Itaüe leurs seroit ouvert et le Pr. de 
Lobkovitz avec son armee y joueroit un vilain cotton, 
il n'auroit pas d'autre retraitte que la Toscane, ou il 
ne seroit pas trop en surettö non plus, apres avoir 
rompu la Neutralitt avec le Roy de Naples. Ce Prince 
vient encore de remporter un avantage assez consi- 



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Kaiser Karls VII. 345 

derables sur les Auttrichiens , selon les derniers avis 
de Rome, aiant defait an dettachement des ennemis 
aopres de Tivoli , on en attend an plas ample detail» 
et quoique les armies sont encore dans la meme Si- 
tuation, on croit que les Auttricbiens vont fitre ohligis 
de decamper, ce qni ne scanroient effectner sans courir 
risque de perdre considerablement, le General de Gages 
ttant trop experimentä et meme trop rus6 pour les 
laisser fechapper. Le Prince Charles aiant fait an mou- 
vement en avant, nos Marechaux qui attendoient jour- 
nellement le secours de Flandres n'ont pas trouvä a 
propos de se commettre ä une action ni de hazarder 
la moindre chose, et se sont retirts jusque derriere 
Strasbourg, en attendant le General Naidusti ä la tete 
de trouppes legeres Hongroises c est jettt dans Saverne 
ou il ni avoit point de trouppes 9 les siennes j ont 
pillfe la ville et eommis beaucoap de desordres, cette 
occapation obligea le Dnc d'Harcourt de faire Halt avec 
son corp ä Pfalzbourg, et d'occuper les gorges et haut- 
tears de ces environs pour empecher les ennemis de 
penetrer en lorrainne, peu de joars apres lorsque le 
Marechal de Noailles aJloit joindre rannte de Coigni, 
et que en concequence d'un projet concertä on avoit 
construit des ports aupres de Strasbourg, pour y faire 
passer un gros corp de troupes faire bruler les ponts 
des ennemis, et leurs rendre le passage du Rhin dif- 
ficil, le Duc d'Arcourt pour couvrir ce dessein, et s'at- 
tirer l'attention des ennemis, les attaqua dans leurs re- 
tranchements qu'ils avoient sur la hauteur, il les en 
chassa et les poursuivit au delä de la ville l'Epte 
dans les reins; allors voiant que toute Faile droitte de 
Tannta ennemie sous le commendement de Bernclau 
venoit a ses trousses il se retira en bon ordre jusque 
dans son ancien Camp de Pfalzbourg, cette entreprise 
coutta au de 14 de deux mille hommes aux ennemis 
et 3 on 4 cents aux firancois, pendant que toutes ces 



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346 Tagebuch 

heareuses circonstances paroissoient favoriser mes des- 
seins, et que meine j'avois recu de Berlin la genereuse 
resolution que le Roy de Prasse avoit prise de sout- 
tenir mes interets et de marcber en Boheme, le Ciel 
m'a tout d'un coup menac6 d'un des plus grand de 
tous les malheurs, le Roy de Frauce a peine arriv6 k 
Metz y tomba malade, et son incommoditö s'augmenta 
k un tel point qu'il se trouva en danger de vie et 
dans une teile extremit& qu'il 6toit quasi sans esperence, 
cependant le bon Dieu en a restt k la menace et me 
conserva encore cet puissant amy, qui m'a soutenu 
jusqu'& present, et auquel je devrois le plus apres Dieu 
le mellieur sort qui k ce que j'espere m'attend encore. 
Je ne me suis pas trompe dans mon attente, car peo 
de jours apres le Roy de Prasse fit publier an expost 
par lequel il informoit le Publique de raisons qa'il ob- 
ligoit de yenir k mon secour, il manqua pas d'y alle- 
guer pour le motif principal, ces devoirs comme Elec- 
teur de l'Empire, qu'il s'agissoit de souttenir son Chef 
legitimement elus, et de defendre les loix et constitu- 
tions de l'Empire que nos ennemis veuillent renverser 
il rappella aux yeux du publique l'arrogance et la du- 
retö intolerable de la Cour de Vienne avec laquelle 
Elle a rejettfe l'annee pass£e les propositions de Paix 
qu'on luy a fait, par laquelle j'allois jusqu'au sacrifice 
de mes propres interets et de ceux de ma Maison pour 
le retablissment du repos dans l'Empire, et qu'a con- 
dition de la restitution de mes Etats je renoncois 
k mes justes droits suf la succession d'Auttriehe; 
cet fecrit fit grande impression dans le public et 
il fut en veritt tel qu'il ni avoit pas de bonne rai- 
son k y opposer, le Roy de Prasse n'en resta point 
\k; apres avoir fait declarer cet expost k Vienne il 
rapella son Ministre, et fit en meme tems marcher 80 
mille hommes comme mes trouppes aaxiliaires par la 
Saxe en Boheme, les Saxons fort surpris de cette de- 



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Kaiser Karls VII. 347 

marche firent leurs protestation et sur les requisition 
faites de ma part ils s'excuserent sur le passage, mais 
il Stoit trop tard j n'avois plus tems de n'y rien chan- 
ger et la marche se fit au travers de la Saxe avec le 
mellieur ordre da monde. Cette louable resolotion da 
Roy de Prasse aussy bien qae l'augmentation de l'arm6e 
francoise par l'arrivSe de celle de Flandres, fit bientot 
changer de face aux affaires, et notre Situation com- 
mencoit ä en prendre une bien plus avantageuse, les 
Narechaux changerent de dessein et k la place de 
passer le Rhin aapres de Strasbourg ils marcherent 
aux ennemis qui reculoient, avec tootes leurs forces 
reunis; l'avantage auroit 6t6 grand et la victoire in- 
faiüible si les Genereaux avoient profitö de l'occasion, 
lärmte combinäe se montoit a 100 m. h. dans le 
tems que l'ennemi n'en avoit que 55, les trouppes 
animies du desir de se yanger, et^consoltes du reta- 
blissement de la santö du Roy 6toit de la mellieure 
volonte du monde, les ennemis incertains du partis 
qu ils avoient k preudre ont meme fait un mouvement 
en s'6tendant vers la moutre comme si il vouloient te- 
nir ferme, et firent assez bonne contenence pendant 
plusieurs heures, c'est ou le Marechal de NoaiUes qui 
avoit dejas pass6 la Sarre auroit du les attaquer mais 
ce General soit qu'encore trop inquiet de la maladie 
du Roy, il ne voulu point entreprendre ce coup deci- 
sif, soit que d'ailleurs trop d'irresolution le rendoit in- 
certain fit sejourner l'arm6e pendant quel tems l'ennemi 
en profita pour se retirer et s'aprocher de ses ponts 
le Marechal fit un detachement comende par le Co. de 
Bellisle et d'autre Genereaux pour les suivre et leurs 
tomber dans l'arriere garde, et le Marechal de Seken- 
dorff fit le grand tour pour passer le Rhin k Germers- 
heim, et tacher de les couper dans leurs marches, et 
toute l'arm6e francoise suivoit le dettachement du pre- 
mier, lequel rencontra une partie de l'arriere-garde des 



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348 Tagebuch 

ennemis et en tua beaucoup, le Marechal de Noailles 
avoit suivi, lorsqu'on vint l'avertir que la plus grande 
partie de l'arm6e fetoit encore en dessas da pont, il 
faisoit nuit Clause lorsque un corp de grenadiers des 
ennemis se trouvant dans une redoutte fit une decharge 
sur la generalis qui marcha ä la tete de l'arm6e, ce 
qui arriva si inopinement que les cheveaux 6pouvant£s 
mirent quelque desordre dans la foule de roonde qui 
s'y trouv6 dont les trouppes meme furent ebranl6es 
mais ils se remirent d'abord, et les grenadiers francois 
attaquerent cette redoutte avec tant de vigeur que les 
32 compagnies de Grenadiers qui la defendirent furent 
entierement culbutes et defaits, et la confasion y fut 
tres grande mais comme il itoit trop obscure les 
Marecheanx crurent trop risquer que de profiter de 
cette avantange, c'est ainsi que les ennemis passe- 
rent le Rhin, et, nous 6chaperent par un bonheur 
pour eux inconcevable tous les mauvais maneuvres que 
le Prince Cb. a fait faire jusqu'a ce moment & son 
arraee aiant pass6 le Rhin et s'ttant avanc6 dans un 
Pais ennemi, sans avoir aucune place de surttö ni de 
retraite, furent justifte par la aux yeux du publique, 
enfin cette arm£e ne perdit que 2 ou 3 m. hommes 
dans le tems quelle devoit 6tre entierement detruitte. 
Nous n'en eumes pas grand avantage si non de scavoir 
positivement qu'il y regnoit une grande consternation et 
pas moins de division parmis les Chefs, ce que la con- 
tinuation de leurs marches precipitees nous marquoient 
assez, car ce n'ttoit plus une retraitte mais bien plutot 
une fuitte: car quoique le Marech: de Sekendorff Joint 
par tous les Regiments Etrangers de France ne perdit 
point de tems en passant le Rhin ä Germersheim quoi- 
qu'il envoia le Co: de Precisarque avec un gros corp 
ä leurs trousse, et que le Marech: de Noailles en fit 
autant du Cbevallier de Beiliste, il ni eut pas moiens 
de le attraper, et s'est ainsi qui passerent le Nekar 



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Kaiser Karls VII. 349 

avec beaucoup de diligence; la grande desertion fut 
leurs plus grande perte et Tod dous assure qu'en ar- 
rivant aux environs de Donauwerth leurs arm6e n'6toit 
plus que de 45 m. combattants. 

L'arm6e auttrichienne en Italie que d'un jour ä 
rautre od croioit voir partir, prit tout d'uo coup une 
resoluiion vigoureuse, qui pensa couter bien chaire aux 
Espagnols. 

Le General Lobkoviz fit semblant d'envoier 4000 
hommes vers la Mer pour s'y embarquer lesquels rebrous- 
serent tout d'un coup et surprirent Velletri par derriere 
ou itoit le quartier General cet endroit 6tant tout ouvert 
de ce cote la ils penetrent dans la ditte ville et peu s'en 
est fallu que le Roy de Neaples et le Duc de Modene 
n'eussent 6t6 fait prisonniers ils enleverent un Lieut. 
General et beaucoup d'autres officiers qui ätoient en- 
core dans leurs lits et ne s'attendoient ä rien moins 
qu'a etre attaquä, et on fait quelque centaine de pri- 
sonniers, remporterent des etendarts et drapeaux, firent 
un butin tres considerable, et si l'avidite du pillage ne 
les avoient pas tant arrettä, ils auroient eu une bien<heu- 
reuse journte mais les Espagnols profiterent de ce tems 
pour venir au secours de' Velletri ou ils attaquerent les 
Auttrichiens avec tant de valeur qu ils les en chasserent et 
reprirent la ditte ville, les ennemis attaquerent en meme 
tems le mont Artemisio, mais ils y furent 6galement re- 
pousses, l'action fut tres vive etsanglante, le projet 6toit 
bien imaginä de la part des Auttrichiens mais fort mal sout- 
tenu car ils furent oblig6 de plier de tout cotfe, et de se 
retirer dans leurs camp, la perte du cot£ des Auttrichiens 
se montoit ä trois ou 4 mille hommes, et celle des 
Espagnoles et Napolitains pas a plus que 2000. ainsi 
l'avantage a 6t6 du cot6 des derniers, quoique les deux 
armäes ont demeuräes dans leurs anciens camps. L'ar- 
m£e des Princes en Piemont fit encore de nouveaux 
projets, ils attaquerent Demont dont la ville na pas 

tyultaa vm. 24 



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350 Tagebach 

fait grande resistance mais le Chateau 6toit en fctat de 
se defendre bien longtems, si un boulet roage tire par 
les assiegeants n'y avoit mis le feu lequel augmenta si 
fort que les assieges de peure qu'il n'alluma la poudre 
et les fasse tous sautter en l'air se virent obliges d'im- 
plorer le secours des assiegeants, et de se rendre k 
cette condition prisonniers de guerre, c'est par ce grand 
hazard que l'arm6e combin£es des Princes fit la con- 
quette de ce poste important sans la perte d'un soeul 
homme, on y fit plus de 1000 prisonniers de guerre 
obtint une tres belle arlillerie, et beaucoup de muni- 
tions de guerre et de bouche, aiant bientot trouve 
moien d'eteindre le feu; apres cette prise l'infant et le 
Prince de comti marcherent vers le Roy de Sardagne 
pour luy livrer bataille, mais ce Prince connoissant la 
superioritä de l'armäe combinee ne l'osa hazarder et 
evita le combat en se retirant deriere Salusse; les 
Princes voiant qu'il n'y avoit rien k faire se tourne- 
rent vers Coni dont ils fönt actuellement le siege. 

En Flandres l'armee des Allifes de la Cour de 
Vienne quoiqu'elle avoit passfe l'Escau, ne fit rien du 
tout de remarquable , ils paroissoient vouloir attaquer 
Lille, mais le Co. de Saxe par sa bonne contenance 
les tint tellement en echec qu'ils n'oserent rien entre- 
prendre. 

Le Roy de Prusse ne fut pas si Nonchalant de 
son cot£ car apres avoir investi Prague il fit ouvrir 
la tranchäe le onze de 7bre, il envoia un detachement 
d'Infanterie sous les ordres du General Bork pour 
prendre possession de Beraun ce corp fut attaquä par 
celuy de fiardileni beaucoup superieur, occupant les 
hauteurs et formant deux battaillons carfies il y tint 
si bonne contenence que la cavallerie ennemie fut re- 
poussäe plusieurs fois, et oblig^ de se retirer de sorte 
que lorsque le Roy arriva avec un secours de Caval- 
lerie, ce petit corp c'äloit dejas debarass6 de celui des 



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Kaiser Karls VII. 351 

ennemis; le sort de Prague ftit aussy decidä apres 5 
jour de la tranchäe ouvertte , et cette capitale a subi 
les loix du vainqueur le 1 6 de 7bre ou toute la guar- 
nison de 1 6 mille hommes fut faite prisonniere de guerre. 
Le Roy m'envoia son aide des camp Descovilles avec 
cette bonne nouvelle, et me marqua qu'il avoit en at- 
tendant fait les dispositions necessaires pour mes inte- 
rets m'aiant fait preter serment par tous les chefs et 
autres Baillifs, et m'anoncant en m£me tems qu'il alloit 
marcher k Tabor et Budweis. 

J'aurois bien souhaitte que les succes de nos 
armees eussent Ate aussy rapides que ceux du Roy 
de Prusse, et j'etoit assez mecontent ainsi que ce 
Roy a paru l'Atre de la lenteur de nos Generaux, 
cependant je ne pouvois pas me plaindre du Cheval- 
lier de Bellisle qui avec son corp dettache soumit 
k ma domination quasi tous les Pais anterieurs d'Aut- 
triche, il s'empara en raeme tems des villes fore- 
tieres qui m'ont rendu hommage le soeul chateau 
de Reinfelden situfc au milieu du Rhin s'est defendu 
pendant trois jours mais il eut le meme sort et par 
le meme hazard que celuy de Demont en Italie; le 
Mareehal de Coigni apres avoir vü, que les ennemis 
nons avoit 6chape a eu ordre de s'aprocher de Fribourg 
et d'en faire le siege ce qui fut executä et la tranchäe 
ouvertte le lmier d'ottobre. 

En attendant les ennemis se sont partagäs la 
plus grande partie de rarmee du Pr. Charles qui 
est alle k Vienne par le Palatinat qu'ils ont evacue, 
en Boheme et l'autre partie consistant a peu pres 
en 15 mille homme sous le commendement de Bern- 
clau en Baviere, ou ils ont de nouveau commis des 
exc£s inexprimables , apr^s avoir pousst leurs inso- 
lence si loing que de faire insinuer ou mieux dire 
ordonner k la Duchesse de quitter non seulement ma 
residenee mais toute la Baviere et de se retirer k Augs- 

24» 



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352 Tagebuch 

bourg, ce qui fut executö peu de jours aprös, et la 
Duchesse ma belle soeur en est partie au grand regret 
de tout le peuple qui craignoit infiniment d'etre pille 
et saccagä, quoiqu'on assura cette Princesse qu'on ne 
toucheroit point k eette residence, et conserveroit m6me 
mes chateaux de Plaisance; l'äloignement des ennemis 
et le danger dont le Rottenberg 6t6 mena^e de sotter 
en l'air apres que tous les avis portoient que les mines 
6toient dejas remplies , obligea le Mareebal de Seken- 
dorff d'y envoier St. Germain avec un gros dettache- 
ment pour delivrer, et rne conserver cette importante 
place, mais les ennemis ne l'attendirent point, et pri- 
rent la fuitte aussy tot quils furent informes de l'aproche 
de ce dettachement; la fortresse etoit actuellement 
dans une grande detresse mais le hazard a voulu que 
deux parties de Housards du dettachement de St. Ger- 
main trouverent moien de la fournir de tout aux de- 
pens des ennemis, car Tun surprit Neumark ou ils 
firent 1 1 prisonniers avec le Heut, et l'autre attaqua 
un convoy escortte de 60 hommes en tua quelques uns 
fit 40 prisonniers, et pris une quantite de poudre, 3 
pieces de canons deux mortiers heaucoup d'armes et 
une quantitä de munition de guerre et de bouche, de 
sorte que le Rottenberg par ces deux prises fut entie- 
rement pourveu, il se trouva meme dans le nombre 
des prisonniers les memes mineurs qui ont travaillä k 
faire sotler la place, lesquels le Comendant obligea de 
demolir tout le travail qu'ils avoient faits. Dans le 
tems que le Mareebal de Sekendorff s'approcha quoique 
bien lentement du Danube le Chevalier de Bellisle re- 
passa k l'armee de Coigni pour assister au siege de 
Fribourg ou le Roy de France devoit se rendre en 
personne, il parlit k cette fin de Metz, fut magnifique- 
ment recu a Saverne par le Card, de Rhouen , et ar- 
riva heureusement k Strasbourg, le Comte de Clermont 
a 616 nouvellement dettachä pour s'emparer de Coo- 



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Kaiser Karls VII. 353 

stance et Bregence, qui ne s'6toient pas encore soomis 
ä ma domination, et pour lesquelles m£me le Gerde 
de Souabe s'est offert de faire la garde avec leurs 
trouppes sur quoy j'ai confere avec mes Allies; en at- 
tendant 1 4 Escadrons de France se sont mis en marche 
pour renforcer mon armee, les 6 mille Hessois Tont 
Joint et les Palatins avec rartillerie et pontons 6toient 
egalement en routte. 

Le Marechal de Sekendorff prit enfin la reso- 
lation de s'emparer de Donauwerth ce qui reussit k 
merveille, il fit plusiears dettachements sous le com- 
mendement da Co. de St. Germain comrae s'ils alloit 
an fourage et leurs rendevous fetoit k la porte de Do- 
nauwerth le Co. de Precisarque qui en eut le com- 
mendement en Chef partit avec un plus gros corp pen- 
dant la nuit de l'armee avec ordre de se rendre pa- 
reillement par un autre cot* aux portes de la ville, 
le Signal de leurs arriväe de part et d'autre 6toit un 
coup de canon, qui s'est tres bien rencontre, St Ger- 
main commenca dabord l'attaque fit ouvrir la porte k 
coup de hache, les ennemis prirent aussy tot la fuitte, 
et se sauverent par le pont dans une redoutte au de 
la du Danube bien pallisattäe et bien fortifiäe et mirent 
dabord le feu audit pont. les nötres apres s'Ätre em- 
pare de la ville acoururent pour äteindre le feu et se 
conserver le passage mais il etoit vigoureusement de- 
fendu par la guarnison qui s'etoit retire dans la re- 
doutte, il s'agissoit dont d'en deloger les ennemis k 
cette fin le Marechal de Sekendorff fit amener du petit 
canon avec lequel il les incommodoit beaueoup et nos 
trouppes valeureuses passerent en partie dessus les 
poutres du ponts brulant partie sur des radeaux et 
attaquerent les ennemis avec tant de bravoure qui as- 
somerent tout ce qui leurs fit resistence et chasserent 
le reste, le feu dura plus de deux heures et les vaillants 
soldats des trois nations lmperiaux franeois et Hessois 



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354 Tagebuch 

emporterent la redoultes l'epee k la main et nous con- 
server par ce pont un passage sur le Danube, qui 
nous manquoit jusqu'allors. La perte de notre cotö 
na pas 6tfe bien grande ne consistaut qu'en quatre 
morts et 24 blesses, entre les demiers il y a le Ca- 
pitaine Co. d'Angenelli, et le fameux Partisan Geschrei, 
dont la perte seroit d'autant plus considerable que cet 
ofßcier s'est distingue dans toutes les occasions, tant 
par sa valeur que sa conduitte, et que par la parfaitte 
connoissance qu'il a du Pais il peut encore me rendre 
des Services considerables. 

Quoique les choses paroissent changer de tout 
cote ä mon avantage, il me faut pourtant encore 
essuier le desagrement de voir acroitre le nombre 
de mes ennemis, et m^me par celuy, qui se van- 
toit d'avoir ete un de mes -premiers allies, qui etant 
dejas mon beau frere cherchoit m£me de renouvel- 
ler les liens du sang par des doubles mariages entre 
nos deux enfants, cest le Roy de Pologne qui ne me 
fit dire d'autre raison (et n'en pouvoit forger aucune, 
qui puisse justifier sa conduitte) que celle, d'avoir ete 
oblige de donner des trouppes auxiliaires ä la Cour de 
Vienne, c'est un trait epouvantable d'un Roy, qui jus- 
qu'ä ce moment se piquoit d'£lre Honnet homme, qui 
venoit de m'assurer que pendant toute cette guerre il 
ne tourneroit les armes ni contre moy ni contre mes 
allies; d'un Allie, qui dans cette m^me cause m'aida 
de faire la conquette de Prague la premiere fois, d'un 
beau Frere qui cherchoit de resserer de plus en plus 
les liens du sang, enfin d'un Electeur qui a donne sa 
voix pour mon election, et qui selon ses devoirs comme 
un des principaux membres de l'Eropire devroit ötre 
inseparable de son Chef; c'est ainsi que la faussette 
de ce siecle se joue de tout ce qu'il y a de plus sacr6 
dans ce monde et qu'aussy tot que l'interet particulier 
l'exige, la raison d'Etat degenere en trahison. J'ap- 



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Kaiser Karls VII. 355 

prends donc que le Saxons entrent en Boheme pour 
se joindre ä mes ennemis, qui apres avoir abandonne 
tout le Palatinat marchent vers le Roy de Prusse, mais 
j'ai irop de confiance dans la justice divine pour ne 
pas esperer, qu'elle punira une demarche aussy con- 
traire ä la bonne foy, et par consequent aux lois di- 
vines et humaines. 

Les nouvelles ulterieures du Piemont nous apri- 
rent que le Roy de Sardagne c'est avance vers 
Codi avee toute son arm6e dans rintenlion de de- 
livrer cette place qu'il a meme attaque de tout 
cot6 l'armee des Prioces mais que celle cy l'avoit re- 
pousse partout et oblige de se retirer avec une perte 
de plus de 5 mille hommes; on espere qu'apres cette 
victoire la prise de Goni ne scauroit tarder. Le Roy 
de France se porta en personne au siege de Fribourg 
qui est battu ä force, et meme le chemin couvert at- 
taquä, de Sorte qu'on attend ä tout meme*) la redition 
de cette place. Le Marechal de Sekendorff a en at- 
tendant continuc ses Operations les ennemis n'ont pas 
tenu ferme au Lech il l'a passe, et chasse les partis 
qu'ils avoient k Ten tour aiant fait beaucoup de pri- 
sonniers, tous ces heureux succes et Fentree dans la 
Baviere m'animoient plus que jamais de prendre mon 
parti, et de realiser enfin le grand desir que j'avois 
de me mettre ä la Tete de mon armee et de sauver 
mon peuple oprime, mais ce qui me pressoit le plus 
ätoit le peu d'envie que je remarquois dans la France 
de continuer la campagne, puisquils ne me parlerent 
que de quartier d'hiver, j'ai reflechi qu'ils pourroient 
jouer le tour ä Sekendorff que de luy declarer, qu'il 
etoit tems de se reposer et d'empecher en suitte ren- 
tiere delivrance de la Baviere, mais qu'ils n'oseroient 
en agir de la meme facon envers moy, j'ai donc de- 



*) Sollte wahrscheinlich heissen: ä tout moment. 



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356 Tagebach 

clare tout net k Sechelles intendant da Roy en Flandre 
que ce Prince m'a envoie pour prendrc les mesures 
necessaires pour l'ann6e qui vient ä retablir et conser- 
ver mon armee, que je partois et qu'il n'y avoit plus 
rien a changer, me voiant ainsi resolu ils y acquies- 
cerent et n'oserent plus me contredire, ils ont envoi6 
un Gourrier au Roy pour luy demeoder des ordres 
ulterieures en tout cas la permission de me suivre ce 
qui leurs fut accorde, et fetois fort aise d'avoir Se- 
chelles homme intelligent et extremement portö pour 
mon service avec moy. 

Je n'en dis rien ä l'Imperatrice jusqu'a la 
veille meme de mon depart, connoissant la tendresse 
dont Elle m'est attach6e, je pris donc un court 
et bien tendre conge d'elle au 18 du matin et 
partis au nom de Dieu le moment d'apres j'ai pass6 
ma premiere nuit ä Heilbrun dans la Maison Teutoni- 
que ou le premier Ecui6 du Duc le Baron de Ködern 
m'attendoit, il m'invita de la part du Duc pour Loud- 
wigsbourg, je m'en suis excuse luy temoignant com- 
bien j'6tois pressä de joindre mon armee et que par 
consequent je n'avois pas les tems de faire des detours, 
mais il me fit tant de remontrances que tous les re- 
lais etoient prets, que le detour etoit si petit qu'on le 
regagn6 par la bontfe du chemin, et quenfln le Duc 
ses freres , et toute la Cour m'attendoit, qu'enfin je 
my rendis, prenant le 19 ma routte vers Loudwigs- 
bourg, les cheveaux du Duc furent mis a ma voiture 
dabord ä l'entr6e dans le pais de WOrttenberg, le 
premier Ecuyer de ce Prince m'y recut et des detta- 
chements de Cavalliere m'accompagnerent par tout ce 
Pais, le Duc luy möme dans un Magnifique Carosse 
vint ä ma rencontre ä un bon quart d'heure de cet 
endroit avec toute la Cour et ses gardes qui Etoient 
assez magnifiques, il descendit du carosse et s'aprocha 
pour me baiser la main que je luy ai donne, en Fem- 



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Kaiser Karls VII. 357 

brassant sans descendre da Carosse, il m'offrit le sien 
ce que je ne croiois pas que l'Ethiquette permettoit, 
pour ne pas l'accepter je pris l'excuse du maovais tems 
et de la pluie continuelle qui faisoit, il se remit en 
carosse et prit le devant je Tai suivi, et nous arriva- 
mes ä cette belle Maisoa de campagne la Duchesse 
Douariere les Princes freres Cadeis da Duc et le reste 
de la Cour tant dames que Cavalliers me recurent ä 
la sortie du carosse, j'ai montä les escaüiers accom- 
pagnfe de toute cette Cour et fus introduit daus l'ap- 
partement qui m'a ete destine, il faut avouer que j'ai 
trouve cet endroit bien magnifique le tout batti & la 
moderne et de fort bon gout. 

Apres avoir de meur6 quelque moments daos 
cet appartement j'ai passfe ä celuy de la Duchesse 
pour y prendre du Chocolat, apres avoir refus6 
un grand repas qu'on m'avoit offert; la Duchesse 
qui a encore tres bonne mine beaucoup d'esprit 
et extrcmement affable n'a pas discontinuä de m'en- 
tretenir et me pressa beaucoup de passer la nuit 
chez le Duc mais je ne Tai point accept6, le Duc 
montre beaucoup d'esprit et meme de la soliditö pour 
son age, mais il na pas l'air d'une santö aussy par- 
faitte que Tont ses deux Freres qui ne sont pas moins 
aimables que luy. 

Apres avoir bü mon Chocolat j'ai pris congä de 
la compagnie et fus reconduit par le m£me cortege, 
je donna la main k la Duchesse et desceodis l'escal- 
Her, d'ou apres une fort courte repetition de compli- 
mens je me mis dans ma voiture le Duc. la Duchesse 
avec toute la Cour attendirent mon depart, et je con- 
tinuois ma routte avec les chevaux de sa Cour, tou- 
jours accompagne de la cavallerie jusqu a la sortie de 
son Pais, ou son premier Ecuyer et Grand Marechal 
m' attendirent, pour faire de la part de leurs Cours des 
complimens de remercimens, j'arrivai encore ce meme 



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358 Tagebuch 

jour a Elchingen ou je fus Joint par un valet de 
chamhre de la Duchesse Douariere ma belle soeur poor 
m'anoncer la bonne nouvelle de la prise de Munic. 
J'y ai aussy trouv6 les Deputäs des Directears da 
Cercle qui m'on complimente sur mon heureux pas- 
sage, j'y ai couch6 dans l'abbaie, et suis parti le len- 
demain 20 pour Augsbourg. 

J'y fus recu ainsi qu'il se devoit deux com- 
pagnies de Bourgeois k cheval vinrent au devant 
hors de la Tille et une dettachement de Cavallerie 
de la Guarnison trouppes du Cercle, le reste de 
la guarnison et tonte la bourgeoisie rang6es en haie 
me recürent dans la ville ou l'afluance du peuple fut 
immense, j'arrivois donc de fort bonheur au bruit du 
canon et le son des cloches en cette mienne ville Im- 
periale et j'eus d'abord la consolation d'embrasser au 
pied des Escalliers de la Maison de Fugger Wellen- 
burg une partie de ma chere famille, qui se presenta 
pour me baiser la main la joye fut parfaitte de part 
et d'autre et les embrassements de mes deux filles ca- 
detes furent bien tendres, ils ne l'etoient pas moins de 
ma belle soeur la Duchesse Douariere, de mon Neveu, 
et Niece le Duc Clement et la Duchesse, et leurs pe- 
tite Cour compos£e de mes fidels en eurent pareille- 
ment une grande consolation; cette chere compagnie 
de ma famille m'accompagna jusque dans ma chambre 
ou nous nous entretimmes quelque tfems ensemble, jus- 
qu a ce que le Marechal Sekendorff arriva, et me reu- 
dit compte de la Situation des affairres Militaires dont 
je fus extremement content, cette armee itant dejas 
partie de Friberg pour se rendre ä Dachau, mon In- 
tention 6toit d'entrer le 22 dans Munic ä la tftle de 
mon arm6e, et d'y faire chanter le Te Deum pour ce- 
lebrer en m6me tems le jour de l'Imperatrice, mais les 
arrangements des subsistances m'obligerent de differer 
cette entrte d un jour et de fixer pour ce jour la re- 



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Kaiser Karls VII. 359 

vue generale de Kannte, je me souvins de llSpoque de 
celle que je fis il y a trois ans ce m£me jour k St. 
Polten ; je partis d'Augsbourg le lendemain 21 et arri- 
vais fort tard k Dachau, oo toute l'armee carapoit, et 
ou la Generalite m'a recu, ma joye de trouver mes 
desirs accomplis en me voiant ä la tete de mon armee 
fut extreme, et le tout fut ordonnä poar la revue Ge- 
nerale au lendemain 22, ce fut d'assez bon matin que 
je me rendis qui par rapport au terrain n'etoit pas trop 
en regle, mais qui ne laissoit pas que de me presenter 
un tres beau coup d'oeil, je commencois par la droitte et 
me suis porte d'une ligne k I'autre puisqu'il y en 
avoient plusieurs ainsi qu'elles etoient rangäes, et apres 
avoir vü et examinä de bien pres toutes les trouppes 
l'armee entiere me fit sa rejouissance , qui consistoit en 
trois decharges que nous appellons Laufffeuer qui fut 
tres bien execute. Je ne scaurois exprimer comkien je 
fus content de toute larmee, que je regardois veritahle- 
ment comme une armee d'elite, l'air de guerre se fit 
voir par tout sur tout dans les Imperiaux, lesquels ont 
bien fait voir qu'ils etoient faits k la guerre et ä la 
fatigue, c est aussy cette mime raison, qui les a rendu 
moins brillants en proprete, les Regiments Francois Na- 
tionaux ont paru bien complets, et composes de tres 
beaux hommes, leurs trouppes etrangeres aiant partagä 
les fatigues avec les Imperiaux, leurs ressembloit assez 
dans tout le reste, quand au trouppes Hessoises la beautö 
et la proprete de ses trouppes ne s^auroient £tre sur- 
passees, leurs Regiments Stoit quasi tous habill6 de 
neuf, leurs cheveaux de la möme couleur, eleves comme 
ceux de mes gardes, en un mot on ne scauroit rien 
voir au dessus de ce-la, mais aussy les derniers 
6 milles ne venoit que d'arriver, et il ni a eu 
que 3 mille qui se sont trouvä dans les occasions 
avec les notres, dont le reste teinoignoit une ardeur 
pareille. 



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360 Tagebach 

Apres cette revufi l'armee se partagea en trois corps, 
pour passer l'Iser ensemble et occnper les hauteurs de 
l'autre cote , je me mis moy m£me ä la töte du gros 
de l'armee qui se mit en marche pour Nimphenbourg 
le Co. de Segur Heut. General de France marcha sur 
Mosbourg pour se porter k Landshut, et le Pr. Frideric 
de Hesse sur Freising pour avancer vers Arding et 
plus avant dans les Pais, tout ce-la fut tres bien exe- 
cute et je pris mon camp entre Nimphenbourg et 
Schwabing, mon quartier general dans mon chateau de 
Nimphenbourg le lendemain matin 23 je conduisis mon 
armee ä Munic ; avant d'arriver en ville le Marechal de 
Schmettau m'a Joint; c'est le Roy de France qui me 
l'avoit envoife pour se concerter avec moy, sur la 
marche qu'une nouvelle armee de France devoit faire 
sur le bas Rhin, pour souttient de nos allies qui se 
sont trouv£ menaces; Je luy fis donner un cheval, et 
continuois mon chemin ä la tete de mon armee l'entree 
dans ma capitale me fut aussy sensible ä moy-möme 
qu'ä la foulle du peuple qui y est acourru les larmes 
empecboient les cris ä retentir, le beau spectacle d'une 
armee victorieuse qui l'avoit delivre de I'injuste oppres- 
sion de l'ennemi , la consolation d'y voir leurs Maitre 
ä la täte qui vient ä leurs secours, le triste souvenir 
du pass6, la joye du moment present les rendit tout 
interdits, de sorte que les pleurs leurs servirent d'in- 
terprete et me irendirent temoignage de leurs fidelitö, 
mon coeur emu par l'amour que je sens pour mes 
fidels sujets me fit pareillement sentir tous les mouve- 
ments qu'en une occasion aussy interessante un bon 
Maitre peut sentir. ä peine pouvois-je me defendre de 
verser des larmes avec eux; j'avancois enfin sur la 
place qui etoit couvertte de monde, toutes les fen&res 
remplies de noblesse, et le ClergG dejas tout prepare 
pour chanter le Te Deum au pied de la Golonne de la 
Ste : Vierge. j'y mis pied ä terre, et le fis entonner. pen- 



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Kaiser Karls VII. 361 

dant ce cantique les Drapeaux du Regiment des Gardes 
furent benits, et Tarmäe continuoit ä passer, apres le 
Te Deum je rejoignis la tete de l'armee, et la con- 
daisis en passant le pont de l'autre cotä de l'Iser, oü 
je Tai fait camper, je me rendis ensuitte dans la Resi- 
dence, pour ecoutter les tristes rapports de tout ce que 
les Pais a souffert par les oppressions des ennemis, en 
attendant j'ai appris que St. Gerinain c'ötoit renda 
Maitre de Rosenheimb, que les ennemis aiant tente de 
le reprendre y ont perdu deux cents hommes quils y 
ont brule et qu'une vingtaine des leurs ont ötfe Jettes 
dans le feu ainsi qu'ils l'avoient bien merite, 1'armee 
sejourna dans son camp pres de Munic et marcha en 
deux jours a Ebersperg, ou je la rejoignis, pour regier 
les subsistances il falloit encore y sejourner deux jours 
j'en profitois en dettachant le Prince de Saxe Hil- 
bourgshausen, pour masquer Wasserbourg, je suivis le 
lendemain pour marcher k Haag mais comme je vou- 
lois scayoir auparavant par moy meme, il n'ätoit pas 
possible d'emporter Wasserbourg et la redoutte qui 
couvroit cette ville par un coup de main je me suis 
rendu moy meme pour en reconnoitre la position, je 
n'ai pris que mon escortte avec moy , mais comme je 
douttois si Ton pouvoit encore faire l'attaque j'ai pris 
la precaution de faire arretier toute (Infanterie de 1'ar- 
mee ou le chemin de Haag et de Wasserbourg se se- 
pare pour l'avoir ä la main en cas qu'on en eut be- 
soing ; Mais en arrivant sur le lieu j'ai trouv6 la 
redoutte bien pallisattee et en fort bon etat garnie avec 
beaucoup de trouppes et de quelque piece de canons 
je voulu malgre ce-la Tattaquer mais le Marechal de 
Sekendorff me representa que cette attaque me coutte- 
roit bien du monde, et que tous ces croattes et autres 
de ces nations barbares que j'y fairois tuer, ne valoit 
pas 10 ou 12 grenadiers que cette entreprise me cout- 
teroit, que d'ailleurs cette ville tomberoit bientot d'elle 



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362 Tagebuch 

meme aussy tot qne les ennemis verroient que Ton y 
avanceroit par la sappe ce qui epargneroit bien du 
monde, je me suis rendu ä ses representations laissant 
le soin au Pr. de Hilboargshausen de cette expedi- 
tioD , trop lente et pas assez importante pour moy, 
et je continuois ma marche jusqu'a Haag ou rannte 
ä campee. 



L 



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m. 



Tagebuch 



Pfalzgrafen Johann Casimir. 



Herausgegeben 



Ton 



Ludwig Häasser, 



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Vorrede. 



Die Handschrift, deren Gopie hier im Druck vor- 
liegt, ist Codex palatinus Nro. 768 und gehört in die 
Reihe der Manuscripte, die nach Rom entführt und 
1815 nach Heidelberg zurückgebracht worden sind. 
Sie ist Original, von der Hand Pfalzgraf Johann Casimirs 
selbst geschrieben, und umfasst 62 ungleich beschrie- 
bene Octavblätter. An manchen Stellen ist sie be- 
schädigt, namentlich sind bisweilen die Ecken der 
Blätter mangelhaft oder zerrissen, daher einzelne Lücken 
im Abdruck. Auch scheint die chronologische Ord- 
nung der Blätter an manchen Stellen nicht richtig. 

Der Inhalt ist verschiedener Art. Theils geschäft- 
liche Notizen, theils kurze Berichte über Unterredungen 
und Verhandlungen, auch wohl Entwürfe zu solchen 
wechseln mit allgemeinen Betrachtungen über die Zeit- 
lage und mit ungezwungenen Ergiessungen über Per- 
sonen und Verhältnisse. Die Zeit selbst, die achtziger 
Jahre des XVI. Jahrhunderts, gab in ihren Hauptereig- 
nissen — dem Cölner Krieg, der Liga in Frankreich 
und dem allerwärts schärfer hervortretenden Gegensatze 
der confessionellen Parteien — Stoff genug zu solch 
einem politischen Tagebuch. 

Die Form dieser Aufzeichnungen ist überaus knapp 
und gedrungen, häufig erscheinen die Notizen nur wie 

Quellen vm. 35 



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366 Vorrede. 

Erinnerungszeichen für den Autor selbst. In abge- 
brochener Satzform zusammengefasst, auch wohl nicht 
selten abreviirt geschrieben sind einzelne der Aufzeich- 
nungen nicht nur schwer zu deuten, sondern sie wer- 
den da, wo sie, statt in allgemeinen Zeitereignissen ihre 
Erklärung zu finden, mehr localen oder zufälligen Vor- 
gängen ihren Ursprung verdanken, aller Interpretations- 
kunst unzugänglich bleiben. 

Je nach dem Inhalt ist auch der historische Werth 
des Aufgezeichneten verschieden. Manche Notizen bieten 
theils an sich thatsächlich Interessantes, theils sind sie 
ein werthvoller Beitrag zur Charakteristik des Forsten, 
der sie niederschrieb, und der politisch-religiösen Partei, 
zu deren Häuptern er gehörte« Der Unterzeichnete 
selbst hat in seiner Geschichte der Rhein-Pfalz (IL 175) 
darauf Bezug genommen und einzelne Zage, welche die 
Schilderung Johann Casimirs ergänzen konnten, daraus 
entlehnt. Andere haben mehr einen localen Stoff zum 
Gegenstand oder beziehen sich auf Verhältnisse und 
Verwicklungen , die ein allgemeineres historisches In- 
teresse nicht beanspruchen können. 

Eine gedrängte Uebersicht des Inhalts wird dar- 
über die beste Auskunft geben und zugleich am 
passendsten die Frage beantworten: inwiefern die Ver- 
öffentlichung des Manuscriptes literarisch gerechtfer- 
tigt ist? 

Die Bemerkungen auf den ersten 12 Blättern des 
Tagebuchs berühren fast ausschliesslich eine territoriale 
Streitigkeit aus der pfälzischen Landesgeschichte. Das 
sachliche Verhältniss, um welches sich die dort ent- 
haltenen Notizen bewegen, ist folgendes. 

Kaiser Maximilian IL hatte im Jahr 1575 dem 
Kurfürsten Daniel von Mainz zur Anerkennung der 
durch ihn geleisteten Dienste, und nach seinem Ableben 
auch seinen Nachfolgern die Anwartschaft auf alle 
Reichslehen der Grafschaft Königstein und der Herr- 



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Vorrede. 367 

sehaften Epstein, Münzenberg and Breuberg ertheilt, 
sobald der damalige Besitzer, Graf Ludwig von Stolberg- 
Rönigstein und sein in der Erbfolge ihm substituirter 
Bruder, Graf Christoph, ohne männliche Erben sterben 
würden. Diese Anwartschaft veranlasste dann einen 
längeren Streit * zwischen Kurmainz und dem Hause 
Stolberg, Ober welchen die Urkundensammlungen der 
Zeit und namentlich eine im Jahr 1663 erschienene 
ausführliche deductio ausgiebiges Material enthalten. 

Indem Rurmainz im Jahr 1581 seinen Anspruch 
thatsächlich zur Geltung zu bringen suchte, gerieth 
es aber zugleich mit Pfalzgraf Johann Casimir in 
Conflict. Das im Jahr 1571 säcularisirte Kloster Lim- 
burg bei Dürkheim an der Haardt besass noch Güter 
in der Wetter au, die seit der Säcularisation des Stifts 
von einem Administrator des Pfalzgrafen verwaltet 
wurden. Die Güter bestanden aus dem Amt Neuen- 
hayn (in der Grafschaft Königstein gelegen) und aus der 
Fauthei Sulzbach und sind erst 1650 in dem Berg- 
strässer Recess gegen die bei Heidelberg gelegenen 
Dörfer Handschuhsheim, Dossenheim und Seckenheim 
an Rurmainz abgetreten worden. Um die Beeinträch- 
tigungen, welche das Vorschreiten von Rurmainz diesem 
pfalzgräflichen Rechte zugef&gt hatte, drehen sich weit- 
aus die meisten Notizen auf den ersten 1 2 Blättern des 
Tagebuchs, berühren also eine Sache, die nur für die 
specielle pfälzische Landesgeschichte ein Interesse ge- 
währt. 

Von allgemeinerem Inhalt sind die auf den 3 fol- 
genden Blättern (13 — 15) enthaltenen Bemerkungen. 
Sie betreffen die Thätigkeit des Erzherzog Ernst in dem 
von seinem Bruder, Raiser Rudolf II., ihm übertragenen 
Statthalteramt, sowie die Ansprüche, die dieser öster- 
reichische Prinz und sein Bruder Maximilian auf die 
polnische Wahlkrone machten. Ferner wird darin kurz 
berührt Ernst von Baiern, der in dem bekannten 

25* 



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368 Vorrede. 

Cölner Bischofsstreit gegen den protestantisch gewordenen 
Kurfürst Gebhart obsiegte. Kurze Betrachtungen und No- 
tizen sind auch dem Kurfürsten August von Sachsen, und 
seiner Gemahlin der »Mutter Anna«, deren Lulherthum 
bekanntlich ebenso eifrig war, wie bei Johann Casimir der 
Calvinismus, nicht eben in wohlwollendem Sinne ge- 
widmet; dann ist über den unglücklichen Johann Fried- 
rich den Mittleren von Sachsen, der noch in kaiser- 
licher Gefangenschaft war, eine kurze Bemerkung auf- 
gezeichnet, die den Wunsch des Pfalzgrafen, seine 
Befreiung zu erwirken, errathen lässt. Auch die ihn 
selber nahe berührende Streitigkeit mit Pfalzgraf Richard 
von Simmern, der um die Vormundschaft über den 
jungen Kurfürsten bekanntlich einen langen Streit 
führte, ist in einer kurzen Notiz (»was die Pfaffen mit 
H. Reichard practiciren«) herangezogen. 

Auf den folgenden Blättern (Fol. 16—19) kehrt 
noch einmal die Wetterauer Sache wieder, um dann 
von Fol. 21 an eine Reihe von Notizen anzuknüpfen, 
die sich, wie die Ueberschrift lautet, auf pratiques 
etrangeres beziehen. Dieselben beginnen mit einer 
kurzen Erörterung der niederländischen Verhältnisse, 
namentlich in den Jahren 1582, 1583, als Alen$on 
(Anjou) seine zweideutige Rolle dort spielte. Die Mei- 
nung, die unter vielen Protestanten sich darüber ge- 
bildet hatte, dass der französische Prinz zum Verräther 
an den Ländern werden würde, deren Beschützer er 
spielte, spricht auch der Pfalzgraf aus. Ihm scheint 
zugleich die Lage ganz dazu angelhan, dass das Reich 
diese Gelegenheit benütze und die ihm schon fast ent- 
fremdeten niederländischen Gebiete wieder fester mit 
sich verknüpfe; eine Ansicht, die er schon vorher 
(Fol. 14) auch in Bezug auf Metz ausgesprochen hatte. 
Metz wie die beiden anderen lothringischen Bisthümer 
schienen Johann Casimir in der damaligen Zerrüttung 
Frankreichs ohne Mühe wieder zu erlangen; als daher 



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Vorrede. 369 

im Laufe der kriegerischen Bewegungen, die dem Ab- 
schlags der Ligue in Frankreich folgten, Metz von den 
Guisen bedroht ward, nahm der Pfalzgraf daran um 
so lebhafteren Antheil, je tiefer zugleich seine Antipa- 
thie gegen die religiöse Parteistellung der Guisen ging; 
der Abtretung von Toul und Verdun, die in dem 
Tractat von Nemours 1585 an die Guisen verfügt 
ward, hat er denn auch in seinem Tagebuch (Fol. 22, 
23) eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Was 
sonst von französischen Dingen auf diesen und den 
nächsten Blättern verzeichnet ist, gehört gleichfalls den 
Wirren der ersten Zeiten der Ligue an. Der Gonseiller 
de Lorraine, der Fol. 23 wegen seiner Schrift über 
die Abstammung des Hauses Lothringen genannt wird, 
ist ohne Zweifel de Rosiöres , dessen Stemmata Lotha- 
ringiae den Zusammenhang der Guisen mit den Karo- 
lingern darzuthun suchten. Salcedo, dessen wiederholt 
Erwähnung geschieht, is( der spanische Abentheurer, 
der sich selbst als einen von den Guisen gegen die 
Valois ausgesandten Mörder angab, zahlreiche Mitschul- 
dige nannte und dies Geständniss später wieder zurück- 
nahm (s. Ranke franz. Gesch. I. 399). Ferner folgt 
der Pfalzgraf in seinen Notizen mit vieler Aufmerksam- 
keit dem Getreibe der französischen Parteien, nament- 
lich der Guisen, und der trotz ihrer äusseren Verbin- 
dung mit dem König bereits beginnenden Entzweiung 
zwischen ihnen und dem letzten Valois. Auch einzelne 
hervorragende Persönlichkeiten werden genauer ins 
Auge gefasst; namentlich auf Fol. 26 alles zusammen- 
gestellt, was zur Vorsicht gegen Montmorency in reli- 
giösen Dingen mahnte, obwohl derselbe, gleich den 
übrigen Politikern, damals mit Heinrich von Navarra 
gegen* die Ligue stand. 

Von Fol. 27 — 40 sind es grösstenteils deutsche 
Angelegenheiten , auf welche sich die Aufzeichnungen 
beziehen. Vor allem wird die Missregierung Rudolfs EL 



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370 Vorrede. 

und die Aussicht auf einen Regierungswechsel ins Auge 
gefasst; dabei bleibt die Möglichkeit nicht unerwogen, 
dass ein Protestant zum Kaiser gewählt würde und der 
Pabst dann, wie es eben mit den Bourbons in Frank- 
reich geschehen war, einen solchen als unfähig zum 
Throne bezeichnen würde. Für solch einen Fall, 
meint der Pfalzgraf, müsse man sich vorher mit den 
Benachbarten bereden , um ihres Beistandes versichert 
zu seyn. Als Beschwerden gegen Rudolf IL werden 
insbesondere geltend gemacht: die Processe im Reiche, 
die Einmischungen in Religionssachen und die dabei be- 
wiesene Parteilichkeit; das Aufhetzen der städtischen 
Unterthaneu gegen ihre Obrigkeiten, die Besetzung der 
Bischofssitze mit Parteimännern, was man zum Theil 
dadurch erreiche, dass man die gegenwärtigen Inhaber 
zur Resignation bestimme. Dann mindere der Kaiser 
die Reichsrechte , sei , wie auch die geistlichen Kur- 
fürsten am Rhein, mit Spanien in Verbindung und 
fordere in Frankreich die guisischen Umtriebe, um an 
einem durch die Guisen regierten Frankreich eine Stütze 
zu erhalten. Die gleichen Verhältnisse, namentlich des 
Kaisers zunehmende Schwäche , das Treiben . Spaniens, 
die furchtbare Krisis in Frankreich und die Möglich- 
keit, inmitten dieser Wirren die Niederlande und Lo- 
thringen wieder ans Reich zu bringen, werden einige 
Blätter später (Fol. 33, 34) noch einmal erwogen und 
dabei der Wunsch geäussert, sich mit Hessen und 
Brandenburg zu verständigen und durch beide auf 
Sachsen zu wirken. Dazwischen wird auch ein eignes 
Blatt (Fol. 29) dem Jesuitenorden und seiner zuneh- 
menden Ausbreitung in und ausser Deutschland gewid- 
met. Andere Angelegenheiten, wie der bekannte lang- 
wierige Streit des Reichserbmarschalls mit der Stadt 
Augsburg wegen der Gerichtsbarkeit über die Krämer 
und ähnliches ist Fol. 35 besprochen; dann finden sich 
einzelne Notizen über den Gölner Streit, Bemerkungen 



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Vorrede. 37 t 

über das Verhältniss zu Sachsen, wo eben (im Februar 
1586) Johann Casimirs Schwiegervater August gestor- 
ben war, und andere kurze Reflexionen aber die be- 
kannten Ereignisse der Zeit, oder über speciell pfälzische 
Sachen, wie den bekannten Conflict zwischen den Hei- 
delberger und Tübinger Theologen, dessen der Pfalz- 
graf auch in einer kurzen Bemerkung gedenkt. In den 
grossen Welthändeln hat ihn, nächst dem Vertrauen 
auf die englische Elisabeth, die damals anfing, den 
continentalen Händeln eine thätigere Theilnahme zu 
schenken, vor Allem der Gedanke beschäftigt, eine 
festere Eintracht unter den deutschen Fürsten herzu- 
stellen. Unter dem beabsichtigten »Verein mit den 
pfaffen«, wovon Fol. 38 geredet wird, und einer Le- 
gation an die Pfaffen, die Fol. 42 angeregt wird, ist 
wobl kaum etwas anderes zu verstehen, als die Mög- 
lichkeit einer gemeinsamen Verständigung auch mit 
den geistlichen Fürsten auf der Basis gegenseitigen 
Friedens. Mit Landgraf Wilhelm IV. von Hessen wollte 
wenigstens Johann Casimir, wie Fol. 40 beweist, die 
Frage erwägen, ob man nicht eine Eintracht herstellen 
könne, die von dem Grundsatz ausgehe, dass man die 
gegenseitigen Condemnationen abschaffe und dadurch 
den Katholiken zu erkennen gebe, wie man sich unter 
einander als Glieder in Christo ansehe. Auch daran 
dachte er, dass es vielleicht einen Ausweg gebe, die 
Guisen abzufinden und sie dadurch zum Aufgeben ihrer 
Umtriebe zu bestimmen. 

Von Fol. 46 an beziehen sich die Aufzeichnungen 
auf die englisch -niederländischen Angelegenheiten seit 
1585, vornehmlich auf Leicesters Sendung und auf 
die Haltung, welche Königin Elisabeth gegen Spanien 
annahm. Nach einer Erörterung pfälzisch - sächsischer 
Verhältnisse fasst (Fol. 54) der Pfalzgraf noch ein- 
mal alle seine Beschwerden gegen Kaiser Rudolf zu- 
sammen; insbesondere dessen Lebensweise, die Art 



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372 



Vorrede, 



der Rechtspflege, den Einfluss Spaniens und Roms, die 
Begünstigung Alexanders von Parma, die Bedrängniss 
der Reichsstädte und die am kaiserlichen Hofe herr- 
schende Parteilichkeit in allen religiösen Fragen. Das 
Ganze schliesst mit einer Uebersicht und Rechtferti- 
gung seiner eignen Politik, wahrscheinlich in dem 
Augenblick niedergeschrieben, .wo die Expedition nach 
Frankreich vorbereitet ward. 



L H&nsser. 



MOnchen den 29. Sept. 1859. 



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Touchant Laffaire de layence. [Fol 1.] 

Den 25 augustj D. Culmann wegen churfl. P. Relation gethon 

was Harttman von Cronberg vnd Caspar von Eltz wegen 

Heintz geworben. 

M. sich erpeuth was Ich befugtt mir nitt vff halten will. 



Amptman zu was ich befagtt 

königstein hatt vfzulegen vnd zu 

ein gantz new huldigung. 

haus aus dem Protestation. 

waldt gemachtt Copey Instruction zu vbergeben. er hatt 

ohne Consens gewust das Ich zu Oppenheim gewesen 

meiner darum er geeiltt mir sokleich stolburg 

an den hals | hetzen. [Fol. l r ] 

Ich wils gantz vnd gar haben oder nichts. 

gewaltt huldigung einzunemen. 

Colatur ist auch Inen gesandten beuolhen worden. 

[Fol. 2.] 

Primo Septembris Cantzler Relation gethon was bej Heintz 

verrichtt. 

In nomine Caesaris gethon biß ferner bescheidt. 

P. abgeordneten vill beßer wortt aufpaßen 

Neuenheim wurdt man nitt erzwingen können, dz 
solh Limpurgisch sonder stetigs Kunigsteinisch 

muß an Kayser gelangen 

N° Die P. haben alles was M. furbrachtt ab- 
geleunett vnd jn ein weitlauffig gesprech begeben 



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374 Tagebuch 

1 Sequester 
M. gesagt die pro- 2 gemeine holdigong fbrge- 
testation were nitt von- schlagen 

nötten gewesen. 3 Soltzbach kay: aigenthnm 

vnd Franckfortt verpfendt 
[Fol. 2 1 ] 

Maintz In schritten den gesandten gegeben verlesen worden 

3 vnderthonen eher zur holdigong anfangs ge- 

nomen etc. 

an den Kayser gelangen laßen was. B. gesuchtt, 

Seqoester 

ohne kay. willen nitt Retractirn können 

betten sich der protestation nitt versehen 

begertt P. wolle mitt vorbemeltten furschleg bißs 

kay. Resolution kumptt zufriden sein 

N° schimpf vnd vncosten auch P zu schreiben sein 

spottische worte aufpaßen zu bedenken zuhören, 
beschweren. 

[Fol. 3.] 

Den 17 Septembris Ein Instruction An Maintz verfertigtt wegen 
einraumung des faulej sultzbach neben Ghurf. pfaltz. 

[Fol. 4.] Gewaldt. Nitt 

an ander ortt M. dar in schlagen 
mich mitt P. zu vnderreden 
M zubeschicken Nitt 
2:. p. p. Kayser zuschreiben 
P. soll M. den tag abzuschreiben 
den pfaffen jr gefeil so jn der P. liegendt haben 
Arrest 

Reparation dieses schimpfz 

Comunicare Consilia 

inander ce schimpf a Tous Les parens» 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 375 

wider zufordern Was Runigsstein bishero mitt bösem 
Titel genossen 
N° Les nopces dOttweiler/ 
mitt den grafen zu handln 

die bruderschaft vff zu kinden [Fol. 4 r ] 

Dem Capitell solchs zu beschweren etc. 
L W samptlich zuersuchen. [Fol 5.] 

NB. Vicariat amptt wurdt M. verdretten wollen 

Rethe vnd amptsdiner woll beratschlagen lassen/.,) 

Conclußion darnach 

Nirstein hatt .M. alzeit wider P. gehetztt 

hangen .M. ahn 

N: Landaw thutt M. sterckt sie etc. 



S *£- 
3 S * 



M: bette billich glimpflich handln sollen 
S» 3 » weil er gesehen das P. sich diser guther 
ö angemast vnd solte solchs Kay. haben ge- 

langen Laßen vnd sonderlich weil er In- 
B cL teresirt ist. [Fol. 5*] 



S ö er 



*b 2 



N° Der Adel Yerbündtnus ist beschrieben Gantzlej 
L. Wilhelm zu heßen schicktt mitt Instruction 
zu Mai • . • 

Die wedrauischen grafen haben May beschicktt 

[Fol. 6.] 

Schwalbach hatt begertt die ynserigen sollen zu 

M. komen 

Den 16. augustj ist M. gesindt mitt gewerter 
handt die huldigung eingenomen 

Die vnderthom zum 6. mal dafür gebetten 

Die vnser gleichfals vnd letzlich allen vmbstend 
vmb zeugnus angeruffen vnd protestirt 

Noch der huldigung hatt Schwalbach zugesagtt 
sein her soll sie woll handthaben 

mein Wappen neben sein Mandat angeschlagen 



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376 Tagebuch 

Markstein setz er in orten da nie keins gewesen. 

[Fol 7.] 

N° Mexcuser enuers Naßaw. nopces sy ma: il 
vient. 
[Fol 8.] 25 aprilis. Kunigsteinische saehen halb 

Der graf gibtt solche Der 100 f. halb Jhar- 

Jharlich. lichs gegeben für den Ze- 

Churf. P. hab jch zu henden seind die Jahren 

dancken daß er mir die verfloßen. 
handt nitt bieten wollen. 

1° zu Sequestriren 

2° oder gnugsame Cantion. 

Ordinarium proces ist am besten für zunemen. 

2 dar zu furzuschlagen. Zeugen zuuerhoren laßen. 

Das ist ein Spolium mit dem gerichtt zu sultz- 

zu erkundigen ob der bach hatt graf beuohlen 
graf das gerichtt besetztt. kein gerichtt mher zu be- 
setzen. 

graf Albrecht zuschreiben. 

Zu Halbestatt einen zu bestellen vff des grafen 
todt zuwarten. 

[Fol. 8 r ] 

nitt Rathsam wegen vncostens Pares Curiae oder 
vnd lang verweilung halb., Lehen Man zusetzen 

entsetzung, halb sich zu erpieten zum außtrag. 

welcher ich Suplicirn mag weil der graf altt etc. 
das er sich flux ercler etc. vff das es nitt lang vfge- 
halten. 

wo er nitt Caution thut darnach darin zuplatzen 

N° die Landtgrafen seindt ohne das mitt dem 
grafen in stritt etc. 

Gronberg Lehen stuck. 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 377 

Ettlicher wisen vmb die statt francfortt ligen seindt 
Limpurgisch solche zuuerkauffen. [Fol 9.] 

Schulthes zu soltzbach berichtt den 4 May wurdt 
gerichtt gehalten. 

mit patenten abzufer- 1 ein beuelch ausgehen zu 

tigen etc. das gerichtt laljen jn Limpurgs namen 

zu halten zeugen zuuer- damitt das gerichtt besetztt. 

hören 2 buttl ein furzuschlagen. 

ander bestand vfrich- 3 ettlicher wisen halb be- 
ten oder zuuerkauffen, standt. 

Den baurn zu vndersagen das sie billiger vff mich 
sehen als den alten abgehendt. 

ob der schulthes ein Ein ander schulthes der 
aigen haus zuerkundigen, altt schulthes zu heppenheim. 

[Fol. iO.] 

Contra Maintz vnd Franckfortt. [Fol iO retr.] 

Franckfortt. 

Ir vnbilliges furnemen beschweren wo nitt den 
vnderthonen waßer vnd weidt absagen vnd zu pfenden etc. 

ein ander pfarher dahin zusetzen. 

Die vnderthonen beder dorfer müßen bekennen 
das alles fauthey sey auß genomen das dorf bezirk 
darumb hatt ein aptt den Zehendt jm veldt 

sie haben den ein halben Zehenden muß wider 
abgelost werden 

N° Den andern halben theill haben sie nitt mitt 
Bonum Titulura , mitt Corrupcion bekomen , Gantzier vnd 
Verwalter jeden ein gülden scheur von 50 f. geschencktt 

N° D: Glauburger. 

mitt der ablosung sultzbach vnd Soden oder aber 
jn Camera eccl. sondern personen zu vndergeben da- 



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378 Tagebach 

mitt es desto schieinig abgehe vnd den vncosten nitt 
ansehen. 

[Fol. 11.] 

A° 82 zu haidlberg wardt Ich mitt schmidt- 
berg(er) jn gegenwertickeitt Des Marschais helmstetter 
Concordia buch halb geredt schmidtberger gesagtt es 
hett nitt änderst sein können dan ein solche Drenung 
vnder die kirchen diener gewesen das man nitt änderst 
thon können hab Ich mich allerhandt geschwinder proces 
beschwertt Darauff helmstetter sagtt er berufft sich vff 
die protocola wflrdt sich finden was er jeder Zeitt dar 
zu gesagtt 

Helmstetter sagtt mir er hette ein Closter einbe- 
komen vnd darzu 100 f vff der Camer., sagtt [das 
hett er mitt sein trewen dinst nitt erlangtt 

[Fol 12.] 

Darnach hatt die Stadt franckfortt Ans sulczbach 
ein dieb oder sunder ghen franckfortt füren vnd 
exequirn lassen etc. 

weidgang geldt zu sulczbach 

Sulczbach vnd Soden waßer vnd weidt abzusagen 

N° Tobinus muß ein New Concilio Contra Franck- 
fortt stellen wie er jcz contra Kunigstein gethan 

Den Zehendt muß man ablosen vnd D. Tobinus 
seines Raths pflegen. 

NB. mitt dem ander halb theill haben sie mit 
Corruption erlangtt Cantzler vnd auch Verwalter jedem 
ein scheur geschencktt 50 f. werdt [Fol. 13.] 



Aiecqne le Marquis Q 



Contribution Ich hinderhalten letz 

Nouueau Empereur Ernstus haben sich poln endt- 
schuldigtt nitt erwehlett 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 379 

Contntel Sachen halb 

Colegial tag 

Churf. gebhart sachen halb 

Naoara hilff vnd endtschuldigang 

Haximiliano 

Yngern nichts willigen wollen 

den Schlesinger Ir Schätzung zum krieg kumptt 
jnen schwer 

das gevehl so die ordens hern vom gülden flüß 
die großen Thier erstehen 

H. Jacob zu baden gewerb perkadl [?] 

H. Ottoheinrich Mameluck wirbtt 

H. Im Burgaw Werbung 

Sax Reichstag abgeschlagen grauamina 

Lignitz sa fille a lempereur 

Yneinickeitt mit Nürnberg 

Alchimia halb 

H. albrecht Testamentt. 

Discoars vnser geistlichen Im Reich 

Engelender den Spa(niern) schaden vff der sehe 
gethon mitt Zunemen 

Was die pfaffen bei der Liga gethon 

belegerung Metz parma Guisa gelrieb vnd schlißel 
Im Reich 

Nachparliche Irrung geleidts halb mit Teutschen 
Meister Necker Solms vnd Mergentheimb 

Ernstus pratica wider die Stadt Coln hatt sich be- 
fanden Bonische Cantzley 

Noblesse conspiration contre les princes 

Kay. schreiben an Parma Execution s* Liga halb 

H Gorg bansen P. vnbillichs anforderung 

Die belegerung für Bon vfeuschlagen moy en 
propre personne 

schenk bej mir gewesen [Fol 14.] 

brief auß der Cantzlej Bon ist gefunden, das die 
Geistlichen 12 Monatt Romerzug gegeben haben 



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380 Tagebuch 

H. Wilhelm zu Bairn hat 600 M fl dem brader 
furgestrecktt vnd vfgenomen. 

Die Point wißen daß E. L. Maximiliano 50 M fl 
furgestrecktt. Consequentz 

Sax verhindertt mich an mein Werbung M. G. F. 
zubeschweren 

ob nitt partei zubegeren daß S L Ine zu mir 
schicken wollt Kundt Ich Ime vil particularia vertrawen 
vnd dadurch Sonder: le guet ob es sicher ist 

Visitatioos tag wegen Administrator Magdenburg 
halb beschehe 

N° vorig Jhar saltzburg furgezogen 

Freistellung müßen mir erlangen vnd bastischen [!] 
Nuncio gar abschaffen oder ein ander Kay. machen 
der vnß gibtt was Recht und billich und Justicia den 
arm als den Reichen ergehen laß 

[Fol i4 r ] 

Die Spanier müssen abgeschafft werden auß dem 
landt wie es schon zum 2ten mahl beschehen vnd muß 
sein sunsten sitzen mir Imer vnder einander In ein 
Mustrauen 

H Hannß friedrichs erledigung 

was Caspar von schonberg vff die Kindtauff L : 
Moritz* zu Heßen ahn An pfaltz saxen vnd heßen ge- 
worben Confederatio mitt Galia 

Sax seliger zu Wien hett schier die Sf liga vnder- 
schrieben Mutter Anna hatt starck am wagen geschoben 

H. Ludwig zu Wirtemberg die von Augspurg In 
dise beschwerung sich vertrösten vnd stecken laßen 

Recuperation Metz zu ersuchen wer weiß bej den 
schwirigen Zeitten was man ausrichten mochte 

altt Ghurf. sax Mathes lehe zu dem parma ge- 
schieht haben mitt erpieten 

Don Johan Maurigo 40 m Dalar geliehen Spa(nien) 
zum besten 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 381 

[Fol i5.] 

Vff dem Creiß tag zu Nurmberg ist zimlich vff 
mich gestochen worden Im abschiedt etc. 

Was Spa(nien) hierbeuor bej mir gesuchtt vnd 
Newlich durch G. P. Ernst Mansfeld Repetirtt Raths bej 
S. L. zu suchen 

Da Offenbar das die Geistlichen zusamen geschoßen 
S l ! liga contribuirtt das wir Euangelischen gleichfals 
theten vnd vff den Nothfall einander beifallen 

Extract mitt zunemen so zu dem werck con- 
tribuirtt 

Sax(en vnd Brand(enburg) zu Auisiren das alles 
was bej Inen geschichtt Galia durch mittl Caspar sein 
bruder erkundige 

Vnsere geistlichen geben dem Chur vnd f: süße 
vnd glatte worte aber man muß den hern In Specie 
Ire buberey endtecken 

Was die pfaffen mit II Reichart practicirn Mich 
auß der Administration zustoßen 

[Fol. i5 r ] 

Was Spa(nien) nhun zum dritten mal mitt mir 
gehandltt, die S*f Liga hiebeuor auch. 

Runig zu Poln eine gemahlin so Aug. Cousin 
R. adminstrator vnd mitt vilen vmbstenden Dtscourirn. 

Maximilian beschwerte den Orden gar sehr woll 
auszufuren vnd S. L. seindt Interessirtt wegen preußen 
wen sie mitt mir wollen anstehen heimlich, wollen 
nur der sacben Rechtt thuen etc. Pratica sunt Multiplex. 

Stadt vnd Cleresey Coln sich gantz den Spa(niern) 
ergeben. Der B. Ernst vff Anhalten Bapst Nuncio 
guthwillig abgestanden, also haben mir en starck stim 
künftig zu einer wahll 

Zubeschweren das mir sax(en) abgeschlagen zu 
werben zu meiner Defension 

Quellen VIIL 26 



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382 Tagebuch 

anforderung wegen Kur sax(en) das S. L. sich 
wolten neben Churf Brand vnderhandlen. 
[Fol. 16] 

1 Erstlich anzuhalten ob Reittersheim hoff guth 

ettwas jn der güthe zu erhalten 
II Wonitt vmb das halb theill alles 
III Wonitt deswegen zuerhalten ein stuck von dem 
staffer waldt Inzuraumen 
damit dolcher hoff erhalten werde 
IUI Wie es mitt dem eckerich künftig mochtt ge- 
halten werden 
V alle pfandung einzustellen vnd ein vergleichung 

damitt zutreffen 
VI wo der jagen halb ettwas wolte furgehen bin 

Ich In poßeßione, 
VII Die guther so zum Rotersheimer hoffguth ge- 
hörig vnd die Kunigsteinischen vnderthanen jn- 
haben will Ich Inen laßen umb ein gultt etc. 
[Fol. IV] 

Schulthes zu Born hatt mir mein hirsch blech ab- 
gerißen etc. 

Iegermeister Pflaunhen glauburger vnd D Tobinus 
vff den tag zu schicken vnd bej Zeiten zube- 
NB. scheiden vnd zuzuschreiben. 

[Fol. 17.] 

hanauisch werck Heine Dockamenta 

Inhaber des haus Kunigstein 

Caution muß mitt gefertigtt werden 

Zehenden halb 

Churf. P. schreiben was zu Ottweiler furgangen. 

M. Alles jn der pfaltz zu Arrestirn 

Vncosten halb. 
[Fol. 17*] 

Den Vncosten darin man mich gebrachtt zube- 
schwören Laufftt vber 1000 f. 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 383 

Dem Ecker hatt er von 3000 oder 4000 schwein 
hinweg 

Den wein vnd haw von der Rettersemmer hoff 
guth alles hinweg ohne Zehendt 

Die bech gefischtt jme nitt geburtt 

Den Vmbgang thun laßen, 

schulthes zu Born geldt aus Kolen gelost 

Restitution zufordern 

Wilpret schützen halb 

Vill wiesen haben sie jm staff gemacht! geben 
kein Zins muß auch furgebracht werden. 

eine muhl ist auch strittig 

wegen des wein Zehenden ob nitt der graf 
extantien schuldig soltt der bischoff erstatten als Inhaber 
des haus 

[Fol 18.] 

NB. Ata Main zu Costheim vnd hochhem hats fahr ist 
Maintzisch 

vff 3 fuder faß zubestellen sax wein 
N° ob Schultheis bestaupter verrechnett 

Schultheis mit sein Rechnung bescheiden 

Türken Schätzung halb Nachfragen } (einen halben) fl 
hatt er vom 100 eingenomen 

Ban Wein hatt Limpurg vfzulegen ob Schultheis 
gethon. 

[Fol 18*] 

mitt Franckfortt Sultzbach halb den handl furzu- 
nemen. 

ob der handl besonder Camer asseßores vnder 
die handt zugeben das es desto eher zum schieinigen 
ende koin 

N° Churf. pfaltz vmb den Consens wegen Ver- 
setzung 2 Dorfer Sultzbach vnd Soden, oder aber wegen 
des Zehendts so zu 2 vnderschiedliche mahl der Stadt 
franckfortt verliehen. 

26» 



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384 Tagebuch 

er ?» 

A° 65 vngeuerlich hat kunigstein wegen 
des gerichts In Tieffen wegen so Stadt franck- 
fortt adgebrochen wider vfgericht ein armen 
sunder daran hencken laßen vnd hat be- 
melter Graf durch Philips von Linden, Philips 
von Pflaunheim vnd bans bernhardt von Wal- 
bron: Henrich von Drohe der Stadt ein 
Mühll abreißen laßen 

[Fol i9.] 

Etliche wiesen haben die Kunigsteinischen Im jm 
stauff vnd jn mein gereebtickeitt liegen geben nichts 
dauon 

Zudem hatt der graf eine großen stuck wisen 
Roten laßen solche mir billich zugehortt jn Neuenheim 
gemarkung. 

N° der bischoff ist nitt In poßeßion Rettärseimer 
wiesen dan der Krieg der Zeit gewerett, hatt er 

solchs gethon so ist es mitt gewaldt oder 

als ein Kaiser Comissario 

Zudem da er die huldigung mit gewaldt jngenomen 
die meinigen Dar wider protestirt 

[Fol 2Q.] Pratickes Estrangieres 

Im Reich franckreich und anderswo 

[Fol 21.] La Quere Dalenson an pais bas. 

Niemandts kan sich darein Richten ettliche ver- 
meinen es wurdt von Alenson vfgezogen die Rechte 
hilfT damitt das gantz Landt den Kunig vmb hilf vnd 
Rettung anrußen, pour les Brider 

etzliche vermeinen A: wurdt wider hinweg ziehen 
vnd Biron wurdt die Religions verwandten auch siedle 
In der Spa: handt wider v hergeben. 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 385 

Vill vermeinen es sej kein Ernst dan noch nichts 
tattlichs ausgerichtt 

Spa S(oil) seine Dochter A: Angebotten 

lander zu beurath Steuer 

der Niderlande Im Niderland 

Die Religions Stende getrawen nicbtt 

ayant Gambray. A: a escrit a parme quil luy 
face auoir La fille de Spa: et quii rendera tout ce 
quil tient [Fol 21 r ] 

Si haben ohne Zweifell mittein ander geleichtt wie 
es an tag wurdt komen vnd In druck 

Darauff müßen nbun bedachtt sein wie mir dise 
Lande dem Reich wider zum Reich zum besten bringen. 

mit den Grieben aus Constantinopel so ghen an- 
torf gewesen haben Alenco geldt sollen wexeln .... 
(vnd) machen zu seiner schelmerej. Antorf aduisirn. 

Nauarra. [Fol 22.] 

getrautt dem Kunig nitt 

Woltt Spa: gern bekriegen france ne si fie pas 

Na. erpeuth sich Caution gnugsam 

Na. et Conde sont Jalous de moy Voila pourqoy 
Conde est en Langedock 

Si gestatten auch nitt das die kirche das wenigste 
an geld berauß schaffe sondern stelen es vnd verpar- 
tieren es 

ettliche vermeinen der Kunig woltt sie gern In- 
barekirn damitt er sie In stich setzte wie exempell a 
de mon frere Graf Ludwig vnd ander 

N° Darnach so kan er desto beßer mit den Hu- 
genotten vber eins komen 

Ego non Credo car il sen sert contre les pauures 
Hugenots sie Tyrannisirn sie so woll als der Kunig 
von franckreich die hende werden Inen gebunden dan 
sie kein hauptt haben, vnd jr hauptt nichts nutz 



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386 Tagebach 

[Fol. 22*] 

Spania a offertt a Nauara de luy rendre ses 
Terres, quil luy baille sa seur et face la guere en 
France a Toute Outrencq . 

Concernant ma par le Mariage de Schweden et 
princeße de Nauare 

Nauara a reprins sa femme luy a 2. fils Batars 

Spa: a Voulu fournier argent. a Nauara pour 
faire Guere a . . 

Spa : a desire sa seur hormis que eile aille 4 fois 
lanne a la meße 

Schweden mit princeßin Nauara 
[Fol. 23.] 

Le Roy Craint Les Guisars 

Darumb gibtt er seinen Mignons Metz Toi vnd 
Verdun ein Daum vff ein Aug zu halten. Salcedo 

Luy veult marier La fille de Loraine. 

Vng Conseillier Lorain a este mene prisonier a 
Verdun pour ce quil a demonstre que la maison de 
Loraine Vient de Charlmagne, et plus proche de la 
Coronne que les Valois 

Loraine et ses mignons veult Jl faire roy; hat! 
ettwas hinder sich 

Das New orden les penitentieux ist nhur angefangen 
damitt geldt zubekomen wie das bapstumb zuerhallen. 
[Fol. 23 r ] 

Le Roy veult Repudier sa femme, Guise offensfe, 
Duc du maine pour cela ale a Rome Engarder Con- 
sentement du pape. 
[Fol. 24.] 

Guise et Lorraine 

Salcedo a mis grand Jalousie entre le Roy et la 
maison de Guise 

H. Ha. Gorgen Pfaltzgraf werden sie das geldt 
geben Contra Alenson 

Loraine Leue 50000 v a straburg 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 387 

Goise se Vangera sil peust contre Alenson Sal- 
cedo halb 

II y a grand misteres cache 
. Comme Guisa voulut surprendre Strasburg le Roy 
les auisat pour ce quil craigneit les Moiens quils 
Trouueriont et ocuperiont dedans et auecque ce la ne 
luy ficiont la guere 

puis apres le S r pagne Enuoye en Espagne pra- 
tiquer La ligua 

Duc du maine a este a Rome pratiquer | La [Fol 2t r ] 
pratica pour mettre Garnison dans Chalons, Lanz 
schlagen 

Guisa a Ben a loraine comme a vng Roy de France 

La Jalousie touchant ma personne. [Fol 25.] 

Lon craint en France que ie ne Broulle les Co- 
lonnels du Roy 

Craint Les Eglises meinett halb 

ni Nauare ni Conde si fient 

Le Roy craint das Ich Spa: wurdt 

N° Clernant a mande au Roy que Je voulois 
marcher a part gibtt argwon meiner Zahlung halb 

Guise bespricbtt sich jn Champana besorgtt Ich 
span sie ab 

Malroy est bon Guisart il se faut donner de Garde 

Traicter auecque Espernon pour nostre paiement 
par Clernant. 

Montmorency aßecuration [Fol 26.] 

est en son Gouuernement et ne se fie point 

entretien Les Eglises pour außurance 

Marie sa fille a conde. La Royne la Engarde 
nichts Traicte aueque Sauoye pour Argent gefeltt 
mir nitt, steckt nichts guts darhinder. 

N° II est fort en Campagne et Lieutenamptt de 
Nauara das ist vill wen er es mißbrauchen woltt kundt 



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388 Tagebach 

er den kirchen einen grofSen stoß thun. Halt auch 
Zweifels ohne vil! Redlicher leuthe so der Religion 
sein werden alle vff die fleischbanck geliefertt 

N° II flaudra prendre garde a ces actions Das 
wurdt vns Esclarcirn seine Aciion seindt bishero noch 
gar guth gewesen, gott geb ferner gnadt. 

[Fol 2ff] 

NB. Die pfaffen seindt verachtt heutigs tags von 
den andern darurnb nemen sie jln Iren stiften fursten 
sonderlich Maintz Da sich zuuor vor Jharen Trier 
Speir vnd Wurms verglichen kein fursten o'der grafen 
In Iren stiften vfnemen hernaher aber ist Lottringen 
als ein Bischoff von Metz vfgenomen, Daraus ahzune- 
men, das ettwas darhinder stecken muß, Zudem auch 
solhe Personen so Ire anhen vermog der Ordnung Im 
Capitell nitt beweisen können Daraus abzunemen das 
ettwas darhinder stecken muß. 

hernaher aber halt man gesehen wie dise pfaffen 
den Guisicanischen werck befurdertt Nach seindt sie so 
vnuerschamptt sich gegen Ghur vnd franckReich mitt 
höchster bedeurung den Re(ligions) frieden zu hand- 
haben geneigtt seien 

[Fol. 27.] * Im Reich 

ob nitt Ad Inter Regnum 

vnd künftig ein Kunig von Nauara 

NB. wen das Kaiserlhumb von Oestereich fallen 
wurdt so werden bede Kunigreich Behem vnd Vngern 
auch abspringen 

Camergerichtt Tax 

Verfallen fürstlich vnd stattliche lehen 

Palia der Geistlichen Im Reich 

was ' die stedt Ihm schuldig verschenktt Kayser 
sol mitt Consens der Churfiirsten heschehen 

Capitulation 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 389 

Item Kaiser sein Capitulation so er allen stenden 
verpflicht woll zu Examinirn vnd zu gemutb zufuren 
wie demselben zuwider gelebtt wurdt 

Bapstische Pratica Kaiser [Fol 27 r ] 

N° Der babst hatt Nauara vnd Gonde Excomuni- 
cirt damit Inen die Cron benomen werdt. 

N° Künftig wen wir Im Reich einen Kunig oder 
Kaiser solten wehlen so nitt bapstisch wurdt er auch 
mitt dergleichen Proces procedirn vnd werden die ander 
partej einen aus Oestereich wollen erwelen so Ir 
partej sej 

Des wegen ein hohe Nolurftt sein (wirdt?) sich 
zuuor mitt den benachparten sich zu bereden Damitt 
wir bej Inen vff den fahll beistandt zugewarten 

Dan ein mahl die papisten nitt feiren Ir pratica 
weisen solhs alles auß 

Demonstration primo Kaiser seine Actiones vnd was 
er für proces Im Reich furett wider sein Capitulation 

[Fol 28.] 

Item mitt vilen Comission sachen so Religion an- 
treffen welhs Ime nitt geburett 

N° vnd durch solhe Comission verhetz er die Vn- 
derthonen In den stedten wider Ir oberkeitt 

Exempel Ach(en) Augspurg Strasburg geschwiegen 
In der Colnischen sache wie es parteilich zugangen 
vnd da sie gesehen die ander partej obhandt behalten 
schweigen sie still 

Puluer zugeschicktt 

(Wie) der Kaiser Spania In allem die handt (zu) 
seiner Tyranney gebotten ist Notorio 

geldt furgestrecktt Reichs Contribution 

Was Ostereich dem Reich entzogen vnd teglich 
noch mehr erpracticirtt, zu Restituirn 

Wie er Ime will die stedt gar vnderwurfig machen 
ist offenbar da er hatt benuolchen das keiner mher zu 



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390 Tagebuch 

Rath ses angenomen der nitt seiner Religion sej damitt 
er erpracticirn wollen die stedt Ime vnderwurfig za 
machen. Neruus teutschlandt mitllesignation Mainz Lott- 
ringen za 

[Fol. 28 r ] 

N° hiebeuor wie es practicirt wardt daß der Itzige 
B. Coln hatt erwelelt werden sollen 

mitt dem Neuen Teitschen Meister 

Lottringen Practicirt mitt B. zu Strasburg das er 
Resignirn sein söhn Bischoff zu Metz 

als dan hett er Mainz Strasburg vnd Metz wie 
Jeziger B. zu Coln vill stiffU In hatt vnd er praticirt. 

B. Coln hatt sich In protection des Spa.* gegeben 

die 2. geistlichen Reinischen Ghurfursten haben 
Ine alspaldt In die verein vfgenomen vnd mich ausge- 
schloßen 

haben die Ilzigen Rebellische werck Guisa die 

(handt ?) gebotten seindt auch mitt Inen vnder der 

decken gelegen - Inen gern zur Cron wolten 

geholfen damitt künftig vns die sache mit hilf der 
Franzosen zu machen geschwigen was noch verborgen ist 

Kaiser Practicirtt mitt Polen damitt künftig den 
Churfursten eins darein zuschlagen. Durch die Jesuwidern 

Kaiser hatt Gapitulares Schriften nitt annemen noch 
auch Iren Titul vff die schreiben geben wollen wo 
bleibtt Salomon Exempell bede ohren sein darzu ge- 
schaffen 

[Fol 29.] 

N° das Zeughaus so er hiebeuor begertt hatt 
N° stiftt saltzburg mitt pratica einemen wollen 
mitt den Romischen Wahll wie es erpracticirtt ist die 
pfaffen mitt Ostereich laufen also das man nitt mher 
zu einer freien wahll komen kan 

N° man laß es dan ad Inter Regnum komen 
Trier mitt seiner bapstischen Bulla prefation 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 39 t 

die geistlichen Churfursten samptt ander bischoff 
haben sich Crisemen vnd schmieren Laßen Bestia Zeichen 

Trie Hans Arnoltt söhn gerichtt 

Wie sein die Reichs stedt Tribulirtt worden wegen 
der Contribution da doch Ir Grauamina nitt seindt Er- 
orttertt worden 

Wie hatt Maintz die Ritterschaftt Im Aisfeldt von 
wegen der Religio Tribulirtt 

Was thutt Wirtzburg seiner Ritterschaft Exempl 
Hütten vnd Grombach 

N° Kaiser mitt dem Neuen Calender vnd pfaffen 
haben baldt angenomen als die kaufleuthe 

[Fol 29 r ] 

Geistlichen Jurament dem bapst gethon 

NB. Wie die Jesu zuwider Im Reich Innisten mitt 
gewaltt wie auch der adl Ire Kinder dahin stecken 
seindt verrether des vatterlandts 

N° Babst hatt zu Volda ein eigen schull angerichtt 
die erheltt er In seinen Costen 

Was sie In Engelandt practicirt ist Notorio 

Zu Paris haben sie öffentlich wider den Konig 
gepredigtt das volk wider Ine vnd Guisa zu ziehen 

Was sie mher für schelmerej gedriebn vnd noch 
teglichs vben ist kundtbar 

In Poloma wurtzeln sie auch ein vnd künftig .... 
sax vnd Brandenburg ettwas Erpracticiren 

Was Laßen die schelmen gemehl In d(ruck?) aus- 
gehen wider vnd zu uerkleinerung der stendte 

Wie solche die stende eingenomen ist an dem H. 
von bairn Exempel zusehen 

Was sie für herrliche Colegia zu Augspurg vnd 
Wirtzburg Inen gestiftt. 

In Lottringen zu Pontamouson statliche schull 

Speir vnd Wurms auch sich Eingenistett 

Was haben sie In druck ausgehen laßen gülden 
floß halb vnd Thier zu Verachtung Weltlichen Churfursten 



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392 Tagebuch 

[Fol. 30.] Kaiser gibt Nauara nit sein Titell 
hatt mir geholten: Werbung zuuerhindern 
Speir Reichstag hej den stenden gesucht daß kein 

Werben soll ohne patente des Kaisers 

Das der vorige Kaiser In der S* Liga gewesen 

ist Notorio dan er Sax dahin schier gebrachtt gehabtt 

wen D. Graco nitt gethon wieuill mher diser Action 

auß weisen 

Was füret er für den Kaiser für ein Gottloß Epi- 

curisch Regimentt 

NB. Maximiliano hatt Ine Sax Im Tottbeth beuolhen 
Vnser Contribution wurdt mißbrauchtt Spa. oder Goln 
(Gra)nuella Testament were weitt auszufuren 

. . . (Item) wie Kaiser wider die Capitulation handlet 
Stadt Strasburg Kaiser mitt Krieg bedrauett 
2 Geistliche Churfursten haben sax Erpracticirtt 

Ernst In bruderlichen verein genomen worden vnan- 

gesehen Brandenburg sich seiner pflichten Erinnertt 

Gebhartt gethon 

Camer Richter hatt Kaiser bishero ein geistlichen 

oder papisten besteldt welhs wider der Reichs abschidt 
Kaiser hat graf Fridrich von W Mandirtt be- 

trangte vnd verdriebne von sich zuschoffen bej höchster 

vngnadt. 

[Fol. 30*] 

Vngern werde von Ime abfallen an poln dadurch 

das gantz vnwiderbringlicher vnruh gerathen wnrdt das 

macht vnser Ostereicher Kaiser 

Kaiser wen er In Vngern oder behem ist so 

seindt dieselben Im Regimentt warumb sollen mir nitt 

auch Ordinaliter ein hofrath haben, aber es zu besorgen 

es wurdt vns gehen wie bei ludouico XI. In Gallia. 

mitt den zugeordneten Reihen von den stenden 

Kaiser hat hofmarschalk Drauttsam zum H: von 

Sauoy geschicktt Sf Ligua halb das seindt nitt frembde 

hendln 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 393 

Was vngereumte hendl hat Ir Mayestet mit graf 
Fridrich von Wirtembcrg gehabtt wegen der gewichene 
französischen Ritterschaftt da doch n(ie?) kein Cleger 
gewesen 

Kaiser 

haben Parma sie geschrieben er soll Sf liga Exe- 
cuting er will seines theils auch thuen 
N° Original schreiben 

Contra Capitulaüon [Fol. 31. retro.] 

N° Lempereur a Escrit a mon frere 
5 Ar. Conuentu halb ist wider kay. Capitulation 
9 Ar. Kunigstein hett er nitt sollen v er sehen cken 
ohne Willigung der Churfursten 
10 Ar. was sie dem Reich entzogen soll er wider 
Restituirn vermog Capitulation 
(12?) Ar. Die stendt mitt Cantzley geldt nitt zubeladen 
ist mein pflegsohn beschehen 
Die Reichs empter mitt Deutschen bestellen 
(1)3 Ar. hatt Spa(nier) vnd Italianer am hoff ist wider 
Capitulation 
NB. B. zu Strasburg ist Im Iager bej [Fol. 32.] 
dem H. von Guisa gewesen was er practicirtt ist leichtlich 
zugedencken 

Traicter aueeque Heg. et Brau. [Fol. 33.] 

Auecque Hessen [Fol. 33 r ] 

Concordia wereks h*lb ausfurlich vnd Nase famos 
schrillt 

Simon Simonis zum Kaiser zogen zum Mamenluc 
worden 

Künftigen Deputations vnd Visitations tag. 

Tribut dem Kaiser. 

von der freien Reichs stetten furhabens 

H. Gorgen hansen action mitt France 



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394 Tagebuch 

Zubesorgen Contribution kumptt Spa(nien) zum 
besten In dem Niderlendischen Krieg 

ein heurath für Gulich söhn P. tochier 

hans .... mir ges 

Colnische Heurath vnd freistellung 

ob Ich ghen Weimar vff die hochzeitt ziehen sol 
wen sax kumptt. 

les mauluais tour de ma femme 

Franckreich se Declarera ennemy de Spa. 

Jesuuider buch Dedicirtt a luy 

[Fol. 34.] Auecque Brandeburg 

nitt beschehen was Ich A° 72 von mein her Vatter 
seliger wegen künftiger Wahl halb zu 
reden vnd beuelh gehabtt hatt sich sax 
erpotten an S L gelangen zulaßen 

abgefallen Sax der Zeitt lies Ime gefallen ad Inter 
Regnum, aber hernacher 

von einer künftigen wähl zureden Son filz luy 
offrant mon seruice 

ma quereile auecque Sax vnd das sich S. L. darin 
schlagen woltten 

Freistellung halb zu erlangen wegen S. L. sohns 
Administration halb vnd das Ime vff dem Reichs tag 
begegnet ist 

Niderlendische vnd Alensonische Sachen (halb?) 
NB. wo man nitt dar zu thutt künftig dem Vatter- 
landt ein groß bluth badt anrichten möchtt 

H Hans fridrichs erledigung wegen ob nitt zu sax 
samtlich zuschicken sej 

Salcedo gefengnus halb Pratica 

Nauara contra Spa; 3000 pferdt begertt Franck- 
reich nitt gewilligtt 

S*f ligua hett Sax zu Wien • . . D. Graco vnder- 
schrieben, Mutter An. Prat. 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 395 

N° was man zu augspurg ausgeben das S. L. sich 
mitt den pabstischen verbunden 

wenn man Alenconio gern ledigt were [Fol. 3V\ 
seiner mitü zufinden, were besser frue dan zu spatt: 
dann er zu seer ein wurtzeln möchtt 

mitt Recuperation Metz Toll Verdun künftig ander 
haptt leichlich jn werck zurichten wen die beden poten- 
taten an einander er waxen wollt vnd die stende Spa 
fauorisieren woltt 

Sax soll Mathes lohe zu parma abgefertigtt haben 
mit den erpietens 

Schönberg was Ditz vnd Caspar bei S L verrichtt 

dan si mich gegen allen stenden einlasten 
wollen 

2 heurath für P. eine mit sax die 2 mit Bran: 
Schwester die Wittibe 
NB. abcontrefect 
Lignitz sa fille offert a Lempereur 

Gallia nimtt Holandt seehlandt Gueldre vnd friß 

es sunsten were Ieichtlich bej dem Reich zuerhalten, 
weg Nachzudencken Ich kundt solhs zuwegen 

bringen, wen Ich Ihr bei stadt 2 Chur- 

fursten hette 

von des Kaisers armselig Regiment 
Poln suchtt vrsach an Kai : vnd da Kay die äugen 
zuthun wurdt sprangen Vngarn ab, Behem seindt schwing 

[Fol. 34*?] 
Die ostereich vnd Cran vnd Kernten seien Mal- 
content, vnser geldt ist zu erhaltung der grenitz nitt 
angewandelt: ist Notig ein ander hauptt oder ad Inter 
Regnum komen laßen 

Wie Kaiser die stedt für den Kopff gestoßen ist 
offenbar wurdt nichts guts daraus werden wo dem nitt 
für komen wurdt 



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396 Tagebuch 

Die Franzosen vnd Alenson practciren teglich mitt 
mir das Ich mich* mitt Inen einlaß 

Darneben was Spa bej mir sucht vnd present ge- 
thon mitt vilen erpieten 

NB. Die pfaffen haben zu Coln gehalten Nider- 
lendische vnderhandlung dem Terra noua vnderhandeo 
geben mitt mir zuhandln vnd zubestellen 

Beger Raths von S. L. was Ich mich zuuerhalten 
hette 

Was Ich für anttwortt darauff geben, ist das Ich 
begertt zuwissen warzu er mich gebrauchen will Dan 
[Fol. 34^] 

ist nur pfaffen Testament de mon frere neben andern 
werck praticq ce que iay respondu 

von des Cardinais Granvelles schreiben an N: La 
ou il dit que les francois se Trouueront mal quils prati- 
quent auecque le Turck contra Spania 

Luy remonstrer comment sax pert sa Reputation. 
Vnd was Ime für 3 stuck begegnet Nemlich 

I. Concordia bronnen gefallen vnd 

ein pfaffen betrug ist 
II. mit dem Reichsmarschalck wegen 
eines Kremers 
schwanger die III. Lengroßement de sa femme sax 
Churfürstin a Augsburg 

Scoto est a Nurmberg pour descouurir le pot au 
Rose 

NB. Lempereur veult aller en Spa: 

Wirtemberg hatt P: persuadirt seine Rethe abzu- 
schaffen er woll ander 

[Fol. 35.] Reconciliation des Villes Imperiales Auecque sax 

1 habe Augsspurg sax vill ehr erzeigtt 

2 sich auch vill erpotten vnd erzeigtt 

3 haben mit hauffen lassen volgen 



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des Pfalzgrafen Jobann Casimir. 397 

Das sax vmb des Marschalcks Bappemheim willen 
seiner Fioantzerej wegen so hoch annimptt ist verkleiner- 
lich dan 

1° Erstlich Wuchertt er so grausam milt den Juden 

2° mit huren vnd solchem leichttfertig gesindt gihtt 
er vnderschleif freiheitt das dem Reich vnd den stenden 
verkleinerlich hej frembden potentaten Zudem ist einer 
gemeiner Stadt Comun sehr beschwerlich wo guthe Ord- 
nung vnd Disciplin Statuirt durch des Reichs Marschalck 
hernacher geschwechtt 

Wurdt sax dadurch verkleinertt jn betrachtung das 
sie diß vnbillich werck behaupten wollen da doch solchs 
woll durch ander Mittl kan hingelegtt werden 

In gemein [Fol 35 r ] 

mein Seßion halb zureden damitt Ich das Ihenige 
erhalten mag was mir von rechts wegen geburtt 
seithero zu Was Ich initt mein Dautz bruder dem 

geschrieben hiscoff zu Luttich zu simern geredt 

Achische Sachen halb vnd was Kaiser gegen Inen 
teglichs noch furnimptt 

Bolweiler will bezahltt sein 

Golnische heurath wegen was si für anttwortt ge- 
geben haben. 

Ach ist noch von Parma belestigtt 

NB. Reichs Grauamina mittzunenen 

Baronj zu saxen zuschicken wo noth 

Petars Conte de Lynar [Fol 36.] 

Touchant mes Bagnes 

comment la Religion se porte 

mit Zollern zu vnderreden wen Ich guther Leuthe 
bedurfte bej seinem hern ledig zuzehlen 

Gans [Fol. 3<T] 

Adam H: zu Puttliz. 

N° Schweden mir für dem Reichs tag sagen las- 
sen roochtt leiden Ich vff die bein zuuorkeme 

Quellen VlIL 27 



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398 Tagebuch 

Durch Peter scherr Ich sollt mich des Churfursten 
zu Coln annemen mit erpietang 
[Fol 37.] 

NB. Wen Bischoff zu Coln nichts erhalten kan so 
soll er mir das stiftt Resignirn will Ich sehen In son- 
derlicher betrachtung Da Ernst B. zu Lutich sein Theill 
dem Spanier vbergeben will 
[Fol. 38.] 

Traicter auecque mon Christianus lelection 

Reconciliation auecque quelque Villes de Lempire 

Anforderung de ma femme 

Vnion en Ia Religion vergleichen vnd alle Con- 
demnationibus abzuschaffen 

Bruderlicher Verein mit den Pfaffen 
[Fol. 39.] 

D. Raber Notabilia 

Gemeine Reichs Sachen 
[Fol. 39 r ] 

A. D. Raber 26 februarij 

la mortt du grand 

Henrich von der Lewe zureden bej der Klag an- 
forderung zusuchen 

H Casimir zu Coburg dar zuziehen 

Bartell will hienein 

Zu Wurms seiner gesundtheitt halb gewesen gibtt 
er für 

Graf Fridrich Wirtemberg hat sich nitt erklertt 
Reiß halb 

hatt wider ein söhn 

Zeittung frantzosich zuschicken 
[Fol. 40.] 

mon beau pere a vng Testament für 8 Jhar ge- 
machtt Ligtt zu Magdenburg 

hatt mich h. Christianus samptt ma femme zur 
begrebnus beruffen Wamoldt geschicktt 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 399 

Ein Credentz an der Königin vnd den geheimbden 
Ralh zuoerfertigen 

Brandenburgisch geldt 

Wen Gallia tod ist Legation Notig 

Nauara zum Religion fried vermanen 

Maintz vnd mein zusamenkunßlt 

Ob nitt dem Guiscanier ettwas an landt vnd leuth 
zugeben wer daroitt er nichts mher an die Gron pre- 
tendiere vnd das sie die Religion auch frei ließ 

Item Lottringen milt der Souuerainitett nachzu- 
lassen 

Guisa solle Ire Digniteten an der Cron behalten 
als nemlich die Estats 

L. W. zu Hessen zuschreiben wen Galia todt 
were befurdern helfen damiü der Nauara zur Cron kome 

[Fol. 40 r ] 

B: Coln öffentlich gesagtt er will das stiftt Coln 
Spa Inraumen er kann es doch nitt behapten 

NB. Ob nitt H Cristianus vnd Brand(enborg) zu 
Tractirn das sie sich mitteinander vergliechen hetten 
Einhelliglich Condemnation abzuschaffen Dadurch geben 
mir den Bapisten zuerkennen das mir einander für 
glieder In Christo erkennen 

Durch L W. kundt diß Tractirtt werden wie es 
dan nitt New sonder zum 2. mahl alhie beschehen vff 
mein Hochzeitt 

Bruderlichen Verein initt L W Tractirn 
Was L. W zu Bergzabern Proponirtt 
Ertzherzog Ferdinand Mandatt Erpach 

[Fol 41.] 

Lecester soltt allen stenden Aug. Con: zuerkennen 
geben das er beuelh habe guthe Correspondentz mitt Chur 
vnd fl zuhalten das dientt 

er soll vermelden wider die Tyrannej der Spa 
Inquisition vnd ligua des bapsten 

27* 



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400 Tagebuch 

Ertzherzog zu schletstadt Versamlung gehabtt Landt- 
rettung halb aber Argentila ohne mich nichts eingehen 
wollen 

N° Wie Reimett sich dise Versamlung fein zusamen. 
Der Deputations tag ist angesteldt 

ist haltt Ich gentzlich dafür den Nachparn ein 
Dunst für den äugen zumachen. Inen auch die feust 
sperren damitt sie sich vff vnser seilen oder schweitz 
begeben 

B. zu Strasburg stickt noch mitt jn der brühe 

Ils couuent quelque Choses noz Pfaffen es sej 
was es wolle 

[Fol. 4/ r ] 

Vatterlich Disposition Argument nemen mitt Maintz 
zuhandln 

mit Maintz werde Ich auch der Contutell Sachen 
halb auch reden müssen 

wie auch mit sax vnd Brandenburg Ambergensiß 
halb 

Beutrichs Hape Vilain Ferdinand Harquebuze 

Frantzosen anschlag brücken zu Strasburg 

D Raber muß mir die Vers wider geben so mir 
Tosanus gemacht vff mein Namen Hans Casimir 

A° 1462 hatt Pfaltz mitt dem bischoff zu Speir 
vertrag gemachtt vnd sich der bischoff jn P. Ewige 
schütz vnd schirm samtt sein Capitular vnd stiftt er- 
geben 

N° Vermog desselben Vertrags kan er nitt Im 
Rath sitzen wider Pfaltz 

[Fol. 42.] 

NB. Künftig vff oder für einem Reichs tag Kay. 
May zuersuchen das mich meine Contutelen mitt frideo 
lassen mögen zufersichtlich das Ich mein Administra- 
tion verwaltt das niemandt vber mich wurdt inklagen 
haben 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 401 

N° Ob bej. sax vnd Bra(ndenburg) solhs zu vnder- 
bauen enttweder sie bej dem Kay oder Contutores 

mit Hessen vnd Onspach wurdts kein Nott haben 
alein bej Wirtemberg welhs nhnr ein pfaflen gedrieb ist 

Ich Contribuir Kay. besser als kein stand t 

[Fol. 42 r ] 

Ob mir vns nitt mitteinander vergleichen kundten 
zu den pfaffen Legation zu schicken zubeschweren vn- 
billige Proces wider vnser Religions verwandten vnd 
das man Inen Jesuwider vffdringen will wider den Re- 
ligion friedt 

Bapisten sagen Religion friedt hab Endt 

[Fol 43.] 

Man Muß ein oder 2 Casum figuriren vnd ghen 
Leipzig vnd Magdenburg schicken alda seindt die ge- 
richtt In saxen landen 

Christianus seine Rethe geben für das der Chur- 
fiirst Augustus sej alein Erb gewesen Da kein Testa- 
mentt furhanden 

N° ein Testamentt so zu Magdenburg Deponirtt lieg 

[Fol. 44.] 

Discours de noz Princes de Lempire et Estrangers 
Chrestiens 

Dennemarck [Fol. 45.] 

ist zornig vff seine gesandten gewesen das sie 
den Churfürslen das leidt geklagtt als sie erfaren ge- 
hab tt das er sich wider anderwerts verstadt gehabtt 

Zu Lüneburg hat er sich Kuniglich vnd Christlich 
erzeigtt 

20 m Dalar mittleidenlich hilff geben 

sein 2. söhn Im stiftt Strasburg gethon vnd dem 
Kaiser der Capitular halb Heroysch schreiben gethon 

Hatt 20* Dalar Mittleidenliche hilff gesteuertt 



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402 Tagebuch 

[Fol. 4ö.] Engeland t Lecestre: . 

Engelandt hatt sich Rundt Contra: Spa: erwiesen 
für ein weib ists gnugsam mir ander stende solten vns 
darin spigeln 

sie hatt Walsingtheim In Gallia gesandt vnd dem 
Kunig die pratica Contra Ir Person zu erofnen 

Gallia hatt für die schottische Kunigin gebetten 

Holandt Sehelandt haben sich gantz vnd gar Enge- 
landt ergeben 

100 m ^ Nauara geben Mittleidenliche hilff 

Tractirtt Matrimonium zwischen schotten vnd Den- 
nemarck 

Hat noch 40 m gülden weiters bewilligtt 

[Fol. 47.] Sax Regiment 

hatt ein weib In ein gewixten sack gestecktt mitt 
einer schlänge Catze vnd ein hanen vff die heidnische 
weiß sie hatt 2 kinder vmbgebrachtt 

Ein grossen Diament hat der Knnig zuuermuthen 
durch Caspar Schomberg Sax verehren laßen das ver- 
hindert alle hilff 

Maxime dune meschancete haben mein bruder 
erinnertt sich seins amps zubrauchen wollen Ime 3000 pfl. 
zuschicken vnd haben nie willens gehabtt zu werben 

Will seinen Schwestern nichts geben anforderung 
von mutterlicher erbfall halb 

hatt gesagtt er wolle sein Schwager B.' zu Halber- 
stadt so breidt schlagen 

Sax hatt Gitry gefenglich ghen Dresen lassen füren 
Baronj sein jung Henrich Karben 

[Fol. 47 r ] Saxen Regiment 

100000 fl dem Kay abgeschlagen 
empfehett seine lehen nitt personlich 
Sax vnd Brandenburg haben sampttlich Kay ser 
beschicktt wegen her Bopell ausgegoßen reden 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 403 

sie beide haben den Kaiser anfangs vnruhe in 
Franckreich erinnertt das Ir May den Kunig zum frie- 
den verraanen solte 

mir halt er geschrieben wen die erklerung des 
Kunig* kerne woll er helfen schliessen 

II ny a ny coeur ny loyaute en cest homme 

Ii Trait sa patrie Voluptas suchtt er wir werden 
baldt ein Reichstag haben 

Er verhindern gefangen sax erledigang vnd Colu- 
dirt mitt dem Kaiser 

40 m Dalar hat Sax seliger Don Johann zu der 
Colnischen Expedition dem Don Johan Maurigo für- 
geliehen [Fol. 48.] 

il fault estriller mit anforderung 

car mon bischoff will bej mir stehen 

mein gemahl morgen gab verschreibung vnd heu- 
rath auch Widumb wider zufordern 

ma femme luy a Escrit prie mais il na rien Re- 
spondu 

Je pense fermement que il pense attirer Tout les 
meilleur gens en Lempire wie er dan thutt mitt allen 
forsten welche er alle an sie zeuchtt daraitt den andern 
so vfT Ine sehen und sehen müssen die handt gespertt 
werde 

N° Durch dise stratagemata hatt er den Kunig zu 
Dennemarck an sich gezogen 

alein weil Pfaltz Ine nitt Adprieren will lest er 
sie Im stich sitzen 

Braunschwig wurdt er so woll als mich für den 
Kopf stossen wegen der anforderung halb 

Zu Wolff von Erlach so Wir(temberg) Diener er 
woltt das die von Genff aufge . . . tt wurden [Fol 48 r ] 

Gestatt das seine beuehls leuthe das sie von den 
Ligueurs besteldt werden wie dan sax Marschalch Stachius 
von honsperg furschriftt an Guisa damit er vff einjRe- 
gimentt Knechtt besteht 



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404 Tagebuch 

er hatt einem bewilligtt 1000 Pf(erd?) Guisa zu- 
zufuren sax hats mitt sein aygen handtschrift den Con- 
sens bewilligtt 

Gitry ghen Uresen gefangen gefnrtt 

mein Farierer Siluester Dhen auß der Stadt heißen 
ziehen als wen er ein verrether were Ich soltt es Ime 
verweissen 

[Fol 49.] Sax Woll haltens 

, vff dem Deputation tag zu Wurms haben sie 
guthe Gorrespondentz mitt mir gehaptt 

vff dem Landtag zu Torgaw Concordj buch abolirtt 
vff dem Colegial tag guthe Leuthe geschicktt 

[Fol 50.] Hessen betreffendt 

L. W: hatt sein Testamentt gemachtt seOne Rethe 
vnd auß allen stedten 2 Person des Raths zusamen, 
erfordertt vnd seinem söhn geloben vnd schweren laßen 
kein ander hern zuerkennen 

N° als Ich bey S L Im Landt zwen mahl hin 
gewesen hatt L. Ludwige zu Hessen einen argwöhn 
vff mich gefast als wen Ich ein Executor des Testa- 
ments sein soltte 

L. Ludwig hatt keine erben 

L. Gorge ist baufellig vnd S L eltister söhn gleich- 
fals, stehett also das Haus leiß 

L. W: hatt dem Kaiser geldt furzuleihen Hundt 
abgeschlagen da er doch zuuor etc. 

mander au L. Wilhelm ma Resolution 

nemlich das mir werben wollen vnd Ich schier 
bedachtt eigner person zuziehen 

hatt 12000 fl Nauara Mittleidenlich hilf geliehen 

[Fol. 50 r ] Actions des Landgrafen 

1 seindt sie jn Religione vneins 

2 den ledigen Landtgrafen vnbillich gefangen. 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 4*05 

3 beschreiben mich gegen Menniglich Vmbstadt halb 

4 mitt der Zoll freiheitt die Pfaltz fexirtt 

[Fol. 51.] 

II fault prendre Resolution 

wie mich die pfaffen mitt Parma dreuen hatt was 
Jiinder sich 

Den proces so In Camera furgehett 

N° Stadt Speir Sindicus von Fiscal gehortt Frant- 
zosen ein anschlag Weissenberg betten 

la lettre que lempereur ma Escrit Eger vnd Pleien- 
stein halb 

Baden möchtt was anfangen dan er sich vernemen 
lassen mitt hilff parma will diß alles richtig machen 

von keinem freundt hab Ich mich nichts zubehelffen 
oder hilff zugewarten r „ , _„ -. 

Tout ceux qui ont Contribue 

20000 Dalar Dennemarck fa: 23333 f. 5 batzen 

15000 Dalar Ad: magdeburg fa zu 15 batzen — 

14666 fl 10 batzen 
12000 Gulden L. Wilhem zu Hessen 

goldt fl Halberstadt 
10000 gülden Halberstadt 
30000 gülden Churf. Pfaltz 20 m von der Camer 

vnd 10 m Verwaltung 
N° Geschütz Rrauth vnd Loth samptt Harnisch 
zum Regiment Knecht Hab Ich dar zu geben vnd be- 
zabllt. 

Engelandt 

Elle ne peult faire paix sans le Consentement de 
son peuple dan durch das Regimentt ist sie hinein In 
Krieg gezwungen worden 

sie hatt ein Agenten bej den Turcken welcher 
Erpracticirtt das der Turck mitt Spa; kein frieden 
machen soll 



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406 Tagebuch 

Zudem Ire vnderthonen Contribuirn eine grosse 
Summa geldts gleichfals hoil- vod sehe lender 

ItemDraco hat er auch nitt stadtlich erobertt nitt 
alein Itzunder sonder zuoor wie verzeichniß außweisett 

Holl- vnd sehelandt haben sich absolute Ir der 
Kunigin ergeben 

sie hat 100 m y mitüeidenlich Nauara et pour la 
cause furgestrecktt vnd vieieicht noch 

[Fol. 53.] Reichs Sachen 

[Fol. 54.] Kaiser anlangendt 

1° furtt er ein gottloß leben dem gantzen Rö: 
Reich verkleinerlich vnd niemandt Redett Im ein 

N° ob wo 11 Ray Maximilian] für seinem Todt dem 
Churfursten zu saxen beuolhen so hatt er doch nichts 
darzu geredt sondern dem Wasser sein Lauff gelassen 

2° wie die Justicia In Camera so woil auch zu 
hoff ergehet ist Notorio Dan 

Erstlich Spa vnd Bapst gesandt Ordinarij am hoff 
seindt, haben vnd füren das Regimentt Zum Zweiten 
nemen sich Ir May sich keiner gescheiten ahn sondern 
Delectirn sich Ir Irer Voluptatis 

3° Waß er dem parma vnd allen andern so vnser 
Religion zu wider seindt furschub gethon das ist zu- 
uill Notorio Nemblich mitt ausgebung Patenten, bösen 
briefen zuschrieben auch pratica anzustellen wider die 
Ihenigen so den betrangten geholffen das weisen die 
[Fol 54 r ] briefe auß, so er an Guisa vnd sunsten an- 
dere vom hoff auß an Parma gethon Intercepirtt worden 

Le Grison ma dit que lempereur estoit en Crainte 
que la Courone luy cheust dichtt vnd Trachtt wie es 
zu behaupten sej 
[Fol. 55.] 

Kay hatt ein fein gebrauch das er bei den Chur- 
fursten vnd stedt viU tausendt entlehnett alles vff die 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 407 

künftige Contribution also das die Ibenigen so furge- 
liehen Noth halben damitt sie wider zu Ir geldt komen 
einwilligen 

N° die stedt so nitt leihen wollen werden be- 
dranett vnd auß forchtt müssen 

N° Darauß ist abzunemen das Kay alle Reichs 
stedt gern dahin gebrachlt hett damit Im Ratb alle 
bapisten weren das er also jeder Zeitt hette zuerlangen 
was er begertte Exemplum Augspurg 

oder aber ettliche stende willigen damitt sie ett- 
wan Zoll oder änderst erlangen dadurch ander stende 
Im Reich beschwertt 

Kay batt Den: vill Clinodia geschicktt geldt darauflf 
zuendtlennen aber ist abgewiesen worden [Fol. 55 r ] 

Kay mitt seine vnnutze schreiben hatt er gemachtt 
das sich Strasburg vom Reich begeben vnd zu schweitz 
geschlagen wie Basell 

N° kundt man nitt bej Grinems erlernen warumb 
solchs beschehen. [Fol. 56.] 

In Religione Sachen wie er sich vill parteisch er- 
zeigtt ist wider sein Capitulation 

er soltt sich dabin befleissigen damitt er das Reich 
Im friedt vnd Einickeitt erhiltt aber leider erzeigtt sich 
zuuil parteisch vnd wurdt nitt anders werden können 
biß Spa vnd Bapst gesandten abgeschaftt 

andere Rethe durch die Churfursten verordnen 

mochtt Jemandts sagen dem Kay muß man nitt 
als strickte verfaren 

Darauflf die anttwortt man sehe wie die Vngern 
vnd behem sich verhalten sie wollen Ire grauamina 
Richtig gemachtt haben 

Warumb sollen mir billich Ja billiger dergleichen 
thun In betracbtung das alle benachparte Kunigreich 
vnser Reich Respectirn vnd Darauflf sehen vnsere action 



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408 Tagebuch 

[Fol 57.] 

Auecque le Golonel Salis Discours 

[Fol. 57 r ] Questiones 

Kay gesandte zu mir der her von Röder 

schikung sax vnd Brandenburg 

was Ir Musterung bedeuth 2 Churf. 

ob sie Maximiliano geliehen haben 

ob kein Reichs tag furhanden sej 

was die Oslereichischen hern bei samen tbun 

was Ascott des ortt geworben 

seine aduisation bedank Ich mich 

Aliance des suisses Content 

was von der Sf liga gesagtt wurdtt 

Kay schreiben An Guisa picante 

was die hehem tbun wollen. Offensiue 

Eines Römischen Königs. NB. Die polnischen 

stende haben sieb gegen Ernstus entschuldigt da er 

Romischer Kunig werden soll 

Mein Contribution hab leb Inbehalten 

Wen der Turck ghen Marseilles ankumptt was das 

bedeuten wurdt Sauoy Jalousia 

[Fol. 58.] 

Teutscbmeisterthumb vnd Volda halb 

ob mir Freistellung erhalten mochten 

Spa vmb mich sich bewirbtt 

schweitz vnd Strasburg sein verglichen 

Kay dringtt vif die Reuision aber Visitation ist 

eingesteldt 

Ewangeliscbe Capitular zu Strasburg vnd Denne- 

marck ein söhn hienein gethon was man sagtt. 

Wie Ich bej schweytz Confederation zusuchen sein 

möchtt ob er sieb wolte darin gebrauchen Lassen 
ob er noch diener sej oder nitt 
ob Ich Ine von meinem geldt kundt Zahlen so Ich 

Kay schuldig bin Gonsens bej Kay auszubringen 



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des Pfalzgrafen Johann Casimir. 409 

schenk Einemung Bon vnd das er bej mir ge- 
wesen sej 

Man drawett mir von allen orten darumb Ich mich 
armirn mnssen Defensiue rp / # ggri 

freistellung zu erhalten künftige wahll 
Wie der statum In Galia stehelt vnd was man 
am hoff dauon sagen thutt. [Fol. 59.] 

Kaiser lest sich Regieren von den Spanischen vnd 
hapstischen gesandten so stetigs am hoff seindt 

Ir May nemen sich keiner gescheften ahn 

Mariage Despagna In bron gefallen 

Kay sax endtbotten seine Reuter so er In wardt- 
geldt gehabtt abzudancken welches er parirtt 

am hoff ist man mir gar feindt 

es verwundertt Ine das der von Reder so von 
Kay zu mir abgefertigtt noch nitt ankörnen. 

Cron Behem sachen halb 

Sax vnd Brandenburg sollen Reichs tag platt ab- 
geschlagen haben 

Kay furett mitt huren ein vnordenlichs leben 

alle Camerhern seindt von Spa: besoldt 

[Fol. 60.] 

Guisa hatt alle beuelh wider mich zu Exequirn. 
vnd Chimay vff Ine bescheiden wie auch M: jn Burgau 

N° Wen Jamais Sedan vnd Bon werden erobertt 
als dan der pfaltz 

Diß obgemeldt hatt der von Ascott am kay hoff 
öffentlich herauß gesagtt vnd der von Salis gehortt 

Weiters hatt er Ascott gesagtt wen mir Strasburg 
vnd Göln haben dar nach wollen mir den gantzen 
Rhein gebieten vnd einbekomen 

Ascott hatt furgeben er woll In Italien ziehen ob 
es war ist geschehen 

Der feind wurdt mir die sporen mitt meinem 
Kriegs volck betrieffen lassen darnach 



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410 Tagebuch 

[Fol 61.] 

Die stende In Behem haben ettwas bewilligtt aber 
zur Defension 

In Kurtzem sollen alle Ostereichische hern zu Prag 
zusamenkomen zu Tractirn wie sie Maximiliano erledigen 

Die Vngern wollen nichts willigen 
[Fol. 62.] 

N° Das hab Ich Salis gesagtt das Spa hatt lassen 
mitt mir handln aber da Ich weiß das er Nach der 
Monarchia Trachtt will Ich nitt helfien darzu dan man 
künftig sagen wurdt Ich hett darzu geholfen mitt meinem 
still sitzen, Vnd Demnach Ich nhun woll spüre das 
Keiner dem andern In Noten nhimer beispringtt auch 
Creiß hilff nichts also muß Ich bedacht sein ein Rucken 
zusuchen ist es dem B: Ernst erlaubtt sich des Spa. 
schütz vnd schirms zugebrauchen Dadurch allendthalben 
Im Reich das feur angezundett so ist es einem andern 
auch nitt vnrechtt zu seiner Defension 

[Fol. er] 

Das Man sagen will Ich fang alle hendl ahn ist 
nitt Neues, meine Vorfaren haben es auch gelhon, fiir- 
nemlich dahin gesehen worden damitt das feur auß dem 
Reich erhalten wurde. 

Im Nieder Landt habe Ich dem Matias Kay sein 
bruder gedienett hab Ich In dem zuuill gethon so hatt 
der Kay auch vnrecht vnd sein bruder 

aber der Zeitt hett man bessere Correspondentz 
mitteinander gehabtt wer es besser abgangen sonderlich 
da Eng. mitt In spil gebrachtt 

mitt dem Golnischen handl beruff Ich mich vff 
mein außschreiben , Zudem Kay. Mandate Ich parirtt 
aber der ander partt de facto als forttgefaren. 



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Anmerkungen. 



Die auf Fol. 1 — IS enthaltenen Notizen des Tagebuchs 
beziehen sich auf den im Vorwort erwähnten Streit mit 
Kurmainz. 

Von Fol. 13—15 sind Erörterungen besprochen, die 
der Pfalzgraf mit dem Marquis .... '(Der Name ist in 
der Handschrift abgerissen) gepflogen hat. Sie beziehen 
sich zum Theil auf die Verhältnisse der Erzheroge Ernst 
und Maximilian, und auf den Conflict mit Ernst von Baiern, 
theils auf pfälzische und sächsische Fürsten. — Unter Otto 
Heinrich ist ohne Zweifel der dritte Sohn Pfalzgraf Wolf- 
gangs von Zweibrücken, der Sulzbach und Hilpoltstein 
erbte, gemeint; „Gorg Hansen P. u ist wohl Georg Johann, 
Pfalzgraf von Veldenz. — H. Hanns Friedrichs Erledigung 
bezieht sich auf den noch in Gefangenschaft befindlichen 
Johann Friedrich den Mittleren von Sachsen. — Sax seliger; 
im Febr. 1586 war Kurfürst August, der Vater Christians I. 
gestorben ; „Mutter Anna" , die Gemahlin des Kurfürsten, 
die bekanntlich in kirchlichen und weltlichen Dingen einen 
sichtbaren Einfluss auf August geübt hat. — Die „Recupe- 
ration von Metz", schien durch die damaligen Verhältnisse 
in Frankreich dem Pfalzgrafen erleichtert. Im Jahr 1585 
hatte die Liga ihre ersten Schritte gegen Heinrich HI. ge- 
than ; damals war auch Metz von den Ligisten fruchtlos be- 
drängt worden. 



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412 Anmerkungen 

Fol. 15. Was die Pfaffen mit H. Reichart practicini; 
Die Streitigkeiten über Johann Casimirs vormundschaftliche 
Regierung und die Prätensionen, die Pfalzgraf Richard von 
Simmern erhob, sind aus der pfälzischen Hausgeschichte zur 
Genüge bekannt. 

Auf Fol. 16—19 wird der Wetterauer Streit neu auf- 
gegriffen; von Fol. 20 an folgen dann Notizen, die „pra- 
tiques estrangieres" betreffend. Dieselben betreffen zunächst 
die Verhältnisse in den Niederlanden, wo der Herzog von 
Anjou (Alengon) seine zweideutige Rolle spielte. Die Mei- 
nung, die darüber unter vielen Protestanten herrschte, 
spricht der Pfalzgraf hier aus. Interessant ist der Schluss- 
satz, in welchem Johann Casimir darauf hinweist, wie man 
die Niederlande wieder zum Reich bringen könnte. Schon 
vorher auf Fol. 14 hatte er eine gleiche Ansicht über Metz 
ausgesprochen. 

Fol. 22. 23. Verdun und Toul wurden (1585) in dem 
Vertrag von Nemours an die Guisen übergeben. — Der 
Conseiller de Lorraine ist wohl de Rostere, der Verfasser 
des bekannten Buches, Stemmata Lotharingiae. Vgl. Ranke 
französ. Gesch. I. 404. Ueber Salcedo s. ebendas. 399. 

Von Fol. 27 an folgt die Erörterung deutscher Reichs- 
Angelegenheiten , wobei namentlich die Möglichkeit eines 
Regierungswechsels erörtert wird. Der Pfalzgraf denkt sich 
den Fall, dass ein Protestant zum Kaiser gewählt werden 
und der Papst dann, wie es bei Navarra und Cond6 ge- 
schehen, denselben für unfähig erklären würde. Daher 
sich zuvor „mit den benachparten zu bereden, damit wir 
bei Ihnen auf den Fall Beistand zu gewärtigen." Als Be- 
schwerden gegen Rudolf H. werden vornehmlich geltend 
gemacht: die Processe im Reich und die Parteilichkeit in 
Rechtssachen, das Einmischen in religiöse Angelegenheiten, 
das Aufhetzen der städtischen Unterthanen gegen ihre 
Obrigkeiten (Aachen, Augsburg, Strasburg), die Unter- 
stützung der spanischen Interessen, die Besetzung der 



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Anmerkungen. 413 

Bischofssitze mit Parteimännern, die Förderung der guisi- 
schen Umtriebe und ähnliches mehr. 

Auf Fol. 29 f. wird das Umsichgreifen des Jesuiten- 
Ordens in und ausser Deutschland geschildert. — Auf 
Fol. 33 f. werden noch einmal die Reichsangelegenheiten, 
des Kaisers Schwäche, das Treiben Spaniens und die Krisis 
in Frankreich berührt und dabei wiederholt die Möglich- 
keit erwogen, die lothringischen Bisthümer wieder ans 
Beich zu bringen und einen Theil der Niederlande dem- 
selben zu erhalten. Der Pfalzgraf denkt daran, mit Hessen 
und Brandenburg zu verhandeln und durch sie auf Sachsen 
einzuwirken. 

Fol. 35. Ueber den Streit, der zwischen Augsburg 
und dem Erb - Marschall sich wegen der Gerichtsbarkeit 
über die Krämer und Anderes entspann, siehe Häberlin 
deutsche Reichsgesch. vom Anfang des schmalk. Krieges. 
Bd. Xu. S. 5. ff. Mon Christianus: der Schwager des 
Pfalzgrafen, Christian I. von Sachsen; mon beau p&re: 
August von Sachsen. 31 ) Kunigin: Elisabeth von England, 
die seit 1584 bemüht war, eine Verbindung deutscher pro- 
testantischer Fürsten gegen die Ligue zu Stande zu bringen. 

Fol. 40. L. W. Landgraf Wilhelm IV. von Hessen. 
Den Pfalzgrafen beschäftigte vielfach der Gedanke, eine 
Vereinigung zu stiften, worin die gegenseitigen Verdam- 
mungen aufgegeben würden; die oben, Fol. 38, gemachte 
Bemerkung „Brüderlicher Verein mit den Pfaffen", sowie 
die Stelle Fol. 42 „zu den Pfaffen legation schicken' 1 scheint 
sich darauf zu beziehen. — Die Contuteüsachen sind aus der 
pfalzischen Hausgeschichte bekannt. Ebenso der Conflict 
zwischen den Heidelberger und Tübinger Theologen, auf 
welchen sich der Satz von dem „Pfaffengedrieb u in Würt- 
temberg bezieht. 



*) Da von dem Begrftbniss die Bede ist, müssen die Notizen wohl 
in den Anfang des Jahres 1586 gehören. 

Quellen VIEL 28 



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414 Anmerkungen. 

Fol. 54 werden noch einmal summarisch die Beschwer- 
den gegen Rudolf IL zusammengefasst. 

Den Schluss bildet ein kurzes Resum6 und eine Recht- 
fertigung der pfalzgräflichen Politik, wahrscheinlich zu der 
Zeit niedergeschrieben, wo' sich die Unternehmung nach 
Frankreich vorbereitete. 



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Uebersicht des achten Bandes. 



Erhard Sehwstabs Beschreibung des ersten mark- 
gr&f iehen Krieges gegen Nürnberg. 

Herausgeben von Joseph Baader, Vorstand des kgl. 
Archiv-Conservatoriums in Nürnberg. 

Paglna 

Einleitung 5 

Irkard Schflrstab's Kriegsbericht 

1. Kriegsläufte im Jahre 14-49 ... 25 

2. Kriegsläufte im Jahre 1450 ... 82 

3. Nachtrag zu Erhard Schürstab'sKriegs- 

Bericht 132 

Beilagen xu Erhard Schflrstab's Kriegsbericht. 

Beilage I. Verzeichniss aller Fürsten, Grafen 
Herren, Städte, Ritter und Knechte 
die der Stadt Nürnberg abgesagt . 145 

Beilage II. Organisation des Heer- u. Kriegs- 
wesens. 

1) Von den Kriegsherren .... 166 

2) Oberste Hauptleute der Geraisigen . . 167 

3) Von den geraisigen Pferden der Bürger . 168 

4) Vom Aufbieten der Geraisigen 168 

5) Ordnung der Schickung des Zeugs . 169 

6) Von der Ladung des Zeugs . . 171 

28» 



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416 Inhalts- Verzeichnis*. 

# PagtM 

7) Von dem Zeug der Wagenburg . . 171 

8) Von den Wagenburgmeistern . . . 173 

9) Vom Beschreiben der Trabanten an den 

Sold 17* 

10) Ordnung des Auszugs zu der Beute 175 

11) Vom Mustern 183 

12) Von den Amtleuten und Werkleuten, so 

man zu Feld zieht . . . 184 

13) Von der Stadt Aerzten. im Krieg . 184 

14) Von der Ehrung, die man denen that, die 

redliche That begingen . 184 

15) Von der Botschaft bei Nacht u. von den Briefen 185 

16) Von der Losung bei Nacht auf der Gassen 185 

17) Von der Schildwache .... 185 

18) Von der Warte 186 

19) Von den Zeichen der Feinde . 187 

20) Von den Dingen, die aus der Stadt den 

Feinden wurden zugetragen • . 188 

21) Von der Unfuhr des Krieges . . 188 

22) Von der Abfertigung der Gäste . . 189 

Beilage III. Defensions-, Fortifikations- und 
Geschützwesen. 

1) Ordnung der Thore in der Stadt . 190 

2) Ordnung des Raths , wie jedes Thor ver- 

wahrt seyn soll 195 

3) Weitere Ordnung der Thore ... 197 

4) Ordnung der Büchsenmeister zu dem grossen 

Werk auf den Thürmen um die Stadt . 199 

5) Ordnung der Büchsen unter die Thore 203 

6) Von den Zeichen der Büchsen . . 205 

7) Von der Oeffnung der Thore bei Nacht . 205 

8) Von den Schranken .... 206 

9) Von Verhauung des Waldes . . 209 

10) Ordnung auf der Vesten . . . 210 

11) Vom Geschütz und von. der Ausrüstung 

etlicher fester Plätze . . . 211 

12) Von der Beschädigung der Brücken über 

die Wasser um die Stadt . . 214 

Beilage IV. Proviantwesen. 

1) Was dazu gehört um 2000 Mann auf acht 

Tage zu speisen 215 



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Inhalts- Verzeichnis«. 



417 



Pagina 

2) Ordnung in der Köche .... 217 

3) Ordnung des Fleisches .... 222 

4) Ordnung des Getreides .... 22b 

5) Von Korn und Harnisch . - . 226 

6) Vom Mehl, vom Backen und vom Brot • 228 

7) Vom Schmalz und Pöckelfleisch . . 232 

8) Von Behötung der Mühlen in der Stadt . 232 

9) Fritz Kellerknechts Ordnung vom Wein . 232 

10) Von den Borgern und Bauern die zu Nürn- 

berg waren, vnd von ihren Vorräthen an 

Getreide und Köchenspeisen . . 233 

1 1) Von einer Warnung, geschehen vor dem Krieg 235 
Beilage V. Kriegsgefangene. 

1) Ordnung, wie mans gehalten hat mit den 

Raisigen, die gefangen worden . . 235 

2) Ordnung, wie mans gehalten hat mit den 

gefangenen Bauern .... 235 

3) Ordnung, wie mans gehalten hat mit der 

Stadt armen Leuten, so sie gefangen wurden 240 

4) Der Gefangenen Eide, so man sie taget . 240 
Beilage VI. Allerlei Ordnungen. 

1) Von den Policen 242 

2) Von der Losung und Steuer . . 242 

3) Von dem Zusatz, den man den Amtleuten 

that 243 

4) Von den Bubenhötten und von dem Buben- 

Vater 243 

5) Von Processionen im Krieg 244 

6) Von dem Heiligthum .... 244 

7) Von dem neuen Spital und den Seelgerfithen 244 

8) Von den Juden 244 

9) Vom Feuer 245 

10) Ordnung des Waldes in St.Lorenzen Pfarr 245 

11) Vom Holzen das man der Stadt that . 245 

12) Vom Aufsenden der Lehen . . . 246 

13) Eid der Gäste, Handwerker und anderer 

Knechte 246 

14) Von merklichen Gebrechen, den ffirbass 

vorzukommen ist 247 

Beilage VIT. Von den Schweizern . . 252 

Inhaltsverzeichnisse 365 



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418 Inhalts- Verzeichnis«. 

n. 

Tagetaeb Kaiser Karls ¥11. au itm Jahre 1744. 

Herausgegeben von Ludwig Häusser . . 313 

m. 

Tagebieb des PfaligrafeM Jebam Casfaur. 

Herausgegeben von Ludwig Häusser 363 



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Ctrrigettda. 



Seite 320 Zeile 12 von oben lies: d'Etat, statt: d'Ftat 



324 
324 
327 
334 

344 



1 

13 
7 
1 
6 



oben „ 
oben „ 
unten „ 
oben „ 
oben „ 



tu, statt: ou. 
ae, statt: re. 
rendus, statt: redos. 
le, statt: la. 
Varo, statt: Vars. 



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